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Logitech Rechargeable Touchpad T650

Ich habe mir von mei­nem Arbeit­ge­ber ein Touch­pad, das Logi­tech Rech­ar­ge­ab­le Touch­pad T650, für mei­nen Arbeits­platz kau­fen las­sen, da ich zuhau­se an mei­nem iMac schon seit Jah­ren nur noch mit dem Touch­pad arbei­te. Win­dows 8 soll ja auf die Bedie­nung mit Touch-Devices opti­miert sein, also woll­te ich so ein Ding haben. Auf mei­nem Arbeits­platz-Rech­ner, einem leno­vo Think­Pad T530 läuft näm­lich Win­dows 8.1. Ich hoff­te, durch die ver­meint­lich vor­han­de­ne Ges­ten­steue­rung die Arbeit mit Win­dows etwas kom­for­ta­bler gestal­ten zu kön­nen.

Die Rea­li­tät ent­spricht ja sel­ten den Wün­schen und Träu­men, so soll­te es auch die­ses Mal sein. Instal­la­ti­on und Kon­fi­gu­ra­ti­on des Touch­pads waren recht sim­pel und intui­tiv, die Logi­tech-Soft­ware befand sich nach weni­gen Minu­ten auf der SSD mei­nes Note­books. Das Gerät selbst macht einen sehr hoch­wer­ti­gen Ein­druck, von der Fer­ti­gungs­qua­li­tät her ist es durch­aus mit dem Pen­dant von Apple ver­gleich­bar.

Hier ende­te der posi­ti­ve Erstein­druck aber auch schon. Gut funk­tio­nie­ren die Ges­ten für das Vor­wärts und Rück­wärts im Brow­ser (swi­pen mit drei Fin­gern) und das Scrol­len (hoch/runter bzw. links/rechts mit zwei Fin­gern). Manch­mal habe ich aber das Gefühl, dass das Touch­pad nicht so ganz ver­steht, was ich will. Sol­che Aus­set­zer ken­ne ich von Apple-Touch­pads nicht.

Der flie­ßen­de Bild­lauf, also qua­si das Nach­scrol­len, wie man es von iOS- und ande­ren Mobil­ge­rä­ten kennt, funk­tio­niert zwar, agiert aber nicht intel­li­gent. Schließt man näm­lich im Brow­ser (bei mir Chro­me) einen Tab, wäh­rend das Nach­scrol­len noch im Gan­ge ist, über­trägt er die­sen Rest­mo­ment auf den nächs­ten Tab. Da ich Tabs mit­tels Strg‑W schlie­ße, habe ich dadurch natür­lich noch die Strg-Tas­te gedrückt, was in Ver­bin­dung mit der Scroll­be­we­gung im nächs­ten Tab eine Ver­grö­ße­rung bzw. Ver­klei­ne­rung des Inhalts bewirkt. Sehr läs­tig.

Logi­tech hat außer­dem Ges­ten vor­ge­se­hen, die erfor­dern, dass man mit dem Fin­ger vom abso­lu­ten Rand des Touch­pads aus streicht. Die­se funk­tio­nie­ren weder intui­tiv noch zuver­läs­sig, sind aus mei­ner Sicht also voll­stän­dig über­flüs­sig. Nach eini­gen Tagen des Ver­su­chens habe ich sie frus­triert deak­ti­viert, denn manch­mal habe ich sie ver­se­hent­lich akti­viert, ohne dies zu wol­len. Woll­te ich es, funk­tio­nier­te es aber so gut wie nie.

Der Akku hält im Regel­fall gera­de mal zwei Wochen und wird per USB-Kabel auf­ge­la­den, was das Pro­blem etwas ent­schärft. Ver­bun­den wird das Touch­pad im Übri­gen über die von Logi­tech mitt­ler­wei­le sicher­lich bekann­ten Uni­fied-Emp­fän­ger, die ange­nehm klein sind und somit fast gar nicht mehr aus dem USB-Anschluss her­aus­schau­en.

Das mir ver­blei­ben­de Fazit ist, dass die­ses Touch­pad lei­der nicht mehr als ein net­tes Spiel­zeug ist. Es erschwert die Arbeit zwar nicht unbe­dingt, ver­hält sich aber von Zeit zu Zeit so, dass man es am liebs­ten gegen die Wand pfef­fern wür­de. Dafür sieht es schi­cker aus als eine Maus ;-).

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Apple Microsoft

Liebe Leute in der Microsoft-Werbeabteilung…

waren wir mal wie­der inno­va­tiv, ja? 😉

Ob das Team um den genia­le Songs­mith-Clip an die­ser Kam­pa­gne mit­ge­ar­bei­tet hat? Den muss man ein­fach gese­hen haben…

Angeb­lich will Micro­soft mit dem obi­gen Clip den Apple Ads Paro­li bie­ten. Denn nach Ste­ve Bal­mers erst kürz­lich gemach­ter Aus­sa­ge, dass man bei Apple rund 500,- EUR Auf­preis für das Logo zah­len wür­de, scheint bei Micro­soft der Slo­gan “Geiz ist geil” Ein­zug gehal­ten zu haben, was wohl auch die­se neue Wer­be­kam­pa­gne wider­spie­gelt. Prä­di­kat: über­flüs­sig. Was meint ihr?

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Apple Microsoft Windows

Wieso Apple nicht (!) zu teuer ist [Update]

Die meis­ten von euch ken­nen sie ver­mut­lich: die nicht enden wol­len­den Dis­kus­sio­nen, die in den Foren ein­schlä­gi­ger News­sei­ten (heise.de, golem.de und wie sie nicht alle hei­ßen) los­bre­chen, sobald das Wort Apple in einem Arti­kel fällt. Es geht immer wie­der um das glei­che The­ma: Apple sei zu teu­er. Design over func­tion. Über­teu­er­ter Schnick­schnack für ver­wöhn­te Papa-Mäd­chen.

