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Apple Mac

Fünf Tage mit Snow Leopard

Gleich am Frei­tag, 28.08., lief ich los und besorg­te mir bei Gra­vis für mei­nen iMac und mein Mac­Book jeweils eine Lizenz von Snow Leo­pard zum Stück­preis von rund 29 €. Nach die­sen fünf Tagen ein klei­nes Resü­mee mei­ner bis­he­ri­gen Erfah­run­gen:

Da die Instal­la­ti­on von Leo­pard auf mei­nem iMac jetzt seit rund 1,75 Jah­ren lief und ich auch vor­her nie eine wirk­li­che Neu­in­stal­la­ti­on durch­ge­führt habe, wur­de es schon Zeit. Ins­be­son­de­re der Start des Sys­tems dau­er­te mitt­ler­wei­le eine gan­ze Ecke, da ich auch viel unge­nutz­tes beim Start mit­ge­la­den habe. Tei­le der Instal­la­ti­on waren mitt­ler­wei­le rund vier Jah­re alt, also noch aus der Zeit mei­nes ers­ten Macs, auf dem Pan­ther (10.3) vor­in­stal­liert war. “Schnell” ein Back­up via Time Machi­ne gemacht, vor­her noch ein wenig aus­ge­mis­tet, der 28.08. konn­te kom­men.

Die Instal­la­ti­ons­par­ty ver­lief recht schmerz­frei. Ich habe par­al­lel sowohl den iMac als auch das Mac­Book mit dem neu­en Sys­tem bespielt. Die Apps, die ich regel­mä­ßig nut­ze, habe ich mir vor­her in einer sepa­ra­ten Datei notiert, damit ich nach der Instal­la­ti­on gar nicht erst groß­ar­tig grü­beln muss. Die Instal­la­ti­on selbst ver­lief wie zu erwar­ten war voll­stän­dig stress­frei. Das Sys­tem war nach rund 25 Minu­ten auf bei­den Gerä­ten auf­ge­spielt, nach wei­te­ren drei Minu­ten erfolg­te der ers­te Log­in. Kei­ne Pro­ble­me bis­her.

Nach der erfolg­rei­chen Instal­la­ti­on rich­te­te ich zuerst mei­nen Mobi­le­Me-Account ein, was schon mal dafür sorg­te, dass mei­ne Lese­zei­chen, Mail­ac­counts, Schlüs­sel­bun­de, etc. wie­der auf bei­den Maschi­nen vor­han­den waren. Wer noch kei­nen sol­chen Account hat, hier mei­ne ganz kla­re Emp­feh­lung. Wenn mal ein neu­er Mac kommt und man den kom­plett frisch machen möch­te, nimmt einem die­ser “Luxus” einen Groß­teil der Fit­zel­ar­beit. Alter­na­tiv kann man natür­lich auch ein­fach das Time-Machi­ne-Back­up wie­der ein­spie­len, was ich vor rund einem hal­ben Jahr mal getes­tet habe. Das lief ein­wand­frei, sämt­li­che Ein­stel­lun­gen, Trei­ber, etc. waren nach dem Abschluss der Instal­la­ti­on wie­der vor­han­den. Time Machi­ne rockt :-D.

Danach begann ich damit, mei­ne Apps zu “instal­lie­ren”, ich habe also ein­fach die aktu­el­len Ver­sio­nen sämt­li­cher Anwen­dun­gen run­ter­ge­la­den und ins Pro­gram­me-Ver­zeich­nis gezo­gen. Bei eini­gen Anwen­dun­gen muss­te ich noch das ent­spre­chen­de Unter­ver­zeich­nis aus ~/Library/Application Sup­port aus mei­nem Back­up holen. Läuft. Schnell noch die Seri­en­num­mern ein­ge­ge­ben, wo not­wen­dig, alles lief wie­der und die alten Daten waren wie­der vor­han­den.

