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Drei PPAs für den modernen Mann

Um die Vor­tei­le eines LTS-Release von Ubun­tu (aktu­ell 10.04.2) wei­ter­hin genie­ßen zu kön­nen, ohne auf aktu­el­le Soft­ware ver­zich­ten zu müs­sen, gibt es unter Ubun­tu die so genann­ten PPAs, Per­so­nal Packa­ge Archi­ves. Das sind sepa­ra­te Repo­si­to­rys, mit denen man sein Ubun­tu füt­tern kann um Pake­te über die Paket­ver­wal­tung zu instal­lie­ren, die aus irgend­ei­nem Grun­de noch kei­nen Weg in die offi­zi­el­len Repo­si­to­rys der Dis­tri­bu­ti­on gefun­den haben. Cano­ni­cal ver­folgt die Phi­lo­so­phie, inner­halb eines Release kei­ne Ver­si­ons­sprün­ge der ursprüng­lich aus­ge­lie­fer­ten Soft­ware mit­zu­ma­chen. Was sehr scha­de ist, hängt man doch so auf Post­greS­QL 8.4, Git 1.7 und Nginx 0.7 fest. Dank eini­ger fleis­si­ger Paket­schnü­rer gibt es aber PPAs, die genau die­se Pro­ble­me behe­ben. Da ich alle drei zuvor genann­ten Anwendungen/Dienste regel­mä­ßig und auf ver­schie­de­nen Ser­vern nut­ze, habe ich mir dafür ent­spre­chen­de PPAs raus­ge­sucht.

Um PPAs zum Sys­tem hin­zu­zu­fü­gen, bie­tet sich das Kom­man­do add-apt-repository an. Soll­te das Kom­man­do nicht gefun­den wer­den kön­nen, leis­tet fol­gen­der Befehl Abhil­fe:

sudo aptitude install python-software-properties

Die­ses Kom­man­do fügt das Repo­si­to­ry zur Apt-Sources-Lis­te hin­zu und impor­tiert gleich den pas­sen­den GPG-Schlüs­sel.

Fügen wir nun nach­ein­an­der die drei zuvor erwähn­ten PPAs hin­zu:

sudo add-apt-repository ppa:nginx/stablesudo add-apt-repository ppa:git-core/ppasudo add-apt-repository ppa:pitti/postgresql

Ein abschlie­ßen­des sudo aptitude update nicht ver­ges­sen und schon sind die aktu­el­len Ver­sio­nen von Nginx, Git und Post­greS­QL via apt/aptitude ver­füg­bar.

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Wie sicher sind unsere Daten eigentlich in der Cloud?

Wer mich kennt weiß, dass ich ein Befür­wor­ter von Cloud-Diens­ten bin. Ich fin­de die Cloud toll und nut­ze selbst recht vie­le die­ser Diens­te: Goog­le Apps, Flickr, Ama­zon S3, Tumb­lr, Pos­te­rous, Hero­ku, Mobi­le­Me, Drop­box und so wei­ter. Und ich füh­le mich gut dabei. Gut des­we­gen, weil ich mir kei­ne Gedan­ken über Back­ups machen muss. Gut, weil ich mir sicher sein kann, dass all mei­ne Daten fast immer ver­füg­bar sind, wenn ich sie brau­che. Auch in der Cloud wird kei­ne 100%ige Erreich­bar­keit erreicht, aber 99,9 % genü­gen mir auch voll­kom­men. Rein rech­ne­risch sind damit 8,76 Stun­den pro Jahr erlaub­te Aus­fall­zeit drin. Das ist ok. Selbst-gehos­te­te Diens­te ste­hen eher schlech­ter denn bes­ser dar.

Vie­le argu­men­tie­ren gegen die Cloud mit einem voll­stän­di­gen Kon­troll­ver­lust, der Cloud-Anbie­ter kann ja theo­re­tisch mit mei­nen Daten tun und las­sen, was er will. Zuletzt gesche­hen bei Wiki­leaks. Und das könn­te natür­lich auch mir pas­sie­ren. Viel­leicht gefällt Pos­te­rous ja nicht, was ich hier so von mir gebe. Oder der Staats­an­walt ruft bei Pos­te­rous an. Und dann macht einer der Mit­ar­bei­ter von Pos­te­rous (oder Tumb­lr, Goog­le, sonst­wem) Klick und schal­tet mei­nen Account ab. Aber ande­rer­seits, kürz­lich gese­hen an dem Vor­fall mit nerdcore.de, kann das auch außer­halb der Cloud pas­sie­ren. Den Gedan­ken­gang kön­nen wir also getrost abha­ken. Wenn ich nicht selbst dafür sor­ge, dass mei­ne Inhal­te auf ver­schie­de­nen Ser­vern in ver­schie­de­nen Län­dern abge­legt sind, hab ich wohl nie eine Sicher­heit, dass nicht jemand drit­tes ein­fach mei­nen Ser­vice abschal­tet.

Vor eini­gen Tagen ist bei Flickr der Super­gau pas­siert. Ein Schwei­zer Nut­zer hat sich bei Flickr beschwert, dass jemand sei­ne Inhal­te klau­en wür­de. Ein Mit­ar­bei­ter von Flickr hat das Pro­blem behe­ben wol­len, dabei aber ver­se­hent­lich den Account des Schwei­zers, Mir­co Wil­helm, gelöscht. Kann ja mal vor­kom­men und kann natür­lich auch außer­halb der Cloud pas­sie­ren. Aber ich wür­de jetzt ein­fach davon aus­ge­hen, dass man sich ein Back­up schnappt und den Account lücken­los wie­der­her­stel­len kann. Schein­bar ist das aber, wenigs­tens in der Flickr-Cloud, nicht so ohne wei­te­res mög­lich. Mitt­ler­wei­le, rund 24 Stun­den spä­ter, haben die Tech­ni­ker bei Flickr wohl den gesam­ten Account erfolg­reich wie­der­her­stel­len kön­nen. Ohne den Auf­schrei, den die­ser Vor­fall her­vor­ge­ru­fen hat, wäre es aber nicht unbe­dingt so weit gekom­men. Schein­bar hat­ten die Mit­ar­bei­ter bei Flickr wirk­lich gut zu tun, um die­se Wie­der­her­stel­lung zu errei­chen. Ein wenig frech war auch die anfäng­li­che Reak­ti­on von Flickr, dem armen Mann gan­ze vier Jah­re einer Pro-Mit­glied­schaft zu schen­ken. Zur Erin­ne­rung: Flickr Pro kos­tet schlap­pe 25 US-$ im Jahr. Ein Gegen­wert von nicht mal 100 Dol­lar ersetzt wohl kaum den Ver­lust von 3.400 Fotos, die in Mir­cos Account gespei­chert waren.

Auch wenn Flickr letz­ten Endes erfolg­reich den gesam­ten Account hat wie­der­her­stel­len kön­nen (und Herrn Wil­helm 25 Jah­re Pro-Mit­glied­schaft geschenkt hat), soll­te man sich viel­leicht nicht zu sehr zurück­leh­nen, nur weil die Daten in der Cloud lie­gen und die­se ja nahe­zu unzer­stör­bar ist. Sicher­lich, eine Cloud schützt recht effi­zi­ent vor dem Daten­ver­lust durch Hard­ware­schä­den, nicht aber vor Benut­zer­feh­lern. Auch bei der Ver­wen­dung von Cloud-Diens­ten scheint also eine sinn­vol­le Back­upstra­te­gie unum­gäng­lich zu sein.

Rand­no­tiz: ich bin mit Drop­box mal ein wenig auf die Nase gefal­len. Dort abge­leg­te LaTeX-Quel­len wur­den vom Ser­vice irgend­wie zer­stört. Die Inhal­te ent­spra­chen in keins­ter Wei­se denen, die ich ursprüng­lich abge­legt habe. Das sonst recht effi­zi­en­te und gut arbei­ten­de Hash­ing von Drop­box wird hier wohl eine laten­te Fehl­funk­ti­on gehabt haben. Und natür­lich hab ich den Drop­box-Ord­ner aus mei­nem Time-Machi­ne-Back­up aus­ge­schlos­sen…

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Eigene Domain mit Blog und E‑Mail für 6,60 € im Jahr

Klingt unmög­lich? Ist es aber nicht. In die­sem Arti­kel möch­te ich euch einen Weg zei­gen, mit dem ihr ein Blog samt eige­ner Domain und jede Men­ge E‑Mail-Adres­sen und zuge­hö­ri­gem Spei­cher bekommt.

Die Ser­vices, die ich hier vor­stel­len möch­te, hei­ßen im Ein­zel­nen:

  • Tumb­lr
  • Pos­te­rous
  • Wor­d­Press
  • Goog­le Apps Stan­dard

Jeder ein­zel­ne die­ser Diens­te kos­tet kei­nen Cent. Nur für eure Domain müsst ihr Geld zah­len. Des­we­gen, damit der unan­ge­neh­me Teil erle­digt ist, küm­mern wir uns dar­um zuerst.

Eine Domain ohne alles bekommt ihr bspw. bei domain­FAC­TO­RY. Ver­schie­de­ne Domai­nen­dun­gen, sog. Top Level Domains, kos­ten unter­schied­lich viel Geld. Bei mei­ner Kal­ku­la­ti­on gehe ich von einer .de-Domain aus, die laut Preis­lis­te 0,55 € monat­lich kos­tet. Der Betrag ist im Vor­aus zu ent­rich­ten und beläuft sich somit auf 6,60 € pro Jahr. Mit der Domain selbst könnt ihr natür­lich erst mal nicht so immens viel anstel­len. Aber trotz­dem ist das der ers­te Schritt. Die­se Domain wer­den wir spä­ter so kon­fi­gu­rie­ren, dass euer Blog dar­über erreich­bar sein wird.

