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Noch zwei Wochen…

dann ist es so weit, die neue Ver­si­on von Ubun­tu erscheint. Bei mei­nen bis­he­ri­gen Geh­ver­su­chen mit die­ser Ver­si­on (der­zeit in der Beta erhält­lich), fiel mir ins­be­son­de­re die deut­lich kür­ze­re Start­zeit des Sys­tems auf.

Ubuntu 9.04 - on desktops, netbooks, servers and in the cloud

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Empfehlenswertes für Ubuntu aus meiner Sicht

Zu die­sem The­ma gibt es bereits jede Men­ge Arti­kel im Inter­net.

Emp­feh­lens­wert fin­de ich bei­spiels­wei­se die­se bei­den hier:

The Per­fect Desk­top — Ubun­tu 8.04 LTS Har­dy Heron

My per­fect desk­top — Ubun­tu 8.04 aka Pimp your desk­top

Mit man­chen Vor­schlä­gen bin ich nicht ganz so ein­ver­stan­den, ich mag es bei­spiels­wei­se gene­rell nicht, KDE-Anwen­dun­gen in einem GNO­ME-Sys­tem zu instal­lie­ren, aber das dürf­te Geschmacks­sa­che sein.

Auf einem frisch instal­lier­ten Ubun­tu instal­lie­re ich zumeist erst mal die fol­gen­den Pake­te:

ubun­tu-restric­ted-extras
build-essen­ti­al

Die ubun­tu-restric­ted-extras beinhal­ten Win­dows-Schrif­ten, das Flash-Plugin für Fire­fox, vie­le Media­co­decs und noch vie­le ande­re nütz­li­che Din­ge. Wer jetzt noch ver­schlüs­sel­te Film-DVDs anschau­en möch­te, braucht zusätz­lich noch das Paket “lib­dvdcss”. Des­sen Ein­satz ist aber wohl nicht über­all ganz legi­tim, am Bes­ten vor­her im Netz schlau lesen.

Außer­dem füge ich das Medib­un­tu-Repo­sito­ry hin­zu. Damit las­sen sich bei­spiels­wei­se der Acro­bat Reader (wird lei­der trotz vor­in­stal­lier­tem PDF-View­er unter Ubun­tu gele­gent­lich benö­tigt, für ver­schlüs­sel­te PDF-Datei­en bspw.; Paket­na­men: acro­read und mozil­la-acro­read) und Sky­pe instal­lie­ren.

Außer­dem gehö­ren zu den Stan­dard-Zusatz­pa­ke­ten bei mei­nen Instal­la­tio­nen noch die Packa­ges

file­zil­la
gedit-plugins

damit ich einen guten und sta­bi­len FTP-Cli­ent und wei­te­re Plugins für den genia­len Text­edi­tor GEdit zur Ver­fü­gung habe.

Um den Web­brow­ser Ope­ra über die Repo­si­to­ries zu instal­lie­ren, sind noch die fol­gen­den Schrit­te erfor­der­lich:

Ter­mi­nal öff­nen und fol­gen­den Befehl ein­ge­ben:

wget ‑O — http://deb.opera.com/archive.key | sudo apt-key add -

Dann über die Paket­quel­len von Ubun­tu noch fol­gen­den zusätz­li­chen Ein­trag hin­zu­fü­gen:

deb http://deb.opera.com/opera etch non-free

Schon lässt sich Ope­ra via Syn­ap­tic instal­lie­ren und aktua­li­siert sich auch auto­ma­tisch.

Mit den Pake­ten

gno­me-do
gno­me-do-plugin-rhyth­m­box
gno­me-do-plugins

lässt sich ein tol­ler Schnell­star­ter à la Quick­Sil­ver (die Mac-User unter uns wis­sen, was gemeint ist) unter Ubun­tu instal­lie­ren.

Mit dem Paket

avant-win­dow-navi­ga­tor

kann man einen net­ten Dock-Clo­ne (wie­der von Mac OS ent­lehnt) instal­lie­ren.

Der “com­piz­con­fig-set­tings-mana­ger” lässt die Com­piz-Effek­te leich­ter kon­fi­gu­rie­ren, damit man sol­che net­ten Effek­te wie einen 3D-Wür­fel für den Desk­top-Wech­sel und ande­res akti­vie­ren kann.

Wer mit Java pro­gram­mie­ren möch­te, soll­te fol­gen­de Pake­te instal­lie­ren:

sun-java6-jdk
sun-java6-fonts
sun-java6-plugin (Java-Plugin für den Fire­fox)

Zu guter letzt akti­vie­re ich noch den Index-Dienst, der das Auf­fin­den und Durch­su­chen von Datei­en deut­lich beschleu­nigt. Wer genug Rechen­leis­tung und RAM hat, soll­te dies auf jeden Fall tun. 2 GHz und 1 GB RAM sind dafür mehr als aus­rei­chend.

Mei­ne Güte, ob ich in der nächs­ten Zeit auch noch mal über etwas ande­res schrei­be als Linux?

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Ubuntu auf einem Medion MD9580‑F

Nur für den Fall, dass jemand ähn­li­ches vor hat, hier mal eine klei­ne Beschrei­bung, wie man vor­zu­ge­hen hat.

Das Note­book gehört einer guten Freun­din von mir, die sich lei­der lei­der kein neu­es Note­book leis­ten kann. Das gute Stück beher­bergt einen rasend schnel­len Pen­ti­um III mit 1 GHz und 256 MB SDRAM. Die Fest­plat­te fasst 20 GB und als opti­sches Lauf­werk kommt ein DVD-Lauf­werk zum Ein­satz. Win­dows XP wur­de zwar mit­ge­lie­fert, läuft aber mehr als beschei­den, arbei­ten ist eigent­lich aus­ge­schlos­sen, wenigs­tens für mein Emp­fin­den viel zu lang­sam. Aber auch die Besit­ze­rin beschwer­te sich das eine oder ande­re Mal. Also beschloss ich, Win­dows zu ent­fer­nen und Ubun­tu zu instal­lie­ren.

