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Kostenlose SSL-Zertifikate für alle

Kos­ten­lo­se SSL-Zer­ti­fi­ka­te für jeden, das klingt ein­fach viel zu schön, um wahr zu sein. Obwohl, Moment, das gab es schon mal. Und gibt es immer noch. StartS­SL stellt näm­lich für jeder­mann gül­ti­ge Zer­ti­fi­ka­te aus. Kos­ten­los. Domain-vali­diert und für jeder­mann erhält­lich. So neu ist die Idee also nicht. Nur scheint es StartS­SL nie auf den Mas­sen­markt abge­se­hen gehabt zu haben, kaum jemand wuss­te davon, war so mein Gefühl.

SSL? Was hat Snowden da losgetreten?

Nach den Snow­den-Ent­hül­lun­gen gin­gen die Gesprä­che um das The­ma Ver­schlüs­se­lung auch in der brei­ten, weni­ger tech­ni­kaf­fi­nen Bevöl­ke­rungs­schicht los. Wie sicher sind mei­ne Daten eigent­lich, wer kann sie wäh­rend des Trans­fers lesen, wer hat Zugriff auf mei­ne Daten, wenn sie erst mal ange­kom­men sind?

Lei­der waren SSL-Zer­ti­fi­ka­te in der Regel ein Pri­vi­leg für weni­ge. Ein­zel­do­main­zer­ti­fi­ka­te, die in der Regel die Domain selbst (also bspw. ulfklose.de) und eine Sub­do­main (also bspw. blog.ulfklose.de oder www.ulfklose.de) absi­chern, gibt es schon eine gan­ze Wei­le kos­ten­los von StartS­SL oder für wenig Geld von bspw. RapidSSL (ca. 30 € im Jahr). Aber die Bestel­lung und Bereit­stel­lung sol­cher Zer­ti­fi­ka­te erfor­dert eini­ges an Spe­zi­al­wis­sen, das das des Otto-Nor­mal-Nut­zers deut­lich über­steigt. Und wirk­lich klar war es den meis­ten die­ser Nut­zer wohl auch kaum, wofür er solch ein SSL-Zer­ti­fi­kat über­haupt brau­chen könn­te. Und sobald es Geld kos­tet, neigt gera­de der Deut­sche dazu, es nicht haben zu wol­len.

Goog­le fing vor gerau­mer Zeit damit an, SSL-gesi­cher­te Web­sites bes­ser zu bewer­ten, ihr Ran­king also höher ein­zu­stu­fen als das von unge­si­cher­ten Web­sites. Aber auch das hat nur wenig an der Ver­brei­tung der SSL-Instal­la­tio­nen ver­än­dert.

Let’s Encrypt — eine gute Idee

Genau, lasst uns ver­schlüs­seln. Gera­de nach den Snow­den-Ent­hül­lun­gen eine mehr als gute Idee, wis­sen wir doch jetzt mit Gewiss­heit, dass uns die Geheim­diens­te die­ser Welt gna­den­los aus­spio­nie­ren. Ver­hin­dern lässt sich das nur mit einer adäqua­ten Ver­schlüs­se­lung. Hier trat das Pro­jekt Let’s Encrypt auf den Plan.

Zum ers­ten Mal las ich Anfang 2015 dar­über, wenn ich mich nicht irre. Ende 2015 ging das Pro­jekt dann zuerst in eine geschlos­se­ne, spä­ter dann in eine offe­ne Beta-Pha­se. Die lief erstaun­lich gut, wes­we­gen man sich nun Mit­te April dazu ent­schloss, in die Pro­duk­tiv­pha­se über­zu­ge­hen.

