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Open Source Ubuntu

Update-Reigen in der Linux-Welt

Seit heu­te erhält­lich: Ubun­tu 7.04 (Jahr 2007, Monat 04). Seit dem 08.04.2007 gibt es, nach rund vier Mona­ten Ver­spä­tung, end­lich das lang erwar­te­te Debi­an 4.0, Code­na­me “etch”. Man­dri­ve Linux 2007 Spring wur­de am 10.04.2007 der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Etwas län­ger her, aber trotz­dem noch recht aktu­ell, ist das Release von Saba­yon Linux 3.3. Hier war der 16.03.2007 das Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum. Da weiß man gera­de gar nicht, wel­che Dis­tri­bu­ti­on man sich zuerst anschau­en soll.

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NeoOffice 2.1 fertig und kostenlos

Soeben bei heise.de gele­sen: das freie OpenOffice.org-Derivat Neo­Of­fice für Mac OS X ist fer­tig. Die Soft­ware wur­de in Java geschrie­ben, was sich lei­der auch in der Geschwin­dig­keit nie­der­schlägt, das Soft­ware­pa­ket ist recht lahm. Im Gegen­satz zum direk­ten OpenOffice.org-Port nutzt es aber die Aqua-Ober­flä­che von OS X, was dank der Java-Inter­faces stress­frei mög­lich ist. Der direk­te OpenOffice.org-Port läuft noch unter X11, was sich eben­falls nega­tiv auf die Per­for­mance aus­wirkt und natür­lich auch auf die Optik. Außer­dem kann man mit Neo­Of­fice bereits Doku­men­te öff­nen, die mit dem Micro­soft Office 2007 erstellt wur­den. Das kön­nen der­zeit weder das Micro­soft Office 2003 noch das OpenOffice.org 2.1.

Das kom­plet­te Paket kann man sich kos­ten­frei her­un­ter­la­den. Es gibt jeweils geson­der­te Fas­sun­gen für Power­PC- und Intel-Macs. Im Instal­la­ti­ons­pa­ket ist aus­schließ­lich die eng­li­sche Sprach­fas­sung ent­hal­ten, das deut­sche Sprach­pa­ket muss sepa­rat her­un­ter­ge­la­den wer­den. Auch hier exis­tie­ren platt­form­ab­hän­gi­ge Ver­sio­nen…

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AdiumX ist fertig!

Was lan­ge währt, wird end­lich gut: Adi­umX 1.0 ist da. Auf den ers­ten Blick sind kei­ne sicht­ba­ren Unter­schie­de zu ent­de­cken, nach der Instal­la­ti­on wird aber erst mal die kom­plet­te Mess­a­ge­histo­ry, wenigs­tens hab ich die Bild­schirm­mel­dung so inter­pre­tiert, in das neue For­mat kon­ver­tiert.

Für die­je­ni­gen von euch, die noch nicht wis­sen, was Adi­umX ist: es han­delt sich bei die­sem äußerst schi­cken Stück Soft­ware um einen Mul­ti­pro­to­col­mes­sen­ger, der wun­der­bar mit den Pro­to­kol­len ICQ, MSN, Yahoo, AIM, Jabber, Gadu-Gadu, Goog­le­talk und noch vie­len mehr umge­hen kann. Das Pro­gramm ist äußerst gut anpass­bar, sowohl optisch, als auch akus­tisch und tech­nisch. Auch die Ver­sio­nen unter­halb des 1.0 Mile­stones waren in der Regel schon sehr sta­bil und funk­tio­nier­ten tadel­los. Die Ver­si­on 1.0 soll aber eini­ges an Ver­bes­se­run­gen und Opti­mie­run­gen brin­gen. Ich hal­te euch an die­ser Stel­le auf dem Lau­fen­den…

Ach ja, Adi­umX gibt es nur für Mac OS X… ein wei­te­rer Grund für den Switch. Ihr wollt noch einen? Lest den Vor­gän­ger­ar­ti­kel.

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Geht ja doch, USB-Webcam unter OS X

Vor rund einem Jahr habe ich das ers­te Mal danach gesucht: eine Mög­lich­keit, mei­ne Bil­lig-Web­cam Mar­ke Lab­tec unter Mac OS X zum Lau­fen zu bewe­gen, damit ich iChat AV und (mitt­ler­wei­le) Sky­pe für Video­te­le­fo­nie nut­zen kann. Heu­te hat es mich wie­der gerit­ten, ich woll­te eine Web­cam an mein Power­Book anschlies­sen. Zur Not hät­te ich mir auch eine neue gekauft, aber bei der Suche­rei nach kom­pa­ti­blen Cams bin ich auf eine sehr viel güns­ti­ge­re Lösung gestos­sen.