Aus­nah­me bil­de­ten hier 1Password, Growl (nur auf dem iMac), Peri­an und Came­ras. 1Password lässt sich lei­der nur dann nativ unter Snow Leo­pard betrei­ben, wenn man das kos­ten­pflich­ti­ge Upgrade auf Ver­si­on 3 vor­nimmt, die bis­her erst in einer Beta vor­liegt. Na gut, da ich 1Password sei­ner­zeit im MacHe­ist-Bund­le erwor­ben habe, war ich bereit, die rund 20 $ (also ca. 14 €) zu inves­tie­ren. Die neue Ver­si­on läuft stress­frei und impor­tier­te brav alle Daten aus der Ver­si­on 2. Von Growl muss­te ich eine Beta­ver­si­on instal­lie­ren, da die aktu­el­le Final beim Auf­ruf des Pre­fe­rence Panes jedes Mal abstürz­te. Die Beta behob die­ses Pro­blem. Came­ras hin­ge­gen funk­tio­niert gar nicht, was scha­de, aber nicht lebens­wich­tig ist. Angeb­lich, laut Quel­len im welt­wei­ten Netz, soll Snow Leo­pard eine ent­spre­chen­de Funk­tio­na­li­tät bereits mit­brin­gen. Came­ras ist ein net­tes klei­nes Plugin, was Prä­fe­ren­zen für die jewei­li­ge Kame­ra fest­legt, da ich nicht jedes Mal, wenn ich mein iPho­ne anschlies­se auch iPho­to öff­nen möch­te. Beim Anschluss mei­ner DSLR hin­ge­gen ist das schon wahr­schein­li­cher. Peri­an lässt sich der­zeit auch noch nicht zum Lau­fen bewe­gen, aber ich hof­fe auf eine kur­ze Reak­ti­ons­zeit der Ent­wick­ler. Scha­de eigent­lich, die Ent­wick­ler-Ver­sio­nen von Snow Leo­pard gibt es ja schon eine gan­ze Wei­le.

Mein Dru­cker, ein netz­werk­fä­hi­ges Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rät von HP, HP Laser­Jet M1522N, konn­te ohne Trei­ber­down­load sofort instal­liert wer­den und wur­de auch kor­rekt vom Sys­tem iden­ti­fi­ziert. Also drei Maus­klicks, fer­tig. Der Scan­ner funk­tio­niert lei­der nicht, also muss ich wohl den Trei­ber von HP doch wie­der instal­lie­ren. Scha­de.

Alle ande­ren Anwen­dun­gen funk­tio­nier­ten sofort und ein­wand­frei, obwohl für eini­ge der von mir ver­wen­de­ten Anwen­dun­gen noch Updates nach der Instal­la­ti­on her­aus­ka­men, die Pro­ble­me mit Snow Leo­pard behe­ben soll­ten, von denen ich aber auch nichts mit­be­kom­men habe. Cover­Su­tra und Text­Ma­te sind Bei­spie­le dafür. Die Anwen­dun­gen lie­fen, trotz­dem kamen vom Her­stel­ler Updates, in deren Chan­ge­log zu lesen war, dass sie Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me mit Snow Leo­pard behe­ben sol­len.

Pro Maschi­ne habe ich in etwa zwei Stun­den für die voll­stän­di­ge Wie­der­her­stel­lung inklu­si­ve Instal­la­ti­on gebraucht. Ein ziem­lich guter Wert, bedenkt man die Anzahl der Anwen­dun­gen, die ich bei mir instal­liert habe. Mobi­le­Me und Time Machi­ne waren dabei aber wirk­lich sehr hilf­reich, obwohl ich die auto­ma­ti­sche Wie­der­her­stel­lung, die Time Machi­ne anbie­tet, nicht genutzt habe.

Wit­zi­ges Detail übri­gens am Ran­de: PHP ist in Snow Leo­pard in der brand­ak­tu­el­len Ver­si­on 5.3.0 vor­in­stal­liert, Rails war nach einem “sudo gem update –sys­tem && sudo gem update” sofort eben­falls auf dem brand­ak­tu­el­len Stand. Für Web­de­ve­lo­per also ein wirk­lich sehr gut geeig­ne­tes Sys­tem.

Der ange­kün­dig­te Geschwin­dig­keits­schub ist gerin­ger aus­ge­fal­len, als ich es mir erhofft hat­te, aber trotz­dem mehr als nur spür­bar. Der eigent­li­che Neu­start geht eine gan­ze Ecke flot­ter von­stat­ten, wobei die Zeit mit einem frisch instal­lier­ten Leo­pard mei­nem Erin­ne­rungs­ver­mö­gen nach mit­hal­ten kann. Gegen Ubun­tu 9.04 wei­ter­hin kei­ne Chan­ce, Win­dows 7 min­des­tens eben­bür­tig. Bei­na­he sämt­li­che Anwen­dun­gen star­ten nun merk­lich schnel­ler und mei­ne vir­tu­el­len Maschi­nen mit VMware Fusi­on 2 brem­sen das Sys­tem nun nicht mehr so aus, wie das vor­her der Fall gewe­sen ist.

Sowohl der zeit­li­che als auch der finan­zi­el­le Auf­wand für das Update haben sich mehr als gelohnt. Ich bin ins­ge­samt sehr zufrie­den mit Snow Leo­pard und suche immer noch nach den neu­en Klein-Fea­tures, die Apple mit die­sem Update ein­ge­führt hat. Quick­Time X bei­spiels­wei­se ist nun wirk­lich toll, vor­her war Quick­Time immer etwas… stran­ge. Hab das Pro­gramm weder lie­ben noch has­sen gelernt, aber wirk­lich begeis­tert war ich davon nie. Die neue Mono­s­pace-Schrift Men­lo macht im Ter­mi­nal einen wirk­lich guten Ein­druck und lässt sich bes­ser lesen als das alte Cou­rier.

