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Kurzreview Ubuntu 10.10 Beta

In etwas über zwei Wochen, am 10.10., wird es so weit sein, die fina­le Ver­si­on von Ubun­tu 10.10, Code­na­me Mave­rick Meer­kat, wird das Licht der Welt erbli­cken.

Ich habe mir die aktu­el­le Beta-Ver­si­on vom 2. Sep­tem­ber mal ange­schaut.

Auf­ge­fal­len ist mir gleich der neue Instal­ler. Die­ser agiert recht cle­ver, da er noch beim Abfra­gen der Benut­zer­da­ten im Hin­ter­grund mit der Instal­la­ti­on beginnt und damit weni­ger Zeit ver­schwen­det. Außer­dem fragt einen der Assis­tent gleich wäh­rend der Instal­la­ti­on, ob man nicht-freie Soft­ware zur Unter­stüt­zung für For­ma­te wie MP3 oder nicht-freie WLAN-Trei­ber hin­zu­fü­gen möch­te. Bis­her muss­te man dies per Hand machen, gera­de für Ein­stei­ger eine unnehm­ba­re Hür­de. Der Rest des Instal­lers ähnelt bis auf opti­sche Ände­run­gen dem der vor­he­ri­gen LTS-Ver­si­on 10.04.

Nach der fer­ti­gen Instal­la­ti­on fal­len nur Detail­än­de­run­gen gegen­über dem Vor­gän­ger auf. Die drei Sym­bo­le für das Mini­mie­ren, Maxi­mie­ren und Schlies­sen der Fens­ter befin­den sich wei­ter­hin oben links (wie bei Mac OS), wur­den aber mit schö­ne­ren Sym­bo­len ver­se­hen. Anstel­le von F‑Spot wird jetzt Shot­well als Foto­ver­wal­tungs­tool ein­ge­setzt. Wei­te­re Neue­run­gen in der Soft­ware­aus­stat­tung sind mir bis­her nicht auf­ge­fal­len.

In ca. einer Woche wird es den Release Can­di­da­te geben, die­ser ist für den 30. Sep­tem­ber vor­ge­se­hen. Revo­lu­tio­nä­res scheint von die­ser Ver­si­on nicht zu erwar­ten zu sein, aber der neue Instal­ler gefällt mir und die klei­nen opti­schen Modi­fi­ka­tio­nen wie die neu­en Titel­leis­ten­sym­bo­le gefal­len mir schon mal. War­ten wir also gemein­sam auf den 10.10.

Bildschirmfoto
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Kurzreview der in den letzten Wochen konsumierten Medien

Was ist das Leben ohne Unter­hal­tung? Das habe ich mir in den letz­ten Wochen auch gedacht und habe lei­der viel zu viel Zeit dar­auf „ver­schwen­det“, Video­spie­le zu spie­len, Fil­me zu schau­en und Bücher zu lesen. Aber gut, nu ist‘s zu spät, soll aber nicht total ver­puf­fen ;-).

Fil­me

Pre­d­a­tors: Eine der bes­ten Fort­set­zun­gen, die ich jemals gese­hen habe. Klar, der Film hat kei­nen Oscar ver­dient, aber er macht wirk­lich Spaß. 106 Minu­ten Pop­corn­ki­no mit Intri­gen, Blut und jeder Men­ge Gebal­ler. Dass er ab 18 frei­ge­ge­ben wur­de, kann ich nur unter­schrei­ben ;-). Der Kampf gegen die Pre­d­a­tor geht hier wei­ter, die­ses Mal aber auf einem frem­den Pla­ne­ten, die Pre­d­a­tors haben also einen Heim­vor­teil. Trotz­dem, wie wir Men­schen nun mal sind, geben wir nicht auf und… den Rest seht ihr am Bes­ten selbst.

