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Apple Watch — eine Rezension

Ich hader­te lan­ge mit mir, ob ich wirk­lich über 300 € für eine Smart Watch aus­ge­ben woll­te, die ohne iPho­ne qua­si zu nichts nut­ze ist und mir eigent­lich auch nichts bie­tet, was mein iPho­ne nicht schon lan­ge kann. Ich schau­te mir sogar eine Android-basier­te Smart­watch, die Moto 360, an, gab sie aber letzt­end­lich zurück.

Als Apple nun im Sep­tem­ber die neue Genera­ti­on vor­stell­te, schlug ich doch zu. Und ich muss sagen, dass es eine gute Ent­schei­dung gewe­sen ist.

Weniger Aufmerksamkeitsbindung

Gefühlt schen­ke ich den Push-Noti­fi­ca­ti­ons auf mei­nem Gerät weni­ger Auf­merk­sam­keit. Ein kur­zer Blick aufs Hand­ge­lenk genügt und ich weiß, was los ist und ob es Zeit hat, bis ich reagie­re. Falls nicht, ant­wor­te ich ent­we­der kurz über die vor­ge­fer­tig­ten Ant­wor­ten der Uhr, dik­tie­re Siri eine Ant­wort oder hole eben doch das iPho­ne aus der Tasche. Letz­te­res ist aber wirk­lich deut­lich sel­te­ner der Fall gewor­den, als es bis dato gewe­sen ist.

Ich füh­le mich irgend­wie ent­schleu­nigt, seit ich die Uhr habe.

Atemübungen, Schrittzähler — Fitness ist wichtiger geworden

So blöd es klingt, aber die Benach­rich­ti­gun­gen der Uhr, dass man mal wie­der auf­ste­hen oder eine Atem­übung machen sol­le, sind tat­säch­lich hilf­reich. Wenn man zu tief in die Arbeit ver­sun­ken ist, merkt man häu­fig gar nicht, wie die Zeit ver­geht. Die Watch sagt mir, wenn es so weit ist. Und ich hal­te mich meis­tens auch dran, wenn ich nicht gera­de in einer Bespre­chung sit­ze.

Außer­dem bin ich tat­säch­lich moti­vier­ter, die täg­li­chen Fit­ness­zie­le, Bewe­gen, Trai­nie­ren und Ste­hen, zu errei­chen. Weil mich die Uhr über den Tag ver­teilt immer wie­der dar­an erin­nert, mache ich das auch tat­säch­lich. Und ärge­re mich, wenn ich eines der Zie­le dann trotz des Vor­ha­bens dann doch nicht errei­che. Meist läuft es am Fol­ge­tag dann bes­ser. Ich den­ke schon, dass ich mei­ne Gesamt­fit­ness über die Zeit dank der Uhr tat­säch­lich ver­bes­sern wer­de. Aber das wird die Zeit zei­gen.

Inter­es­sant ist viel­leicht dies­be­züg­lich noch, dass die Apple Watch unter allen Arm­band­ge­rä­ten in einer Stu­die am Bes­ten abschnitt, was die Genau­ig­keit der ermit­tel­ten Daten angeht.

Individualisierung der Watch

Im ers­ten Schritt kann man die Uhr natür­lich über das Zif­fer­blatt anpas­sen. Aktu­ell ver­wen­de ich eines, das ein ana­lo­ges Zif­fer­blatt mit Datums­an­zei­ge in der Mit­te anzeigt, oben links die Län­ge mei­ner Ein­kaufs­lis­te von Bring zeigt und oben rechts die aktu­el­le Tem­pe­ra­tur. Unten sehe ich einen Über­blick, wie weit ich mit mei­nen Fit­ness­zie­len bin. So habe ich die für mich aktu­ell wich­tigs­ten Infos im Über­blick. Soll­ten sich mei­ne Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben, kann ich das natür­lich jeder­zeit anpas­sen.

Dank­ba­rer­wei­se lässt sich auch die Aus­rich­tung der Uhr ver­än­dern. Mich nerv­te die Digi­tal Crown auf der rech­ten Sei­te, da ich die Uhr am lin­ken Arm tra­ge und ich durch eine nach oben geknick­te Hand immer wie­der die Crown betä­tig­te. Ich habe die Uhr jetzt umge­dreht und damit auch die­ses Pro­blem nicht mehr. Die Ein­stel­lung fin­det man in der Ein­stel­lun­gen-App.

Die zwei­te Art und Wei­se, die Uhr zu indi­vi­dua­li­sie­ren liegt natür­lich in den Arm­bän­dern. Ich habe die Apple Watch Sport und damit natür­lich das aus Sili­kon gefer­tig­te Sport­arm­band von Apple. Das ist auch nicht häss­lich oder so, aber trotz­dem habe ich mich nach wei­te­ren Bän­dern umge­schaut. Die von Apple ange­bo­te­nen Arm­bän­der sind mir ein­fach zu teu­er, muss ich geste­hen. Die fin­di­gen Chi­ne­sen haben ziem­lich ähn­lich, wenn nicht gleich aus­se­hen­de Klo­ne im Ange­bot, von denen ich mir eini­ge gekauft habe.

Nylonarmband

Für das Nylon­arm­band, für das Apple 59 € haben möch­te, habe ich bei mei­nem Lieb­lingschi­ne­sen Ali­Ex­press sagen­haf­te 12,40 € inklu­si­ve Ver­sand bezahlt. Ich bin mit der Ver­ar­bei­tung recht zufrie­den, wenn auch das Adap­ter­stück nicht 100%ig passt. Aber es steht nur so wenig über, dass ich dar­über hin­weg­se­hen kann. Allein schon ob des güns­ti­gen Prei­ses.

Klassisches Armband

Für das aus Leder gefer­tig­te Arm­band möch­te Apple 159 € haben. Bei Ali­Ex­press habe ich 8,13 € berap­pen müs­sen.

Modernes Armband

Das moder­ne Arm­band kos­tet bei Apple 259 €. Ich habe meins für 16,02 € gekauft.

Milanaise Armband

159 € bei Apple, 7,92 € in Chi­na. Das Arm­band habe ich aber tat­säch­lich nach einem Tag in die Schub­la­de gepackt. Der Magnet­ver­schluss beweg­te sich unter mei­nem Sak­ko zu sehr, sodass es zu locker wur­de und die Uhr selbst stän­dig nach unten rutsch­te und sich damit auf der Unter­sei­te mei­nes Hand­ge­lenks befand. Ob das beim Ori­gi­nal von Apple auch so ist, ver­mag ich nicht zu sagen.

Fazit

Nach rund sechs Wochen der Nut­zung möch­te ich nicht mehr auf das klei­ne Gerät ver­zich­ten. Ein Weg­fall des iPho­ne wür­de mir mehr weh tun, aber lieb­ge­won­nen habe ich die Uhr. Wer sowie­so iOS im Ein­satz hat und einen Fit­ness­tra­cker und All­tags­or­ga­ni­zer sucht, ist aus mei­ner Sicht mit der Apple Watch gut bera­ten. Ob es die Seri­es 2 mit GPS und was­ser­dich­tem Gehäu­se sein muss, muss man noch ent­schei­den. Ich habe mich mit der Seri­es 1 begnügt. Die 349 € für die Uhr samt Sport­arm­band waren aus mei­ner Sicht gut ange­legt.

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Kleinigkeiten, die die Apple-Plattform so liebenswert machen

Es sind die Klei­nig­kei­ten, die mich kei­ne Abkehr von der Apple-Platt­form fin­den las­sen. Seit Febru­ar 2005 arbei­te ich mehr oder min­der aus­schließ­lich auf Sys­te­men aus Cup­er­ti­no. Und ich kann mich noch leb­haft an die spöt­ti­schen Kom­men­ta­re erin­nern, als ich mir mei­nen ers­ten Mac, ein Power­Book G4, kauf­te. Das war kurz vor dem Beginn mei­nes Infor­ma­tik­stu­di­ums. Der Grund war sim­pel: ich woll­te mich nicht mehr mit den Unzu­läng­lich­kei­ten von Win­dows rum­schla­gen, son­dern ein­fach ein zuver­läs­si­ges Sys­tem haben. Erfah­rungs­be­rich­te im Netz bestä­tig­ten mich in mei­nem Vor­ha­ben, einen Mac zu kau­fen.