Es gibt einen Trei­ber namens macam, der eine gan­ze Lis­te an Web­cams OS X‑tauglich macht. Vor allem bil­li­ge Web­cams brin­gen zumeist nur einen Trei­ber für Win­dows mit, Mac OS X oder gar Linux wer­den eher stief­müt­ter­lich behan­delt. Die erst kürz­lich aus dem Pro­gramm genom­me­ne iSight von Apple ist zwar eine tol­le Kame­ra, mit rund 150,- ? aber auch nicht ganz bil­lig. Mit macam ist aber alles gar kein Pro­blem mehr. Der Trei­ber unter­liegt der GPL, ist also Open Source und kos­ten­frei erhält­lich. Aktu­ell ist die Ver­si­on 0.9.0, die auf mei­nem Power­Book G4 1,67 GHz pro­blem­frei mit mei­ner Lab­tec Web­Cam Pro funk­tio­niert.

Nun noch eini­ge Hin­wei­se zur Nut­zung die­ses Trei­bers:

- um wirk­lich (bei­na­he) alle OS X Anwen­dun­gen (getes­tet mit Sky­pe und Comic­Li­fe) zur Zusam­men­ar­beit mit die­sem Trei­ber zu bewe­gen, muss die Datei ‘macam.component’ aus dem DMG nach ‘/Library/QuickTime’ kopiert wer­den
- der Trei­ber bringt ein klei­nes Front­end mit, mit dem man Schnapp­schüs­se neh­men und Ein­stel­lun­gen an der Kame­ra vor­neh­men kann
- iChat AV läuft nicht ohne wei­te­res nur mit die­sem Trei­ber

Um iChat AV zur Zusam­men­ar­beit zu bewe­gen, benö­tigt man ein wei­te­res klei­nes Pro­gramm namens iCha­tUSBCam. Die Anwen­dung ist Share­ware und kos­tet recht ver­träg­li­che 9,95 US-$. Das 3er Pack gibt es für 24,95 US-$. Die Share­ware-Fas­sung läuft nach 7 Tagen ab, danach wird eine Regis­trie­rung erfor­der­lich, möch­te man sei­ne Web­cam in iChat AV wei­ter­hin nut­zen. Die Soft­ware fügt ein klei­nes Menü zu iChat AV hin­zu, mit dem man zwi­schen meh­re­ren Video­quel­len umschal­ten kann. Beim ers­ten Start von iChat AV wird eine Erken­nung der Kame­ra durch­ge­führt, die bei mir auch erfolg­reich ver­lief. Wäh­rend des­sen soll­te aber das Front­end von macam nicht offen sein, das kann zu Sys­tem­ab­stür­zen füh­ren.

So denn, viel Spaß beim Aus­pro­bie­ren ;-)

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Fernwartung für lau

Ich such­te kürz­lich nach einer Mög­lich­keit, bei mei­nen Kun­den Fern­war­tung durch­zu­füh­ren, damit ich nicht wegen jeder klei­nen Feh­ler­mel­dung raus­fah­ren muss. Der Win­dows Remo­te Desk­top fiel gleich von vorn­her­ein aus, da ich will, dass mei­ne Kun­den sehen kön­nen, was ich auf ihren Kis­ten mache. Außer­dem ist mir das “Ein­la­dungs­ver­fah­ren” unter XP Home Edi­ti­on etwas zu doof. Das Pro­blem des Remo­te Desk­top ist ja, dass der aktu­el­le Benut­zer abge­mel­det wer­den muss, damit ich mich anmel­den darf. Eine Über­nah­me der Tas­ta­tur und Maus des zu war­ten­den Rech­ners ist lei­der nicht mög­lich.