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Kara­te Kid: Vor­pre­mie­re im Cine­star Wol­fen­büt­tel. Um 17.30 Uhr ;-). Ziel­grup­pe war damit klar. Ich habe das Ori­gi­nal geliebt. Ich war vier, als der Film in die Kinos kam, hab ihn also erst Jah­re spä­ter auf VHS zum ers­ten Mal gese­hen. Egal, mit acht Jah­ren hab ich mich zum Judo­trai­ning ange­mel­det und das dann tat­säch­lich acht Jah­re lang betrie­ben. Ich war damit nicht der ein­zi­ge, das Erschei­nen des Films hat ins­be­son­de­re in den USA die Kampf­sport­stu­di­os zum Über­lau­fen gebracht. Die Neu­auf­la­ge hat nicht ver­sucht, mit dem stein­al­ten Namen Geld zu machen, son­dern hat tat­säch­lich etwas zu bie­ten. Mei­nen Freun­den und mir hat der Film wirk­lich sehr gut gefal­len. Jackie Chan hat sei­ne Rol­le sehr gut gespielt und hat tat­säch­lich nur einen Kampf im gan­zen Film gehabt. Jaden Smith, Spröss­ling von Will Smith, hat für sei­ne 12 Jah­re her­vor­ra­gend gespielt und den Kämp­fer wirk­lich sehr über­zeu­gen gemimt. Die Geschich­te hat sogar, ins­be­son­de­re bei den Frau­en, die eine oder ande­re Trä­ne über die Wan­gen kul­lern las­sen. Ins­ge­samt wirk­lich ein tol­ler Film, der nicht nur für Kin­der gedacht ist, son­dern auch Erwach­se­ne anspricht.

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Knight & Day: Wie­der eine Vor­pre­mie­re, die­ses Mal aber im Film­pa­last Wol­fen­büt­tel. Eigent­lich mag ich Tom Crui­se nicht son­der­lich, aber in der Rol­le hat er mich echt gefal­len. Tom Crui­se ist Geheim­agent und wird von sei­nen ehe­ma­li­gen Vor­ge­setz­ten gejagt und Came­ron Diaz gerät ver­se­hent­lich zwi­schen die Fron­ten. Tom Crui­ses Cha­rak­ter lässt sie aber nicht im Stich, son­dern will sie beschüt­zen und tut das auch ziem­lich effi­zi­ent. Der Film ist wirk­lich lus­tig und trotz­dem äußerst action­reich zugleich und den Besuch des hie­si­gen Licht­spiel­hau­ses defi­ni­tiv wert.

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Incep­ti­on: Tja, was soll ich sagen? Die­sen Film MUSS man gese­hen haben. Typisch für Chris­to­pher Nolan ist der Film kein Pop­corn­ki­no gewe­sen, man muss­te sei­ne grau­en Zel­len schon ein wenig anstren­gen, um nicht den Faden zu ver­lie­ren. Ich gebe zu, dass ich ein Fan die­ses Man­nes und sei­ner Fil­me bin. Ich habe alle zuhau­se und lie­be sie alle, der Mann ver­steht sein Hand­werk ein­fach. Ins­be­son­de­re die bei­den aktu­ells­ten Bat­man-Fil­me, Bat­man Begins und The Dark Knight, haben den Mann berühmt gemacht. Zurück zum Film. Den Trai­ler wird ja hof­fent­lich jeder gese­hen haben. Wenn nicht, hier ist er:

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Leo­nar­do spielt wie immer her­vor­ra­gend und man sieht vie­le bekann­te Gesich­ter aus vor­he­ri­gen Nolan-Fil­men wie­der. Leos Cha­rak­ter ist sozu­sa­gen ein Gedan­ken­dieb, des­sen aktu­el­ler Auf­trag aber genau das Gegen­teil von ihm ver­langt: er soll einen Gedan­ken ein­pflan­zen. Ein letz­ter Job. Aber natür­lich kommt alles anders, als es geplant wur­de. Über zwei Stun­den wirk­lich fes­seln­de Unter­hal­tung, die einen die Zeit ver­ges­sen lässt. Und für mich ein ein­deu­ti­ger Kan­di­dat für einen Zweit­be­such. Der Sound­track von Hans Zim­mer ist, wie gewohnt, abso­lut geni­al. 

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The Hurt Locker: ein Kriegs­dra­ma, wel­ches 2008 in den Kinos lief, an mir aber voll­stän­dig vor­bei ging. Ein gro­ßer Feh­ler, denn der Film ist wirk­lich super und hat nicht umsonst sechs Oskars mit nach Hau­se genom­men. Der Film spielt im Jah­re 2004 im Irak und beglei­tet eine Ein­heit der Spreng­mit­tel­be­sei­ti­gung der US Army. Viel mehr möch­te ich auch gar nicht erzäh­len, schaut euch die­sen Film an, es lohnt sich wirk­lich.

