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Apple Watch — eine Rezension

Ich hader­te lan­ge mit mir, ob ich wirk­lich über 300 € für eine Smart Watch aus­ge­ben woll­te, die ohne iPho­ne qua­si zu nichts nut­ze ist und mir eigent­lich auch nichts bie­tet, was mein iPho­ne nicht schon lan­ge kann. Ich schau­te mir sogar eine Andro­id-basier­te Smart­watch, die Moto 360, an, gab sie aber letzt­end­lich zurück.

Als Apple nun im Sep­tem­ber die neue Genera­ti­on vor­stell­te, schlug ich doch zu. Und ich muss sagen, dass es eine gute Ent­schei­dung gewe­sen ist.

Weniger Aufmerksamkeitsbindung

Gefühlt schen­ke ich den Push-Noti­fi­ca­ti­ons auf mei­nem Gerät weni­ger Auf­merk­sam­keit. Ein kur­zer Blick aufs Hand­ge­lenk genügt und ich weiß, was los ist und ob es Zeit hat, bis ich reagie­re. Falls nicht, ant­wor­te ich ent­we­der kurz über die vor­ge­fer­tig­ten Ant­wor­ten der Uhr, dik­tie­re Siri eine Ant­wort oder hole eben doch das iPho­ne aus der Tasche. Letz­te­res ist aber wirk­lich deut­lich sel­te­ner der Fall gewor­den, als es bis dato gewe­sen ist.

Ich füh­le mich irgend­wie ent­schleu­nigt, seit ich die Uhr habe.

Atemübungen, Schrittzähler — Fitness ist wichtiger geworden

So blöd es klingt, aber die Benach­rich­ti­gun­gen der Uhr, dass man mal wie­der auf­ste­hen oder eine Atem­übung machen sol­le, sind tat­säch­lich hilf­reich. Wenn man zu tief in die Arbeit ver­sun­ken ist, merkt man häu­fig gar nicht, wie die Zeit ver­geht. Die Watch sagt mir, wenn es so weit ist. Und ich hal­te mich meis­tens auch dran, wenn ich nicht gera­de in einer Bespre­chung sit­ze.

Außer­dem bin ich tat­säch­lich moti­vier­ter, die täg­li­chen Fit­ness­zie­le, Bewe­gen, Trai­nie­ren und Ste­hen, zu errei­chen. Weil mich die Uhr über den Tag ver­teilt immer wie­der dar­an erin­nert, mache ich das auch tat­säch­lich. Und ärge­re mich, wenn ich eines der Zie­le dann trotz des Vor­ha­bens dann doch nicht errei­che. Meist läuft es am Fol­ge­tag dann bes­ser. Ich den­ke schon, dass ich mei­ne Gesamt­fit­ness über die Zeit dank der Uhr tat­säch­lich ver­bes­sern wer­de. Aber das wird die Zeit zei­gen.

Inter­es­sant ist viel­leicht dies­be­züg­lich noch, dass die Apple Watch unter allen Arm­band­ge­rä­ten in einer Stu­die am Bes­ten abschnitt, was die Genau­ig­keit der ermit­tel­ten Daten angeht.

Individualisierung der Watch

Im ers­ten Schritt kann man die Uhr natür­lich über das Zif­fer­blatt anpas­sen. Aktu­ell ver­wen­de ich eines, das ein ana­lo­ges Zif­fer­blatt mit Datums­an­zei­ge in der Mit­te anzeigt, oben links die Län­ge mei­ner Ein­kaufs­lis­te von Bring zeigt und oben rechts die aktu­el­le Tem­pe­ra­tur. Unten sehe ich einen Über­blick, wie weit ich mit mei­nen Fit­ness­zie­len bin. So habe ich die für mich aktu­ell wich­tigs­ten Infos im Über­blick. Soll­ten sich mei­ne Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben, kann ich das natür­lich jeder­zeit anpas­sen.

Dank­ba­rer­wei­se lässt sich auch die Aus­rich­tung der Uhr ver­än­dern. Mich nerv­te die Digi­tal Crown auf der rech­ten Sei­te, da ich die Uhr am lin­ken Arm tra­ge und ich durch eine nach oben geknick­te Hand immer wie­der die Crown betä­tig­te. Ich habe die Uhr jetzt umge­dreht und damit auch die­ses Pro­blem nicht mehr. Die Ein­stel­lung fin­det man in der Ein­stel­lun­gen-App.

Die zwei­te Art und Wei­se, die Uhr zu indi­vi­dua­li­sie­ren liegt natür­lich in den Arm­bän­dern. Ich habe die Apple Watch Sport und damit natür­lich das aus Sili­kon gefer­tig­te Sport­arm­band von Apple. Das ist auch nicht häss­lich oder so, aber trotz­dem habe ich mich nach wei­te­ren Bän­dern umge­schaut. Die von Apple ange­bo­te­nen Arm­bän­der sind mir ein­fach zu teu­er, muss ich geste­hen. Die fin­di­gen Chi­ne­sen haben ziem­lich ähn­lich, wenn nicht gleich aus­se­hen­de Klo­ne im Ange­bot, von denen ich mir eini­ge gekauft habe.

Nylonarmband

Für das Nylon­arm­band, für das Apple 59 € haben möch­te, habe ich bei mei­nem Lieb­lingschi­ne­sen Ali­Ex­press sagen­haf­te 12,40 € inklu­si­ve Ver­sand bezahlt. Ich bin mit der Ver­ar­bei­tung recht zufrie­den, wenn auch das Adap­ter­stück nicht 100%ig passt. Aber es steht nur so wenig über, dass ich dar­über hin­weg­se­hen kann. Allein schon ob des güns­ti­gen Prei­ses.

Klassisches Armband

Für das aus Leder gefer­tig­te Arm­band möch­te Apple 159 € haben. Bei Ali­Ex­press habe ich 8,13 € berap­pen müs­sen.

Modernes Armband

Das moder­ne Arm­band kos­tet bei Apple 259 €. Ich habe meins für 16,02 € gekauft.

Milanaise Armband

159 € bei Apple, 7,92 € in Chi­na. Das Arm­band habe ich aber tat­säch­lich nach einem Tag in die Schub­la­de gepackt. Der Magnet­ver­schluss beweg­te sich unter mei­nem Sak­ko zu sehr, sodass es zu locker wur­de und die Uhr selbst stän­dig nach unten rutsch­te und sich damit auf der Unter­sei­te mei­nes Hand­ge­lenks befand. Ob das beim Ori­gi­nal von Apple auch so ist, ver­mag ich nicht zu sagen.

Fazit

Nach rund sechs Wochen der Nut­zung möch­te ich nicht mehr auf das klei­ne Gerät ver­zich­ten. Ein Weg­fall des iPho­ne wür­de mir mehr weh tun, aber lieb­ge­won­nen habe ich die Uhr. Wer sowie­so iOS im Ein­satz hat und einen Fit­ness­tra­cker und All­tags­or­ga­ni­zer sucht, ist aus mei­ner Sicht mit der Apple Watch gut bera­ten. Ob es die Series 2 mit GPS und was­ser­dich­tem Gehäu­se sein muss, muss man noch ent­schei­den. Ich habe mich mit der Series 1 begnügt. Die 349 € für die Uhr samt Sport­arm­band waren aus mei­ner Sicht gut ange­legt.

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Apple Technik

Der Mythos um das bessere Preis-/Leistungsverhältnis

Man hört und liest es in den jewei­li­gen Dis­kus­sio­nen immer wie­der. Apple sei über­teu­ert, schon bei Erschei­nen ver­al­tet, restrik­tiv und sowie­so nur was für Life­style-Hip­pies.

Rich­tig ist, dass Apple-Gerä­te teu­er sind (ja, lie­be Apple-Jün­ger, auch ich emp­fin­de, obwohl ich so ein Gerät mein Eigen nen­ne, 699 € für ein Smart­pho­ne mit 16 GB Mas­sen­spei­cher als teu­er). Rich­tig ist auch, dass sie bei Erschei­nen nicht in jeder Hin­sicht dem letz­ten Schrei der Tech­nik ent­spre­chen. Rich­tig ist, dass Apple die Ent­wick­ler nicht sehr tief in das Betriebs­sys­tem vor­drin­gen lässt. Und ja, auch rich­tig ist, dass vie­le so ein iPho­ne als Sta­tus­sym­bol durch die Gegend tra­gen.