Ich weiß, ich kann mit die­sem einen Arti­kel sicher­lich nicht sämt­li­che Vor­ur­tei­le für immer aus der Welt räu­men, aber viel­leicht liest die­sen Arti­kel ja der eine oder ande­re, der genau die­se Mei­nung ver­tritt und über­legt es sich dann anders.

Da äqui­va­len­te Desk­top-Rech­ner im Win­dows-Bereich eher schwie­rig zu fin­den sind, neh­me ich das Mac­Book als Ver­gleichs­kri­te­ri­um. Erst kürz­lich habe ich näm­lich (nicht, dass die Sei­te wirk­lich ernst­zu­neh­men sei) im Forum von WinFuture.de einen Dis­kus­si­ons­bei­trag eines Nut­zers gele­sen, der fel­sen­fest der Mei­nung war, dass man ein Note­book, das mit dem Mac­Book zu ver­glei­chen sei für um die 400,- EUR bekom­men wür­de. Oder sie ver­glei­chen ein rund 400,- € teu­re­res Note­book und regen sich über das im Ver­gleich dazu schlech­te Dis­play eines Mac­Book auf. Natür­lich kom­plet­ter Quatsch, da wer­den Äpfel (;-)) mit Bir­nen ver­gli­chen, aber sol­che geis­ti­gen Ergüs­se darf man häu­fi­ger lesen. Meis­tens wer­den sol­che Dis­kus­sio­nen aber auch von Men­schen los­ge­tre­ten, die in ihrem Leben noch nie einen Mac ver­wen­det haben und ein­fach nur aus­wen­dig gelern­te Phra­sen dre­schen.

Das aktu­el­le Mac­Book aus Alu kos­tet im Apple-Store mehr oder min­der unum­stöß­li­che 1.199,- €. Ein zuge­ge­ben recht stol­zer Preis für ein Note­book. Aber was bekommt man denn für die­ses Geld? Fol­gen­des:

  • Intel Core 2 Duo T8100 mit 2 x 2,0 GHz
  • 2 GB DDR3-Spei­cher (2 x 1 GB)
  • 160 GB SATA-Fest­plat­te
  • nVi­dia GeForce 9400M mit 256 MB Sha­red-Memo­ry (DDR3)
  • 13,3″-LED-Display mit einer Auf­lö­sung von 1.280x800 Pixeln
  • Slot-In-DVD-Bren­ner, 8‑fach
  • Giga­bit-Ether­net
  • Wire­less N
  • Blue­tooth 2.0
  • Gewicht: 2,04 kg

So viel zu den rein tech­ni­schen Leis­tungs­da­ten. Aber damit ist noch nicht alles erschla­gen:

  • Uni­bo­dy-Alu­mi­ni­um-Gehäu­se
  • sehr gut ver­ar­bei­te­te, leicht­gän­gi­ge Tas­ta­tur (selbst für 10-Fin­ger-Schrei­ber wie mich)
  • Sud­den Moti­on Sen­sor
  • inte­grier­te Web­cam inklu­si­ve Mikro­fon
  • für die Gerä­te­grö­ße sehr kräf­ti­ge Laut­spre­cher
  • mul­ti­touch- und ges­ten­fä­hi­ges, sehr gro­ßes Touch­pad aus Glas
  • digi­ta­ler Bild­schirm­aus­gang (Mini-Dis­play­Port)
  • vier bis sechs Stun­den Akku­lauf­zeit
  • magne­ti­scher Ver­schluss für das Netz­ka­bel, wel­ches ein Her­un­ter­reis­sen des Note­books ver­hin­dert
  • nahe­zu unhör­bar lei­se im Betrieb
  • opti­sche Lade­an­zei­ge des Note­books auch in aus­ge­schal­te­tem Zustand

Anhand die­ser Daten habe ich nun ver­sucht, beim Online-Ver­sand­händ­ler notebooksbilliger.de ein ver­gleich­ba­res Gerät eines ande­ren Her­stel­lers zu fin­den. Da vie­le Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer gern Sony als Ver­gleichs­kri­te­ri­um ver­wen­den, hab ich dort zuerst geschaut, mit fol­gen­dem Ergeb­nis:

Sony VAIO VGN-SR29VN/S
Preis: 1.099,- €

Aus­stat­tung: etwas schnel­le­rer Pro­zes­sor (P8600), DDR2-RAM, dafür dop­pelt so viel, grö­ße­re Fest­plat­te (+160 GB), nur Fast Ether­net (100 Mbit), 100 g leich­ter, Akku­lauf­zeit nur 3,5 Stun­den, erwei­ter­bar via ExpressCard/34, Rade­on Mobi­li­ty HD3470 mit 256 MB dedi­zier­tem Spei­cher, VGA- und HDMI-Bild­schirm­aus­gang, kein ges­ten­fä­hi­ges, mul­ti­touch­fä­hi­ges Touch­pad

Ergeb­nis: mehr Pro­zes­sor­power, dafür lang­sa­me­res RAM, grö­ße­re Plat­te, kür­ze­re Akku­lauf­zeit, 100,- € (~ 8 %) bil­li­ger. Unent­schie­den!

