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Kleinigkeiten, die die Apple-Plattform so liebenswert machen

Es sind die Klei­nig­kei­ten, die mich kei­ne Abkehr von der Apple-Platt­form fin­den las­sen. Seit Febru­ar 2005 arbei­te ich mehr oder min­der aus­schließ­lich auf Sys­te­men aus Cup­er­ti­no. Und ich kann mich noch leb­haft an die spöt­ti­schen Kom­men­ta­re erin­nern, als ich mir mei­nen ers­ten Mac, ein Power­Book G4, kauf­te. Das war kurz vor dem Beginn mei­nes Infor­ma­tik­stu­di­ums. Der Grund war sim­pel: ich woll­te mich nicht mehr mit den Unzu­läng­lich­kei­ten von Win­dows rum­schla­gen, son­dern ein­fach ein zuver­läs­si­ges Sys­tem haben. Erfah­rungs­be­rich­te im Netz bestä­tig­ten mich in mei­nem Vor­ha­ben, einen Mac zu kau­fen.

Jetzt, fast sie­ben Jah­re (die Zeit ver­geht …) spä­ter, ver­wen­de ich nach wie vor einen Mac. Auf das Power­Book, dem ich nach ca. einem Jahr ein 23”-Display von Apple spen­dier­te, folg­te eine Kom­bi­na­ti­on aus einem 24”-iMac und einem Mac­Book. Die­se Gerä­te ver­kauf­te ich dann nahe­zu zeit­gleich, um sie durch einen 27”-iMac zu erset­zen. Auf des­sen Nach­fol­ger schrei­be ich nun die­se Zei­len.

Aber genug des Vor­ge­plenkels. Wie­so ich rund 1.500 € für mein Arbeits­ge­rät aus­ge­ge­ben habe, wer­de ich immer wie­der gefragt. Wo man doch einen halb­wegs leis­tungs­star­ken PC mit einem 27”-Display mit etwas Glück schon für die Hälf­te bekommt.

Zum einen ist da auf jeden Fall die Optik zu nen­nen. Ich suche mir mitt­ler­wei­le nahe­zu alles auch über das Design aus. Gefällt mir die Optik eines Gegen­stands nicht, kann es tech­nisch noch so toll sein, es wird nicht gekauft. Das schlich­te Design des iMacs und die Tat­sa­che, dass ich nur eine Ein­heit auf mei­nem Schreib­tisch ste­hen habe, erfreut mich nahe­zu jeden Tag. Zwi­schen den Ein­ga­be­ge­rä­ten und dem Com­pu­ter lie­gen kei­ne Kabel, nicht mal einen Adap­ter muss ich in den Rech­ner ste­cken, da bei­de über das inte­grier­te Blue­tooth-Modul des Macs ange­bun­den sind. Die aus einem Alu­mi­ni­um-Stück gefräs­te Tas­ta­tur und das mini­ma­lis­ti­sche Touch­pad (ja, Win­dows-Benut­zer kau­fen sich Mäu­se für ihre Note­books, Mac-Nut­zer kau­fen sich Touch­pads für ihre Arbeits­platz­rech­ner) machen auf dem Schreib­tisch einen äußerst guten und dezen­ten Ein­druck. Von der Ver­ar­bei­tung will ich nicht mal reden, auf kei­ner Tas­ta­tur habe ich jemals so flüs­sig und ermü­dungs­frei schrei­ben kön­nen wie auf der mei­nes iMacs. Aber auch die Geräusch­ent­wick­lung ist ein wich­ti­ger Fak­tor. Der iMac ope­riert sehr nah an der Wahr­neh­mungs­gren­ze. Es muss wirk­lich äußerst still in mei­ner Woh­nung sein, damit ich das Gerät über­haupt höre.

Die­ser Trend setzt sich bei der Soft­ware fort: irgend­wie schafft Apple es, dass ich nicht unge­dul­dig oder gar wütend wer­de, wenn das Sys­tem mich mal eine Wei­le war­ten lässt, was natür­lich auch auf dem Mac von Zeit zu Zeit mal vor­kommt. Pas­siert mir das unter Win­dows oder auch Linux, wer­de ich leicht unge­hal­ten. Die meis­ten für OS X geschrie­be­nen Anwen­dun­gen wir­ken wie aus einem Guss, als ob sie direkt von Apple kämen. Der Grund ist die strik­te Ein­hal­tung der GUI-Gui­de­li­nes, die Apple her­aus­gibt. Gibt’s auch für Win­dows, nur scheint sie dort nie­mand zu lesen. Und durch die­se kon­sis­ten­ten Benut­zer­schnitt­stel­len ent­steht extrem wenig „Noi­se“, alle Anwen­dun­gen ner­ven den Benut­zer nur dann, wenn es unab­ding­bar ist.

Die gesam­te Ober­flä­che des Sys­tems ist mini­ma­lis­tisch und nur von weni­gen Far­ben geprägt. Kei­ne bun­ten, blin­ken­den Flä­chen, die den Benut­zer vom eigent­li­chen Zweck des Com­pu­ters ablen­ken: der Erfül­lung sei­ner Arbeit. Kei­ne auto­ma­ti­schen Neu­starts, die sich nicht unter­bin­den las­sen. Kei­ne spre­chen­den Viren­scan­ner oder Dru­cker­trei­ber. Kei­ne Update-Orgi­en, die sich über zwei oder mehr Neu­starts hin­zie­hen. Nahe­zu pro­blem­lo­se Upgrades von einer Betriebs­sys­tem­ver­si­on auf die nächs­te.