Let’s Encrypt geht einen ande­ren, ein­fa­che­ren Ansatz, SSL-Zer­ti­fi­ka­te aus­zu­stel­len. Für den End­be­nut­zer beschränkt sich das im Ide­al­fall dar­auf, das Zer­ti­fi­kat ein­ma­lig für sei­ne Domain(s) zu bean­tra­gen und die­se danach regel­mä­ßig, alle drei Mona­te, auto­ma­ti­siert erneu­ern zu las­sen. Im Gegen­satz zu den gro­ßen Aus­stel­lern lau­fen Let’s‑Encrypt-Zertifikate näm­lich nach drei Mona­ten ab, bei den ande­ren sind es in der Regel wahl­wei­se 1, 2 oder 3 Jah­re. Der Vor­teil liegt hier auf der Hand: stellt sich her­aus, dass jemand sol­che Zer­ti­fi­ka­te miss­bräuch­lich ver­wen­det, kann man das Zer­ti­fi­kat nach drei Mona­ten ein­fach nicht ver­län­gern las­sen. Ist ein Zer­ti­fi­kat näm­lich erst mal aus­ge­stellt, kann der Aus­stel­ler es zwar zurück­zie­hen, es ein­fach ungül­tig wer­den zu las­sen, ist aber sicher. Nicht jeder Cli­ent prüft beim Auf­ruf, ob das Zer­ti­fi­kat nicht viel­leicht schon zurück­ge­zo­gen ist, was allein schon aus Grün­den der Per­for­mance logisch scheint.

Jetzt ist der Massenmarkt gefragt

Die gro­ßen Web­hos­ter sind nun gefragt. Wenn die­se Let’s Encrypt imple­men­tie­ren kann in Zukunft jeder kos­ten­los für all sei­ne Domains SSL-Zer­ti­fi­ka­te bean­tra­gen, bis irgend­wann, in einer hof­fent­lich nicht all­zu fer­nen Zukunft sämt­li­cher Web­traf­fic ver­schlüs­selt erfolgt.

Wer das Glück hat, einen eige­nen Ser­ver zu besit­zen und die­sen auch selbst admi­nis­trie­ren kann, kann aber schon jetzt davon pro­fi­tie­ren. Das Web-Con­trol-Panel Frox­lor unter­stützt Let’s Encrypt bereits, ISPCon­fig-Benut­zer kön­nen sich mit einer Erwei­te­rung behel­fen. Syn­olo­gy hat mit der Vor­stel­lung von DSM 6.0 eben­falls eine Unter­stüt­zung für Let’s Encrypt nach­ge­rüs­tet. Vie­le wei­te­re Pro­jek­te kün­dig­ten bereits ihre Unter­stüt­zung an. Sicher­lich wird es noch eine gerau­me Zeit dau­ern, bis über­all SSL als Stan­dard gilt, aber der ers­te Schritt ist getan.

Zer­ti­fi­kats­aus­stel­ler wer­den es sicher­lich bald schwe­rer haben, ihre Basis­zer­ti­fi­ka­te an den Mann zu brin­gen. Solan­ge Let’s Encrypt aber kei­ne Wild­card-Zer­ti­fi­ka­te anbie­tet, bleibt wenigs­tens die­ser Markt noch für DV-Zer­ti­fi­ka­te erhal­ten. OV und EV bie­tet Let’s Encrypt (noch?) nicht an, wir müs­sen uns also um Como­do und Co. nicht sor­gen.

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Domainumzug mit WordPress und die blöden absoluten URLs

Soeben einen Domain­um­zug mit Wor­d­Press gemacht und alle Bil­der, die in Bei­trä­gen und Sei­ten ein­ge­bet­tet waren, funk­tio­nier­ten nicht mehr. Der Grund war, dass Wor­d­Press schein­bar die Bil­der mit abso­lu­ten Pfa­den spei­chert. Blö­de Idee, lie­be Wor­d­Press-Ent­wick­ler.
Nach ein wenig Suchen bin ich auf die­ses schi­cke Script gesto­ßen, das in mei­nem Fal­le ein­wand­freie Arbeit geleis­tet hat. Ein­fach auf dem Ser­ver able­gen und über den Brow­ser auf­ru­fen, Such- und Ersatz­be­griff ein­ge­ben, fer­tig.
http://interconnectit.com/products/search-and-replace-for-wordpress-databases/
Vie­len Dank an die Ent­wick­ler.