Wer noch nicht zuge­schla­gen hat, erhält hier­mit mei­ne ganz kla­re Emp­feh­lung. Die als Upgrade ver­kauf­te DVD ist übri­gens eine voll­wer­ti­ge Instal­la­ti­ons-DVD, die auch ohne vor­in­stal­lier­tes Leo­pard funk­tio­niert. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen ist die feh­len­de Kom­pa­ti­bi­li­tät für Pre-Intel-Macs. Die­ser Schritt ist aber sicher­lich auch zu einem guten Teil für den Geschwin­dig­keits­schub ver­ant­wort­lich.

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Mac

Mag hier jemand Geschenke?

Ich habe aus Agi­le Web Solu­ti­ons’ Thanks­gi­ving-Akti­on noch eine Lizenz für 1Password übrig. Hat jemand Inter­es­se? Sie kos­tet wirk­lich nichts und ich würd sie ungern ver­fal­len las­sen :-)

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Mac

Thanksgiving-Aktion bei Agile Web Solutions

Agi­le Web Solu­ti­ons, Her­stel­ler von 1Password, dem laut eige­nen Aus­sa­gen belieb­tes­ten Pass­wort­ma­na­ger für den Mac hat gera­de eine Thanks­gi­ving-Akti­on am Lau­fen. Bestehen­de Kun­den erhal­ten eine E‑Mail und erhal­ten eine kos­ten­lo­se Lizenz für einen Bekann­ten, Freund, Ver­wand­ten, wen auch immer. Nach dem ers­ten Geschenk bekommt man sogar noch zwei wei­te­re Lizen­zen, ins­ge­samt also drei Lizen­zen, die man ver­schen­ken kann. Wer heu­te kauft, erhält außer­dem 15 % Rabatt. Da Agi­le Web Solu­ti­ons in den Lizenz­be­din­gun­gen expli­zit die Ver­wen­dung auf meh­re­ren Rech­nern erlaubt, braucht jede Per­son wirk­lich nur eine Lizenz, die drei wei­te­ren soll­te man also wirk­lich ver­schen­ken.

Hut ab, lie­be Leu­te bei Agi­le Web Solu­ti­ons. Nicht nur die Soft­ware ist klas­se, auch die­se Son­der­ak­ti­on ist mehr als geni­al. Thank you very much and hap­py thanks­gi­ving.

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Onlinefestplatte und Filesharing

Zufäl­lig bin ich durch eine kur­ze Erwäh­nung im, ich glau­be wenigs­tens, Linux Maga­zin dar­auf gestos­sen: Drop­box, ein wei­te­rer Online­fest­plat­ten­dienst. Also eigent­lich nix beson­de­res.

Toll fin­de ich aber an Drop­box die gesam­te Imple­men­tie­rung. Das Cli­ent­tool exis­tiert sowohl für Mac OS X, als auch für Linux und Win­dows. Für Ubun­tu gibt es sogar ein Repo­sito­ry, man muss das Paket also nicht mal per Hand instal­lie­ren oder updaten. Aber auch die Mac-OS-X- und Win­dows-Ver­si­on ist in Win­des­ei­le instal­liert und updated sich auto­ma­tisch.

Bei der Erst­in­stal­la­ti­on wird gleich ein Benut­zer­kon­to bei Drop­box erstellt und das Sys­tem, auf dem man instal­liert wird mit dem eige­nen Account ver­knüpft. Der hier­bei ange­leg­te kos­ten­freie Account bie­tet 2 GB Spei­cher­platz und unli­mi­tier­ten Daten­trans­fer. Für 9,99 $ im Monat oder 99 $ im Jahr kann der Spei­cher­platz auf 50 GB auf­ge­rüs­tet wer­den.

Die Soft­ware erzeugt bei der Instal­la­ti­on einen Ord­ner “My Drop­box” im Home-Ver­zeich­nis des aktu­el­len Benut­zers. Die­ser Ort kann aber auch ver­än­dert wer­den, sowohl bei als auch nach der Instal­la­ti­on, letz­te­res soll aber laut Bug­tra­cker im aktu­el­len Beta-Sta­di­um noch Pro­ble­me machen. Daten, die man in die­sen Ord­ner legt, wer­den stän­dig syn­chron gehal­ten und laut Anbie­ter “intel­li­gent” syn­chro­ni­siert, es wird also nur der binä­re Diff tat­säch­lich kopiert, um Band­brei­te zu spa­ren. Vor der Über­mitt­lung der Daten an den Ser­ver wer­den die­se mit­tels AES ver­schlüs­selt.