Eine äußerst kon­se­quen­te Tas­ta­tur­be­le­gung, die sich zwar nicht an die „Stan­dards“ hält, aber so logisch ist, dass man sie sich bin­nen weni­ger Tage pro­blem­los ein­prä­gen kann. Dazu zählt auch die pro­blem­lo­se Ein­ga­be­mög­lich­keit kor­rek­ter Anfüh­rungs­zei­chen („ und “ anstel­le von ” und “) oder von Aus­las­sungs­zei­chen (…). Oder auch die intel­li­gen­te Lösch­funk­ti­on, die beim Mar­kie­ren eines Ein­zel­worts per Dop­pel­klick das nach dem Löschen über­flüs­si­ge Leer­zei­chen ent­fernt. Die seit Lion vor­han­de­ne Auto­kor­rek­tur mag ich nach wie vor ziem­lich gern. Sie macht zwar nicht immer alles rich­tig, ver­bes­sert aber mehr als sie „ver­schlimm­bes­sert“.

Oder die inte­grier­te Daten­si­che­rungs­funk­ti­on, Time Machi­ne, deren Ein­rich­tungs­pro­zess mit­un­ter nur eini­ge Sekun­den benö­tigt und danach ein­fach vom Benut­zer ver­ges­sen wer­den kann (natür­lich nur, sofern der Back­up­daten­trä­ger per­ma­nent am Com­pu­ter hängt). Die dazu auch noch die Wie­der­her­stel­lung von Daten aus dem Back­up zum Kin­der­spiel macht.

Auch erwäh­nens­wert ist das mitt­ler­wei­le fast per­fekt funk­tio­nie­ren­de iCloud, das unter ande­rem zen­tra­le Daten­be­stän­de auf allen Macs und iOS-Gerä­ten ver­teilt sowie eine Tracking­funk­ti­on zur Ver­fü­gung stellt, mit deren Hil­fe man gestoh­le­ne Gerä­te unter Umstän­den wie­der fin­den kann. Oder Pho­to­stream, in dem auto­ma­tisch alle auf­ge­nom­me­nen oder impor­tier­ten Fotos lan­den, damit man sie auf allen ange­mel­de­ten Gerä­ten immer und über­all betrach­ten kann. Lei­der unter­stüt­zen noch nicht alle mei­ne Anwen­dun­gen iCloud, aber zumin­dest die Apple-eige­nen Anwen­dun­gen machen das pro­blem­los mit. Die inte­grier­te Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lungs­soft­ware FileV­ault, deren Anwen­dung mitt­ler­wei­le eben­falls super sim­pel ist, ist eben­falls erwäh­nens­wert und ins­be­son­de­re für Benut­zer mobi­ler Macs hoch­gra­dig inter­es­sant.

Und dann gibt es da noch hau­fen­wei­se wirk­lich inno­va­ti­ve Tools, die einem die Arbeit deut­lich erleich­tern und zu denen man ähn­lich gut funk­tio­nie­ren­de Pen­dants unter ande­ren Betriebs­sys­te­men ver­zwei­felt und häu­fig auch ver­geb­lich sucht. Exem­pla­risch sei­en Anwen­dun­gen wie Alfred (ein Anwen­dungs­schnell­star­ter), Pixel­ma­tor (eine äußerst poten­te Bild­be­ar­bei­tung, die gera­de mal 23,99 € kos­tet), CloudApp (oder für die Drop­box-Fans Grab­Box), Text­Ma­te (ein Text­edi­tor für Pro­gram­mie­rer), ByWord (ein mini­ma­ler Mark­dow­nedi­tor, womit die­se Zei­len ent­ste­hen), Ree­der (ein auf Goog­le Reader opti­mier­ter RSS-Reader) und Dai­sy­Disk (ein Pro­gramm zur Ana­ly­se der Fest­plat­ten­be­le­gung) genannt.

Für Web­ent­wick­ler und Admi­nis­tra­to­ren von Linux- und UNIX-Ser­vern hoch­gra­dig inter­es­sant ist der UNIX-Unter­bau von OS X, der dafür sorgt, dass man eine voll­stän­di­ge Bash jeder­zeit zur Ver­fü­gung hat und alle bekann­ten UNIX-CLI-Tools ver­wen­den kann, ohne sich mit Bas­tel­lö­sun­gen wie unter Win­dows behel­fen zu müs­sen. Im Gegen­satz zu Linux ist außer­dem die Unter­stüt­zung kom­mer­zi­el­ler Soft­ware gewähr­leis­tet, die dafür sorgt, dass es Pro­duk­te wie das Micro­soft Office oder das Ado­be-Pro­dukt-Lin­eup eben­falls für die Apple-Platt­form ver­füg­bar ist. Man bekommt also das bes­te aus bei­den Wel­ten, gepaart mit dem ele­gan­tes­ten und rausch­frei­es­ten User-Inter­face, das der Markt der­zeit zu bie­ten hat.