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Verkettet

Ich hab jetzt schon eine gan­ze Wei­le über­legt, wie ich mei­ne sozia­len Medi­en mit­ein­an­der ver­knüp­fen kann, ohne alles selbst hos­ten und dem­entspre­chend auch war­ten zu müs­sen. Nach eini­gen Recher­chen bin ich auf eini­ge sehr inter­es­san­te und wirk­lich aus­ge­reif­te Diens­te im Inter­net gestos­sen. Im Ein­zel­nen sind das Tumb­lr, Pos­te­rous und Blog­ger. Mein Blog unter die­ser Adres­se ist ja bereits auf Blog­ger umge­zo­gen und eben kei­ne selbst­ge­hos­te­te Wor­d­Press-Instal­la­ti­on mehr.

Da ich bei mei­nen Streif­zü­gen durchs Inter­net immer wie­der wie­der auf inter­es­san­te Klei­nig­kei­ten wie Bil­der, Fotos, Vide­os und Tex­te stos­se, die­se aber nicht auf mei­nem Blog pos­ten woll­te, da ich es auf die Art und Wei­se ganz schön zumül­len wür­de, habe ich bis­her ent­we­der dar­auf ver­zich­tet oder es eben via Twit­ter publik gemacht. Aber Twit­ter eig­net sich gera­de für visu­el­le Medi­en eher weni­ger. Auch län­ge­re Aus­zü­ge, wie Zita­te, kann man auf­grund der Beschrän­kung auf 140 Zei­chen nicht effek­tiv ande­ren zur Ver­fü­gung stel­len.

Auf mei­nem “alten” Blog habe ich jede Men­ge Wid­ge­ts ver­wen­det, um mei­nen Flickr-Stream und wenigs­tens mei­ne letz­te Twit­ter-Nach­richt mit dem Blog zu ver­knüp­fen. Aus Platz­grün­den muss­ten die­se Din­ge aber recht klein aus­fal­len und sind des­we­gen ver­mut­lich vie­len Besu­chern nicht auf­ge­fal­len. Ich fand die Lösung auch nicht wirk­lich opti­mal, nur ist mir nichts bes­se­res ein­ge­fal­len.

Ich habe mich nun also mit den wei­ter oben genann­ten Diens­ten wei­ter aus­ein­an­der gesetzt und will die­se und mei­ne per­sön­li­che Ver­wen­dung im Fol­gen­den ein klein wenig beschrei­ben:

1. pos­te­rous

Unter www.posterous.com kann jeder der mag, sich kos­ten­frei einen Account ein­rich­ten, oder dies durch eine ein­fa­che E‑Mail an den Dienst erle­di­gen. Der Benut­zer­na­me wird dann für eine Sub­do­main ver­wen­det. Mein Account dort ist unter ulfklose.posterous.com erreich­bar. Wer es etwas indi­vi­du­el­ler mag, kann auch sei­ne eige­ne Domain auf sei­nen Account kon­nek­tie­ren. Das ist recht sim­pel, erfor­dert aber Zugriff auf die DNS-Ein­trä­ge der jewei­li­gen Domain. Wer das kann, braucht ein­fach nur ent­spre­chen­de A‑Records auf die IP-Adres­se 67.207.139.81 zu legen. Emp­feh­lens­wert ist es dann, sowohl ohne Sub­do­main als auch mit www als Sub­do­main ent­spre­chend zu kon­fi­gu­rie­ren. Ab sofort wer­den dann alle Auf­ru­fe der Domain mit und ohne Sub­do­main www direkt auf den pos­te­rous-Account umge­lenkt. Damit das funk­tio­niert, muss man aber die Domain noch in sei­nem Account bei pos­te­rous ange­ben. Fer­tig.

Die­ses Ange­bot habe ich genutzt, um mei­ner Domain ulfklose.de end­lich neben der E‑Mailerei auch einen Web-Ver­wen­dungs­zweck zu geben. Die­se Domain zeigt nun unter ulfklose.de und www.ulfklose.de mei­nen pos­te­rous-Account an.

