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Actioncam

Der Nachfolger meiner Git2 wurde die Firefly 8S

Ich mag sie nach wie vor, mei­ne Git2 von Git­Up. Aber das Rad der Tech­nik dreht sich unauf­halt­sam wei­ter und da ich immer mehr in Rich­tung 4K gehe, soll­ten so lang­sam auch mei­ne Action­cams mit­zie­hen kön­nen.  Mei­ne Wahl fiel auf die Fire­Fly 8S.

Von der Git2 besit­ze ich fünf Stück. Bei einer hat­te ich das Pro­blem, dass nach einem Akku­wech­sel die Ein­stel­lun­gen ver­lo­ren gin­gen. Der Sup­port riet mir, das Gehäu­se zu öff­nen und an einer Schrau­be zu dre­hen. Habe ich gemacht, half lei­der gar nichts. Dafür ging mir eine der Gehäu­se­schrau­ben ver­lo­ren. Sie fiel auf den Boden, ich habe sie lei­der nicht wie­der­fin­den kön­nen. Die zwei­te Gehäu­se­schrau­be ging ver­lo­ren, weil ich sie ins Porte­mon­naie pack­te um even­tu­ell im Bau­markt Ersatz zu fin­den. Was soll’s, das Gehäu­se bleibt auch ohne die bei­den Schrau­ben ver­schlos­sen, es gibt ja noch zwei wei­te­re.

Bei einer ande­ren Git2 ist mir der Mini-USB-Anschluss von der Pla­ti­ne abge­fal­len. Hier wird mir wohl nichts ande­res übrig blei­ben, als die Aus­spa­rung im Gehäu­se mit Heiß­kle­ber oder ähn­li­chem zu ver­plom­ben. Ärger­lich ist dabei natür­lich, dass ich den Akku jetzt nicht mehr in der Kame­ra laden kann, ich muss ihn jedes Mal ent­fer­nen.

Die ande­ren drei Exem­pla­re lau­fen wei­ter­hin ohne Pro­ble­me, trotz der recht hohen Bean­spru­chun­gen, denen ich sie teil­wei­se aus­set­ze. Die Kame­ras befin­den sich näm­lich häu­fig an mei­nem Fahr­zeug, wenn ich damit auf der Renn­stre­cke mei­ne Run­den fah­re, was Fahrt­wind von bis zu 200 km/h bedeu­tet. Da ein was­ser­dich­tes Gehäu­se die Bild­qua­li­tät nega­tiv beein­flusst, set­ze ich die Kame­ras ohne die­ses auf ent­spre­chen­de Saug­näp­fe am Fahr­zeug. Belas­tung muss auch die Kame­ra am Heck aus­hal­ten, da sie sich recht nah am Aus­puff befin­det. Die­ses Exem­plar wird auch merk­lich warm und ich bin der Mei­nung, dass das auch das Modell ist, das sei­nen USB-Anschluss ver­lo­ren hat. Wäre nicht wei­ter ver­wun­der­lich. Das ist aber auch einer der Grün­de, wie­so ich unger­ne mehr als 100 € für die­se klei­nen Din­ger aus­ge­be. Wenn die mal Scha­den lei­det, ist das halb so schlimm. Und für 100 € waren die Git2 bis­her wirk­lich unschlag­bar. Bis­her.

Mein neuer Favorit heißt: FireFly 8S

Die Fire­Fly 8S von Haw­kEye, die in direk­ter Kon­kur­renz zur Ando­er C5, zur EKEN H8 Plus und zur ThiEye T5 steht, hat den Wett­be­werb gewon­nen. Aus­schlag­ge­bend war natür­lich wie­der der Preis, aber auch die Qua­li­tät der Bild­sta­bi­li­sie­rung hat mir bes­ser gefal­len als bei der direk­ten Kon­kur­renz. Ins­ge­samt neh­men sich aber alle genann­ten Kame­ras laut den Tests mei­nes Lieb­lings-Action­cam-Blogs elProducente.com nichts.

HawkEye FireFly 8S

Wich­tig für mich war auch, dass die Abmes­sun­gen und das Gewicht der Kame­ra in etwa der der Git2 und somit der Hero 4 von GoPro ent­spricht. Das bedeu­tet näm­lich für mich, dass mein gesam­tes Zube­hör, von Lade­ge­rä­ten mal abge­se­hen, wei­ter funk­tio­niert und auch mein Roll­ei-Gim­bal wei­ter­hin im Ein­satz blei­ben kann.

Die Bild­sta­bi­li­sie­rung funk­tio­niert bis zu 1080p bei 50 Bil­dern (PAL) pro Sekun­de ein­wand­frei und nimmt wirk­lich eini­ges an Wack­lern aus dem Video. Angeb­lich sogar, ohne die ver­wen­de­te Sen­sor­flä­che zu redu­zie­ren. Wirk­lich flüs­sig wird es natür­lich erst mit einem Gim­bal. Lei­der steht die EIS (Elec­tro­nic Image Sta­bi­li­za­ti­on) nicht bei den höhe­ren Auf­lö­sun­gen zur Ver­fü­gung. Dafür nimmt sie aber auch nati­ves 4K (also kein inter­po­lier­ter Mist) mit 25 Bil­dern (PAL) pro Sekun­de auf. Bei 1080p kann man bis zu 100 Bil­der (PAL) pro Sekun­de auf­neh­men, was gera­de für sehr schnel­len Action­s­port toll ist. Viel mehr geht der­zeit tech­nisch auch nicht, nur die Yi 4K+ kann 4K mit 60 fps auf­neh­men, kos­tet aber auch rund das Drei­fa­che.