Als nächs­tes dach­te ich an VNC. Nur da hier eine recht gro­ße Anzahl an Ser­vern exis­tiert, muss­te ich mich erst ein­mal durch die ver­schie­de­nen Vor- und Nach­tei­le der Vari­an­ten wüh­len. Hän­gen geblie­ben bin ich im End­ef­fekt bei UltraVNC. Es ist zwar “Win­dows-only”, ansons­ten aber ziem­lich gut. Und da all mei­ne Kun­den nur Win­dows XP ein­set­zen, stell­te das auch kei­ne Hür­de dar. Erst plan­te ich, jedem der ent­spre­chen­den Kun­den einen Besuch abzu­stat­ten, auf den Rech­nern den UltraVNC-Ser­ver zu instal­lie­ren und die ent­spre­chen­den Ports im Rou­ter wei­ter­zu­lei­ten. Außer­dem muss­te natür­lich, da alle dyna­mi­sche IP-Adres­sen ein­set­zen, ein Dienst à la DynDNS zum Ein­satz kom­men, um das Pro­blem der täg­lich wech­seln­den IP-Adres­se des Kun­den zu eli­mi­nie­ren. Die­ser Dienst ver­knüpft näm­lich über eine ent­spre­chen­de Soft­ware auf den Kun­den­rech­nern bezie­hungs­wei­se im Rou­ter jeweils die aktu­el­le IP-Adres­se des DSL-Anschlus­ses mit einem DNS-Ein­trag à la “wunschname.dyndns.org”, wobei hier noch vie­le ande­re Domains zur Ver­fü­gung ste­hen. Der Dienst ist im Übri­gen kos­ten­frei.

Bei genaue­rem Stu­di­um der Home­page des UltraVNC-Pro­jekts bin ich dann aber auf UltraVNC SC gestos­sen. Und das ist genau das, was ich brau­che. Man lädt sich für den Ein­satz die­ser Soft­ware ein 2,8 KByte gro­ßes ZIP-Archiv run­ter, in dem sich eini­ge Text- und Bild­da­tei­en befin­den. Eben die­se Daten passt man an sei­ne eige­nen Bedürf­nis­se an. So ist es bei­spiels­wei­se mög­lich, die Tex­te in der Anwen­dung anzu­pas­sen sowie sein eige­nes Fir­men­lo­go ein­zu­bin­den. Fer­ner müs­sen noch Para­me­ter wie die als Ser­ver fun­gie­ren­de IP-Adres­se (in mei­nem Fal­le wie­der eine Domain bei DynDNS) ein­ge­ge­ben wer­den. Die­ses Paket lädt man nun auf einer Unter­sei­te des Pro­jekts hoch, nach­dem man sich mit den pas­sen­den Zugangs­da­ten (steht alles auf der Pro­jekt­sei­te) ange­mel­det hat. Danach erstellt einem “die Site” eine aus­führ­ba­re Datei, die man sei­nen Kun­den zur Ver­fü­gung stel­len kann. In die­sem Pro­gramm befin­den sich die per­so­na­li­sier­ten Tex­te, eine Gra­fik sowie die Para­me­ter, wohin die­ser UltraVNC-Cli­ent ver­bin­den soll. Der Trick bei der gan­zen Geschich­te ist: da der Kun­de die Fern­war­tungs­ver­bin­dung erstellt, braucht man in sei­nem Rou­ter kei­ner­lei Port­for­war­dings ein­zu­rich­ten. Der Kun­de öff­net die Ver­bin­dung auf dem ent­spre­chen­den Port und macht sei­ne Fire­wall somit an die­ser Stel­le für ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen auf. Also ist es jedem Kun­den mög­lich, die­se Lösung zu nut­zen, ohne dass vor­her irgend­wel­che Umkon­fi­gu­ra­tio­nen an dem Rou­ter oder ähn­li­chem vor­ge­nom­men wer­den müs­sen. Selbst eine Ver­schlüs­se­lung des Daten­stroms ist mög­lich, wor­auf ich aber ver­zich­tet habe, da das die Ver­bin­dungs­ge­schwin­dig­keit doch deut­lich redu­ziert. Auf der Ser­ver­sei­te, also im kon­kre­ten Fal­le auf mei­ner Win­dow­skis­te, muss im End­ef­fekt nur der UltraVNC-Cli­ent lau­fen und so ein­ge­stellt sein, dass er exter­ne Anfra­gen anneh­men kann.