Was aber, wenn man gera­de kei­nen Rech­ner parat hat, auf dem man den Cli­ent instal­lie­ren kann? Kein Pro­blem, sämt­li­che Daten las­sen sich über das Web­in­ter­face des Ser­vices ein­se­hen, her­un­ter­la­den, löschen, etc. Soll­te man, egal ob via Cli­ent oder Web­ba­ckend, Daten ver­se­hent­lich gelöscht oder modi­fi­ziert haben, kann man auf die Ver­sio­nie­rung des Diens­tes zurück­grei­fen, die gelösch­ten Daten sind nicht unwi­der­ruf­lich ver­lo­ren, sie las­sen sich dank die­ses Fea­tures wie­der her­stel­len.

Der­zeit befin­det sich der Ser­vice, wie bereits erwähnt, noch im Beta­sta­di­um. Umfang­rei­che Daten­samm­lun­gen wür­de ich also nicht unbe­dingt ohne Red­un­danz hier able­gen wol­len. Bis­her habe ich kei­ne Daten­ver­lus­te zu bekla­gen, ich nut­ze den Ser­vice aber auch nicht sehr inten­siv. Ins­ge­samt macht der Dienst aber einen schon sehr aus­ge­reif­ten Ein­druck. Neben den bereits erwähn­ten Tari­fen (2 GB für lau, 50 GB für 9,99 $ monat­lich oder 99 $ p.a.) sol­len in der nächs­ten Zeit wei­te­re Tari­fe ent­ste­hen, die auch die Ansprü­che ande­rer Benut­zer­grup­pen erfül­len.

Bleibt noch zu erwäh­nen, dass man mit­tels des Public-Ver­zeich­nis­ses der Drop­box Daten auch Fremd­be­nut­zern zur Ver­fü­gung stel­len kann.

Dau­men hoch für die­sen tol­len Ser­vice und viel Erfolg wei­ter­hin dem gesam­ten Team von Drop­box. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det ihr auf der Home­page des Pro­jekts. Ich habe test­hal­ber ins­ge­samt sechs ver­schie­de­ne Sys­te­me mit mei­nem Account ver­knüpft und konn­te bei ers­ten Tests kei­ner­lei Pro­ble­me fest­stel­len.

[UPDATE]

Mitt­ler­wei­le nut­ze ich die Sharing-Funk­ti­on tat­säch­lich pro­duk­tiv, eine wirk­li­che Erleich­te­rung zum Aus­tausch von Doku­men­ten, Quell­codes, etc. Ein­fach toll. Den Emp­feh­lungs­le­vel set­ze ich somit noch um einen nach oben ;-)

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Closed Source Gnome Mac Open Source Technik Ubuntu

Glaubenskriege

Es ist schon ulkig, zu wel­chen The­men man Glau­bens­krie­ge initi­ie­ren kann. Ob es nun um Reli­gio­nen geht, um Auto­her­stel­ler oder um (irgend­ein The­ma aus dem Bereich) Com­pu­ter.

Gera­de Com­pu­ter soll­ten eigent­lich ein recht sach­li­ches The­ma sein. Immer­hin ist Ratio­na­li­tät im Com­pu­ter­be­reich obers­tes Gebot. Soll­te man wenigs­tens mei­nen. Wenn man sich die Kom­men­ta­re eines Arti­kels von heu­te bei golem.de durch­liest, wird man aber eines bes­se­ren belehrt. Mitt­ler­wei­le, oder viel­leicht sogar schon seit lan­gem, ist es sogar so weit, dass sich die Anhän­ger der ver­schie­de­nen Desk­top Envi­ron­ments gegen­sei­tig bekrie­gen. Obwohl deren Dis­kus­si­on meist deut­lich weni­ger hit­zig aus­fällt, als es bei “Dis­kus­sio­nen” der Fall ist, in denen Win­dows­an­hän­ger gegen sol­che von Linux oder Mac OS “vor­ge­hen” oder in wel­cher Rei­hen­fol­ge auch immer. Ich per­sön­lich fin­de bei­spiels­wei­se Gno­me deut­lich schi­cker als KDE. Selbst in der Ver­si­on 4 fin­de ich KDE nach wie vor häss­lich und klo­big. Viel­leicht liegt es dar­an, dass es mich ein­fach zu sehr an Win­dows erin­nert. Win­dows gefällt mir näm­lich auch nicht. Wobei man viel­leicht hier eine ganz kla­re Tren­nung zwi­schen nicht-gefal­len und abstos­send-fin­den vor­neh­men soll­te.