Wei­ter geht’s zum ange­neh­men, dem kos­ten­lo­sen Teil.

Zu aller­erst soll­tet ihr euch für einen Blo­g­an­bie­ter ent­schei­den. Auf wel­chen eure Ent­schei­dung fällt, ist sicher­lich teil­wei­se per­sön­li­che Prä­fe­renz. Wer hier ohne Vor­be­hal­te ent­schei­den möch­te, soll­te sich alle drei genau­er anschau­en. Ich habe mit allen drei schon Erfah­run­gen machen kön­nen. Für mei­ne Anfor­de­run­gen eig­net sich der Dienst Tumb­lr am Bes­ten. Aber das soll kei­ne Emp­feh­lung für die­sen oder gar gegen die ande­ren Diens­te sein. Im Fol­gen­den gehe ich kurz auf die Eigen­ar­ten der jewei­li­gen Diens­te ein:

Tumblr

Woher der Name kommt, ist halb­wegs ein­deu­tig. Tumb­le­log, das war wohl der ursprüng­li­che Ein­satz­zweck, den der Dienst für sich selbst gese­hen hat. Dafür nut­ze ich ihn auch haupt­säch­lich. Tumb­le­logs die­nen pri­mär dazu, klei­ne Schnip­sel, über die man im Web gestol­pert ist zu ver­öf­fent­li­chen. Bei Tumb­lr wählt man vor dem Erstel­len eines Arti­kels aus, um wel­chen Inhalts­typ es sich han­deln soll. Zur Wahl ste­hen Text, Foto, Zitat, Link, Chat, Audio und Video. Je nach gewähl­tem Inhalts­typ kann man nun einen stink­nor­ma­len Fliess­text ein­bin­den, einen Direkt- oder Embed-Link zu einem Video (You­Tube, Vimeo, etc.), ein Foto hoch­la­den oder von einer exter­nen URL holen las­sen und so wei­ter und so fort. Jedem media­len Inhalts­typ kann man noch eine Text­be­schrei­bung bei­fü­gen. Wer also ein Video wählt, kann nach­her nicht nur ein Video in sei­nem Bei­trag dar­stel­len.

Jeder Bei­trag kann Tags bekom­men, man kann eine Quell-URL ange­ben, sofern vor­han­den, einen Link samt Titel auto­ma­tisch zu Twit­ter pos­ten las­sen, eine Ver­knüp­fung zu Face­book ist auch mög­lich. So publi­ziert Tumb­lr neue Bei­trä­ge in mei­nem Fal­le direkt in mei­nen Twit­ter­ac­count und stellt die­se auch in mei­ner Face­book-Time­li­ne dar. Eure Bei­trä­ge könnt ihr über die Mark­up-Spra­che Mark­down for­ma­tie­ren. Eine kom­plet­te Refe­renz zu Mark­down gibt es auf den Sei­ten sei­nes Erfin­ders, John Gru­ber.

Anpass­bar ist der Ser­vice natür­lich auch. So ste­hen der­zeit über 100 The­mes, kos­ten­lo­se und kos­ten­pflich­ti­ge zur Ver­fü­gung. Die Prei­se der kos­ten­pflich­ti­gen The­mes vari­ie­ren zwi­schen 9 und 49 US-$, blei­ben also in jedem Fal­le bezahl­bar. Die Aus­wahl an kos­ten­frei­en The­mes ist aber so groß, dass man hier nicht unbe­dingt Geld aus­ge­ben muss. Die meis­ten The­mes las­sen sich kom­for­ta­bel ohne Kennt­nis­se in HTML und/oder CSS anpas­sen. Die jewei­li­gen Mög­lich­kei­ten hän­gen hier­bei aber stark vom jewei­li­gen The­me ab, sodass ich hier kei­ne all­ge­mein gül­ti­gen Bei­spie­le geben kann. Wer mag, kann dar­über hin­aus aber auch direkt das HTML und CSS des The­mes bear­bei­ten.

Neben den eigent­li­chen dyna­mi­schen Blog­bei­trä­gen kön­nen sog. Sei­ten ange­legt wer­den, gut geeig­net bspw. für ein Impres­sum oder eine Kon­takt­sei­te. Außer­dem kann man sei­ne Leser aktiv ein­be­zie­hen, wenn man die Com­mu­ni­ty-Funk­tio­nen nutzt. So kön­nen Besu­cher Bei­trä­ge bei­steu­ern, Fra­gen stel­len, etc. Zu guter letzt ist es mög­lich, zusätz­li­che Autoren zum Blog hin­zu­zu­fü­gen.

Nun zu unse­rem Anlie­gen, das Tumb­lr-Blog unter unse­rer eige­nen Domain ver­füg­bar zu machen. Tumb­lr bie­tet dafür eine eige­ne Hil­fe­sei­te an, auf der steht, was zu tun ist. Zusam­men­ge­fasst müsst ihr einen so genann­ten A‑Record bei eurem Domain­hos­ter anle­gen und die­sen auf die IP-Adres­se 72.32.231.8 zei­gen las­sen. Infos zu die­sem The­ma gibt es domain­FAC­TO­RY auf der ent­spre­chen­den FAQ-Sei­te. Nach­dem ihr bei domain­FAC­TO­RY (oder eurem jewei­li­gen Hos­ter) den Ein­trag ange­legt habt, müsst ihr den Namen noch in den Ein­stel­lun­gen eures Blogs hin­ter­le­gen. Dafür klickt ihr in eurem Dash­board auf Anpas­sen und dann oben auf Info. Unten setzt ihr den Haken bei Eige­ne Domain ver­wen­den und tippt dar­un­ter euren eige­nen Domain­na­men ein. Ein Klick auf Speichern+Schliessen über­nimmt die Ände­run­gen. Bis euer Blog tat­säch­lich unter der Domain auf­taucht, kann unter Umstän­den ein hal­ber Tag ver­ge­hen. Ein wenig Geduld braucht ihr also.

Tumb­lr ist auch eine Com­mu­ni­ty, so könnt ihr ande­ren Tumb­lr-Blogs fol­gen und bekommt deren Inhal­te in eurem Dash­board ein­ge­blen­det. Außer­dem könnt ihr Bei­trä­ge favo­ri­sie­ren, also ähn­lich wie bei Face­book liken. Kom­men­ta­re wer­den über Dis­qus inte­griert, wel­ches wie­der­um eine eige­ne Com­mu­ni­ty mit­bringt.

Posterous

Pos­te­rous hat sich auf die Flag­gen geschrie­ben, der per­fek­te Dienst für mobi­le Blog­ger zu sein, weil man sei­ne Bei­trä­ge ein­fach per E‑Mail an den Dienst schi­cken kann. Anfangs fand ich das geni­al, wer aber sei­ne Bei­trä­ge fle­xi­bel gestal­ten möch­te, soll­te lie­ber doch den Edi­tor benut­zen. Um einen Bei­trag per E‑Mail ein­zu­rei­chen genügt es, die E‑Mail-Adres­se, von der aus man sen­den möch­te bei Pos­te­rous bekannt zu machen. Initi­al geschieht das, indem man ein­fach eine E‑Mail an [email protected] schickt. Alles wei­te­re wird dann in einer Ant­wort­mail erklärt. Die Anmel­dung könn­te also nicht ein­fa­cher sein.

Pos­te­rous hat kei­ne Bei­trags­ty­pen, wie das bei Tumb­lr der Fall ist. Was Pos­te­rous allen ande­ren Diens­ten vor­aus hat, sind zwei Din­ge:

  1. Ein­bin­dung exter­ner Inhal­te in den Post. Wenn ich also mit­ten in mei­nen Bei­trag einen Link zu einem Vimeo-Video, einem Git­Hub-Gist oder einem Flickr-Foto ein­fü­ge, wird anstel­le des Links der Inhalt dar­ge­stellt. Wie das urhe­ber­recht­lich aus­sieht, fra­ge ich mich aber immer noch. An E‑Mails ange­hängt Vide­os und MP3-Datei­en wer­den im Übri­gen mit­tels Flash-Play­er (ohne Flash in der Mobil­ver­si­on für iOS-Gerä­te) in den Bei­trag ein­ge­bun­den, das Hos­ting und bei Vide­os auch die Kon­ver­tie­rung über­nimmt Pose­rous.
  2. Auto­pos­ting. Pos­te­rous unter­stützt die auto­ma­ti­sche Publi­ka­ti­on eurer Inhal­te auf sehr vie­len Platt­for­men. So kann man ein­stel­len, dass nach dem Publi­zie­ren eines neu­en Bei­trags auto­ma­tisch Ein­trä­ge bei Social-Media-Diens­ten wie Face­book, Twit­ter, Flickr, Tumb­lr, Wor­d­Press und ande­ren Diens­ten erstellt wer­den. Aus Grün­den der Such­ma­schi­nen­freund­lich­keit rate ich aber drin­gend davon ab, Blog­bei­trä­ge von Pos­te­rous bei wei­te­ren Blog­platt­for­men publi­zie­ren zu las­sen. Dupli­ca­te Con­tent ist bei Goog­le und Co. nicht son­der­lich beliebt.

Die For­ma­tie­rung der Bei­trä­ge erfolgt wahl­wei­se über den WYSI­WYG-Edi­tor oder, wie bei Tumb­lr, über Mark­down. Bei­de Metho­den kön­nen mich nicht so recht zufrie­den stel­len. Ich hof­fe, dass Pos­te­rous den ver­wen­de­ten Edi­tor frü­her oder spä­ter aus­tau­schen wird da bspw. Copy & Pas­te nicht ver­nünf­tig funk­tio­niert. Pos­te­rous bie­tet 1 GB Spei­cher­platz an, nach dem Errei­chen die­ses Limits wird Pos­te­rous Kon­takt mit euch auf­neh­men und fra­gen, ob ihr mehr braucht.