Ger­ne lau­tet der Tenor, dass man für die Hälf­te, also sagen wir 350 €, ein gleich­wer­ti­ges Andro­id-Smart­pho­ne bekom­men kann. Denn die 350 € sind ja nur Apfel-Bonus, bezahlt man nur für die Mar­ke. Mit Stand heu­te (14.06.2015) könn­te man für rund 350 € bspw. ein Sony Xpe­ria Z3 Com­pact, ein Sam­sung Gala­xy S5 oder ein LG G3 bekom­men. Alle­samt sicher­lich tech­nisch kei­ne schlech­ten Gerä­te. Die Daten­blät­ter lesen sich auf jeden Fall gut bis sehr gut.

Beim iPho­ne 6 weiß ich, dass ich min­des­tens drei Jah­re lang (bald ver­mut­lich sogar noch län­ger) Updates bekom­men wer­den. Die drei genann­ten Her­stel­ler von Andro­id-Gerä­ten haben sich in der Ver­gan­gen­heit nicht gera­de als Garant für das Erschei­nen von Updates einen Namen gemacht. Da weiß ich es also nicht.

In den meis­ten Bench­marks schnei­det das Apple-Tele­fon deut­lich bes­ser ab. Die Kame­ra macht, trotz deut­lich gerin­ge­rer Auf­lö­sung, bes­se­re, aus­ge­gli­che­ne­re Bil­der. Ja, die Andro­id-Boli­den haben teil­wei­se eine höhe­re Bild­schirm­auf­lö­sung, die Kame­ra löst mit­un­ter auch höher auf und in man­chen Aspek­ten ledern sie das iPho­ne auch in Sachen CPU- und/oder GPU-Per­for­mance ab. Aber eben nicht durch die Bank weg. Wel­ches Gesamt­bild der per­sön­li­chen Prä­fe­renz eher ent­spricht, nun, das muss jeder für sich selbst ent­schei­den.

Die Restrik­ti­vi­tät App­les hat in der Ver­gan­gen­heit schon häu­fig dazu geführt, dass Mal­wa­re, die sich auf Andro­id-Gerä­ten mun­ter ver­brei­tet hat, auf iOS-Gerä­ten kei­ne Chan­ce hat­te. Und selbst bekann­te Jail­b­rea­ker sagen, dass sie heut­zu­ta­ge kaum noch einen Grund für einen Jail­b­reak sehen. Das Argu­ment stammt also aus der Ver­gan­gen­heit, da Apple vie­le, wenn nicht alle, der Schwach­punk­te mitt­ler­wei­le beho­ben hat.

Apple setzt nicht immer auf den letz­ten Schrei in Sachen Kame­ra, Dis­play­auf­lö­sung, Anzahl der CPU-Ker­ne, usw. Das müs­sen sie aber auch gar nicht. Eine Smart­pho­ne-Kame­ra mit 20 Mega­pi­xel ist nach heu­ti­gem Stand der Tech­nik nicht nur unnütz, son­dern sogar kon­tra­pro­duk­tiv. Das kann sich in den kom­men­den Jah­ren noch ändern, aktu­ell sorgt eine zu hohe Pixel­dich­te auf den Sen­so­ren aber für sehr hohes Bild­rau­schen, dem die meis­ten Her­stel­ler mit einem über­trie­be­nen Weich­zeich­ner ent­ge­gen­wir­ken. Dann lie­ber 8 Mega­pi­xel mit gerin­gem Rau­schen. Also ja, „ver­al­tet“ mögen sie sein, dafür aber aus­ge­reift und nicht nur des Begriffs hal­ber (ver­kauft sich ja bes­ser) mit neu­en Super­la­ti­ven aus­ge­stat­tet. Das liegt sicher­lich auch dar­an, dass Apple i.d.R. das tech­nisch ver­sier­te­re Publi­kum gar nicht direkt adres­siert. Die­se stän­di­ge Jagd nach neu­en Super­la­ti­ven sorgt aber mit­un­ter auch dafür, dass das Goog­le-Betriebs­sys­tem selbst auf Gerä­ten mit vier oder gar acht Ker­nen nicht voll­stän­dig flüs­sig läuft. Viel­falt ist nicht immer ein Segen.

Als letz­ten Punkt möch­te ich noch mal auf die Ver­wend­bar­keit der Soft­ware zurück kom­men. Apple-Gerä­te las­sen sich sowohl im geschäft­li­chen als auch pri­va­ten Umfeld sofort ein­set­zen, ohne viel Zusatz­soft­ware instal­lie­ren zu müs­sen. Ob ich nun iCloud, Gmail, Office 365 oder einen IBM-Domi­no-Ser­ver für mei­ne Mails, Kalen­der und Kon­tak­te ver­wen­de, spielt kei­ne Rol­le. Selbst für den Goog­le-eige­nen Dienst Gmail benö­tigt man eine (vor­in­stal­lier­te) App, wenn man Andro­id-Benut­zer ist. Und für jeden ande­ren der erwähn­ten Diens­te eigent­lich auch. Ver­wen­det man nun also einen Gmail-Account, ist Office-365-Kun­de und hat noch von der Fir­ma einen Domi­no-Ser­ver vor­ge­setzt bekom­men, ver­wen­det man also drei ver­schie­de­ne Apps für Mails & Co. Ich selbst emp­fin­de das als anstren­gend. Aber auch hier gibt es sicher­lich Men­schen, die das als posi­tiv anse­hen.

Auch, wenn Goog­le sei­ne Update-Stra­te­gie gera­de ver­än­dert, so ist es doch immer ein Glücks­spiel, ob das eige­ne Gerä­te, selbst weni­ge Mona­te nach Erschei­nen, ein Update auf die nächs­te Andro­id-Ver­si­on bekommt. Und selbst, wenn es ange­kün­digt ist, kann es mit­un­ter meh­re­re Mona­te dau­ern, bis das Update dann gelie­fert wird. Glaubt man den Gerüch­ten, soll selbst ein iPho­ne 4s aus dem Jah­re 2011 noch auf das in die­sem Jahr erschei­nen­de iOS 9 aktua­li­sier­bar sein. Ich wage zu bezwei­feln, dass es ein ein­zi­ges Andro­id-Gerät aus 2011 gibt, das auch nur mit einer ansatz­wei­se aktu­el­len Andro­id-Ver­si­on aus­ge­stat­tet wer­den kann. Kor­rek­tu­ren bit­te in den Kom­men­ta­ren.

Kom­plet­te Gerä­te­back­ups auf einem Com­pu­ter oder in der Cloud abzu­le­gen, ist mit Stock-Andro­id nicht mög­lich. Man­che Her­stel­ler haben die­ses Fea­ture nach­ge­rüs­tet, aber eben längst nicht alle. Außer­dem ist nicht sicher­ge­stellt, dass ich ein sol­ches Andro­id-Back­up von bspw. einem Sam­sung-Tele­fon auf ein LG-Tele­fon wie­der­her­ge­stellt bekom­me. Ein Gerä­te­ver­lust bedeu­tet somit auch immer einen kom­plet­ten oder fast kom­plet­ten Daten­ver­lust. Selbst Micro­soft macht das mitt­ler­wei­le bes­ser.

Ja, Apple ist teu­er und nicht immer voll­stän­dig auf dem aktu­el­len Stand der Tech­nik, aber den­noch blei­be ich beim Her­stel­ler aus Cup­er­ti­no, aus den oben genann­ten Grün­den. Soll­te ich jemals wech­seln müs­sen, wür­de es nach dem der­zei­ti­gen Ent­wick­lungs­stand aber eher ein Micro­soft-Tele­fon wer­den, bevor ich mich mit den gan­zen Macken der Goog­le-Soft­ware rumär­gern müs­sen. Die Hard­ware, so hip und modern sie sein mag, ist nun mal nicht alles …

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Apple Git GitHub

Git und der Mac

Ich arbei­te nun schon gerau­me Zeit, unge­fähr ein hal­bes Jahr, mit Git. Wis­sen viel­leicht eini­ge schon, da ich, eben­falls vor einer Wei­le, eine Instal­la­ti­ons­an­lei­tung für den eige­nen Git-Ser­ver publi­ziert habe.