Sony VAIO VGN-Z11MN/B
Preis: 1.389,- €

Aus­stat­tung: etwas schnel­le­rer Pro­zes­sor (P8400), dop­pelt so gro­ßer Arbeits­spei­cher, grö­ße­re Fest­plat­te (+ 80 GB), nVi­dia GeForce 9300M GS mit maxi­mal 128 MB (-128 MB), 500 g leich­ter, VGA- und HDMI-Bild­schirm­aus­gang, Akku­lauf­zeit unge­fähr fünf Stun­den, erwei­ter­bar via ExpressCard/34, kein ges­ten­fä­hi­ges, mul­ti­touch­fä­hi­ges Touch­pad

Ergeb­nis: dezent mehr Pro­zes­sor­leis­tung, mehr RAM, grö­ße­re Plat­te, weni­ger Gra­fik­power, unge­fähr glei­che Akku­lauf­zeit, 190,- € (~ 10 %) teu­rer. Eben­falls unent­schie­den.

Dell wird natür­lich auch gern ange­führt, also hab ich mich da eben­falls umge­schaut. Der Dell XPS M1330 scheint das Kon­kur­renz­pro­dukt zu App­les Mac­Book zu sein.

Dell XPS M1330
Preis (in der von mir gewähl­ten Kon­fi­gu­ra­ti­on): 1.034,- € (zzgl. 29,- € Ver­sand)

Aus­stat­tung: gerin­ger auf­lö­sen­de Web­cam, weni­ger Gra­fik­leis­tung (8400M GS mit 128 MB), DDR2-Spei­cher, kein Blue­tooth, nur Wire­less G, nur Fast Ether­net, ca. 100 g leich­ter, 136,- € (~ 15 %) bil­li­ger, kein ges­ten­fä­hi­ges, mul­ti­touch­fä­hi­ges Touch­pad

Ergeb­nis: Die gebo­te­ne Leis­tung ist in fast allen Berei­chen schlech­ter, dafür ist das Gerät aber auch eini­ge Euro güns­ti­ger. Eben­falls (halb­wegs) unent­schie­den.

Bei den wei­te­ren Her­stel­lern von Note­books habe ich lei­der kei­ne ver­gleich­ba­ren Model­le gefun­den, also wel­che, die mit 13,3″-Display daher kom­men, denn weder die 12″- noch die 14″-Klasse kann mit den 13“ern ver­gli­chen wer­den. Aber die drei zum Ver­gleich her­an­ge­zo­ge­nen Model­le von Sony und Dell zei­gen schon, das das Mac­Book preis­lich schon mal nicht so schlecht posi­tio­niert ist. Es zieht bei eini­gen Leis­tungs­merk­ma­len den kür­ze­ren, zieht bei ande­ren aber schnur­stracks davon.

Wie­so ich so auf der Dis­play­dia­go­na­le rum­rei­te? Sony zum Bei­spiel bezeich­net die­se Gerä­te­klas­se als Sub­note­book. Sub­note­books sind im All­ge­mei­nen teu­rer als Gerä­te mit einer Dis­play­dia­go­na­le von 15,4″. Sie sind mobi­ler, brin­gen eine höhe­re Akku­lauf­zeit mit und spre­chen eigent­lich auch ein ganz ande­res Cli­en­tel an als die übli­chen 15″-Consumer-Geräte. Wer auf die Idee kommt, ein Gerät die­ser Klas­se mit einem Mac­Book zu ver­glei­chen, weiß sowie­so nicht wovon er redet. Die 15″-Panels sind in der Pro­duk­ti­on deut­lich bil­li­ger, die Akku­lauf­zeit die­ser Gerä­te­klas­se ist deut­lich gerin­ger (ich habe als Zweit­ge­rät ein Acer Exten­sa 5220 mit 15,4″ und einer Akku­lauf­zeit von zwei Stun­den) und gene­rell genü­gen sie ein­fach ande­ren Ansprü­chen. Ein Ver­gleich die­ser Gerä­te­klas­sen käme einem Ver­gleich zwi­schen Äpfel und Bir­nen gleich. “Was hat es denn mit die­sem merk­wür­di­gen Mul­ti­touch-Touch­pad auf sich, von dem der Kerl hier über­all redet?” mag sich der eine oder ande­re schon gefragt haben. Die­ses Touch­pad dient nicht nur dazu, den Maus­zei­ger über den Bild­schirm zu schub­sen, es kann noch viel mehr. So kann man bei­spiels­wei­se mit der Bewe­gung von zwei Fin­gern nach oben oder unten auf Web­sei­ten oder in Doku­men­ten hoch- und run­ter­s­crol­len. Wenn man gar vier Fin­ger gleich­zei­tig ver­wen­det, las­sen sich bei­spiels­wei­se alle Fens­ter gleich­zei­tig anzei­gen (Expo­sé). Außer­dem lässt sich, ähn­lich wie beim iPho­ne, mit einer ent­spre­chen­den Zwei-Fin­ger-Bewe­gung in Bil­der rein- und raus­zoo­men. Das gibt’s im PC-Bereich über­haupt nicht. Aber natür­lich bezahlt man beim Kauf eines Com­pu­ters nicht nur die Hard­ware, son­dern auch die Soft­ware. Sämt­li­chen oben auf­ge­zähl­ten Note­books von Dell und Sony liegt eine Win­dows-Vis­ta-Lizenz, ent­we­der Home Pre­mi­um oder Busi­ness, bei. Die­se hat einen Gegen­wert in Höhe von 80,- bis 100,- €, der vom Kauf­preis abzu­zie­hen wäre. Da man mei­nes Wis­sens nach in Deutsch­land das Recht hat, den Kauf eines Betriebs­sys­tems beim Com­pu­ter­kauf ganz klar abzu­leh­nen und sich die Dif­fe­renz aus­zah­len zu las­sen, ist das durch­aus legi­tim. Beim Kauf eines Mac­Book bekommt man der­zeit Mac OS X Leo­pard dazu sowie das iLi­fe-Paket in der Ver­si­on ’09. Das Betriebs­sys­tem hat einen Gegen­wert von 129,- €, iLi­fe ’09 kos­tet 79,- €, ins­ge­samt also 208,- €, der Gerä­te­preis redu­ziert sich somit auf 991,- €. Im Fol­gen­den möch­te ich einen klei­nen Blick dar­auf wer­fen, was durch Mac OS X und iLi­fe dem Mac tat­säch­lich an Soft­ware bei­liegt: Mac OS X basiert auf UNIX und kommt seit Leo­pard (10.5) in einer Ver­si­on daher, die im Gegen­satz zur 32-Bit-Ver­si­on von Win­dows Vis­ta, die den meis­ten Gerä­ten bei­liegt, mehr als 4 GB RAM adres­sie­ren kann (in der Pra­xis liegt die Gren­ze der Win­dows-Nut­zer zum Opfer fal­len eher bei ~ 3,25 GB). Direkt nach dem Ein­schal­ten eines nagel­neu­en Macs wird man dazu auf­ge­for­dert, ein Benut­zer­kon­to anzu­le­gen und kann mit­hil­fe der inte­grier­ten Web­cam gleich ein Benut­zer­pro­fil­fo­to auf­neh­men. Das Sys­tem ist danach sofort ein­satz­be­reit und kann neben dem, was man von Win­dows kennt, auch noch fol­gen­des:

  • PDF-Datei­en anzei­gen und aus jeder belie­bi­gen Anwen­dung her­aus erzeu­gen
  • voll­au­to­ma­ti­sche Back­ups erzeu­gen mit der Anwen­dung Time Machi­ne (exter­ne Fest­plat­te anschlies­sen, Fest­plat­te als Back­up-Medi­um bestä­ti­gen, fer­tig!)*
  • moder­ner, webstan­dard­kon­for­mer Brow­ser vor­in­stal­liert (Safa­ri 3)**
  • moder­ner Mail­cli­ent vor­in­stal­liert (Apple Mail)***
  • schnel­le Vor­schau von gän­gi­gen Medi­en­in­hal­ten (Bil­der, Vide­os, Audio)
  • Web­ser­ver mit PHP-Unter­stüt­zung vor­in­stal­liert (Apa­che 2)
  • Ruby on Rails vor­in­stal­liert
  • audio- und video­chat­fä­hi­ger Mul­ti­pro­to­koll-Mes­sen­ger vor­in­stal­liert
  • Java und Flash vor­in­stal­liert
  • gän­gi­ge Archiv-For­ma­te (ZIP, TAR, GZip, etc.) kön­nen ent­packt wer­den
  • CDs, DVDs und ISO-Datei­en bren­nen

* zu Win­dows Vis­ta gehört eben­falls eine Back­up-Soft­ware, die Ein­rich­tung ist aber deut­lich kom­pli­zier­ter als die von Time Machi­ne
** der Inter­net Explo­rer 7 ist kein moder­ner Brow­ser, er beherrscht die aktu­el­len Webstan­dards nur in gerin­gem Maße
*** Win­dows Mail ist bei­na­he genau so fea­ture­los wie sein Vor­gän­ger Out­look Express

iLi­fe besteht aus den Anwen­dun­gen iPho­to, iMo­vie, iDVD, Gara­ge­Band und iWeb. Bei iPho­to han­delt es sich um eine Foto­ver­wal­tungs­soft­ware, iMo­vie ist eine Video­schnitt­soft­ware, iDVD eine DVD-Mas­te­ring-Anwen­dung, Gara­ge­Band eine Anwen­dung zur Kom­po­si­ti­on und Auf­nah­me von Musik­stü­cken und iWeb dient der Erstel­lung ein­fa­cher Web­sei­ten. In der aktu­el­len Ver­si­on unter­stützt iPho­to die Aus­wer­tung von GPS-Daten in den EXIF-Infor­ma­tio­nen von Fotos und die Erken­nung von Gesich­tern auf Fotos. Außer­dem kann man direkt aus der Anwen­dung her­aus Bil­der zu Flickr und Face­book expor­tie­ren. Gara­ge­Band bringt als gro­ße Neue­rung unter ande­rem Lehr­vi­de­os für Kla­vier und Gitar­re mit. Alle Anwen­dun­gen grei­fen naht­los inein­an­der über, sodass man bei­spiels­wei­se direkt aus sei­nen Fotos einen Film erstel­len und die­sen auf DVD bren­nen kann.

Win­dows Vis­ta bringt eine ziem­lich gute Bild­ver­wal­tung mit, die aber vom Leis­tungs­um­fang her nicht an iPho­to her­an­reicht. Der Win­dows Movie Maker, der eben­falls im Lie­fer­um­fang von Win­dows Vis­ta ent­hal­ten ist, hilft einem bei der rudi­men­tä­ren Bear­bei­tung von Vide­os, kann aber leis­tungs­tech­nisch eben­falls nicht mit iMo­vie mit­hal­ten. Was die rest­li­chen drei Anwen­dun­gen angeht, gehen Käu­fer eines Win­dows-Com­pu­ters leer aus. Die Anwen­dun­gen, so man sie denn benö­tigt, wür­den noch mal eini­ge Euro extra kos­ten, sofern man nichts im Open-Source-Lager fin­det. Ich ver­an­schla­ge ein­fach mal auf Erfah­rungs­wer­ten basie­ren­de 150,- € für die genann­ten Anwen­dun­gen unter Win­dows. Die wür­den also beim Kauf eines Win­dows-Rech­ners noch mal oben drauf kom­men.