Der­zeit ste­hen euch bei Pos­te­rous ins­ge­samt 36 ver­schie­de­ne The­mes zur Ver­fü­gung. Kos­ten­pflich­ti­ge The­mes direkt bei Pos­te­rous gibt es bis­her nicht, sind aber ange­kün­digt. Und genau wie Tumb­lr habt ihr bei Pos­te­rous die Mög­lich­keit, sta­ti­sche Sei­ten anzu­le­gen.

Auch hier gibt es die Mög­lich­keit, eine eige­ne Domain mit eurem Blog zu ver­knüp­fen. Hier­zu ist wie­der ein A‑Record erfor­der­lich, der auf die IP 66.216.125.32 zei­gen muss. In den Ein­stel­lun­gen eures Blogs klickt ihr dann beim Namen auf die Schalt­flä­che Edit und geb unter Cus­tom Domains euren Domain­na­men ein. Auch hier ist wie­der ein wenig Geduld gefragt, bis der Ein­trag sich im welt­wei­ten DNS-Baum über­all ein­ge­nis­tet hat.

Was mir nach wie vor ein wenig sau­er auf­stösst ist die Geschwin­dig­keit des Diens­tes. Gefühlt reagiert die Platt­form deut­lich trä­ger als Tumb­lr dies tut. Die­ses Blog hier ist im Übri­gen bei Pos­te­rous. Von der Kom­men­tar­funk­ti­on bin ich eben­falls nicht begeis­tert, so las­sen sich bspw. kei­ne direkt zuge­ord­ne­ten Ant­wor­ten auf Kom­men­ta­re erstel­len. Bes­se­rung wur­de mir auf Anfra­ge aber zuge­si­chert.

Wer noch ein altes Blog hat, kann im Übri­gen mit­tels des Importers all sei­ne alten Ein­trä­ge zu Pos­te­rous holen. Ziem­lich cool und ein­ma­lig, soweit ich das beur­tei­len kann.

In Sachen Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen bringt Pos­te­rous eine Fol­lo­wer­lis­te mit, außer­dem kann man sich täg­lich die aktu­el­len Bei­trä­ge die­ser Blogs per E‑Mail zuschi­cken las­sen.

WordPress

Wor­d­Press dürf­te die mit Abstand bekann­tes­te und popu­lärs­te Blog-Soft­ware welt­weit sein. Was nicht unbe­dingt ein Qua­li­täts­merk­mal ist. Aber einen gro­ßen Vor­teil hat man dadurch: die Aus­wahl an The­mes und Plugins ist gigan­tisch. Aber wie das bei so gro­ßen Men­gen immer so ist, ent­spricht die Qua­li­tät natür­lich nicht immer den höchs­ten Stan­dards.

Wie Pos­te­rous trennt auch Wor­d­Press nicht nach Bei­trags­ty­pen und lässt einen bunt mischen. Dateiu­ploads erfol­gen über die Media­thek und kön­nen auch direkt aus der Arti­kel­an­sicht erfol­gen. Das Spei­cher­platz­li­mit beträgt 3 GB.

Wie schon gesagt, ist das gro­ße Argu­ment für die Nut­zung von Wor­d­Press die schier unend­li­che Viel­falt an The­mes und Plugins. Der Hos­ted-Ser­vice von Wor­d­Press ist recht zügig und das Backend ist kom­for­ta­bel. Ein­schrän­kun­gen gegen­über einer selbst-gehos­te­ten Instal­la­ti­on muss man kaum in Kauf neh­men. Mitt­ler­wei­le exis­tiert auch die Mög­lich­keit, Pre­mi­um-The­mes für die gehos­te­te Instal­la­ti­on zu kau­fen, was bis­her eine Ein­schrän­kung war. Plugins und The­mes las­sen sich über das Backend kom­for­ta­bel instal­lie­ren und suchen.

Um eure Domain jetzt mit eurem kos­ten­lo­sen Wor­d­Press-Blog zu ver­knüp­fen, ist ein etwas radi­ka­le­res Vor­ge­hen nötig als bei Pos­te­rous oder Tumb­lr. Ihr müsst die kom­plet­ten Name­ser­ver-Ein­trä­ge umbie­gen. Wie das geht, steht in einem Sup­port-Arti­kel, in eng­li­scher Spra­che. Das führt für unser nächs­tes Vor­ha­ben aber zu Pro­ble­men, auf die wir noch ein­ge­hen müs­sen.

Bei Wor­d­Press habe ich bis­her kei­ne Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen ent­de­cken kön­nen, was scha­de ist.

Google Apps Standard Edition

Wenn ihr euch für einen der drei oben erwähn­ten Ser­vices ent­schie­den habt, habt ihr schon mal eine cloud-basier­te Web­site. Aber euch kann nie­mand E‑Mails an eure Domain schi­cken. Und das gehört doch zum guten Ton.

Um dies zu errei­chen, ver­wen­den wir Goog­le Apps Stan­dard Edi­ti­on. Die Stan­dard Edi­ti­on kos­tet kei­nen Cent und bie­tet für maxi­mal 50 Benut­zer auf einer Domain 7,5 GB Spei­cher­platz pro Nut­zer an. Damit soll­te euer E‑Mail-Volu­men für eini­ge Zeit gede­ckelt sein. Neben­bei bekommt ihr noch den welt­bes­ten Spam-Fil­ter, durch­ge­hen­de SSL-Ver­schlüs­se­lung und Goog­le Docs in sei­ner vol­len Pracht. Ihr müsst euch nur mit eurer Domain regis­trie­ren und fol­gen­de DNS-Ein­trä­ge für eure Domain vor­neh­men:

1 ASPMX.L.GOOGLE.COM5 ALT1.ASPMX.L.GOOGLE.COM5 ALT2.ASPMX.L.GOOGLE.COM10 ASPMX2.GOOGLEMAIL.COM10 ASPMX3.GOOGLEMAIL.COM

Die Zahl kenn­zeich­net die Prio­ri­tät des Ein­trags. Der Ein­trags­typ lau­tet MX.

Außer­dem müsst ihr eine geeig­ne­te Metho­de der Domain­ve­ri­fi­zie­rung wäh­len. Da ihr kei­nen Webs­pace habt, auf den ihr irgend­wel­che Datei­en hoch­la­den könnt, müsst ihr den CNA­ME-Weg wäh­len. Dazu wer­det ihr wäh­rend des Ein­rich­tungs­pro­zes­ses auf­ge­for­dert, der Name ändert sich stän­dig, wes­we­gen ich ihn hier nicht ange­be.

Wenn eure Domain regis­triert ist, könnt ihr außer­dem Sub­do­mains für den Zugriff auf das Web­in­ter­face des jewei­li­gen Diens­tes ver­wen­den. Dazu ist ein wei­te­rer CNA­ME-Ein­trag erfor­der­lich, der dann auf ghs.google.com. (der Punkt am Ende ist wich­tig) zei­gen muss. Ihr könn­tet also bspw. mail auf die­sen Ein­trag zei­gen las­sen, um bei der Ein­ga­be von mail.domain.tld euer Web­mail-Inter­face auf­zu­ru­fen.

Ein Hin­weis noch zu Wor­d­Press: da wir not­ge­drun­gen die Name­ser­ver-Ein­trä­ge umbie­gen muss­ten, müs­sen die oben genann­ten Ein­stel­lun­gen bei Wor­d­Press und nicht bei bspw. domain­FAC­TO­RY vor­ge­nom­men wer­den. Einen ent­spre­chen­den Sup­port-Arti­kel stellt Wor­d­Press zu die­sem The­ma bereit.

Fin

Das war es auch schon. Nach viel­leicht einer Stun­de Arbeit habt ihr eine kom­plet­te, leicht anpass­ba­re Web­site (Blog­sys­te­me las­sen sich natür­lich nicht nur zum Blog­gen ver­wen­den) und einen cloud-basier­ten kol­la­bo­ra­ti­ons­fä­hi­gen E‑Mail-Dienst für 6,60 € im Jahr. Ihr müsst euch nicht mit Updates rumär­gern oder dar­aus resul­tie­ren­de tech­ni­sche Pro­ble­me lösen. Da alle erwähn­ten Diens­te Cloud-Diens­te sind, ist auch die Aus­fall­wahr­schein­lich­keit recht gering, wenn auch gera­de die Blog-Diens­te Pos­te­rous und Tumb­lr in der letz­ten Zeit immer wie­der mal nicht erreich­bar waren. Im Regel­fall waren die­se Pro­ble­me aber auch schon nach weni­gen Minu­ten wie­der beho­ben. Und Aus­fäl­le kön­nen natür­lich auch bei bezahl­ten Dienst­leis­tun­gen vor­kom­men.