Nun möch­te ich aber ein paar Wor­te der Cli­ent-Sei­te wid­men, in mei­nem Fal­le also der Ver­wen­dung von Git unter Mac OS X. Wirk­li­che Pro­ble­me gibt es dabei nicht, nur eini­ge “nice-to-knows”, die ich an die­ser Stel­le kurz zusam­men­fas­sen möch­te. Soll­te einem mei­ner Leser noch etwas feh­len, so möge er es über die Kom­men­ta­re hin­zu­fü­gen ;-). Dan­ke schon mal.

1. Instal­la­ti­on

Den Instal­ler habe ich bei Goog­le code gefun­den: http://code.google.com/p/git-osx-installer/. Damit ist die Instal­la­ti­on ein Klacks. Auf mei­nem Sys­tem mit Mac OS 10.6 Snow Leo­pard muss­te ich aber noch einen klei­nen Hack anwen­den, damit auch tat­säch­lich die aktu­el­le Ver­si­on aus die­sem Instal­ler ver­wen­det wird. Das liegt dar­an, dass Mac OS, wie jedes ande­re UNIX auch, die PATH-Varia­ble line­ar durch­sucht und den ers­ten Tref­fer ver­wen­det. Auf mei­nem Sys­tem war es nun lei­der so, dass ich eine alte Ver­si­on von Git unter /usr/local/bin lie­gen hat­te, die neue Ver­si­on aber unter /usr/local/git/bin liegt. Ver­wen­det hat Mac OS immer die alte Ver­si­on, da die PATH-Varia­ble den Pfad zur neue­ren Git-Ver­si­on als ers­tes auf­lis­te­te.

Um das Pro­blem zu behe­ben, habe ich die Datei

/etc/profiles

edi­tiert (sudo nano /etc/profiles), die die glo­ba­le PATH-Varia­ble beinhal­tet. Bei mir sieht die ent­spre­chen­de Zei­le wie folgt aus:

export PATH=/usr/bin:/bin:/usr/sbin:/sbin:/usr/local/git/bin:/usr/local/bin:/usr/texbin:/usr/X11/bin

Somit sucht Mac OS nun zuerst nach der aktu­el­len Ver­si­on. Ande­re Mac-OS-Instal­ler von Git mögen die Bina­rys von Git woan­ders able­gen, der kor­re­spon­die­ren­de Pfad müss­te dann ent­spre­chend ange­passt wer­den.

2. Kon­fi­gu­ra­ti­on

Eine wei­ter­ge­hen­de Kon­fi­gu­ra­ti­on von Git ist eigent­lich nicht erfor­der­lich, als sinn­voll haben sich aber eini­ge Varia­blen her­aus­ge­stellt. Fol­gen­de Kom­man­dos habe ich für mei­ne Git-Kon­fi­gu­ra­ti­on ver­wen­det:

2.1 Benut­zer­kon­fi­gu­ra­ti­on

git con­fig –glo­bal user.name “Vor­na­me Nach­na­me“
git con­fig –glo­bal user.email “[email protected]

Die­se Kom­man­dos set­zen die ent­spre­chen­den Git-Ein­stel­lun­gen glo­bal für den Sys­tem­be­nut­zer. Die­se sind somit für alle Repo­sito­rys eures Sys­tem­be­nut­zers gül­tig. Abge­legt wer­den die Ein­stel­lun­gen in der Datei ~/.gitconfig. Um die Ein­stel­lun­gen spe­zi­fisch für ein Repo­sito­ry zu über­schrei­ben, könnt ihr fol­gen­de Befeh­le ver­wen­den:

git con­fig user.name “Vor­na­me Nach­na­me“
git con­fig user.email “[email protected]

Die­se Ein­stel­lun­gen wer­den in der Datei .git/config in eurem Repo­sito­ry-Ver­zeich­nis abge­legt und sind somit auch nur für das jewei­li­ge Repo­sito­ry gül­tig.

Es ist durch­aus sinn­voll, die­se Varia­blen zu set­zen, da nur so gewähr­leis­tet ist, dass eure Com­mits ein­deu­tig euch zuge­ord­net wer­den kön­nen. Die­se Ein­stel­lun­gen kön­nen im Übri­gen unab­hän­gig von even­tu­el­len Benut­zern auf eurem Git-Ser­ver gesetzt wer­den.

2.2 Kon­fi­gu­ra­ti­on der Aus­ga­be

Um die Aus­ga­ben von Git far­big zu gestal­ten, müsst ihr fol­gen­des ein­tip­pen:

git con­fig –glo­bal color.ui “auto”

Auch hier gilt wie­der, dass der Schal­ter –glo­bal die Ein­stel­lun­gen glo­bal setzt.

2.3 Wei­te­re Ein­stel­lun­gen

Um Git für die Ver­wen­dung von Mul­ti-Core-CPUs zu kon­fi­gu­rie­ren, fol­gen­den Befehl ein­ge­ben:

git con­fig –glo­bal pack.threads “0”

Um App­les open­diff für die Anzei­ge von diffs zu ver­wen­den:

git con­fig –glo­bal merge.tool open­diff
git con­fig –glo­bal merge.summary true

.DS_S­tore-Datei­en vom Repo­sito­ry aus­schlies­sen:

git con­fig –glo­bal core.excludesfile ~/.gitignore
echo “.DS_Store” »~/.gitignore

Text­ma­te als Stan­dard-Edi­tor set­zen:

git con­fig –glo­bal core.editor “mate ‑w”

2.4 Git­hub-spe­zi­fi­sche Ein­stel­lun­gen

Damit die genia­le Soci­al-Coding-Platt­form Git­Hub (https://github.com) euren Benut­zer kor­rekt erkennt, müs­sen zwei wei­te­re Ein­stel­lun­gen gesetzt wer­den:

git con­fig –glo­bal github.user
git con­fig –glo­bal github.token

Eure ent­spre­chen­den Daten fin­det ihr unter https://github.com/account.

2.5 Text­ma­te-Bund­le

Für die Text­ma­te-User unter euch gibt es im Übri­gen ein Git-Bund­le, wel­ches wie folgt instal­liert wer­den kann:

mkdir ‑p ~/Library/Application\ Support/TextMate/Bundles
cd !$
git clo­ne git://github.com/jcf/git-tmbundle Git.tmbundle
osa­script ‑e ‘tell app “Text­Ma­te” to rel­oad bund­les’

In Text­ma­te müsst ihr nun noch die Shell-Varia­ble TM_GIT erstel­len. Die­se muss (in mei­nem Fal­le) auf /usr/local/git/bin zei­gen.

Wie gesagt, soll­te irgend­wo noch etwas wich­ti­ges feh­len, lasst es mich bit­te über die Kom­men­ta­re wis­sen.

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Apple Mac

Fünf Tage mit Snow Leopard

Gleich am Frei­tag, 28.08., lief ich los und besorg­te mir bei Gra­vis für mei­nen iMac und mein Mac­Book jeweils eine Lizenz von Snow Leo­pard zum Stück­preis von rund 29 €. Nach die­sen fünf Tagen ein klei­nes Resü­mee mei­ner bis­he­ri­gen Erfah­run­gen:

Da die Instal­la­ti­on von Leo­pard auf mei­nem iMac jetzt seit rund 1,75 Jah­ren lief und ich auch vor­her nie eine wirk­li­che Neu­in­stal­la­ti­on durch­ge­führt habe, wur­de es schon Zeit. Ins­be­son­de­re der Start des Sys­tems dau­er­te mitt­ler­wei­le eine gan­ze Ecke, da ich auch viel unge­nutz­tes beim Start mit­ge­la­den habe. Tei­le der Instal­la­ti­on waren mitt­ler­wei­le rund vier Jah­re alt, also noch aus der Zeit mei­nes ers­ten Macs, auf dem Pan­ther (10.3) vor­in­stal­liert war. “Schnell” ein Back­up via Time Machi­ne gemacht, vor­her noch ein wenig aus­ge­mis­tet, der 28.08. konn­te kom­men.