Es gibt zwei Versionen: 90 und 170 Grad

Wer nicht auf den für Action­cams typi­schen Fishe­ye-Look steht, hat auch bei der Fire­Fly 8S die Mög­lich­keit, zwi­schen einer 170-Grad- und einer 90-Grad-Ver­si­on zu wäh­len. Preis­lich macht sich das kaum bemerk­bar. Die Wahl soll­te aus mei­ner Sicht haupt­säch­lich auf der Basis erfol­gen, wel­che Art von Auf­nah­men man machen möch­te. Wer die Action­cam für den Urlaubs­film ver­wen­den möch­te, soll­te aus mei­ner Sicht zur 90-Grad-Ver­si­on grei­fen. Action­s­port­ar­ten wie Moun­tain­bi­king, Ski oder Skate­boar­ding las­sen sich bes­ser mit der 170-Grad-Vari­an­te auf­neh­men, wür­de ich sagen.

Die­ses, äh, inter­es­san­te Video, in dem die bei­den Brenn­wei­ten ver­gli­chen wer­den habe ich gefun­den.

Zubehör en masse liegt schon bei

Es fehlt eigent­lich kaum was in dem groß­zü­gig bemes­se­nen Zube­hör­pa­ket der Kame­ra. Ein was­ser­dich­tes Gehäu­se (lei­der nur bis 20 Meter), Kabel, Kle­be­pads, Fahr­rad­mon­ta­ge­kit und diver­se Clips sowie Adap­ter wer­den bei­gelegt. Bei einer Akku­lauf­zeit von etwas über einer Stun­de soll­te man über wei­te­re Akkus und viel­leicht auch ein Lade­ge­rät nach­den­ken. Aus mei­ner Sicht sinn­vol­les und nicht bei­geleg­tes Zube­hör sowie Links und Gut­schein­codes direkt zur Kame­ra fin­det ihr wei­ter unten.

Am Mar­ke­ting müs­sen die Chi­ne­sen noch arbei­ten

Puh, an den Web­auf­trit­ten müs­sen sie noch fei­len, die meis­ten chi­ne­si­schen Unter­neh­men. Yi macht das mitt­ler­wei­le ziem­lich gut, aber wenn man sich den You­Tube-Kanal des Her­stel­lers anschaut, wird einem schon ein wenig anders. Offi­zi­el­le Tuto­ri­al-Vide­os sind der­ma­ßen dilet­tan­tisch auf­ge­macht, da möch­te man am liebs­ten eine Schu­lung anbie­ten.

Die Web­site ist lei­der auch nicht wirk­lich viel bes­ser.

Die Bedien­bar­keit der Kame­ras ist in Ord­nung, was ja auch erst ein­mal das wich­tigs­te ist.

Ein würdiger Nachfolger

Die ers­te Fire­fly 8S mit 170-Grad-Lin­se habe ich bereits, eine zwei­te mit 90-Grad-Objek­tiv folgt in den nächs­ten Tagen. Die bei­den beschä­dig­ten Git2 wer­de ich wohl behal­ten, dafür aber zuguns­ten der bei­den Fire­fly 8S zwei der Kame­ras abge­ben. Die hohe Auf­lö­sung brau­che ich nicht immer und ich bin auch nicht moti­viert, alle fünf Stück durch Fire­fly 8S aus­zu­tau­schen.

Ich bin wei­ter­hin gespannt, was der Action­cam-Markt bie­ten wird.

Linkliste

Haw­kEye Fire­Fly 8S 90 Grad bei Gear­Best (Cou­pon-Code: F8S9IT redu­ziert Preis auf USD 127,99)

Haw­kEye Fire­Fly 8S 170 Grad bei Gear­Best (Cou­pon-Code: GBF8SZC redu­ziert Preis auf USD 119,99)

Exter­nes Mikro­fon mit Mini-USB-Anschluss bei Gear­Best

Ersatz­ak­ku bei Gear­Best

Zwei Ersatz­ak­kus nebst Lade­ge­rät bei Gear­Best

Blue­tooth-Fern­aus­lö­ser bei Gear­Best

Aus­zieh­ba­rer Selfiestick/Monopod bei Gear­Best

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Actioncam Software

Fisheye entfernen leicht gemacht

Action­cams sind toll. Sie sind güns­tig, klein, leicht und dar­über hin­aus auch noch furcht­bar ein­fach zu bedie­nen. Das macht sie, neben dem Smart­pho­ne, zur per­fek­ten Immer-Drauf-Kame­ra.