Wenn ich mir die vier “gro­ßen” Desk­tops mal vor Augen hal­te, dann kann ich die­se wie folgt beur­tei­len:

Win­dows
Pro: es gibt Unmen­gen an Soft­ware, man ist das UI gewöhnt, man kennt jede Men­ge Mit­tel und Wege die all­täg­li­chen Pro­blem­chen zu behe­ben, man hat eine gro­ße Aus­wahl an Spie­len :-D
Con­tra: eine unzähl­ba­re Men­ge an All­tags­pro­ble­men, furcht­bar trä­ge, anfäl­lig für Viren, kei­ne brauch­ba­re Kon­so­le, Soft­ware­instal­la­ti­on und ‑deinstal­la­ti­on ist ein Krampf, Back­up von Pro­gramm­ein­stel­lun­gen fällt unheim­lich schwer auf­grund der Unfä­hig­keit vie­ler Ent­wick­ler sich an Stan­dards zu hal­ten, Wid­gets sind manch­mal im Weg

Mac OS X
Pro: eine gro­ße Men­ge an hoch­wer­ti­ger, hüb­scher Share­ware exis­tiert, über­sicht­li­ches und hüb­sches UI, kei­ne nen­nens­wer­ten Unge­reimt­hei­ten oder Pro­ble­me, kei­ne Viren­ge­fahr, sehr schnell, voll­wer­ti­ges UNIX (samt Shell) im Hin­ter­grund, Instal­la­ti­on und Deinstal­la­ti­on von Soft­ware mehr als sim­pel (Sym­bol in den Anwen­dungs­ord­ner zie­hen bzw. Anwen­dungs­sym­bol in den Papier­korb zie­hen), Back­up von Anwen­dungs­ein­stel­lun­gen sehr sim­pel, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: kaum Spie­le ver­füg­bar, Aus­wahl an nativ ver­füg­ba­rer Open-Source-Soft­ware recht gering, Wid­gets nur auf dem Dash­board ver­füg­bar

Linux mit Gno­me
Pro: schi­cker, über­sicht­li­cher, mini­ma­lis­ti­scher Desk­top, weni­ge, aber gute Anwen­dun­gen in nati­ver Form für den Desk­top, Com­piz-Effek­te für Gno­me größ­ten­teils gedie­gen und nicht auf­dring­lich, flott, mäch­ti­ge und über­sicht­li­che Soft­ware­ver­wal­tung, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: im Ver­gleich mit KDE rela­tiv weni­ge nati­ve Anwen­dun­gen, ver­al­te­te Sys­tem­schrift, kei­ne ver­nünf­ti­ge Wid­get-Engi­ne

Linux mit KDE (4)
Pro: wahn­sin­nig gro­ße Aus­wahl an tol­len Pro­gram­men, gerin­ge Umge­wöh­nung für Win­dows-Benut­zer, sehr sta­bil, Wid­gets sind unauf­dring­lich und las­sen sich wahl­wei­se kom­plett in den Hin­ter­grund schal­ten oder nach vorn holen, tol­le und mäch­ti­ge Soft­ware­ver­wal­tung, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: klo­big, furcht­bar unüber­sicht­li­ches und unkom­for­ta­bles Start­me­nü, rela­tiv trä­ge

Den per­fek­ten Desk­top gibt es mei­ner Mei­nung nach nicht. Für mich den bes­ten Kom­pro­miss bie­tet ein­fach Mac OS X. Die­se Zei­len schrei­be ich unter Ubun­tu 8.04.1, mit schön kon­fi­gu­rier­tem Com­piz und Gno­me 2.22. Und ganz ehr­lich, hät­te ich kein Mac OS X, wäre die­ses Sys­tem mein Sys­tem der Wahl…

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Mac

Golem.de und Mac OS X

Irgend­wie kriegt die Redak­ti­on von Golem.de es nicht hin, den Namen des Betriebs­sys­tems Mac OS X rich­tig zu schrei­ben. Bei den Jungs heißt das Sys­tem schon seit Ewig­kei­ten MacOS X. Nehmt es mir nicht krumm, wirk­lich schlimm ist es nicht, aber ich habe die Redak­ti­on schon mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die den Namen falsch schrei­ben, es scheint dort aber nie­man­den zu inter­es­sie­ren. Win­dows Vis­ta heißt ja schließ­lich auch nicht Win­dows­Vis­ta, oder? Gera­de erst wie­der zu sehen in dem Arti­kel über den (bis vor kur­zem noch Open­Mac genann­ten) Open Com­pu­ter. Bin ja mal gespannt, wie lan­ge Psystar noch lebt, bevor App­les Anwäl­te denen die Bude ein­ren­nen… :-D