Auch wenn Apple mehr und mehr vom pro­fes­sio­nel­len Markt abzu­rü­cken scheint, wer­de ich der Platt­form die Treue hal­ten, bis es nicht mehr anders geht. Jeder Ver­such, auf einem PC ein Win­dows oder Linux so her­zu­rich­ten, dass es mir ansatz­wei­se einen Work­flow, wie ich ihn von OS X gewohnt bin, ist bis­her kläg­lich geschei­tert. Es feh­len Tools, das Inter­face ist inkon­sis­tent und nervt mich mit über­flüs­si­gen Mel­dun­gen. Kom­for­ta­ble Funk­tio­nen wie iCloud, Time Machi­ne, Pho­to­stream oder FileV­ault suche ich ver­geb­lich. Wenn eine ähn­li­che Funk­tio­na­li­tät über­haupt irgend­wie her­zu­stel­len ist, dann nur mit viel Hand­ar­beit.

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Ubuntu auf dem Desktop

Teaser

In die­sem Arti­kel möch­te ich kurz beschrei­ben, wie es aus mei­ner Sicht um den Ubun­tu-Desk­top bestellt ist und ob er in der Lage ist, kom­mer­zi­el­le Betriebs­sys­te­me zu erset­zen. Dies soll kei­ne reprä­sen­ta­ti­ve Stu­die wer­den, nur ein per­sön­li­cher Ein­druck des aktu­el­len Stands, auf dem sich Ubun­tu befin­det, im mehr oder min­der direk­ten Ver­gleich mit der kom­mer­zi­el­len Kon­kur­renz.

1. Instal­la­ti­on

Die Instal­la­ti­on eines Ubun­tu auf einer lee­ren Fest­plat­te könn­te nicht ein­fa­cher sein. Der Benut­zer muss kaum eine Ent­schei­dung tref­fen, bis auf die obli­ga­to­ri­sche Kom­bi­na­ti­on aus Benut­zer­na­men und Kenn­wort. Wäh­rend der Instal­la­ti­on ist es rat­sam, den Rech­ner an einer akti­ven Inter­net­ver­bin­dung zu betrei­ben, damit so eini­ge Updates schon wäh­rend der Instal­la­ti­on ein­ge­spielt wer­den kön­nen. Nichts­des­to­trotz folgt direkt nach dem ers­ten Neu­start erst mal eine Updateor­gie. Die­se hält sich im direk­ten Ver­gleich zu Win­dows oder gar Mac OS X aber erfreu­lich in Gren­zen. Nach einem Schub bestehend aus Down­load und Instal­la­ti­on sind alle Updates ein­ge­spielt. Befand sich ein Ker­ne­l­up­date unter den Down­loads, muss der Rech­ner zum Abschluss neu gestar­tet wer­den. Instal­liert man ein Mac OS X Snow Leo­pard, müs­sen die Updates in zwei „Schich­ten“ ein­ge­spielt wer­den, ein Neu­start ist auch hier auf jeden Fall erfor­der­lich. Bei Win­dows 7 sind es gar drei Durch­läu­fe gepaart mit zwei recht zeit­fres­sen­den Neu­starts. Zugu­te­hal­ten muss man hier natür­lich Win­dows 7 und Snow Leo­pard, dass sie schon ein Weil­chen län­ger auf dem Markt sind und so natur­ge­mäß mehr Updates ange­fal­len sind. Auf der ande­ren Sei­te aktua­li­siert Ubun­tu nicht nur sich, son­dern auch gleich noch jede Anwen­dung, die vor­in­stal­liert ist. Die Instal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten von OS X und Win­dows 7 ver­lan­gen dem Benut­zer aber auch kaum noch Fach­kennt­nis­se ab, sodass sich Ubun­tu hier auf einer Stu­fe mit OS X befin­det, Win­dows aber nur knapp abge­schla­gen auf Platz 2 lan­det. Ein necki­sches Fea­ture des OS-X-Instal­lers: mit­tels der ein­ge­bau­ten Web­cam eines jeden Mac wird ein Fotos des Benut­zers gemacht und des­sen Benut­zer­pro­fil zuge­wie­sen. Braucht kei­ner, nett ist es trotz­dem.