Jetzt, fast sie­ben Jah­re (die Zeit ver­geht …) spä­ter, ver­wen­de ich nach wie vor einen Mac. Auf das Power­Book, dem ich nach ca. einem Jahr ein 23”-Display von Apple spen­dier­te, folg­te eine Kom­bi­na­ti­on aus einem 24”-iMac und einem Mac­Book. Die­se Gerä­te ver­kauf­te ich dann nahe­zu zeit­gleich, um sie durch einen 27”-iMac zu erset­zen. Auf des­sen Nach­fol­ger schrei­be ich nun die­se Zei­len.

Aber genug des Vor­ge­p­le­nkels. Wie­so ich rund 1.500 € für mein Arbeits­ge­rät aus­ge­ge­ben habe, wer­de ich immer wie­der gefragt. Wo man doch einen halb­wegs leis­tungs­star­ken PC mit einem 27”-Display mit etwas Glück schon für die Hälf­te bekommt.

Zum einen ist da auf jeden Fall die Optik zu nen­nen. Ich suche mir mitt­ler­wei­le nahe­zu alles auch über das Design aus. Gefällt mir die Optik eines Gegen­stands nicht, kann es tech­nisch noch so toll sein, es wird nicht gekauft. Das schlich­te Design des iMacs und die Tat­sa­che, dass ich nur eine Ein­heit auf mei­nem Schreib­tisch ste­hen habe, erfreut mich nahe­zu jeden Tag. Zwi­schen den Ein­ga­be­ge­rä­ten und dem Com­pu­ter lie­gen kei­ne Kabel, nicht mal einen Adap­ter muss ich in den Rech­ner ste­cken, da bei­de über das inte­grier­te Blue­tooth-Modul des Macs ange­bun­den sind. Die aus einem Alu­mi­ni­um-Stück gefräs­te Tas­ta­tur und das mini­ma­lis­ti­sche Touch­pad (ja, Win­dows-Benut­zer kau­fen sich Mäu­se für ihre Note­books, Mac-Nut­zer kau­fen sich Touch­pads für ihre Arbeits­platz­rech­ner) machen auf dem Schreib­tisch einen äußerst guten und dezen­ten Ein­druck. Von der Ver­ar­bei­tung will ich nicht mal reden, auf kei­ner Tas­ta­tur habe ich jemals so flüs­sig und ermü­dungs­frei schrei­ben kön­nen wie auf der mei­nes iMacs. Aber auch die Geräusch­ent­wick­lung ist ein wich­ti­ger Fak­tor. Der iMac ope­riert sehr nah an der Wahr­neh­mungs­gren­ze. Es muss wirk­lich äußerst still in mei­ner Woh­nung sein, damit ich das Gerät über­haupt höre.

Die­ser Trend setzt sich bei der Soft­ware fort: irgend­wie schafft Apple es, dass ich nicht unge­dul­dig oder gar wütend wer­de, wenn das Sys­tem mich mal eine Wei­le war­ten lässt, was natür­lich auch auf dem Mac von Zeit zu Zeit mal vor­kommt. Pas­siert mir das unter Win­dows oder auch Linux, wer­de ich leicht unge­hal­ten. Die meis­ten für OS X geschrie­be­nen Anwen­dun­gen wir­ken wie aus einem Guss, als ob sie direkt von Apple kämen. Der Grund ist die strik­te Ein­hal­tung der GUI-Gui­de­li­nes, die Apple her­aus­gibt. Gibt’s auch für Win­dows, nur scheint sie dort nie­mand zu lesen. Und durch die­se kon­sis­ten­ten Benut­zer­schnitt­stel­len ent­steht extrem wenig „Noi­se“, alle Anwen­dun­gen ner­ven den Benut­zer nur dann, wenn es unab­ding­bar ist.

Die gesam­te Ober­flä­che des Sys­tems ist mini­ma­lis­tisch und nur von weni­gen Far­ben geprägt. Kei­ne bun­ten, blin­ken­den Flä­chen, die den Benut­zer vom eigent­li­chen Zweck des Com­pu­ters ablen­ken: der Erfül­lung sei­ner Arbeit. Kei­ne auto­ma­ti­schen Neu­starts, die sich nicht unter­bin­den las­sen. Kei­ne spre­chen­den Viren­scan­ner oder Dru­cker­trei­ber. Kei­ne Update-Orgi­en, die sich über zwei oder mehr Neu­starts hin­zie­hen. Nahe­zu pro­blem­lo­se Upgrades von einer Betriebs­sys­tem­ver­si­on auf die nächs­te.

Eine äußerst kon­se­quen­te Tas­ta­tur­be­le­gung, die sich zwar nicht an die „Stan­dards“ hält, aber so logisch ist, dass man sie sich bin­nen weni­ger Tage pro­blem­los ein­prä­gen kann. Dazu zählt auch die pro­blem­lo­se Ein­ga­be­mög­lich­keit kor­rek­ter Anfüh­rungs­zei­chen („ und “ anstel­le von ” und “) oder von Aus­las­sungs­zei­chen (…). Oder auch die intel­li­gen­te Lösch­funk­ti­on, die beim Mar­kie­ren eines Ein­zel­worts per Dop­pel­klick das nach dem Löschen über­flüs­si­ge Leer­zei­chen ent­fernt. Die seit Lion vor­han­de­ne Auto­kor­rek­tur mag ich nach wie vor ziem­lich gern. Sie macht zwar nicht immer alles rich­tig, ver­bes­sert aber mehr als sie „ver­schlimm­bes­sert“.

Oder die inte­grier­te Daten­si­che­rungs­funk­ti­on, Time Machi­ne, deren Ein­rich­tungs­pro­zess mit­un­ter nur eini­ge Sekun­den benö­tigt und danach ein­fach vom Benut­zer ver­ges­sen wer­den kann (natür­lich nur, sofern der Back­up­daten­trä­ger per­ma­nent am Com­pu­ter hängt). Die dazu auch noch die Wie­der­her­stel­lung von Daten aus dem Back­up zum Kin­der­spiel macht.

Auch erwäh­nens­wert ist das mitt­ler­wei­le fast per­fekt funk­tio­nie­ren­de iCloud, das unter ande­rem zen­tra­le Daten­be­stän­de auf allen Macs und iOS-Gerä­ten ver­teilt sowie eine Tracking­funk­ti­on zur Ver­fü­gung stellt, mit deren Hil­fe man gestoh­le­ne Gerä­te unter Umstän­den wie­der fin­den kann. Oder Pho­to­stream, in dem auto­ma­tisch alle auf­ge­nom­me­nen oder impor­tier­ten Fotos lan­den, damit man sie auf allen ange­mel­de­ten Gerä­ten immer und über­all betrach­ten kann. Lei­der unter­stüt­zen noch nicht alle mei­ne Anwen­dun­gen iCloud, aber zumin­dest die Apple-eige­nen Anwen­dun­gen machen das pro­blem­los mit. Die inte­grier­te Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lungs­soft­ware FileV­ault, deren Anwen­dung mitt­ler­wei­le eben­falls super sim­pel ist, ist eben­falls erwäh­nens­wert und ins­be­son­de­re für Benut­zer mobi­ler Macs hoch­gra­dig inter­es­sant.