Dass man eigent­lich immer den rich­ti­gen Bild­aus­schnitt ein­fängt liegt unter ande­rem dar­an, dass der Win­kel der Lin­se so groß ist, im Fal­le mei­ner Git2 liegt er bei 170 Grad. Was einer­seits wün­schens­wert ist, bringt auch unschö­ne Effek­te mit sich. An den Rän­dern, beson­ders links und rechts, wird das Bild recht stark ver­zerrt. Die­ser Effekt nennt sich Fishe­ye. Das stört nicht immer, manch­mal aber eben doch.

Entzerren leicht gemacht

Das schö­ne an digi­ta­lem Mate­ri­al ist ja, dass man es mit rela­tiv wenig Auf­wand modi­fi­zie­ren kann. Zu Zei­ten der ana­lo­gen Bild- und Video­be­ar­bei­tung war das doch dezent schwie­ri­ger. So gibt es im Bereich der Foto­gra­fie schon seit län­ge­rem Tools, die eine so genann­te Objek­tiv­kor­rek­tur anbie­ten. Die Objek­ti­ve wur­den zu die­sem Zweck ver­mes­sen und cha­rak­te­ris­ti­sche Ver­zer­run­gen auf­ge­zeich­net. Die Soft­ware kann dann anhand die­ser Infor­ma­tio­nen die­se aus dem Foto raus­rech­nen, was Ton­nen­bil­dung und die eben genann­ten Ver­zer­run­gen mit einem Klick ent­fernt.

Was mit Fotos geht, geht natür­lich auch bei Vide­os. Da dau­ert es natur­ge­mäß etwas län­ger, weil mit­un­ter 60 oder noch mehr Bil­der pro Sekun­de kor­ri­giert wer­den müs­sen. Ein Tool, über das ich bei mei­nen Recher­chen gestol­pert bin, heißt ProDRE­NA­LIN.

Dabei han­delt es sich um einen gan­zen Werk­zeug­satz, mit dem man sei­ne Vide­os opti­mie­ren kann. Die Kom­po­nen­te, auf die ich es abge­se­hen hat­te, ent­fernt den Fishe­ye genann­ten Effekt der Action­ka­me­ra-Lin­sen. Lei­der sind vie­le Tools nur unter Win­dows lauf­fä­hig, was den Ein­satz auf einem Mac ein wenig erschwert, aber von eini­gen Tei­len gibt es tat­säch­lich auch Mac-Vari­an­ten, die dann über Wine gestar­tet wer­den. Das geht natür­lich zu Las­ten der Per­form­anz, funk­tio­niert aber sonst recht gut.

Profile erstellen

Für GoPros Kame­ras gibt es bereits vor­ge­fer­tig­te Pro­fi­le, die im Gro­ben und Gan­zen auch mit mei­ner Git2 funk­tio­nie­ren. Wenn man es genau­er möch­te, kann man aber auch eige­ne Pro­fi­le erstel­len. Das geht lei­der nur unter Win­dows. Und ist auch nicht ganz ohne. Ich habe eini­ge vie­le Anläu­fe geschafft, bis ich mit dem Pro­fil zufrie­den war. Man sieht dem Mus­ter nach der Fer­tig­stel­lung an, ob das Fishe­ye kom­plett ver­schwun­den ist. Falls nicht, noch mal von vor­ne.

Für die Pro­fi­ler­stel­lung wird ein Ras­ter auf dem Bild­schirm ange­zeigt, das man so groß wie mög­lich auf dem Bild­schirm anzei­gen las­sen soll­te. Danach fährt man in der vor­ge­ge­be­nen Art und Wei­se den Bild­schirmin­halt mit der Kame­ra ab, impor­tiert das Video in das Werk­zeug und star­tet den Ana­ly­se­pro­zess. Danach steht das Pro­fil zum Spei­chern zur Ver­fü­gung. Nach­dem man einen sinn­vol­len Namen ver­ge­ben hat, soll­te das Pro­fil auch, spä­tes­tens nach einem Pro­gramm­neu­start, allen ande­ren Tools zur Ver­fü­gung ste­hen.

Fisheye adé

Der eigent­li­che Pro­zess dau­ert abhän­gig von der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Leis­tung und der Video­län­ge sowie ‑auf­lö­sung natür­lich unter­schied­lich lan­ge. Ver­wen­det man die Wine-Vari­an­te unter macOS dau­ert es ver­mut­lich auch län­ger als unter Win­dows direkt. Die Ergeb­nis­se sind aber recht ordent­lich. Es muss einem aber natür­lich klar sein, dass ein Teil des Bil­des durch die Kor­rek­tur fehlt.

Ich benut­ze die Soft­ware beson­ders dann, wenn ich noch Mate­ri­al aus ande­ren Kame­ras, wie mei­nem iPho­ne oder mei­nem Phan­tom 3 im glei­chen Film ver­wen­den möch­te, weil der stän­di­ge Wech­sel dann doch etwas stö­rend ist.

Fazit

Für wenig Geld bekommt man hier eine kom­for­ta­ble und ein­fach benutz­ba­re Soft­ware. Mit Erschei­nen die­ses Arti­kels gibt es auch schon eine neue Ver­si­on der Soft­ware, die aber nicht Grund­la­ge mei­nes Tests war.