Gar nicht so leicht, soll­te sich her­aus­stel­len. Ers­tens macht die mage­re Arbeits­spei­cher­aus­stat­tung Pro­ble­me und zwei­tens ist die Geschwin­dig­keit des DVD-Lauf­werks eine Kata­stro­phe. Damit das Note­book auch Kon­takt zum Netz­werk via WLAN her­stel­len kann, befin­det sich ein DWL-650G+-Adapter im PCMCIA-Slot des Note­books. Ers­te Ver­su­che, das Gerät mit einer Ubuntu‑8.04-CD zum Star­ten zu bewe­gen schlu­gen voll­stän­dig fehl. Auch Ubun­tu 6.06, 7.10 und 8.04 lies­sen sich nicht zum Star­ten zu bewe­gen. Wäh­rend des Boot­vor­gangs fror das Note­book voll­stän­dig ein. Alter­na­te-CDs woll­ten eben­falls nicht. Glei­ches galt für die jewei­li­gen Ver­sio­nen von Xubun­tu. Ein­fach kei­ne Chan­ce. Die ein­zi­ge Ver­si­on von Ubun­tu und Xubun­tu, die sich zum Star­ten bewe­gen las­sen woll­te, war die 7.04, die mitt­ler­wei­le lei­der nicht mehr auf den Ubun­tu-Ser­vern zu bekom­men ist. Glück­li­cher­wei­se hat­te ich noch eine soche CD in mei­nem Schrank lie­gen. Mit­tels die­ser CD kann man aber ohne gro­ße Schwie­rig­kei­ten auf Ver­si­on 8.04 und ver­mut­lich auch 8.10 upgra­den. Ver­si­ons­sprün­ge lässt Syn­ap­tic lei­der nicht zu, von Ver­si­on 7.04 mach­te ich zuerst ein Upgrade auf 7.10 um dann das Upgrade auf 8.04 anzu­schub­sen. Sel­bi­ges läuft gera­de, schon seit einer gan­zen Wei­le. Ob ich auf 8.10 upgrade weiß ich aber noch nicht. Ubun­tu 7.04 star­te­te zwar, mach­te aber wäh­rend der Instal­la­ti­on schlapp, was ver­mut­lich am mage­ren RAM-Aus­bau liegt. Xubun­tu hin­ge­gen läuft seit der Instal­la­ti­on der 7.04 gut und sta­bil, das Note­book läuft nun seit mitt­ler­wei­le 24 Stun­den durch, ohne einen Absturz. Und sogar aus­rei­chend schnell, man kann echt mit dem Sys­tem arbei­ten.

Wer also ver­su­chen möch­te, dem alten Gerät mit­hil­fe von Linux noch ein wenig Leben ein­zu­hau­chen, da es für XP ein­fach zu schwach ist, dem sei Xubun­tu emp­foh­len. Upgrade­pfad von 7.04 über 7.10 auf 8.04 und ver­mut­lich dann auch auf 8.10. Ach ja, die WLAN-Kar­te läuft schon mit 7.04 ein­wand­frei ohne Umbie­ge­rei.

Ich hof­fe, gehol­fen zu haben ;-) Im Not­fall erklä­re ich mich auch gern bereit, die 7.04 i386 auf mei­nen Ser­ver hoch­zu­la­den.

PS: Mitt­ler­wei­le die vier­te Frau, die auf ihrem Rech­ner ein Ubun­tu nutzt :-D Klar, Linux ist kom­pli­ziert…

[UPDATE]

Noch ein­fa­cher geht’s im Übri­gen wenn man den Net­in­stal­ler benutzt :-D Der zieht alle nöti­gen Pake­te und instal­liert sofort ein fer­ti­ges Xubun­tu 8.10. Scha­de nur, dass der auf der Home­page von Ubun­tu nicht zu fin­den ist, habe ihn in den Tie­fen des FTP-Ser­vers gefun­den.

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Es ist da

Ubun­tu 8.10 wur­de vor ca. 1,5 Stun­den zur Ver­fü­gung gestellt. Wer mag, kann sich die ISOs gleich von mei­nem Ser­ver zie­hen:

Ubun­tu 8.10 i386 Live CD

Ubun­tu 8.10 AMD64 Live CD

Viel Spaß :-)

[UPDATE]

Nun hab ich auch noch die Live-CD-ISOs von Kubun­tu und Xubun­tu 8.10:

Kubun­tu 8.10 i386 Live CD

Kubun­tu 8.10 AMD64 Live CD

Xubun­tu 8.10 i386 Live CD

Xubun­tu 8.10 AMD64 Live CD

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Der Countdown läuft

und der RC macht schon einen guten Ein­druck, obwohl ent­ge­gen anders lau­ten­der Infor­ma­tio­nen noch immer Pidgin der Stan­dard-Mes­sen­ger ist, eigent­lich soll­te es Empa­thy sein, Gno­me 2.24 ist auf jeden Fall schon von der Par­tie.

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PDF-Dokument: Einführung in Ubuntu

Soeben bei ubuntuusers.de gefun­den:

Ein­füh­rung in Ubun­tu von Phil­ipp Gass­mann

Also Leu­te, gleich mal nen Satz CDs bren­nen, Doku­ment mehr­fach aus­dru­cken und im Bekann­ten­kreis ver­tei­len ;-)

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RC von Ubuntu 8.10 erhältlich

Soeben gele­sen. Da ich selbst auch unter der lang­sa­men Down­load­ge­schwin­dig­keit von unter 600 KB/Sek “lei­de”, bie­te ich bis zum Final Release einen Mir­ror für mei­ne wer­ten Leser an.

Ubun­tu 8.10 RC AMD64
Ubun­tu 8.10 RC i386

Viel Spaß beim Sau­gen und Aus­pro­bie­ren.

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Linux != Desktop-System?

Hal­te ich für ein gro­ßes Gerücht. Denn ich habe eini­ge “Prä­ze­denz­fäl­le”, die genau das Gegen­teil bestä­ti­gen.