2. Vor­in­stal­la­ti­on

Die stan­dard­mä­ßig vor­in­stal­lier­te Aus­wahl an Anwen­dun­gen ist nahe­zu vor­bild­lich. Bei­na­he jeder Anwen­der­typ kann sofort mit der Arbeit begin­nen und muss sich nicht erst müh­sam bei­spiels­wei­se ein Office-Paket orga­ni­sie­ren. Vor­in­stal­liert sind Stan­dard­an­wen­dun­gen wie ein Office-Paket (nament­lich OpenOffice.org), ein Per­so­nal-Infor­ma­ti­on-Man­an­ger à la Out­look (Evo­lu­ti­on), ein Brow­ser (Fire­fox), ein Instant-Mes­sen­ger (Empa­thy, kom­pa­ti­bel mit ICQ, MSN, Yahoo, GTalk, etc.), eine Bild­ver­wal­tung, eini­ge Spie­le, ein Text­edi­tor, ein Ter­mi­nal, eine Anwen­dung für Win­dows-RDP-Ver­bin­dun­gen und so wei­ter. Für den Nor­mal­an­wen­der blei­ben hier, wenigs­tens was die Aus­stat­tung angeht, kei­ner­lei Wün­sche offen. Der Ubun­tu-Desk­top sieht nach der Instal­la­ti­on sehr auf­ge­räumt aus, kei­ner­lei Icons auf dem Schreib­tisch blo­ckie­ren die Sicht, alle Anwen­dun­gen befin­den sich fein säu­ber­lich sor­tiert im Anwen­dun­gen-Menü oben links auf dem Bild­schirm. Hier müs­sen sich Mac OS X und Win­dows ein­deu­tig hin­ten anstel­len, mit deren Vor­in­stal­la­ti­on kann man nur bedingt arbei­ten. Unter Win­dows ist nicht mal ein zeit­ge­mä­ßer Brow­ser vor­in­stal­liert (was ulki­ger­wei­se auch für das neue Win­dows Pho­ne 7 gilt), eine brauch­ba­re E‑Mail-Anwen­dung fin­det man auch nicht vor. Unter OS X ist die Lage etwas bes­ser, aber Prei­se kann Apple hier­mit auch nicht gewin­nen. Etwas ver­bes­sern kann man die Lage, indem man das iLi­fe-Paket, wel­ches sich im Lie­fer­um­fang eines jeden Macs befin­det, instal­liert. Jetzt sind wenigs­tens Anwen­dun­gen für die Bild­ver­wal­tung, Audio­schnitt, Web­siteer­stel­lung, etc. instal­liert. Außer­dem muss man den ein­ge­bau­ten Tools von OS X im Schnitt einen deut­lich höhe­ren Funk­ti­ons­um­fang beschei­ni­gen. So kann der OS-X-Nut­zer (wie sein Ubun­tu-nut­zen­der Kol­le­ge auch) sofort nach der Instal­la­ti­on PDF-Datei­en öff­nen, Doku­men­te in PDF-Datei­en umwan­deln, Fotos rudi­men­tär nach­be­ar­bei­ten (beschnei­den, Sättigung/Helligkeit ver­än­dern, etc.), außer­dem ist der vor­in­stal­lier­te Brow­ser einer der moderns­ten der­zeit erhält­li­chen, hier kann der unter Ubun­tu instal­lier­te Fire­fox nicht mit­hal­ten. Win­dows steht hier mal wie­der ganz hin­ten an, die genann­ten Funk­tio­nen sucht man dort ver­ge­bens.

3. Soft­ware­su­che, ‑instal­la­ti­on und ‑pfle­ge

Hier schei­den sich die Geis­ter. Seit Ubun­tu 10.04 gibt es unter Ubun­tu das Soft­ware Cen­ter, seit ges­tern, also dem 06.01.2011, gibt es unter OS X den Mac App Store. Bei­de ver­fol­gen den glei­chen Ansatz: eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für den Benut­zer zu schaf­fen, wo er sich sei­ne Soft­ware aus­su­chen, ggf. bezah­len und gleich instal­lie­ren kann, ohne stun­den­lang Goog­le quä­len zu müs­sen. Ich per­sön­lich fin­de die­sen Ansatz sehr gut, ande­re wie­der­um befürch­te, ins­be­son­de­re im Fal­le von OS X, dass die­ser Weg dazu führt, dass ande­re Wege der Soft­ware­instal­la­ti­on bald nicht mehr exis­tie­ren wer­den. Unter Win­dows gibt es (mei­nem Kennt­nis­stand nach) nichts ver­gleich­ba­res. Der Win­dows-User muss sich also nach wie vor als Jäger und Samm­ler betä­ti­gen und sich sei­ne Soft­ware müh­sam aus den Wei­ten des Inter­nets zusammenklau(b)en (sor­ry, das Wort­spiel konn­te ich mir nicht ver­knei­fen). Wäh­rend Ubun­tu- und Mac-User jetzt also eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für ihre Soft­ware haben, sind Win­dows-Benut­zer wei­ter­hin auf dubio­se Heft-CDs oder, sofern vor­han­den, ihre Fähig­kei­ten in der Bedie­nung von Such­ma­schi­nen ange­wie­sen. Wäh­rend unter Ubun­tu der Gedan­ke kon­se­quent fort­ge­setzt wur­de und über das Soft­ware-Cen­ter instal­lier­te Soft­ware auch deinstal­liert wer­den kann, muss der Mac-User hier selbst Hand anle­gen. Nach wie vor aber gestal­tet sich die Instal­la­ti­on und Pfle­ge von Soft­ware unter Win­dows am schwie­rigs­ten: setup.exe suchen, her­un­ter­la­den, auf Viren prü­fen, Wei­ter, Lizenz­be­din­gun­gen akzep­tie­ren, Wei­ter, Wei­ter, Fer­tig­stel­len, Ver­knüp­fun­gen vom Desk­top löschen… umständ­lich. Unter OS X war es bis­her so, dass eine Instal­la­ti­on dar­in bestand, das DMG mit der Anwen­dung her­un­ter­zu­la­den und das Icon in den Anwen­dun­gen-Ord­ner zu zie­hen. Geni­al ein­fach, ein­fach geni­al. Aber suchen muss­te man die Soft­ware, bis ges­tern, noch selbst. Unter Linux hin­ge­gen ist die­ses zen­tra­le Soft­ware­ver­wal­tungs­sys­tem schon lan­ge Zeit gang und gäbe. Auch die Updates kom­men auf die­sem Wege. Am war­tungs­freund­lichs­ten ist somit der Ubun­tu-Desk­top, mehr oder min­der dicht gefolgt von OS X, Schluss­licht bil­det Win­dows. Wie ich ein­gangs schon erwähn­te, hier schei­den sich die Geis­ter. Man­che bevor­zu­gen den Win­dows-Weg, wie­so auch immer… objek­tiv betrach­tet ist es der schwie­rigs­te und feh­ler­an­fäl­ligs­te.