Mit­hil­fe die­ser Lösung kann man, ohne den Kun­den vor­her mit einem Besuch zu beeh­ren, eine Fern­war­tung durch­füh­ren, die der Kun­de beob­ach­ten kann. Außer­dem ist der Kun­de für die Erstel­lung und Been­di­gung der Ver­bin­dung ver­ant­wort­lich. Ich bin begeis­tert ;-)

Und hier noch mal ein Screen­shot mei­nes “per­sön­li­chen” Remo­te­tools:

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Projekt: Heimserver

Vor ca. 2 Jah­ren habe ich mir den Luxus eines wei­te­ren Rech­ners gegönnt, der unter Linux lau­fend als File­ser­ver für mei­ne ande­ren Rech­ner die­nen soll­te. Gut, damals war es nur ein wei­te­rer Rech­ner. Aber mit­ter­wei­le (seit April letz­ten Jah­res) steht ja hier noch ein Power­Book, und da bekann­ter­ma­ßen die Fest­plat­ten in Note­books rela­tiv klein sind, kann auch der etwas Aus­la­ge­rungs­platz gebrau­chen. Zu der Zeit war Debi­an die ein­zi­ge Dis­tri­bu­ti­on, mit der ich mich eini­ger­ma­ßen aus­kann­te. Die Wahl des Betriebs­sys­tems für den Ser­ver fiel also auf Debi­an GNU/Linux. Din­ge wie einen Ker­nel neu zu kom­pi­lie­ren war für mich damals noch ein rotes Tuch, ich kam aber nicht drum­her­um, da der 2.4er Ker­nel kei­ne umfas­sen­de Unter­stüt­zung des Power Manage­ment mit­brach­te und der Ser­ver somit nach einem Shut­down nicht etwa aus­ging, son­dern nur die Fest­plat­te her­un­ter­fuhr. Der Rest lief wei­ter. Nach­dem ich die­se Hür­de genom­men hat­te, gab es aber kei­ne wei­te­ren groß­ar­ti­gen Schwie­rig­kei­ten. Die Paket­ver­wal­tung apt ist mehr als geni­al (Bei­spiel: ‘apt-get install sam­ba’ instal­liert das Sam­ba-Paket), das kom­plet­te Sys­tem ist mehr auf Sta­bi­li­tät aus­ge­legt als dar­auf, immer den neus­ten Schnick-Schnack zu unter­stüt­zen, es ist recht ein­fach zu war­ten (‘apt-get update && apt-get upgrade’ bezieht die neu­en Paket­lis­ten von den Debi­an-Ser­vern und lädt gleich even­tu­el­le Updates her­un­ter und instal­liert die­se), ein rund­um schö­nes Sys­tem eigent­lich.

Dann kam irgend­wann ubun­tu. Eigent­lich eher ein Desk­top-Sys­tem, trotz­dem woll­te ich es auf dem Ser­ver haben ;-) Debi­an flog also run­ter und wur­de gegen Ubun­tu aus­ge­wech­selt. Einer der Grün­de für die­sen Wech­sel war, dass ich unter Mac OS X ums Ver­re­cken nicht auf die SMB-Sha­res auf dem Ser­ver zugrei­fen konn­te. Gese­hen wur­de der Ser­ver, die Frei­ga­ben wur­den auch ange­zeigt, aber ein Zugriff war nicht mög­lich. Da ich den Feh­ler nicht besei­ti­gen konn­te, habe ich gehofft, ein Sys­tem­wech­sel wür­de Bes­se­rung brin­gen. Lei­der weit gefehlt: es wur­de schlim­mer. Ich konn­te nun selbst von der Win­dows-Kis­te aus auf eini­ge der Frei­ga­ben nicht mehr zugrei­fen… Die ent­spre­chen­den Rech­te habe ich repa­riert und ver­än­dert, kei­ne Bes­se­rung. Mit ein wenig Gebas­tel konn­te ich zwar arbei­ten, bequem war das aber nicht.

Zugu­ter­letzt habe ich mir open­SU­SE 10.1 her­un­ter­ge­la­den und auf dem Ser­ver instal­liert. Die Sys­tem­plat­te hat mir das Sys­tem ein­fach mit Rei­serFS ver­se­hen, Debi­an und ubun­tu setz­ten hier auf ext3. Anfangs lief SUSE ein­fach super, es war ein­fach zu instal­lie­ren, dank YaST2 auch super­ein­fach zu war­ten, aber… Sam­ba hat wei­ter­hin Ärger gemacht. Die Frei­ga­ben waren da, aber ich konn­te gar nicht dar­auf zugrei­fen. Benut­zer­na­me und Pass­wort hat er nicht akzep­tiert, obwohl ich mei­nen Linu­xuser zu den Sam­ba-Usern hin­zu­ge­fügt hat­te. Und SUSE nimmt es einem extrem übel, wenn man auf die fre­che Idee kommt, hän­disch die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en zu modi­fi­zie­ren. Gar kei­ne gute Idee. Das Sys­tem lief von Tag zu Tag schlech­ter. Eines Tages hat­te ich die Nase voll…