Fall 1:

Mei­ne Mut­ter “erb­te” vori­ges Weih­nach­ten das alte Note­book mei­nes jün­ge­ren Bru­ders, der zu Weih­nach­ten ein neu­es Gerät bekam. Das Note­book, das mei­ne Mut­ter vor­her im Ein­satz hat­te, hat­te sei­ne bes­ten Tage schon lan­ge gese­hen und muss­te drin­gend aus­ge­tauscht wer­den. Dem Note­book mei­nes Bru­ders, ein Asus aus der A6000-Serie mit Pen­ti­um Mobi­le CPU mit 1,73 GHz und 1 GB RAM, lag beim Kauf, wie lei­der üblich, eine Lizenz für Win­dows XP bei. Nach dem Tausch instal­lier­te ich Win­dows XP kom­plett neu und ver­sah das Sys­tem auch gleich mit den not­wen­di­gen Zusatz­an­wen­dun­gen, also dem OpenOffice.org, einem PDF-Wri­ter (PDFCrea­tor), dem Acro­bat Reader, Fire­fox und Thun­der­bird fan­den eben­falls ihren Weg auf die Fest­plat­te des Geräts. Damit waren die not­wen­di­gen Anwen­dun­gen für mei­ne Mut­ter auch schon voll­stän­dig. Das Sys­tem lief dann eini­ge Mona­te, ohne groß­ar­ti­ge Sup­port­an­ru­fe aus dem Hau­se mei­ner Eltern. Bis eines schö­nen Tages der Anruf kam: “Sohn, mein Note­book geht nicht mehr”. Typi­sche Aus­sa­ge eines DAU. Ich set­ze mich also ins Auto und schaue mir das Gerät an: Win­dows XP star­tet nicht mehr, moniert feh­len­de Sys­tem­da­tei­en. Kein Pro­blem, Win­dows-XP-Repa­ra­tur­in­stal­la­ti­on ange­schubst, Sys­tem­da­tei­en aus­ge­tauscht, kur­zer Funk­ti­ons­test, Abflug. Zwei Wochen spä­ter wie­der das Glei­che. Gut, dach­te ich mir, instal­lie­re ich ein­fach mal Win­dows Vis­ta. Test­hal­ber habe ich dafür eine mei­ner MSDN-AA-Lizen­zen ver­wen­det. Sicher­heits­hal­ber habe ich noch ein klei­nes RAM-Upgrade auf 2 GB vor­ge­nom­men und gut soll­te sein. Das Sys­tem lief dann wie­der weni­ge Mona­te, bis der Gau ein­trat. Der sah die­ses Mal so aus, dass das Bild nur noch aus Strei­fen bestand. Ursa­che war ein defek­ter Trei­ber für die ver­bau­te ATI Rade­on Mobi­li­ty x700, der über das Win­dows Update her­ein kam. Über einen Wie­der­her­stel­lungs­punkt konn­te ich das Sys­tem wie­der zum Leben erwe­cken. Dum­mer­wei­se, bezie­hungs­wei­se eigent­lich auch nicht, führ­te mei­ne Mut­ter das fol­gen­de Update wie­der aus, mit dem glei­chen Ergeb­nis: ein dezent strei­fi­ges Bild. Lei­der gibt es kei­ne Mög­lich­keit, Win­dows Update zu sagen, dass es gewis­se Updates aus­las­sen soll. Nach ein paar Über­le­gun­gen ent­schloss ich mich dazu, mei­ner Mut­ter Ubun­tu 8.04 zu instal­lie­ren. Die Instal­la­ti­on ver­lief abso­lut rei­bungs­los, sämt­li­che Hard­ware, bis auf die ohne­hin von mei­ner Mut­ter nicht benö­tig­te im Note­book ver­bau­te Web­cam, wur­de auf der Stel­le erkannt. Kurz noch ihre eige­nen Datei­en, Fire­fox-Lese­zei­chen und Thun­der­bird-Daten migriert. Fer­tig. Und ratet mal… genau, seit dem läuft das Note­book sta­bil (Instal­la­ti­ons­da­tum: ca. April die­sen Jah­res, also kurz nach Erschei­nen der 8.04) und mei­ne Mut­ter hat mich kein ein­zi­ges Mal ange­ru­fen, weil sie irgend­was nicht fin­den konn­te oder irgend­was nicht lief.

Fall 2:

Eine sehr gute Freun­din war auf ein­mal in der Situa­ti­on, kei­nen Rech­ner mehr in der Woh­nung zu haben, da ihr Ex-Freund den Rech­ner beim Aus­zug mit­ge­nom­men hat. Es muss­te also schnell ein neu­er her. Mei­nen Rat, den Rech­ner bei Dell zu bestel­len, schlug sie lei­der aus, es soll­te einer von Kosa­tec wer­den. Also habe ich ihr einen güns­ti­gen Mit­tel­klas­se­rech­ner mit Zwei­kern-CPU von AMD, 2 GB RAM und Desk­top-Gra­fik­kar­te (Rade­on 3850, wenn ich mich nicht ganz irre) zusam­men­ge­stellt, ohne Betriebs­sys­tem. Nach den posi­ti­ven Erfah­run­gen bei mei­ner Mut­ter schlug ich ihr vor, doch die Lizenz­kos­ten für Win­dows zu spa­ren, da sie auf­grund der vie­len nega­ti­ven Erfah­run­gen im Bekann­ten­kreis kein Win­dows Vis­ta haben woll­te, ich es aber als blöd­sin­nig ansah noch Geld für das total ver­al­te­te Win­dows XP aus­zu­ge­ben. Sie hat sich dazu über­re­den las­sen. Wenn ich nicht ganz irre, hat sie ihren Rech­ner Mit­te Juni die­sen Jah­res bekom­men, seit dem läuft Ubun­tu 8.04 auf der Maschi­ne, ohne Pro­ble­me. Das ein­zi­ge Pro­blem war das feh­len­de Java-Plugin für den Fire­fox, da ich dum­mer­wei­se unbe­dingt die 64-Bit-Ver­si­on von Ubun­tu instal­lie­ren muss­te. Und für eben­die­se gibt es weder Flash noch Java für den Fire­fox. Aber es gibt genü­gend Mög­lich­kei­ten, die 32-Bit-Ver­sio­nen der genann­ten Plugins zu instal­lie­ren. Also war auch die­ses Pro­blem recht schnell beho­ben. Seit­dem läuft das Sys­tem sta­bil. Ihr etwas betag­ter HP-Dru­cker lief nach Anschluss sofort, wur­de also ohne mein Zutun sofort erkannt und lief out-of-the-box. Und der 3D-beschleu­nig­te Trei­ber konn­te ohne Pro­ble­me über die Hard­ware­ver­wal­tung instal­liert wer­den, aus lizenz­recht­li­chen Grün­den muss dem aber expli­zit zuge­stimmt wer­den.