Und dann gibt es da noch hau­fen­wei­se wirk­lich inno­va­ti­ve Tools, die einem die Arbeit deut­lich erleich­tern und zu denen man ähn­lich gut funk­tio­nie­ren­de Pen­dants unter ande­ren Betriebs­sys­te­men ver­zwei­felt und häu­fig auch ver­geb­lich sucht. Exem­pla­risch sei­en Anwen­dun­gen wie Alfred (ein Anwen­dungs­schnell­star­ter), Pixel­ma­tor (eine äußerst poten­te Bild­be­ar­bei­tung, die gera­de mal 23,99 € kos­tet), CloudApp (oder für die Drop­box-Fans Grab­Box), Text­Ma­te (ein Text­edi­tor für Pro­gram­mie­rer), ByWord (ein mini­ma­ler Mark­dow­nedi­tor, womit die­se Zei­len ent­ste­hen), Ree­der (ein auf Goog­le Rea­der opti­mier­ter RSS-Rea­der) und Dai­sy­Disk (ein Pro­gramm zur Ana­ly­se der Fest­plat­ten­be­le­gung) genannt.

Für Web­ent­wick­ler und Admi­nis­tra­to­ren von Linux- und UNIX-Ser­vern hoch­gra­dig inter­es­sant ist der UNIX-Unter­bau von OS X, der dafür sorgt, dass man eine voll­stän­di­ge Bash jeder­zeit zur Ver­fü­gung hat und alle bekann­ten UNIX-CLI-Tools ver­wen­den kann, ohne sich mit Bas­tel­lö­sun­gen wie unter Win­dows behel­fen zu müs­sen. Im Gegen­satz zu Linux ist außer­dem die Unter­stüt­zung kom­mer­zi­el­ler Soft­ware gewähr­leis­tet, die dafür sorgt, dass es Pro­duk­te wie das Micro­soft Office oder das Ado­be-Pro­dukt-Lin­eup eben­falls für die Apple-Platt­form ver­füg­bar ist. Man bekommt also das bes­te aus bei­den Wel­ten, gepaart mit dem ele­gan­tes­ten und rausch­frei­es­ten User-Inter­face, das der Markt der­zeit zu bie­ten hat.

Auch wenn Apple mehr und mehr vom pro­fes­sio­nel­len Markt abzu­rü­cken scheint, wer­de ich der Platt­form die Treue hal­ten, bis es nicht mehr anders geht. Jeder Ver­such, auf einem PC ein Win­dows oder Linux so her­zu­rich­ten, dass es mir ansatz­wei­se einen Work­flow, wie ich ihn von OS X gewohnt bin, ist bis­her kläg­lich geschei­tert. Es feh­len Tools, das Inter­face ist inkon­sis­tent und nervt mich mit über­flüs­si­gen Mel­dun­gen. Kom­for­ta­ble Funk­tio­nen wie iCloud, Time Machi­ne, Pho­to­stream oder FileV­ault suche ich ver­geb­lich. Wenn eine ähn­li­che Funk­tio­na­li­tät über­haupt irgend­wie her­zu­stel­len ist, dann nur mit viel Hand­ar­beit.

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iOS 4 sammelt Daten und was man dagegen tun kann

Für alle, die das ges­tern nicht mit­be­kom­men haben: App­les iOS-Gerä­te (iPho­ne, iPad 3G, also nur die mit Mobil­funk-Chip) sam­meln seit iOS 4 (also seit unge­fähr 10 Mona­ten) die Posi­ti­ons­da­ten des Geräts. Die­se befin­den sich in einer lei­der viel zu leicht zugäng­li­chen Datei und wer­den bei jedem Back­up gesi­chert. Bekommt man ein neu­es iPho­ne und spielt das Back­up auf die­sem wie­der ein, wer­den die Daten eben­falls über­nom­men. Ent­deckt haben das zwei Sicher­heits­ex­per­ten, die frü­her mal für Apple gear­bei­tet haben. Mac-Benut­zer kön­nen sich unter http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/ ein klei­nes Pro­gramm her­un­ter laden, das die­se Daten visua­li­siert (was ich selbst ja eigent­lich ziem­lich cool fin­de :-D). Vor­aus­set­zung dafür ist, dass das Back­up nicht ver­schlüs­selt ist.

Wer sein Back­up also ver­schlüs­selt, ist auf der siche­ren Sei­te. Die Exper­ten konn­ten kei­ner­lei Hin­wei­se dar­auf fin­den, dass Apple die­se Posi­ti­ons­da­ten aus­ge­le­sen oder ver­schickt hat. Sie lie­gen ein­fach nur auf dem Gerät und auf eurem Com­pu­ter.

Mitt­ler­wei­le scheint sich her­aus­kris­tal­li­siert zu haben, wofür Apple die­se Daten sam­melt: iAds. Das mit iOS4 ein­ge­führ­te Wer­be­netz­werk von Apple. Wer das Sam­meln die­ser Daten für die Zukunft ver­hin­dern möch­te, ruft in sei­nem iOS-Gerät ein­fach die Adres­se http://oo.apple.com auf. Das ist für jedes iOS-4-Gerät zu wie­der­ho­len. Damit hat die Sam­me­lei ein Ende.

Um dem Gan­zen ein wenig die Dra­ma­tik zu neh­men: die Datei liegt stüm­per­haft unsi­cher auf eurem Gerät und der Fest­plat­te eures Com­pu­ters. Aber nie­mand, außer euch, hat Zugriff auf die­se Datei. Außer, es hat jemand Zugriff auf euer Tele­fon oder euren Com­pu­ter. Nur dann kön­nen Drit­te an die­se Daten. Der Daten­be­stand wur­de bis­her in kei­ner Form an Apple oder Drit­te ver­schickt oder für die­se geöff­net. Es ist also alles halb so schlimm, als uns die Regen­bo­gen­pres­se es gera­de weis machen möch­te. Das Tele­fon oder Tablet spio­niert euch nicht aus und schickt auch kei­ne Bewe­gungs­re­ports an das CIA.

Die Tat­sa­che, dass Apple die­se Daten ohne Ein­wil­li­gung und Infor­ma­ti­on des Gerä­te­be­sit­zers ein­holt, ist eine Frech­heit, kei­ne Fra­ge, aber eure Daten sind (bis­her) sicher und nie­mand kann die­se ein­se­hen. Trotz­dem hat Apple die­ses Jahr wohl gute Chan­cen auf den Big-Bro­ther-Award ;–).

Sofort­maß­nah­men: oo.apple.com im Brow­ser eures Geräts auf­ru­fen und das Back­up ver­schlüs­seln. Die Ver­schlüs­se­lung eines Back­ups könnt ihr direkt in iTu­nes kon­fi­gu­rie­ren, indem ihr den ent­spre­chen­den Haken bei eurem iOS-Gerät setzt und ein Kenn­wort ver­gebt. Damit ist zwar die Datei auf dem Gerät wei­ter­hin unver­schlüs­selt, aber wenigs­tens die Kopie auf dem Rech­ner ist gegen Fremd­zu­grif­fe wir­kungs­voll geschützt.

Ohne die Times­tamps fin­de ich das eigent­lich ziem­lich wit­zig und ver­öf­fent­li­che des­we­gen auch einen Screen­shot mit den Orten, an denen ich mich seit Juni 2010 auf­ge­hal­ten habe ;–).

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Apple-Starterkit-Gewinnspiel bei testbericht.de

Ein wenig Wer­bung wird schon nicht scha­den, den­ke ich mir mal.

Der­zeit gibt es bei testbericht.de ein Gewinn­spiel, bei dem man ein kom­plet­tes Mobil­pa­ket gewin­nen kann. Die­ses besteht stan­dard­mä­ßig aus einem iPad 2, einem iPho­ne 4 und einem Mac­Book. Wer Apple nicht mag, kann die Ein­zel­kom­po­nen­ten aber auch aus­tau­schen und Gerä­te ande­rer Her­stel­ler neh­men. Der Gesamt­wert des Pakets beträgt ca. 2.500 EUR.

Wer mich kennt wird wis­sen, dass ich den Teu­fel tun wer­de und irgend­ei­ne Kom­po­nen­te durch die eines ande­ren Her­stel­lers aus­tau­schen wer­de. Ein mal Apple, immer Apple. Ergo wird genau die oben erwähn­te Kom­bi­na­ti­on gewählt, soll­te ich der Gewin­ner sein.

