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Grün vor Zorn

ist nicht nur der Unglaub­li­che Hulk in der aktu­el­len Kino­ver­fil­mung der Mar­vel-Comics, son­dern auch dein Groß­teil der Zuschau­er. Ich habe mir das Werk soeben im Kino ange­schaut. Ein tol­ler Film, ehr­lich. Natür­lich, und das soll­te jedem klar sein, darf man kei­ne oscar­rei­fe Hand­lung erwar­ten. Es geht um pure Action. Und um… Zorn. Leicht zor­nig war ich allein schon dar­über, dass die Dar­stel­ler aus dem “ers­ten” Teil aus­ge­tauscht wur­den. Anstel­le des Eric Bana in der Rol­le als Bruce Ban­ner (ist die auf­fäl­li­ge Ähn­lich­keit der Nach­na­men eigent­lich Zufall?) ali­as Hulk wur­de Edward Nor­ton ein­ge­setzt, Jen­ni­fer Con­nel­ly in der Rol­le der Bet­ty Ross wur­de durch Liv Tyler ersetzt und Gene­ral Ross, Bet­tys Vater, wird im aktu­el­len Teil von Wil­liam Hurt anstel­le von Sam Elliott gemimt. Scha­de, die Ori­gi­nal­be­set­zung hat mir deut­lich bes­ser gefal­len, gera­de Bruce Ban­ner hat­te eine deut­lich grö­ße­re Ähn­lich­keit mit sei­ner grü­nen Muta­ti­ons­fas­sung als Edward Nor­ton. Ver­mut­lich wur­de aber Liv in Bet­tys Rol­le gewählt, weil der Film teil­wei­se ganz schön schmal­zig gera­ten ist. Und dafür scheint sich die gute Liv unheim­lich gut zu eig­nen, wie man auch in der Herr der Rin­ge-Tri­lo­gie gese­hen hat, die ja im Gegen­satz zu der Buch­vor­la­ge auch deut­lich schnul­zi­ger gera­ten ist.

Wirk­lich, aber so wirk­lich ent­täuscht war ich dann aber von den star­ken und deut­lich unüber­seh­ba­ren Schnit­ten des Films. Auf­ge­fal­len ist das wäh­rend der Kampf­sze­nen zwi­schen den bei­den Gigan­ten, in denen die Hälf­te fehlt. Laut den Berech­nun­gen von Kine­to­skop feh­len dem Film in der geschnit­te­nen, deut­schen Fas­sung vier Minu­ten und 34 Sekun­den gegen­über der offi­zi­el­len Lauf­zeit­an­ga­be in der IMDB. Die­se Schnit­te haben den hal­ben End­kampf gefres­sen und ihn ad absur­dum geführt, da die kom­plet­te Dra­ma­tik und die hal­be Action fehl­te. Wirk­lich scha­de.

Fazit: The Incredi­ble Hulk ist ein wirk­lich tol­ler Film, lei­det aber mas­sivst unter den emp­find­li­chen Schnit­ten. Die neue Beset­zung der Haupt­rol­len mag Geschmacks­sa­che sein, mir gefiel die Beset­zung aus dem ers­ten Teil von 2003 aber deut­lich bes­ser.

PS: Die DVD-Fas­sung soll wohl den unge­schnit­te­nen Film beinhal­ten. Wäre auch scha­de, wür­de ich doch gern den kom­plet­ten End­kampf genies­sen kön­nen.

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match point

den neu­en film von woo­dy allen muss­te ich mir, allein auf­grund der vie­len posi­ti­ven kri­ti­ken, ein­fach mal anschau­en. fast jede kri­tik viel sowas von posi­tiv aus, dass selbst ich mich frei­wil­lig in einen allen-film gesetzt habe. die fil­me von ihm, die ich bis­her gese­hen habe, spra­chen mich alle­samt nicht son­der­lich an. mit match point ist ihm aller­dings ein wah­res meis­ter­stück gelun­gen.