4. Inno­va­tio­nen

Tja, die sucht man unter Win­dows ver­ge­bens, machen wir uns nix vor. Damit möch­te ich jetzt nicht sagen, dass OS X und Ubun­tu vor Inno­va­tio­nen nur so strot­zen, Win­dows kann hier trotz­dem nicht Schritt hal­ten. In den letz­ten Jah­ren ist der Trend von „ gibt’s nur für Win­dows“ ein­deu­tig gekippt und vie­ler­orts in das Gegen­teil umge­schla­gen: „Gibt’s nur für OS X“. Vie­le klei­ne Hel­fer­lein, die es unter OS X schon län­ge­re Zeit gibt, schei­nen ihren Weg, auch in Form einer Kopie, nicht auf die Win­dows-Platt­form zu fin­den. Ich den­ke hier­bei kon­kret an Pro­jek­te wie Alfred App, CloudApp, Grab­Box, Litt­leS­nap­per, Growl, Drop­zo­ne und so wei­ter. Vom Poli­shing, also der opti­schen Fines­se der meis­ten Mac-Appli­ka­tio­nen, abge­se­hen, haben vie­le die­ser Ide­en mitt­ler­wei­le in Form von Open-Source-Pro­jek­ten ihren Weg zur Linux-Platt­form gefun­den, Alfred und Growl bei­spiels­wei­se wer­den mitt­ler­wei­le sehr ordent­lich unter Ubun­tu nach­emp­fun­den. Auch die ein­ge­bau­ten inno­va­ti­ven Hel­fer von OS X wie das Dock, der Datei­schnell­be­trach­ter Quick Look oder die äußerst prak­ti­sche Funk­ti­on Expo­sé haben mitt­ler­wei­le Pen­dants unter Linux. Wobei man zum Dock sagen muss, dass Micro­soft hier fast das bes­se­re Dock geschaf­fen hat. Das Grund­kon­zept von Dock und Tas­kleis­te unter­schei­det sich kaum noch, aber die ein­ge­bau­te Fens­ter­vor­schau unter Win­dows 7 ist ein Schritt, den man bei Apple schein­bar nicht gehen woll­te. Was ich bei sehr vie­len Fens­tern aber sogar ver­ste­hen kann. Unprak­tisch ist es trotz­dem nicht.

5. Gerä­te­trei­ber

Noch immer eines der größ­ten Pro­ble­me, wenn man auf das freie Betriebs­sys­tem set­zen möch­te. Wer kann, soll­te sich noch vor dem Kauf eines Neu­ge­räts, egal ob Desk­top-PC oder Note­book, erkun­di­gen, ob eine voll­stän­di­ge Kom­pa­ti­bi­li­tät zu Ubun­tu gewähr­leis­tet ist. Es ist lei­der auch heu­te noch nicht selbst­ver­ständ­lich, dass sofort alles Out-of-the-Box läuft und es kann durch­aus pas­sie­ren, dass man Trei­ber per Hand kom­pi­lie­ren oder wenigs­tens auf­wän­dig kon­fi­gu­rie­ren muss. Mei­ner Erfah­rung nach sind die Jungs beim Ubun­tu-Pro­jekt aber wirk­lich schnell. Kauft man kein nagel­neu­es Gerät, wel­ches erst seit Wochen auf dem Markt ist, ist die Wahr­schein­lich­keit recht groß, dass funk­tio­nie­ren­de Trei­ber für die Wunsch­hard­ware vor­lie­gen. Mac OS und Win­dows geht es hier deut­lich bes­ser, selbst für Mac OS lie­fert mitt­ler­wei­le nahe­zu jeder Her­stel­ler pas­sen­de Trei­ber mit. Eine Aus­nah­me bil­det hier die Situa­ti­on der Dru­cker­trei­ber: ich habe es gera­de in letz­ter Zeit immer häu­fi­ger erlebt, dass ich Dru­cker unter Ubun­tu mit weni­ger Auf­wand als unter Win­dows und sogar mit weni­ger Auf­wand als unter OS X instal­lie­ren konn­te, da gera­de der Bereich der Laser­dru­cker mitt­ler­wei­le schein­bar fast voll­stän­dig Linux-kom­pa­ti­bel ist. Der Assis­tent iden­ti­fi­ziert das Gerät, holt den Trei­ber aus dem Repo­sito­ry, instal­liert ihn und man kann dru­cken.

6. Zukunft

Wie ich sie sehe. Ubun­tu wird immer mehr zu einem OS-X-Clon, was nicht zwin­gend etwas schlech­tes ist. So kom­men auch die, die sich bis­her nichts von Apple leis­ten konn­ten oder woll­ten in den Genuss einer her­vor­ra­gen­den Usa­bi­li­ty und User Expe­ri­ence (Buz­zwords, jaja…). Mark Shut­tle­worth selbst war es schließ­lich, der sei­ne Ent­wick­ler offen dazu ansta­chel­te, bei Apple abzu­gu­cken. Was Micro­soft zwar auch tut, aber eben unter der Hand. Unbe­streit­bar ist der Fakt, dass sehr vie­le der Apple-Fea­tures der­zeit von der Kon­kur­renz imi­tiert wer­den, was aber wie gesagt nicht unbe­dingt was schlech­tes ist. Micro­soft soll­te aus mei­ner Sicht end­lich mal den not­wen­di­gen Schritt tun und die Basis des Sys­tems aus­tau­schen, um die gan­zen Alt­las­ten los­zu­wer­den. So, wie Apple es vor rund 10 Jah­ren getan hat. Zum Abschluss möch­te ich noch sagen, dass ich Win­dows nicht per se als schlecht bezeich­ne, bei­lei­be nicht, es ist nur ein­fach schlech­ter als die Kon­kur­renz. Dies allein aber macht es noch nicht zu einem schlech­ten Betriebs­sys­tem.