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Heroku: Rails-Anwendungen in der Cloud

Die Cloud, das Buz­z­word des letz­ten Jah­res, ist in aller Mun­de. Und hat auch schon ers­te Federn las­sen müs­sen. Was die Cloud eigent­lich kenn­zeich­net, ist nahe­zu gren­zen­lo­se Ska­lier­bar­keit. Wenn es nach den Befür­wor­tern der Cloud geht, bucht nie­mand mehr phy­si­ka­li­sche Maschi­nen, son­dern Spei­cher­platz, RAM, Rechen­leis­tung in dem Umfang, den er benö­tigt. Wird zwi­schen­zeit­lich mal mehr gebraucht, dreht man kurz an der ent­spre­chen­den Schrau­be und zahlt eben für die Zeit ein wenig mehr. Es gibt unheim­lich vie­le Anbie­ter, gera­de Ama­zon, eigent­lich Inter­net­ein­zel­händ­ler, hat in die­sem Bereich von sich reden gemacht. Ama­zon bie­tet alles denk­ba­re an Cloud-Dienst­leis­tun­gen an, was man sich nur so vor­stel­len kann. Genau das ist dem Wiki­leaks-Pro­jekt zum Ver­häng­nis gewor­den, weil der Anbie­ter somit auch am ein­zi­gen Hebel sitzt. Legt er den um, ist Fei­er­abend. Ama­zon bie­tet zwar eine recht gro­ße Pro­dukt­pa­let­te an, alles abde­cken tun sie dann aber auch nicht.

Wer bei­spiels­wei­se Rails-Anwen­dun­gen in der Cloud lau­fen las­sen möch­te, ist auf ande­re Dienst­leis­ter ange­wie­sen. In den letz­ten Jah­ren hat sich ein Anbie­ter namens Hero­ku einen Namen in der Com­mu­ni­ty gemacht. Erst kürz­lich wur­de Hero­ku von salesforce.com, einem gro­ßen Anbie­ter von Geschäfts­an­wen­dun­gen, für rund 212 Mio. US-$ auf­ge­kauft.

Hero­ku hat ein für den Ent­wick­ler sehr effi­zi­ent zu nut­zen­des und ein­fa­ches Deploy­ment-Ver­fah­ren ent­wi­ckelt, wel­ches kom­plett Git- und Rake-gestützt ist. Der Rails-Ent­wick­ler muss sich also nicht mit der Admi­nis­tra­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on von Web­ser­vern her­um­är­gern. Ein Vor­teil gegen­über den klas­si­schen Rails-Hos­tern, von denen es ohne­hin rela­tiv weni­ge gibt ist, dass man nicht auf die vom Hos­ter instal­lier­ten Ruby-Gem-Ver­sio­nen ange­wie­sen ist, son­dern sei­ne eige­nen Ver­sio­nen spe­zi­fi­zie­ren kann, wie man es von sei­ner Ent­wick­lungs­ma­schi­ne her kennt.

Wer rei­ne Rails-3-Anwen­dun­gen deploy­en möch­te, hat sei­ne Anwen­dung bin­nen weni­ger Minu­ten online:

sudo gem install herokugit initheroku creategit add .git commit -a -m 'first deployment commit to Heroku'git push heroku masterheroku rake db:migrateheroku open

Das war es schon. Die Anwen­dung soll­te online sein und sich im Brow­ser geöff­net haben.

Bei Rails-2-Anwen­dun­gen gestal­tet sich das Deploy­ment etwas schwie­ri­ger, aber auch nicht viel. Bevor man die oben erwähn­te Befehls­ket­te anschub­sen kann, muss erst ein­mal eine Datei namens .gems erstellt wer­den. In die­ser müs­sen dann alle erfor­der­li­chen Gems, ggf. inklu­si­ve Ver­si­ons­num­mer notiert wer­den. Bei­spiel:

rails --version 2.3.5i18n --version 0.4.2rack --version 1.0.1

Erst dann darf deploy­ed wer­den. Neben den oben erwähn­ten Mög­lich­kei­ten gibt es aber noch vie­le wei­te­re, die alle­samt auf den wirk­lich tol­len Sup­port- und Doku­men­ta­ti­ons-Sei­ten von Hero­ku doku­men­tiert sind. So kann man, sofern man bereits lokal Post­greS­QL ver­wen­det, sei­nen kom­plet­ten Daten­bank­in­halt mit­tels hero­ku db:push in die Anwen­dung bei Hero­ku pushen. Post­greS­QL ist übri­gens die ein­zi­ge Daten­bank, die von Hero­ku ange­bo­ten wird. Laut Hero­ku des­we­gen, weil sie dort die opti­ma­le Kom­bi­na­ti­on zwi­schen Zuver­läs­sig­keit, Daten­in­te­gri­tät und Geschwin­dig­keit sehen. Ein State­ment, das ich durch­aus unter­schrei­ben kann. Das hero­ku-Gem ist äußerst mäch­tig und bie­tet einem Zugriff auf sämt­li­che instal­lier­ba­re Add-Ons (s.u.), auf die Logs und noch vie­les mehr. Eine Stu­die der Doku­men­ta­ti­on ist emp­feh­lens­wert.

Ab sofort kann dann direkt in den Anwen­dungs­con­tai­ner bei Hero­ku deploy­ed wer­den, indem man ein ganz regu­lä­res Git-Com­mit erstellt. Ein­fa­cher geht es kaum noch.

Nach­dem die ers­te Ver­si­on der Anwen­dung deploy­ed wur­de, kann man sie um eini­ge tol­le, teil­wei­se auch kos­ten­los nutz­ba­re Add-Ons erwei­tern. Dazu gehö­ren nütz­li­che Erwei­te­run­gen wie CNA­ME-Ein­trä­ge für die Anwen­dung (damit man sie auch unter einer eige­nen (Sub-)Domain betrei­ben kann), Jasondb, Mon­goDB und CouchDB für die NoS­QL-Anhän­ger unter uns, Excep­ti­on-Tra­cker, Echt­zeit­su­che, New Relic, SMS-Gate­ways, auto­ma­ti­sier­te Daten­bank­back­ups, etc. Man­che kos­ten gar nichts, man­che nur wenig Geld, ande­re wie­der­um sind recht teu­er (wobei teu­er mal wie­der rela­tiv ist). Dol­le ins Geld geht ein SSL-Zer­ti­fi­kat, da sol­che Zer­ti­fi­ka­te wei­ter­hin IP-basiert sind, was bei einem Cloud-basier­ten Dienst natür­lich recht fins­ter wer­den kann.

Apro­pos Kos­ten: jeder kann bei Hero­ku belie­big vie­le Anwen­dun­gen hos­ten las­sen, die auch erst mal nichts kos­ten, in der Leis­tungs­fä­hig­keit aber arg ein­ge­schränkt sind. Benö­tigt man mehr Res­sour­cen, muss man in die Tasche grei­fen, ab ca. 36 US-$ (0,05 $-Cent pro Stun­de) monat­lich geht es los. Dabei unter­teilt Hero­ku in Dynos und Worker. Dynos beschleu­ni­gen das Front­end, Worker die Hin­ter­grund­pro­zes­se der Rails-Anwen­dung. Der Maxi­mal­aus­bau liegt bei 24 Dynos und 24 Workern, wofür dann aber auch 2,35 US-$ pro Stun­de, oder umge­rech­net rund 1.700 US-$ monat­lich anfal­len. Die Per­for­mance­stu­fe dürf­te aber auch „geho­be­nen“ Ansprü­chen genü­gen.

Damit ist aber noch nicht Schluss, denn eine dedi­zier­te Daten­bank ist bei dem Preis noch nicht inklu­si­ve. Kos­ten­los gibt es 5 MB Shared Data­ba­se, für 20 US-$ monat­lich 20 GB Shared Data­ba­se. Wer gern eine dedi­zier­te Daten­bank hät­te, muss bspw. für den kleins­ten Tarif Ronin 200 US-$ monat­lich berap­pen. Dafür erhält er 16 gleich­zei­ti­ge Ver­bin­dun­gen, 1,7 GB RAM und 1 com­pu­ting unit. Für 6.400 US-$ gibt es 400 Ver­bin­dun­gen, 68 GB RAM und 26 com­pu­ting units. Wer’s braucht…

Hero­kus Datei­sys­tem ist read-only, Dateiu­ploads las­sen sich also nicht rea­li­sie­ren. Hier­zu kann/sollte man, auch laut Hero­ku-Doku­men­ta­ti­on, auf Anbie­ter wie Ama­zon S3 aus­wei­chen. Für Rails-Anwen­dun­gen gibt es diver­se Mög­lich­kei­ten, Uploads zu Ama­zons S3 (Simp­le Sto­rage Ser­vice) aus der Anwen­dung her­aus zu rea­li­sie­ren. Nament­lich erwähnt wer­den Attach­ment-Fu und Paper­clip. Eine per­sön­li­che Prä­fe­renz kann ich hier abge­ben, ich hab mit bei­den noch nicht gear­bei­tet. Hero­ku emp­fiehlt im Übri­gen gene­rell, gro­ße Datei­en, die die Appli­ka­ti­on zum Down­load bereit­stel­len soll, aus Per­for­mance­grün­den zu S3 oder ähn­li­chen Ser­vices aus­zu­la­gern, weil das Datei­sys­tem von Hero­ku nicht für der­ar­ti­ge Anwen­dungs­zwe­cke kon­zi­piert und opti­miert wur­de.

Um die Per­for­mance­un­ter­schie­de mes­sen zu kön­nen, habe ich eine Instal­la­ti­on von Red­mi­ne bei Hero­ku vor­ge­nom­men. Das Deploy­en die­ser Anwen­dung ist lei­der nicht total tri­vi­al, die ein­zel­nen Schrit­te habe ich des­we­gen in einem Gist (wel­cher auch noch mal ganz unten ein­ge­bet­tet ist) nie­der­ge­schrie­ben.