Ich bin zum Händ­ler mei­nes Ver­trau­ens gelau­fen und habe mir zwei 250 GB Fest­plat­ten gekauft, da ich mitt­ler­wei­le wirk­lich unter Platz­not litt. Die Plat­ten schnell in den Ser­ver geschraubt und das Sys­tem kom­plett neu auf­ge­setzt. Die­ses Mal aber mit einem rich­ti­gen Sys­tem: gen­too linux. Bei die­ser Dis­tri­bu­ti­on han­delt es sich um ein so genann­tes “Linux from the scratch”. Eine Gen­too-Instal­la­ti­on erfolgt über den Quell­code, man muss also jedes Paket, das man instal­lie­ren möch­te kom­pi­lie­ren, was den Vor­teil hat, dass bei der Instal­la­ti­on die binä­re Datei, also der Maschi­nen­code, an die jewei­li­ge Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur anpasst. Nach­teil, ganz klar: es dau­ert eine klei­ne Ewig­keit, allein nur das Basis­sys­tem auf die Fest­plat­te zu krie­gen. Die Basis­in­stal­la­ti­on hat auf mei­nem Ser­ver (Ath­lon XP 2.400+, 1 GB RAM) schon fast vier Stun­den gedau­ert. Und das war wirk­lich nur das Basis­sys­tem.

Mein Ser­ver soll fol­gen­de “Fähig­kei­ten” auf­wei­sen:

  • File­ser­ver via SMB (Sam­ba)
  • Ice­cast-Ser­ver (“Inter­net­ra­dio”)
  • Bit­tor­rent-Cli­ent
  • VNC-Ser­ver

Der Sam­ba-Ser­ver läuft bereits und die­ses Mal auch so, wie es sein soll­te. Ich kann auch von mei­nem Mac aus auf die Frei­ga­ben zugrei­fen, die Rech­te pas­sen alle. So habe ich bei­spiels­wei­se eine “public”-Freigabe ein­ge­rich­tet, auf die alle Nut­zer im Netz­werk lesend und schrei­bend zugrei­fen dür­fen, dann wie­der­um eine Frei­ga­be mit der Musik, auf die eben­falls alle Nut­zer zugrei­fen kön­nen, aber eben “read-only”. Und eine Frei­ga­be, die mei­ne “pri­va­ten” Daten beinhal­tet. Die­se ist nur nach Ein­ga­be von Benut­zer­na­men und Pass­wort ver­füg­bar. Und es funk­tio­niert, ein­fach nur herr­lich. Ich muss­te nicht mal ein Sam­ba-Tuto­ri­al lesen, um die Frei­ga­ben ein­zu­rich­ten: die bei­lie­gen­de smb.conf war so detail­liert mit Kom­men­ta­ren ver­se­hen, dass ich bin­nen einer Vier­tel­stun­de alle Frei­ga­ben mei­nen Vor­stel­lun­gen nach ein­ge­rich­tet hat­te. Ein­fach herr­lich. Ein Pro­blem hat­te ich aber schon, auch wenn dies nicht auf Sam­ba zurück­zu­füh­ren war: die Plat­ten­per­for­mance war eine Kata­stro­phe. Auf dem Main­board im Ser­ver wer­kelt ein KM400A von VIA. Dum­mer­wei­se habe ich bei der Grund­in­stal­la­ti­on ver­ges­sen, die Unter­stüt­zung für die­sen Chip­satz in den Ker­nel zu inte­grie­ren. Die Plat­ten­per­for­mance war laut ‘hdparm’ so der­ma­ßen gering, dass das Kopie­ren von ca. 1 GB über das Netz­werk auf den Ser­ver rund eine Stun­de gedau­ert hat. Voll­kom­men inak­zep­ta­bel. Nach der Inte­gra­ti­on des Chip­satz-Trei­bers in den Ker­nel und der Akti­vie­rung des DMA-Modus für die Fest­plat­ten waren die Plat­ten auf ein­mal ers­tens fast 20 Mal so schnell und zwei­tens sank die CPU-Last bei Schreib­vor­gän­gen um das x‑fache. Ohne den Trei­ber hat bei­spiels­wei­se der ‘kjour­nald’ fast 100 % der ver­füg­ba­ren CPU-Zeit gefres­sen. Nun sind es gera­de noch mal 0,5 %, unter Voll­last g