Wer auch gewin­nen möch­te, muss bis zum 25.04.2011 auf sei­nem Blog/seiner Web­site einen klei­nen Arti­kel über die­ses Gewinn­spiel ver­fasst haben und eine E‑Mail an [email protected] geschickt haben. Wei­te­re Infos gibt’s auf der Web­site unter <a href=“http://www.testbericht.de/magazin/ipad-2-iphone-4-und-macbook-gewinnspiel-1103140.

http://www.testbericht.de/magazin/ipad-2-iphone-4-und-macbook-gewinnspiel-110…>

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Versuch macht kluch, oder: Geht’s auch ohne Apple?

Ich habe vor eini­ger Zeit eine Art Selbst­ver­such gestar­tet: mein iMac und mein Mac­Book waren jeweils drei Jah­re alt, das Bedürf­nis nach neu­er Hard­ware war geweckt. Also wan­der­ten bei­de Gerä­te zur eBucht und fan­den dort auch für recht ordent­li­ches Geld einen neu­en Besit­zer.

Einen Nach­fol­ger für den iMac hat­te ich zu dem Zeit­punkt schon: ein iMac 27″. Ein tol­les Gerät, jeder Cent war wohl­in­ves­tiert.

Beim Mac­Book woll­te ich mir aber nicht so recht ent­schei­den. Ich habe das Mac­Book nicht son­der­lich inten­siv genutzt, stre­cken­wei­se lag es wochen­lang unge­nutzt in sei­ner Hül­le auf mei­nem Schreib­tisch rum. Per­len vor die Säue also, immer­hin kos­te­te das Gerät etwas über 800 €. Zum Rum­lie­gen­las­sen eigent­lich zu viel Geld. Das Mac­Book Air 11″ lacht mich seit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung an, weil es eigent­lich genau auf mein Nut­zungs­pro­fil zuge­schnit­ten ist. Wäre da nicht der recht hap­pi­ge Preis von fast 1.000 €. Auch hier wie­der, zum Rum­lie­gen­las­sen viel zu viel Geld. Der Form­fak­tor reizt mich aber mas­siv, die Bild­schirm­auf­lö­sung genau so.

Ich schau­te mich also ein wenig bei der Kon­kur­renz um und wur­de auf das Leno­vo Think­Pad Edge auf­merk­sam, das es auch als Ver­si­on mit 11″-Display gibt. Und das schon für recht schlan­ke 330 € ohne Betriebs­sys­tem. In der jetzt bei mir ste­hen­den Ver­si­on mit Dual-Core-AMD-CPU und 4 GB RAM hat mich das gute Stück gera­de mal 380 Flo­cken gekos­tet, rund 500 € weni­ger, als ich im Apple-on-Cam­pus-Store für das Mac­Book Air hät­te zah­len müs­sen. Natür­lich, es fehlt die SSD, die Laut­lo­sig­keit, Mac OS X und ver­mut­lich auch ein wenig Rechen­power, bis auf die Laut­lo­sig­keit und Mac OS X aber durch­aus Din­ge, die mich nicht son­der­lich stö­ren, so sel­ten, wie ich das Gerät ein­set­ze. Wit­zi­ge Anek­do­te am Ran­de: die Dual-Core-Ver­si­on ist deut­lich lei­ser als die Ver­si­on mit der Sin­gle-Core-CPU. Wer also mit dem Gedan­ken spielt, sich die klei­ne Vari­an­te zu kau­fen, soll­te zum Dual-Core-AMD grei­fen. Das Feh­len von Mac OS X zu Ver­schmer­zen wiegt schon deut­lich schwe­rer, aber Mark Shut­tle­worth sei Dank gibt es eigent­lich ein Sys­tem, das ähn­lich toll funk­tio­niert und auch fast so toll aus­sieht wie das OS aus Cup­er­ti­no: Ubun­tu.

Aber eben auch nur fast. Auf der ver­bau­ten 320 GB gro­ßen Fest­plat­te befin­den sich nun Win­dows 7 Pro­fes­sio­nal und Ubun­tu 10.10. Auf­grund der recht hohen DPI-Zahl und der damit ver­bun­de­nen Auf­lö­sung von 1.366x768 Pixel lässt sich mit bei­den Sys­te­men sogar arbei­ten, im Gegen­satz zu Net­books, die auf­grund ihrer 1024x600 voll­stän­dig aus­fal­len. Bei­de Sys­te­me lau­fen halb­wegs annehm­bar flott auf der Maschi­ne, wobei Win­dows 7 deut­lich trä­ger zugan­ge ist als dies bei Ubun­tu der Fall ist. Aber arbei­ten lässt sich damit trotz­dem halb­wegs. Die Akku­lauf­zeit nimmt sich unter bei­den Sys­te­men nichts, je nach Anwen­dungs­art hält der Akku zwi­schen drei und vier Stun­den. Für den Preis des Note­books ein durch­aus akzep­ta­bler Wert.

Nun aber zu den Punk­ten, die mich das Gerät schon fast wie­der zurück­schi­cken und ein Mac­Book Air bestel­len las­sen:

1. Win­dows. Es ist und bleibt unbe­nutz­bar. Die zuge­kauf­te Blue­tooth-Maus funk­tio­niert nicht zuver­läs­sig. Nach dem Anmel­den bekom­me ich eine Feh­ler­mel­dung, die mit einer feh­len­den DLL zu tun hat, die zum Blue­tooth-Stack zu gehö­ren scheint. Ich muss also nach jeder Anmel­dung die Maus erneut ver­bin­den. Feh­ler­be­he­bung schei­ter­te bis­her. Der Feh­ler tritt aber auch erst ein, seit Win­dows ein Update für den Think­Pad-Blue­tooth-Stack ein­ge­spielt hat. Wohl­ge­merkt über das auto­ma­ti­sche Update, ich hab das Trei­ber­up­date nicht selbst von Leno­vo geholt, lief ja alles vor­her. Es scheint nach wie vor zu viel ver­langt zu sein, dass Stan­dard­hard­ware ein­fach funk­tio­niert. Von Nicht-Vor­han­den­sein mei­ner gan­zen gelieb­ten und erfor­der­li­chen CLI-Tools mal abge­se­hen, bleibt Win­dows für mich ein rotes Tuch.

2. Ubun­tu. Eigent­lich toll. Wirk­lich. Mit ein wenig Hand­ar­beit kann ich den von mir so gelieb­ten Work­flow, den ich unter OS X hab fast nach­bau­en. Expo­sé, Quick­look, Ter­mi­nal (samt scp, curl, wget, tail, grep, cat und ssh), alle mei­ne Freun­de sind da, die ich tag­täg­lich für die Arbeit nut­ze. Von dem gan­zen Schatz an frei­er Soft­ware mal abge­se­hen, die teil­wei­se wirk­lich phä­no­me­nal ist. Und alles bleibt so schön ein­fach Up-To-Date, der inte­grier­ten Paket­ver­wal­tung sei Dank. Aber lei­der hat die­se hei­le Welt in mei­nem Fal­le auch Schat­ten­sei­ten: Sus­pend to RAM und Mul­ti­touch funk­tio­nie­ren nicht. Das Gerät geht zwar schla­fen, wacht dann aber nicht wie­der auf. Und Mul­ti­touch funk­tio­niert ein­fach gar nicht. Für mich, als diesbzgl. wirk­lich ver­wöhn­ten Mac-User ein abso­lu­tes No-Go.

Und nun ste­he ich da. Ich habe 500 € gespart, muss mich aber mit zwei Betriebs­sys­te­men rumär­gern, die zwar bei­de nicht wirk­lich schlecht sind, das eine aber für mei­ne nor­ma­len Ein­satz­zwe­cke nicht zu gebrau­chen ist und das zwei­te die Kom­fort­fea­tures, an die ich mich so gewöhnt hab, nament­lich Mul­ti­touch und Sus­pend-to-RAM, auf mei­ner Hard­ware nicht bie­tet. Win­dows so umzu­bau­en, dass es mei­nen Ansprü­chen genügt wür­de den Rah­men ein­deu­tig spren­gen, bei Ubun­tu bleibt mir noch zu hof­fen, dass die Ent­wick­ler ent­spre­chen­de Patches zeit­nah ver­öf­fent­li­chen wer­den. Aber ob all der Ärger 500 € wert ist, fra­ge ich mitt­ler­wei­le wirk­lich…

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Gebrauchtpreise — ein weiterer Grund pro Apple

Wert­er­halt, sicher­lich ein Fak­tor, den vie­le bei einem Com­pu­ter­kauf außer Acht las­sen. Wer aber so wie ich spä­tes­tens nach drei Jah­ren einen Rech­ner aus­ran­giert, soll­te sich dar­über schon ein paar Gedan­ken machen.