Die Instal­la­ti­ons­par­ty ver­lief recht schmerz­frei. Ich habe par­al­lel sowohl den iMac als auch das Mac­Book mit dem neu­en Sys­tem bespielt. Die Apps, die ich regel­mä­ßig nut­ze, habe ich mir vor­her in einer sepa­ra­ten Datei notiert, damit ich nach der Instal­la­ti­on gar nicht erst groß­ar­tig grü­beln muss. Die Instal­la­ti­on selbst ver­lief wie zu erwar­ten war voll­stän­dig stress­frei. Das Sys­tem war nach rund 25 Minu­ten auf bei­den Gerä­ten auf­ge­spielt, nach wei­te­ren drei Minu­ten erfolg­te der ers­te Log­in. Kei­ne Pro­ble­me bis­her.

Nach der erfolg­rei­chen Instal­la­ti­on rich­te­te ich zuerst mei­nen Mobi­le­Me-Account ein, was schon mal dafür sorg­te, dass mei­ne Lese­zei­chen, Mail­ac­counts, Schlüs­sel­bun­de, etc. wie­der auf bei­den Maschi­nen vor­han­den waren. Wer noch kei­nen sol­chen Account hat, hier mei­ne ganz kla­re Emp­feh­lung. Wenn mal ein neu­er Mac kommt und man den kom­plett frisch machen möch­te, nimmt einem die­ser “Luxus” einen Groß­teil der Fit­zel­ar­beit. Alter­na­tiv kann man natür­lich auch ein­fach das Time-Machi­ne-Back­up wie­der ein­spie­len, was ich vor rund einem hal­ben Jahr mal getes­tet habe. Das lief ein­wand­frei, sämt­li­che Ein­stel­lun­gen, Trei­ber, etc. waren nach dem Abschluss der Instal­la­ti­on wie­der vor­han­den. Time Machi­ne rockt :-D.

Danach begann ich damit, mei­ne Apps zu “instal­lie­ren”, ich habe also ein­fach die aktu­el­len Ver­sio­nen sämt­li­cher Anwen­dun­gen run­ter­ge­la­den und ins Pro­gram­me-Ver­zeich­nis gezo­gen. Bei eini­gen Anwen­dun­gen muss­te ich noch das ent­spre­chen­de Unter­ver­zeich­nis aus ~/Library/Application Sup­port aus mei­nem Back­up holen. Läuft. Schnell noch die Seri­en­num­mern ein­ge­ge­ben, wo not­wen­dig, alles lief wie­der und die alten Daten waren wie­der vor­han­den.

Aus­nah­me bil­de­ten hier 1Password, Growl (nur auf dem iMac), Peri­an und Came­ras. 1Password lässt sich lei­der nur dann nativ unter Snow Leo­pard betrei­ben, wenn man das kos­ten­pflich­ti­ge Upgrade auf Ver­si­on 3 vor­nimmt, die bis­her erst in einer Beta vor­liegt. Na gut, da ich 1Password sei­ner­zeit im MacHe­ist-Bund­le erwor­ben habe, war ich bereit, die rund 20 $ (also ca. 14 €) zu inves­tie­ren. Die neue Ver­si­on läuft stress­frei und impor­tier­te brav alle Daten aus der Ver­si­on 2. Von Growl muss­te ich eine Beta­ver­si­on instal­lie­ren, da die aktu­el­le Final beim Auf­ruf des Pre­fe­rence Panes jedes Mal abstürz­te. Die Beta behob die­ses Pro­blem. Came­ras hin­ge­gen funk­tio­niert gar nicht, was scha­de, aber nicht lebens­wich­tig ist. Angeb­lich, laut Quel­len im welt­wei­ten Netz, soll Snow Leo­pard eine ent­spre­chen­de Funk­tio­na­li­tät bereits mit­brin­gen. Came­ras ist ein net­tes klei­nes Plugin, was Prä­fe­ren­zen für die jewei­li­ge Kame­ra fest­legt, da ich nicht jedes Mal, wenn ich mein iPho­ne anschlies­se auch iPho­to öff­nen möch­te. Beim Anschluss mei­ner DSLR hin­ge­gen ist das schon wahr­schein­li­cher. Peri­an lässt sich der­zeit auch noch nicht zum Lau­fen bewe­gen, aber ich hof­fe auf eine kur­ze Reak­ti­ons­zeit der Ent­wick­ler. Scha­de eigent­lich, die Ent­wick­ler-Ver­sio­nen von Snow Leo­pard gibt es ja schon eine gan­ze Wei­le.

Mein Dru­cker, ein netz­werk­fä­hi­ges Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rät von HP, HP Laser­Jet M1522N, konn­te ohne Trei­ber­down­load sofort instal­liert wer­den und wur­de auch kor­rekt vom Sys­tem iden­ti­fi­ziert. Also drei Maus­klicks, fer­tig. Der Scan­ner funk­tio­niert lei­der nicht, also muss ich wohl den Trei­ber von HP doch wie­der instal­lie­ren. Scha­de.

Alle ande­ren Anwen­dun­gen funk­tio­nier­ten sofort und ein­wand­frei, obwohl für eini­ge der von mir ver­wen­de­ten Anwen­dun­gen noch Updates nach der Instal­la­ti­on her­aus­ka­men, die Pro­ble­me mit Snow Leo­pard behe­ben soll­ten, von denen ich aber auch nichts mit­be­kom­men habe. Cover­Su­tra und Text­Ma­te sind Bei­spie­le dafür. Die Anwen­dun­gen lie­fen, trotz­dem kamen vom Her­stel­ler Updates, in deren Chan­ge­log zu lesen war, dass sie Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me mit Snow Leo­pard behe­ben sol­len.

Pro Maschi­ne habe ich in etwa zwei Stun­den für die voll­stän­di­ge Wie­der­her­stel­lung inklu­si­ve Instal­la­ti­on gebraucht. Ein ziem­lich guter Wert, bedenkt man die Anzahl der Anwen­dun­gen, die ich bei mir instal­liert habe. Mobi­le­Me und Time Machi­ne waren dabei aber wirk­lich sehr hilf­reich, obwohl ich die auto­ma­ti­sche Wie­der­her­stel­lung, die Time Machi­ne anbie­tet, nicht genutzt habe.

Wit­zi­ges Detail übri­gens am Ran­de: PHP ist in Snow Leo­pard in der brand­ak­tu­el­len Ver­si­on 5.3.0 vor­in­stal­liert, Rails war nach einem “sudo gem update –sys­tem && sudo gem update” sofort eben­falls auf dem brand­ak­tu­el­len Stand. Für Web­de­ve­lo­per also ein wirk­lich sehr gut geeig­ne­tes Sys­tem.

Der ange­kün­dig­te Geschwin­dig­keits­schub ist gerin­ger aus­ge­fal­len, als ich es mir erhofft hat­te, aber trotz­dem mehr als nur spür­bar. Der eigent­li­che Neu­start geht eine gan­ze Ecke flot­ter von­stat­ten, wobei die Zeit mit einem frisch instal­lier­ten Leo­pard mei­nem Erin­ne­rungs­ver­mö­gen nach mit­hal­ten kann. Gegen Ubun­tu 9.04 wei­ter­hin kei­ne Chan­ce, Win­dows 7 min­des­tens eben­bür­tig. Bei­na­he sämt­li­che Anwen­dun­gen star­ten nun merk­lich schnel­ler und mei­ne vir­tu­el­len Maschi­nen mit VMware Fusi­on 2 brem­sen das Sys­tem nun nicht mehr so aus, wie das vor­her der Fall gewe­sen ist.

Sowohl der zeit­li­che als auch der finan­zi­el­le Auf­wand für das Update haben sich mehr als gelohnt. Ich bin ins­ge­samt sehr zufrie­den mit Snow Leo­pard und suche immer noch nach den neu­en Klein-Fea­tures, die Apple mit die­sem Update ein­ge­führt hat. Quick­Time X bei­spiels­wei­se ist nun wirk­lich toll, vor­her war Quick­Time immer etwas… stran­ge. Hab das Pro­gramm weder lie­ben noch has­sen gelernt, aber wirk­lich begeis­tert war ich davon nie. Die neue Mono­s­pace-Schrift Men­lo macht im Ter­mi­nal einen wirk­lich guten Ein­druck und lässt sich bes­ser lesen als das alte Cou­rier.