Fall 3:

Eine wei­te­re Freun­din ruft mich an, dass sie gern mit ihrem etwas älte­ren Acer-Note­book ins Inter­net möch­te, aber nicht genau weiß wie, war­um und über­haupt ;-) Ich habe mir dann bei ihr vor Ort ange­schaut, was die Infra­struk­tur so sagt und fest­ge­stellt, dass gar kein Access Point vor­han­den ist. Das Pro­blem wur­de flugs beho­ben, das Note­book bekam eine vor­her orga­ni­sier­te PCMCIA-Kar­te spen­diert und alles soll­te gut wer­den. Soll­te… denn als ich ihre Win­dows-XP-Instal­la­ti­on auf den neu­es­ten Stand brin­gen woll­te, fror das Note­book mehr­fach uner­klär­bar ein. Ein geschul­tes Ohr hör­te dann irgend­wann ein unan­ge­neh­mes Kla­cken von der ver­bau­ten Fest­plat­te. Dia­gno­se: Fest­plat­ten­to­tal­scha­den. Alle Ret­tungs­ver­su­che schei­ter­ten lei­der. Ich nahm das Note­book mit, bestell­te für rund 50,- EUR eine 120 GB gro­ße Note­book­fest­plat­te von Wes­tern Digi­tal und ver­bau­te die­se. Eigent­lich woll­te ich wie­der Win­dows XP instal­lie­ren, da zu dem Note­book eine ent­spre­chen­de Lizenz gehör­te. Da ich Dus­sel aber stän­dig mei­ne Win­dows-CDs ver­le­ge, kam es nicht dazu. Ich instal­lier­te eigen­mäch­tig, ange­spornt von zwei posi­ti­ven Erfah­run­gen, Ubun­tu auf dem Note­book. Auch hier wur­de wie­der alles an Hard­ware ein­wand­frei erkannt. Bis auf die neu erwor­be­ne PCMCIA-WLAN-Kar­te. Aber auch hier war schnell Ret­tung in Sicht: der ndis­wrap­per, den ich bin­nen Sekun­den über die Paket­ver­wal­tung von Ubun­tu instal­lie­ren konn­te. Mit des­sen Hil­fe konn­te ich den Win­dows-Trei­ber der Kar­te unter Linux benut­zen, da es bis­her anschei­nend noch nie­mand geschafft hat, einen funk­tio­nie­ren­den Trei­ber für die Kar­te zu schrei­ben. Für den Fall, dass jemand das Pro­blem auch hat­te, es han­del­te sich dabei um eine All­net ALL0262R, die ich für sagen­haf­te 13,- EUR erstan­den habe. Mit­tels des ndis­wrap­pers war auch die­ses Gerät koope­ra­tiv. Seit der Aus­hän­di­gung des Geräts vor weni­gen Wochen habe ich kei­nen ein­zi­gen Hil­fe­ruf erhal­ten.

Fall 4:

Auch wenn es viel­leicht nicht ganz reprä­sen­ta­tiv ist, auch ich nut­ze Ubun­tu pro­duk­tiv auf mei­nem Zweit­note­book, einem Acer Exten­sa 5220, auf­ge­rüs­tet auf 2 GB RAM. Dadurch, dass ich die­ses Gerät u.a. auch für Schu­lun­gen nut­ze, habe ich natür­lich das eine oder ande­re Mal auch einen Bea­mer anschlies­sen müs­sen: tadel­los. Ubun­tu 8.04.1 erkann­te sämt­li­che ver­bau­te Hard­ware, bis auf die WLAN-Kar­te, die stand aber nach dem ers­ten Update der ker­nel-modu­les eben­falls zur Ver­fü­gung. Die 3D-Effek­te lau­fen auf dem schwach­brüs­ti­gen inte­grier­ten Gra­fik­chip tadel­los. Bei der täg­li­chen Arbeit man­gel­te es mir an nichts, im Gegen­satz zu den drei zuvor genann­ten Fäl­len beschränk­te ich mich aber nicht auf die nor­ma­le Office-Arbeit. Für alle Anwen­dungs­zwe­cke fand ich adäqua­te Anwen­dun­gen.

Fall 5:

Ein Bekann­ter, der auf sei­nem ca. zwei Jah­re alten Sam­sung-Note­book Ubun­tu 8.04 instal­lier­te. Bis auf den Kar­ten­le­ser lief alles sofort. Lei­der habe ich den Kar­ten­le­ser bis heu­te nicht ans Lau­fen bekom­men. Vor weni­gen Tagen habe ich mir aber ein Herz gefasst und einen Ein­trag im Forum der Ubun­tu-User erstellt. Viel­leicht wird uns ja da noch gehol­fen. Im Übri­gen ein rie­sen­gro­ßer Vor­teil von Linux: eine gigan­ti­sche Com­mu­ni­ty. Und gera­de bei Ubun­tu ist die­se auch sehr aktiv und hilfs­be­reit. Aber auch die­ser Bekann­te hat sich bis­her äußerst sel­ten an mich gewandt. Wit­zi­ger­wei­se häu­fi­ger als die Frau­en… aber dazu gleich mehr.

Fall 6, etc.:

Auch im Kreis mei­ner Kom­mi­li­to­nen (ja, ihr erin­nert euch rich­tig, ich stu­die­re Infor­ma­tik) habe ich es end­lich geschafft, eini­ge von den Vor­zü­gen von Linux zu über­zeu­gen. Eini­ge von denen leg­ten eine gewis­se Selbst­stän­dig­keit an den Tag und stell­ten nur vor der Instal­la­ti­on eini­ge grund­le­gen­de Fra­gen. Ande­re hin­ge­gen waren nicht ganz so eigen­stän­dig, aber man hilft ja gern. In einem die­ser Fäl­le erkann­te Ubun­tu lei­der den Bild­schirm nicht kor­rekt und konn­te nicht über eine Auf­lö­sung von mehr als 800x600 hin­aus gehen. Nach ein wenig geha­cke in der xorg.conf war aber auch das Pro­blem ver­schwun­den. Als dann eini­ge Wochen spä­ter sein Inter­net­zu­gang nicht mehr lief, mach­te er fälsch­li­cher­wei­se Linux dafür ver­ant­wort­lich und instal­lier­te Win­dows XP… mit dem Ergeb­nis, dass sein Inter­net­zu­gang dadurch auch nicht wie­der aktiv wur­de ;-) Im End­ef­fekt hat­te die Netz­werk­kar­te Schuld. Aber man will ja nicht auf mich hören. Bei einem ande­ren habe ich Stun­den inves­tiert, Ubun­tu mit einem ver­schlüs­sel­ten LVM auf einem etwas älte­ren Think­pad zu instal­lie­ren. Da der jun­ge Mann mit dem Sys­tem nicht zurecht kam, tausch­te er es aber kur­zer­hand wie­der gegen XP aus. Ohne Wor­te…

