MySQL 5.0.xx unter Mac OS X Leopard installieren

Ich habe eini­ge Tage damit ver­bracht, MyS­QL auf mei­nem iMac mit Mac OS X Leo­pard 10.5.2 zu instal­lie­ren. Ver­wen­den woll­te ich die offi­zi­el­le Bina­ry-Ver­si­on von dev.mysql.com, die der­zeit aber lei­der nur in einer Tiger-kom­pa­ti­blen Ver­si­on vor­liegt. Da es aber auch eine Ver­si­on für x86-Pro­zes­so­ren gibt, soll­te einer erfolg­reich Inbe­trieb­nah­me nicht viel im Wege ste­hen.

Lei­der sah es in der Pra­xis so aus, dass ich mich nicht an der Daten­bank nach einem erfolg­rei­chen Start des MyS­QL-Ser­vers (via mys­qld) anmel­den konn­te. Weder mit gesetz­tem noch mit lee­rem (was eigent­lich stan­dard­mä­ßig nach einer fri­schen Instal­la­ti­on von MyS­QL der Fall ist) Pass­wort liess der Ser­ver kei­nen Log­in zu.

Regu­lär wird das initia­le Root-Pass­wort wie folgt fest­ge­legt:

mys­ql­ad­min ‑u root pass­word neue­spass­wort­da­sich­miraus­den­ke

Quit­tiert wur­de mir die­ser Ver­such mit fol­gen­der Feh­ler­mel­dung:

/usr/local/mysql/bin/mysqladmin: con­nect to ser­ver at ‘local­host’ fai­led
error: ‘Access denied for user ‘root’@‘localhost’ (using pass­word: NO)’

Grund dafür war der so genann­te host­na­me, über den jedes UNIX-Sys­tem ver­fügt. Die­ser stand bei mir stan­dard­mä­ßig auf “local­host”, obwohl ich ihn in den Sharing-Ein­stel­lun­gen ver­än­dert hat­te. War­um das so ist, habe ich bis dato nicht raus­fin­den kön­nen. Den Host­na­men kann man an der bash (Fin­der -> Pro­gram­me -> Dienst­pro­gram­me -> Ter­mi­nal) mit Ein­ga­be des Befehls “host­na­me” abru­fen. Ändern lässt er sich auch über die­sen. Dazu muss man aber Super­user, also root, sein. Die Ein­ga­be der fol­gen­den Befehls­se­quenz gibt den Host­na­men aus, führt einen Benut­zer­wech­sel zu root durch und setzt den Host­na­men neu:

host­na­me
su ‑s
host­na­me mein­neu­er­toll­er­host­na­me

Erst nach dem kor­rek­ten Set­zen des Host­na­mens soll­te die MyS­QL-Instal­la­ti­on durch­ge­führt wer­den. Soll­te es dafür bereits zu spät sein, muss das Ver­zeich­nis /usr/local/mysql voll­stän­dig gelöscht wer­den. Danach kann man MyS­QL neu instal­lie­ren. Das Instal­la­ti­ons­skript führt direkt nach der Instal­la­ti­on ein klei­nes Skript aus, das die initia­le Daten­bank instal­liert. Soll­te der Host­na­me beim Beginn die­ses Pro­zes­ses noch auf local­host ste­hen, wird bei der Initi­al­in­stal­la­ti­on ein dop­pel­ter Ein­trag für den Host “local­host” ange­legt, was danach zu dem beschrie­be­nen Feh­ler führt.

Wer jetzt noch das Pre­fe­rence Panel in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen zum Lau­fen bekom­men möch­te, soll­te das Ver­zeich­nis data (/usr/local/mysql/data/) mit nach­fol­gen­dem Befehl behan­deln:

sudo ‑s
chmod ‑R 777 data/

Die­se Befeh­le sind im Ter­mi­nal im Ver­zeich­nis /usr/local/mysql/ ein­zu­ge­ben. Nach die­ser “Behand­lung” soll­te das Pre­fe­rence Panel eben­falls funk­tio­nie­ren, man kann nun also den MyS­QL-Ser­ver über den neu­en Punkt in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen star­ten und been­den. Alter­na­tiv gibt es im Ver­zeich­nis /us­r/­lo­cal/­mys­ql/­sup­port-files das Script mysql.server, das die Para­me­ter stop und start ent­ge­gen­nimmt. Dar­über lässt sich der Ser­ver auch über die bash been­den und star­ten.

Soll­ten eini­ge Aus­füh­run­gen zu knapp sein und einer aus­führ­li­che­ren Beschrei­bung bedür­fen, lasst es mich bit­te über die Kom­men­tar­funk­ti­on wis­sen. Ich erwei­te­re die­se Anlei­tung dann ent­spre­chend.

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