Im Novem­ber 2007 kauf­te ich mei­nen letz­ten iMac, ein 24″-Modell mit Core2Duo 2,4 GHz für rund 1.400 €. Nach­träg­li­che Inves­ti­tio­nen waren eine Spei­cher­er­wei­te­rung von 2 auf 4 GB, die mich sei­ner­zeit um die 50 € gekos­tet haben, wenn ich mich nicht täu­sche und vor rund neun Mona­ten eine grö­ße­re Fest­plat­te zum Preis von 75 €. Ach ja, ein Upgrade auf Snow Leo­pard für 29 € habe ich auch noch gekauft. Rund 150 € habe ich als nach dem Kauf noch mal in das Gerät und sei­ne Soft­ware­aus­stat­tung gesteckt. Nun, das Gerät ging vori­ge Woche bei eBay für fast 800 € über die The­ke. Nach drei Jah­ren Nut­zung habe ich also kei­ne 50 % des Anschaf­fungs­prei­ses ein­ge­büsst. Gemit­telt auf die drei Nut­zungs­jah­re habe ich nun also 250 € pro Jahr für das Gerät aus­ge­ge­ben, oder umge­rech­net ca. 20 € monat­lich.

Im Febru­ar 2008 kam dann ein Mac­Book 13″ white nach. Auch hier rüs­te­te ich den Arbeits­spei­cher auf 4 GB auf, Kos­ten­punkt eben­falls um die 50 €, und kauf­te das Upgrade auf Snow Leo­pard für 29 €. Bezahlt habe ich ursprüng­lich mal 820 € für das Note­book. Ver­kauft habe ich es jetzt für knapp 550 €. Von den rund 900 €, die ich ursprüng­lich mal in das Gerät gesteckt habe, sind also 550 € übrig geblie­ben. Das Gerät hat mich in den drei Jah­ren also 350 € gekos­tet, pro Jahr sind das rund 120 € oder monat­lich 10 €.

Mein fünf Jah­re altes Cine­ma Dis­play habe ich auch ver­kauft. Hier ist der Ver­lust dezent höher, aber auch noch im akzep­ta­blen Rah­men, rech­net man es pro­zen­tu­al aus. Bezahlt habe ich sei­ner­zeit fast 1.200 € (ja, für einen 23″-Bildschirm, das war aber auch 2005 ;-)), ver­kauft habe ich das Dis­play für rund 375 €. 30 % also nach fünf Jah­ren Nut­zung. Durch­aus akzep­ta­bel mei­ner Mei­nung nach. 900 € gemit­telt auf fünf Jah­re macht 180 € pro Jahr, 15 € im Monat.

Die­se alle­samt recht erfreu­li­chen Wer­te sind einer der Grün­de, wie­so ich wei­ter­hin bei Apple ein­kau­fen wer­de. 

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Meine Gedanken zum Apple-Event vom 20.10.2010

Back-to-the-mac

Mit viel Span­nung habe ich es erwar­tet, das gest­ri­ge Apple Event. Ent­täuscht wur­de ich nicht wirk­lich, über­rascht aber auch nicht.

Das neue iLi­fe, wel­ches sich mitt­ler­wei­le auf dem pos­ta­li­schen Wege zu mir befin­det, macht einen guten, aber auch nicht son­der­lich auf­re­gen­den Ein­druck. Die Neue­run­gen gefal­len mir gut, ob ich 50 € dafür aus­ge­ben wür­de, weiß ich aber nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich Aper­tu­re für die Ver­wal­tung mei­ner Fotos nut­ze, kei­ne Vide­os schnei­de und Gara­ge Band bis­her auch nicht nut­ze. Da ich mir erst vor drei Wochen einen neu­en iMac gekauft habe, hat­te ich glück­li­cher­wei­se Anspruch auf das Upgrade für 7,95 €, was ich natür­lich ange­nom­men habe. Die 25 € im Edu­ca­ti­on Store hät­te ich viel­leicht auch noch gezahlt.

Mac OS X Lion. Natür­lich freue ich mich auf die neue Ver­si­on, wie ich mich über jede neue Ver­si­on eines Betriebs­sys­tems freue. Die Idee mit dem Mac App Store fin­de ich gut, wenn auch ich die Kon­di­tio­nen, die für den Mobi­le App Store gel­ten, nicht pas­send sind für den Desk­top-Markt, emp­fin­de ich wenigs­tens so. Aber sonst eine gute Idee, wel­che sich mitt­ler­wei­le auch in Ubun­tu (seit Ver­si­on 10.10) fin­det, hier war also die Kon­kur­renz tat­säch­lich etwas schnel­ler ;-). Die Zen­trie­rung auf den neu­en Full­screen-Mode fin­de ich zwar ver­ständ­lich, aber auch nicht son­der­lich span­nend. Einen rand­lo­sen Full­screen-Mode kön­nen schon jetzt vie­le Anwen­dun­gen, bei ande­ren wie­der­um ist der Modus auch kom­plet­ter Quatsch. Ich wüss­te bspw. nicht, wie­so ich Safa­ri auf mei­nem 27″-Bildschirm im Voll­bild-Modus betrei­ben soll­te. Aber dar­um geht es Apple ja auch gar nicht, wenn ich mir die Prä­sen­ta­ti­on mal so anschaue. Wie sich die neue Schalt­zen­tra­le nach­her in der Pra­xis bewäh­ren wird, muss sich erst noch zei­gen. Die Idee ist nicht blöd, glei­ches gilt für die Ges­ten für den Wech­sel zwi­schen den Full­screen-Anwen­dun­gen. Wie ich Apple ken­ne, wird es tadel­los funk­tio­nie­ren, vor­her bil­de ich mir kei­ne Mei­nung dazu.

Das neue Mac­Book Air. Kein Kra­cher, aber eine kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung. Die Anti-Apple-Men­schen unken natür­lich gleich, dass es sich ein­fach nur um ein teu­res Net­book han­delt. Wenn die­se Men­schen sich aber mal die Mühe machen und sich die Aus­stat­tungs­merk­ma­le anschau­en wür­den, wür­den sie wohl fest­stel­len müs­sen, dass sie hier kom­plett falsch lie­gen. Net­books haben (man schaue sich nur den aktu­el­len Markt an) per Defi­ni­ti­on ein Dis­play mit 7 bis 10″ Dia­go­na­le, eine Auf­lö­sung von max. 1.024x600 (?) Pixeln, 1 GB RAM und eine stink­nor­ma­le Fest­plat­te. Das Mac­Book Air hat wahl­wei­se ein Dis­play mit 11,6″ oder 13,3″ Dia­go­na­le, 2 bis 4 GB RAM und eine SSD. Es gehört also ganz klar in die Klas­se der Sub­note­books, wel­che nach wie vor mit den Net­books rein gar nichts zu tun hat. Davon abge­se­hen fin­de ich das Gerät ziem­lich attrak­tiv. Das Gewicht von min­des­tens 1 kg ist sehr attrak­tiv, die Dis­play­grö­ße ist mit 11,6″ genau das, was ich haben woll­te und dank SSD ist das Gerät wirk­lich laut­los und sto­ßun­emp­find­lich. Ins­ge­samt ein gelun­ge­ner Wurf für Apple aus mei­ner Sicht. Der Ein­stiegs­preis von rund 1.000 € ist ange­mes­sen (Sub­note­books waren noch nie wirk­lich bil­lig). Ja, ich weiß, es gab eini­ge weni­ge Net­book­her­stel­ler, die der Mei­nung waren, mit eini­gen Aus­stat­tungs­merk­ma­len in den Bereich der Sub­note­books vor­drin­gen zu müs­sen, was aus ihnen aber kei­ne Sub­note­books macht. Genau so wenig aber macht dies aus dem Mac­Book Air auf ein­mal ein Net­book. Oder hät­te jemand das Power­Book G4 12″ als Net­book bezeich­net? Es gibt von kei­nem ande­ren Her­stel­ler exakt ver­gleich­ba­re Gerä­te (wenigs­tens habe ich kei­ne fin­den kön­nen), aber auch Acer wil­dert im Sub­note­book-Bereich, ver­baut aber in die­sen Gerä­ten dann kei­ne Schnarch-CPUs wie den Atom mehr son­dern nimmt gleich Core-i-CPUs, ver­langt dafür dann aber auch 800 € auf­wärts. Die SSD fehlt wei­ter­hin. Mal wie­der also Äpfel und Bir­nen.