Fazit:

Das Vor­ur­teil, Linux eig­ne sich nicht für den Desk­top, soll­te man ganz schnell bei­sei­te legen. Sicher­lich, geht es um Spie­le oder Spe­zi­al­an­wen­dun­gen, kommt man wei­ter­hin nicht um (zumin­dest ein vir­tua­li­sier­tes) Win­dows her­um, aber für (nicht-Microsoft-)Software- und Web­ent­wick­ler und Büro­hengs­te ist wenigs­tens Ubun­tu eine kos­ten­lo­se und pro­ba­te Alter­na­ti­ve zu Win­dows, zumal XP total ver­al­tet und Vis­ta ein res­sour­cen­fres­sen­des Schwein ist. Jeder, der mehr weiß als nur, wie man einen Com­pu­ter anschal­tet und wo der Unter­schied zwi­schen der lin­ken und rech­ten Maus­tas­te liegt, soll­te sich Ubun­tu wenigs­tens mal anse­hen. Wie man in letz­ter Zeit immer wie­der sehen kann, eig­net sich Linux aber mitt­ler­wei­le auch her­vor­ra­gend für Audio- und Video­schnitt und pro­fes­sio­nel­le 3D-Pro­duk­tio­nen.

Iro­ni­scher­wei­se kom­men gera­de die Men­schen, die sich nur ober­fläch­lich mit Com­pu­tern befasst haben, also das Gerät nur als Mit­tel zum Zweck sehen, sur­fen und Brie­fe schrei­ben wol­len, deut­lich bes­ser mit Ubun­tu klar als die­je­ni­gen, die etwas inten­si­ver mit dem The­ma Com­pu­ter ver­ban­delt sind. Ich fin­de die Benut­zer­füh­rung von Gno­me deut­lich bes­ser als die von Win­dows, sehr viel intui­ti­ver, was sich genau bei den Men­schen bemerk­bar macht, die mit Win­dows total über­for­dert sind. Soll­te einer mei­ner Leser also pla­nen, sei­ner Mut­ter, dem Groß­va­ter oder sonst wem einen Com­pu­ter hin­zu­stel­len, der vor­her qua­si nichts mit der Mate­rie zu tun hat­te, soll­te er Ubun­tu ernst­haft ins Auge fas­sen. Gera­de für Ein­stei­ger scheint das Sys­tem prä­de­sti­niert zu sein.

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Glaubenskriege

Es ist schon ulkig, zu wel­chen The­men man Glau­bens­krie­ge initi­ie­ren kann. Ob es nun um Reli­gio­nen geht, um Auto­her­stel­ler oder um (irgend­ein The­ma aus dem Bereich) Com­pu­ter.

Gera­de Com­pu­ter soll­ten eigent­lich ein recht sach­li­ches The­ma sein. Immer­hin ist Ratio­na­li­tät im Com­pu­ter­be­reich obers­tes Gebot. Soll­te man wenigs­tens mei­nen. Wenn man sich die Kom­men­ta­re eines Arti­kels von heu­te bei golem.de durch­liest, wird man aber eines bes­se­ren belehrt. Mitt­ler­wei­le, oder viel­leicht sogar schon seit lan­gem, ist es sogar so weit, dass sich die Anhän­ger der ver­schie­de­nen Desk­top Envi­ron­ments gegen­sei­tig bekrie­gen. Obwohl deren Dis­kus­si­on meist deut­lich weni­ger hit­zig aus­fällt, als es bei “Dis­kus­sio­nen” der Fall ist, in denen Win­dows­an­hän­ger gegen sol­che von Linux oder Mac OS “vor­ge­hen” oder in wel­cher Rei­hen­fol­ge auch immer. Ich per­sön­lich fin­de bei­spiels­wei­se Gno­me deut­lich schi­cker als KDE. Selbst in der Ver­si­on 4 fin­de ich KDE nach wie vor häss­lich und klo­big. Viel­leicht liegt es dar­an, dass es mich ein­fach zu sehr an Win­dows erin­nert. Win­dows gefällt mir näm­lich auch nicht. Wobei man viel­leicht hier eine ganz kla­re Tren­nung zwi­schen nicht-gefal­len und abstos­send-fin­den vor­neh­men soll­te.

Wenn ich mir die vier “gro­ßen” Desk­tops mal vor Augen hal­te, dann kann ich die­se wie folgt beur­tei­len:

Win­dows
Pro: es gibt Unmen­gen an Soft­ware, man ist das UI gewöhnt, man kennt jede Men­ge Mit­tel und Wege die all­täg­li­chen Pro­blem­chen zu behe­ben, man hat eine gro­ße Aus­wahl an Spie­len :-D
Con­tra: eine unzähl­ba­re Men­ge an All­tags­pro­ble­men, furcht­bar trä­ge, anfäl­lig für Viren, kei­ne brauch­ba­re Kon­so­le, Soft­ware­instal­la­ti­on und ‑deinstal­la­ti­on ist ein Krampf, Back­up von Pro­gramm­ein­stel­lun­gen fällt unheim­lich schwer auf­grund der Unfä­hig­keit vie­ler Ent­wick­ler sich an Stan­dards zu hal­ten, Wid­gets sind manch­mal im Weg