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Actioncam Smartphone Software

Quik — Videos zum Takt erstellen

Bei Quik han­delt es sich um eine cle­ve­re klei­ne App von GoPro, mit deren Hil­fe der Anwen­der im Hand­um­dre­hen tol­le Vide­os mit Musik­un­ter­ma­lung schaf­fen kann. Das Quell­ma­te­ri­al für die­se Vide­os kann (im Fal­le von iOS) aus der iCloud-Foto­me­dia­thek oder auch aus ande­ren Quel­len wie bspw. der Drop­box kom­men. Und als Quell­ma­te­ri­al kön­nen sowohl Fotos als auch Vide­os die­nen.

Der Trick dabei ist, dass die App die hin­ter­leg­te Musik genau kennt und den Schnitt des Vide­os auf den Takt legt. Dadurch gewin­nen die Vide­os an Dyna­mik, weil zum Takt ein Sze­nen­wech­sel ein­ge­lei­tet wird. Außer­dem beherrscht sie noch diver­se schi­cke Fil­ter und Over­lays, die das Video nahe­zu pro­fes­sio­nell wir­ken las­sen. Klar muss einem aber sein, dass auf die­se Art und Wei­se kei­ne Spiel­fil­me, son­dern eher Musik­vi­deo-arti­ge Vide­os erstellt und geschnit­ten wer­den.

Wer die Wahl hat …

Im ers­ten Schritt wählt man das zu ver­wen­den­de Mate­ri­al aus. Wie zuvor erwähnt kann die­ses aus ver­schie­de­nen Quel­len kom­men. Als iOS-Benut­zer ver­wen­de ich die iCloud-Foto­me­dia­thek, wo ich vor­her die Daten ent­we­der manu­ell abge­legt habe oder wo sie ohne­hin schon lagen, da ich die Auf­nah­men mit mei­nem iPho­ne gemacht habe. Die App ver­ar­bei­tet sowohl Vide­os als auch Fotos. Eine Men­gen­be­schrän­kung konn­te ich bis­her nicht fest­stel­len.

Nach Abschluss der Aus­wahl, die­se kann im Nach­hin­ein noch ver­än­dert wer­den, prä­sen­tiert einem die App den Edi­tier-Bild­schirm, der auch gleich eine Vor­schau des zu erstel­len­den Vide­os samt Musik­un­ter­ma­lung bie­tet. Über einen Druck auf einen der vie­len Fil­ter­na­men kann die­ser geän­dert und in der Vor­schau begut­ach­tet wer­den. Je nach Leis­tung des Geräts und der Men­ge der Daten dau­ert das Umschal­ten mehr oder weni­ger lan­ge.

Quik - Startbildschirm

 

Quik bringt eine große Musikauswahl mit

Auch hier ist die Aus­wahl ziem­lich groß. Nach einem Druck auf den Noten­schlüs­sel kann die Musik ver­än­dert wer­den. Quik emp­fiehlt pas­send zu Stil eini­ge Musik­stü­cke. Sagt einem kei­nes die­ser zu, kann man aber auch aus der Media­thek frei wäh­len. Sogar eige­ne Musik kann hin­ter­legt wer­den.

Wie ein­gangs schon erwähnt, tak­tet Quik den Schnitt des Vide­os anhand der Musik. Dazu ana­ly­siert Quik das Lied kur­zer­hand, wenn es aus der eige­nen Media­thek stammt und legt von vor­ne los. Das dau­ert auf mei­nem iPho­ne 6 Plus nur weni­ge Sekun­den.

 

Sortierung

Passt einem die Sor­tie­rung der Medi­en nicht, kann die­se noch nach­träg­lich geän­dert wer­den. Lei­der hat das letz­te Update die­se Mög­lich­keit schlech­ter gemacht, das Sor­tie­ren fiel mir jetzt deut­lich schwe­rer. Die Beschwer­den in den Rezen­sio­nen häu­fen sich, was mich hof­fen lässt, dass die Ent­wick­ler hier noch mal nach­le­gen wer­den.

Quik - Sortieransicht

Einstellungen

In den Ein­stel­lun­gen kann man nun noch wäh­len, ob das Video qua­dra­tisch oder klas­sisch, also im Quer­for­mat, erstellt wer­den soll. Außer­dem lässt sich die Län­ge ver­än­dern. Die­se rich­tet sich nach dem Ein­satz­zweck, Vide­os für Insta­gram sind in der Regel recht kurz, und dem ver­wen­de­ten Lied. Quik schlägt hier emp­foh­le­ne Län­gen vor, damit die Musik nicht abrupt unter­bro­chen wird. Eben­falls sehr cle­ver und toll gelöst.

Videoschnitt leicht gemacht

Ist man mit sei­nem Ergeb­nis zufrie­den, kann das Video nun geteilt wer­den. Zur Aus­wahl ste­hen neben Insta­gram, Twit­ter und Face­book auch ver­schie­de­ne Mes­sen­ger. Ein Ver­sand per E‑Mail ist eben­falls mög­lich. Wie­so You­Tube nicht ange­bo­ten wird, ver­ste­he ich zwar nicht, aber über das Spei­chern in der Fotos-App unter iOS kann der Upload zu Goo­g­les Video­platt­form noch nach­träg­lich erfol­gen. Alter­na­tiv kann das Video auch zu GoPros Quik-Ser­vice hoch­ge­la­den und über einen Link geteilt wer­den. Viel­leicht fin­det GoPro das bes­ser, als die Vide­os bei You­Tube abzu­le­gen.