Ins­ge­samt hat Apple eine schö­ne Vor­stel­lung abge­lie­fert, Revo­lu­tio­nen blie­ben aber aus. Evo­lu­ti­on ist aber auch was tol­les.

 

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Begeisterung pur: mein neuer iMac

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Letz­te Woche Don­ners­tag war es so weit, ein neu­er iMac kam ins Haus. Sein Vor­gän­ger war nun fast drei Jah­re im Ein­satz und genüg­te trotz erst kürz­lich erfolg­tem Aus­tausch der Fest­plat­te mei­nen Ansprü­chen ein­fach nicht mehr. Ins­be­son­de­re die Ver­ar­bei­tung mei­ner zahl­rei­chen Fotos im RAW-For­mat über­for­der­ten die Maschi­ne lei­der doch, obwohl immer­hin ein Core2Duo 2,4 GHz, 4 GB RAM und eine aktu­el­le Plat­te mit 1 TB im Gerät steck­ten.

Da ich gene­rell kein Freund davon bin, immer das größ­te und neu­es­te haben zu müs­sen, habe ich mich für die Stan­dard­aus­stat­tung des klei­nen 27″-Modells ent­schie­den: Intel Core i3 3,2 GHz, ATI Rade­on HD 5670. Die Auf­rüs­tung auf 8 GB RAM habe ich dann noch hän­disch vor­ge­nom­men.

Und gleich vor­weg: das Dis­play ist der Wahn­sinn. Die Auf­lö­sung von 2.560x1.440 Pixel ist echt der Kra­cher. Wenn ich zwi­schen­durch mal ein Fens­ter von die­sem Bild­schirm auf mein 23″ Cine­ma HD zie­he, wirkt es auf ein­mal gigan­tisch und niedrig­auf­ge­löst. Das 23″-Panel hat aber eine Auf­lö­sung von 1.920x1.080, also immer­hin Full HD.

Das, was mir am meis­ten am Her­zen lag, die Arbeit mit Aper­tu­re und mei­nen RAW-Daten, läuft nun ein­wand­frei, super­flüs­sig und schnell. Mein alter iMac ist gera­de beim Import und dem abschlies­sen­den Bear­bei­ten der Daten ganz schön in die Knie gegan­gen, ein ver­nünf­ti­ges Arbei­ten war kaum noch mög­lich. Jetzt nicht mehr, ich habe immer min­des­tens noch 1 GB RAM frei, die CPU-Aus­las­tung hält sich stark in Gren­zen. Und end­lich habe ich genug Platz, um mei­ne Ein­stel­lungs­pa­let­ten unter­zu­brin­gen. Aper­tu­re scheint gera­de­zu nach die­ser Auf­lö­sung zu schrei­en, Full HD reicht in mei­nen Augen ein­fach nicht.

Kurz­um: das Gerät ist der Ham­mer. Ich bin mitt­ler­wei­le recht froh, dass ich die Upgrades auf i7 und schnel­le­re Gra­fik nicht mit­ge­nom­men hab, ich brau­che die Leis­tung (noch) nicht. Und die nächs­te Ite­ra­ti­on des iMac wird sicher­lich wie­der die eine oder ande­re tol­le Über­ra­schung mit­brin­gen. Auch an die ver­kürz­te Blue­tooth-Tas­ta­tur habe ich mich so lang­sam gewöhnt, obwohl ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich mir nicht doch lie­ber wie­der eine mit Zah­len­block holen soll­te.

Abso­lu­te Kauf­emp­feh­lung für die­se Maschi­ne, es macht ein­fach nur Spaß, mit der Kis­te zu arbei­ten.

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Jetzt weiß ich wieder, wieso ich keine PCs mehr kaufe

Ich habe in der letz­ten Woche zwei Note­books im Fami­li­en­kreis bespa­ßen dür­fen. Das eine Gerät ist ein Toshi­ba Qos­mio X500-121 Gamer, ein Mons­ter von einem Note­book mit 18,9″-Display und zwei Fest­plat­ten für rund 1.600 €. Das zwei­te Gerät ist ein Leno­vo G560 für schlap­pe 500 €. Ein Büro-Note­book mit 15″-Display, 4 GB RAM und einem Core i5, also auch ver­hält­nis­mä­ßig viel Power.

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Im direk­ten Ver­gleich mit mei­nem bevor­zug­ten Her­stel­ler Apple bekommt man hier sowohl von Leno­vo als auch Toshi­ba ziem­lich viel Power, Dis­play­dia­go­na­le und Plat­ten­platz gebo­ten, gar kei­ne Fra­ge. Im direk­ten Bare-Metal-Ver­gleich wür­de Apple mit der Pro­dukt­pa­let­te ganz klar ver­lie­ren. Aber jetzt kom­men wir dazu, wie ich auf die Über­schrift die­ses Arti­kels gekom­men bin.

Das Toshi­ba war auf­grund der mise­ra­blen Vor­in­stal­la­ti­on von Toshi­ba qua­si nicht nutz­bar. Win­dows 7 brauch­te etwas über zwei Minu­ten zum Hoch­fah­ren. Zwei Minu­ten. In die­sem Mons­trum von einem Note­book ste­cken 8 GB DDR3-Spei­cher und ein Core i7 720QM von Intel. Das Ding hat vier Ker­ne und Hyper­threa­ding, macht also theo­re­tisch acht Pro­zes­se par­al­lel. Das Öff­nen der Sys­tem­steue­rung dau­er­te etwas über 30 Sekun­den, bis das Sys­tem nach der Anmel­dung end­lich auf­ge­hört hat, auf der Fest­plat­te rum­zu­rö­deln ver­gin­gen nach der Anmel­dung rund fünf Minu­ten. Muss ich noch mehr erzäh­len? Das Betriebs­sys­tem muss­te also drin­gend neu instal­liert wer­den. Und wie das nun mal so ist, lie­fert Toshi­ba bei einem Gerät für 1.600 € kei­ne phy­si­ka­li­schen Daten­trä­ger mit, nein, man muss sich sei­ne Reco­very-Daten­trä­ger selbst erstel­len. Und das sind dann natür­lich kei­ne regu­lä­ren Instal­la­ti­ons-Daten­trä­ger, mit denen man ein nack­tes Win­dows instal­lie­ren kann. Nein, das sind rei­ne Reco­very-Geschich­ten, ich hät­te damit also nur die ver­hunz­te Vor­in­stal­la­ti­on wie­der­ho­len kön­nen. Also muss­te ich mir noch eine DVD mit Win­dows 7 Home Pre­mi­um 64 Bit orga­ni­sie­ren. Nach der recht auf­wän­di­gen (vie­le Trei­ber, ein­zeln unter teil­wei­se merk­wür­di­gen Namen auf der Home­page von Toshi­ba her­un­ter­lad­bar) Instal­la­ti­on schnurrt das Baby wie ein Kätz­chen. Bis auf eine Sache, die Blue­tooth-Maus will noch nicht. Mor­gen werd ich ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wor­an das lie­gen mag.

