Onlinefestplatte und Filesharing

Zufäl­lig bin ich durch eine kur­ze Erwäh­nung im, ich glau­be wenigs­tens, Linux Maga­zin dar­auf gestos­sen: Drop­box, ein wei­te­rer Online­fest­plat­ten­dienst. Also eigent­lich nix beson­de­res.

Toll fin­de ich aber an Drop­box die gesam­te Imple­men­tie­rung. Das Cli­ent­tool exis­tiert sowohl für Mac OS X, als auch für Linux und Win­dows. Für Ubun­tu gibt es sogar ein Repo­sito­ry, man muss das Paket also nicht mal per Hand instal­lie­ren oder updaten. Aber auch die Mac-OS-X- und Win­dows-Ver­si­on ist in Win­des­ei­le instal­liert und updated sich auto­ma­tisch.

Bei der Erst­in­stal­la­ti­on wird gleich ein Benut­zer­kon­to bei Drop­box erstellt und das Sys­tem, auf dem man instal­liert wird mit dem eige­nen Account ver­knüpft. Der hier­bei ange­leg­te kos­ten­freie Account bie­tet 2 GB Spei­cher­platz und unli­mi­tier­ten Daten­trans­fer. Für 9,99 $ im Monat oder 99 $ im Jahr kann der Spei­cher­platz auf 50 GB auf­ge­rüs­tet wer­den.

Die Soft­ware erzeugt bei der Instal­la­ti­on einen Ord­ner “My Drop­box” im Home-Ver­zeich­nis des aktu­el­len Benut­zers. Die­ser Ort kann aber auch ver­än­dert wer­den, sowohl bei als auch nach der Instal­la­ti­on, letz­te­res soll aber laut Bug­tra­cker im aktu­el­len Beta-Sta­di­um noch Pro­ble­me machen. Daten, die man in die­sen Ord­ner legt, wer­den stän­dig syn­chron gehal­ten und laut Anbie­ter “intel­li­gent” syn­chro­ni­siert, es wird also nur der binä­re Diff tat­säch­lich kopiert, um Band­brei­te zu spa­ren. Vor der Über­mitt­lung der Daten an den Ser­ver wer­den die­se mit­tels AES ver­schlüs­selt.

Was aber, wenn man gera­de kei­nen Rech­ner parat hat, auf dem man den Cli­ent instal­lie­ren kann? Kein Pro­blem, sämt­li­che Daten las­sen sich über das Web­in­ter­face des Ser­vices ein­se­hen, her­un­ter­la­den, löschen, etc. Soll­te man, egal ob via Cli­ent oder Web­ba­ckend, Daten ver­se­hent­lich gelöscht oder modi­fi­ziert haben, kann man auf die Ver­sio­nie­rung des Diens­tes zurück­grei­fen, die gelösch­ten Daten sind nicht unwi­der­ruf­lich ver­lo­ren, sie las­sen sich dank die­ses Fea­tures wie­der her­stel­len.

Der­zeit befin­det sich der Ser­vice, wie bereits erwähnt, noch im Beta­sta­di­um. Umfang­rei­che Daten­samm­lun­gen wür­de ich also nicht unbe­dingt ohne Red­un­danz hier able­gen wol­len. Bis­her habe ich kei­ne Daten­ver­lus­te zu bekla­gen, ich nut­ze den Ser­vice aber auch nicht sehr inten­siv. Ins­ge­samt macht der Dienst aber einen schon sehr aus­ge­reif­ten Ein­druck. Neben den bereits erwähn­ten Tari­fen (2 GB für lau, 50 GB für 9,99 $ monat­lich oder 99 $ p.a.) sol­len in der nächs­ten Zeit wei­te­re Tari­fe ent­ste­hen, die auch die Ansprü­che ande­rer Benut­zer­grup­pen erfül­len.

Bleibt noch zu erwäh­nen, dass man mit­tels des Public-Ver­zeich­nis­ses der Drop­box Daten auch Fremd­be­nut­zern zur Ver­fü­gung stel­len kann.

Dau­men hoch für die­sen tol­len Ser­vice und viel Erfolg wei­ter­hin dem gesam­ten Team von Drop­box. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det ihr auf der Home­page des Pro­jekts. Ich habe test­hal­ber ins­ge­samt sechs ver­schie­de­ne Sys­te­me mit mei­nem Account ver­knüpft und konn­te bei ers­ten Tests kei­ner­lei Pro­ble­me fest­stel­len.

[UPDATE]

Mitt­ler­wei­le nut­ze ich die Sharing-Funk­ti­on tat­säch­lich pro­duk­tiv, eine wirk­li­che Erleich­te­rung zum Aus­tausch von Doku­men­ten, Quell­codes, etc. Ein­fach toll. Den Emp­feh­lungs­le­vel set­ze ich somit noch um einen nach oben ;-)

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