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Microsoft

Ich habe mich in den letz­ten Mona­ten echt zurück gehal­ten und woll­te damit auf­hö­ren, über Win­dows oder Micro­soft her­zu­zie­hen. Aber heu­te ist das Fass ein­fach über­ge­lau­fen, ich kann nicht mehr anders.

Vor eini­gen Tagen habe ich das Note­book mei­ner Mut­ter zur Behand­lung in mei­ne vier Wän­de geholt. Sym­pto­me: Update­instal­la­ti­on bei jedem Neu­start, die aber unend­lich lau­fen und auch nach meh­re­ren Stun­den War­te­zeit nicht fer­tig wer­den. Ein­zig und allein ein kom­plet­tes Aus­schal­ten des Note­books half noch. Das Ding kam also in mei­ne Pra­xis und auf der Lie­ge hat sich dann nach meh­re­ren Ope­ra­ti­ons­ver­su­chen (ein Hot­fix von MS, der spe­zi­ell die­ses Pro­blem behe­ben soll) Micro­softs Hil­fe­sei­te mit der viel­sa­gen­den Aus­sa­ge dazwi­schen gedrückt, dass die Instal­la­ti­on des SP1 nicht erfolg­reich war und man doch bit­te… Win­dows 7 neu instal­lie­ren möge. Ja, rich­tig, NEU INSTALLIEREN. So kom­plett und so. Die Jungs ver­ste­hen es echt, einem die Freu­de an der Com­pu­ter­be­nut­zung zu ver­mas­seln. Ich habe noch nie, noch nie ein Linux oder Mac OS wegen eines fehl­ge­schla­ge­nen Updates neu instal­lie­ren müs­sen.

Nächs­te Lach­num­mer: Vor eini­gen Tagen erschien das Spiel “Age of Empi­res Online”. Ich habe sei­ner­zeit des­sen Vor­gän­ger geliebt und woll­te mir nun anschau­en, was Micro­soft mit die­ser Online-Ver­si­on genau ver­zapft hat. Gesagt, getan. Down­load ange­wor­fen, kei­ne 60 MB spä­ter war der Grund­stein des Spiels auf mei­ner Fest­plat­te. Super, Cli­ent star­ten und spie­len… Jaha, da hab ich die Rech­nung aber ohne Micro­soft gemacht. Nach dem Start des Star­ters (welch Wort­kom­bi­na­ti­on), bekam ich nur ein mehr oder min­der hüb­sches Fens­ter­chen mit einem Start-But­ton und… der viel­sa­gen­den Aus­sa­ge, dass das Spiel bereits gestar­tet wur­de. Was macht der erfah­re­ne Win­dows-Benut­zerGeplag­te? Rich­tig, er durch­sucht den Task-Mana­ger nach dem Pro­ban­den und schiesst ihn ab. Es gab aber kei­nen Task. Das Spiel war also nicht gestar­tet. Als zwei­tes ver­sucht man dann ja unter Win­dows ein­fach einen Neu­start, soll ja auch gele­gent­lich mal gehol­fen haben. Fehl­an­zei­ge. Nach wie vor kein Erfolg. Erfolg hat man erst, wenn… ja, wenn man den Spiel-Star­ter ALS ADMINISTRATOR STARTET. Ich dach­te, ich les nicht recht. Kann die­ses däm­li­che Pro­gramm nicht selbst fest­stel­len, dass es Updates braucht und die Admi­nis­tra­tor­rech­te tem­po­rär für genau die­sen Pro­zess anfor­dern? Rein rhe­to­ri­sche Fra­ge, kann es näm­lich nicht. Aber glaubt man das? Das Spiel ist nie­gel­na­gel­neu und nicht in der Lage, die UAC zu trig­gern? Es stammt immer­hin direkt von Micro­soft. Ein Armuts­zeug­nis son­der­glei­chen. So was pas­siert einem wirk­lich nur im Hau­se Micro­soft.

Ich habe mich ja in den letz­ten Tagen immer wie­der ein wenig über Lion, App­les neu­es­tem Wurf geär­gert, aber ver­gli­chen mit dem, was ich in der Micro­soft-Welt vor die Nase gesetzt bekom­me, sind das alles abso­lu­te Lapa­li­en und ich erin­ne­re mich wie­der dar­an, wie­so ich seit 2005 nichts ande­res mehr auf mei­nen Schreib­tisch las­se als Com­pu­ter aus dem Hau­se Apple… die kochen zwar auch nur mit Was­ser, aber immer­hin ist deren Was­ser (meis­tens) sau­ber.

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Meine Gedanken zum Apple-Event vom 20.10.2010

Back-to-the-mac

Mit viel Span­nung habe ich es erwar­tet, das gest­ri­ge Apple Event. Ent­täuscht wur­de ich nicht wirk­lich, über­rascht aber auch nicht.