Zum Ergeb­nis mei­ner Bench­marks, gemes­sen auf einer Pro­jekt­über­sichts­sei­te mit ab -c 50 -n 200:

  1. 1 Dyno (kos­ten­los): 7,98 Requests pro Sekun­de
  2. 2 Dynos: 13,15 Requests pro Sekun­de
  3. 3 Dynos: 18,46 Requests pro Sekun­de
  4. 10 Dynos: 53,46 Requests pro Sekun­de
  5. 24 Dynos: 84,14 Requests pro Sekun­de
  6. 1 Worker: 7,64 Requests pro Sekun­de
  7. 2 Worker: 7,74 Requests pro Sekun­de

Die Anzahl der Worker wirkt sich also in kei­ner Wei­se auf die Anwen­dungs­per­for­mance aus, die Anzahl der Dynos hin­ge­gen beträcht­lich. Den größ­ten Gewinn (pro­zen­tu­al gese­hen) bekommt man hier, wenn man von dem einen kos­ten­lo­sen Dyno auf einen zwei­ten, kos­ten­pflich­ti­gen auf­rüs­tet. Die monat­li­chen Kos­ten lie­gen mit die­sem bei rund 36 US-$, also umge­rech­net in etwa 27 €. Eigent­lich nicht zu viel ver­langt, man darf nur nicht ver­ges­sen, dass in die­sem Preis noch kein Sto­rage und nur 5 MB an Daten­bank­platz inklu­si­ve ist.

Zum Ver­gleich: mein nicht opti­mier­ter Root-Ser­ver (Athlon64 X2 6.400+, 4 GB RAM, OpenVZ) lie­fert rund 10,5
R
equests pro Sekun­de. Den muss ich natür­lich selbst admi­nis­trie­ren, war­ten, etc. Und das Deploy­ment ist auch längst nicht so bequem bzw. müss­te erst mal von mir auf die­sen Bequem­lich­keits­le­vel gebracht wer­den.

Hero­ku bie­tet für einen akzep­ta­blen Preis einen wirk­lich tol­len und per­for­man­ten sowie äußerst fle­xi­blen Ser­vice an. Für den Rails-Ent­wick­ler, der kei­ne Lust hat, sich mit der Ein­rich­tung und Admi­nis­tra­ti­on eines Rails-fähi­gen Web­ser­vers rum­zu­schla­gen und ggf. auf­tre­ten­de Pro­ble­me zu behe­ben ist Hero­ku aus mei­ner Sicht opti­mal. Zumal man hier nicht gleich einen zwei­ten Ser­ver hin­zu kau­fen muss, nur weil die Anwen­dung an ein oder zwei Stun­den am Tag mal mehr Res­sour­cen braucht, als es die eige­ne Hard­ware zulässt. Die Anmel­dung kos­tet nichts und das Deploy­en der eige­nen (oder frem­den) Anwen­dung genau so wenig. Einem Ver­such steht also nichts im Wege. Viel Spaß dabei.

https://gist.github.com/779866

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Ubuntu auf dem Desktop

Teaser

In die­sem Arti­kel möch­te ich kurz beschrei­ben, wie es aus mei­ner Sicht um den Ubun­tu-Desk­top bestellt ist und ob er in der Lage ist, kom­mer­zi­el­le Betriebs­sys­te­me zu erset­zen. Dies soll kei­ne reprä­sen­ta­ti­ve Stu­die wer­den, nur ein per­sön­li­cher Ein­druck des aktu­el­len Stands, auf dem sich Ubun­tu befin­det, im mehr oder min­der direk­ten Ver­gleich mit der kom­mer­zi­el­len Kon­kur­renz.

1. Instal­la­ti­on

Die Instal­la­ti­on eines Ubun­tu auf einer lee­ren Fest­plat­te könn­te nicht ein­fa­cher sein. Der Benut­zer muss kaum eine Ent­schei­dung tref­fen, bis auf die obli­ga­to­ri­sche Kom­bi­na­ti­on aus Benut­zer­na­men und Kenn­wort. Wäh­rend der Instal­la­ti­on ist es rat­sam, den Rech­ner an einer akti­ven Inter­net­ver­bin­dung zu betrei­ben, damit so eini­ge Updates schon wäh­rend der Instal­la­ti­on ein­ge­spielt wer­den kön­nen. Nichts­des­to­trotz folgt direkt nach dem ers­ten Neu­start erst mal eine Updateor­gie. Die­se hält sich im direk­ten Ver­gleich zu Win­dows oder gar Mac OS X aber erfreu­lich in Gren­zen. Nach einem Schub bestehend aus Down­load und Instal­la­ti­on sind alle Updates ein­ge­spielt. Befand sich ein Ker­ne­l­up­date unter den Down­loads, muss der Rech­ner zum Abschluss neu gestar­tet wer­den. Instal­liert man ein Mac OS X Snow Leo­pard, müs­sen die Updates in zwei „Schich­ten“ ein­ge­spielt wer­den, ein Neu­start ist auch hier auf jeden Fall erfor­der­lich. Bei Win­dows 7 sind es gar drei Durch­läu­fe gepaart mit zwei recht zeit­fres­sen­den Neu­starts. Zugu­te­hal­ten muss man hier natür­lich Win­dows 7 und Snow Leo­pard, dass sie schon ein Weil­chen län­ger auf dem Markt sind und so natur­ge­mäß mehr Updates ange­fal­len sind. Auf der ande­ren Sei­te aktua­li­siert Ubun­tu nicht nur sich, son­dern auch gleich noch jede Anwen­dung, die vor­in­stal­liert ist. Die Instal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten von OS X und Win­dows 7 ver­lan­gen dem Benut­zer aber auch kaum noch Fach­kennt­nis­se ab, sodass sich Ubun­tu hier auf einer Stu­fe mit OS X befin­det, Win­dows aber nur knapp abge­schla­gen auf Platz 2 lan­det. Ein necki­sches Fea­ture des OS-X-Instal­lers: mit­tels der ein­ge­bau­ten Web­cam eines jeden Mac wird ein Fotos des Benut­zers gemacht und des­sen Benut­zer­pro­fil zuge­wie­sen. Braucht kei­ner, nett ist es trotz­dem.

2. Vor­in­stal­la­ti­on

Die stan­dard­mä­ßig vor­in­stal­lier­te Aus­wahl an Anwen­dun­gen ist nahe­zu vor­bild­lich. Bei­na­he jeder Anwen­der­typ kann sofort mit der Arbeit begin­nen und muss sich nicht erst müh­sam bei­spiels­wei­se ein Office-Paket orga­ni­sie­ren. Vor­in­stal­liert sind Stan­dard­an­wen­dun­gen wie ein Office-Paket (nament­lich OpenOffice.org), ein Per­so­nal-Infor­ma­ti­on-Man­an­ger à la Out­look (Evo­lu­ti­on), ein Brow­ser (Fire­fox), ein Instant-Mes­sen­ger (Empa­thy, kom­pa­ti­bel mit ICQ, MSN, Yahoo, GTalk, etc.), eine Bild­ver­wal­tung, eini­ge Spie­le, ein Text­edi­tor, ein Ter­mi­nal, eine Anwen­dung für Win­dows-RDP-Ver­bin­dun­gen und so wei­ter. Für den Nor­mal­an­wen­der blei­ben hier, wenigs­tens was die Aus­stat­tung angeht, kei­ner­lei Wün­sche offen. Der Ubun­tu-Desk­top sieht nach der Instal­la­ti­on sehr auf­ge­räumt aus, kei­ner­lei Icons auf dem Schreib­tisch blo­ckie­ren die Sicht, alle Anwen­dun­gen befin­den sich fein säu­ber­lich sor­tiert im Anwen­dun­gen-Menü oben links auf dem Bild­schirm. Hier müs­sen sich Mac OS X und Win­dows ein­deu­tig hin­ten anstel­len, mit deren Vor­in­stal­la­ti­on kann man nur bedingt arbei­ten. Unter Win­dows ist nicht mal ein zeit­ge­mä­ßer Brow­ser vor­in­stal­liert (was ulki­ger­wei­se auch für das neue Win­dows Pho­ne 7 gilt), eine brauch­ba­re E‑Mail-Anwen­dung fin­det man auch nicht vor. Unter OS X ist die Lage etwas bes­ser, aber Prei­se kann Apple hier­mit auch nicht gewin­nen. Etwas ver­bes­sern kann man die Lage, indem man das iLi­fe-Paket, wel­ches sich im Lie­fer­um­fang eines jeden Macs befin­det, instal­liert. Jetzt sind wenigs­tens Anwen­dun­gen für die Bild­ver­wal­tung, Audio­schnitt, Web­siteer­stel­lung, etc. instal­liert. Außer­dem muss man den ein­ge­bau­ten Tools von OS X im Schnitt einen deut­lich höhe­ren Funk­ti­ons­um­fang beschei­ni­gen. So kann der OS-X-Nut­zer (wie sein Ubun­tu-nut­zen­der Kol­le­ge auch) sofort nach der Instal­la­ti­on PDF-Datei­en öff­nen, Doku­men­te in PDF-Datei­en umwan­deln, Fotos rudi­men­tär nach­be­ar­bei­ten (beschnei­den, Sättigung/Helligkeit ver­än­dern, etc.), außer­dem ist der vor­in­stal­lier­te Brow­ser einer der moderns­ten der­zeit erhält­li­chen, hier kann der unter Ubun­tu instal­lier­te Fire­fox nicht mit­hal­ten. Win­dows steht hier mal wie­der ganz hin­ten an, die genann­ten Funk­tio­nen sucht man dort ver­ge­bens.

