Die Suche nach dem Foto-CMS

Seit mei­ner ers­ten Digi­tal­ka­me­ra suche ich nach dem geeig­ne­ten Weg, die Fotos im Inter­net zu ver­öf­fent­li­chen. Das war 2001, wenn ich mich recht ent­sin­ne. Eine Canon Power­Shot A40. 2 Mega­pi­xel mach­te die, wenn ich mich recht ent­sin­ne. Die guten alten Zei­ten. Ich habe nicht mal mehr Fotos, die ich damit auf­ge­nom­men habe, glau­be ich. An Foto-CMS war damals aber noch nicht zu den­ken.

Bei der Kame­ra blieb es dann eine Wei­le. Irgend­wann ent­wi­ckel­te ich ein Fai­ble für Flickr. Die Platt­form, die zwi­schen­durch schon tot­ge­glaubt war, dann aber mit einem Knall zurück­kehr­te. Die Platt­form, die irgend­wann, welch Sakri­leg, ver­kün­de­te, dass das iPho­ne die belieb­tes­te Kame­ra im Netz sei. Mein Pro­fil dort dürf­te seit 2006 exis­tie­ren.

Der CMS-Markt — unendliche Weiten

Selbst hos­ten ging natür­lich auch. Ich pro­bier­te die übli­chen Ver­däch­ti­gen, Mit­te des letz­ten Jahr­zehnts. Also haupt­säch­lich eigent­lich Gallery2 und Zen­pho­to (das damals einen ande­ren Namen hat­te, glau­be ich). Und natür­lich das all­ge­gen­wär­ti­ge Word­Press, das sich damals aber noch recht schwer mit Bild­in­hal­ten tat. Also war es dann doch wie­der irgend­wie Flickr. Oder auch nicht. So recht ent­schei­den konn­te ich mich nicht, hat­te aber eh nicht wirk­lich reprä­sen­ta­ble Fotos parat.

Präsentation wird wichtiger

2009 kauf­te ich mir dann mei­ne ers­te DSLR, eine Nikon D40, und das Hob­by Foto­gra­fie nahm erneut sei­nen Lauf. Im glei­chen Jahr pro­bier­te es ein New­co­mer auf dem Markt, die heu­te sehr ange­se­he­ne Platt­form 500px, auf der ich nach wie vor ver­tre­ten, aber rela­tiv inak­tiv bin. Flickr sam­mel­te zum dama­li­gen Zeit­punkt schon eini­ges an Kri­tik in der Sze­ne, weil man den Foto­gra­fen aus den Augen ver­lor, es waren mitt­ler­wei­le mehr Knip­ser aktiv als wirk­li­che Foto­gra­fen, und die Prä­sen­ta­ti­on ein­fach ange­staubt war. 500px setz­te genau dort an.

Mit der Zeit kamen immer mehr Fea­tures hin­zu, mit einem „Awe­so­me-Account“, also einem Pre­mi­um-Account, konn­te man sogar sein eige­nes Port­fo­lio bau­en und dafür aus ver­schie­de­nen The­mes aus­wäh­len. Kos­te­te 70 US-$ oder so im Jahr, also ver­hält­nis­mä­ßig wenig.

WordPress kann auch Foto-CMS sein, oder?

Irgend­wann brauch­te ich meh­re­re Port­fo­li­os. Ein pri­va­tes und eines, für ein Pro­jekt, das ich 2010 oder so gemein­sam mit einer Freun­din star­te­te. Noch einen 500px-Account woll­te ich dafür aber nicht anle­gen, ich pro­bier­te es mit Word­Press. Nach­dem ich diver­se kos­ten­lo­se und kos­ten­pflich­ti­ge The­mes ange­schaut hat­te, kauf­te ich eins für 30 US-$ oder so. Aber wirk­lich glück­lich wur­de ich damit auch nicht. Word­Press ist und bleibt nun mal eine Blog­ging-Platt­form und eben kein „rich­ti­ges“ CMS. Sor­ry, Word­Press, ist nicht böse gemeint …

Spezialist gesucht

2011 kam dann das Spe­zia­lis­ten-CMS Koken auf den Markt. Anfangs noch ziem­lich fea­ture­arm, aber den­noch ganz klar auf den Foto­gra­fen als Ziel­grup­pe aus­ge­rich­tet. Von vorn­her­ein bot es so z.B. eine Anbin­dung an Ado­be Pho­to­shop Ligh­troom an. Es lässt sich also direkt in den Work­flow von Foto­gra­fen inte­grie­ren, die ihr Port­fo­lio online ver­öf­fent­li­chen wol­len.

Anfangs war die Soft­ware noch kom­plett kos­ten­frei mit einer über­ra­schend gro­ßen Aus­wahl an her­stel­ler­sei­ti­gen The­mes ver­füg­bar. Irgend­wann aber ver­lang­sam­te sich die Ent­wick­lung. Die Geschich­te roch schon komisch, da kamen Ver­kaufs­ge­rüch­te auf. Die schluss­end­lich auch bestä­tigt wur­den. Net­Ob­jec­ts, alten Web­de­sign-Hasen sicher­lich noch ein Begriff mit ihrer Soft­ware Fusi­on, kauf­ten die Soft­ware und ent­wi­ckeln sie seit jeher wei­ter. Und das machen sie recht gut.

Geld ver­dient wird mei­nem Kennt­nis­stand nach haupt­säch­lich mit den The­mes und Plugins, die man im Store kau­fen kann. Der Soli­da­ri­tät hal­ber habe ich da auch schon ein­ge­kauft, auch, wenn ich die Plugins nicht wirk­lich brau­che.

Auf jeden Fall ver­wen­de ich die Soft­ware seit 2012 und las­se sie, nach anfäng­li­chen tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten, sehr ger­ne für mein foto­gra­fi­sches Port­fo­lio unter Ulf Klo­se | Foto­gra­fie lau­fen.

Die Spe­zia­li­sie­rung im Foto­be­reich geht lei­der zulas­ten der Blog-Funk­tio­na­li­tät, aber das ist zu ver­schmer­zen. Ein Blog kann man zwar betrei­ben, an die Mög­lich­kei­ten von Word­Press kommt es nicht her­an. Es genügt für die gele­gent­li­chen Arti­kel zu dem The­ma trotz­dem, den­ke ich.

Wer nach einem Spe­zia­lis­ten-CMS sucht, das er auf eige­ner (vir­tu­el­ler) Hard­ware betrei­ben kann, ist mit Koken aus mei­ner Sicht genau rich­tig bera­ten. Das CMS ist schick, ein­fach zu bedie­nen und wird allem Anschein nach sehr aktiv wei­ter ent­wi­ckelt. Dank kom­mer­zi­el­lem Her­stel­ler­sup­port eig­net sich die Soft­ware auch für den (Semi-)Profi, der einen Weg sucht, sei­ne Wer­ke online anspre­chend und sicher zu prä­sen­tie­ren.

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