der jun­ge ten­nis­leh­rer chris wil­ton (dar­ge­stellt durch den sehr gut spie­len­den jona­than rhys-mey­ers) kommt nach lon­don, um dort in einem nobel­club ten­nis­stun­den zu geben. einer sei­ner ers­ten kun­den ist der mil­lio­närs­sohn tom hewett (mat­thew goo­de). die bei­den ver­ste­hen sich schon auf­grund ihrer gemein­sa­men lie­be zur oper sofort blen­dend. tom führt chris in sei­ne fami­lie ein. als chris zu einer par­ty der fami­lie hewett ein­ge­la­den wird, lernt er toms freun­din nola rice (abso­lut hin­reis­send: scar­lett johans­son) ken­nen. er fühlt sich sofort zu ihr hin­ge­zo­gen. aus rück­sicht auf tom hält chris sich aller­dings halb­wegs von ihr fern. toms schwes­ter chloe (emi­ly mor­ti­mer) und chris kom­men sich näher, begin­nen eine bezie­hung.

chris wird erstaun­lich schnell von der schwer­rei­chen fami­lie auf­ge­nom­men, chloes eltern wür­den ihn ger­ne als schwie­ger­sohn sehen. über die bezie­hung zwi­schen tom und nola sind die eltern aller­dings eher unglück­lich, hat nola es doch bis­her zu fast gar nichts gebracht, jedes vor­spie­len in lon­don geht schief. außer­dem trinkt nola rela­tiv häu­fig.

nach dem chris sich schon mit dem gedan­ken abge­fun­den hat, nola nie besit­zen zu kön­nen, hei­ra­tet er chloe. kur­ze zeit spä­ter trennt tom sich von nola, nola ver­schwin­det spur­los aus lon­don.

eini­ge zeit spä­ter sieht tom nola in einer kunst­ga­le­rie. er fragt sie nach ihrer num­mer, die bei­den tref­fen sich und schla­fen mit­ein­an­der. dar­aus ent­wi­ckelt sich eine affä­re. chris ist mitt­ler­wei­le in einer ver­ant­wor­tungs­vol­len posi­ti­on in einem der unter­neh­men von chloes vater unter­ge­kom­men. chris und nola ver­ste­cken die affä­re, bis nola schwan­ger wird…

danach nimmt das dra­ma sei­nen lauf.

auch wenn der film anfangs eher nach einem lie­bes­dra­ma aus­sieht, ent­wi­ckelt sich der über zwei stun­den lan­ge film nach eini­ger zeit zu einem thril­ler. jona­than rhys-mey­ers spielt sei­ne rol­le als ein­fa­cher jun­ge vom lan­de, der plötz­lich in höhe­re krei­se ein­ge­führt wird, her­vor­ra­gend. scar­lett johans­son sieht auch in die­sem film ein­fach hin­reis­send aus, man(n) kann chris durch­aus ver­ste­hen, dass er nicht die fin­ger von ihr las­sen kann. die spä­te­re ent­wick­lung der hand­lung erwar­tet, den­ke ich mal, nie­mand am anfang des films. das ende ist sehr über­ra­schend und… ein­fach anders, als bei ande­ren fil­men die­ses gen­res.

die­ser film ist auf jeden fall mehr als sehens­wert. soll­tet ihr ihn noch nicht gese­hen haben, holt dies schleu­nigst nach…

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flight plan

letz­ten diens­tag habe ich den film flight plan im kino gese­hen. der neue film vom deut­schen regis­seur robert schwent­ke mit oscar-preis­trä­ge­rin jodie fos­ter läuft nun seit dem 20.10.2005 in den deut­schen kinos.

jodie fos­ter spielt in die­sem film eine trieb­werks­in­ge­nieu­rin. der film beginnt in ber­lin, was wir ver­mut­lich dem deut­schen regis­seur zu ver­dan­ken haben. vor beginn der hand­lung starb ihr mann an einer kopf­ver­let­zung, er stürz­te vom dach ihres ber­li­ner hau­ses. der film beginnt qua­si damit, dass kyle ihren mann im lei­chen­schau­haus iden­ti­fi­zie­ren muss.

jodie fos­ter möch­te nun zusam­men mit ihrer film-toch­ter julia, dar­ge­stellt von der bis­her unbe­kann­ten mar­le­ne laws­ton wie­der zurück in die hei­mat, nach ame­ri­ka. dass das mit dem flie­ger am schnells­ten geht, steht ja wohl außer fra­ge. der flie­ger, den die bei­den nut­zen wol­len hat kyle ali­as jodie fos­ter mit gebaut. kyle scheint über den ver­lust ihres man­nes noch nicht hin­weg­ge­kom­men zu sein, in den ers­ten paar film­mi­nu­ten sieht man, wie sie mit ihrem mann in ihrem gemein­sa­men haus in ber­lin spricht und mit ihm auf den hof geht. aber er ist tot…