Wer noch nicht zuge­schla­gen hat, erhält hier­mit mei­ne ganz kla­re Emp­feh­lung. Die als Upgrade ver­kauf­te DVD ist übri­gens eine voll­wer­ti­ge Instal­la­ti­ons-DVD, die auch ohne vor­in­stal­lier­tes Leo­pard funk­tio­niert. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen ist die feh­len­de Kom­pa­ti­bi­li­tät für Pre-Intel-Macs. Die­ser Schritt ist aber sicher­lich auch zu einem guten Teil für den Geschwin­dig­keits­schub ver­ant­wort­lich.

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Apple Windows

Kaufverhalten der Apple-Nutzer

Ich fin­de, dass man an Apps wie Dai­sy­Disk merkt, dass das Kauf­ver­hal­ten und die Kauf­be­reit­schaft der Apple-Nut­zer­schaft sich mas­siv von der der Win­dows-Nut­zer abhebt. Das Tool kos­tet umge­rech­net unge­fähr 15,- € und tut eigent­lich nichts ande­res, als den Inhalt der Fest­plat­te zu ana­ly­sie­ren und die Bele­gung visu­ell dar­zu­stel­len. Als Win­dows-Anwen­dung wäre die­se App sicher­lich ein Laden­hü­ter. Linux, Ubun­tu bspw., bringt solch eine Anwen­dung gleich mit.

Aber das Pro­gramm sieht zum nie­der­kni­en aus und wird sicher­lich sei­ne Käu­fer fin­den. Sol­che Bei­spie­le zei­gen ein­fach nur, dass die Share­ware-Sze­ne in der Apple-Welt einen gigan­ti­schen Stel­len­wert besitzt und sich auch sol­che sehr sel­ten nutz­ba­ren Apps bestimmt gut ver­kau­fen, wenn sie ver­nünf­tig auf­ge­macht sind und die Web­site es ver­steht, das Pro­dukt gut zu ver­kau­fen. Das hat natür­lich den unschlag­ba­ren Vor­teil, dass auch die Soft­ware von sehr klei­nen Teams durch­aus Umsät­ze gene­rie­ren kann, weil die Mac-Nut­zer dar­an gewöhnt sind, Share­ware zu erwer­ben und ein­zu­set­zen. Kein Win­dows-Nut­zer, den ich ken­ne, kauft häu­fi­ger Share­ware.

Das Pro­gramm setzt Mac OS 10.5 vor­aus und steht zum Down­load unter http://www.daisydiskapp.com/ in einer 15-Tages-Ver­si­on kos­ten­frei zur Ver­fü­gung.

Auf den Hund gekom­men durch: http://www.aptgetupdate.de/2009/07/19/daisy-disk-test-verlosung/

See and down­load the full gal­le­ry on pos­te­rous

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Apple Open Source Technologie

GeoTagging mit dem iPhone [Update]

Da ich trotz meh­re­rer Goog­le-Anfra­gen kei­ne brauch­ba­ren Ergeb­nis­se bekom­men habe, möch­te ich hier die Ergeb­nis­se mei­ner Recher­chen kund­tun:

Seit der aktu­el­len Ver­si­on kann iPho­to auch GPS-Tags aus Bil­dern aus­le­sen. iPho­ne-Besit­zer ken­nen das schon, die Auf­nah­me­or­te wer­den inner­halb der Appli­ka­ti­on wun­der­schön auf einer Kar­te ange­zeigt. Eine tol­le Sache, da man immer genau weiß, wo man sei­ne Bil­der auf­ge­nom­men hat. Aber das iPho­ne eig­net sich nun mal natur­ge­mäß nur sehr bedingt zum Foto­gra­fie­ren. Wer nun gern sei­ne Fotos einer regu­lä­ren Kame­ra mit Geo­Tags, also GPS-Koor­di­na­ten des Auf­nah­me­orts, ver­se­hen woll­te, kennt das Pro­blem viel­leicht: man muss sich einen GPS-Emp­fän­ger kau­fen (ab ca. 60,- EUR auf­wärts), des­sen Daten dann nach erfolg­ter Foto­ses­si­on zumeist im GPX-For­mat auf den Rech­ner kopie­ren, die Daten mit den Fotos ver­knüp­fen und sich dann end­lich zurück­leh­nen. Ich spiel­te schon mit dem Gedan­ken, mir einen sol­chen GPS-Emp­fän­ger zu kau­fen, bis mir dann irgend­wann ein­fiel, dass ich ja ein GPS-fähi­ges Gerät stän­dig am Kör­per tra­ge. Ja, mein heiß­ge­lieb­tes iPho­ne. Dass das Ding eine eier­le­gen­de Woll­milch­sau ist, wuss­te ich ja schon lan­ge, aber die­ser Fak­tor hat sich mit dem heu­ti­gen Tage ver­stärkt.

Also habe ich mich auf die Suche nach ver­füg­ba­ren Geo­tra­cking-Lösun­gen für das iPho­ne gemacht und bin auch auf einen gan­zen Hau­fen eben­die­ser gestos­sen. Die meis­ten unter­stüt­zen auch den Export ins GPX- oder KML-For­mat, sodass man die Daten dann nach­träg­lich mit den Fotos ver­bin­den kann. Kei­ne schlech­te Sache, nur etwas umständ­lich. Als kos­ten­lo­se Lösung sei hier GPS Tra­cker zu erwäh­nen, das an einen Web­ser­vice geknüpft ist. Auch einen inter­es­san­ten Ein­druck, obwohl ich es nicht ken­ne, macht Trails — GPS Log­buch, für 3,99 € sicher­lich auch einen Blick wert. Um die mit die­sen Anwen­dun­gen gewon­ne­nen Daten mit den Fotos zu ver­knüp­fen, bedarf es einer wei­te­ren Anwen­dung. Für den Mac habe ich die kos­ten­freie Anwen­dung myT­racks ent­deckt. Das Inter­face ist hübsch und über­sicht­lich und stammt außer­dem, wie der Rest der Anwen­dung auch, aus Deutsch­land. Win­dows-Benut­zer muss ich lei­der bit­ten, sich selbst auf die Suche zu machen 😉 Aber auch für Win­dows und selbst­ver­ständ­lich auch Linux soll­te es meh­re­re Lösun­gen geben.

Wer nur Geo­Tags in sei­ner Flickr-Bil­der­samm­lung braucht, dem sei Pho­to­Lo­catr wärms­tens emp­foh­len. Es tut näm­lich genau das und nur das, es taggt eure vor­han­de­nen Flickr-Bil­der. Erfor­der­lich für die Ver­wen­dung die­ses Pro­gramms ist also ein Flickr-Account und natür­lich eini­ge Bil­der, die sich in die­sem Account tum­meln, sonst ist es ziem­lich witz­los.

Der abso­lu­te Gewin­ner mei­ner Recher­chen ist aber unbe­dingt Geo­Log­Tag. Ins­be­son­de­re für Mac-Anwen­der ist es ein­fach die kom­for­ta­bels­te Lösung über­haupt. Es gin­ge zwar noch eine Stu­fe kom­for­ta­bler, aber dazu spä­ter mehr. Die Anwen­dung kos­tet schlap­pe 3,99 € und ersetzt nicht nur ein sepa­ra­tes Gerät, son­dern auch eine sepa­ra­te Soft­ware auf dem Mac. Für die Anwen­dung gilt das glei­che wie für alle ande­ren Geot­ag­ger: das Ding muss lau­fen, wäh­rend man sei­ne Fotos macht, logisch. Sobald die App mit der Auf­zeich­nung der Weg­punk­te begon­nen hat, kann man drauf los­knip­sen. Wenn man mit dem Foto­gra­fie­ren fer­tig ist, stoppt man die Auf­zeich­nung und kann die App wie­der schlie­ßen. Zuhau­se ange­kom­men, schliesst man wie gewohnt sei­ne Kame­ra an den Mac an, impor­tiert die Bil­der aber vor­erst nicht in iPho­to, son­dern mit dem Dienst­pro­gramm “Digi­ta­le Bil­der”. Als Ziel­ord­ner soll­te ein Ver­zeich­nis unter­halb des eige­nen “Öffentlich”-Ordners ange­ge­ben wer­den. Die­ser besag­te Ord­ner muss nun auch noch für Gäs­te zum Lesen und Schrei­ben frei­ge­ge­ben wer­den. Ist all dies erle­digt, star­tet man auf sei­nem iPho­ne die App und wählt die Opti­on “Geo­Tag”. Hier wird nun der soeben ange­leg­te und frei­ge­ge­be­ne Ord­ner aus­ge­wählt, die vor­han­de­nen Bil­der wer­den ange­zeigt und mit Geo-Infor­ma­tio­nen bestückt. Nach­dem die iPho­ne-App damit fer­tig ist, kann man die Bil­der ein­fach in iPho­to zie­hen und… das war’s. Die Bil­der sind mit Geo-Infor­ma­tio­nen getaggt wor­den und kön­nen nun in iPho­to unter “Orte” ange­zeigt wer­den. Mac-User sind hier also fein raus, weil sie mit iPho­to ’09 eine Anwen­dung haben, die Geo-Infor­ma­tio­nen aus­le­sen und ver­wer­ten kann und mit Geo­Log­Tag voll­au­to­ma­tisch Bil­der geot­ag­gen kön­nen. Per­fekt wäre nun nur noch, dass die App direkt auf die Bil­der­bi­blio­thek von iPho­to zugrei­fen kann, was aber aus diver­sen Grün­den wohl nie­mals gehen wird. Win­dows- und Linux-Nut­zer kön­nen zwar eben­falls mit­tels die­ser App ihre Fotos geot­ag­gen, aber nur über den Umweg des Exports der GPS-Daten und der anschlies­sen­den Kom­bi­na­ti­on bei­der Daten.