Das neue iLi­fe, wel­ches sich mitt­ler­wei­le auf dem pos­ta­li­schen Wege zu mir befin­det, macht einen guten, aber auch nicht son­der­lich auf­re­gen­den Ein­druck. Die Neue­run­gen gefal­len mir gut, ob ich 50 € dafür aus­ge­ben wür­de, weiß ich aber nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich Aper­tu­re für die Ver­wal­tung mei­ner Fotos nut­ze, kei­ne Vide­os schnei­de und Gara­ge Band bis­her auch nicht nut­ze. Da ich mir erst vor drei Wochen einen neu­en iMac gekauft habe, hat­te ich glück­li­cher­wei­se Anspruch auf das Upgrade für 7,95 €, was ich natür­lich ange­nom­men habe. Die 25 € im Edu­ca­ti­on Store hät­te ich viel­leicht auch noch gezahlt.

Mac OS X Lion. Natür­lich freue ich mich auf die neue Ver­si­on, wie ich mich über jede neue Ver­si­on eines Betriebs­sys­tems freue. Die Idee mit dem Mac App Store fin­de ich gut, wenn auch ich die Kon­di­tio­nen, die für den Mobi­le App Store gel­ten, nicht pas­send sind für den Desk­top-Markt, emp­fin­de ich wenigs­tens so. Aber sonst eine gute Idee, wel­che sich mitt­ler­wei­le auch in Ubun­tu (seit Ver­si­on 10.10) fin­det, hier war also die Kon­kur­renz tat­säch­lich etwas schnel­ler ;-). Die Zen­trie­rung auf den neu­en Full­screen-Mode fin­de ich zwar ver­ständ­lich, aber auch nicht son­der­lich span­nend. Einen rand­lo­sen Full­screen-Mode kön­nen schon jetzt vie­le Anwen­dun­gen, bei ande­ren wie­der­um ist der Modus auch kom­plet­ter Quatsch. Ich wüss­te bspw. nicht, wie­so ich Safa­ri auf mei­nem 27″-Bildschirm im Voll­bild-Modus betrei­ben soll­te. Aber dar­um geht es Apple ja auch gar nicht, wenn ich mir die Prä­sen­ta­ti­on mal so anschaue. Wie sich die neue Schalt­zen­tra­le nach­her in der Pra­xis bewäh­ren wird, muss sich erst noch zei­gen. Die Idee ist nicht blöd, glei­ches gilt für die Ges­ten für den Wech­sel zwi­schen den Full­screen-Anwen­dun­gen. Wie ich Apple ken­ne, wird es tadel­los funk­tio­nie­ren, vor­her bil­de ich mir kei­ne Mei­nung dazu.

Das neue Mac­Book Air. Kein Kra­cher, aber eine kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung. Die Anti-Apple-Men­schen unken natür­lich gleich, dass es sich ein­fach nur um ein teu­res Net­book han­delt. Wenn die­se Men­schen sich aber mal die Mühe machen und sich die Aus­stat­tungs­merk­ma­le anschau­en wür­den, wür­den sie wohl fest­stel­len müs­sen, dass sie hier kom­plett falsch lie­gen. Net­books haben (man schaue sich nur den aktu­el­len Markt an) per Defi­ni­ti­on ein Dis­play mit 7 bis 10″ Dia­go­na­le, eine Auf­lö­sung von max. 1.024x600 (?) Pixeln, 1 GB RAM und eine stink­nor­ma­le Fest­plat­te. Das Mac­Book Air hat wahl­wei­se ein Dis­play mit 11,6″ oder 13,3″ Dia­go­na­le, 2 bis 4 GB RAM und eine SSD. Es gehört also ganz klar in die Klas­se der Sub­note­books, wel­che nach wie vor mit den Net­books rein gar nichts zu tun hat. Davon abge­se­hen fin­de ich das Gerät ziem­lich attrak­tiv. Das Gewicht von min­des­tens 1 kg ist sehr attrak­tiv, die Dis­play­grö­ße ist mit 11,6″ genau das, was ich haben woll­te und dank SSD ist das Gerät wirk­lich laut­los und sto­ßun­emp­find­lich. Ins­ge­samt ein gelun­ge­ner Wurf für Apple aus mei­ner Sicht. Der Ein­stiegs­preis von rund 1.000 € ist ange­mes­sen (Sub­note­books waren noch nie wirk­lich bil­lig). Ja, ich weiß, es gab eini­ge weni­ge Net­book­her­stel­ler, die der Mei­nung waren, mit eini­gen Aus­stat­tungs­merk­ma­len in den Bereich der Sub­note­books vor­drin­gen zu müs­sen, was aus ihnen aber kei­ne Sub­note­books macht. Genau so wenig aber macht dies aus dem Mac­Book Air auf ein­mal ein Net­book. Oder hät­te jemand das Power­Book G4 12″ als Net­book bezeich­net? Es gibt von kei­nem ande­ren Her­stel­ler exakt ver­gleich­ba­re Gerä­te (wenigs­tens habe ich kei­ne fin­den kön­nen), aber auch Acer wil­dert im Sub­note­book-Bereich, ver­baut aber in die­sen Gerä­ten dann kei­ne Schnarch-CPUs wie den Atom mehr son­dern nimmt gleich Core-i-CPUs, ver­langt dafür dann aber auch 800 € auf­wärts. Die SSD fehlt wei­ter­hin. Mal wie­der also Äpfel und Bir­nen.

Ins­ge­samt hat Apple eine schö­ne Vor­stel­lung abge­lie­fert, Revo­lu­tio­nen blie­ben aber aus. Evo­lu­ti­on ist aber auch was tol­les.