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Onlinefestplatte und Filesharing

Zufäl­lig bin ich durch eine kur­ze Erwäh­nung im, ich glau­be wenigs­tens, Linux Maga­zin dar­auf gestos­sen: Drop­box, ein wei­te­rer Online­fest­plat­ten­dienst. Also eigent­lich nix beson­de­res.

Toll fin­de ich aber an Drop­box die gesam­te Imple­men­tie­rung. Das Cli­en­t­tool exis­tiert sowohl für Mac OS X, als auch für Linux und Win­dows. Für Ubun­tu gibt es sogar ein Repo­si­to­ry, man muss das Paket also nicht mal per Hand instal­lie­ren oder updaten. Aber auch die Mac-OS-X- und Win­dows-Ver­si­on ist in Win­des­ei­le instal­liert und updated sich auto­ma­tisch.

Bei der Erst­in­stal­la­ti­on wird gleich ein Benut­zer­kon­to bei Drop­box erstellt und das Sys­tem, auf dem man instal­liert wird mit dem eige­nen Account ver­knüpft. Der hier­bei ange­leg­te kos­ten­freie Account bie­tet 2 GB Spei­cher­platz und unli­mi­tier­ten Daten­trans­fer. Für 9,99 $ im Monat oder 99 $ im Jahr kann der Spei­cher­platz auf 50 GB auf­ge­rüs­tet wer­den.

Die Soft­ware erzeugt bei der Instal­la­ti­on einen Ord­ner “My Drop­box” im Home-Ver­zeich­nis des aktu­el­len Benut­zers. Die­ser Ort kann aber auch ver­än­dert wer­den, sowohl bei als auch nach der Instal­la­ti­on, letz­te­res soll aber laut Bug­tra­cker im aktu­el­len Beta-Sta­di­um noch Pro­ble­me machen. Daten, die man in die­sen Ord­ner legt, wer­den stän­dig syn­chron gehal­ten und laut Anbie­ter “intel­li­gent” syn­chro­ni­siert, es wird also nur der binä­re Diff tat­säch­lich kopiert, um Band­brei­te zu spa­ren. Vor der Über­mitt­lung der Daten an den Ser­ver wer­den die­se mit­tels AES ver­schlüs­selt.

Was aber, wenn man gera­de kei­nen Rech­ner parat hat, auf dem man den Cli­ent instal­lie­ren kann? Kein Pro­blem, sämt­li­che Daten las­sen sich über das Web­in­ter­face des Ser­vices ein­se­hen, her­un­ter­la­den, löschen, etc. Soll­te man, egal ob via Cli­ent oder Web­ba­ckend, Daten ver­se­hent­lich gelöscht oder modi­fi­ziert haben, kann man auf die Ver­sio­nie­rung des Diens­tes zurück­grei­fen, die gelösch­ten Daten sind nicht unwi­der­ruf­lich ver­lo­ren, sie las­sen sich dank die­ses Fea­tures wie­der her­stel­len.

Der­zeit befin­det sich der Ser­vice, wie bereits erwähnt, noch im Beta­sta­di­um. Umfang­rei­che Daten­samm­lun­gen wür­de ich also nicht unbe­dingt ohne Red­un­danz hier able­gen wol­len. Bis­her habe ich kei­ne Daten­ver­lus­te zu bekla­gen, ich nut­ze den Ser­vice aber auch nicht sehr inten­siv. Ins­ge­samt macht der Dienst aber einen schon sehr aus­ge­reif­ten Ein­druck. Neben den bereits erwähn­ten Tari­fen (2 GB für lau, 50 GB für 9,99 $ monat­lich oder 99 $ p.a.) sol­len in der nächs­ten Zeit wei­te­re Tari­fe ent­ste­hen, die auch die Ansprü­che ande­rer Benut­zer­grup­pen erfül­len.

Bleibt noch zu erwäh­nen, dass man mit­tels des Public-Ver­zeich­nis­ses der Drop­box Daten auch Fremd­be­nut­zern zur Ver­fü­gung stel­len kann.

Dau­men hoch für die­sen tol­len Ser­vice und viel Erfolg wei­ter­hin dem gesam­ten Team von Drop­box. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det ihr auf der Home­page des Pro­jekts. Ich habe test­hal­ber ins­ge­samt sechs ver­schie­de­ne Sys­te­me mit mei­nem Account ver­knüpft und konn­te bei ers­ten Tests kei­ner­lei Pro­ble­me fest­stel­len.

[UPDATE]

Mitt­ler­wei­le nut­ze ich die Sharing-Funk­ti­on tat­säch­lich pro­duk­tiv, eine wirk­li­che Erleich­te­rung zum Aus­tausch von Doku­men­ten, Quell­codes, etc. Ein­fach toll. Den Emp­feh­lungs­le­vel set­ze ich somit noch um einen nach oben ;-)

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Windows und der Profi

Es war ein Mal… einer mei­ner Kom­mi­li­to­nen und ich nah­men uns vor, end­lich mal unse­re Sys­te­me für eines unse­rer Labo­re vor­zu­be­rei­ten. Mei­nen iMac hat­te ich nach rela­tiv kur­zer Zeit so weit. Ein Feh­ler hielt sich hart­nä­ckig, liess sich aber mit der Hil­fe eines wei­te­ren Kom­mi­li­to­nen, der schon län­ger mit JSF arbei­tet, schnell behe­ben. Aus irgend­ei­nem Grun­de woll­te eine Datei namens “catalina-ant.jar” aus dem Paket mei­nes Profs nicht unter Mac OS, die beim Tom­cat mit­ge­lie­fer­te Ver­si­on lief. Das war’s schon.