3. Soft­ware­su­che, ‑instal­la­ti­on und ‑pfle­ge

Hier schei­den sich die Geis­ter. Seit Ubun­tu 10.04 gibt es unter Ubun­tu das Soft­ware Cen­ter, seit ges­tern, also dem 06.01.2011, gibt es unter OS X den Mac App Store. Bei­de ver­fol­gen den glei­chen Ansatz: eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für den Benut­zer zu schaf­fen, wo er sich sei­ne Soft­ware aus­su­chen, ggf. bezah­len und gleich instal­lie­ren kann, ohne stun­den­lang Goog­le quä­len zu müs­sen. Ich per­sön­lich fin­de die­sen Ansatz sehr gut, ande­re wie­der­um befürch­te, ins­be­son­de­re im Fal­le von OS X, dass die­ser Weg dazu führt, dass ande­re Wege der Soft­ware­instal­la­ti­on bald nicht mehr exis­tie­ren wer­den. Unter Win­dows gibt es (mei­nem Kennt­nis­stand nach) nichts ver­gleich­ba­res. Der Win­dows-User muss sich also nach wie vor als Jäger und Samm­ler betä­ti­gen und sich sei­ne Soft­ware müh­sam aus den Wei­ten des Inter­nets zusammenklau(b)en (sor­ry, das Wort­spiel konn­te ich mir nicht ver­knei­fen). Wäh­rend Ubun­tu- und Mac-User jetzt also eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für ihre Soft­ware haben, sind Win­dows-Benut­zer wei­ter­hin auf dubio­se Heft-CDs oder, sofern vor­han­den, ihre Fähig­kei­ten in der Bedie­nung von Such­ma­schi­nen ange­wie­sen. Wäh­rend unter Ubun­tu der Gedan­ke kon­se­quent fort­ge­setzt wur­de und über das Soft­ware-Cen­ter instal­lier­te Soft­ware auch deinstal­liert wer­den kann, muss der Mac-User hier selbst Hand anle­gen. Nach wie vor aber gestal­tet sich die Instal­la­ti­on und Pfle­ge von Soft­ware unter Win­dows am schwie­rigs­ten: setup.exe suchen, her­un­ter­la­den, auf Viren prü­fen, Wei­ter, Lizenz­be­din­gun­gen akzep­tie­ren, Wei­ter, Wei­ter, Fer­tig­stel­len, Ver­knüp­fun­gen vom Desk­top löschen… umständ­lich. Unter OS X war es bis­her so, dass eine Instal­la­ti­on dar­in bestand, das DMG mit der Anwen­dung her­un­ter­zu­la­den und das Icon in den Anwen­dun­gen-Ord­ner zu zie­hen. Geni­al ein­fach, ein­fach geni­al. Aber suchen muss­te man die Soft­ware, bis ges­tern, noch selbst. Unter Linux hin­ge­gen ist die­ses zen­tra­le Soft­ware­ver­wal­tungs­sys­tem schon lan­ge Zeit gang und gäbe. Auch die Updates kom­men auf die­sem Wege. Am war­tungs­freund­lichs­ten ist somit der Ubun­tu-Desk­top, mehr oder min­der dicht gefolgt von OS X, Schluss­licht bil­det Win­dows. Wie ich ein­gangs schon erwähn­te, hier schei­den sich die Geis­ter. Man­che bevor­zu­gen den Win­dows-Weg, wie­so auch immer… objek­tiv betrach­tet ist es der schwie­rigs­te und feh­ler­an­fäl­ligs­te.

4. Inno­va­tio­nen

Tja, die sucht man unter Win­dows ver­ge­bens, machen wir uns nix vor. Damit möch­te ich jetzt nicht sagen, dass OS X und Ubun­tu vor Inno­va­tio­nen nur so strot­zen, Win­dows kann hier trotz­dem nicht Schritt hal­ten. In den letz­ten Jah­ren ist der Trend von „ gibt’s nur für Win­dows“ ein­deu­tig gekippt und vie­ler­orts in das Gegen­teil umge­schla­gen: „Gibt’s nur für OS X“. Vie­le klei­ne Hel­fer­lein, die es unter OS X schon län­ge­re Zeit gibt, schei­nen ihren Weg, auch in Form einer Kopie, nicht auf die Win­dows-Platt­form zu fin­den. Ich den­ke hier­bei kon­kret an Pro­jek­te wie Alfred App, CloudApp, Grab­Box, Litt­leS­nap­per, Growl, Drop­zo­ne und so wei­ter. Vom Poli­shing, also der opti­schen Fines­se der meis­ten Mac-Appli­ka­tio­nen, abge­se­hen, haben vie­le die­ser Ideen mitt­ler­wei­le in Form von Open-Source-Pro­jek­ten ihren Weg zur Linux-Platt­form gefun­den, Alfred und Growl bei­spiels­wei­se wer­den mitt­ler­wei­le sehr ordent­lich unter Ubun­tu nach­emp­fun­den. Auch die ein­ge­bau­ten inno­va­ti­ven Hel­fer von OS X wie das Dock, der Datei­schnell­be­trach­ter Quick Look oder die äußerst prak­ti­sche Funk­ti­on Expo­sé haben mitt­ler­wei­le Pen­dants unter Linux. Wobei man zum Dock sagen muss, dass Micro­soft hier fast das bes­se­re Dock geschaf­fen hat. Das Grund­kon­zept von Dock und Tas­kleis­te unter­schei­det sich kaum noch, aber die ein­ge­bau­te Fens­ter­vor­schau unter Win­dows 7 ist ein Schritt, den man bei Apple schein­bar nicht gehen woll­te. Was ich bei sehr vie­len Fens­tern aber sogar ver­ste­hen kann. Unprak­tisch ist es trotz­dem nicht.

5. Gerä­te­trei­ber

Noch immer eines der größ­ten Pro­ble­me, wenn man auf das freie Betriebs­sys­tem set­zen möch­te. Wer kann, soll­te sich noch vor dem Kauf eines Neu­ge­räts, egal ob Desk­top-PC oder Note­book, erkun­di­gen, ob eine voll­stän­di­ge Kom­pa­ti­bi­li­tät zu Ubun­tu gewähr­leis­tet ist. Es ist lei­der auch heu­te noch nicht selbst­ver­ständ­lich, dass sofort alles Out-of-the-Box läuft und es kann durch­aus pas­sie­ren, dass man Trei­ber per Hand kom­pi­lie­ren oder wenigs­tens auf­wän­dig kon­fi­gu­rie­ren muss. Mei­ner Erfah­rung nach sind die Jungs beim Ubun­tu-Pro­jekt aber wirk­lich schnell. Kauft man kein nagel­neu­es Gerät, wel­ches erst seit Wochen auf dem Markt ist, ist die Wahr­schein­lich­keit recht groß, dass funk­tio­nie­ren­de Trei­ber für die Wunsch­hard­ware vor­lie­gen. Mac OS und Win­dows geht es hier deut­lich bes­ser, selbst für Mac OS lie­fert mitt­ler­wei­le nahe­zu jeder Her­stel­ler pas­sen­de Trei­ber mit. Eine Aus­nah­me bil­det hier die Situa­ti­on der Dru­cker­trei­ber: ich habe es gera­de in letz­ter Zeit immer häu­fi­ger erlebt, dass ich Dru­cker unter Ubun­tu mit weni­ger Auf­wand als unter Win­dows und sogar mit weni­ger Auf­wand als unter OS X instal­lie­ren konn­te, da gera­de der Bereich der Laser­dru­cker mitt­ler­wei­le schein­bar fast voll­stän­dig Linux-kom­pa­ti­bel ist. Der Assis­tent iden­ti­fi­ziert das Gerät, holt den Trei­ber aus dem Repo­si­to­ry, instal­liert ihn und man kann dru­cken.

6. Zukunft

Wie ich sie sehe. Ubun­tu wird immer mehr zu einem OS-X-Clon, was nicht zwin­gend etwas schlech­tes ist. So kom­men auch die, die sich bis­her nichts von Apple leis­ten konn­ten oder woll­ten in den Genuss einer her­vor­ra­gen­den Usa­bi­li­ty und User Expe­ri­ence (Buz­z­words, jaja…). Mark Shut­tle­worth selbst war es schließ­lich, der sei­ne Ent­wick­ler offen dazu ansta­chel­te, bei Apple abzu­gu­cken. Was Micro­soft zwar auch tut, aber eben unter der Hand. Unbe­streit­bar ist der Fakt, dass sehr vie­le der Apple-Fea­tures der­zeit von der Kon­kur­renz imi­tiert wer­den, was aber wie gesagt nicht unbe­dingt was schlech­tes ist. Micro­soft soll­te aus mei­ner Sicht end­lich mal den not­wen­di­gen Schritt tun und die Basis des Sys­tems aus­tau­schen, um die gan­zen Alt­las­ten los­zu­wer­den. So, wie Apple es vor rund 10 Jah­ren getan hat. Zum Abschluss möch­te ich noch sagen, dass ich Win­dows nicht per se als schlecht bezeich­ne, bei­lei­be nicht, es ist nur ein­fach schlech­ter als die Kon­kur­renz. Dies allein aber macht es noch nicht zu einem schlech­ten Betriebs­sys­tem.