Für Soft­ware­ent­wick­ler sicher­lich sehr inter­es­sant ist auch die Tat­sa­che, dass man direkt nach der Instal­la­ti­on von Mac OS X einen lauf­fä­hi­gen Web­ser­ver, den Markt­füh­rer Apa­che 2, inklu­si­ve PHP-Unter­stüt­zung hat, den man per Maus­klick akti­vie­ren kann. Oder dass eine voll­stän­di­ge Ruby-on-Rails-Umge­bung bereits vor­in­stal­liert ist, die man nur noch mit einem “sudo gem update –sys­tem && sudo gem update” auf den aktu­el­len Stand brin­gen muss. MyS­QL ist bin­nen drei Minu­ten instal­liert. Fer­tig ist der Web­ent­wick­ler-Arbeits­platz. Auf der Betriebs­sys­tem-DVD befin­det sich außer­dem die Soft­ware­ent­wick­lungs­um­ge­bung Xcode, mit deren Hil­fe der Benut­zer nati­ve Anwen­dun­gen für Mac OS X pro­gram­mie­ren kann. Aber auch Java und Ruby on Rails beherrscht die Ent­wick­lungs­um­ge­bung, von der auch eine Ver­si­on exis­tiert (kos­ten­los via Apple Deve­lo­per Con­nec­tion bezieh­bar), mit der man Anwen­dun­gen für das iPho­ne pro­gram­mie­ren kann.

Sum­ma sum­ma­rum ist ein Mac also kei­nen Deut teu­rer als ein ver­gleich­ba­res Win­dows-Sys­tem, ver­wen­det man die bei­geleg­te Soft­ware in mehr oder weni­ger vol­lem Umfang ist er mit­un­ter sogar deut­lich bil­li­ger. Erst recht dann, wenn man die Arbeits­zeit ein­rech­net, die es in Anspruch nimmt, ein frisch gekauf­tes Win­dows-Note­book für den Pra­xis­ein­satz vor­zu­be­rei­ten. Das Lesen und Schrei­ben von PDF-Datei­en ist nichts exo­ti­sches, einen moder­nen Web­brow­ser und Mail­cli­ent benö­tigt fast jeder, Java und Flash soll­te auch auf jedem PC instal­liert sein. Setzt man einen nicht ganz unüb­li­chen Stun­den­satz von 70,- € an, sind wei­te­re 35,- bis 70,- € für die Instal­la­ti­on die­ser Soft­ware fäl­lig. Außer­dem erspart man sich die bei­na­he obli­ga­to­ri­sche Neu­in­stal­la­ti­on eines Win­dows-Note­books, wenn man nicht gera­de ein Gerät der Busi­ness-Klas­se kauft, um den gan­zen Müll los­zu­wer­den, den Her­stel­ler wie Medi­on, Acer und Kon­sor­ten vor instal­lie­ren. Natür­lich kann man all das auch selbst machen, wenn man sich damit aus­kennt, aber das kos­tet Frei­zeit. Und wenn man es eben nicht selbst machen kann, kos­tet es Geld…

Den Link zu die­sem Arti­kel pos­te ich ab sofort über­all dort, wo ich mal wie­der über Pole­mi­ker stol­pe­re, die der Mei­nung sind, dass Apple über­teu­ert und sowie­so total scheis­se sei 😉

Anmer­kun­gen oder Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge? Kri­tik? Ab in die Kom­men­ta­re damit. Dan­ke!

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Und noch mal Werbung

Soeben auf den Sei­ten von Paul Gra­ham gefun­den:

The­se hor­ri­ble sti­ckers are much like the intrusi­ve ads popu­lar on pre-Goog­le search engi­nes. They say to the custo­mer: you are unim­portant. We care about Intel and Micro­soft, not you.

Wie recht er damit hat. Einer der Grün­de, wie­so ich mir kein PC-Note­book kau­fen wür­de. Wozu muss denn auf einem Note­book­ge­häu­se ste­hen, wel­cher Pro­zes­sor drin steckt, wie groß die Fest­plat­te ist oder dass es in der Lage ist, Win­dows Vis­ta “abzu­spie­len”? Gut auch, dass Micro­soft für die­sen Win­dows-Vis­ta-capa­ble-Quatsch wel­che aufs Dach bekom­men hat.

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Geschmacksfrage

Da der­zeit mal wie­der Semes­ter­fe­ri­en sind, ver­die­ne ich mir ein paar Euro dazu, in dem ich in Braun­schweig dozie­re. Der­zeit betreue ich einen Kurs mit dem span­nen­den Namen Netz 1, der haupt­säch­lich dar­in besteht, ein klei­nes Ser­ver-Cli­ent-Netz­werk mit Micro­soft-Betriebs­sys­te­men zu imple­men­tie­ren und zu war­ten. Kei­ne schwie­ri­ge Auf­ga­be, dar­um soll es aber hier auch nicht gehen.