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Der blu­ti­ge Pfad Got­tes 2: Fort­set­zung des Kult­films. Kurz und knapp beschrie­ben ist er durch­aus sehens­wert, kommt aber nicht an die Klas­se sei­nes Vor­gän­gers ran. Die Gewalt wird hier wie schon im ers­ten Teil als Stil­mit­tel ein­ge­setzt, was sicher­lich Geschmacks­sa­che ist, mir per­sön­lich in die­sem Film aber wirk­lich gut gefal­len hat.

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Green Zone: Matt Damon in sei­nem Ele­ment. Seit der Bourne-Tri­lo­gie ist klar, wel­che Fil­me mit Matt Damon besetzt wer­den soll­ten. Und Green Zone geht in genau die­se Rich­tung. Er spielt, wie auch The Hurt Locker (s.o.) im Irak und besteht größ­ten­teils aus Kriegs­hand­lun­gen. Die Sto­ry ist viel­leicht kei­nen Oskar wert, aber der Film hat eine gewis­se Atem­lo­sig­keit und bringt auch noch ein paar Ver­schwö­rungs­ele­men­te mit. Äußerst sehens­wert, wenn auch er nicht an The Hurt Locker her­an­kommt.

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Wüs­ten­blu­me: Was für ein Film. Das Dreh­buch wur­de nach einem auto­bio­gra­fi­schen Roman erstellt, ent­spricht also einer wah­ren Bege­ben­heit. Das Mäd­chen Waris wächst in der soma­li­schen Wüs­te auf und flieht, als sie zwangs­ver­hei­ra­tet wer­den soll nach Moga­di­schu, zu ihrer Groß­mutter. Die­se ver­mit­telt sie an den soma­li­schen Bot­schaf­ter als Haus­mäd­chen, wodurch sie nach Lon­don kommt. Als es zu einem Putsch in Moga­di­schu kommt, wird der Bot­schaf­ter aus Lon­don abge­zo­gen, Waris aber bleibt. Sie lernt die quiet­schi­ge Mari­lyn ken­nen, wel­che sie bei sich ein­zie­hen lässt. Aus den bei­den wer­den gute Freun­din­nen und eines Tages wird Waris von einem Foto­gra­fen ent­deckt, infol­ge des­sen aus ihr eines der erfolg­reichs­ten Models der Welt wird. Und eines schö­nen Tages steht sie vor der UN und wird zur Bot­schaf­te­rin gegen die nicht nur in Afri­ka prak­ti­zier­te Tra­di­ti­on der Frau­en­be­schnei­dung. Ein wirk­lich grau­sa­mes Ritu­al, dem Waris den Kampf ange­sagt hat. Ergänzt wird das The­ma durch eine gan­ze Men­ge Bonus­ma­te­ri­al auf der Blu-Ray. Nicht nur der Film, die gan­ze Blu-Ray ist den Kauf mehr als Wert. Den Film soll­te wirk­lich jeder gese­hen haben. Er ist emo­tio­nal, lus­tig und mit­reis­send. Kauf­be­fehl!

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In the Electric Mist: John Good­man spielt wie­der, die Haupt­rol­le hat trotz­dem Tom­my Lee Jones bekom­men. Spaß bei­sei­te. Der Film spielt in Lou­sia­na, Tom­my ist ein Cop und sucht nach dem Mör­der an einer jun­gen Frau. Dabei muss er auch dem arro­gan­ten John Good­man immer wie­der auf die Füße tre­ten. Zu der Zeit wird ein Film über die Nord-Süd-Krie­ge der USA gedreht und Tom­my beginnt, komi­sche Sachen zu sehen. Der Film ist sicher­lich kei­ne Offen­ba­rung, Spaß hat­te ich trotz­dem. Wer auf Krimi­d­ra­men mit ein wenig Mys­te­ry steht, dürf­te mit dem Film gut bera­ten sein.

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Video­spie­le

Battle­field: Bad Com­pa­ny 2: Den Mul­ti­play­er-Modus spie­le ich schon eine gan­ze Wei­le, kürz­lich woll­te ich dann aber auch mal die Sin­gle­play­er-Sto­ry erfah­ren. Und es hat sich gelohnt. Der MP-Modus ist wirk­lich sehr spa­ßig, wenn auch, typisch DICE/EA, von gele­gent­li­chen Bugs immer wie­der getrübt. Gra­fisch und sound­tech­nisch ist das Spiel einer der bes­ten Shoo­ter, die ich auf der Xbox 360 gespielt habe. Die Sto­ry ist wit­zig, aber trotz­dem nicht albern und die Kämp­fe sind stre­cken­wei­se recht anspruchs­voll.