Beeindruckend und begeisternd

Ich fin­de die Ergeb­nis­se, die die­se App pro­du­ziert abso­lut beein­dru­ckend. Jeder, dem ich die Vide­os bis­her gezeigt habe, war vom Schlag weg begeis­tert. Das Erstel­len geht ein­fach und intui­tiv von der Hand und die App ist sogar kos­ten­los. Das Video, das ich mit dem Mate­ri­al erstellt habe, habe ich hier in den Arti­kel ein­ge­bet­tet. Die Erstel­lung hat mich kei­ne fünf Minu­ten gekos­tet und das Ergeb­nis kann sich sehr wohl sehen las­sen, wie ich fin­de.

Abso­lu­te Emp­feh­lung von mir für die­se App. Etwas bes­se­res in dem Bereich gibt es der­zeit aus mei­ner Sicht nicht.

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Actioncam

Die Actioncam braucht Zubehör

Wenn man sich erst mal dazu durch­ge­run­gen hat, sich eine Action­cam zu kau­fen, sind die Aus­ga­ben noch nicht zu Ende. Die­se Erfah­rung soll­te ich auch machen. Denn die tolls­te Action­cam bringt einem nichts, wenn man sie nir­gends befes­ti­gen kann. Wer will das Teil schon stän­dig in der Hand hal­ten?

Oh oh oh, das wird teuer …

Mei­ne ers­ten Käu­fe waren Saug­näp­fe. Einer, um genau zu sein. Ich woll­te mei­ne ers­te Action­cam im Auto an der Wind­schutz­schei­be befes­ti­gen. Eine sol­che Halt­bar­keit hät­te ich Saug­näp­fen anfangs gar nicht zuge­traut, aber die Tei­le hal­ten, wenn man sie denn sach­ge­mäß befes­tigt, eini­ges an Wind und Vibra­tio­nen aus.

Umso mehr Vide­os ich aber sah, des­to mehr Action­cams brauch­te ich, glei­cher­ma­ßen stieg der Bedarf an Befes­ti­gungs­mög­lich­kei­ten an. Ich warf einen Blick in den Hal­te­run­gen-Bereich des GoPro-Shops. Wow, dach­te ich mir, wovon soll ich das bit­te alles bezah­len? Ein Saug­napf für 45 €? Wie­so bit­te kos­tet der das 15-fache des­sen, was ich bei Gear­Best bezahlt habe? Eine Klem­me für 55 €? Eine Schaum­stoff­hül­le (!!!) für 25 €? Was ist da los? Im Zube­hör­shop von Roll­ei, der alt­ehr­wür­di­ge deut­sche Kame­ra­her­stel­ler, der mitt­ler­wei­le auch in den Action­cam-Markt ein­ge­stie­gen ist, sehen die Prei­se sehr ähn­lich aus.

Kei­ne Sor­ge, man muss die­se teil­wei­se wirk­lich unver­schäm­ten Prei­se nicht zah­len.

Saugnäpfe, jede Menge Saugnäpfe

Gera­de, wenn man Motor­sport fil­men möch­te, braucht man Saug­näp­fe. Saug­näp­fe hal­ten an Schei­ben, aber auch an (sau­be­rem) Lack. Und das wirk­lich bom­ben­fest. Gute Erfah­run­gen habe ich mit die­sem Saug­napf für gera­de mal etwa 2 € gemacht. Die Lie­fe­rung dau­ert, Chi­na-typisch, eine gan­ze Wei­le, aber dafür kann man hier locker 10 € spa­ren. So viel in etwa kos­tet das gute Stück näm­lich, wenn man es bei einem deut­schen Händ­ler kauft. Direkt mon­tie­ren kann man alles, was ein 1/4″-Gewinde hat, per Adap­ter gehen auch die GoPro-Ver­bin­der.

Wer hier noch etwas Extra­si­cher­heit haben möch­te, kauft sicher­heits­hal­ber einen Drei-Fach-Saug­napf. Der kos­tet zwar deut­lich mehr, sitzt aber auch bom­ben­fest und erlaubt einen tie­fe­ren Blick­win­kel der Action­cam.

Außer­halb des Autos gibt es noch so viel mehr, wor­an man so eine Action­cam befes­ti­gen kann.

Noch mehr Zubehör für die Actioncam

Die Klem­me, die ich ein­gangs erwähn­te, bekommt man vom Zube­hör­her­stel­ler TELESIN für etwa 11 €. Das total coo­le, weil sehr fle­xi­ble, Hand­sta­tiv, das im Ori­gi­nal von GoPro kna­cki­ge 75 € kos­ten soll, bekommt man von TELESIN schon für etwa 16 €. Ob die Qua­li­tät hier ähn­lich ist, ver­mag ich aber nicht zu sagen. Und den wind­ab­sor­bie­ren­den Schaum­stoff­über­zug, den ich schon erwähn­te, kann man für unter 4 € kau­fen.

Alles in Allem läp­pert sich das trotz­dem. Ich habe es mir erspart zusam­men­zu­rech­nen, was ich für das gan­ze Zube­hör aus­ge­ge­ben habe.