Wie üblich in Win­dows-Krei­sen, ent­bren­nen immer wie­der hef­tigs­te Dis­kus­sio­nen dar­um, wel­ches das der­zeit bes­te Win­dows ist. Zwei mei­ner (vier) Teil­neh­mer stim­men ein­deu­tig für Win­dows XP, einer von denen nutzt pri­vat sogar noch Win­dows 2000. Glaubt man das? Ein neun Jah­re altes Betriebs­sys­tem. Ich mei­ne, lie­be Leser, hät­tet ihr im Jah­re 2004 noch Win­dows 95 genutzt? Oder anno 2000 Win­dows 3.0? Ver­mut­lich eher nicht. Gut, direkt ver­glei­chen kann man die­se Zustän­de nicht, zuge­ge­ben. Aber trotz­dem, ich wür­de nie im Leben heut­zu­ta­ge noch ein Betriebs­sys­tem nut­zen, das mitt­ler­wei­le fast 10 Jah­re auf dem Buckel hat, außer, ich wer­de dazu gezwun­gen. Die­se bei­den Teil­neh­mer nervt im Übri­gen die ach-so-bun­te “Teletub­by-Optik” von Win­dows XP, des­we­gen ist deren ers­te Amts­hand­lung nach einer fri­schen Win­dows-XP-Instal­la­ti­on, das “Design” auf das klas­si­sche Lay­out umzu­stel­len. Hin­ter­grund­bil­der sind bei den bei­den auch ver­pönt. Ich habe eine Zeit lang ähn­lich gehan­delt, zu Zei­ten, in denen ein Stan­dard-PC weit unter einem Giga­hertz Takt und um die 256 MB RAM hat­te. Da war das auch sinn­voll, da die “bun­te” XP-Optik und das Hin­ter­grund­bild unnö­tig RAM gefres­sen haben. In Zei­ten von einer Stan­dard-Aus­stat­tung von min­des­tens zwei Giga­byte RAM soll­te das aber als Grund nicht mehr durch­ge­hen. Es ist den bei­den ein­fach zu bunt. Das Betriebs­sys­tem soll funk­tio­nie­ren und nicht gut aus­se­hen. Da frag ich mich doch, wie­so die bei­den Win­dows-Sys­te­me nut­zen *scnr*. Auch bei Win­dows Vis­ta grei­fen die bei­den zum klas­si­schen Lay­out. Als ich dann vor weni­gen Tage demo­hal­ber die Beta 1 von Win­dows 7 auf mei­nem Dozen­ten-PC instal­lier­te, kam gleich als ers­te Fra­ge von den bei­den auf, wie man das Lay­out wie­der auf die klas­si­sche Vari­an­te umstel­len kön­ne. Also klas­si­sche “Farb­ge­stal­tung” (sprich: alles grau oder, wie im Fal­le eines mei­ner Teil­neh­mer, ein häss­li­cher Farb­ver­lauf in den Fens­ter­ti­teln) und natür­lich auch das klas­si­sche Start­me­nü, das ich schon immer gehasst habe. Das zwei­spal­ti­ge Start­me­nü von Win­dows XP und grö­ßer ist zwar auch nicht der Weis­heit letz­ter Schluss, aber immer­hin deut­lich bes­ser als das alte, ein­spal­ti­ge. Die neue “Start­leis­te” von Win­dows 7 fin­de ich recht gelun­gen, die Grund­idee hat Micro­soft sich dort erfolg­reich bei Apple abge­schaut. Aber auch das stieß bei den genann­ten Teil­neh­mern nicht auf Gegen­lie­be, sie woll­ten das sofort wie­der deak­ti­viert sehen.

Da fra­ge ich mich doch ernst­haft, wie­so eini­ge Men­schen so sehr auf das Alte behar­ren. Gera­de ITler soll­ten genau das nicht machen, unser Berufs­feld ist wohl mit dem stärks­ten Wan­del über­haupt unter­wor­fen und jeder, der ernst­haft erwägt, sich beruf­lich in der IT zu bewe­gen, soll­te sich nicht gegen Neue­run­gen sper­ren. Tut er es doch, ist er ganz schnell raus. Und ehr­lich gesagt bin ich Micro­soft dank­bar, dass eine Umstel­lung auf die klas­si­schen Vari­an­ten augen­schein­lich nicht mehr mög­lich ist. Viel­leicht habe ich es auch ein­fach nur über­se­hen. Aber wenn nicht: Dan­ke Micro­soft! Es wur­de defi­ni­tiv Zeit, dass die mitt­ler­wei­le 14 Jah­re alte Benut­zer­schnitt­stel­le aus­ran­giert wird. Ja, seit 14 Jah­ren exis­tiert die so genann­te klas­si­sche Vari­an­te mitt­ler­wei­le, näm­lich seit Win­dows 95. Ich mei­ne, ich wür­de mir heut­zu­ta­ge frei­wil­lig auch kei­ne VHS-Kas­set­ten mehr anschau­en. Ihr etwa?

Auch wenn es nicht ganz zum The­ma passt: ein ähn­li­ches Gespräch hat­te ich kürz­lich erst mit zwei Kom­mi­li­to­nen, die eben­falls um nichts in der Welt ihr Win­dows XP ver­las­sen wol­len. Als ich dann zur Spra­che brach­te, wie nerv­tö­tend ich es fin­de, dass man unter Win­dows Stan­dard­soft­ware wie einen PDF-Reader und ‑Dru­cker, einen Mes­sen­ger und ein Office-Paket erst auf­wän­dig nach­in­stal­lie­ren muss, sag­ten die bei­den, dass sie es lie­ber hät­ten, wenn sie ein mög­lichst nack­tes Betriebs­sys­tem nach der Instal­la­ti­on vor­fin­den wür­den. Obwohl sie danach genau die genann­ten Anwen­dun­gen sofort nach­in­stal­lie­ren. Ergibt das Sinn? Die genann­ten Anwen­dun­gen braucht ja nun fast jeder Anwen­der­typ, oder? Auch ein ver­nünf­ti­ger Brow­ser (der IE 7 ist _nicht_ ver­nünf­tig) fehlt dem Sys­tem. Bei Win­dows Vis­ta sieht das genau so aus, zuge­ge­ben, auch bei Win­dows 7 noch. Aber das war ja der Punkt: wenn ich ein frisch instal­lier­tes Ubun­tu oder Mac OS X neh­me, da habe ich fast alles, auch wenn das Office-Paket unter OS X nach 30 Tagen sei­nen Dienst ein­stellt, wenn man nicht die 79,- EUR an Apple dafür zahlt. Win­dows XP fehlt es aber noch an wei­te­ren ele­men­ta­ren Anwen­dun­gen: einer Bild­ver­wal­tung bei­spiels­wei­se. Wer schießt heut­zu­ta­ge kei­ne Fotos mit der Digi­tal­ka­me­ra? Und der Import­as­sis­tent unter XP ist kaum mehr als eine schlech­te Hil­fe. Vie­le Grün­de, die mich dazu ver­an­las­sen, heut­zu­ta­ge kein Win­dows XP mehr zu nut­zen. Das Sys­tem ist fast acht Jah­re alt, wer will das schon noch? Klar, es funk­tio­niert, aber mehr eben auch nicht. Ich den­ke, dass Win­dows XP sei­ne Daseins­be­rech­ti­gung abseits der Net­books mitt­ler­wei­le wirk­lich ver­lo­ren hat. Wenn Win­dows 7 in der fina­len Ver­si­on erscheint, wird Win­dows XP aber auch in die­sem Markt­seg­ment mut­maß­lich und hof­fent­lich end­lich vom Markt ver­schwin­den.