Wie­so? Ganz ein­fach. Ich woll­te schon seit Ewig­kei­ten mei­ne zen­tra­le, weil sie nun mal mei­nem Namen ent­spricht, Domain zu nut­zen, um auf alle mei­ne Social-Media-Akti­vi­tä­ten zu ver­wei­sen. Bis­her ist mir aber kei­ne ver­nünf­ti­ge Lösung dafür ein­ge­fal­len. Es gibt zwar rich­tig schi­cke Lifestrea­ming-Lösun­gen wie bei­spiels­wei­se Friend­Feed oder Nose­Rub, optisch fin­de ich die alle aber nicht so toll. Außer­dem woll­te ich ja selbst nichts mehr hos­ten. Oder so wenig wie mög­lich. Ab sofort sieht mein Work­flow für Blog, Twit­ter, Face­book, etc. so aus, dass ich eine E‑Mail an mei­nen pos­te­rous-Account mit dem gewünsch­ten Inhalt schi­cke. pos­te­rous pos­tet dann den Inhalt der Mail an die aus­ge­wähl­ten Diens­te. Wenn ich ein­fach eine E‑Mail an [email protected] sen­de, wird der Inhalt der Mail in allen Social Media, die ich mit dem Account ver­knüpft habe gepos­tet. Schi­cke ich eine E‑Mail an [email protected], wie mit die­sem Arti­kel gesche­hen, taucht die­se nur in mei­nem Blog auf. Schi­cke ich eine E‑Mail an [email protected], taucht der Inhalt sowohl bei Tumb­lr als auch bei Face­book auf. Und so wei­ter, das Kon­zept dürf­te klar sein.

pos­te­rous geht dabei äußerst cle­ver vor. Schi­cke ich bei­spiels­wei­se ein Foto im Anhang mit, wird das Bild auf den Ser­vern von pos­te­rous abge­legt und die­ser Link wird dann auf den Ziel­me­di­en ein­ge­tra­gen. Aus­nah­me bil­det hier Flickr, logi­scher­wei­se. So muss ich mich nicht mehr dar­um küm­mern, wie ich Bil­der in mei­ne Blog­ar­ti­kel ein­bin­de, weil pos­te­rous das für mich auto­ma­tisch macht. Auch Links zu Bild­bei­trä­gen bei Flickr wer­den auto­ma­tisch so ein­ge­bun­den, dass das Bild selbst im Arti­kel auf­taucht und kein Link zu dem jewei­li­gen Foto. Voll­au­to­ma­tisch wohl­ge­merkt. Schi­cke ich eine E‑Mail von mei­nem iPho­ne mit Fotos, die mit dem iPho­ne gemacht wur­den, bin­det pos­te­rous sogar die Geo­da­ten aus den Bil­dern in den Bei­trag mit ein. Sehr schick. Auch ist die Art und Wei­se, wie Bil­der­ga­le­rien ein­ge­bun­den wer­den sehr gut gelöst. Jedem Nut­zer ste­hen übri­gens zu Beginn 1 GB an Spei­cher­platz zur Ver­fü­gung.

Ein­zig und allein mei­nen Flickr-Account wer­de ich nicht auf die­sem Wege füt­tern. Ein Mal weil ich es nicht als sinn­voll erach­te, hun­der­te von MB an Fotos per E‑Mail zu ver­sen­den, auf der ande­ren Sei­te aber auch des­we­gen, weil ich iPho­to ’09 habe und der Work­flow damit ein­fach deut­lich bes­ser ist. Auch mei­nen Face­book-Account wer­de ich nicht hier­über mit Bil­dern befül­len, da ich spon­tan nicht mal wüss­te, wie ich das machen soll­te. Eine E‑Mail an [email protected] schickt näm­lich nur Sta­tus­nach­rich­ten an die­sen Dienst. Bei Flickr wer­de ich wohl so ver­fah­ren, dass ich einen Direkt­link des Alben-Titel­fo­tos per E‑Mail an [email protected] schi­cke und einen Link auf das Album direkt dar­un­ter set­ze. So taucht das Bild samt Alben-Link sowohl bei pos­te­rous als auch bei dem unter 2. beschrie­be­nen Dienst auf.