kyle und julia bestei­gen das flug­zeug als ers­te pas­sa­gie­re. und das merk­wür­di­ger­wei­se mit deut­li­chem zeit­ab­stand zu den nächs­ten pas­sa­gie­ren. ich per­sön­lich habe es noch nie erlebt, dass sich flug­zeug­pas­sa­gie­re so viel zeit zum ein­stei­gen nach auf­ruf der maschi­ne las­sen. kurz nach dem start der maschi­ne bemerkt kyle, dass hin­ter ihnen eini­ge rei­hen frei sind. die bei­den legen sich auf die frei­en plät­ze um ein wenig zu schla­fen. als jodie fos­ter auf­wacht, ist ihre toch­ter weg…

sie macht sich auf die suche nach ihrer toch­ter, kann sie aber nir­gends fin­den. erst mobi­li­siert sie die gesam­te crew, bis sie sich an den cap­tain wen­det. der ers­te ver­such schei­tert aber am sky­mar­shall car­son (dar­ge­stellt von peter sars­gaard), der sie vor der kapi­täns­ka­bi­ne abfängt. als er dann ent­war­nung gibt, lässt cap­tain rich (gespielt von sean bean) sie her­ein. nach ein­dring­li­chen bit­ten und dro­hun­gen von kyle lässt er die crew das gesam­te flug­zeug durch­fors­ten. ohne erfolg…

der kapi­tän setzt alle hebel in bewe­gung. dabei stellt sich her­aus, dass nach aus­kunft eines ber­li­ner kran­ken­hau­ses, julia… tot ist. auch sie ist vom haus­dach in ber­lin gestürzt und hat den sturz nicht über­lebt. hat kyle sich die anwe­sen­heit ihrer toch­ter nur ein­ge­bil­det? es gibt kei­ne bewei­se dafür, dass sie je mit an board gekom­men ist. kei­ne board­kar­te, kein ruck­sack, nichts…

fazit: der film ist auf jeden fall sehens­wert. der thril­ler ist nach nicht mal 100 minu­ten vor­bei und hat sei­ne län­gen. wenn man die­se aber über­stan­den hat, lohnt sich der film auf jeden fall. das ende kam mei­ner mei­nung nach sehr über­ra­schend und wur­de gut dar­ge­stellt. den man­gel an bekann­ten dar­stel­lern kann man durch­aus ver­schmer­zen.

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into the blue

ich hab mir am ver­gan­ge­nen frei­tag den film into the blue im kino ange­schaut. der trai­ler sprach mich schon an und ich muss sagen: der film konn­te mich wirk­lich über­zeu­gen. anspruchs­voll sind ande­re fil­me, aber für’s auge wur­de eine men­ge gebo­ten. jes­si­ca alba gehört ohne­hin zu mei­nen lieb­lings­schau­spie­le­rin­nen. spä­tes­tens seit dark angel hat sich jes­si­ca zu einem neu­en sex­sym­bol hoch­ge­ar­bei­tet. aber sie sieht nicht nur gut aus, auch schau­spie­lern kann sie.

der film han­delt von einem päär­chen (jes­si­ca alba und paul wal­ker). jared (paul wal­ker) ist ambi­tio­nier­ter, aber lei­der erfolg­lo­ser, schatz­su­cher. jareds kum­pel bryce (scott caan) taucht eines tages mehr oder weni­ger über­ra­schend mit sei­ner neu­es­ten erobe­rung aman­da (ash­ley scott) auf. die vier fah­ren mit dem luxus­boot eines kli­en­ten des staats­an­walts bryce raus und ent­de­cken per zufall ein abge­stürz­tes flug­zeug im meer. sie ent­de­cken dort meh­re­re hun­dert kilo­gramm koka­in. wenn es nach bryce und aman­da gin­ge, wür­den die vier anfan­gen, das zeug zu ver­kau­fen. jared und sam sind aber dage­gen.

jared hat ein vor lan­ger zeit gesun­ke­nes schiff gefun­den, auf dem sich gold im wert von meh­re­ren mil­lio­nen befin­det. dum­mer­wei­se sto­ßen die vier auf den dro­gen­dea­ler, dem das abge­stürz­te flug­zeug gehört. und schon beginnt der ärger…

der film lohnt sich auf jeden fall, nicht nur wg. der vie­len gut aus­se­hen­den dar­stel­ler, son­dern auch wg. der rasan­ten und durch­weg span­nen­den action, die man gebo­ten bekommt.