Ohne Saft nix los

Akkus sind ein wei­te­rer Punkt, den man im Auge behal­ten soll­te. Mit einem Akku kommt man näm­lich nicht weit. Wenn es gut läuft, sind zwei Stun­den Auf­nah­me­zeit pro Akku drin. Ich ver­lin­ke hier bewusst kei­ne Arti­kel, son­dern über­las­se es dem Leser selbst, nach pas­sen­den Akkus für sei­ne Action­cam zu suchen. Neben Gear­Best und Ali­Ex­press sei noch Bang­Good genannt, auch dort gibt es hau­fen­wei­se güns­ti­ges Zube­hör für die Action­cam der Wahl. Und bei kei­nem der drei genann­ten Shops kos­tet ein Akku 25 € das Stück …

Damit einem trotz meh­re­rer Akkus im Gepäck nicht trotz­dem irgend­wann der Saft aus­geht, soll­te man sicher­heits­hal­ber noch ein Akku­pack im Gepäck haben.

Und noch mehr Zubehör

Wie man allein schon bei Gear­Best bestau­nen kann, gibt es noch viel mehr Zube­hör. Eini­ges davon habe ich mir auch schon gekauft. Beson­ders cool ist die Unter­was­ser­kup­pel, die den Auf­nah­me­fo­kus so weit von der Lin­se ent­fernt, dass beim Medi­en­wech­sel, also dem Wech­sel zwi­schen Luft und Was­ser, kei­ne Wel­len­län­gen-beding­te Ver­zer­rung auf­tritt. Der Preis bei Gear­Best wird bei eini­gen Ali­Ex­press-Anbie­tern sogar noch unter­bo­ten. Oder ein Kopf­band, mit dem man die Kame­ra am Kopf tra­gen kann. Für die Brust gibt es so was auch.

Lan­ge gezö­gert habe ich bei einem Drei-Wege-Gim­bal. Denn nur mit so einem Gerät bekommt man total ruhi­ge Auf­nah­men aus der Hand hin. Da ich lan­ge Zeit nichts deut­lich unter 300 € gefun­den habe, habe ich mir als Über­gangs­lö­sung einen Zwei-Wege-Sta­bi­li­sa­tor, auch Schwe­be­sta­tiv oder Stea­dy­cam, geholt. Bes­ser als frei Hand alle­mal, aber wirk­lich sta­bil sieht anders aus. Eines Tages mein­te es das Schick­sal aber gut mit mir ;-). Media­Markt ver­kauf­te ein Aus­lauf­mo­dell von Roll­ei, den eGim­bal G4, für 150 €. Da konn­te ich ein­fach nur zuschla­gen. Damit macht das Fil­men auch gleich noch viel mehr Spaß, die Ergeb­nis­se wir­ken deut­lich pro­fes­sio­nel­ler. Im Titel­bild ist der Gim­bal rechts sicht­bar.

Ein Sel­fie-Stick darf natür­lich nicht in der Samm­lung feh­len, die Luxus-Ver­si­on von Xiao­mi kommt sogar mit einer Blue­tooth-Fern­be­die­nung für die haus­ei­ge­nen Kame­ras daher und ist echt spit­zen­mä­ßig ver­ar­bei­tet. Das schlägt sich natür­lich auch im Preis nie­der, die Tei­le bekommt man von ande­ren Her­stel­lern schon für deut­lich unter 10 €.

Wer mit der Klang­qua­li­tät des inte­grier­ten Mikro­fons nicht zufrie­den ist, was gera­de bei güns­ti­ge­ren Kame­ras sehr oft der Fall sein dürf­te, kann hier nach­rüs­ten, sofern die Kame­ra über eine Mini-USB-Schnitt­stel­le ver­fügt. Je nach Anwen­dungs­ge­biet bekommt man hier aus Fern­ost schon Mikro­fo­ne für unter 5 €. Das Mikro­fon im Titel­bild hat ca. 10 € gekos­tet.

Ein eben­falls sehr cle­ve­res Zube­hör ist ein, nen­nen wir ihn auf Deutsch ein­fach mal, 360-Grad-Sta­tiv. Das Teil funk­tio­niert im End­ef­fekt wie eine Eier­uhr, nur dass eine 1/4″-Schraube auf der Ober­seits und ein 1/4″-Gewinde auf der Unter­sei­te vor­ge­se­hen ist. Man kann das Teil also auf ein Sta­tiv set­zen, oben drauf kommt die Kame­ra. Und dann Zeit­raf­fer. Den Effekt kann man die­sem mei­nem Video sehr schön sehen (ab 7:01).

Ich könn­te die Lis­te noch belie­big fort­set­zen, mache aber trotz­dem an die­ser Stel­le Schluss.