Solan­ge ich die­se Arbeits­wei­se kon­se­quent ein­hal­te, kann also jeder Inter­es­sent alle mei­ne Nach­rich­ten oder Bei­trä­ge zu mei­nen eige­nen Social Media nach­ver­fol­gen, ohne ver­schie­de­ne Diens­te besu­chen zu müs­sen. pos­te­rous ist auf jeden Fall emp­feh­lens­wert, eig­net sich aber mei­ner Mei­nung nach nicht für län­ge­re Blog­bei­trä­ge UND das Sam­meln von Social-Media-Bei­trä­gen. Trotz­dem: ganz kla­re Emp­feh­lung, soll­te sich jeder mal näher ange­schaut haben.

2. Tumb­lr

Tumb­le­logs gibt es schon etwas län­ger. Eigent­lich ist pos­te­rous auch einer. Aber Tumb­lr macht alles noch etwas hüb­scher und irgend­wie auch attrak­ti­ver.

Im Gegen­satz zu pos­te­rous, ist aber wohl geplant, ist es theme­fä­hig. Und die The­mes sind auch rich­tig hübsch. Und ich habe end­lich einen Platz gefun­den, an dem ich Schnip­sel in Text‑, Video‑, Audio- und sons­ti­gen For­men pos­ten kann, die­se gleich kor­rekt dar­ge­stellt wer­den und all das, ohne mein eigent­li­ches Blog voll­zu­mül­len. Denn die­ses soll­te eigent­lich Bei­trä­gen wie die­sem vor­be­hal­ten sein. Neue Posts bei Tumb­lr kann man ent­we­der über sein per­sön­li­ches Dash­board vor­neh­men, oder man schickt sei­ne Bei­trä­ge per E‑Mail. Die­se Schnitt­stel­le nutzt übri­gens pos­te­rous, um Bei­trä­ge an Tumb­lr zu schi­cken. Alles in allem eine sehr kom­for­ta­bel zu bedie­nen­de Tumb­le­log-Platt­form, die gut aus­sieht und mich bis­her wirk­lich begeis­tert.

Auch hier gilt: wer es etwas indi­vi­du­el­ler mag, kann sei­ne eige­ne Domain auf sei­nen Tumb­lr-Account kon­nek­tie­ren. In die­sem Fal­le müs­sen die A‑Records, wie wei­ter oben schon mal beschrie­ben, auf die IP-Adres­se 72.32.231.8 zei­gen. Das habe ich noch nicht getes­tet, soll­te aber wohl tadel­los funk­tio­nie­ren. Mein Account ist wei­ter­hin unter ulfklose.tumblr.com zu fin­den. Viel­leicht kon­nek­tie­re ich dem­nächst eine mei­ner wei­te­ren Domains mit mei­nem Namen drin dar­auf, mal schau­en.