Das Leno­vo kam wohl­weis­lich gleich ohne Betriebs­sys­tem, es soll­te ohne­hin ein Ubun­tu auf die Maschi­ne. Der neue Besit­zer ist Com­pu­ter­neu­ling, hat vor­her noch nie was mit der Mate­rie am Hut gehabt und ist ent­spre­chend unvor­be­las­tet, wird also mit Ubun­tu her­vor­ra­gend zurecht kom­men. Ubun­tu läuft auch ein­wand­frei auf der Maschi­ne, wenn man vom ziem­lich wacke­lig erschei­nen­den Sup­port des Ener­gie­ma­nage­ments mal absieht, das Sus­pend to RAM dau­ert mir etwas zu lan­ge mit ca. 30 Sekun­den. Aber gut, es funk­tio­niert prin­zi­pi­ell. Eigent­lich bin ich von dem Gerät wirk­lich ange­tan, den schlech­ten Ein­blick­win­kel des Dis­plays blen­de ich jetzt mal aus. Aber wie­so klap­pern die Tas­ten des Touch­pads? Das Gerät ist nagel­neu und die Tas­ten schep­pern regel­recht. Ich habe den Händ­ler nun kon­tak­tiert und ihn gefragt, ob das so gedacht ist oder nicht. Ich hof­fe ja nicht, sonst geht das ansons­ten recht schö­ne Gerät zurück. Denn selbst von einem Gerät in der 500-€-Klasse kann man hof­fent­lich eine ein­wand­freie Ver­ar­bei­tung erwar­ten.

Das waren die bei­den Fäl­le, die mich schon wie­der deut­lich dar­an erin­nert haben, wie­so ich sonst bei Apple kau­fe. Ich habe ein­fach kei­ne Lust, ein nagel­neu­es Sys­tem erst mal von Grund auf neu auf­set­zen zu müs­sen, Reco­very-Daten­trä­ger zu bren­nen und mir Fremd-DVDs lei­hen zu müs­sen, um über­haupt ein Betriebs­sys­tem auf mei­ne Kis­te zu bekom­men. Mit klap­pern­den Tas­ten ärge­re ich mich noch weni­ger gern rum. Und dafür zah­le ich auch gern ein paar Euro mehr, wenn es denn nötig ist.

Mei­nen neu­en iMac, den ich letz­te Woche käuf­lich erwarb, konn­te ich sofort nut­zen, ohne ihn neu instal­lie­ren zu müs­sen. Ich habe das Gerät ange­schlos­sen, ein­ge­schal­tet, mein Benut­zer­kon­to ange­legt und ange­fan­gen, mei­ne Daten zu migrie­ren. Kei­ne Neu­in­stal­la­ti­on, kein Bren­nen komi­scher Daten­trä­ger. Des­we­gen Apple, des­we­gen nichts ande­res mehr.

 

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iOS 4 und das iPhone 3G

Ich besit­ze mein treu­es iPho­ne 3G seit nun­mehr fast genau zwei Jah­ren. Aus­ge­lie­fert bekam ich die­ses Gerät mit iPho­ne OS 2.1, wenn ich mich nicht ganz täu­sche. Angeb­lich “unlo­cked” soll­te das Gerät sein, das ich nicht auf dem regu­lä­ren Wege erstan­den habe, son­dern über einen eBay-Händ­ler, da ich mei­nen Ver­trag bei o2 erst drei Mona­te vor­her um zwei Jah­re ver­län­gert hat­te. Außer­dem, und das sage ich nach wie vor, fand ich die Preis­struk­tur von T‑Mobile eine Frech­heit. Lei­der, wenn man mal wirk­lich rech­net, kommt man in Deutsch­land nir­gend­wo in Ver­bin­dung mit dem iPho­ne deut­lich bil­li­ger weg. Aber das soll nicht The­ma die­ses Arti­kels sein.

Ent­ge­gen der Aus­sa­ge des eBay-Händ­lers han­del­te es sich aber nicht um ein ent­sperr­tes Gerät. Viel­mehr lag ein SIM-Kar­ten-Adap­ter bei, der die Base­band-Sper­re des iPho­nes aus­he­ben soll­te. Die Kon­se­quenz dar­aus war, dass ich mei­ne SIM-Kar­te zurecht­schnei­den muss­te und, was noch schwer­wie­gen­der war, mit jedem Update des iPho­ne OS muss­te ich einen neu­en Adap­ter kau­fen. Anfangs konn­te das 3G näm­lich, im Gegen­satz zum First-Genera­ti­on-iPho­ne, nicht geknackt wer­den. Nach eini­gen Mona­ten, ich weiß nicht mehr genau wann, behob das Dev-Team die­ses Pro­blem. End­lich konn­te ich das iPho­ne im vol­len Umfang ver­wen­den. Die­se tol­len Adap­ter­kar­ten hat­ten näm­lich den Nach­teil, dass, von dem erfor­der­li­chen Neu­kauf zu jedem OS-Update mal abge­se­hen, eini­ges nicht funk­tio­nier­te. Bei dem einen durf­te man den Flug­mo­dus nicht anschal­ten, beim nächs­ten wur­den kei­ne Anru­fe durch­ge­stellt, wenn 3G akti­viert war, etc. Wirk­lich, kein Spaß.

Apple ist recht gewitzt, was den Schutz der iDe­vices angeht. So war die letz­ten ca. 1,5 Jah­re das sog. Base­band immer ein schwie­ri­ger Punkt. Bei jedem Betriebs­sys­temup­grade mei­nes iPho­nes muss­te ich beim Jail­b­rea­ken dar­auf ach­ten, dass ich das Base­band nicht über­schrei­be, da das Dev-Team für des­sen Sper­re kei­ne Mög­lich­keit zum Unlock gefun­den hat. Von den ca. sechs (?) her­aus­ge­brach­ten Base­band-Ver­sio­nen konn­te das Dev-Team gera­de mal zwei (?) kna­cken. Wenn ich mich mit den Zah­len gera­de ver­tue, sei es mir ver­zie­hen. Dank der tol­len Tools des Dev-Teams war das kei­ne gro­ße Hür­de, aber es nerv­te schon. Immer muss­te ich dar­auf war­ten, dass das Dev-Team mir eine Mög­lich­keit bie­tet, die neue OS-Ver­si­on auf mei­nem Gerät zu instal­lie­ren, wäh­rend alle ande­ren iPho­ne-Besit­zer, die ihr Gerät ent­we­der über T‑Mobile oder aus einem Land mit bes­se­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen bezo­gen habe, bereits die neue Ver­si­on ver­wen­den konn­ten.

Wor­auf ich hin­aus will? Nie wie­der! Nie wie­der jail­b­rea­ken, nie wie­der unlo­cken, nie wie­der iPho­nes aus komi­schen Quel­len kau­fen. Ehr­lich, ich brau­che den Jail­b­reak nicht, habe ihn nie gebraucht. Ich muss­te ihn benut­zen. Wäre die Not­wen­dig­keit nicht da gewe­sen, hät­te ich den Jail­b­reak nach ein­ma­li­gem Ver­such nie wie­der ver­wen­det. Das Jail­b­rea­ken selbst emp­fin­de ich als nicht-ange­neh­men Pro­zess, was der ers­te Grund gewe­sen wäre. Und die Apps, die ich dank des Jail­b­reaks tes­ten konn­te, waren alle­samt ent­we­der häss­lich, lang­sam, insta­bil oder über­teu­ert. Vie­le sogar eini­ges davon auf ein­mal. Die Begeis­te­rung, die vie­le mei­ner Twit­ter-Fol­lower für Jail­b­reak-Apps übrig haben, kann ich also lei­der abso­lut gar nicht tei­len. Dabei wäre es so schön gewe­sen, einen infor­ma­ti­ve­ren Lock­screen zu haben als den, den Apple uns gönnt. Vier Appli­ka­tio­nen durch­pro­biert, alle waren Mist. Lang­sam waren sie schon mal alle, insta­bil waren drei der vier und die sta­bi­le App war a) zu teu­er (20 US-$ oder so was) und b) häss­lich. Fragt mich bit­te nicht nach Namen, ich habe mir sei­ner­zeit Emp­feh­lun­gen geben las­sen. Und dann sind da noch ner­vi­ge Klei­nig­kei­ten wie feh­len­des Push, dank eines feh­len­den Zer­ti­fi­kats, und die stän­di­ge Mel­dung, wenn man einen Anruf tätigt, “Anruf­wei­ter­lei­tung aktiv”. Für bei­des gibt es Fixes, aber muss das sein? Der Push Doc­tor und der For­wardMsgFix haben mir gute Diens­te geleis­tet, letz­te­ren gibt es aber ärger­li­cher­wei­se noch nicht für iOS 4.