Der zuerst genann­te Kom­mi­li­to­ne muss­te lei­der unbe­dingt ver­su­chen, sein Sys­tem unter Win­dows Vis­ta vor­zu­be­rei­ten. Böser Feh­ler, wie sich her­aus­stell­te. Er steck­te sei­ner eige­nen Aus­sa­ge nach rund 30 Stun­den in die­se Ver­su­che, ohne Erfolg. Also fass­te ich mir ein Herz und instal­lier­te Ubun­tu in einer VM, um es damit zu pro­bie­ren. Mit Erfolg. Kei­ne 20 Minu­ten nach dem Abschluss der Sys­tem­in­stal­la­ti­on lief die Ent­wick­lungs­um­ge­bung Eclip­se samt Tom­cat und ein­ge­bun­de­nen Biblio­the­ken unse­res Profs. Das Deploy­en der Anwen­dung ver­lief erfolg­reich, sie star­te­te dann auch brav mit dem loka­len Tom­cat. Kom­mi­li­to­nen noch kurz die “Bau­an­lei­tung” tele­fo­nisch durch­ge­ge­ben, Erfolgs­mel­dung auch von sei­ner Sei­te.

Pin­gu­in gut, alles gut. :-D Wer arbei­ten will, soll­te wohl doch lie­ber kein Win­dows nut­zen… oder?

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Glaubenskriege

Es ist schon ulkig, zu wel­chen The­men man Glau­bens­krie­ge initi­ie­ren kann. Ob es nun um Reli­gio­nen geht, um Auto­her­stel­ler oder um (irgend­ein The­ma aus dem Bereich) Com­pu­ter.

Gera­de Com­pu­ter soll­ten eigent­lich ein recht sach­li­ches The­ma sein. Immer­hin ist Ratio­na­li­tät im Com­pu­ter­be­reich obers­tes Gebot. Soll­te man wenigs­tens mei­nen. Wenn man sich die Kom­men­ta­re eines Arti­kels von heu­te bei golem.de durch­liest, wird man aber eines bes­se­ren belehrt. Mitt­ler­wei­le, oder viel­leicht sogar schon seit lan­gem, ist es sogar so weit, dass sich die Anhän­ger der ver­schie­de­nen Desk­top Envi­ron­ments gegen­sei­tig bekrie­gen. Obwohl deren Dis­kus­si­on meist deut­lich weni­ger hit­zig aus­fällt, als es bei “Dis­kus­sio­nen” der Fall ist, in denen Win­dows­an­hän­ger gegen sol­che von Linux oder Mac OS “vor­ge­hen” oder in wel­cher Rei­hen­fol­ge auch immer. Ich per­sön­lich fin­de bei­spiels­wei­se Gno­me deut­lich schi­cker als KDE. Selbst in der Ver­si­on 4 fin­de ich KDE nach wie vor häss­lich und klo­big. Viel­leicht liegt es dar­an, dass es mich ein­fach zu sehr an Win­dows erin­nert. Win­dows gefällt mir näm­lich auch nicht. Wobei man viel­leicht hier eine ganz kla­re Tren­nung zwi­schen nicht-gefal­len und abstos­send-fin­den vor­neh­men soll­te.

Wenn ich mir die vier “gro­ßen” Desk­tops mal vor Augen hal­te, dann kann ich die­se wie folgt beur­tei­len:

Win­dows
Pro: es gibt Unmen­gen an Soft­ware, man ist das UI gewöhnt, man kennt jede Men­ge Mit­tel und Wege die all­täg­li­chen Pro­blem­chen zu behe­ben, man hat eine gro­ße Aus­wahl an Spie­len :-D
Con­tra: eine unzähl­ba­re Men­ge an All­tags­pro­ble­men, furcht­bar trä­ge, anfäl­lig für Viren, kei­ne brauch­ba­re Kon­so­le, Soft­ware­instal­la­ti­on und ‑deinstal­la­ti­on ist ein Krampf, Back­up von Pro­gramm­ein­stel­lun­gen fällt unheim­lich schwer auf­grund der Unfä­hig­keit vie­ler Ent­wick­ler sich an Stan­dards zu hal­ten, Wid­ge­ts sind manch­mal im Weg

Mac OS X
Pro: eine gro­ße Men­ge an hoch­wer­ti­ger, hüb­scher Share­ware exis­tiert, über­sicht­li­ches und hüb­sches UI, kei­ne nen­nens­wer­ten Unge­reimt­hei­ten oder Pro­ble­me, kei­ne Viren­ge­fahr, sehr schnell, voll­wer­ti­ges UNIX (samt Shell) im Hin­ter­grund, Instal­la­ti­on und Deinstal­la­ti­on von Soft­ware mehr als sim­pel (Sym­bol in den Anwen­dungs­ord­ner zie­hen bzw. Anwen­dungs­sym­bol in den Papier­korb zie­hen), Back­up von Anwen­dungs­ein­stel­lun­gen sehr sim­pel, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: kaum Spie­le ver­füg­bar, Aus­wahl an nativ ver­füg­ba­rer Open-Source-Soft­ware recht gering, Wid­ge­ts nur auf dem Dash­board ver­füg­bar

Linux mit Gno­me
Pro: schi­cker, über­sicht­li­cher, mini­ma­lis­ti­scher Desk­top, weni­ge, aber gute Anwen­dun­gen in nati­ver Form für den Desk­top, Com­piz-Effek­te für Gno­me größ­ten­teils gedie­gen und nicht auf­dring­lich, flott, mäch­ti­ge und über­sicht­li­che Soft­ware­ver­wal­tung, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: im Ver­gleich mit KDE rela­tiv weni­ge nati­ve Anwen­dun­gen, ver­al­te­te Sys­tem­schrift, kei­ne ver­nünf­ti­ge Wid­get-Engi­ne