3. Blog­ger

Jah­re­lang, seit 2005, füh­re ich ein Blog. Das aller­ers­te, unter mei­ner Domain ulfklose.de, ist schon längst Geschich­te. Als Soft­ware kam Text­pat­tern zum Ein­satz. Ein Open-Source-Blog­ging­sys­tem. Ziem­lich leis­tungs­fä­hig, kom­plex und schnell. Danach kam die Zeit, unter der glei­chen Domain, mit Wor­d­Press. Als die­ses dann auch aus­ge­tauscht wer­den soll­te, gab ich Seren­di­pi­ty eine Chan­ce. Die­ses Mal aber unter einer ande­ren Domain, ubacoma.de. Ich weiß, die Domain klingt reich­lich merk­wür­dig, soll­te aber die Wort­fol­ge “Ulf’s Blog About Com­pu­ters, Online-Life, More com­pu­ters And anything else” abkür­zend bezeich­nen. Nach­dem ich auch von Seren­di­pi­ty die Nase voll hat­te, regis­trier­te ich, zwecks Neu­an­fang, eine neue Domain. Die­se hier, also netzlogger.de. Da lief bis vor weni­gen Tagen auch noch ein selbst­ge­hos­te­tes Wor­d­Press drun­ter. Nach­dem aber in letz­ter Zeit die Update-Inter­val­le von Wor­d­Press selbst und auch den ver­wen­de­ten Plugins immer kür­zer wur­den, sah ich mich nach einer Alter­na­ti­ve um, die ich nun (vor­erst) in Blog­ger gefun­den habe. 2005 habe ich bei die­sem Dienst schon mal einen Testac­count ein­ge­rich­tet, habe die­sen aber nie wirk­lich genutzt. Seit eini­ger Zeit bie­tet Blog­ger aber nun, wie die bei­den zuvor genann­ten Diens­te auch, dem Nut­zer an, sei­ne eige­ne Domain auf sei­nen Account zu kon­nek­tie­ren. Hier sind aller­dings die­ses Mal CNA­ME-Records not­wen­dig. Der kor­rek­te Ein­trag für die­sen soll­te wie oben vor­ge­nom­men wer­den, also mit und ohne Sub­do­main, und muss auf ghs.google.com. (der abschlie­ßen­de Punkt ist wich­tig) zei­gen. Danach lan­det ein Auf­ruf der Domain direkt auf dem Blog­ger-Account, sofern man in des­sen Ein­stel­lun­gen den Domain-Namen ange­ge­ben hat.

Ich hät­te mein Blog sicher­lich wei­ter­hin selbst­ge­hos­tet las­sen kön­nen, woll­te mich aber nicht mehr um die tech­ni­sche War­tung der Soft­ware küm­mern. Gera­de Wor­d­Press ist auf­grund sei­ner Popu­la­ri­tät ein belieb­tes Angriffs­ziel für Cyber­kri­mi­nel­le aller Art. Und die­ser Gefahr woll­te ich mei­nen Ser­ver nicht län­ger aus­set­zen. pos­te­rous, sie­he Punkt 1, arbei­tet aber auch tadel­los mit selbst­ge­hos­te­ten Wor­d­Press-Instal­la­tio­nen zusam­men.

Blog­ger bie­tet mir eigent­lich alles, was ich für das Füh­ren eines Blogs, also Web­logs, brau­che. Mir fehlt es an nichts, bis auf viel­leicht die Mög­lich­keit, Flickr-Bil­der direkt ein­zu­bin­den und neue Blog­posts via Twit­ter bekannt zu machen. Aber da gera­de letz­te­res vie­len Twit­ter-Nut­zern auf die Ner­ven geht, emp­fin­de ich das nicht als wei­ter schlimm. Wenn ich einen Arti­kel geschrie­ben habe, der mir beson­ders am Her­zen liegt, kann ich dies ja auch manu­ell tun.

Außer­dem neh­me ich mit mei­nem Blog nun an einer nicht gera­de klei­nen Com­mu­ni­ty teil, was mir hof­fent­lich höhe­re Besu­cher­zah­len besche­ren wird. Über die Ein­stel­lun­gen des Accounts las­sen sich dar­über hin­aus extrem ein­fach AdSen­se-Wer­be­blö­cke ein­fü­gen, was ich auch gleich genutzt habe. Hof­fent­lich neh­men es mir mei­ne Besu­cher nicht übel. Die The­me-Aus­wahl ist über­ra­schen­der­wei­se ziem­lich klein und wirk­lich gute sind auch nicht dabei. Ich habe mich, genau wie bei Tumb­lr, aber für ein sehr mini­ma­lis­ti­sches ent­schie­den. Mir gefällt’s, den Lesern hof­fent­lich auch.

4. Twit­ter

Wer kennt Twit­ter nicht? Es ist in aller Mun­de, gera­de US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men nut­zen es mitt­ler­wei­le auch aktiv für ihre Zwe­cke. Ich lie­be Twit­ter und habe schon vie­le inter­es­san­te Leu­te dar­über ken­nen gelernt.

