Logitech Rechargeable Touchpad T650

Ich habe mir von mei­nem Arbeit­ge­ber ein Touch­pad, das Logi­tech Rech­ar­ge­ab­le Touch­pad T650, für mei­nen Arbeits­platz kau­fen las­sen, da ich zuhau­se an mei­nem iMac schon seit Jah­ren nur noch mit dem Touch­pad arbei­te. Win­dows 8 soll ja auf die Bedie­nung mit Touch-Devices opti­miert sein, also woll­te ich so ein Ding haben. Auf mei­nem Arbeits­platz-Rech­ner, einem leno­vo Think­Pad T530 läuft näm­lich Win­dows 8.1. Ich hoff­te, durch die ver­meint­lich vor­han­de­ne Ges­ten­steue­rung die Arbeit mit Win­dows etwas kom­for­ta­bler gestal­ten zu kön­nen.

Die Rea­li­tät ent­spricht ja sel­ten den Wün­schen und Träu­men, so soll­te es auch die­ses Mal sein. Instal­la­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on des Touch­pads waren recht sim­pel und intui­tiv, die Logi­tech-Soft­ware befand sich nach weni­gen Minu­ten auf der SSD mei­nes Note­books. Das Gerät selbst macht einen sehr hoch­wer­ti­gen Ein­druck, von der Fer­ti­gungs­qua­li­tät her ist es durch­aus mit dem Pen­dant von Apple ver­gleich­bar.

Hier ende­te der posi­ti­ve Erstein­druck aber auch schon. Gut funk­tio­nie­ren die Ges­ten für das Vor­wärts und Rück­wärts im Brow­ser (swi­pen mit drei Fin­gern) und das Scrol­len (hoch/runter bzw. links/rechts mit zwei Fin­gern). Manch­mal habe ich aber das Gefühl, dass das Touch­pad nicht so ganz ver­steht, was ich will. Sol­che Aus­set­zer ken­ne ich von Apple-Touch­pads nicht.

Der flie­ßen­de Bild­lauf, also qua­si das Nach­scrol­len, wie man es von iOS- und ande­ren Mobil­ge­rä­ten kennt, funk­tio­niert zwar, agiert aber nicht intel­li­gent. Schließt man näm­lich im Brow­ser (bei mir Chro­me) einen Tab, wäh­rend das Nach­scrol­len noch im Gan­ge ist, über­trägt er die­sen Rest­mo­ment auf den nächs­ten Tab. Da ich Tabs mit­tels Strg-W schlie­ße, habe ich dadurch natür­lich noch die Strg-Tas­te gedrückt, was in Ver­bin­dung mit der Scroll­be­we­gung im nächs­ten Tab eine Ver­grö­ße­rung bzw. Ver­klei­ne­rung des Inhalts bewirkt. Sehr läs­tig.

Logi­tech hat außer­dem Ges­ten vor­ge­se­hen, die erfor­dern, dass man mit dem Fin­ger vom abso­lu­ten Rand des Touch­pads aus streicht. Die­se funk­tio­nie­ren weder intui­tiv noch zuver­läs­sig, sind aus mei­ner Sicht also voll­stän­dig über­flüs­sig. Nach eini­gen Tagen des Ver­su­chens habe ich sie frus­triert deak­ti­viert, denn manch­mal habe ich sie ver­se­hent­lich akti­viert, ohne dies zu wol­len. Woll­te ich es, funk­tio­nier­te es aber so gut wie nie.

Der Akku hält im Regel­fall gera­de mal zwei Wochen und wird per USB-Kabel auf­ge­la­den, was das Pro­blem etwas ent­schärft. Ver­bun­den wird das Touch­pad im Übri­gen über die von Logi­tech mitt­ler­wei­le sicher­lich bekann­ten Uni­fied-Emp­fän­ger, die ange­nehm klein sind und somit fast gar nicht mehr aus dem USB-Anschluss her­aus­schau­en.

Das mir ver­blei­ben­de Fazit ist, dass die­ses Touch­pad lei­der nicht mehr als ein net­tes Spiel­zeug ist. Es erschwert die Arbeit zwar nicht unbe­dingt, ver­hält sich aber von Zeit zu Zeit so, dass man es am liebs­ten gegen die Wand pfef­fern wür­de. Dafür sieht es schi­cker aus als eine Maus ;-).

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