Mac OS X
Pro: eine gro­ße Men­ge an hoch­wer­ti­ger, hüb­scher Share­ware exis­tiert, über­sicht­li­ches und hüb­sches UI, kei­ne nen­nens­wer­ten Unge­reimt­hei­ten oder Pro­ble­me, kei­ne Viren­ge­fahr, sehr schnell, voll­wer­ti­ges UNIX (samt Shell) im Hin­ter­grund, Instal­la­ti­on und Deinstal­la­ti­on von Soft­ware mehr als sim­pel (Sym­bol in den Anwen­dungs­ord­ner zie­hen bzw. Anwen­dungs­sym­bol in den Papier­korb zie­hen), Back­up von Anwen­dungs­ein­stel­lun­gen sehr sim­pel, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: kaum Spie­le ver­füg­bar, Aus­wahl an nativ ver­füg­ba­rer Open-Source-Soft­ware recht gering, Wid­gets nur auf dem Dash­board ver­füg­bar

Linux mit Gno­me
Pro: schi­cker, über­sicht­li­cher, mini­ma­lis­ti­scher Desk­top, weni­ge, aber gute Anwen­dun­gen in nati­ver Form für den Desk­top, Com­piz-Effek­te für Gno­me größ­ten­teils gedie­gen und nicht auf­dring­lich, flott, mäch­ti­ge und über­sicht­li­che Soft­ware­ver­wal­tung, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: im Ver­gleich mit KDE rela­tiv weni­ge nati­ve Anwen­dun­gen, ver­al­te­te Sys­tem­schrift, kei­ne ver­nünf­ti­ge Wid­get-Engi­ne

Linux mit KDE (4)
Pro: wahn­sin­nig gro­ße Aus­wahl an tol­len Pro­gram­men, gerin­ge Umge­wöh­nung für Win­dows-Benut­zer, sehr sta­bil, Wid­gets sind unauf­dring­lich und las­sen sich wahl­wei­se kom­plett in den Hin­ter­grund schal­ten oder nach vorn holen, tol­le und mäch­ti­ge Soft­ware­ver­wal­tung, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: klo­big, furcht­bar unüber­sicht­li­ches und unkom­for­ta­bles Start­me­nü, rela­tiv trä­ge

Den per­fek­ten Desk­top gibt es mei­ner Mei­nung nach nicht. Für mich den bes­ten Kom­pro­miss bie­tet ein­fach Mac OS X. Die­se Zei­len schrei­be ich unter Ubun­tu 8.04.1, mit schön kon­fi­gu­rier­tem Com­piz und Gno­me 2.22. Und ganz ehr­lich, hät­te ich kein Mac OS X, wäre die­ses Sys­tem mein Sys­tem der Wahl…

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Mac statt Vista?

So titel­te die c’t in ihrer letz­ten Aus­ga­be. Ich fand den Arti­kel sogar gar nicht mal so schlecht, bin aber, wie vie­le ande­re Leser auch, der Mei­nung, dass zu wenig auf die bis­her “unko­pier­ten” Sei­ten ein­ge­gan­gen wur­de, näm­lich die­se ein­heit­li­che Benut­zung, die find ich weder bei Vis­ta noch bei Linux.

Gut, die nega­ti­ve Pres­se, die Apple bereits kurz nach Ver­öf­fent­li­chung von Leo­pard erhal­ten hat ist unschön. Sol­che Sachen wie eine aus­ge­schal­te­te Fire­wall und dann noch eine undich­te, wenn sie aktiv ist, das darf heut­zu­ta­ge ein­fach nicht mehr pas­sie­ren. Für den Büro­ar­beits­platz spielt es kaum eine Rol­le, ist man doch im All­ge­mei­nen über einen Rou­ter samt Fire­wall mit dem Inter­net ver­bun­den. Wer aber mobil über UMTS/GRPS sur­fen möch­te, ist offen wie ein Scheu­nen­tor. Als Ver­gleich wur­de hier gern der net­te Win32Blaster her­an­ge­zo­gen, der mir damals so den einen oder ande­ren Euro mei­ner Kun­den in die Tasche gebracht hat, weil die infi­zier­ten Rech­ner stän­dig von selbst neu star­te­ten. Dan­ke ;-) Bis­her gibt es aber bis auf eini­ge weni­ge Pro­of-Of-Con­cept-Viren nix für Mac OS X. Die Gefahr also, dass Macs das glei­che wider­fährt ist latent gering. Was kei­ne Ent­schul­di­gung sein soll, aber Apple hat ja glück­li­cher­wei­se kei­ne drei Wochen spä­ter mit dem Update auf Mac OS X 10.5.1 reagiert und die­se Lücke (hof­fent­lich) gestopft. Wie­so die Fire­wall trotz­dem wei­ter­hin aus­bleibt, kein Ver­ständ­nis…

Ein c’t-Leser sprach in der Fol­ge­aus­ga­be das kom­plet­te Feh­len eines Hin­wei­ses auf das mobi­le Arbei­ten mit Mac OS X und des­sen Vor­zü­ge gegen­über Win­dows Vis­ta an. Mir fehl­te das ehr­lich gesagt auch. Wenn ich beden­ke, wie ange­nehm es sich mit mei­nem Power­Book G4 gear­bei­tet hat. Akku­be­schä­di­gung, nur weil das Teil bei lan­gem sta­tio­nä­ren Betrieb gesteckt war? Fehl­an­zei­ge. Ewig lan­ge Ein­schlaf-/Auf­wach­vor­gän­ge? Nö!

Ein wei­te­rer Leser kom­men­tier­te die Titel­sei­te “Mac statt Vis­ta? — War­um so vie­le umstei­gen” mit Rea­li­täts­fer­ne, da die Red­mon­der noch immer mit wei­tem Abstand Markt­füh­rer sein. Damit hat der gute Mann natür­lich voll­kom­men recht, umstei­gen tun trotz­dem ziem­lich vie­le der letz­ten Tage…

Der nächs­te Leser dank­te Apple für die “Ent­schleu­ni­gung” sei­nes Ver­hält­nis­ses zur Com­pu­ter­bran­che. Herr Mey­er bemän­gel­te das Fazit des Arti­kels, dass Mac-Usern eine eher sub­jek­ti­ve Blick­wei­se auf Win­dows zu eigen sei. Und genau die­sem The­ma möch­te ich mich nun wid­men.