Ach ja, nicht ganz unwich­tig, ganz im Gegen­teil, ist die Tat­sa­che, dass Geo­Log­Tag kei­ne Online-Ver­bin­dung benö­tigt und somit auch im Aus­land kos­ten­frei nutz­bar ist 🙂 Die meis­ten ande­ren Lösun­gen, die ich ken­ne, gehen näm­lich online, um eine Kar­te oder ähn­li­ches anzu­zei­gen, was aber viel­leicht nicht unbe­dingt immer gewünscht ist. Im Fal­le eines Aus­lands­auf­ent­halts ist es sogar ganz und gar nicht gewünscht, weil das ganz schön ins Geld gehen kann.

Soll­ten euch wei­te­re emp­feh­lens­wer­te Apps bekannt sein, wäre ich für Kom­men­ta­re dank­bar. Auch Soft­ware­lö­sun­gen für die Kom­bi­na­ti­on und Ver­wen­dung der Geo-Daten für Win­dows und Linux wären sicher­lich inter­es­sant. Soll­te euch also ent­spre­chen­des bekannt sein, wäre ich für einen kur­zen Link in den Kom­men­ta­ren sehr dank­bar.

[Update]

Die ein­fachs­te Metho­de für Win­dows und Linux scheint die Ver­wen­dung von Pica­sa in Ver­bin­dung mit Goog­le Earth zu sein. Nach dem Import der KML- oder GPX-Daten in Goog­le Earth könnt ihr eure Fotos mit einem Klick in Pica­sa auf “Geo­tag” mit Tags ver­se­hen. Bei mei­nem Test mit der Win­dows-Ver­si­on funk­tio­nier­te das ein­wand­frei, die GPS-Koor­di­na­ten des Fotos stan­den nach dem Tag­gen in den EXIF-Infor­ma­tio­nen des Fotos.

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Apple Open Source Technologie

Time Machine und FreeNAS

Nach eini­gen Stun­den Web­re­cher­che und tes­ten habe ich nun end­lich eine Mög­lich­keit gefun­den, zuver­läs­sig Back­ups via Time Machi­ne auf ein Gerät mit dem NAS-Sys­tem Fre­e­NAS zu rea­li­sie­ren.

Wie viel­leicht bekannt ist, hat Apple mit Mac OS X 10.5.2 die Mög­lich­keit offi­zi­ell gestri­chen, Back­ups mit­tels Time Machi­ne auf Netz­werk­vo­lu­mes vor­zu­neh­men, die kei­ne Time Cap­su­le bezie­hungs­wei­se Air­Port Extre­me mit ange­schlos­se­ner USB-Fest­plat­te sind. Das ist inso­fern ärger­lich, dass Time Cap­su­le mit maxi­mal 1 TB erhält­lich und die Geschwin­dig­keit der Daten­über­tra­gung auf­grund der inter­nen USB-Anbin­dung der Fest­plat­te eher nied­rig ist. Ins­be­son­de­re das initia­le Back­up dau­ert eine hal­be Ewig­keit.

Wer Fre­e­NAS nicht kennt: es han­delt sich dabei um ein Sys­tem, dass auf FreeBSD basiert, also ein UNIX ist, und spe­zi­ell für den Ein­satz auf NAS-Sys­te­men zuge­schnit­ten ist. Die Kon­fi­gu­ra­ti­on erfolgt hier­bei voll­stän­dig über eine über­sicht­li­che Web­ober­flä­che. Die­ses Pro­jekt basiert auf M0n0wall, einer eben­falls auf FreeBSD basie­ren­den inte­grier­ten Fire­wall-Lösung. Die Instal­la­ti­on von Fre­e­NAS kann auf meh­re­re Arten und Wei­sen erfol­gen. So ist es mög­lich, das Sys­tem direkt von einer CD-ROM zu star­ten und die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en auf einem MS-DOS-for­ma­tier­ten Daten­trä­ger, wie einem USB-Stick, einer CF-Kar­te oder einer Flop­py abzu­spei­chern. Wer, so wie ich, kein opti­sches Lauf­werk in sei­nem NAS hat, kann das Sys­tem auch auf einem USB-Stick oder einer Fest­plat­te instal­lie­ren. Ich habe die Instal­la­ti­on auf einem USB-Stick gewählt. Mein NAS star­tet also von die­sem Stick und spei­chert sämt­li­che Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­ten auf eben­die­sem. Vor­aus­set­zung dafür ist aber, dass das BIOS das Star­ten von USB-Gerä­ten erlaubt. Außer­dem muss der USB-Stick vor der Instal­la­ti­on mit FAT oder FAT32 for­ma­tiert wer­den und darf erst nach (!) dem Start der Live-CD ange­stöp­selt wer­den. Danach soll­te die Instal­la­ti­on ein­wand­frei lau­fen. Mein Eigen­bau-NAS ver­fügt über ein Board mit Via C7 1 GHz, 1 GB RAM und zwei 1 TB gro­ßen Strom­spar-Fest­plat­ten von Wes­tern Digi­tal. Außer­dem steckt ein 1‑G­bit-NIC von Intel in der Maschi­ne.

Nach der Instal­la­ti­on von Fre­e­NAS muss zuerst die IP des oder der Netz­werk­schnitt­stel­len gesetzt wer­den. Das geht ganz ein­fach über das Text­me­nü des Sys­tems. Jetzt kann man sich von einem belie­bi­gen Rech­ner aus über einen belie­bi­gen Web­brow­ser mit dem NAS ver­bin­den und die wei­te­re Kon­fi­gu­ra­ti­on vor­neh­men. Dazu gibt man ein­fach die soeben ein­ge­ge­be­ne IP-Adres­se in das Adress­feld des Brow­sers ein. Der Benut­zer­na­me lau­tet in der Vor­ein­stel­lung admin, das Kenn­wort fre­e­nas. Fre­e­NAS ver­fügt in der aktu­el­len Ver­si­on über die fol­gen­den Diens­te:

  • CIFS/SMB
  • FTP
  • TFTP
  • SSH
  • NFS
  • AFP
  • Rsync
  • Uni­son
  • iSCSI Tar­get
  • UPnP (Media­ser­ver)
  • iTunes/DAAP
  • Dyna­mic DNS
  • SNMP
  • USV
  • Web­ser­ver
  • Bit­Tor­rent (Web­ver­si­on von Trans­mis­si­on)

All die­se Diens­te las­sen sich äußerst bequem über die Web­ober­flä­che kon­fi­gu­rie­ren, nur in den sel­tens­ten Fäl­len besteht die Not­wen­dig­keit, per Text­edi­tor Hand an irgend­wel­che Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en zu legen. Ich selbst nut­ze vie­le die­ser Diens­te und alle lau­fen ein­wand­frei.