Linux mit KDE (4)
Pro: wahn­sin­nig gro­ße Aus­wahl an tol­len Pro­gram­men, gerin­ge Umge­wöh­nung für Win­dows-Benut­zer, sehr sta­bil, Wid­ge­ts sind unauf­dring­lich und las­sen sich wahl­wei­se kom­plett in den Hin­ter­grund schal­ten oder nach vorn holen, tol­le und mäch­ti­ge Soft­ware­ver­wal­tung, nati­ver Umgang mit ISO-Datei­en
Con­tra: klo­big, furcht­bar unüber­sicht­li­ches und unkom­for­ta­bles Start­me­nü, rela­tiv trä­ge

Den per­fek­ten Desk­top gibt es mei­ner Mei­nung nach nicht. Für mich den bes­ten Kom­pro­miss bie­tet ein­fach Mac OS X. Die­se Zei­len schrei­be ich unter Ubun­tu 8.04.1, mit schön kon­fi­gu­rier­tem Com­piz und Gno­me 2.22. Und ganz ehr­lich, hät­te ich kein Mac OS X, wäre die­ses Sys­tem mein Sys­tem der Wahl…

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Bye bye, XP

Heu­te ist der Tag, an dem Micro­soft sein mitt­ler­wei­le fast sie­ben Jah­re (Erschei­nungs­da­tum: Sep­tem­ber 2001) altes Betriebs­sys­tem in Ren­te schickt. Micro­soft zeigt in dem begrün­den­den Arti­kel sogar Selbst­iro­nie und macht sich ein wenig über die Aus­ge­burt Win­dows ME lus­tig. Ein­fach mal lesen. Ent­ge­gen der Hoff­nung von Micro­soft und dem, was viel­leicht die Ver­kaufs­zah­len (140 Mil­lio­nen ver­kauf­te Exem­pla­re) sug­ge­rie­ren mögen, scheint sich der XP-Nach­fol­ger Win­dows Vis­ta aber nicht durch­zu­set­zen. Intel und Daim­ler bei­spiels­wei­se wol­len auf einen Umstieg auf Win­dows Vis­ta zuguns­ten von Win­dows XP ver­zich­ten. Die Grün­de lie­gen nahe, braucht der Nach­fol­ger doch mas­siv mehr Res­sour­cen als sein Vor­gän­ger. Aber das wird nicht der allei­ni­ge Grund sein. Das schon jetzt ange­kün­dig­te Erschei­nen von Win­dows 7, vor­aus­sicht­lich Anfang 2010, dürf­te vie­le wech­sel­wil­li­ge Unter­neh­men eben­falls davon abhal­ten. Und die 64-Bit-Ver­si­on allein wird es hier auch nicht raus­reis­sen, bringt sie doch der­zeit außer dem grö­ße­ren adres­sier­ba­ren Spei­cher­be­reich rein gar nichts.

Da ich mein Brot mit Com­pu­tern ver­die­ne, habe natür­lich auch ich den einen oder ande­ren Blick auf Vis­ta gewor­fen. Gemes­sen an der lan­gen Ent­wick­lungs­zeit bin ich irgend­wie schon ent­täuscht, was aber nicht heis­sen soll, dass Vis­ta ein schlech­tes Betriebs­sys­tem ist. Es ist nur lei­der ein abso­lu­ter Hard­ware­fres­ser. Ansons­ten hat Micro­soft (fast) alles rich­tig gemacht. Es ver­wen­det größ­ten­teils sinn­vol­le 3D-Effek­te (vom Flip3D mal abge­se­hen, das Ding bringt rein gar nichts), ist sta­bil, bringt einen rie­si­gen Hau­fen an Trei­bern mit und bie­tet, im Gegen­satz zu XP, auch end­lich eine ver­wend­ba­re 64-Bit-Ver­si­on, mit der es mög­lich ist, mehr als 4 GB RAM zu adres­sie­ren. Für den Heim­an­wen­der kann ich auf­grund der bis­her gesam­mel­ten Erfah­rungs­wer­te unein­ge­schränkt Win­dows Vis­ta emp­feh­len, so denn im PC ein Zwei­kern­pro­zes­sor steckt, eine Direc­tX9-fähi­ge Gra­fik­kar­te und min­des­tens 2 GB RAM. Für Gerä­te mit einer gerin­ge­ren Aus­stat­tung, wie sie bei Note­books oder den neu­en Gerä­te­klas­sen Net­books oder Net­tops noch häu­fi­ger vor­kommt, hin­ge­gen ist Vis­ta defi­ni­tiv die fal­sche Wahl. Was eigent­lich scha­de ist, läuft doch Vis­ta auf Note­books deut­lich bes­ser als XP, der Akku hält im All­ge­mei­nen deut­lich län­ger als unter XP. Wenigs­tens dann, wenn die res­sour­cen­fres­sen­de Aero-Ober­flä­che deak­ti­viert ist oder man gar das Design kom­plett auf das “klas­si­sche “Design”” geän­dert hat. Ansons­ten mampft Vis­ta ganz schön Akku­leis­tung und Sys­tem­per­for­mance. So habe ich gera­de erst ein ziem­lich güns­ti­ges Acer Exten­sa 5220 für einen Kun­den gekauft, dem ich aber Win­dows XP und kein Win­dows Vis­ta spen­die­ren wer­de. 2 GHz Cele­ron (Sin­gle­core) und 1 GB RAM sowie eine Intel Media Acce­le­ra­tor 3100 sind ein­fach unter­di­men­sio­niert für Win­dows Vis­ta, XP oder Linux hin­ge­gen, letz­te­res auch mit 3D-Effek­ten, dürf­ten tadel­los lau­fen. Gut, das Gerät kos­tet ohne Betriebs­sys­tem bei einem gro­ßen Online­händ­ler auch gera­de mal 339,- EUR, viel Leis­tung darf man ein­fach nicht erwar­ten. Aber auch die­se Käu­fer­schicht exis­tiert und dürf­te von Vis­ta ein­fach nur gefrus­tet sein.