Gera­de mein geschätz­ter Nach­bar, der Herr Bach­stein, wirft mir am lau­fen Ban­de vor, dass ich genau das sei, näm­lich sub­jek­tiv. Ich wür­de alles, was Apple macht gut­hei­ßen und gene­rell bei allem was aus Red­mond kommt laut “Buh” rufen. Zuge­ge­ben: ich find die Kla­mot­ten aus Cup­er­ti­no ein­fach geil, gar kei­ne Fra­ge. Ich steh auf das Design, ich steh auf die Soft­ware, den Work­flow. Und? Schlimm? Wor­auf ich nicht ste­he, sind lah­men­de Sys­te­me, unüber­sicht­li­che Anwen­dun­gen und Abstür­ze. Ups, das war ne ziem­lich kur­ze Über­lei­tung zu Win­dows. Na ja, wie ja bereits vor kur­zem geschrie­ben, habe ich mir einen fast kom­plett neu­en PC gekauft und auf die­sem Vis­ta 64 instal­liert. Anfangs war ich ja noch rela­tiv posi­tiv über­rascht von dem Sys­tem, die­ses Gefühl hat lei­der nach­ge­las­sen. Nach nicht mal fünf Wochen bin ich kurz davor, das Sys­tem neu auf­zu­set­zen. Der Betriebs­sys­tem­start dau­ert rund drei Minu­ten (mein iMac braucht nicht mal 30 Sekun­den), bis ich halb­wegs flüs­sig arbei­ten kann. Obwohl ich schon seit län­ge­rer Zeit nichts mehr instal­liert habe, beginnt Vis­ta mit­ten in mei­ner Arbeit oder bei einem Spiel wie ver­rückt auf der Fest­plat­te rum­zu­rö­deln. Voll­stän­dig uner­find­lich, ich wüss­te echt zu gern, was das Sys­tem da tut. Aber das soll ja alles mit dem Ser­vice Pack 1 abge­schal­tet wer­den. Oder doch nicht? Sieht nicht danach aus… Ich bin natür­lich nicht umhin gekom­men, mir auch mal die Kom­men­ta­re zu dem Arti­kel anzu­schau­en. Da bezich­ti­ge noch mal jemand die armen Mac-User der sub­jek­ti­ven Sicht­wei­se. Kom­men­ta­re wie “man kann Betriebs­sys­te­me nicht bench­mar­ken” oder “das ist ja nur ne Beta, das ist bestimmt in der Final nicht so” zeu­gen doch ein­deu­tig von einer nicht ganz objek­ti­ven Sicht­wei­se, oder?

Ich habe natür­lich auch mal ein wenig die Kom­men­ta­re zu Arti­keln, die die Schwach­stel­len in Mac OS X 10.5 behan­delt haben, beob­ach­tet und hier ein sehr sehr ähn­li­ches Ver­hal­ten fest­ge­stellt. Hier wird Apple vor­ge­wor­fen, schon nach drei Wochen das ers­te Updatepack her­aus­ge­bracht haben zu müs­sen. Oh mein Gott, wie kön­nen die nur? Das ist viel zu schnell, wir kön­nen nicht mehr auf dem Feh­ler rum­rei­ten. Scheis­se… Und die Feh­ler, die bis­her in Vis­ta auf­ge­taucht sind, waren sowie­so alle harm­los und Micro­soft hat fleis­sig nach­ge­bes­sert. Ja, unge­fähr 180 MB lang oder so, ne?

Na gut, ana­log hier­zu kann man sich auch Berich­te anschau­en, die Feh­ler in Linux behan­deln. Hier kom­men gleich die gan­zen Micro­soft-Freun­de an und hacken auf dem armen frei­en Sys­tem her­um. Wenn Berich­te über Feh­ler in Micro­soft-Sys­te­men auf­tau­chen, was ja nun auch nicht ganz sel­ten der Fall ist, kom­men die Pin­gu­in-Lieb­ha­ber aus ihren (laut Kli­schee) Kel­lern her­vor und hacken auf den Jungs aus Red­mond rum.

War­um ich das auf­füh­re? Weil es wit­zi­ger­wei­se gera­de die Mac-User sind, die sich hier in Zurück­hal­tung üben. Klar, auch von denen gibt es eini­ge, die gleich Amok lau­fen, wenn die heiß­ge­lieb­ten Fein­de ihre Keh­le dar­bie­ten, aber so mal im gro­ben und gan­zen sind es doch deut­lich weni­ger. OK, OK, natür­lich gibt es weni­ger Mac-User als Linux- oder Win­dows-Benut­zer. Dar­an liegt das…

Ich hab nun seit fünf Tagen mei­nen neu­en iMac, die­ses mal auch mit Leo­pard ;-) Und ich bin mehr als zufrie­den. Pro­ble­me hat­te ich bis­her gar kei­ne. Die­ser komi­sche Datei­über­tra­gungs­feh­ler wur­de ja wohl auch mit dem letz­ten Update beho­ben. Ich habe das Sys­tem in Rekord­zeit auf­ge­setzt (Betriebs­sys­tem­in­stal­la­ti­on hat nach Abwahl der gan­zen zusätz­li­chen Betriebs­sys­tem­spra­chen viel­leicht 25 Minu­ten gedau­ert) und mei­ne Daten rück­ge­si­chert. Womit ich zu einem wei­te­ren Vor­teil von Mac OS X (aber auch Linux/UNIX) kom­me. Alle (!) Daten, die ich brauch­te lagen in mei­nem selb­st­ei­ge­nen Benut­zer­ver­zeich­nis. Ich muss­te also nur das sichern. Und wie hab ich das gemacht? Ganz ein­fach, ich hab beim Start mei­nes Power­Book ein­fach die Tas­te T auf der Tas­ta­tur gedrückt gehal­ten, um in den Fire­wire-Modus des Geräts zu wech­seln. Sekun­den spä­ter hat mein iMac einen Fire­wire-Daten­trä­ger erkannt und ich konn­te mit dem Kopie­ren begin­nen. Mit 800 MBit (100 MByte) pro Sekun­de, wohl­ge­merkt. Gut, so viel hat die Plat­te mei­nes Power­Book dann wohl nicht her­ge­ge­ben, aber die rund 40 GB Nutz­da­ten waren in unter einer hal­ben Stun­de auf der Fest­plat­te mei­nes iMac. Und jetzt kommt das tolls­te: alle Pro­gram­me konn­ten sofort (!) auf die Daten, die vom Power­Book kamen, sofort zugrei­fen. Mei­ne Medi­en­bi­blio­thek in iTu­nes war sofort da, mei­ne Mail­kon­ten inklu­si­ve Ein­stel­lun­gen, alles da, die Lese­zei­chen von Safa­ri (trotz Ver­si­ons­sprung von 2.0 auf 3.0), auch die waren da. Text­Edit kann mitt­ler­wei­le sogar das ODT-For­mat lesen. Ich habe somit kaum über eine Stun­de gebraucht, um das Gerät kom­plett neu zu instal­lie­ren und mei­ne gesam­ten Daten von dem ande­ren Mac auf den neu­en zu kopie­ren. Wohl­ge­merkt habe ich dafür nicht den Assis­ten­ten von Apple benutzt. Per Hand… Hab ich schon erwähnt, dass ich die Pro­gram­me, die ich behal­ten woll­te, nicht instal­lie­ren muss­te? Drag’n’Drop, fer­tig… noch gege­be­nen­falls die Anwen­dungs­ein­stel­lun­gen aus dem Ver­zeich­nis ~/Library/Application Sup­port kopiert, Pro­gramm läuft, wie vor­her…