Aber zurück zum eigent­li­chen The­ma. Vor zwei Tagen beglück­te Apple uns mit iOS 4, dem Nach­fol­ger des iPho­ne OS 3.1.3. Gera­de mal einen Tag spä­ter ver­öf­fent­lich­te das Dev-Team ein Tool namens redsn0w, mit dem man iPho­ne 3G und den iPod touch 2G jail­b­rea­ken konn­te. Ein Unlock für das iPho­ne 3G war prak­ti­scher­wei­se auch gleich mit dabei. Die Bedie­nung des Tools ist super­sim­pel und selbst die von Apple auf dem iPho­ne 3G regu­lär aus­ge­schal­te­ten Fea­tures Mul­ti­tas­king und Home­s­creen-Wall­pa­per kann man dank des Jail­b­reaks akti­vie­ren.

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Das muss­te ich natür­lich gleich aus­pro­bie­ren. Nach einer Stun­de habe ich den Jail­b­reak dann wie­der­holt, weil die Bedie­nung mei­nes iPho­nes uner­träg­lich lang­sam gewor­den ist. Glück­li­cher­wei­se ist der Jail­b­reak (und der Unlock) mit redsn0w so sim­pel, dass das kein Pro­blem dar­ge­stellt hat. Ich habe mitt­ler­wei­le alle Kom­bi­na­tio­nen durch. Der ers­te Ver­such war sowohl mit Mul­ti­tas­king als auch Wall­pa­per, der zwei­te nur mit Wall­pa­per, der drit­te nur mit Mul­ti­tas­king. Nur Mul­ti­tas­king ist halb­wegs erträg­lich, Wall­pa­per soll­te man sich gleich an die Backe schmie­ren und bei­des in Kom­bi­na­ti­on… nun, reden wir nicht drü­ber. Apple hat die­se Funk­tio­nen aus gutem Grun­de deak­ti­viert. Bis auf GPS und 3G-Daten­funk ent­spricht das iPho­ne 3G der Hard­ware des aller­ers­ten iPho­nes. Und die­ses ist mitt­ler­wei­le drei Jah­re alt. So sehr mich die maue Per­for­mance auch ärgert, ver­ständ­lich ist es doch. Und wie gesagt, ich ver­ste­he jetzt, wie­so Apple die Funk­tio­nen auf dem 3G aus­ge­schal­tet hat. Jetzt kom­men sicher­lich wie­der eini­ge Schlau­ber­ger daher, die sich beschwe­ren, dass Apple einem doch die Ent­schei­dungs­frei­heit hät­te las­sen kön­nen. Ich sehe bei die­ser Ent­schei­dungs­frei­heit aber das Pro­blem, dass gera­de tech­nisch unver­sier­te­re Benut­zer die maue Per­for­mance direkt Apple in die Schu­he schie­ben wür­den. Com­pu­ter BILD und ähn­li­che Schund­blät­ter wür­den dann über Apple her­zie­hen und sich dar­über beschwe­ren, dass das nagel­neue Betriebs­sys­tem auf drei Jah­re alter Hard­ware nicht per­fekt läuft. Dass es bei ande­ren Smart­pho­nes kei­nen Deut anders ist, weiß eben nicht jeder. Und ins­be­son­de­re nicht die Leser sol­cher Des­in­for­ma­ti­ons­me­di­en wie derer aus dem Axel-Sprin­ger-Ver­lag.

Nach­dem ich mein iPho­ne nun also vier mal gejail­b­re­akt habe, läuft iOS 4 ohne Mul­ti­tas­king und Home­s­creen-Wall­pa­per. An neu­en Fea­tures blei­ben mir also haupt­säch­lich die Home­s­creen-Fol­der, iBooks (was noch immer nicht funk­tio­niert, mut­maß­lich wegen des Jail­b­reaks) und eini­ge Klei­nig­kei­ten, die ich noch gar nicht wei­ter bemerkt habe. Was, wie­so auch immer, nicht mehr funk­tio­niert, direkt nach dem Jail­b­reak ging es noch, ist die Ein­stel­lung für die auto­ma­ti­sche Sper­re des Dis­plays (sperrt jetzt immer nach einer Minu­te, unver­än­der­bar) und die Zeit­span­ne, die ver­ge­hen soll, bis das iPho­ne den Code für die Bild­schirm­frei­ga­be anfor­dern soll. Die­se hat­te ich auf fünf Minu­ten ste­hen, jetzt steht sie unver­än­der­bar auf Sofort, was sehr ner­vig ist. Geschwin­dig­keits­tech­nisch nimmt sich, mit deak­ti­vier­tem Mul­ti­tas­king und Home­s­creen-Wall­pa­per, iOS 4 gegen­über dem vor­her instal­lier­ten iPho­ne OS 3.1.2 nicht viel. Etwas trä­ger ist es schon gewor­den, aber nicht dra­ma­tisch. Wenn ich aber im gro­ßen wei­ten Inter­net Stim­men lese, die tat­säch­lich behaup­ten, dass Mul­ti­tas­king und Home­s­creen-Wall­pa­per auf ihrem 3G per­fekt lau­fen wür­de, stel­le ich sie als Schar­la­ta­ne hin. Auf einem frisch instal­lier­ten iPho­ne 3G war bei mir auch alles super, auch wenn die Ani­ma­ti­on auf dem Home­s­creen schon etwas ruckel­te. Nach­dem ich aber mei­ne gan­zen Daten zurück­ge­spielt habe, konn­te ich mit dem Gerät wirk­lich nicht mehr arbei­ten. Jetzt, da ich das Fea­ture­set auf das von Apple vor­ge­se­he­ne redu­ziert habe, kann ich mit dem iPho­ne wie­der arbei­ten. Im End­ef­fekt habe ich ges­tern unge­fähr eine Arbeitsta­glän­ge damit ver­bracht, das Gerät auf iOS 4 upzu­gra­den.

Des­we­gen auch mein Fazit: nie wie­der Jail­b­reaks. Ent­we­der, ich hole mir das iPho­ne 4 ganz regu­lär über T‑Mobile, oder ich hof­fe, dass o2, mein der­zei­ti­ger Anbie­ter, mir so ein Ding besor­gen kann oder ich kau­fe es in Frank­reich oder Bel­gi­en, wo die Din­ger ohne­hin ohne Lock ver­kauft wer­den müs­sen, bes­se­rer gesetz­li­cher Rege­lun­gen sei Dank.

[UPDATE]

Dank der soeben ver­öf­fent­lich­ten Ver­si­on von redsn0w funk­tio­nie­ren nun auch die iBooks. Das Sperr-Pro­blem besteht nach wie vor.

[UPDATE 2]

Das Sperr-Pro­blem wur­de tat­säch­lich von mei­nen Exchan­ge-Kon­ten ver­ur­sacht, also nicht vom Jail­b­reak. Ent­schul­digt bit­te die Ver­wir­rung. Nun läuft mein iPho­ne 3G, von der Geschwin­dig­keit mal abge­se­hen, tadel­los. Ich habe mitt­ler­wei­le ein wenig auf­ge­räumt und Apps gelöscht, was ein wenig Speed gebracht hat. Schnell ist es nach wie vor aber nicht. Wird wohl doch Zeit für das iPho­ne 4…