Na dann, hof­fen wir mal, dass Micro­soft viel­leicht end­lich mal eine neue Code­ba­sis schafft, so wie bei Apple Anfang 2001 mit dem Erschei­nen von Mac OS X gesche­hen, und end­lich die gan­zen geschwin­dig­keits­fres­sen­den Alt­las­ten über Board wirft, damit mit Win­dows 7 end­lich mal wie­der ein gutes Win­dows erscheint. Viel­leicht sogar ein bes­se­res als Win­dows XP, das mei­ner Mei­nung nach noch immer das bes­te Win­dows ist, das jemals erschien. [sic!]

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Wider der microsoftschen Übermacht

Erst kürz­lich muss­te ich wie­der mit Erschre­cken fest­stel­len, wel­che Durch­set­zung die Soft­ware aus Red­mond in unse­rem Land doch hat. Eine Freun­din von mir besucht der­zeit die Fach­ober­schu­le und muss­te für das Fach Infor­ma­tik ein Refe­rat zum The­ma Excel anfer­ti­gen. Excel… Wie­so nicht all­ge­mein Tabel­len­kal­ku­la­ti­on? Hier wer­den Schü­ler dazu gezwun­gen, sich Soft­ware zu kau­fen, die für einen nor­ma­len Schü­ler nahe­zu uner­schwing­lich ist. Auch 129,- EUR, die die SSL (Schü­ler, Stu­den­ten, Lehrer)-Version des Soft­ware­pa­kets kos­tet, sind für einen Schü­ler eine Men­ge Geld. Was dazu führt, dass vie­le (alle?) Schü­ler sich das Office-Paket auf nicht ganz lega­len Wegen besor­gen. Und Micro­soft beschwert sich über die zahl­rei­chen Raub­ko­pien. Dabei gibt es doch kos­ten­lo­se Vari­an­ten, wie das OpenOffice.org. Wie­so wer­den die­se in Schu­len nicht ein­ge­setzt? Das wür­de auch den Schu­len eine Men­ge Geld erspa­ren. Wenn man das Gan­ze noch wei­ter spinnt: wie­so wird kein Linux auf Schul­rech­nern ein­ge­setzt?

Fol­gen­de Ant­wort erwar­te ich zumeist dar­auf: weil in Betrie­ben nun mal auch das Micro­soft Office (und somit natür­lich auch Micro­soft Win­dows) ein­ge­setzt wird. Und war­um ist das so? Klar, das Office-Paket von Micro­soft ist schon seit ewig und drei Tagen auf dem Markt prä­sent und kann so ohne wei­te­res auch nicht aus den Betrie­ben raus­ra­tio­na­li­siert wer­den. Aber wor­an liegt das? Ganz ein­fach dar­an, dass in Schu­le und Leh­re durch­gän­gig die Office-Anwen­dun­gen aus dem Hau­se Micro­soft ver­wen­det wer­den. Und gera­de dann, wenn Ent­schei­der mit der Micro­soft-Soft­ware “groß gewor­den sind”, wird natür­lich nie­mand von denen auf die Idee kom­men, eine Alter­na­ti­ve ein­zu­füh­ren. Außer, es han­delt sich um über­zeug­te Open Source-Ver­fech­ter. Und die fin­den sich außer­halb des Infor­ma­tik­be­reichs wohl eher sel­ten. Gera­de einem BWLer bei­zu­bie­gen, dass kos­ten­lo­se Soft­ware auch gut sein kann, stel­le ich mir dezent schwie­rig vor.

Lei­der sieht die Situa­ti­on an mei­ner Fach­hoch­schu­le nicht bes­ser aus, obwohl ich im Fach­be­reich Infor­ma­tik bin. Wir haben nicht mal die Mög­lich­keit, beim Ein­schal­ten der Rech­ner in den Pool­räu­men oder im Rechen­zen­trum zu wäh­len, ob wir viel­leicht lie­ber mit Linux anstel­le von Win­dows arbei­ten wol­len. Auch eher unschön fand ich, dass wir für ein gewis­ses Labor eines gewis­sen Pro­fes­sors unbe­dingt das Micro­soft Visu­al Stu­dio nut­zen muss­ten. Begleit­ma­te­ria­li­en muss­ten unbe­dingt im Excel-For­mat vor­lie­gen. Und das Gan­ze muss­te natür­lich unter Micro­soft Win­dows erle­digt wer­den. “Argh”, sag ich da nur. Gera­de wir Infor­ma­ti­ker soll­ten doch die freie Wahl haben, wel­che Tools wir ver­wen­den. An einer (Fach-)Hochschule soll­te es das Ergeb­nis sein das zählt und nicht der Weg. Es heißt ja schließ­lich Wissen*schaft* und nicht Wis­sens­nut­zung. Gera­de im Bereich Softwareentwicklung/Programmierung gibt es eine wahn­sin­nig gro­ße Anzahl an Tools, auch im Open Source-Bereich. OK, wir müs­sen für die Micro­soft-Anwen­dun­gen nichts zah­len, aber die FH muss es. Was das an Stu­di­en­ge­büh­ren ein­spa­ren wür­de…