Der Ice­cast-Ser­ver war auch bin­nen kür­zes­ter Zeit ein­ge­rich­tet, muss ihn jetzt nur noch mit Musik füt­tern. Ein Win­dow-Mana­ger (flux­box, ein so genann­ter light­weight-win­dow­ma­na­ger) ist eben­falls bereits lauf­fä­hig instal­liert. Die­ser ist zwin­gend erfor­der­lich, da ich Azu­re­us als Bit­tor­rent-Cli­ent ein­set­zen möch­te. Und Azu­re­us läuft nun mal ohne Win­dow­ma­na­ger nicht. Lei­der macht Azu­re­us mir gera­de noch ein wenig Ärger: ich woll­te die JRE 1.5 von Sun instal­lie­ren (Azu­re­us ist in Java geschrie­ben und benö­tigt des­we­gen die so genann­te Java Run­ti­me Envi­ron­ment), was aber noch nicht so recht klappt. Durch die Lizenz­be­stim­mun­gen von Sun muss man die Instal­la­ti­ons­da­ten hän­disch her­un­ter­la­den, emer­ge (Paket­ma­na­ger von gen­too) küm­mert sich um die Instal­la­ti­on. Oder pro­biert es wenigs­tens. Irgend­wo hakt es da noch, aber auch das krie­ge ich noch hin ;-) In den nächs­ten Tagen wer­de ich noch den VNC-Ser­ver kon­fi­gu­rie­ren und den SSH-ver­schlüs­sel­ten Zugriff von außen ermög­li­chen.

Auch wenn Gen­too den Ruf weg hat nur etwas für abso­lu­te Voll­pro­fis zu sein: nach einer gewis­sen “Ein­ge­wöh­nungs­pha­se” kön­nen auch “bes­se­re Anfän­ger” (wie ich ;-)) mit die­sem Sys­tem umge­hen. Man muss wirk­lich nur lesen kön­nen. Im Gen­too Linux Wiki fin­det man ein­fach alle Infos, die man als Ein­stei­ger, Fort­ge­schrit­te­ner und Pro­fi benö­tigt. Die Doku­men­ta­ti­on bei Gen­too ist wirk­lich vor­bild­lich. Des­we­gen kann die­ses Sys­tem wirk­lich jeder mit etwas gutem Wil­len und Geduld ein­set­zen.

Fazit: ich bin bis­her schwer­auf begeis­tert von die­sem Sys­tem. Jeder, der sich ger­ne etwas ein­ge­hen­der mit dem The­ma Linux beschäf­ti­gen möch­te, soll­te über die Instal­la­ti­on von Gen­too nach­den­ken.

In den nächs­ten Tagen wer­de ich hier noch ein paar Screen­shots von Arnes Gen­too-Sys­tem nach­rei­chen. Er hat näm­lich wirk­lich “super-pim­ping” betrie­ben und ein rich­tig hüb­sches Sys­tem zusam­men­ge­bas­telt. Auf der Home­page von Gen­too fin­det man eben­falls eini­ge sehr schi­cke Screen­shots von Gen­too-Nut­zern. Nicht so schick wie Mac OS X, aber immer­hin ;-)

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Retter in der (Fenster-)Not

Mac for Work ? Linux for Net­work ? Win­dows for Soli­taire (Zitat aus Micha­el Wagen­häu­sers Gedan­ken­ge­wit­ter)

Lei­der hält sich nicht jeder dran ;-)

Zum eigent­li­chen The­ma: jeder Ser­vice­tech­ni­ker (neh­me ich wenigs­tens an) kennt das: ab und zu pas­siert es selbst mit dem ansons­ten ziem­lich sta­bil und sau­ber lau­fen­den Win­dows XP, dass es von einem Tag auf den ande­ren nicht mehr star­ten möch­te. Zumeist ver­ant­wort­lich dafür sind Feh­ler im Datei­sys­tem. Im Nor­mal­fall ist das kei­ne Kata­stro­phe: Scan­disk lau­fen las­sen, even­tu­ell eine Repa­ra­tur­in­stal­la­ti­on durch­füh­ren, fer­tig. Was aber, wenn die Repa­ra­tur­funk­ti­on kei­ne vor­han­de­ne Win­dows-Instal­la­ti­on fin­det? Zumeist liegt das dar­an, dass die Par­ti­ti­ons­ta­bel­le defekt ist. Win­dows kann der Sys­tem­par­ti­ti­on kei­nen gül­ti­gen Datei­sys­tem­typ zuord­nen, eine Repa­ra­tur­in­stal­la­ti­on ist in die­sem Zustand nicht mög­lich. Jetzt ist guter Rat teu­er. Der Ord­ner “Eige­ne Datei­en” soll­te auf jeden Fall bereits auf einer ande­ren als der Sys­tem­par­ti­ti­on lie­gen, der Ord­ner “Doku­men­te und Ein­stel­lun­gen” hin­ge­gen befin­det sich zumeist wei­ter­hin auf der Sys­tem­par­ti­ti­on, da das Ver­schie­ben die­ses Ord­ners doch deut­lich kom­pli­zier­ter ist. In die­sem Ord­ner befin­den sich aber nun lei­der sehr vie­le Nutz­da­ten, wie bei­spiels­wei­se die kom­plet­ten Pro­fil­ord­ner der Mozil­la-Anwen­dun­gen, Office-Vor­la­gen und noch vie­les mehr. Die Par­ti­ti­on also ein­fach zu for­ma­tie­ren fällt somit aus.