Bleibt noch zu erwäh­nen, dass trotz “gera­de mal” 2 GB RAM die Maschi­ne wirk­lich rennt. Sol­che Fest­plat­ten­herz­at­ta­cken wie unter Vis­ta habe ich bis­her noch nicht erlebt. Das Sys­tem bleibt immer äußerst respon­si­ble. Selbst, wenn ich in Par­al­lels Vis­ta in einer vir­tu­el­len Maschi­ne mit 1 GB RAM (also der Hälf­te des Gesamt-RAMs) lau­fen las­se, kann ich noch ver­nünf­tig mit dem Sys­tem arbei­ten. Wenn ich dage­gen mal an mei­nen PC mit stol­zen 4 GB RAM den­ke. Gut, das ist eher hard­ware­be­zo­gen, aber der Rech­ner ist flüs­ter­lei­se, trotz nicht ganz schwa­cher Kom­po­nen­ten. Einen direk­ten Per­for­mance­ver­gleich kann ich auf­grund des Vis­ta-Ratings zie­hen. Der Spei­cher mei­nes iMac ist lang­sa­mer ange­bun­den als der des PC, dafür ist die Fest­plat­te um 0,1 schnel­ler. Na gut, also die Sys­te­me sind unge­fähr gleich­wer­tig (der Athlon64 X2 4.600+ wird ja auch mit 2,4 GHz je Kern getak­tet) und trotz­dem “flutscht” Mac OS X ein­fach deut­lich mehr. Auf­grund der der­zeit äußerst gerin­gen RAM-Prei­se könn­te man sicher­lich argu­men­tie­ren, dass der RAM-Bedarf von Vis­ta nicht so das Pro­blem sei, aber hat der Argu­men­tie­ren­de auch an die Note­book-Benut­zer gedacht? Note­book­spei­cher ist bei 2 GB-Modu­len eine gan­ze Ecke teu­rer. Ich woll­te ja mei­nem iMac zuerst auch 4 GB spen­die­ren, als ich dann aber sehen muss­te, dass 2 GB-Modu­le rund das Vier­fa­che von 1 GB-Modu­len (DDRII, 667/800 MHz) kos­ten, hab ich mich erst mal ument­schie­den. Um fest­zu­stel­len, dass ich mit 2 GB unter Leo­pard voll­kom­men ver­sorgt bin.

Na ja, Tenor die­ses Arti­kels soll eigent­lich sein, dass jedes Betriebs­sys­tem sei­ne Vor- und Nach­tei­le mit sich bringt. Win­dows hat den ganz ein­deu­ti­gen Vor­teil, dass es nun mal wirk­lich jeden Sch**** an Soft­ware gibt. Und natür­lich, nicht zu ver­ges­sen, die Spie­le. Wer spie­len möch­te hat gar kei­ne Wahl, er braucht Win­dows ein­fach. Linux (hab mir vor weni­gen Tagen erst Ubun­tu 7.10 ange­se­hen und war begeis­tert) ist toll, weil es so modu­lar ist, man kann es, die ent­spre­chen­den Kennt­nis­se, sehr sehr gut an sei­ne eige­nen Bedürf­nis­se anpas­sen, dafür gibt’s lei­der vie­le kom­mer­zi­el­le Soft­ware nicht. Wor­aus die­se Tat­sa­che resul­tiert soll hier aber nicht dis­ku­tiert wer­den. Ja, und Mac OS? Ich mag das Sys­tem ein­fach. Es fühlt sich so zusam­men­ge­hö­rig an. Man merkt, dass sich die Inge­nieu­re bei Apple wirk­lich Gedan­ken gemacht haben. Die Anwen­dun­gen grei­fen ein­fach total toll inein­an­der über. Neu bei­spiels­wei­se ist, wenn ich in Mail eine Notiz oder Auf­ga­be hin­ter­le­ge und in die­ser ein Datum zu fin­den ist, wird die­se in iCal über­nom­men. Es ist also qua­si ein kom­plet­ter PIM, der ein­fach nur aus meh­re­ren Kom­po­nen­ten besteht. Adress­buch, Kalen­der, Mail­cli­ent, aber alle kom­mu­ni­zie­ren mit­ein­an­der. Na ja, egal. Ich per­sön­lich möch­te auf jeden Fall nie wie­der mit Win­dows wirk­lich pro­duk­tiv arbei­ten müs­sen. Mac OS X fühlt sich ein­fach so viel bes­ser an als Win­dows. Auch wenn ich zuge­ben muss, dass ich mich noch immer unter Win­dows zuhau­se füh­le. Aber rich­tig gemüt­lich find ich es eigent­lich wirk­lich nur unter OS X. Und wenn auch Leo­pard kei­ne so rie­sen­gro­ßen Ver­bes­se­run­gen mit sich gebracht hat (sie­he Apple-Wer­bung: 300 neue Fea­tures. Wo?), das was geän­dert wur­de emp­fin­de ich per­sön­lich als sinn­voll. Vie­le sinn­vol­le Klei­nig­kei­ten halt.