OK, es ist natür­lich kein rich­tig Git­Hub, son­dern der Open-Source-Klon Git­Lab, den man kos­ten­frei auf eige­ner Hard­ware betrei­ben kann. Sofern man einen Ent­wick­lungs­ser­ver für ein klei­nes Team von Ent­wick­lern sucht, kann man sich mit wenig Auf­wand eine eige­ne Maschi­ne dafür her­rich­ten. Die Restrik­tio­nen, die Git­Hub bei den kos­ten­pflich­ti­gen Accounts auf­er­legt, gel­ten hier natür­lich nicht. Ein­zig und allein die ver­füg­ba­re Hard­ware, bzw. hier die vir­tua­li­sier­te Hard­ware, bil­det die Gren­ze nach oben. Wer aber mit einem klei­nen Team von sagen wir 10 Mann an Pro­jek­ten arbei­tet, dürf­te mit der von mir vor­ge­schla­ge­nen Lösung gut zurecht kom­men.

Wenn als das ange­spro­che­ne Team mit fünf pri­va­ten Repo­sito­rys aus­kommt, zahlt nur 7 US-$ monat­lich, also etwas über 5 € beim der­zei­ti­gen Wech­sel­kurs, für 10 Repo­sito­rys blät­ter man dann etwa 8,50 € hin, und so wei­ter. Arbei­tet man mit unter­schied­li­chen Teams an unter­schied­li­chen Pro­jek­ten, auf die unter­schied­li­che Zugriffs­rech­te ver­ge­ben wer­den sol­len, wird es aber schnell teu­er. Dafür bie­tet Git­Hub die Orga­ni­za­ti­on Plans an. Die star­ten bei 25 $ im Monat, also etwa 18 €. Brau­chen die­se Teams mehr als 10 Repo­sito­rys, lan­det man schon bei 50 $. Außer­dem lie­gen die Daten in den USA, was viel­leicht auch nicht immer erwünscht ist.  Ich möch­te Git­Hub jetzt aber auch nicht schlecht machen, die Platt­form selbst ist geni­al. Aber eben nicht für jeden geeig­net.

Zurück zu mei­nem Pro­jekt: ich habe ein Pro­dukt der Fir­ma net­cup GmbH ver­wen­det, um mei­nen eige­nen Ser­ver auf­zu­set­zen. Die bie­ten eine klei­ne Instanz für gera­de mal 4,49 € monat­lich an. Dabei han­delt es sich um einen auf KVM basie­ren­den vSer­ver, der zwar nur einen Atom-Kern und 1 GB RAM hat, dafür aber immer­hin 60 GB Fest­plat­ten­platz anbie­tet. Für eine nicht sehr inten­siv genutz­te Instanz von Git­Lab aus­rei­chend. Git­Lab selbst emp­fiehlt min­des­tens 768 MB RAM, wir lie­gen mit die­ser Maschi­ne also ober­halb der emp­foh­le­nen Min­dest­men­ge.

Bei mir hat es nur weni­ge Stun­den gedau­ert, bis ich Zugriff auf mei­nen vir­tu­el­len Ser­ver hat­te. Ach­tung: die Instanz wird jähr­lich im Vor­aus berech­net, es fal­len also rund 60 € auf einen Schlag an. Man kann trotz­dem monat­lich kün­di­gen und bekommt dann sein über­be­zahl­tes Geld zurück. Wer nach spä­tes­tens einem Monat sagt, dass er unzu­frie­den ist, bekommt sein Geld voll­stän­dig erstat­tet. Eine fai­re Sache, wie ich fin­de.

Mit den erhal­te­nen Zugangs­da­ten mel­det man sich nun im VCP-Web­in­ter­face an und instal­liert sei­ne nagel­neue VM am Bes­ten gleich frisch neu. Die vor­in­stal­lier­te Ver­si­on beinhal­tet vie­les, das wir gar nicht benö­ti­gen, also weg damit. Ich emp­feh­le, ein Debi­an 7.0 Whee­zy zu instal­lie­ren. Das Sys­tem ist sta­bil und rela­tiv schlank. Danach geht es an die Instal­la­ti­on.

Die Anlei­tung, die das Git­Lab-Pro­jekt geschrie­ben hat, ist sehr ein­fach und ver­ständ­lich, wenn man schon das eine oder ande­re Mal mit der Kon­so­le zu tun gehabt hat. Die Anlei­tung befin­det sich hier:

https://gitlab.com/gitlab-org/gitlab-ce/blob/master/doc/install/installation.md

Nach der Instal­la­ti­on kann man sich bereits mit dem ange­leg­ten Stan­dard-Admin anmel­den, des­sen Daten man natür­lich umge­hend ändern soll­te. Stan­dard­be­nut­zer­na­men und natür­lich erst recht ‑kenn­wör­ter soll­te nie­mals unver­än­dert blei­ben.

Dann ist die Git­Lab-Instanz bereits ein­satz­be­reit. Die Bedie­nung der Web-GUI ist intui­tiv, jeder Schritt wird recht gut erklärt. Updates erle­digt man am Bes­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Upgrade-Scripts. Sofern man die Stan­dard­in­stal­la­ti­on durch­führt und kei­ne Varia­blen anpasst, dürf­te das stress­frei durch­lau­fen.

Für Fra­gen dürft ihr natür­lich ger­ne die Kom­men­tar­funk­ti­on ver­wen­den.

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2 Kommentare

  1. Mei­ne kla­re Emp­feh­lung. https://bitbucket.org/

    Unbe­grenzt vie­le kos­ten­lo­se pri­va­te Repo­si­to­ries, was will man mehr? Ich ken­ne immer mehr Leu­te die Git­hub den Rücken keh­ren, weil es ein­fach zu teu­er ist und kos­ten­lo­se Alter­na­ti­ven (bit­bu­cket) gibt.

    Im Ide­al­fall kann man den Account spä­ter immer noch erwei­tern. Sie­he das The­ma Con­flu­ence und JIRA.

    1. Du hast den Arti­kel nicht gele­sen, oder? 😉 Git­Lab hat natür­lich den Vor­teil, dass man es selbst hos­ten kann. Und es auch bei meh­re­ren Dut­zend oder noch mehr Nut­zern kos­ten­los bleibt. Aber Bit­Bu­cket ist auch gut, kei­ne Fra­ge. Nur fängt man bei 10 Benut­zern auch an zu bezah­len. JIRA und Con­flu­ence sind zwei rich­tig schö­ne Stü­cke Soft­ware, las­sen sich not­falls aber auch ohne Bit­Bu­cket betrei­ben.

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