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Alan Wake: Lang genug hat es ja gedau­ert, bis Reme­dy Enter­tain­ment, die auch für die genia­len Spie­le Max Pay­ne 1 und 2 ver­ant­wort­lich zeich­nen, Alan Wake ver­öf­fent­lich hat. Bei dem Spiel han­delt es sich, so der Her­stel­ler, um einen Psy­cho-Action-Thril­ler. Das Gen­re passt auch ganz gut. Im Spiel schiesst man sich durch Geg­ner­hor­den, die aber alles ande­re als blöd oder ein­fach zu besie­gen sind. Selbst im ein­fachs­ten Schwie­rig­keits­grad hat­te ich mit eini­gen Sze­nen ordent­lich zu kämp­fen und vie­le Sze­nen sind beim ers­ten Anlauf aus mei­ner Sicht gar nicht lös­bar, was so man­ches Mal für Frust gesorgt hat. Das Spiel ist in meh­re­re Kapi­tel unter­teilt, also wie ein Buch, und Alan muss sich gegen die Dun­kel­heit zur Wehr set­zen. Die Dun­kel­heit ist omni­prä­sent und taucht in der Gestalt von Men­schen auf. Ein­fach abknal­len ist aber nicht, Alan muss zuvor die Dun­kel­heit mit einer Taschen­lam­pe oder ande­ren Licht­quel­len aus ihnen ver­trei­ben. Licht und Dun­kel sind also die grund­le­gen­den Ele­men­te der Sto­ry, der doch ein wenig Gru­sel­fak­tor anheim ist. Am 27.07. kam der ers­te Down­load-Con­tent raus, der für Neu­käu­fer des Titels kos­ten­los ist, gespielt habe ich ihn aber noch nicht. Ein wei­te­rer Teil ist ange­kün­digt, aller­dings ohne Erschei­nungs­da­tum. Ein wirk­lich tol­ler Titel und sein Geld wirk­lich wert.

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Prince of Per­sia: The For­got­ten Sands: Von den Machern des ers­ten Teils der zwei­ten PoP-Genera­ti­on. Glück­li­cher­wei­se nicht so über­mä­ßig schwer wie die­se ers­ten Tei­le, aber selbst im ein­fachs­ten Schwie­rig­keits­grad man­ches Mal doch recht for­dernd. Die Kämp­fe stel­len kein Pro­blem dar, aber die für die Serie typi­schen Geschick­lich­keits­ein­la­gen haben es in sich. Auch hier, wie schon bei Alan Wake erwähnt, tauch­ten immer wie­der Sze­nen auf, die man ohne Vor­be­rei­tung ein­fach nicht bewäl­ti­gen kann. Na gut, ich kann es nicht ;-). Mir hat das Spiel wirk­lich Spaß gemacht, es war nur lei­der viel zu schnell zu Ende.

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Splin­ter Cell Con­vic­tion: Ich habe die ers­ten Tei­le der Splin­ter-Cell-Rei­he abgöt­tisch geliebt. Nach den ers­ten drei Tei­len war aber irgend­wie die Luft raus. Den aktu­el­len Teil habe ich mir dann aber doch wie­der gekauft, nach­dem ich die Demo gespielt hat­te. Die Auf­ma­chung ist wirk­lich rich­tig cool, so steht das nächs­te Mis­si­ons­ziel als Text auf Gegen­stän­den wie Mau­ern, Autos und ähn­li­chem, anstel­le ein­fach auf dem Bild­schirm ein­ge­blen­det zu wer­den. Die Geg­ner sind anspruchs­voll und kein Kano­nen­fut­ter und die Sto­ry hält einen auf Trab, man möch­te unbe­dingt wis­sen, wie es wei­ter geht. Auch ein Kauf­tipp, trotz der viel zu kur­zen Spiel­zeit, in der man aber wirk­lich her­vor­ra­gend unter­hal­ten wird.