Wür­de in der Leh­re kon­se­quent ver­sucht wer­den, die Anwen­dun­gen aus Red­mond gegen kos­ten­freie oder ‑güns­ti­ge­re Alter­na­ti­ven aus­zu­tau­schen, wür­den die­se sich viel­leicht auch end­lich in Betrie­ben durch­set­zen. Die der­zei­ti­ge Gegen­ar­gu­men­ta­ti­on läuft größ­ten­teils dar­auf hin­aus, dass für die Umschu­lung der Mit­ar­bei­ter mehr Geld aus­ge­ge­ben wer­den müss­te, als die feh­len­den Lizenz­kos­ten ein­spa­ren wür­den. Das mag sicher­lich so rich­tig sein, wür­den Schu­len (und Fachhochschulen/Universitäten/Ausbildungsbetriebe) aber schon wäh­rend der Aus­bil­dung der Nach­wuchs­kräf­te sich kon­se­quent gegen Micro­soft stel­len, wäre in weni­gen Jah­ren die­ses Argu­ment obso­let.

Die bri­ti­sche Schul­be­hör­de bei­spiels­wei­se rät von einer Migra­ti­on auf Win­dows Vis­ta ab. Aus durch­aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den. Das neue Betriebs­sys­tem aus dem Hau­se Micro­soft kommt mit mas­siv höhe­ren Hard­ware­an­for­de­run­gen daher. Für den Pri­vat­an­wen­der mag es ok sein, sich alle zwei bis drei Jah­re einen neu­en Rech­ner hin­zu­stel­len, für Behör­den oder Betrie­be hin­ge­gen steht die­se Opti­on im Nor­mal­fall nicht zur Debat­te. Davon abge­se­hen, wären genau die Benut­zer, die eine Umstel­lung vom Micro­soft Office auf das OpenOffice.org nur mit­hil­fe einer Schu­lung über­ste­hen wür­den, auch die­je­ni­gen, die eine Umschu­lung auf Win­dows Vis­ta bräuch­ten. Auch wenn sich nicht so viel geän­dert hat, aber die Unter­schie­de in der Ver­wen­dung vom OpenOffice.org und Micro­soft Office sind auch eher mar­gi­nal.

Um also Micro­soft im gro­ßen Maße Kon­kur­renz zu machen, müss­te schon in der Aus­bil­dung damit begon­nen wer­den, auf­zu­zei­gen, dass es auch durch­aus Alter­na­ti­ven zu der sicher­lich nicht schlech­ten, aber recht teu­ren und bestimmt nicht ulti­ma­ti­ven, Soft­ware aus Red­mond gibt. Vie­len, auch jun­gen Men­schen, sagen Begrif­fe wie “Linux” und “OpenOffice.org” rein gar nichts, was mei­ner Mei­nung nach grund­le­gend geän­dert wer­den soll­te. Zu Beginn mei­nes Stu­di­ums muss­te ich vie­len mei­ner Kom­mi­li­to­nen erst mal erklä­ren, dass es tat­säch­lich Alter­na­ti­ven zur Soft­ware von Micro­soft gibt. Und das, obwohl die­se eben­falls Infor­ma­tik stu­die­ren.

Deut­sche Schu­len soll­ten sich dem Bei­spiel der bri­ti­schen Schul­be­hör­de anschlie­ßen und prü­fen, ob es nicht sinn­vol­ler wäre, das Geld für eine “Auf­rüs­tung” auf Win­dows Vis­ta zu spa­ren und lie­ber in sinn­vol­le­re Maß­nah­men zu inves­tie­ren. Die Neue­run­gen in Vis­ta gegen­über XP recht­fer­ti­gen mei­ner Mei­nung nach kei­nen Aus­tausch der kom­plet­ten IT. Weder in einer Schu­le, noch in einem Betrieb…

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Apple Closed Source Mac

Installation von MS-DOS 6.22 unter Parallels Desktop 3.0 for Mac

Da ich ein wenig assem­blie­ren muss und der dum­me alte 16-Bit-Assem­bler unter Win­dows XP in mei­ner VM nur Ärger macht, woll­te ich von uralten, ver­staub­ten, aber glück­li­cher­wei­se noch intak­ten Dis­ket­ten MS-DOS 6.22 in einer vir­tu­el­len Maschi­ne instal­lie­ren. Da ich mitt­ler­wei­le her­aus­ge­fun­den habe, wie das funk­tio­niert, woll­te ich nun die Nach­welt dar­an teil­ha­ben las­sen:

Zu aller­erst braucht man ein USB-Dis­ket­ten­lauf­werk, um die­se Uralt-Medi­en in einer ver­wert­ba­ren Form auf den Mac zu bekom­men. Mit­hil­fe die­ses Dis­ket­ten­lauf­werks und der Anwen­dung “Fest­plat­ten-Dienst­pro­gramm” könnt ihr nun Images die­ser Dis­ket­ten erstel­len. Dazu legt ihr die Dis­ket­ten nach­ein­an­der in das Dis­ket­ten­lauf­werk ein, Mac OS X soll­te den neu­en Daten­trä­ger auto­ma­tisch ein­bin­den, wählt die Daten­trä­ger­be­zeich­nung im lin­ken Bereich der Anwen­dung aus und klickt auf die Schalt­flä­che “Neu­es Image”. Im nun fol­gen­den Dia­log könnt ihr den Namen für das Image und den Spei­cher­ort aus­wäh­len. Nach­dem ihr die­se Ein­stel­lun­gen gesetzt habt, stellt bit­te sicher, dass das Image-For­mat auf “Lesen/Schreiben” gesetzt ist, die Ver­schlüs­se­lung soll­te deak­ti­viert sein. Ein Klick auf “Sichern” erstellt nun ein Image eurer Diskette(n). Jetzt müsst ihr noch die Datei­na­men eurer Flop­py-Images ändern. Stan­dard­mä­ßig stat­tet Mac OS X die­se Images mit der Endung .dmg aus. Für die Ver­wen­dung in Par­al­lels müs­sen die­se aber die Endung .fdd tra­gen. Klickt zum Umbe­nen­nen das Image ein­fach an, drückt die Ein­ga­be­tas­te und löscht den Bestand­teil dmg aus dem Datei­na­men und ersetzt ihn durch fdd. Ein wei­te­rer Druck auf die Ein­ga­be­tas­te bestä­tigt die Namens­än­de­rung, OS X fragt jetzt aber noch mal nach, ob ihr sicher seid. Das beja­hen wir natür­lich. Wie­der­holt die­ses Pro­ze­de­re mit allen drei Images.

Nach­dem ihr nun ein Image sämt­li­cher Daten­trä­ger erstellt habt (bei MS-DOS 6.22 sind das drei Stück), könnt ihr die VM ein­rich­ten. Wählt hier­zu in Par­al­lels die Funk­ti­on “Neu…” aus dem Menü “Datei” und wählt hier “Eige­ne” aus. Nach einem Klick auf “Wei­ter” soll­tet ihr unter “Typ des BS” “MS-DOS” aus­wäh­len, bei Ver­si­on passt ihr gege­be­nen­falls den Ein­trag “Ver­si­on des BS” an, in mei­nem Fall habe ich die Ein­stel­lung auf “MS-DOS 6.22” belas­sen. Ein Klick auf “Wei­ter” bringt euch zu den Ein­stel­lun­gen für die Grö­ße des Arbeits­spei­chers. 32 MB soll­ten hier defi­ni­tiv genü­gen. Im nächs­ten Dia­log­fens­ter belasst ihr die Vor­ein­stel­lung auf “Neu­es Fest­plat­ten-Image erstel­len” und klickt auf “Wei­ter”. Stellt nun die gewünsch­te Grö­ße für das Fest­plat­ten-Image ein, der Typ “Expan­die­rend” ist hier­bei zu bevor­zu­gen, da immer nur der wirk­lich benö­tig­te Platz auf der Fest­plat­te eures Macs in Anspruch genom­men wird. Nach “Wei­ter” könnt ihr noch den Netz­werk­typ ein­stel­len, “Shared Net­wor­king” soll­te es hier tun. Jetzt noch flott einen Namen für die VM ver­ge­ben, das per­for­mance­tech­nisch zu bevor­zu­gen­de Sys­tem aus­wäh­len und im letz­ten Dia­log­fens­ter nach einem Klick auf “Wei­te­re Optio­nen” den auto­ma­ti­schen Start der Instal­la­ti­on von MS-DOS ver­hin­dern. Wech­selt nun in den Kon­fi­gu­ra­ti­ons­e­di­tor der VM, indem ihr ein­fach bei­spiels­wei­se auf den Ein­trag Dis­ket­te klickt. Im lin­ken Bereich wählt ihr nun “Optio­nen” und dort “Star­ten” aus und stellt hier die Start­rei­hen­fol­ge auf “Dis­ket­te, Fest­plat­te, CD-ROM”. Jetzt muss nur noch die ers­te Dis­ket­te eures Instal­la­ti­ons­sat­zes als Start­me­di­um ein­ge­bun­den wer­den. Dazu klickt ihr im lin­ken Bereich auf “Dis­ket­te” und wählt nun im rech­ten Bereich das Image eue­rer ers­ten Dis­ket­te aus. Außer­dem soll­te der Haken bei “Beim Start ein­bin­den” gesetzt sein. Ein Klick auf “OK” spei­chert die Ände­run­gen, ihr könnt die VM nun star­ten.

Wäh­rend der Instal­la­ti­on wer­den alle drei Dis­ket­ten benö­tigt. Um wäh­rend der Instal­la­ti­on die nächs­te Dis­ket­te zur Ver­fü­gung zu stel­len, klickt ihr im Menü “Gerä­te” auf den Unter­punkt “Dis­ket­te” und dort auf “Image ein­bin­den”. Hier könnt ihr nun das jewei­li­ge Image aus­wäh­len und den Dis­ket­ten­wech­sel in der VM mit­tels der Ein­ga­be­tas­te bestä­ti­gen. Nach ca. einer Minu­te soll­te die Instal­la­ti­on abge­schlos­sen sein. Will­kom­men in den 90ern ;-)

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Closed Source Open Source Spiele

Spiele-Downloads wieder verfügbar

Nach­dem der Ser­ver­um­zug über­stan­den ist, kom­men jetzt auch wie­der ein paar Down­loads unter ;-)

Fol­gen­de Spie­le kann ich euch der­zeit zum kos­ten­lo­sen Down­load anbie­ten:

S.W.I.N.E. (708 MB) kos­ten­freie Ver­si­on des kom­mer­zi­el­len Spiels aus dem Jah­re 2001 (nur Win­dows) Home­page
Sava­ge: The Batt­le for Newerth (351 MB) kos­ten­freie Ver­si­on des kom­mer­zi­el­len Spiels (Win­dows) Home­page
Star­sie­ge — Tri­bes (136 MB) kos­ten­freie Ver­si­on des kom­mer­zi­el­len Spiels (Win­dows) Home­page des Nach­fol­gers
Track­ma­nia Nati­ons (266 MB) Tur­nier-Vari­an­te des Spiels Track­ma­nia Home­page
War­zo­ne 2100 Resur­rec­tion Pro­ject 2.0.8 (15 MB) Open Source Echt­zeit­stra­te­gie­spiel (Mac OS X) Home­page
War­zo­ne 2100 Resur­rec­tion Pro­ject 2.0.9 (16 MB) Open Source Echt­zeit­stra­te­gie­spiel (Linux) Home­page
War­zo­ne 2100 Resur­rec­tion Pro­ject 2.0.8 (14 MB) Open Source Echt­zeit­stra­te­gie­spiel (Win­dows) Home­page
Nexuiz 2.3 (273 MB) Open Source Mul­ti­play­er­shoo­ter (nur Win­dows) Home­page
Nexuiz 35 Map Pack (108 MB) Map Pack zum Open Source Shoo­ter Nexuiz Home­page
War­sow 0.32 (94 MB) Open Source Mul­ti­play­er­shoo­ter (Linux) Home­page
War­sow 0.32 (94 MB) Open Source Mul­ti­play­er­shoo­ter (Win­dows) Home­page
Fro­zen Bub­ble 1.0 (11 MB) Open Source Tüf­tel­spiel (Ach­tung! Sucht­ge­fahr) (Mac OS X) Home­page
Fro­zen Bub­ble 2.1.0 (19 MB) Open Source Tüf­tel­spiel (Linux) Home­page
Fro­zen Bub­ble 1.0 (10 MB) Open Source Tüf­tel­spiel (Win­dows) Home­page

Viel Spaß beim Spie­len :-)

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Apple Closed Source Eigenes Mac Open Source

Ich will virtualisieren

Und des­we­gen habe ich die­se Peti­ti­on ins Leben geru­fen. In der Hoff­nung, dass sich viel­leicht der eine oder ande­re Unter­zeich­ner fin­det. Über­set­zun­gen in drei wei­te­re Spra­chen fol­gen dem­nächst…

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Vista, neuer Versuch

Nach mei­nen frü­he­ren Hass­ti­ra­den, habe ich nun Win­dows Vis­ta auf dafür eher geeig­ne­ter Hard­ware eine neue Chan­ce gege­ben. Obwohl ich recht zeit­nah zu mei­ner dama­li­gen Vis­ta-Kri­tik auch sag­te, ich wer­de in abseh­ba­rer Zeit kein Geld mehr in die Spie­le­fä­hig­keit mei­nes PCs inves­tie­ren, habe ich mich nun auf­grund der doch ziem­lich nied­ri­gen Hard­ware­prei­se dazu hin­reis­sen las­sen. Ich mei­ne, 126,- EUR für 4 * 1 GB DDRII 800 MHz-Spei­cher ist ja nun wirk­lich mehr als güns­tig. Dazu habe ich noch das Board samt CPU getauscht, nun wer­kelt ein AMD Athlon64 X2 4.600+ in mei­nem Rech­ner. Da ich somit auch einen Archi­tek­tur­wech­sel von AGP zu PCIe voll­zo­gen habe, muss­te natür­lich auch mei­ne damals sünd­haft teu­re GeFor­ce 7800GS 512 MB wei­chen. Das Aus­tausch­mo­dell ist eine GeFor­ce 8800GTS 320 MB aus dem Hau­se Spark­le, die güns­tigs­te Kar­te aus der 8800GTS-Rei­he von nVi­dia. Eigent­lich soll­te es erst, der Spar­sam­keit hal­ber, eine Rade­on 2600XT 512 MB wer­den, die Kar­te war mir aller­dings viel zu lang­sam, die Frame­ra­ten lagen kaum ober­halb derer, die ich noch von mei­nem alten Sys­tem kann­te. Zu guter­letzt habe ich mei­ner alten 160 GB SATAI-Fest­plat­te noch einen Mit­be­woh­ner spen­diert, eine Sea­gate 320 GB SATAII mit 16 MB Cache. Die Auf­rüs­tung, die ja fast einem kom­plett neu­en Sys­tem ent­spricht, hat nur etwas über 500,- EUR gekos­tet, wovon ich einen Teil schon wie­der über den Ver­kauf mei­ner alten Sachen zurück bekom­men hab. Der Geschwin­dig­keits­schub aber ist echt enorm. Was die moder­nen Zwei­kern­pro­zes­so­ren leis­ten, gera­de in Ver­bin­dung auch mit dem deut­lich schnel­le­ren Spei­cher, ist wirk­lich enorm.

Auf die­sem Sys­tem läuft nun Win­dows Vis­ta Busi­ness 64-Bit. 64-Bit vor allem des­we­gen, weil die 32-Bit-Ver­si­on nur 3,25 von den 4 GB RAM tat­säch­lich adres­siert. Da aber auch für mei­ne gesam­te Hard­ware 64-Bit-Trei­ber exis­tie­ren, stand der Instal­la­ti­on die­ser Fas­sung eigent­lich nichts im Wege. Sämt­li­che Anwen­dun­gen und Spie­le, die ich bis­her getes­tet habe, lau­fen tadel­los.