7. Fazit

Wer mit sei­nem Com­pu­ter nur Brie­fe und E‑Mails schreibt, dem kann es herz­lich egal sein, wel­ches OS er benutzt, glück­lich dürf­te er mit allen wer­den. Ubun­tu hat hier ganz klar den Kos­ten­vor­teil auf sei­ner Sei­te, Win­dows den Vor­teil des gewohn­ten. Wer ger­ne Com­pu­ter­spie­le spielt, soll­te nach wie vor zu Win­dows grei­fen, auch wenn sich in die­sem Bereich das Blatt bereits zu wen­den begon­nen hat. Immer mehr auch kom­mer­zi­el­le Titel fin­den ihren Weg auf den Mac oder in Ubun­tu (Linux im All­ge­mei­nen). Wer krea­tiv ist, mit vie­len Daten zu arbei­ten hat und gern inno­va­ti­ve Soft­ware-Ide­en vor­fin­den möch­te, soll­te der­zeit zum Mac grei­fen, der Work­flow ist auf dem Mac der­zeit ein­fach am flüs­sigs­ten. Ubun­tu holt aber stark auf und Win­dows hat seit Ver­si­on 7 auch wie­der an Tem­po zuge­legt, bil­det den­noch das Schluss­licht die­ses Tri­os. Die Arbeits­ge­schwin­dig­keit (Wech­sel von Anwen­dun­gen, Auf­fin­den von Daten, Star­ten von Pro­gram­men, zur Ver­fü­gung stel­len von Daten wie Screen­shots, etc.) die ich unter OS X errei­che, ken­ne ich der­zeit von kei­nem ande­ren Betriebs­sys­tem, was natür­lich eine gewis­se Pha­se der Ein­ge­wöh­nung vor­aus­setzt. In grö­ße­ren Betrie­ben ist Win­dows natür­lich nach wie vor nicht weg­zu­den­ken, zu vie­le Anwen­dun­gen, die es nur für Win­dows gibt und deren Por­tie­rung wahn­sin­nig teu­er wäre, ist dort instal­liert und im Ein­satz. Das ist hier aber eher weni­ger eine Fra­ge des Betriebs­sys­tems und des­sen Kom­fort oder Leis­tungs­fä­hig­keit, wie gern in den bekann­ten Fla­me-Wars ins Fel­de geführt wird, son­dern eher eine Geld­fra­ge.

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Versuch macht kluch, oder: Geht’s auch ohne Apple?

Ich habe vor eini­ger Zeit eine Art Selbst­ver­such gestar­tet: mein iMac und mein Mac­Book waren jeweils drei Jah­re alt, das Bedürf­nis nach neu­er Hard­ware war geweckt. Also wan­der­ten bei­de Gerä­te zur eBucht und fan­den dort auch für recht ordent­li­ches Geld einen neu­en Besit­zer.

Einen Nach­fol­ger für den iMac hat­te ich zu dem Zeit­punkt schon: ein iMac 27″. Ein tol­les Gerät, jeder Cent war wohl­in­ves­tiert.

Beim Mac­Book woll­te ich mir aber nicht so recht ent­schei­den. Ich habe das Mac­Book nicht son­der­lich inten­siv genutzt, stre­cken­wei­se lag es wochen­lang unge­nutzt in sei­ner Hül­le auf mei­nem Schreib­tisch rum. Per­len vor die Säue also, immer­hin kos­te­te das Gerät etwas über 800 €. Zum Rum­lie­gen­las­sen eigent­lich zu viel Geld. Das Mac­Book Air 11″ lacht mich seit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung an, weil es eigent­lich genau auf mein Nut­zungs­pro­fil zuge­schnit­ten ist. Wäre da nicht der recht hap­pi­ge Preis von fast 1.000 €. Auch hier wie­der, zum Rum­lie­gen­las­sen viel zu viel Geld. Der Form­fak­tor reizt mich aber mas­siv, die Bild­schirm­auf­lö­sung genau so.

Ich schau­te mich also ein wenig bei der Kon­kur­renz um und wur­de auf das Leno­vo Think­Pad Edge auf­merk­sam, das es auch als Ver­si­on mit 11″-Display gibt. Und das schon für recht schlan­ke 330 € ohne Betriebs­sys­tem. In der jetzt bei mir ste­hen­den Ver­si­on mit Dual-Core-AMD-CPU und 4 GB RAM hat mich das gute Stück gera­de mal 380 Flo­cken gekos­tet, rund 500 € weni­ger, als ich im Apple-on-Cam­pus-Store für das Mac­Book Air hät­te zah­len müs­sen. Natür­lich, es fehlt die SSD, die Laut­lo­sig­keit, Mac OS X und ver­mut­lich auch ein wenig Rechen­power, bis auf die Laut­lo­sig­keit und Mac OS X aber durch­aus Din­ge, die mich nicht son­der­lich stö­ren, so sel­ten, wie ich das Gerät ein­set­ze. Wit­zi­ge Anek­do­te am Ran­de: die Dual-Core-Ver­si­on ist deut­lich lei­ser als die Ver­si­on mit der Sin­gle-Core-CPU. Wer also mit dem Gedan­ken spielt, sich die klei­ne Vari­an­te zu kau­fen, soll­te zum Dual-Core-AMD grei­fen. Das Feh­len von Mac OS X zu Ver­schmer­zen wiegt schon deut­lich schwe­rer, aber Mark Shut­tle­worth sei Dank gibt es eigent­lich ein Sys­tem, das ähn­lich toll funk­tio­niert und auch fast so toll aus­sieht wie das OS aus Cup­er­ti­no: Ubun­tu.