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Mac Open Source

MySQL 5.0.xx unter Mac OS X Leopard installieren

Ich habe eini­ge Tage damit ver­bracht, MyS­QL auf mei­nem iMac mit Mac OS X Leo­pard 10.5.2 zu instal­lie­ren. Ver­wen­den woll­te ich die offi­zi­el­le Bina­ry-Ver­si­on von dev.mysql.com, die der­zeit aber lei­der nur in einer Tiger-kom­pa­ti­blen Ver­si­on vor­liegt. Da es aber auch eine Ver­si­on für x86-Pro­zes­so­ren gibt, soll­te einer erfolg­reich Inbe­trieb­nah­me nicht viel im Wege ste­hen.

Lei­der sah es in der Pra­xis so aus, dass ich mich nicht an der Daten­bank nach einem erfolg­rei­chen Start des MyS­QL-Ser­vers (via mys­qld) anmel­den konn­te. Weder mit gesetz­tem noch mit lee­rem (was eigent­lich stan­dard­mä­ßig nach einer fri­schen Instal­la­ti­on von MyS­QL der Fall ist) Pass­wort liess der Ser­ver kei­nen Log­in zu.

Regu­lär wird das initia­le Root-Pass­wort wie folgt fest­ge­legt:

mys­ql­ad­min ‑u root pass­word neue­spass­wort­da­sich­miraus­den­ke

Quit­tiert wur­de mir die­ser Ver­such mit fol­gen­der Feh­ler­mel­dung:

/usr/local/mysql/bin/mysqladmin: con­nect to ser­ver at ‘local­host’ fai­led
error: ‘Access denied for user ‘root’@‘localhost’ (using pass­word: NO)’

Grund dafür war der so genann­te host­na­me, über den jedes UNIX-Sys­tem ver­fügt. Die­ser stand bei mir stan­dard­mä­ßig auf “local­host”, obwohl ich ihn in den Sharing-Ein­stel­lun­gen ver­än­dert hat­te. War­um das so ist, habe ich bis dato nicht raus­fin­den kön­nen. Den Host­na­men kann man an der bash (Fin­der -> Pro­gram­me -> Dienst­pro­gram­me -> Ter­mi­nal) mit Ein­ga­be des Befehls “host­na­me” abru­fen. Ändern lässt er sich auch über die­sen. Dazu muss man aber Super­user, also root, sein. Die Ein­ga­be der fol­gen­den Befehls­se­quenz gibt den Host­na­men aus, führt einen Benut­zer­wech­sel zu root durch und setzt den Host­na­men neu:

host­na­me
su ‑s
host­na­me mein­neu­er­toll­er­host­na­me

Erst nach dem kor­rek­ten Set­zen des Host­na­mens soll­te die MyS­QL-Instal­la­ti­on durch­ge­führt wer­den. Soll­te es dafür bereits zu spät sein, muss das Ver­zeich­nis /usr/local/mysql voll­stän­dig gelöscht wer­den. Danach kann man MyS­QL neu instal­lie­ren. Das Instal­la­ti­ons­skript führt direkt nach der Instal­la­ti­on ein klei­nes Skript aus, das die initia­le Daten­bank instal­liert. Soll­te der Host­na­me beim Beginn die­ses Pro­zes­ses noch auf local­host ste­hen, wird bei der Initi­al­in­stal­la­ti­on ein dop­pel­ter Ein­trag für den Host “local­host” ange­legt, was danach zu dem beschrie­be­nen Feh­ler führt.

Wer jetzt noch das Pre­fe­rence Panel in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen zum Lau­fen bekom­men möch­te, soll­te das Ver­zeich­nis data (/usr/local/mysql/data/) mit nach­fol­gen­dem Befehl behan­deln:

sudo ‑s
chmod ‑R 777 data/

Die­se Befeh­le sind im Ter­mi­nal im Ver­zeich­nis /usr/local/mysql/ ein­zu­ge­ben. Nach die­ser “Behand­lung” soll­te das Pre­fe­rence Panel eben­falls funk­tio­nie­ren, man kann nun also den MyS­QL-Ser­ver über den neu­en Punkt in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen star­ten und been­den. Alter­na­tiv gibt es im Ver­zeich­nis /us­r/­lo­cal/­mys­ql/­sup­port-files das Script mysql.server, das die Para­me­ter stop und start ent­ge­gen­nimmt. Dar­über lässt sich der Ser­ver auch über die bash been­den und star­ten.

Soll­ten eini­ge Aus­füh­run­gen zu knapp sein und einer aus­führ­li­che­ren Beschrei­bung bedür­fen, lasst es mich bit­te über die Kom­men­tar­funk­ti­on wis­sen. Ich erwei­te­re die­se Anlei­tung dann ent­spre­chend.