Nach der Instal­la­ti­on muss man zunächst die verbaute(n) Festplatte(n) für die Benut­zung vor­be­rei­ten. Ich gehe davon aus, dass die Fest­plat­ten leer sind und noch über kein Datei­sys­tem ver­fü­gen. FreeBSD ver­wen­det GEOM zur Erstel­lung und für das Manage­ment von RAID-Sys­te­men, die sich eben­falls ganz bequem über die Web­ober­flä­che ein­rich­ten las­sen. Da ich eine Wei­le gebraucht habe, um die kor­rek­te Rei­hen­fol­ge für die Erstel­lung eines RAID her­aus­zu­fin­den, hier eine klei­ne Anlei­tung:

  1. Es müs­sen die Fest­plat­ten über den Menü­punkt Fest­plat­ten -> Manage­ment hin­zu­ge­fügt wer­den. Wel­che Ein­stel­lun­gen ihr hier­bei wählt, bleibt euch über­las­sen, nur muss das Datei­sys­tem auf Soft­ware RAID ein­ge­stellt wer­den, damit die Plat­ten nach­her einem RAID-Ver­bund hin­zu­ge­fügt wer­den kön­nen.
  2. Über den Menü­punkt Fest­plat­ten -> Soft­ware RAID fügt ihr dann die Plat­ten zu eurem RAID-Ver­bund hin­zu. Wel­chen RAID-Modus ihr hier­bei wählt, ist euch über­las­sen. GEOM Stripe/Mirror/Raid5 ist die alt­her­ge­brach­te Lösung unter FreeBSD zur Erstel­lung von RAIDs, GEOM Vinum ist recht neu, soll aber laut diver­ser Web­quel­len sta­bil sein. Ich habe GEOM Vinum gewählt.
  3. Danach müsst ihr euer RAID for­ma­tie­ren, das geht ganz ein­fach über den Menü­punkt Fest­plat­ten -> For­ma­tie­ren. Unter “Fest­plat­te” wählt ihr euer RAID aus, als Datei­sys­tem soll­tet ihr auf jeden Fall das nati­ve Datei­sys­tem unter UNIX, UFS, wäh­len. Alle ande­ren Datei­sys­te­me wer­den nicht offi­zi­ell unter­stützt.
  4. Unter Fest­plat­ten -> Ein­hän­ge­punkt wählt ihr nun einen Namen für den Mount­point. Die­ser spielt für die spä­te­re Benut­zung kaum eine Rol­le, Datei­frei­ga­ben via CIFS bzw. AFP wer­den unter die­sem Namen im Explo­rer bzw. Fin­der ange­zeigt. Der Par­ti­ti­ons­typ soll­te bei einem neu ange­leg­ten RAID auf GPT ste­hen, das Datei­sys­tem wählt ihr ent­spre­chend eurer Ein­stel­lung aus 3., in mei­nem Fal­le also UFS. Alle wei­te­ren Ein­stel­lun­gen könnt ihr, sofern ihr es nicht bes­ser wisst, auf Stan­dard belas­sen.

Nach­dem ihr euer RAID für die Benut­zung erstellt habt, könnt ihr euch nun an die Kon­fi­gu­ra­ti­on der von euch benö­tig­ten Diens­te machen. Die Dia­lo­ge sind selbst­er­klä­rend, des­we­gen fol­gen hier auch kei­ne wei­te­ren Erläu­te­run­gen von mir. Für vie­le der Diens­te macht es aber Sinn, einen loka­len Benut­zer zu erzeu­gen, mit dem ihr euch spä­ter am NAS anmel­det. Dies geht über den Menü­punkt Zugriff -> Benut­zer & Grup­pen. Soll­tet ihr spä­ter Zugriff per SSH auf die Maschi­ne wün­schen, ach­tet dar­auf, dass ihr den Haken ganz unten, Vol­ler Kom­man­do­zei­len­zu­gang für Benut­zer!, setzt. Außer­dem soll­te euer Benut­zer Mit­glied der Grup­pe wheel sein, wenn ihr euch mit dem Befehl “su root” zum Root-Benut­zer machen wollt. Im Nor­mal­fall soll­te das nicht nötig sein, aber man kann ja nie wis­sen 😉

Nun zu Time Machi­ne: wenn man schon ein NAS mit rund 2 TB Fest­plat­ten­ka­pa­zi­tät sein Eigen nennt, das auch noch per Giga­bit im Heim­netz ange­bun­den ist, macht es durch­aus Sinn, sei­ne Time Machi­ne-Back­ups auf die­sem NAS abzu­le­gen. Dank der Anlei­tung von Alper Ise­ri war das glück­li­cher­wei­se nicht wei­ter schwie­rig. Wie ein­gangs erwähnt, mag Apple das aber nicht, des­we­gen muss man OS X erst mal mit dem Ter­mi­nal­be­fehl

defaults wri­te com.apple.systempreferences TMShowUn­sup­por­ted­Net­work­Vo­lu­mes 1

dazu über­re­den, auch nicht-unter­stütz­te Netz­werk­vo­lu­mes für Time Machi­ne zu akzep­tie­ren. Tes­tet danach gleich mal, ob es funk­tio­niert, indem ihr Time Machi­ne über die Sys­tem­ein­stel­lun­gen öff­net und ein Volu­me aus­wählt. Taucht euer NAS dort auf, ist soweit schon mal alles in But­ter. Wenn ihr jetzt aber ver­sucht, eine Siche­rung auf eben­die­ses Gerät vor­zu­neh­men, wer­det ihr lei­der ent­täuscht, Time Machi­ne bricht mit einer Feh­ler­mel­dung ab. Um die­ses Pro­blem zu behe­ben, gebt ihr fol­gen­des Kom­man­do im Ter­mi­nal ein:

hdi­util crea­te ‑size $GRÖSSEg ‑fs HFS+J ‑type SPARSEBUNDLE ‑vol­na­me “iMac Back­up” COMPUTERNAME_MACADRESSE.spar­se­bund­le

GRÖSSE muss hier­bei durch eine Zahl ersetzt wer­den. Das klei­ne g steht für Giga­byte. Der hier ange­ge­be­ne Wert bestimmt die Maxi­mal­grö­ße des mit die­sem Befehl ange­leg­ten Images. Über den Schal­ter ‑fs wird fest­ge­legt, dass als Datei­sys­tem für die­ses Image HFS Jour­na­led ver­wen­det wer­den soll. ‑vol­na­me legt den Namen des Images fest, der im Fin­der ange­zeigt wer­den soll, also bei­spiels­wei­se “iMac Back­up”. Den Com­pu­ter­na­men fin­det ihr den Sharing-Ein­stel­lun­gen in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen von Mac OS. Soll­tet ihr Leer­zei­chen in eurem Com­pu­ter­na­men ver­wen­den, müsst ihr nach dem jewei­li­gen Wort einen Back­slash, \ (Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Shift-Alt‑7), ein­ge­ben. Also zum Bei­spiel “Ulfs\ iMac”. Die MAC-Adres­se bekommt ihr am Ter­mi­nal mit­tels des Befehls “ifcon­fig” oder über Netz­werk in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen. Die MAC-Adres­se muss hier­bei ohne die Dop­pel­punk­te ange­ge­ben wer­den. Da die­ses Back­up an die MAC-Adres­se gebun­den ist, soll­tet ihr nicht ver­su­chen, das Back­up über eine ande­re Netz­werk­schnitt­stel­le zu ver­wen­den. Habt ihr also bei der Erstel­lung des Images eure LAN-Schnitt­stel­le ver­wen­det, ver­sucht bit­te nicht spä­ter die WLAN-Schnitt­stel­le zu benut­zen. Soll­te alles geklappt haben, kopiert ihr nun die­ses Spar­se-Bund­le in das Haupt­ver­zeich­nis eurer Netz­werk­frei­ga­be. Soll­tet ihr AFP ein­ge­rich­tet haben, dürf­te euer Fin­der euch das Sys­tem auch gleich anzei­gen und ihr könnt euch ver­bin­den. Wich­tig ist, dass das Image direkt ins Haupt­ver­zeich­nis kopiert wird, Unter­ver­zeich­nis­se wer­den nicht unter­stützt. Das funk­tio­niert natür­lich auch für meh­re­re Macs.