Kurz beschrie­ben ist Twit­ter ein Micro­blog­ging-Dienst, bei dem Nach­rich­ten nicht län­ger als 140 Zei­chen wer­den dür­fen. Das ist einer­seits posi­tiv, weil man so kurz und prä­gnant sei­nen Fol­lo­wern, also qua­si den Abon­nen­ten des eige­nen Streams, Nach­rich­ten zukom­men las­sen kann, die einem als wich­tig oder sinn­voll oder ein­fach nur lus­tig erschei­nen. Man­che Nut­zer schrei­ben lei­der, sor­ry, jeden Müll bei Twit­ter rein. Wenn sich jemand gleich auf sein stil­les Ört­chen bege­ben möch­te, inter­es­siert mich das im All­ge­mein herz­lich wenig. Aber wenn man sol­che Leu­te irgend­wann aus­sor­tiert hat, macht Twit­ter rich­tig Spaß.

Dank vie­ler inno­va­ti­ver Zusatz­diens­te wie bei­spiels­wei­se Twit­pic und einer gro­ßen Anzahl ver­schie­de­ner Cli­ents kann man von immer und über­all aus Twit­tern. Auch von mei­nem iPho­ne twit­te­re ich immer wie­der mal das eine oder ande­re. Auch Flickr beherrscht mitt­ler­wei­le Twit­ter, man kann also ent­spre­chend frei­ge­ge­be­ne Bil­der direkt mit einer Kurz-URL in der Form flic.kr über sei­nen Twit­ter-Account pos­ten. Kurz-URLs haben übri­gens mas­siv an Rele­vanz gewon­nen, seit es Twit­ter gibt, da vie­le URLs sprich und ergrei­fend zu lang sind, um sie und eine Nach­richt in 140 Zei­chen unter­zu­brin­gen.

Fazit: Die Kom­bi­na­ti­on all die­ser Diens­te ist gar nicht mal so schwer, solan­ge man sich an die oben beschrie­be­ne Rei­hen­fol­ge hält. Schi­cke ich etwas an Tumb­lr, teilt Tumb­lr das direkt mei­nem Twit­ter-Account in der Form “Arti­kel-Titel + Link zum Tumb­lr-Bei­trag” mit. Schi­cke ich etwas an Twit­ter, lan­det das auch direkt in mei­nem Face­book-Stream, da Face­book eine Anbin­dung an Twit­ter bie­tet. Schaut man sich die­se Ket­te an, lan­det also jeder Tumb­lr-Post auto­ma­tisch bei Twit­ter und dadurch bei Face­book. Ket­te geschlos­sen. Es genügt also eine E‑Mail an [email protected], um auch Twit­ter und dar­über Face­book mit dem Bei­träg zu ver­sor­gen. Wer immer über alles infor­miert sein möch­te, abon­niert ein­fach mei­nen pos­te­rous-Account, alle ande­ren kön­nen frei wäh­len, wel­che geis­ti­gen Ergüs­se von mir sie nun im Ein­zel­nen genau lesen oder sehen wol­len 😉

Ein wei­te­rer Grund dafür, vom selbst­ge­hos­te­ten weg­zu­kom­men war der Com­mu­ni­ty-Gedan­ke. Alle mei­ne Bei­trä­ge zum Web 2.0 (ich weiß, Buz­z­word) lan­den nun also in min­des­tens einer Com­mu­ni­ty, was hof­fent­lich eine rege Betei­li­gung nach sich zieht. Denn genau das ist ja das Ziel und der Gedan­ke des Web 2.0. Jeder kann bei­tra­gen und jeder kann sei­ne Mei­nung dazu abge­ben. Ich per­sön­lich fin­de das gran­di­os und hof­fe auf die­se Art und Wei­se vie­le neue Leu­te mit ähn­li­chen, glei­chen oder aber auch voll­stän­dig ande­ren Inter­es­sen ken­nen­zu­ler­nen.