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Apple Mac

iPhone: Top oder Flop?

Vie­le, zumeist Leu­te, die noch nie eines besessen/benutzt haben, wet­tern ja gegen App­les Ein­stieg in die Welt des Mobil­funks, ande­re sind hell­auf begeis­tert von die­sem Gerät. Irgend­wo dazwi­schen wird wohl die Wahr­heit lie­gen. Ich per­sön­lich bemän­ge­le der­zeit eigent­lich haupt­säch­lich das Feh­len von Flash und Java sowie von UMTS. Gera­de bei grö­ße­ren Web­sei­ten und Musik­down­loads über den iTu­nes Store nervt EDGE sicher­lich mas­siv. Zum Abru­fen von News­sei­ten und Mails hin­ge­gen soll­te EDGE voll­kom­men genü­gen. Apple scheint aber gene­rell ein “Pro­blem” mit UMTS zu haben, was sicher­lich aber auch dar­an liegt, dass es in den USA der­zeit ein­fach kei­ne Bedeu­tung hat. Die dor­ti­gen UMTS-Net­ze ent­ste­hen gera­de erst. War­um Apple aber kaum an den euro­päi­schen Markt denkt, ist und bleibt ein Rät­sel. Das Feh­len von Flash und Java tut sel­bi­ges.

Toll ist, typisch für Apple, die ein­fa­che Bedie­nung, die mich von Anfang an begeis­tert hat (ein Freund hat das Gerät seit eini­ger Zeit) und die Mög­lich­keit, das Ding als voll­wer­ti­gen Musik- und Video­play­er zu nut­zen. Als ein­zi­ges Smart­pho­ne am Markt syn­chro­ni­siert es brav mit den Apple-eige­nen Anwen­dun­gen Safa­ri, Adress­buch, Mail und iCal (wenigs­tens soweit ich weiß) und natür­lich iTu­nes, an die Win­dows-Welt hat Apple aber auch gedacht, Out­look (Express) lässt sich eben­falls mit dem iPho­ne syn­chro­ni­sie­ren.

Na ja, wenn der irr­sin­nig hohe Preis zusam­men mit der Pro­vi­der­bin­dung nicht wäre, hät­te ich mir sicher­lich ein iPho­ne geholt. Nun ist es ein Sam­sung SGH-G800 gewor­den. Kein schlech­tes Gerät, aber in keins­ter Wei­se mit dem iPho­ne ver­gleich­bar. Gut, es spielt auch in einer ganz ande­ren Liga, es hat nicht den Anspruch ein Smart­pho­ne sein zu wol­len, son­dern ein Kame­ra­han­dy. Und genau da patzt es. Trotz­dem regt sich nicht die hal­be Welt dar­über auf, trotz aller Wer­be­ver­spre­chen, oder? Dafür kann es HSDPA mit bis zu 7,2 MBit.

Man kann vom iPho­ne hal­ten, was man will, aber schlecht ist es nicht und hat sei­nen Platz am Markt auch gefun­den. Gera­de für Per­so­nen, die mit der Bedie­nung von Han­dys gene­rell Schwie­rig­kei­ten haben, ist das iPho­ne ein Segen, da es sich wirk­lich sehr intui­tiv bedie­nen lässt.

Die fol­gen­den zwei Arti­kel auf den Sei­te des Hei­se Ver­lags fin­de ich in die­sem Zusam­men­hang recht lesens­wert:

Vor­be­hal­te, Begeis­te­rung, Ernüch­te­rung

iBusi­ness

Die bei­den Arti­kel zei­gen ganz gut auf, was man von dem iPho­ne erwar­ten kann und was bes­ser nicht. Das iPho­ne ist kei­ne eier­le­gen­de Woll­milch­sau, aber den­noch kein schlech­tes Gerät. War­um alle (Apple-Geg­ner?) von Apple immer ver­lan­gen, das Rad kom­plett neu zu erfin­den, ver­ste­he ich wei­ter­hin nicht. Klar, das Mar­ke­ting­ge­la­be­re von Onkel Ste­ve hört sich immer danach an, aber wel­ches Mar­ke­ting­ge­sül­ze tut das nicht? Wenn Apple sei­ne Ver­spre­chen nicht ein­hält, gehen immer alle auf die Bar­ri­ka­den, bei ande­ren Her­stel­lern küm­mert es nie­man­den. Schon auf­fäl­lig, oder?