Wie kommt man aber nun an die Daten auf der ers­ten Par­ti­ti­on trotz zer­stör­ter Par­ti­ti­ons­ta­bel­le ran? Die Ant­wort ist ein­fach: man bemü­he einen Pin­gu­in. Ich bevor­zu­ge hier Knop­pix. Ein­fach von der Live-CD star­ten, den Sam­ba-Ser­ver über die gra­fi­sche Ober­flä­che akti­vie­ren und schon kann man pro­blem­frei von einem ande­ren ans Netz­werk ange­schlos­se­nen Rech­ner (sofern des­sen Betriebs­sys­tem das SMB unter­stützt) auf die Daten des Pro­blem­rech­ners zugrei­fen. Am Bes­ten kopiert man dann gleich den kom­plet­ten Inhalt der betrof­fe­nen Par­ti­ti­on, damit auch bloß nichts ver­lo­ren geht. Nun kann man Win­dows neu instal­lie­ren, die ent­spre­chen­de Par­ti­ti­on kann nun gefahr­los for­ma­tiert wer­den. Nach erfolg­reich abge­schlos­se­ner Neu­in­stal­la­ti­on kön­nen die Daten nun über das Netz­werk wie­der zurück­ko­piert wer­den.

Wer aller­dings vor der Neu­in­stal­la­ti­on auf Num­mer sicher gehen und aus­schlies­sen will, dass die Fest­plat­te viel­leicht einen phy­si­ka­li­schen Defekt erlit­ten hat, braucht wei­te­re Tools. Hier­für nut­ze ich im All­ge­mei­nen die Ulti­ma­te Boot CD (loka­ler Mir­ror (205 MB)). Hier­bei han­delt es sich um eine Samm­lung von sehr nütz­li­chen Sys­tem­tools. So ziem­lich jeder Fest­plat­ten­her­stel­ler bie­tet Tools an, um die Fest­plat­ten­ober­flä­che auf phy­si­ka­li­sche Defek­te zu über­prü­fen. Und genau die­se befin­den sich, erreich­bar über ein kom­for­ta­bles Menü, auf der CD. Des wei­te­ren fin­det man noch prak­ti­sche Sys­tem­tools für Spei­cher- und CPU-Tests, den Zugriff auf das NTFS-Datei­sys­tem via DOS, Par­ti­tio­nie­rungs­tools, Sys­tem­in­for­ma­ti­ons­pro­gram­me und noch vie­les mehr. Jedem, aber wirk­lich jedem, der ab und zu mit nicht mehr star­ten­den Win­dows­sys­te­men zu tun hat (also qua­si jedem Win­dows-Nut­zer ;-)) kann ich emp­feh­len, die­se Samm­lung immer bei sich zu füh­ren.

Eine Dop­pel-CD-Hül­le mit die­sen CDs in der Tasche und es kann eigent­lich nichts mehr schief gehen… jedem defek­ten Sys­tem soll­te man damit wie­der zur Lauf­fä­hig­keit ver­hel­fen kön­nen. Ach ja, Schrau­ben­dre­her nicht ver­ges­sen… nur für den Fall, dass die Fest­plat­te doch defekt ist.