Auf die­se Art und Wei­se habe ich es geschafft, alle mei­ne Bei­trä­ge “the­ma­tisch” zu sor­tie­ren und trotz­dem an einer Stel­le zu sam­meln. Opti­mal, wenigs­tens für mich.

Pos­ted via email from ulfklose’s pos­te­rous

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Umzug

Eine klei­ne Begrün­dung, wie­so mein Blog rund 14 Stun­den nicht erreich­bar war und jetzt nicht mehr selbst­ge­hos­tet ist, son­dern bei Blog­ger (Goog­le) liegt:

Ich war es leid, mei­ne Wor­d­Press-Instal­la­ti­on aktu­ell zu hal­ten. Ich muss­te bei­na­he täg­lich Updates durch irgend­wel­che Plugins ein­spie­len. Dazu kam noch, dass eini­ge die­ser Updates gele­gent­lich aus mir uner­find­li­chen Grün­den geschei­tert sind. Gut, das mag mit mei­nem Ser­ver zusam­men­hän­gen, irgend­wo wer­de ich eine Ein­stel­lung gesetzt haben, die Wor­d­Press nicht gefällt. Aber da ich kei­ne Lust hat­te, stun­den­lang nach der Ursa­che zu suchen, bin ich jetzt die­sen Schritt gegan­gen. Außer­dem woll­te ich auch mit mei­nem Blog an einer Com­mu­ni­ty teil­neh­men, trotz­dem aber mei­ne Domain bei­be­hal­ten, weil ich die eigent­lich ziem­lich toll fin­de 😉 Die Com­mu­ni­ty des­we­gen, um mehr Leser zu bekom­men und wei­te­re inter­es­san­te Blogs ken­nen zu ler­nen. Und, na ja, ich spa­re mir eben den Stress, den man mit einem selbst­ge­hos­te­ten irgend­was immer hat. Des­we­gen lie­gen mei­ne Fotos auch nicht auf mei­nem eige­nen Ser­ver, son­dern bei Flickr, weil ich mir auch hier mehr Reso­nanz erhof­fe, als bei einer selbst­ge­hos­te­ten Bil­der­ga­le­rie. Tech­nisch wäre das alles ohne Schwie­rig­kei­ten mög­lich, aber es frisst Frei­zeit, und davon hat­te ich die Nase voll.
Blog­ger bie­tet einem die Mög­lich­keit, ein Blog­ger-Blog unter einer indi­vi­du­el­len Domain lau­fen zu las­sen. Die­se kann man direkt über Goog­le bezie­hen, oder eben eine bereits vor­han­de­ne ver­wen­den. Dafür muss man eigent­lich nur einen CNA­ME-Ein­trag im DNS hin­ter­le­gen, der auf ghs.google.com zeigt. Dum­mer­wei­se habe ich den abschlies­sen­den Punkt, der bei mei­nem DNS-Pro­vi­der erfor­der­lich ist, ver­ges­sen, wes­we­gen die Domain rund 14 Stun­den lang ins Lee­re lief. Dan­ke für die promp­te Hil­fe übri­gens an die Fir­ma Fai­rio. Jetzt zei­gen die gan­zen Links in den Such­ma­schi­nen natür­lich auf nicht mehr exis­tie­ren­de URLs, aber das soll­te bin­nen einer Woche ver­schwun­den sein, den­ke ich.
Das soll­te an Erklä­run­gen wohl rei­chen 😉 Freue mich wei­ter­hin auf eure Besu­che, bis bald. Ulf
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Kostenlose WordPress-Blogs für alle

Jeder, der schon immer sein eige­nes Blog star­ten woll­te, sich aber bis­her nicht her­an getraut hat, kann dies nun nach­ho­len. Bin­nen Minu­ten ist das Blog ein­ge­rich­tet, inklu­si­ve per­sön­li­cher URL, ohne dass tech­ni­sche Kennt­nis­se erfor­der­lich sind und vor allem voll­stän­dig kos­ten­frei. Gut, es ist nicht der ers­te Ser­vice im Netz, der die­ses anbie­tet, aber der ers­te, den ich anbie­te :-D

wortpresser.de