Jetzt weiß ich wieder, wieso ich keine PCs mehr kaufe

Ich habe in der letz­ten Woche zwei Note­books im Fami­li­en­kreis bespa­ßen dür­fen. Das eine Gerät ist ein Toshi­ba Qos­mio X500-121 Gamer, ein Mons­ter von einem Note­book mit 18,9″-Display und zwei Fest­plat­ten für rund 1.600 €. Das zwei­te Gerät ist ein Leno­vo G560 für schlap­pe 500 €. Ein Büro-Note­book mit 15″-Display, 4 GB RAM und einem Core i5, also auch ver­hält­nis­mä­ßig viel Power.

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Im direk­ten Ver­gleich mit mei­nem bevor­zug­ten Her­stel­ler Apple bekommt man hier sowohl von Leno­vo als auch Toshi­ba ziem­lich viel Power, Dis­play­dia­go­na­le und Plat­ten­platz gebo­ten, gar kei­ne Fra­ge. Im direk­ten Bare-Metal-Ver­gleich wür­de Apple mit der Pro­dukt­pa­let­te ganz klar ver­lie­ren. Aber jetzt kom­men wir dazu, wie ich auf die Über­schrift die­ses Arti­kels gekom­men bin.

Das Toshi­ba war auf­grund der mise­ra­blen Vor­in­stal­la­ti­on von Toshi­ba qua­si nicht nutz­bar. Win­dows 7 brauch­te etwas über zwei Minu­ten zum Hoch­fah­ren. Zwei Minu­ten. In die­sem Mons­trum von einem Note­book ste­cken 8 GB DDR3-Spei­cher und ein Core i7 720QM von Intel. Das Ding hat vier Ker­ne und Hyper­threa­ding, macht also theo­re­tisch acht Pro­zes­se par­al­lel. Das Öff­nen der Sys­tem­steue­rung dau­er­te etwas über 30 Sekun­den, bis das Sys­tem nach der Anmel­dung end­lich auf­ge­hört hat, auf der Fest­plat­te rum­zu­rö­deln ver­gin­gen nach der Anmel­dung rund fünf Minu­ten. Muss ich noch mehr erzäh­len? Das Betriebs­sys­tem muss­te also drin­gend neu instal­liert wer­den. Und wie das nun mal so ist, lie­fert Toshi­ba bei einem Gerät für 1.600 € kei­ne phy­si­ka­li­schen Daten­trä­ger mit, nein, man muss sich sei­ne Reco­very-Daten­trä­ger selbst erstel­len. Und das sind dann natür­lich kei­ne regu­lä­ren Instal­la­ti­ons-Daten­trä­ger, mit denen man ein nack­tes Win­dows instal­lie­ren kann. Nein, das sind rei­ne Reco­very-Geschich­ten, ich hät­te damit also nur die ver­hunz­te Vor­in­stal­la­ti­on wie­der­ho­len kön­nen. Also muss­te ich mir noch eine DVD mit Win­dows 7 Home Pre­mi­um 64 Bit orga­ni­sie­ren. Nach der recht auf­wän­di­gen (vie­le Trei­ber, ein­zeln unter teil­wei­se merk­wür­di­gen Namen auf der Home­page von Toshi­ba her­un­ter­lad­bar) Instal­la­ti­on schnurrt das Baby wie ein Kätz­chen. Bis auf eine Sache, die Blue­tooth-Maus will noch nicht. Mor­gen werd ich ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wor­an das lie­gen mag.

Das Leno­vo kam wohl­weis­lich gleich ohne Betriebs­sys­tem, es soll­te ohne­hin ein Ubun­tu auf die Maschi­ne. Der neue Besit­zer ist Com­pu­ter­neu­ling, hat vor­her noch nie was mit der Mate­rie am Hut gehabt und ist ent­spre­chend unvor­be­las­tet, wird also mit Ubun­tu her­vor­ra­gend zurecht kom­men. Ubun­tu läuft auch ein­wand­frei auf der Maschi­ne, wenn man vom ziem­lich wacke­lig erschei­nen­den Sup­port des Ener­gie­ma­nage­ments mal absieht, das Sus­pend to RAM dau­ert mir etwas zu lan­ge mit ca. 30 Sekun­den. Aber gut, es funk­tio­niert prin­zi­pi­ell. Eigent­lich bin ich von dem Gerät wirk­lich ange­tan, den schlech­ten Ein­blick­win­kel des Dis­plays blen­de ich jetzt mal aus. Aber wie­so klap­pern die Tas­ten des Touch­pads? Das Gerät ist nagel­neu und die Tas­ten schep­pern regel­recht. Ich habe den Händ­ler nun kon­tak­tiert und ihn gefragt, ob das so gedacht ist oder nicht. Ich hof­fe ja nicht, sonst geht das ansons­ten recht schö­ne Gerät zurück. Denn selbst von einem Gerät in der 500-€-Klasse kann man hof­fent­lich eine ein­wand­freie Ver­ar­bei­tung erwar­ten.

Das waren die bei­den Fäl­le, die mich schon wie­der deut­lich dar­an erin­nert haben, wie­so ich sonst bei Apple kau­fe. Ich habe ein­fach kei­ne Lust, ein nagel­neu­es Sys­tem erst mal von Grund auf neu auf­set­zen zu müs­sen, Reco­very-Daten­trä­ger zu bren­nen und mir Fremd-DVDs lei­hen zu müs­sen, um über­haupt ein Betriebs­sys­tem auf mei­ne Kis­te zu bekom­men. Mit klap­pern­den Tas­ten ärge­re ich mich noch weni­ger gern rum. Und dafür zah­le ich auch gern ein paar Euro mehr, wenn es denn nötig ist.

Mei­nen neu­en iMac, den ich letz­te Woche käuf­lich erwarb, konn­te ich sofort nut­zen, ohne ihn neu instal­lie­ren zu müs­sen. Ich habe das Gerät ange­schlos­sen, ein­ge­schal­tet, mein Benut­zer­kon­to ange­legt und ange­fan­gen, mei­ne Daten zu migrie­ren. Kei­ne Neu­in­stal­la­ti­on, kein Bren­nen komi­scher Daten­trä­ger. Des­we­gen Apple, des­we­gen nichts ande­res mehr.

 

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