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Mass Effect 2 — ein sehr gelungener Nachfolger

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Vor zwei Tagen hat­te ich es durch: Mass Effect 2 von Bio­Wa­re. Rund 40 Stun­den Spiel­zeit (und fünf Stun­den Lade­zeit) habe ich inves­tie­ren müs­sen, um als Com­man­der She­pard (mal wie­der) die Milch­stra­ße und all ihre Völ­ker zu ret­ten.

Bio­Wa­re hat es beim zwei­ten Teil der Saga (dass ein drit­ter Teil kommt, ist beschlos­se­ne Sache) geschafft, die Män­gel des ers­ten Teils voll­stän­dig zu eli­mi­nie­ren. Bis auf die Lade­zei­ten, die sind geblie­ben. Der zwei­te Teil erstreckt sich außer­dem über zwei DVDs, man muss also wäh­rend des Spiels wech­seln. Eine Instal­la­ti­on des Inhalts der zwei­ten DVD ist nicht vor­ge­se­hen. Posi­tiv auf­fällt, dass man die Spiel­stän­de des ers­ten Teils impor­tie­ren kann, man kann also mit sei­nem guten alten Cha­rak­ter wei­ter spie­len.

Mass Effect 2 fängt da an, wo Mass Effect 1 auf­hör­te. Na gut, zwei Jah­re spä­ter. Aber trotz­dem. She­pard wur­de sozu­sa­gen rekon­stru­iert, also von den Toten zurück­ge­holt unter Ein­satz moderns­ter Tech­no­lo­gien. Aber nicht von der Alli­anz, die er einst ret­te­te und die ihn zum ers­ten mensch­li­chen Spect­re ernann­te, son­dern von sei­nem ehe­ma­li­gen Erz­feind Cer­be­rus. Mit zwei­er derer Mit­ar­bei­ter als Squad beginnt man das Spiel auch, natür­lich kom­men im Ver­lau­fe des Spiels wei­te­re Par­ty­mit­glie­der hin­zu. Die Anzahl die­ser unter­schei­det sich um bis zu zwei, je nach­dem, ob man die Spe­cial Edi­ti­on kauft und den Bonus Con­tent auch noch erwirbt. Bio­Wa­re und EA haben mit dem Cer­be­rus Net­work eine Art Wei­ter­ver­kaufs­schutz in das Spiel ein­ge­baut, da der Code für das sog. Cer­be­rus Net­work nur genau ein Mal gül­tig ist. Soll­te ich mein Exem­plar also wei­ter­ver­kau­fen wol­len, steht der Käu­fer ohne die­se Erwei­te­rung da und muss sie für schlap­pe 1.200 Xbox-Punk­te (ca. 14 €) nach­träg­lich erwer­ben. Oder er ver­zich­tet auf den Bonus-Inhalt, der neben dem zusätz­li­chen Cha­rak­ter auch noch aus wei­te­ren Mis­sio­nen besteht. Für 560 Xbox-Punk­te kann man noch einen wei­te­ren Cha­rak­ter sowie zwei Mis­sio­nen und eine Waf­fe erwer­ben.

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Ansons­ten ist alles, bis auf Details beim Alten geblie­ben: der Navi­ga­tor der neu­en Nor­man­dy ist wie­der der gute alte Joker, der aber von einer schiff­in­ter­nen KI, genannt EDI, unter­stützt wird. Nach anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten haben die bei­den sich ziem­lich schnell auf­ein­an­der ein­ge­schos­sen und EDI ret­tet im Ver­lauf des Spiels die eine oder ande­re kri­ti­sche Situa­ti­on. Cer­be­rus wird vom undurch­sich­ti­gen Illu­si­ve Man gelei­tet, der einem das gesam­te Spiel über ein Rät­sel bleibt. Des­sen genaue Absich­ten sind bis zum Ende des Spiels nicht klar, selbst beim Abspann ist man sich nicht sicher, ob man die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen in Bezug auf die­sen Cha­rak­ter getrof­fen hat.