Auf­grund des gerin­gen Gewichts, des ver­hält­nis­mä­ßig gerin­gen Prei­ses und der viel­fäl­ti­gen Befes­ti­gungs­mög­lich­kei­ten sind Action­cams ein­fach das Mit­tel der Wahl gewor­den, qua­li­ta­tiv recht hoch­wer­ti­ge Auf­nah­men im beweg­ten Umfeld zu machen. Aber auch im sta­ti­schen Betrieb, wie z.B. auf dem erwähn­ten 360-Grad-Sta­tiv machen sie eine gute Figur. Ich für mei­nen Teil bin hell­auf begeis­tert von den Tei­len und wer­de mei­ne Samm­lung sicher­lich noch um die eine oder ande­re Kame­ra und das eine oder ande­re Zube­hör erwei­tern. Gera­de der Motor­sport­be­reich, der es mir wirk­lich ange­tan hat, lebt von vie­len ver­schie­de­nen Blick­win­keln, die man nun mal lei­der nicht wie­der­ho­len kann. Bei dem fol­gen­den Video habe ich mal durch­ge­zählt, es waren 10 Kame­ras an ver­schie­de­nen Befes­ti­gun­gen im Ein­satz.

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Actioncam Video

Die Suche nach der perfekten Actioncam

Mit einer GoPro lieb­äu­gel­te ich schon eine gan­ze Wei­le. Schon eine ganz lan­ge Wei­le, nur waren mir die Din­ger immer zu teu­er. 300+ € für eine so klei­ne Kame­ra, zu der man dann auch noch ordent­lich Zube­hör kau­fen muss … nein. Als ich dann wegen des Cop­ter­kaufs über diver­se Chi­na-Shops stol­per­te, rück­te der Erwerb einer Action­cam, auch wenn es kei­ne von GoPro ist, in greif­ba­re­re Nähe. Bei Gear­Best gibt es eine erstaun­li­che Aus­wahl an Action­cams, zu teil­wei­se unglaub­li­chen Prei­sen. Es soll­te natür­lich jedem klar sein, dass man für 35 € mit Ver­sand aus Chi­na kei­ne Kame­ra der Güte­klas­se einer GoPro bekommt. Den­noch gibt es sicher­lich Per­so­nen, die mit einer sol­chen Kame­ra zufrie­den sind.

Hochauflösend und schnell, so sollte die Actioncam sein

Ich woll­te eine GoPro eigent­lich haupt­säch­lich für die Mon­ta­ge am oder im Fahr­zeug haben. Moto­ri­sier­te Fahr­zeu­ge bewe­gen sich in der Regel recht schnell, die Bild­ra­te soll­te also ent­spre­chend hoch sein. Eine zu gerin­ge Auf­lö­sung macht sich schnell bemerk­bar, wenn man das Video auf einem Gerät grö­ßer als einem Smart­pho­ne abspie­len möch­te. Full-HD soll­te es also schon sein, voll­wer­tig nutz­ba­res 4K bekommt man heut­zu­ta­ge erst für deut­lich mehr Geld als das, was ich bereit aus­zu­ge­ben war. Aber wer braucht schon 4K? 😉

Nach eini­gen Recher­chen und dem Ken­nen­ler­nen vie­ler tol­ler Blogs, wie el Pro­du­cen­te und Metro­po­li­tan Mon­key, ent­schied ich mich dann für die Yi des chi­ne­si­schen Her­stel­lers Xiao­mi. Xiao­mi scheint so eine Art Apple Chi­nas zu sein und erfreut sich dort ähn­lich gro­ßer Beliebt­heit. Bei Gear­Best bekam ich die Kame­ra für ca. 65 € mit Ver­sand nach Deutsch­land. Eine MicroSD-Kar­te hat­te ich noch, für den Anfang braucht es auch nicht viel mehr. Einen Saug­napf brauch­te ich noch, um die Kame­ra im Auto anzu­brin­gen. Den fand ich auch bei Gear­Best für weni­ger als 3 €. Das The­ma Zube­hör ver­dient einen geson­der­ten Arti­kel, den ich spä­ter hier ver­öf­fent­li­chen wer­de.

Unge­fähr zwei Wochen spä­ter lag mir dann auch alles vor und die Fil­me­rei konn­te begin­nen. Recht schnell stell­te sich her­aus, dass das ver­bau­te Mikro­fon für Fahr­zeug­auf­nah­men unge­eig­net ist, da es die hohen Pegel, die in einem Fahr­zeug ent­ste­hen, nicht ver­kraf­tet.

Die Kame­ra erfreut sich nicht nur wegen ihres gerin­gen Prei­ses hoher Beliebt­heit, sie ist auch hack­bar. So kann man gewis­se Bild­pa­ra­me­ter über ent­spre­chen­de Scrip­te modi­fi­zie­ren. Das Mikro­fon scheint unver­än­der­bar, mein Pro­blem konn­te ich also mit die­ser Mög­lich­keit nicht behe­ben.

Eini­ge Exem­pla­re nei­gen außer­dem zu einem unschar­fen Bild, was wohl mit einer leicht dejus­tier­ten Lin­se zusam­men­hängt. Außer­dem hat man bei ein­ge­schal­te­tem WLAN mit­un­ter kna­cken­de Geräu­sche in der Ton­spur. Bei­des lässt sich aber mit wenig Auf­wand behe­ben.

Zuletzt soll­te nicht uner­wähnt blei­ben, dass die Yi in ihrer Aus­stat­tung recht spar­ta­nisch ist und man sämt­li­ches Zube­hör zusätz­lich erwer­ben muss. Bei den Prei­sen nicht wei­ter wild, aber den­noch. Außer­dem ver­fügt sie über kein ein­ge­bau­tes Dis­play, man braucht ein Smart­pho­ne und die pas­sen­de App, um zu sehen, was die Kame­ra sieht.