Aber eben auch nur fast. Auf der ver­bau­ten 320 GB gro­ßen Fest­plat­te befin­den sich nun Win­dows 7 Pro­fes­sio­nal und Ubun­tu 10.10. Auf­grund der recht hohen DPI-Zahl und der damit ver­bun­de­nen Auf­lö­sung von 1.366x768 Pixel lässt sich mit bei­den Sys­te­men sogar arbei­ten, im Gegen­satz zu Net­books, die auf­grund ihrer 1024x600 voll­stän­dig aus­fal­len. Bei­de Sys­te­me lau­fen halb­wegs annehm­bar flott auf der Maschi­ne, wobei Win­dows 7 deut­lich trä­ger zugan­ge ist als dies bei Ubun­tu der Fall ist. Aber arbei­ten lässt sich damit trotz­dem halb­wegs. Die Akku­lauf­zeit nimmt sich unter bei­den Sys­te­men nichts, je nach Anwen­dungs­art hält der Akku zwi­schen drei und vier Stun­den. Für den Preis des Note­books ein durch­aus akzep­ta­bler Wert.

Nun aber zu den Punk­ten, die mich das Gerät schon fast wie­der zurück­schi­cken und ein Mac­Book Air bestel­len las­sen:

1. Win­dows. Es ist und bleibt unbe­nutz­bar. Die zuge­kauf­te Blue­tooth-Maus funk­tio­niert nicht zuver­läs­sig. Nach dem Anmel­den bekom­me ich eine Feh­ler­mel­dung, die mit einer feh­len­den DLL zu tun hat, die zum Blue­tooth-Stack zu gehö­ren scheint. Ich muss also nach jeder Anmel­dung die Maus erneut ver­bin­den. Feh­ler­be­he­bung schei­ter­te bis­her. Der Feh­ler tritt aber auch erst ein, seit Win­dows ein Update für den Think­Pad-Blue­tooth-Stack ein­ge­spielt hat. Wohl­ge­merkt über das auto­ma­ti­sche Update, ich hab das Trei­ber­up­date nicht selbst von Leno­vo geholt, lief ja alles vor­her. Es scheint nach wie vor zu viel ver­langt zu sein, dass Stan­dard­hard­ware ein­fach funk­tio­niert. Von Nicht-Vor­han­den­sein mei­ner gan­zen gelieb­ten und erfor­der­li­chen CLI-Tools mal abge­se­hen, bleibt Win­dows für mich ein rotes Tuch.

2. Ubun­tu. Eigent­lich toll. Wirk­lich. Mit ein wenig Hand­ar­beit kann ich den von mir so gelieb­ten Work­flow, den ich unter OS X hab fast nach­bau­en. Expo­sé, Quick­look, Ter­mi­nal (samt scp, curl, wget, tail, grep, cat und ssh), alle mei­ne Freun­de sind da, die ich tag­täg­lich für die Arbeit nut­ze. Von dem gan­zen Schatz an frei­er Soft­ware mal abge­se­hen, die teil­wei­se wirk­lich phä­no­me­nal ist. Und alles bleibt so schön ein­fach Up-To-Date, der inte­grier­ten Paket­ver­wal­tung sei Dank. Aber lei­der hat die­se hei­le Welt in mei­nem Fal­le auch Schat­ten­sei­ten: Sus­pend to RAM und Mul­ti­touch funk­tio­nie­ren nicht. Das Gerät geht zwar schla­fen, wacht dann aber nicht wie­der auf. Und Mul­ti­touch funk­tio­niert ein­fach gar nicht. Für mich, als dies­bzgl. wirk­lich ver­wöhn­ten Mac-User ein abso­lu­tes No-Go.

Und nun ste­he ich da. Ich habe 500 € gespart, muss mich aber mit zwei Betriebs­sys­te­men rumär­gern, die zwar bei­de nicht wirk­lich schlecht sind, das eine aber für mei­ne nor­ma­len Ein­satz­zwe­cke nicht zu gebrau­chen ist und das zwei­te die Kom­fort­fea­tures, an die ich mich so gewöhnt hab, nament­lich Mul­ti­touch und Sus­pend-to-RAM, auf mei­ner Hard­ware nicht bie­tet. Win­dows so umzu­bau­en, dass es mei­nen Ansprü­chen genügt wür­de den Rah­men ein­deu­tig spren­gen, bei Ubun­tu bleibt mir noch zu hof­fen, dass die Ent­wick­ler ent­spre­chen­de Patches zeit­nah ver­öf­fent­li­chen wer­den. Aber ob all der Ärger 500 € wert ist, fra­ge ich mitt­ler­wei­le wirk­lich…