Jeder Cha­rak­ter bringt eine Mis­si­on mit, die man erfül­len muss, um des­sen Loya­li­tät zu gewin­nen. Ist ein Team­mit­glied loy­al, wirkt sich das auf des­sen Fähig­kei­ten aus, man ist also gut dar­an bera­ten, vor dem End­sturm auf die Collec­tors sei­ne Team­mit­glie­der zu loya­len Team­mit­glie­dern zu machen. Um wäh­rend des Spiels ein­ge­sam­mel­te Arte­fak­te wie Waf­fen, Schil­de und Schiffs­er­wei­te­run­gen ver­wen­den zu kön­nen, benö­tigt man Res­sour­cen. Die­se erhält man durch wahl­los in den Mis­sio­nen ver­teil­te Boxen und/oder durch das Scan­nen von besuch­ten Pla­ne­ten und Mon­den. Das wird irgend­wann wirk­lich lang­wei­lig, rat­sam ist es trotz­dem. Ich habe es in den ca. 40 Stun­den Spiel­zeit geschafft, sämt­li­che Ster­nen­sys­te­me zu besu­chen und dort nach Res­sour­cen zu suchen. Das Rei­se­mit­tel ist, wie schon im ers­ten Teil, das Mass Relay, wel­ches einen qua­si sofort in einen ande­ren Ster­nen­clus­ter kata­pul­tiert. Zwi­schen den dor­ti­gen Stern­sys­te­men reist man “kon­ven­tio­nell”, man benö­tigt für die­se Rei­sen Sprit. Um Pla­ne­ten nach Roh­stof­fen zu durch­su­chen, benö­tigt man Son­den. Bei­des kann man käuf­lich an “Tank­stel­len” erwer­ben, die sich in jedem Sys­tem mit einem Mass Relay befin­den. Um die­se zu bezah­len benö­tigt man Credits, die man durch erfüll­te Mis­sio­nen, gefun­de­ne Arte­fak­te und ähn­li­ches erhält.

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Im Ver­lauf des Spiels hat man immer wie­der die Mög­lich­keit, sich für eine hel­den­haf­te “Paragon”-Action oder eine rüpel­haf­te “Renegade”-Action zu ent­schei­den. Je nach­dem, wie man sich sei­nen Mit“menschen” gegen­über ver­hält, schal­tet man durch die gesam­mel­ten Punk­te zusätz­li­che Dia­log­op­tio­nen frei, die einem Zugriff auf bestimm­te Punk­te des Spiels ermög­li­chen. Manch­mal ist die Zeit­span­ne, in der man mit dem lin­ken Trig­ger (Para­gon) oder dem rech­ten Trig­ger (Rene­ga­de) reagie­ren kann aber so kurz, dass man nicht wirk­lich dazu kommt, zu reagie­ren. Lei­der. Ansons­ten eine gute Idee. So kann man bspw. Team­mit­glie­der davor bewah­ren, aus Rage ehe­ma­li­ge Freun­de abzu­knal­len oder man beför­dert Söld­ner mit einem Stoß aus einem Hoch­haus­fens­ter.

Mass Effect 2 ist ein sehr wür­di­ger Nach­fol­ger des schon fast genia­len ers­ten Teils und merzt des­sen Män­gel bei­na­he voll­stän­dig aus. Nur die ner­vi­gen Lade­zei­ten sind geblie­ben. Dafür muss man nicht mehr stun­den­lang mit einem recht lah­men Fahr­zeug schies­send über frem­de Pla­ne­ten fah­ren, was mich am ers­ten Teil am meis­ten genervt hat. Die Sto­ry ist ziem­lich aus­ge­klü­gelt, die Dia­lo­ge, von denen es wie­der sehr vie­le gibt, sind her­vor­ra­gend gestal­tet und mit abso­lut pro­fes­sio­nel­len Spre­chern ver­se­hen. Ich habe die eng­li­sche Ver­si­on gespielt, kann also zur Qua­li­tät der deut­schen Syn­chron­fas­sung nichts sagen. Wie ich schon beim Beginn des Spiels twit­ter­te, ist das Spiel ein durch­aus guter Grund, sich eine Xbox 360 zuzu­le­gen, da das Spiel nur für PC und Xbox 360 erschie­nen ist. Ob die PC-Fas­sung qua­li­ta­tiv mit der Xbox-Fas­sung mit­hal­ten kann, weiß ich aber nicht. Sum­ma­sum­ma­rum han­delt es sich bei Mass Effect 2 um ein her­vor­ra­gen­des Spiel, das einen eini­ge Stun­den an den Bild­schirm fes­selt und durch­aus zu einem wei­te­ren Spiel­durch­lauf anspornt. Ob ich bereit bin, die Zeit dafür zu opfern, weiß ich aber noch nicht.