7. Fazit

Wer mit sei­nem Com­pu­ter nur Brie­fe und E‑Mails schreibt, dem kann es herz­lich egal sein, wel­ches OS er benutzt, glück­lich dürf­te er mit allen wer­den. Ubun­tu hat hier ganz klar den Kos­ten­vor­teil auf sei­ner Sei­te, Win­dows den Vor­teil des gewohn­ten. Wer ger­ne Com­pu­ter­spie­le spielt, soll­te nach wie vor zu Win­dows grei­fen, auch wenn sich in die­sem Bereich das Blatt bereits zu wen­den begon­nen hat. Immer mehr auch kom­mer­zi­el­le Titel fin­den ihren Weg auf den Mac oder in Ubun­tu (Linux im All­ge­mei­nen). Wer krea­tiv ist, mit vie­len Daten zu arbei­ten hat und gern inno­va­ti­ve Soft­ware-Ideen vor­fin­den möch­te, soll­te der­zeit zum Mac grei­fen, der Work­flow ist auf dem Mac der­zeit ein­fach am flüs­sigs­ten. Ubun­tu holt aber stark auf und Win­dows hat seit Ver­si­on 7 auch wie­der an Tem­po zuge­legt, bil­det den­noch das Schluss­licht die­ses Tri­os. Die Arbeits­ge­schwin­dig­keit (Wech­sel von Anwen­dun­gen, Auf­fin­den von Daten, Star­ten von Pro­gram­men, zur Ver­fü­gung stel­len von Daten wie Screen­shots, etc.) die ich unter OS X errei­che, ken­ne ich der­zeit von kei­nem ande­ren Betriebs­sys­tem, was natür­lich eine gewis­se Pha­se der Ein­ge­wöh­nung vor­aus­setzt. In grö­ße­ren Betrie­ben ist Win­dows natür­lich nach wie vor nicht weg­zu­den­ken, zu vie­le Anwen­dun­gen, die es nur für Win­dows gibt und deren Por­tie­rung wahn­sin­nig teu­er wäre, ist dort instal­liert und im Ein­satz. Das ist hier aber eher weni­ger eine Fra­ge des Betriebs­sys­tems und des­sen Kom­fort oder Leis­tungs­fä­hig­keit, wie gern in den bekann­ten Fla­me-Wars ins Fel­de geführt wird, son­dern eher eine Geld­fra­ge.

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Rückfrage? Wozu denn?

Ich habe vor ein paar Wochen ein Note­book bei notebooksbilliger.de bestellt, es aber auf­grund man­geln­der Leis­tung zurück­ge­schickt. Die Bezah­lung des Geräts nahm ich per sofortueberweisung.de vor. Als ich eine Rück­sen­dung anfor­der­te, schick­te mir notebooksbilliger.de sofort ein Retou­ren­la­bel per E‑Mai zum Selbst­dru­cken zu. Gerät ein­ge­packt, Label aus­ge­druckt und auf­ge­klebt, ab die Post. Einen Tag spä­ter kam die Bestä­ti­gung, dass das Gerät ein­ge­trof­fen ist und die Gut­schrift erfol­gen wird.

Ich frag­te sicher­heits­hal­ber noch mal nach, ob denen denn über­haupt eine Kon­to­ver­bin­dung vor­liegt, auf die die Gut­schrift erfol­gen kann. Und sie­he da… nein, liegt nicht vor. Und da hakt mein Ver­ständ­nis aus. Wie kann man eine Gut­schrift zusi­chern, wenn gar kein Medi­um für die Gut­schrift vor­liegt? Ein Ver­se­hen, mag man mei­nen. Aber mit­nich­ten. Mein Vater nahm ca. vier Wochen zuvor auch eine Bestel­lung vor, die eben­falls zu einer Retou­re wur­de. Und hier genau das glei­che Spiel. Kei­ne Kon­to­ver­bin­dung vor­han­den, aber nach über einer Wochen noch immer kei­ne Anfra­ge diesbzgl. Ist das Sys­tem? Zins­freie Kre­di­te, wenn man Retou­ren macht? Sor­ry, lie­be Leu­te bei notebooksbilliger.de, bis­her hab ich immer sehr gro­ße Stü­cke auf euch gehal­ten, aber das tut man ein­fach nicht.

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Den Gutschein können wir nicht verlängern, sorry.

Das war die Ant­wort, die ich von Paint­ball Expe­ri­ence in Han­no­ver bekom­men habe. Ich habe vor eini­ger Zeit einen Gut­schein via Dai­l­y­De­al für Paint­ball Expe­ri­ence gekauft, woll­te aber nicht allein hin und habe den Besuch so Ewig­kei­ten vor mir her­ge­scho­ben. Jetzt ist Jah­res­en­de und natür­lich abso­lut kei­ne Zeit mehr, um jetzt Paint­ball spie­len zu gehen.

Vor eini­gen Tagen schrieb ich also Paint­ball Expe­ri­ence an und frag­te freund­lich nach, ob es denn nicht mög­lich sei, dass ich den Gut­schein noch im Janu­ar oder Febru­ar in Anspruch neh­me. Der Prak­ti­kan­t/A­zu­bi/­was-auch-immer mit mit­tel­mä­ßi­gen Recht­schreib­fä­hig­kei­ten („end­täu­schen“) sag­te mir, dass das nicht gin­ge. Als ich dann anwor­te­te, dass ich mit einem wei­te­ren voll-zah­len­den Freund käme, bot er an, die Geschäfts­lei­tung zu fra­gen, ob man da nicht was machen kön­ne. Erst auf erneu­te Rück­fra­ge bekam ich ges­tern die Ant­wort, dass das nicht mög­lich sei.

In mei­ner letz­ten Mail erwähn­te ich auch, dass es sehr unwahr­schein­lich sei, dass die jemals Geld von mir sehen wer­den, das von mei­nem Beglei­ter natür­lich erst recht nicht. Scha­de auch, Paint­ball Expe­ri­ence, zwei poten­ti­el­le Kun­den weni­ger. Nötig scheint ihr es ja nicht zu haben.

Es mag ja durch­aus sein, dass man einen Gut­schein bis zum Ablauf­da­tum gegen­über Dai­l­y­De­al ein­ge­löst haben muss, aber wie­so hat mir Paint­ball Expe­ri­ence nicht einen Aus­tausch ange­bo­ten? Dai­l­y­De­al-Gut­schein gegen eige­nen Gut­schein? Damit wäre auch die­ses Pro­blem, so es denn exis­tier­te, gelöst. Aber schein­bar hat die Fir­ma kein Inter­es­se an wei­te­ren Kun­den. Für mich jeden­falls seid ihr gestor­ben, lie­be Leu­te.

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Versuch macht kluch, oder: Geht’s auch ohne Apple?

Ich habe vor eini­ger Zeit eine Art Selbst­ver­such gestar­tet: mein iMac und mein Mac­Book waren jeweils drei Jah­re alt, das Bedürf­nis nach neu­er Hard­ware war geweckt. Also wan­der­ten bei­de Gerä­te zur eBucht und fan­den dort auch für recht ordent­li­ches Geld einen neu­en Besit­zer.

Einen Nach­fol­ger für den iMac hat­te ich zu dem Zeit­punkt schon: ein iMac 27″. Ein tol­les Gerät, jeder Cent war wohl­in­ves­tiert.

Beim Mac­Book woll­te ich mir aber nicht so recht ent­schei­den. Ich habe das Mac­Book nicht son­der­lich inten­siv genutzt, stre­cken­wei­se lag es wochen­lang unge­nutzt in sei­ner Hül­le auf mei­nem Schreib­tisch rum. Per­len vor die Säue also, immer­hin kos­te­te das Gerät etwas über 800 €. Zum Rum­lie­gen­las­sen eigent­lich zu viel Geld. Das Mac­Book Air 11″ lacht mich seit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung an, weil es eigent­lich genau auf mein Nut­zungs­pro­fil zuge­schnit­ten ist. Wäre da nicht der recht hap­pi­ge Preis von fast 1.000 €. Auch hier wie­der, zum Rum­lie­gen­las­sen viel zu viel Geld. Der Form­fak­tor reizt mich aber mas­siv, die Bild­schirm­auf­lö­sung genau so.

Ich schau­te mich also ein wenig bei der Kon­kur­renz um und wur­de auf das Leno­vo Think­Pad Edge auf­merk­sam, das es auch als Ver­si­on mit 11″-Display gibt. Und das schon für recht schlan­ke 330 € ohne Betriebs­sys­tem. In der jetzt bei mir ste­hen­den Ver­si­on mit Dual-Core-AMD-CPU und 4 GB RAM hat mich das gute Stück gera­de mal 380 Flo­cken gekos­tet, rund 500 € weni­ger, als ich im Apple-on-Cam­pus-Store für das Mac­Book Air hät­te zah­len müs­sen. Natür­lich, es fehlt die SSD, die Laut­lo­sig­keit, Mac OS X und ver­mut­lich auch ein wenig Rechen­power, bis auf die Laut­lo­sig­keit und Mac OS X aber durch­aus Din­ge, die mich nicht son­der­lich stö­ren, so sel­ten, wie ich das Gerät ein­set­ze. Wit­zi­ge Anek­do­te am Ran­de: die Dual-Core-Ver­si­on ist deut­lich lei­ser als die Ver­si­on mit der Sin­gle-Core-CPU. Wer also mit dem Gedan­ken spielt, sich die klei­ne Vari­an­te zu kau­fen, soll­te zum Dual-Core-AMD grei­fen. Das Feh­len von Mac OS X zu Ver­schmer­zen wiegt schon deut­lich schwe­rer, aber Mark Shut­tle­worth sei Dank gibt es eigent­lich ein Sys­tem, das ähn­lich toll funk­tio­niert und auch fast so toll aus­sieht wie das OS aus Cup­er­ti­no: Ubun­tu.

Aber eben auch nur fast. Auf der ver­bau­ten 320 GB gro­ßen Fest­plat­te befin­den sich nun Win­dows 7 Pro­fes­sio­nal und Ubun­tu 10.10. Auf­grund der recht hohen DPI-Zahl und der damit ver­bun­de­nen Auf­lö­sung von 1.366x768 Pixel lässt sich mit bei­den Sys­te­men sogar arbei­ten, im Gegen­satz zu Net­books, die auf­grund ihrer 1024x600 voll­stän­dig aus­fal­len. Bei­de Sys­te­me lau­fen halb­wegs annehm­bar flott auf der Maschi­ne, wobei Win­dows 7 deut­lich trä­ger zugan­ge ist als dies bei Ubun­tu der Fall ist. Aber arbei­ten lässt sich damit trotz­dem halb­wegs. Die Akku­lauf­zeit nimmt sich unter bei­den Sys­te­men nichts, je nach Anwen­dungs­art hält der Akku zwi­schen drei und vier Stun­den. Für den Preis des Note­books ein durch­aus akzep­ta­bler Wert.