By the way: vor eini­ger Zeit hat ein Redak­teur von Zoomer.de sei­ne ers­ten Erfah­run­gen mit Win­dows Vis­ta publi­ziert. Da die Kom­men­ta­re auch dort sich über­schlu­gen, sah ich mich “genö­tigt”, ein paar Sachen klar­zu­stel­len, da vie­le der dort anwe­sen­den Kom­men­ta­to­ren wenn über­haupt mit Halb­wis­sen glänz­ten. Wit­zi­ger­wei­se war mein Kom­men­tar einen Tag spä­ter Top-The­ma. Um unnö­ti­ge Red­un­danz zu ver­mei­den, gehe ich nicht wei­ter auf die­sen Kom­men­tar ein, lest ein­fach selbst 😉

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Mac Microsoft

mactechnews.de verwendet IIS?!

Find ich ja auch ulkig: Die Mac-News­sei­te MacTechNews.de ver­wen­det als Web­ser­ver den Inter­net Infor­ma­ti­on Ser­vices (kurz IIS) von Micro­soft :-D

Klei­ner Beweis? Dann mal hier kli­cken…

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Closed Source Microsoft Windows

Vista, neuer Versuch

Nach mei­nen frü­he­ren Hass­ti­ra­den, habe ich nun Win­dows Vis­ta auf dafür eher geeig­ne­ter Hard­ware eine neue Chan­ce gege­ben. Obwohl ich recht zeit­nah zu mei­ner dama­li­gen Vis­ta-Kri­tik auch sag­te, ich wer­de in abseh­ba­rer Zeit kein Geld mehr in die Spie­le­fä­hig­keit mei­nes PCs inves­tie­ren, habe ich mich nun auf­grund der doch ziem­lich nied­ri­gen Hard­ware­prei­se dazu hin­reis­sen las­sen. Ich mei­ne, 126,- EUR für 4 * 1 GB DDRII 800 MHz-Spei­cher ist ja nun wirk­lich mehr als güns­tig. Dazu habe ich noch das Board samt CPU getauscht, nun wer­kelt ein AMD Athlon64 X2 4.600+ in mei­nem Rech­ner. Da ich somit auch einen Archi­tek­tur­wech­sel von AGP zu PCIe voll­zo­gen habe, muss­te natür­lich auch mei­ne damals sünd­haft teu­re GeForce 7800GS 512 MB wei­chen. Das Aus­tausch­mo­dell ist eine GeForce 8800GTS 320 MB aus dem Hau­se Spark­le, die güns­tigs­te Kar­te aus der 8800GTS-Rei­he von nVi­dia. Eigent­lich soll­te es erst, der Spar­sam­keit hal­ber, eine Rade­on 2600XT 512 MB wer­den, die Kar­te war mir aller­dings viel zu lang­sam, die Frame­ra­ten lagen kaum ober­halb derer, die ich noch von mei­nem alten Sys­tem kann­te. Zu guter­letzt habe ich mei­ner alten 160 GB SATAI-Fest­plat­te noch einen Mit­be­woh­ner spen­diert, eine Sea­gate 320 GB SATAII mit 16 MB Cache. Die Auf­rüs­tung, die ja fast einem kom­plett neu­en Sys­tem ent­spricht, hat nur etwas über 500,- EUR gekos­tet, wovon ich einen Teil schon wie­der über den Ver­kauf mei­ner alten Sachen zurück bekom­men hab. Der Geschwin­dig­keits­schub aber ist echt enorm. Was die moder­nen Zwei­kern­pro­zes­so­ren leis­ten, gera­de in Ver­bin­dung auch mit dem deut­lich schnel­le­ren Spei­cher, ist wirk­lich enorm.

Auf die­sem Sys­tem läuft nun Win­dows Vis­ta Busi­ness 64-Bit. 64-Bit vor allem des­we­gen, weil die 32-Bit-Ver­si­on nur 3,25 von den 4 GB RAM tat­säch­lich adres­siert. Da aber auch für mei­ne gesam­te Hard­ware 64-Bit-Trei­ber exis­tie­ren, stand der Instal­la­ti­on die­ser Fas­sung eigent­lich nichts im Wege. Sämt­li­che Anwen­dun­gen und Spie­le, die ich bis­her getes­tet habe, lau­fen tadel­los.