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Facebook- und VZ-Netzwerke-Chat im Messenger verwenden

Es geht schon eine gan­ze Wei­le, dass man den Face­book-Chat ohne merk­wür­di­ge Plugins für den favo­ri­sier­ten Mes­sen­ger über eben­die­sen ein­bin­den kann. Vor rund vier Wochen haben dann auch die VZ-Netz­wer­ke nach­ge­zo­gen, also, wie immer, mit gehö­ri­ger Ver­zö­ge­rung. Auch, wenn mein Unmut gegen­über bei­den Platt­for­men nach wie vor nicht ver­flo­gen ist, pfle­ge ich nach wie vor den Kon­takt zu vie­len über die­se bei­den Platt­for­men. Der inte­grier­te Chat bei­der eig­net sich her­vor­ra­gend für die­sen Zweck, bei­de Platt­for­men ohne Unter­bre­chung im Brow­ser geöff­net zu haben nervt aber nach wie vor. Außer­dem bekommt man kaum mit, wenn eine neue Nach­richt ein­ge­gan­gen ist. Die Ein­bin­dung in den bevor­zug­ten Instant-Messa­ging-Cli­ent bie­tet sich also an. Bei­de Platt­for­men nut­zen für die­sen Zweck das offe­ne Pro­to­koll XMPP.

Ich ver­wen­de den Mac-only-Mes­sen­ger Adi­um, aber auch ande­re Mul­ti­pro­to­koll-Mes­sen­ger wie iChat, Pidgin, Miran­da und wel­che es sonst noch so geben mag unter­stüt­zen XMPP.

Wer den Face­book-Chat ein­bin­den möch­te, soll­te die zu die­sem Zwe­cke erstell­te Hil­fe-Sei­te von Face­book besu­chen. In Kurz­form: legt einen neu­en Account in eurem Mes­sen­ger an und wählt XMPP als zu ver­wen­den­des Pro­to­koll. Der Benut­zer­na­me ist in euren Account-Ein­stel­lun­gen zu sehen, das Kenn­wort ist das, wel­ches ihr auch für den Log­in auf der Web­site ver­wen­det. Der Ser­ver­na­me lau­tet chat.facebook.com. Benut­zer- und Ser­ver­na­me las­sen sich auch kom­bi­niert in der Form [email protected] ein­ge­ben. Lei­der unter­stützt der Face­book-Ser­ver kei­ne ver­schlüs­sel­te Daten­über­tra­gung, was ich jetzt aber ein­fach mal als “typisch Face­book” abha­ke ;-).

Der Chat der VZ-Netz­wer­ke ist ähn­lich ein­fach ein­zu­bin­den. Das Log­in-Ver­fah­ren von Stu­di­VZ und MeinVZ unter­schei­det sich aber von dem des Schü­lerVZ. In Kurz­form fin­det man die not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen im Ent­wick­ler-Blog der VZ-Netz­wer­ke. Als Benut­zer­na­me ist hier die Log­in-E-Mail-Adres­se zu ver­wen­den, nur dass anstel­le des @ in der eige­nen E‑Mail-Adres­se die pas­sen­de Escape-Sequenz 40 ver­wen­det wird. An die eige­ne E‑Mail-Adres­se wird dann beim Stu­di­VZ und MeinVZ noch @vz.net (die­ses Mal wird das @-Symbol aus­ge­schrie­ben) gehängt, beim Schü­lerVZ ist es @schulervz.net. Noch ver­wen­det der Ser­ver der VZ-Grup­pe kein gül­ti­ges Zer­ti­fi­kat, sodass man die Ver­bin­dung manu­ell bestä­ti­gen muss. Außer­dem gibt es wohl mit eini­gen Cli­ents wie bspw. Pidgin noch Pro­ble­me. Bei einem Test stell­te sich her­aus, dass die Pro­ble­me unter ande­rem so aus­sa­hen, dass die VZ-Kon­tak­te nicht in der Kon­takt­lis­te von Pidgin auf­tauch­ten, eine Kon­takt­auf­nah­me von der ande­ren Sei­te funk­tio­nier­te aber tadel­los. Mir ist außer­dem auf­ge­fal­len, dass, obwohl ich den Plau­der­kas­ten aus­ge­stellt habe, die Kon­takt­auf­nah­me über XMPP trotz­dem funk­tio­nier­te. Aber gut, es ist ja noch die Beta-Pha­se…

An und für sich fin­de ich es wirk­lich gut, dass man bei bei­den Netz­wer­ken nun auf die Web­site ver­zich­ten und den Chat trotz­dem nut­zen kann. Wer meh­re­re IM-Pro­to­kol­le ver­wen­det, wird ohne­hin auf einen Mes­sen­ger set­zen, der sich nicht auf ein Pro­to­koll beschränkt. Wer das bis­her noch nicht getan haben soll­te, dem emp­feh­le ich für Mac OS ein­deu­tig Adi­um (ja, iChat ist nicht schlecht, aber die Unter­tei­lung der Kon­takt­lis­ten nervt mich per­sön­lich), unter Win­dows wür­de ich ver­mut­lich zu Miran­da, obwohl es unsag­bar häss­lich ist, oder Pidgin grei­fen und unter Linux zu Empa­thy (oder eben auch Pidgin), mit dem es aber bei den VZ-Netz­wer­ken auch noch Pro­ble­me geben soll.