Nun aber zu den Punk­ten, die mich das Gerät schon fast wie­der zurück­schi­cken und ein Mac­Book Air bestel­len las­sen:

1. Win­dows. Es ist und bleibt unbe­nutz­bar. Die zuge­kauf­te Blue­tooth-Maus funk­tio­niert nicht zuver­läs­sig. Nach dem Anmel­den bekom­me ich eine Feh­ler­mel­dung, die mit einer feh­len­den DLL zu tun hat, die zum Blue­tooth-Stack zu gehö­ren scheint. Ich muss also nach jeder Anmel­dung die Maus erneut ver­bin­den. Feh­ler­be­he­bung schei­ter­te bis­her. Der Feh­ler tritt aber auch erst ein, seit Win­dows ein Update für den Think­Pad-Blue­tooth-Stack ein­ge­spielt hat. Wohl­ge­merkt über das auto­ma­ti­sche Update, ich hab das Trei­ber­up­date nicht selbst von Leno­vo geholt, lief ja alles vor­her. Es scheint nach wie vor zu viel ver­langt zu sein, dass Stan­dard­hard­ware ein­fach funk­tio­niert. Von Nicht-Vor­han­den­sein mei­ner gan­zen gelieb­ten und erfor­der­li­chen CLI-Tools mal abge­se­hen, bleibt Win­dows für mich ein rotes Tuch.

2. Ubun­tu. Eigent­lich toll. Wirk­lich. Mit ein wenig Hand­ar­beit kann ich den von mir so gelieb­ten Work­flow, den ich unter OS X hab fast nach­bau­en. Expo­sé, Quick­look, Ter­mi­nal (samt scp, curl, wget, tail, grep, cat und ssh), alle mei­ne Freun­de sind da, die ich tag­täg­lich für die Arbeit nut­ze. Von dem gan­zen Schatz an frei­er Soft­ware mal abge­se­hen, die teil­wei­se wirk­lich phä­no­me­nal ist. Und alles bleibt so schön ein­fach Up-To-Date, der inte­grier­ten Paket­ver­wal­tung sei Dank. Aber lei­der hat die­se hei­le Welt in mei­nem Fal­le auch Schat­ten­sei­ten: Sus­pend to RAM und Mul­ti­touch funk­tio­nie­ren nicht. Das Gerät geht zwar schla­fen, wacht dann aber nicht wie­der auf. Und Mul­ti­touch funk­tio­niert ein­fach gar nicht. Für mich, als diesbzgl. wirk­lich ver­wöhn­ten Mac-User ein abso­lu­tes No-Go.

Und nun ste­he ich da. Ich habe 500 € gespart, muss mich aber mit zwei Betriebs­sys­te­men rumär­gern, die zwar bei­de nicht wirk­lich schlecht sind, das eine aber für mei­ne nor­ma­len Ein­satz­zwe­cke nicht zu gebrau­chen ist und das zwei­te die Kom­fort­fea­tures, an die ich mich so gewöhnt hab, nament­lich Mul­ti­touch und Sus­pend-to-RAM, auf mei­ner Hard­ware nicht bie­tet. Win­dows so umzu­bau­en, dass es mei­nen Ansprü­chen genügt wür­de den Rah­men ein­deu­tig spren­gen, bei Ubun­tu bleibt mir noch zu hof­fen, dass die Ent­wick­ler ent­spre­chen­de Patches zeit­nah ver­öf­fent­li­chen wer­den. Aber ob all der Ärger 500 € wert ist, fra­ge ich mitt­ler­wei­le wirk­lich…

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Radiant Forms Extension und Google Mail/Google Apps

Radiant_-_content_management_simplified

Im Augen­blick set­ze ich die ers­te Kun­den­prä­senz mit dem auf Ruby on Rails basie­ren­den CMS Radi­ant auf. Einen etwas aus­führ­li­che­ren Arti­kel zu die­sem The­ma wer­de ich bei Zei­ten auch noch ver­öf­fent­li­chen. An die­ser Stel­le möch­te ich aber erst mal eine Feh­ler­quel­le ent­tar­nen, die mich etwas Gebast­le gekos­tet hat.

Die ein­gangs erwähn­te Web­site soll auch ein Kon­takt­for­mu­lar ent­hal­ten. Zu die­sem Zwe­cke habe ich die Erwei­te­rung Radi­ant Forms Exten­si­on von Dirk Kel­ly ver­wen­det. Ich habe mich bei der Ein­rich­tung der Exten­si­on strikt an die Infor­ma­tio­nen der README gehal­ten, trotz­dem kamen die über das For­mu­lar ein­ge­ge­be­nen Daten nicht an.

Um die Exten­si­on mit einem Goog­le-Apps- oder Goog­le-Mail-Kon­to zu ver­wen­den, scheint fol­gen­der Inhalt für die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei erfor­der­lich zu sein:

https://gist.github.com/749507

Mit­tels die­ser Kon­fi­gu­ra­ti­on ver­sen­det die Exten­si­on tadel­los die im For­mu­lar ein­ge­ge­be­nen Mails.

Für mich auch ein Stol­per­stein waren die Tags. Mitt­ler­wei­le ist die README ange­passt, ich bin aber noch über eine ver­al­te­te Ver­si­on gestol­pert. Ach­tet also dar­auf, dass ihr auch die kor­rek­ten Tags, näm­lich r:form:read und nicht r:get, ver­wen­det. Die aktu­el­le README aber wie gesagt ent­hält bereits die kor­ri­gier­ten Daten.

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WLAN mit einem Lenovo ThinkPad Edge 11″ und Ubuntu 10.10 (Update am 24.04.2011)

Lenovo-thinkpad-edge-11-notebook

Die Think­Pad-Edge-Rei­he aus dem Hau­se Leno­vo ist eine optisch recht attrak­ti­ve und güns­ti­ge Mög­lich­keit, an ein Sub­note­book zu kom­men. Wun­der in Sachen Akku­lauf­zeit dür­fen hier natür­lich nicht erwar­tet wer­den. Aber das Note­book ist trotz des Sin­gle-Core-Pro­zes­sors von AMD, der in mei­nem Modell ver­baut ist recht zügig unter­wegs und deut­lich schnel­ler als jedes Atom-basie­ren­de Net­book. Das Dis­play ist auch als durch­aus ver­nünf­tig zu bezeich­nen, glei­ches gilt für die rest­li­che qua­li­ta­ti­ve Anmu­tung des Geräts. Ins­ge­samt für rund 330,- € ein wirk­lich schö­nes Gerät.

Unter Ubun­tu 10.10 haben sich aber zwei Pro­ble­me erge­ben:

  1. Der vom Sys­tem vor­ge­schla­ge­ne Trei­ber für den ver­bau­ten Gra­fik­chip (ATI Mobi­li­ty Rade­on HD 4225) scheint defekt zu sein. Sobald die­ser instal­liert ist, gibt es nur Gra­fik­feh­ler. Lasst also die Fin­ger von die­sem Trei­ber, nicht instal­lie­ren!
  2. WLAN geht nicht out-of-the-box. Das Pro­blem zu behe­ben ist aber kein The­ma, genau dar­um soll es hier gehen.

Als ers­tes benö­ti­gen wir den pas­sen­den Trei­ber. Lei­der scheint es für die­sen noch kein Paket in den Ubun­tu-Repo­si­to­rys zu geben. Lässt man mit­tels des Befehls lspci alle PCI-Gerä­te in dem Note­book aus­wer­fen, stösst man auf ein Gerät RTL8176, es han­delt sich also um einen Real­Tek-Chip. Nur scheint es kei­ne Trei­ber direkt für die­sen Chip zu geben. Wel­cher Trei­ber aber funk­tio­niert ist der für den RTL8192CE. Die­sen wie­der­um bie­tet Real­Tek auf sei­ner Home­page auch für Linux zum Down­load an.

UPDATE

Es gibt schein­bar mitt­ler­wei­le einen vor­kom­pi­lier­ten Trei­ber, den man mit­tels eines PPA auf ein­fa­che Art und Wei­se instal­lie­ren kann. Quel­le: https://answers.launchpad.net/ubuntu/+source/gnome-nettool/+question/132667

Gebt dazu ein­fach fol­gen­des in eure Ter­mi­nal ein:

sudo add-apt-repository ppa:lexical/hwe-wirelesssudo aptitude updatesudo aptitude install rtl8192ce-dkms

Ladet nun mit­tels wget den Trei­ber her­un­ter. Im Ter­mi­nal ist fol­gen­des ein­zu­ge­ben:

wget ftp://WebUser:[email protected]/cn/wlan/rtl8192ce_linux_2.6.0005.1116.2010.tar.gz

Ent­packt dann den Trei­ber:

tar xvfz rtl8192ce_linux_2.6.0005.1116.2010.tar.gz

Sofern noch nicht gesche­hen, soll­te jetzt das Ubun­tu-Paket build-essen­ti­al instal­liert wer­den.

sudo apt-get install build-essential

Jetzt muss der Trei­ber noch mit­tels

cd rtl8192ce_linux_2.6.0005.1116.2010/; sudo -s; make; make install

instal­liert wer­den. Nach einem Neu­start soll­te der WLAN-Chip aktiv und funk­ti­ons­tüch­tig sein. Wenn nicht, hin­ter­lasst bit­te einen Kom­men­tar.