F.E.A.R.


die ers­te gro­ße über­schrift auf die­ser sei­te… für ein nicht ganz so gro­ßes spiel. woll­te halt den ori­gi­nal­na­men des spiels nicht verändern.

obwohl ich ja eigent­lich bes­se­res zu tun habe, habe ich mir F.E.A.R anfang der aktu­el­len woche aus der video­thek aus­ge­lie­hen. ich spiel­te schon mit dem gedan­ken, mir die unge­schnit­te­ne fas­sung bei cd wow zu bestel­len, woll­te es dann aber doch vor­her noch pro­be­spie­len. ich also in die video­thek und das spiel aus­ge­lie­hen, den damals aktu­el­len patch auf ver­si­on 1.01 instal­liert und gleich noch den uncut-patch für die deut­sche ver­si­on drauf­ge­hau­en. die­ser stellt zwar die text­spra­che auf eng­lisch, die sprach­aus­ga­be bleibt aber deutsch. also letzt­lich egal. jetzt kann das anspruchs­vol­le hor­ror-gemet­zel also losgehen.

als ers­tes möch­te ich anmer­ken, dass mich die k.i. der geg­ner wirk­lich beein­druckt hat. sie agie­ren zwar noch immer nicht so intel­li­gent wie men­schen, ver­hal­ten sich aber doch recht cle­ver. selbst far cry kann da nicht mit­hal­ten. und die effek­te… der abso­lu­te ham­mer. ich spie­le auf einem amd ath­lon xp 2.800+ mit einem fronts­ide­bus von 333 mhz. main­board ist ein asus a7n8x-xe, bestückt mit 3 x 512 mb infi­ne­on-ram. als gra­fik­kar­te kommt eine pas­siv gekühl­te nvi­dia gefor­ce 6800 kar­te mit 128 mb von giga­byte zum ein­satz. der ton kommt von einer crea­ti­ve labs sound blas­ter audi­gy 2 zs. das spiel habe ich auf fast vol­len details in einer auf­lö­sung von 1.024 * 768 spie­len kön­nen. wie ich fin­de, voll­kom­men in ord­nung. die sound­ku­lis­se war, beson­ders bei dun­kel­heit und auf­ge­dreh­tem sound­sys­tem (bei mir kommt ein teu­fel con­cept e zum ein­satz) ziem­lich beein­dru­ckend. beson­ders bei den, lei­der viel zu sel­ten vor­kom­men­den, schock­mo­men­ten, ging es einem durch mark und bein. die effek­te im spiel gehö­ren zum bes­ten, was ich bis­her zu sehen bekom­men habe. das feu­er sieht mehr als gut aus, für die explo­sio­nen gilt ähn­li­ches. die zeit­lu­pen­ef­fek­te (eini­ge kämp­fe sind ohne zeit­lu­pe nicht zu bestehen) sind eben­falls sehr gelun­gen, auch wenn man sie schon aus ande­ren spie­len kennt. nur sehen sie in F.E.A.R. ein­fach bes­ser aus…

nun zu den nega­ti­ven punk­ten des spiels: das level­de­sign ist sehr trist gera­ten, die tex­tu­ren wir­ken sehr ste­ril und sowie­so sieht fast jedes level gleich aus. scha­de eigent­lich, wo das spiel doch sonst optisch so viel zu bie­ten hat. auch ist die recht linea­re level­füh­rung mei­ner mei­nung nach etwas ver­wir­rend. mir ist es doch zwei oder drei mal pas­siert, dass ich nicht wuss­te, wo lang ich noch gehen soll. und: das spiel ist kurz, nach 15 stun­den flim­mer­ten schon die credits über mei­nen bild­schirm. aber das ist ja mitt­ler­wei­le nor­mal gewor­den, lei­der… aller­dings sind die­se 15 stun­den wirk­lich spannungsgeladen.

zur sto­ry: ihr seid mit­glied von F.E.A.R., dem first encoun­ter ass­ault recon, einer spe­zi­al­ein­heit des u.s. mili­tärs zur auf­klä­rung para­nor­ma­ler fäl­le. eure auf­ga­be: fin­det und eli­mi­niert paxt­on fet­tel: einen außer rand und band gera­te­nen tele­pa­thisch begab­ten sol­da­ten, der eine gan­ze armee aus klon­sol­da­ten unter sich hat und unter den ange­stell­ten der for­schungs­ein­rich­tung, in die ihr nun ein­drin­gen sollt, ein blut­bad ange­rich­tet hat. wäh­rend ihr euch nun durch die ins­ge­samt 11 abschnit­te des spiels bal­lert und gru­selt, wird euch anhand der visio­nen und der sich häu­fen­den begeg­nun­gen mit einem klei­nen mäd­chen in einem roten kleid immer kla­rer, dass ihr tie­fer in der gan­zen geschich­te drin steckt, als ihr denkt. das soll rei­chen, die sto­ry soll­te man selbst erfah­ren, will hier nicht alles vor­grei­fen. das klei­ne mädel in dem roten kleid kann einem auf jeden fall ganz schön angst ein­ja­gen. der geschick­te ein­satz von dun­kel­heit in F.E.A.R. erzeugt teil­wei­se eine ziem­lich beklem­men­de atmo­sphä­re. und hier noch mal der tipp: dreht die anla­ge auf und macht das licht aus ;-)

noch ein paar wor­te zum the­ma zen­sur: die unge­schnit­te­ne fas­sung, die man in deutsch­land wie üblich nicht zu kau­fen kriegt, ist um eini­ges bru­ta­ler als die deut­sche fas­sung. in der ori­gi­nal­ver­si­on könnt ihr feind­li­che sol­da­ten mit einer art bol­zen­schuß­ge­rät an die wand nageln und mit explo­siv­an­grif­fen (gra­na­ten, rake­ten, etc.) kör­per zum zer­plat­zen brin­gen und dafür sor­gen, dass die sol­da­ten ihre arme und/oder bei­ne ver­lie­ren. für spie­ler unter 18 jah­ren defi­ni­tiv nicht geeignet.

zum muli­ti­play­er-teil des spiels kann ich nicht viel sagen, da ich nur die mul­ti­play­er-demo im netz gespielt habe. das hat zwar spaß gemacht, vom hocker gehau­en hat es mich trotz­dem nicht. vor allem fin­de ich den ein­satz von zeit­lu­pen­tech­nik in einem mul­ti­play­er-match etwas merk­wür­dig. im solo­play­er-modus habt ihr durch die­se funk­ti­on einen gewal­ti­gen vor­teil, im mul­ti­play­er gilt zeit­lu­pe für alle teil­neh­mer eines matches. was soll das brin­gen? wenn es jemand weiß, schreibt es in den kom­men­ta­ren ;-) danke!

fazit: das spiel macht spaß. und angst. F.E.A.R. bzw. fear halt. aber lei­der ist die­ser spaß bzw. die­ses gru­seln nach rund 15 stun­den vor­bei. scha­de eigent­lich. da es kei­ne alter­na­ti­ven enden oder ähn­li­che anrei­ze gibt, das spiel erneut durch­zu­spie­len, ste­hen die­se 45 ? danach wohl unge­nutzt im schrank rum. bei ebay ver­kau­fen ist nicht, da das spiel eine frei­ga­be ab 18 jah­ren erhal­ten hat und somit ein ver­kauf via ebay nicht mög­lich ist. und der mul­ti­play­er-modus ist nicht so über­ra­gend. da gibt es deut­lich bes­se­re spie­le. unre­al tour­na­ment 2004 ist hier noch immer mein favorit.


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