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Quik — Videos zum Takt erstellen

Bei Quik han­delt es sich um eine cle­ve­re klei­ne App von GoPro, mit deren Hil­fe der Anwen­der im Hand­um­dre­hen tol­le Vide­os mit Musik­un­ter­ma­lung schaf­fen kann. Das Quell­ma­te­ri­al für die­se Vide­os kann (im Fal­le von iOS) aus der iCloud-Foto­me­dia­thek oder auch aus ande­ren Quel­len wie bspw. der Drop­box kom­men. Und als Quell­ma­te­ri­al kön­nen sowohl Fotos als auch Vide­os die­nen.

Der Trick dabei ist, dass die App die hin­ter­leg­te Musik genau kennt und den Schnitt des Vide­os auf den Takt legt. Dadurch gewin­nen die Vide­os an Dyna­mik, weil zum Takt ein Sze­nen­wech­sel ein­ge­lei­tet wird. Außer­dem beherrscht sie noch diver­se schi­cke Fil­ter und Over­lays, die das Video nahe­zu pro­fes­sio­nell wir­ken las­sen. Klar muss einem aber sein, dass auf die­se Art und Wei­se kei­ne Spiel­fil­me, son­dern eher Musik­vi­deo-arti­ge Vide­os erstellt und geschnit­ten wer­den.

Wer die Wahl hat …

Im ers­ten Schritt wählt man das zu ver­wen­den­de Mate­ri­al aus. Wie zuvor erwähnt kann die­ses aus ver­schie­de­nen Quel­len kom­men. Als iOS-Benut­zer ver­wen­de ich die iCloud-Foto­me­dia­thek, wo ich vor­her die Daten ent­we­der manu­ell abge­legt habe oder wo sie ohne­hin schon lagen, da ich die Auf­nah­men mit mei­nem iPho­ne gemacht habe. Die App ver­ar­bei­tet sowohl Vide­os als auch Fotos. Eine Men­gen­be­schrän­kung konn­te ich bis­her nicht fest­stel­len.

Nach Abschluss der Aus­wahl, die­se kann im Nach­hin­ein noch ver­än­dert wer­den, prä­sen­tiert einem die App den Edi­tier-Bild­schirm, der auch gleich eine Vor­schau des zu erstel­len­den Vide­os samt Musik­un­ter­ma­lung bie­tet. Über einen Druck auf einen der vie­len Fil­ter­na­men kann die­ser geän­dert und in der Vor­schau begut­ach­tet wer­den. Je nach Leis­tung des Geräts und der Men­ge der Daten dau­ert das Umschal­ten mehr oder weni­ger lan­ge.

Quik - Startbildschirm

 

Quik bringt eine große Musikauswahl mit

Auch hier ist die Aus­wahl ziem­lich groß. Nach einem Druck auf den Noten­schlüs­sel kann die Musik ver­än­dert wer­den. Quik emp­fiehlt pas­send zu Stil eini­ge Musik­stü­cke. Sagt einem kei­nes die­ser zu, kann man aber auch aus der Media­thek frei wäh­len. Sogar eige­ne Musik kann hin­ter­legt wer­den.

Wie ein­gangs schon erwähnt, tak­tet Quik den Schnitt des Vide­os anhand der Musik. Dazu ana­ly­siert Quik das Lied kur­zer­hand, wenn es aus der eige­nen Media­thek stammt und legt von vor­ne los. Das dau­ert auf mei­nem iPho­ne 6 Plus nur weni­ge Sekun­den.

 

Sortierung

Passt einem die Sor­tie­rung der Medi­en nicht, kann die­se noch nach­träg­lich geän­dert wer­den. Lei­der hat das letz­te Update die­se Mög­lich­keit schlech­ter gemacht, das Sor­tie­ren fiel mir jetzt deut­lich schwe­rer. Die Beschwer­den in den Rezen­sio­nen häu­fen sich, was mich hof­fen lässt, dass die Ent­wick­ler hier noch mal nach­le­gen wer­den.

Quik - Sortieransicht

Einstellungen

In den Ein­stel­lun­gen kann man nun noch wäh­len, ob das Video qua­dra­tisch oder klas­sisch, also im Quer­for­mat, erstellt wer­den soll. Außer­dem lässt sich die Län­ge ver­än­dern. Die­se rich­tet sich nach dem Ein­satz­zweck, Vide­os für Insta­gram sind in der Regel recht kurz, und dem ver­wen­de­ten Lied. Quik schlägt hier emp­foh­le­ne Län­gen vor, damit die Musik nicht abrupt unter­bro­chen wird. Eben­falls sehr cle­ver und toll gelöst.

Videoschnitt leicht gemacht

Ist man mit sei­nem Ergeb­nis zufrie­den, kann das Video nun geteilt wer­den. Zur Aus­wahl ste­hen neben Insta­gram, Twit­ter und Face­book auch ver­schie­de­ne Mes­sen­ger. Ein Ver­sand per E‑Mail ist eben­falls mög­lich. Wie­so You­Tube nicht ange­bo­ten wird, ver­ste­he ich zwar nicht, aber über das Spei­chern in der Fotos-App unter iOS kann der Upload zu Goo­g­les Video­platt­form noch nach­träg­lich erfol­gen. Alter­na­tiv kann das Video auch zu GoPros Quik-Ser­vice hoch­ge­la­den und über einen Link geteilt wer­den. Viel­leicht fin­det GoPro das bes­ser, als die Vide­os bei You­Tube abzu­le­gen.