Die Respon­si­veness von Vis­ta auf die­sem Sys­tem ist deut­lich bes­ser als ich es damals unter mei­nem alten Sys­tem erlebt habe. Manch­mal aber, ohne dass ich sehen könn­te wie­so, bricht die Per­for­mance doch mas­siv ein. Rich­tig ner­vig ist die Tat­sa­che, dass via Inter­net Explo­rer 7 her­un­ter­ge­la­de­ne Datei­en vor der Aus­füh­rung kom­plett vom Sys­tem durch­leuch­tet wer­den, es könn­ten sich ja Viren oder Spy­wa­re dar­in befin­den. Ja, ok, das Ver­hal­ten ist deak­ti­vier­bar, aber weiß ein nor­ma­ler Anwen­der das? Auf jeden Fall ist das Sys­tem wäh­rend die­ser Prü­fung qua­si nicht benutz­bar, es liegt brach. Prä­di­kat: nerv­tö­tend

Wie schon bei mei­nen letz­ten Ver­su­chen mit Vis­ta gab es Pro­ble­me mit der X‑Fi-Rei­he von Crea­ti­ve Labs. Natür­lich gibt es mitt­ler­wei­le fer­ti­ge Trei­ber für die Kar­te, die auch gut funk­tio­nie­ren, Crea­ti­ve Labs hat es aber noch immer nicht in den Griff bekom­men, die Unter­stüt­zung für EAX4 so ins Sys­tem zu inte­grie­ren, dass es auch von mei­nen Spie­len ver­wen­det wer­den kann. Die meis­ten Titel weh­ren sich, wenn man ihnen mit­teilt, dass sie doch bit­te EAX zu ver­wen­den haben. Die Mel­dun­gen lau­ten im All­ge­mei­nen ähn­lich wie “Ihre Sound­kar­te ist nicht EAX-kom­pa­ti­bel”. Als Lösung für die­ses Pro­blem bie­tet Crea­ti­ve Labs den Sound­wrap­per Alche­my an. Lei­der erkennt die Soft­ware schon mal gar keins mei­ner Spie­le von allein, ich muss die Instal­la­ti­ons­ver­zeich­nis­se per Hand in die Lis­te ein­tra­gen. Nach Zuwei­sen des Wrap­pers zum jewei­li­gen Spiel kann ich auch EAX in den Sound­ein­stel­lun­gen des Titels akti­vie­ren, habe als Dan­ke­schön dafür aber nach Been­den des Spiels einen Blue­s­creen, auf den ein Neu­start folgt und Vis­ta das Pro­blem auf den armen Gra­fik­kar­ten­trei­ber schiebt. Wenn ich aber die Crea­ti­ve­kar­te aus­baue oder Alche­my deak­ti­vie­re, bekom­me ich kei­ner­lei der­ar­ti­ge Pro­ble­me nach dem Been­den eines der Spie­le. Ich mai­le nun schon seit Tagen mit dem Sup­port von Crea­ti­ve Labs, viel­leicht fin­den wir ja noch eine Lösung…

Ins­ge­samt ist mein Zufrie­den­heits­le­vel in Sachen Vis­ta um eini­ge Mar­ken nach oben geklet­tert, es bedarf aber noch eini­ger Ver­bes­se­rung sei­tens Micro­soft. Die UAC springt imho etwas zu häu­fig ein (ich nut­ze auch Linux und Mac OS X, ken­ne das Ver­hal­ten also, aber bei die­sen Sys­te­men ist die Abfra­ge­rei nicht so pene­trant), die teil­wei­se wirk­lich lan­gen War­te­zei­ten beim Auf­ru­fen von aus dem Inter­net her­un­ter­ge­la­de­nen aus­führ­ba­ren Datei­en soll­ten deut­lich ver­kürzt wer­den und das aus uner­find­li­chen Grün­den star­ten­de Rödeln auf der Fest­plat­te soll­te eben­falls mini­miert wer­den.

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Eigenes Microsoft

IT-Fitness(-)Test

Ges­tern erhielt ich von einer Arbeits­kol­le­gin eine E‑Mail mit der reis­se­ri­schen Betreff­zei­le: Ich habe den IT-Fit­ness Test durch­lau­fen!

Na, dem woll­te ich doch in nichts nach­ste­hen… Nach­dem ich mich über den feh­len­den Bin­de­strich geär­gert habe, kli­cke ich also auf den Link in der E‑Mail und lan­de bei die­sem tol­len Test. Möch­te man den Test star­ten wer­den erst ein­mal eini­ge Daten abge­fragt, wobei aber nur Vor- und Nach­na­me erfor­der­lich sind. Ver­mut­lich für eine Bes­ten­lis­te oder sowas. Lei­der bin ich schon an der ers­ten Fra­ge geschei­tert. Nein, nicht weil ich zu doof bin, son­dern weil ein­fach nichts ange­zeigt wur­de. Nichts ist leicht unter­trie­ben, unter dem lee­ren Platz stand, ich sol­le auf die rich­ti­ge Stel­le in der Gra­fik kli­cken. Tja, nur was tun, wenn kei­ne Gra­fik da ist? Obwohl ich den IT-Fit­ness-Test noch nicht durch­lau­fen habe, tip­pe ich gleich auf den Brow­ser als Pro­blem­quel­le und wech­se­le von Safa­ri zu Fire­fox. Aber auch hier, gäh­nen­de Lee­re. Scha­de eigent­lich… als ich mir dann die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für den Test anschaue, muss ich sehen, dass der Test von Micro­soft stammt und aus­schließ­lich mit dem Inter­net Explo­rer läuft. Will Micro­soft uns nun damit sagen, dass alle, die kei­nen Inter­net Explo­rer oder gar kein Win­dows nut­zen in der IT-Welt nichts zu suchen haben? Es kommt einem wenigs­tens so vor… Tja, sehr scha­de, da kann ich an die­sem tol­len Test wohl doch nicht teil­neh­men :-(