Zum Abschluss noch: auch das Mac­Book Air lei­det unter dem Feh­len von UMTS, ist aber den­noch kein schlech­tes Gerät. Auch hier bevor­zugt Apple ein­deu­tig den ame­ri­ka­ni­schen Markt, was ich wei­ter­hin nicht ver­ste­hen kann, aber trotz­dem ist das Gerät nicht schlecht. Aber da es von Apple kommt, muss es natür­lich alles kön­nen und in allem bes­ser sein als die Kon­kur­renz, weil der “Mann ohne Gür­tel” das doch gesagt hat. Hal­lo? Jeder Mar­ke­ting­mensch behaup­tet doch von sei­nem Pro­dukt, dass es das bes­te am Markt sei, oder? Voll­kom­men “nor­ma­les” Ver­hal­ten, mei­ner Mei­nung nach.

Bei­de Gerä­te haben aber lei­der auch den Nach­teil, dass man selbst den Akku nicht tau­schen kann (wobei sich das beim Mac­Book Air wohl rela­ti­viert hat). Und gera­de bei Mobil­ge­rä­ten wiegt ein nicht­aus­wech­sel­ba­rer Akku recht schwer. Aber was tut man nicht alles für ein naht­lo­ses Design? Schluss­end­lich muss jeder selbst wis­sen, ob er dafür, ein Gerät von Apple zu besit­zen und des­we­gen auch Mac OS X benut­zen zu kön­nen, mehr Geld aus­ge­ben möch­te. Aber gera­de die Bedie­nung von Mac OS X ist ein­fach unge­schla­gen und das iPho­ne lässt sich als ein­zi­ges Handy/Smartphone/PDA voll­stän­dig nut­zen, ohne auch nur einen Blick ins Hand­buch gewor­fen zu haben. Auch für weni­ger tech­nik­ver­sier­te Men­schen… Amen!

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Mac Technik

Debug-Menü im Safari freischalten

Der auf Web­Kit basie­ren­de und unter Mac OS X stan­dard­mä­ßig vor­in­stal­lier­te Web­brow­ser ver­fügt auch über ein Debug-Menü, das man aber erst mal frei­schal­ten muss.

Unter Mac OS X geschieht dies am Ein­fachs­ten über einen Ter­mi­nal-Befehl:

defaults wri­te com.apple.Safari Inclu­de­De­bug­Me­nu 1

Unter Win­dows muss man etwas kom­pli­zier­ter die Datei Preferences.plist im Ver­zeich­nis %APPDATA%\Apple Computer\Safari edi­tie­ren und in die­ser fol­gen­de Ein­trä­ge ein­fü­gen:

[key]IncludeDebugMenu[/key]
[true/]

Der zusätz­lich ver­füg­ba­re Web Inspec­tor ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug zum Dar­stel­len von Doku­men­ten­bäu­men. Die­sen kann man frei­schal­ten, indem man fol­gen­den Befehl unter Mac OS X im Ter­mi­nal ein­gibt:

defaults wri­te com.apple.Safari Web­Kit­De­ve­lo­per­Ex­tras ‑bool true

Unter Win­dows müs­sen, eben­falls in der Preferences.plist, fol­gen­de Ein­trä­ge hin­zu­ge­fügt wer­den:

[key]WebKitDeveloperExtras[/key]
[true/]

Die Klam­mern ([ und ]) bei den Win­dows-Ver­sio­nen müs­sen jeweils durch spit­ze Klam­mern (Größer‑, Klei­ner-als-Zei­chen) ersetzt wer­den. Seren­di­pi­ty ver­schluckt die Anga­ben lei­der sonst, da er die für HTML-Tags hält ;-)

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Apple Mac Open Source

Adium 1.2 und ejabberd

End­lich ist es so weit. Der Open Source Mul­ti­pro­to­col Mes­sen­ger Adi­um für Mac OS X kann aus dem Cli­ent her­aus Regis­trie­run­gen auf ejabberd-Ser­vern (dazu gehört u.a. auch jabber.org) vor­neh­men. Bei den vor­he­ri­gen Ver­si­on schlug dies fehl. Der auf mei­nem Ser­ver instal­lier­te ejabberd nahm brav Regis­trie­run­gen aus allen mög­li­chen Cli­ents ent­ge­gen, nur Adi­um woll­te nicht. Zuerst gab es eine Erfolgs­mel­dung, ein Blick in die Benut­zer­da­ten­bank mei­nes ejabberd-Ser­vers hin­ge­gen teil­te mir das Gegen­teil mit. Seit Ver­si­on 1.2 funk­tio­niert dies nun aber end­lich.

Du kennst Adi­um noch nicht? Du ver­wen­dest Mac OS X? Wo lebst du? :-D Schau gleich mal hier.

Und falls es jeman­den inter­es­siert, ich kann es mit 25 fünf­jäh­ri­gen Kin­dern gleich­zei­tig auf­neh­men :-D

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