Die Respon­si­ve­ness von Vis­ta auf die­sem Sys­tem ist deut­lich bes­ser als ich es damals unter mei­nem alten Sys­tem erlebt habe. Manch­mal aber, ohne dass ich sehen könn­te wie­so, bricht die Per­for­mance doch mas­siv ein. Rich­tig ner­vig ist die Tat­sa­che, dass via Inter­net Explo­rer 7 her­un­ter­ge­la­de­ne Datei­en vor der Aus­füh­rung kom­plett vom Sys­tem durch­leuch­tet wer­den, es könn­ten sich ja Viren oder Spy­wa­re dar­in befin­den. Ja, ok, das Ver­hal­ten ist deak­ti­vier­bar, aber weiß ein nor­ma­ler Anwen­der das? Auf jeden Fall ist das Sys­tem wäh­rend die­ser Prü­fung qua­si nicht benutz­bar, es liegt brach. Prä­di­kat: nerv­tö­tend

Wie schon bei mei­nen letz­ten Ver­su­chen mit Vis­ta gab es Pro­ble­me mit der X‑Fi-Rei­he von Crea­ti­ve Labs. Natür­lich gibt es mitt­ler­wei­le fer­ti­ge Trei­ber für die Kar­te, die auch gut funk­tio­nie­ren, Crea­ti­ve Labs hat es aber noch immer nicht in den Griff bekom­men, die Unter­stüt­zung für EAX4 so ins Sys­tem zu inte­grie­ren, dass es auch von mei­nen Spie­len ver­wen­det wer­den kann. Die meis­ten Titel weh­ren sich, wenn man ihnen mit­teilt, dass sie doch bit­te EAX zu ver­wen­den haben. Die Mel­dun­gen lau­ten im All­ge­mei­nen ähn­lich wie “Ihre Sound­kar­te ist nicht EAX-kom­pa­ti­bel”. Als Lösung für die­ses Pro­blem bie­tet Crea­ti­ve Labs den Sound­wrap­per Alche­my an. Lei­der erkennt die Soft­ware schon mal gar keins mei­ner Spie­le von allein, ich muss die Instal­la­ti­ons­ver­zeich­nis­se per Hand in die Lis­te ein­tra­gen. Nach Zuwei­sen des Wrap­pers zum jewei­li­gen Spiel kann ich auch EAX in den Sound­ein­stel­lun­gen des Titels akti­vie­ren, habe als Dan­ke­schön dafür aber nach Been­den des Spiels einen Blue­s­creen, auf den ein Neu­start folgt und Vis­ta das Pro­blem auf den armen Gra­fik­kar­ten­trei­ber schiebt. Wenn ich aber die Crea­ti­ve­kar­te aus­baue oder Alche­my deak­ti­vie­re, bekom­me ich kei­ner­lei der­ar­ti­ge Pro­ble­me nach dem Been­den eines der Spie­le. Ich mai­le nun schon seit Tagen mit dem Sup­port von Crea­ti­ve Labs, viel­leicht fin­den wir ja noch eine Lösung…

Ins­ge­samt ist mein Zufrie­den­heits­le­vel in Sachen Vis­ta um eini­ge Mar­ken nach oben geklet­tert, es bedarf aber noch eini­ger Ver­bes­se­rung sei­tens Micro­soft. Die UAC springt imho etwas zu häu­fig ein (ich nut­ze auch Linux und Mac OS X, ken­ne das Ver­hal­ten also, aber bei die­sen Sys­te­men ist die Abfra­ge­rei nicht so pene­trant), die teil­wei­se wirk­lich lan­gen War­te­zei­ten beim Auf­ru­fen von aus dem Inter­net her­un­ter­ge­la­de­nen aus­führ­ba­ren Datei­en soll­ten deut­lich ver­kürzt wer­den und das aus uner­find­li­chen Grün­den star­ten­de Rödeln auf der Fest­plat­te soll­te eben­falls mini­miert wer­den.

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Hach ist das schön

End­lich wie­der XP auf dem Rech­ner… dass ich solch eine Aus­sa­ge irgend­wann mal von mir geben wür­de, hät­te ich zwar nicht gedacht, aber nun ist es so weit. Nach­dem ich nun wirk­lich Vis­ta-geschä­digt bin, freue ich mich, dass mein Sys­tem mit einem frisch auf­ge­setz­ten XP end­lich wie­der so läuft, wie ich es gewohnt bin.

Natür­lich kann gera­de ich als Infor­ma­tik­stu­dent mich nicht kom­plett von Vis­ta abwen­den, als Pro­duk­tiv­sys­tem kommt es mir aber vor­erst nicht auf den Rech­ner. Wenn mei­ne Kun­den dann mal begin­nen, Vis­ta auf ihren Rech­nern ein­zu­set­zen, steht hier bei mir sicher­lich schon ein Sys­tem, das in der Lage ist, Vis­ta ohne Pro­ble­me zu stem­men. Aber das wird vor­aus­sicht­lich noch eini­ge Zeit dau­ern, da die wenigs­tens der bei mei­nen Kun­den ste­hen­den Rech­nern in der Lage sind, Vis­ta halb­wegs adäquat zu betrei­ben. Die wenigs­ten Men­schen, die einen PC für Büro­ar­bei­ten nut­zen wol­len, sind näm­lich gewillt, sich einen 2.000 €-Boli­den hin­zu­stel­len…

Na ja, auf jeden Fall kann ich nun end­lich wie­der zocken. So lan­ge es noch Spie­le gibt, die auf mei­nem Rech­ner akzep­ta­bel lau­fen (also unge­fähr die nächs­ten drei bis vier Wochen ;-)), wird die XBox 360 also noch war­ten müs­sen. Aber ich den­ke, in den Semes­ter­fe­ri­en wird das Ding dann kom­men. Hof­fe ja nur, dass ich das Teil vor­über­ge­hend auch an mei­nem 23″ Apple-Dis­play betrei­ben kann. VGA-Kabel soll es ja geben, aber gibt es auch wel­che für DVI?