Beeindruckend und begeisternd

Ich fin­de die Ergeb­nis­se, die die­se App pro­du­ziert abso­lut beein­dru­ckend. Jeder, dem ich die Vide­os bis­her gezeigt habe, war vom Schlag weg begeis­tert. Das Erstel­len geht ein­fach und intui­tiv von der Hand und die App ist sogar kos­ten­los. Das Video, das ich mit dem Mate­ri­al erstellt habe, habe ich hier in den Arti­kel ein­ge­bet­tet. Die Erstel­lung hat mich kei­ne fünf Minu­ten gekos­tet und das Ergeb­nis kann sich sehr wohl sehen las­sen, wie ich fin­de.

Abso­lu­te Emp­feh­lung von mir für die­se App. Etwas bes­se­res in dem Bereich gibt es der­zeit aus mei­ner Sicht nicht.

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iOS 4 sammelt Daten und was man dagegen tun kann

Für alle, die das ges­tern nicht mit­be­kom­men haben: App­les iOS-Gerä­te (iPho­ne, iPad 3G, also nur die mit Mobil­funk-Chip) sam­meln seit iOS 4 (also seit unge­fähr 10 Mona­ten) die Posi­ti­ons­da­ten des Geräts. Die­se befin­den sich in einer lei­der viel zu leicht zugäng­li­chen Datei und wer­den bei jedem Back­up gesi­chert. Bekommt man ein neu­es iPho­ne und spielt das Back­up auf die­sem wie­der ein, wer­den die Daten eben­falls über­nom­men. Ent­deckt haben das zwei Sicher­heits­ex­per­ten, die frü­her mal für Apple gear­bei­tet haben. Mac-Benut­zer kön­nen sich unter http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/ ein klei­nes Pro­gramm her­un­ter laden, das die­se Daten visua­li­siert (was ich selbst ja eigent­lich ziem­lich cool fin­de :-D). Vor­aus­set­zung dafür ist, dass das Back­up nicht ver­schlüs­selt ist.

Wer sein Back­up also ver­schlüs­selt, ist auf der siche­ren Sei­te. Die Exper­ten konn­ten kei­ner­lei Hin­wei­se dar­auf fin­den, dass Apple die­se Posi­ti­ons­da­ten aus­ge­le­sen oder ver­schickt hat. Sie lie­gen ein­fach nur auf dem Gerät und auf eurem Com­pu­ter.

Mitt­ler­wei­le scheint sich her­aus­kris­tal­li­siert zu haben, wofür Apple die­se Daten sam­melt: iAds. Das mit iOS4 ein­ge­führ­te Wer­be­netz­werk von Apple. Wer das Sam­meln die­ser Daten für die Zukunft ver­hin­dern möch­te, ruft in sei­nem iOS-Gerät ein­fach die Adres­se http://oo.apple.com auf. Das ist für jedes iOS-4-Gerät zu wie­der­ho­len. Damit hat die Sam­me­lei ein Ende.

Um dem Gan­zen ein wenig die Dra­ma­tik zu neh­men: die Datei liegt stüm­per­haft unsi­cher auf eurem Gerät und der Fest­plat­te eures Com­pu­ters. Aber nie­mand, außer euch, hat Zugriff auf die­se Datei. Außer, es hat jemand Zugriff auf euer Tele­fon oder euren Com­pu­ter. Nur dann kön­nen Drit­te an die­se Daten. Der Daten­be­stand wur­de bis­her in kei­ner Form an Apple oder Drit­te ver­schickt oder für die­se geöff­net. Es ist also alles halb so schlimm, als uns die Regen­bo­gen­pres­se es gera­de weis machen möch­te. Das Tele­fon oder Tablet spio­niert euch nicht aus und schickt auch kei­ne Bewe­gungs­re­ports an das CIA.

Die Tat­sa­che, dass Apple die­se Daten ohne Ein­wil­li­gung und Infor­ma­ti­on des Gerä­te­be­sit­zers ein­holt, ist eine Frech­heit, kei­ne Fra­ge, aber eure Daten sind (bis­her) sicher und nie­mand kann die­se ein­se­hen. Trotz­dem hat Apple die­ses Jahr wohl gute Chan­cen auf den Big-Bro­ther-Award ;–).

Sofort­maß­nah­men: oo.apple.com im Brow­ser eures Geräts auf­ru­fen und das Back­up ver­schlüs­seln. Die Ver­schlüs­se­lung eines Back­ups könnt ihr direkt in iTu­nes kon­fi­gu­rie­ren, indem ihr den ent­spre­chen­den Haken bei eurem iOS-Gerät setzt und ein Kenn­wort ver­gebt. Damit ist zwar die Datei auf dem Gerät wei­ter­hin unver­schlüs­selt, aber wenigs­tens die Kopie auf dem Rech­ner ist gegen Fremd­zu­grif­fe wir­kungs­voll geschützt.

Ohne die Times­tamps fin­de ich das eigent­lich ziem­lich wit­zig und ver­öf­fent­li­che des­we­gen auch einen Screen­shot mit den Orten, an denen ich mich seit Juni 2010 auf­ge­hal­ten habe ;–).

Screen­shot ent­fernt, sor­ry” alt=“Mein Bewe­gungs­pro­fil” />