Besser geht immer

Nach­dem ich mit der Yi zwar nicht total unzu­frie­den, aber auch nicht so rich­tig befrie­digt war, ging die Suche wei­ter. Der Metro­po­li­tan Mon­key hat hau­fen­wei­se Ver­gleichs­tests erstellt, dar­über ver­schaff­te ich mir ein ers­tes Bild. In die enge­re Aus­wahl kamen die Git­Up Git2, die Haw­keye Fire­fly 6S (eine Her­stel­ler­web­site konn­te ich lei­der nicht fin­den) und die SJCAM SJ5000X. Nach dem Betrach­ten dut­zen­der Ver­gleichs­vi­de­os, dem Lesen vie­ler Foren­bei­trä­ge und dem Stu­die­ren eini­ger Tests ent­schied ich mich dann für die Git2. Bei Gear­Best schoss ich sie für etwas weni­ger als 100 € im Pro­Pa­cka­ge, also mit hau­fen­wei­se Zube­hör. Der Auf­preis zur Yi schmolz dras­tisch dahin. Die SJ5000X und die Fire­fly 6S kos­ten aber in etwa das glei­che mit der glei­chen Aus­stat­tung. Gemein ist allen Kame­ras, dass sie kom­pa­ti­bel mit dem meis­ten GoPro-Zube­hör sind. Bei den Akkus gehen eini­ge Her­stel­ler eige­ne Wege, aber bei Gear­Best und Ali­Ex­press kos­ten die Akkus nur weni­ge Euros. Es scha­det nie, meh­re­re Akkus zu besit­zen. Ich besit­ze für jede Kame­ra, die ich mein eigen nen­ne, jeweils drei Akkus. Aus­schlag­ge­bend für die Git2 war aber schluss­end­lich das runde­re Gesamt­pa­ket, Bild und Ton emp­fand ich als am aus­ge­wo­gens­ten. Außer­dem kann die Git2 als eine der weni­gen Action­cams am Markt mit MicroSD-Kar­ten mit einer Kapa­zi­tät von 128 GB umge­hen. Gera­de für den Betrieb im Urlaub ein ech­tes Argu­ment.

Die Git2 ver­fügt auch über einen Mini-USB-Anschluss, an dem man nicht nur den Akku laden und die Inhal­te der Spei­cher­kar­te auf den Rech­ner über­tra­gen kann, man kann an ihr auch ein Mikro­fon anschlie­ßen, was die Audio­qua­li­tät dras­tisch ver­bes­sert. Da bin ich bei Ali­Ex­press fün­dig gewor­den und habe für unter 10 € ein Ste­reo­mi­kro­fon mit den per­fek­ten Dimen­sio­nen für den Betrieb an einer Action­cam gefun­den. Die Ton­qua­li­tät ist für den Preis sagen­haft, die Außen­auf­nah­men in mei­nem Oschers­le­ben-Video sind alle­samt mit einer Git2 und die­sem Mikro­fon ent­stan­den (sofern der Außen­ton ver­wen­det wur­de).

Die Innen­auf­nah­men habe ich alle­samt mit der recht neu­en DVR von Xiao­mi gemacht. Bei die­ser Kame­ra, die es für ca. 75 € bei Gear­Best gibt, han­delt es sich aber nicht um eine klas­si­sche Action­cam, son­dern um eine dedi­zier­te Auto­ka­me­ra, die mit dem pas­sen­den Zube­hör gelie­fert wird, um sie im Auto zu befes­ti­gen. Der Akku ist deut­lich klei­ner und die Außen­ma­ße sind grö­ßer als bei einer Action­cam üblich. Lei­der kommt die Bild­qua­li­tät nicht ganz an die einer Git2 ran, der Ton wird außer­dem nur mono auf­ge­nom­men.

Natür­lich stinkt auch eine Git2 nicht gegen eine GoPro HERO4 Black an, sie kos­tet aber samt gro­ßem Zube­hör­pa­ket (auf das The­ma gehe ich in einem spä­te­ren Arti­kel noch mal dedi­ziert ein) auch nur ein Vier­tel des Vor­bil­des. Vide­os leben von ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven und ins­be­son­de­re im Motor­sport ist es nun mal nicht mög­lich, Sze­nen wie­der­holt aus meh­re­ren Per­spek­ti­ven zu fil­men. Da muss alles in einem Durch­lauf pas­sen. Wer meh­re­re Action­cams braucht, muss sich ent­schei­den, ob ihm das Plus an Bild­qua­li­tät den Auf­preis wert ist oder nicht. Bei mei­nem Kame­rabe­darf müss­te ich unge­fähr 3.000 € nur für die GoPros aus­ge­ben, was ein­deu­tig ober­halb mei­nes Bud­gets liegt. Wer das Geld übrig hat, kann dann aber auch Vide­os mit der abso­lut fas­zi­nie­ren­den Qua­li­tät die­ses Vide­os pro­du­zie­ren, was ich der­zeit als Refe­renz anse­he.