Den­noch, trotz all die­ser Hilfs­mit­tel, gilt der Leit­satz: eine regel­mä­ßi­ge Daten­si­che­rung ist das A und O. Bei mei­nen Kun­den set­ze ich, je nach Umfeld, ent­we­der ein Syn­chro­ni­sa­ti­ons­tool ein oder neh­me eine Daten­si­che­rung auf eine exter­ne USB-Fest­plat­te vor. Wenn dann die Fest­plat­te abraucht, ist das Sys­tem bin­nen kür­zes­ter Zeit wie­der ver­füg­bar. Zumal Fest­plat­ten heut­zu­ta­ge ja auch wirk­lich nichts mehr kos­ten. Rela­tiv wich­tig bei sol­chen Anwen­dun­gen ist die Eigen­schaft, eine zeit­ge­steu­er­te Siche­rung oder Syn­chro­ni­sa­ti­on vor­neh­men zu kön­nen, denn selbst der bes­te Nut­zer ver­gisst sicher­lich ab und zu mal die Daten­si­che­rung durch­zu­füh­ren. Der Com­pu­ter hin­ge­gen tut dies nicht.

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Mac Open Source

Eyecandy à la OS X für Ubuntu Nutzer

Lau­ri Tai­mi­la hat auf sei­ner Web­site eine Anlei­tung bereit­ge­stellt, Ubun­tu wie Mac OS X aus­se­hen zu las­sen. Das Ergeb­nis ist durch­aus beein­dru­ckend. Da ich ja nun end­lich Zeit habe (es leben die Semes­ter­fe­ri­en *ggg*) wer­de ich die Anlei­tung sicher­lich mal nach­voll­zie­hen. Screen­shots fol­gen dann hier irgend­wo und irgend­wann ;-)

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Open Source Spiele

Nexuiz 2.0 ist da

Bei Nexuiz han­delt es sich, wie bei War­sow, um einen Open Source Egoshoo­ter, den es für Linux und Win­dows gibt. Seit rund vier Tagen gibt es die­sen Shoo­ter, der schon deut­lich älter als War­sow ist, in der fri­schen Ver­si­on 2.0. Gra­fisch macht Nexuiz deut­lich mehr her als War­sow, die Gra­fik wirkt deut­lich aus­ge­reif­ter, obwohl War­sow auf­grund sei­ner Cells­ha­der-Optik auch eine Men­ge her­macht.

Her­un­ter­la­den könnt ihr das Spiel hier (191 MB), ent­hal­ten sind die Ver­sio­nen für Linux und Win­dows. Wie bei War­sow ist auch bei Nexuiz kei­ne Instal­la­ti­on erfor­der­lich. Ein­fach das ZIP-Archiv ent­pa­cken, bei­spiels­wei­se mit 7‑Zip, und los­le­gen.

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Neues Update für Warsow auf Version 0.12 ist da

Und mal wie­der ein Update für den extrem schnel­len Egoshoo­ter War­sow. Mitt­ler­wei­le ist die Ver­si­on 0.12 aktu­ell.

Ich habe das Spiel kürz­lich auch mal für ein, zwei Stünd­chen gespielt. Und es ist wirk­lich extrem schnell, ein wenig wie Qua­ke 3, auch wenn es an des­sen Optik nicht ganz ran­kommt. Ein biss­chen hat mich gestört, dass man die Bild­wie­der­hol­ra­te im Spiel nicht hoch­set­zen konn­te, sodass ich mit 60 Hz spie­len muss­te^^ Und das geht auf einem Röh­ren­bild­schirm nach einer kur­zen Zeit wirk­lich auf die Augen und ver­ur­sacht Kopf­schmer­zen. Die Spiel­dyna­mik ist aber schon jetzt auf einem recht hohen Level, die Ser­ver sind gut besucht und es sind auch schon eini­ge Freaks online…

Fazit: Jedem, der ger­ne Death­match-Spie­le spielt, kann ich War­sow nur ans Herz legen. Es ist kos­ten­los und kommt trotz­dem an älte­re kom­mer­zi­el­le Ver­tre­ter des Gen­res ran, mei­ner Mei­nung nach wenigs­tens.

Genug gela­bert, hier die Links für die Down­loads der aktu­el­len Fas­sung:

War­sow 0.12 Linux Full (63,7 MB)
War­sow 0.1 -> 0.12 Update Linux (3,1 MB)
War­sow 0.12 Win­dows Full (62,2 MB)
War­sow 0.1 -> 0.12 Update Win­dows (1,4 MB)

Wie auch schon bei den älte­ren Ver­sio­nen ist kei­ne Instal­la­ti­on erfor­der­lich. ZIP-Archiv bei­spiels­wei­se mit 7‑Zip ent­pa­cken und zocken. Viel Spaß beim Spie­len…

PS: Die alten Fas­sun­gen wer­den mit Erschei­nen die­ses Arti­kels von mei­nem Ser­ver gelöscht.