Jetzt könnt ihr Time Machi­ne anwei­sen, dass es euer NAS als Back­up-Volu­me ver­wen­den soll. Kurz nach dem Start des Back­ups dürf­te Mac OS das von euch erstell­te Image moun­ten und mit der Siche­rung begin­nen. Der Benut­zer­na­me und das Kenn­wort, das Time Machi­ne beim ers­ten Mal haben möch­te, ent­spricht dem Benut­zer­na­men und dem zuge­hö­ri­gen Kenn­wort des Benut­zers, den ihr auf dem NAS ange­legt habt.

Soll­tet ihr in eurem Log fol­gen­den Feh­ler bekom­men

afpd[pid]: bad func­tion 4F

habt ihr auch schon den Grund dafür gefun­den, dass Time Machi­ne sein Image nicht selbst erstel­len kann. Laut einem Bei­trag in den Fre­e­NAS-Foren ist die­se Funk­ti­on in der neta­talk-Ver­si­on von Fre­e­NAS noch nicht imple­men­tiert. Die­se Mel­dung könnt ihr aber getrost igno­rie­ren, das Image besteht ja bereits. In Zukunft soll die­se Funk­ti­on aber nach­ge­rüs­tet wer­den.

afpd[pid]: bad func­tion 4C

ist ein Feh­ler­code, den Spot­light gene­riert. Auch den könnt ihr igno­rie­ren.

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Apple Microsoft

Liebe Leute in der Microsoft-Werbeabteilung…

waren wir mal wie­der inno­va­tiv, ja? 😉

Ob das Team um den genia­le Songs­mith-Clip an die­ser Kam­pa­gne mit­ge­ar­bei­tet hat? Den muss man ein­fach gese­hen haben…

Angeb­lich will Micro­soft mit dem obi­gen Clip den Apple Ads Paro­li bie­ten. Denn nach Ste­ve Bal­mers erst kürz­lich gemach­ter Aus­sa­ge, dass man bei Apple rund 500,- EUR Auf­preis für das Logo zah­len wür­de, scheint bei Micro­soft der Slo­gan “Geiz ist geil” Ein­zug gehal­ten zu haben, was wohl auch die­se neue Wer­be­kam­pa­gne wider­spie­gelt. Prä­di­kat: über­flüs­sig. Was meint ihr?

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Apple Microsoft Windows

Wieso Apple nicht (!) zu teuer ist [Update]

Die meis­ten von euch ken­nen sie ver­mut­lich: die nicht enden wol­len­den Dis­kus­sio­nen, die in den Foren ein­schlä­gi­ger News­sei­ten (heise.de, golem.de und wie sie nicht alle hei­ßen) los­bre­chen, sobald das Wort Apple in einem Arti­kel fällt. Es geht immer wie­der um das glei­che The­ma: Apple sei zu teu­er. Design over func­tion. Über­teu­er­ter Schnick­schnack für ver­wöhn­te Papa-Mäd­chen.

Ich weiß, ich kann mit die­sem einen Arti­kel sicher­lich nicht sämt­li­che Vor­ur­tei­le für immer aus der Welt räu­men, aber viel­leicht liest die­sen Arti­kel ja der eine oder ande­re, der genau die­se Mei­nung ver­tritt und über­legt es sich dann anders.

Da äqui­va­len­te Desk­top-Rech­ner im Win­dows-Bereich eher schwie­rig zu fin­den sind, neh­me ich das Mac­Book als Ver­gleichs­kri­te­ri­um. Erst kürz­lich habe ich näm­lich (nicht, dass die Sei­te wirk­lich ernst­zu­neh­men sei) im Forum von WinFuture.de einen Dis­kus­si­ons­bei­trag eines Nut­zers gele­sen, der fel­sen­fest der Mei­nung war, dass man ein Note­book, das mit dem Mac­Book zu ver­glei­chen sei für um die 400,- EUR bekom­men wür­de. Oder sie ver­glei­chen ein rund 400,- € teu­re­res Note­book und regen sich über das im Ver­gleich dazu schlech­te Dis­play eines Mac­Book auf. Natür­lich kom­plet­ter Quatsch, da wer­den Äpfel (;-)) mit Bir­nen ver­gli­chen, aber sol­che geis­ti­gen Ergüs­se darf man häu­fi­ger lesen. Meis­tens wer­den sol­che Dis­kus­sio­nen aber auch von Men­schen los­ge­tre­ten, die in ihrem Leben noch nie einen Mac ver­wen­det haben und ein­fach nur aus­wen­dig gelern­te Phra­sen dre­schen.

Das aktu­el­le Mac­Book aus Alu kos­tet im Apple-Store mehr oder min­der unum­stöß­li­che 1.199,- €. Ein zuge­ge­ben recht stol­zer Preis für ein Note­book. Aber was bekommt man denn für die­ses Geld? Fol­gen­des:

  • Intel Core 2 Duo T8100 mit 2 x 2,0 GHz
  • 2 GB DDR3-Spei­cher (2 x 1 GB)
  • 160 GB SATA-Fest­plat­te
  • nVi­dia GeForce 9400M mit 256 MB Sha­red-Memo­ry (DDR3)
  • 13,3″-LED-Display mit einer Auf­lö­sung von 1.280x800 Pixeln
  • Slot-In-DVD-Bren­ner, 8‑fach
  • Giga­bit-Ether­net
  • Wire­less N
  • Blue­tooth 2.0
  • Gewicht: 2,04 kg

So viel zu den rein tech­ni­schen Leis­tungs­da­ten. Aber damit ist noch nicht alles erschla­gen:

  • Uni­bo­dy-Alu­mi­ni­um-Gehäu­se
  • sehr gut ver­ar­bei­te­te, leicht­gän­gi­ge Tas­ta­tur (selbst für 10-Fin­ger-Schrei­ber wie mich)
  • Sud­den Moti­on Sen­sor
  • inte­grier­te Web­cam inklu­si­ve Mikro­fon
  • für die Gerä­te­grö­ße sehr kräf­ti­ge Laut­spre­cher
  • mul­ti­touch- und ges­ten­fä­hi­ges, sehr gro­ßes Touch­pad aus Glas
  • digi­ta­ler Bild­schirm­aus­gang (Mini-Dis­play­Port)
  • vier bis sechs Stun­den Akku­lauf­zeit
  • magne­ti­scher Ver­schluss für das Netz­ka­bel, wel­ches ein Her­un­ter­reis­sen des Note­books ver­hin­dert
  • nahe­zu unhör­bar lei­se im Betrieb
  • opti­sche Lade­an­zei­ge des Note­books auch in aus­ge­schal­te­tem Zustand

Anhand die­ser Daten habe ich nun ver­sucht, beim Online-Ver­sand­händ­ler notebooksbilliger.de ein ver­gleich­ba­res Gerät eines ande­ren Her­stel­lers zu fin­den. Da vie­le Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer gern Sony als Ver­gleichs­kri­te­ri­um ver­wen­den, hab ich dort zuerst geschaut, mit fol­gen­dem Ergeb­nis:

Sony VAIO VGN-SR29VN/S
Preis: 1.099,- €

Aus­stat­tung: etwas schnel­le­rer Pro­zes­sor (P8600), DDR2-RAM, dafür dop­pelt so viel, grö­ße­re Fest­plat­te (+160 GB), nur Fast Ether­net (100 Mbit), 100 g leich­ter, Akku­lauf­zeit nur 3,5 Stun­den, erwei­ter­bar via ExpressCard/34, Rade­on Mobi­li­ty HD3470 mit 256 MB dedi­zier­tem Spei­cher, VGA- und HDMI-Bild­schirm­aus­gang, kein ges­ten­fä­hi­ges, mul­ti­touch­fä­hi­ges Touch­pad

Ergeb­nis: mehr Pro­zes­sor­power, dafür lang­sa­me­res RAM, grö­ße­re Plat­te, kür­ze­re Akku­lauf­zeit, 100,- € (~ 8 %) bil­li­ger. Unent­schie­den!

Sony VAIO VGN-Z11MN/B
Preis: 1.389,- €

Aus­stat­tung: etwas schnel­le­rer Pro­zes­sor (P8400), dop­pelt so gro­ßer Arbeits­spei­cher, grö­ße­re Fest­plat­te (+ 80 GB), nVi­dia GeForce 9300M GS mit maxi­mal 128 MB (-128 MB), 500 g leich­ter, VGA- und HDMI-Bild­schirm­aus­gang, Akku­lauf­zeit unge­fähr fünf Stun­den, erwei­ter­bar via ExpressCard/34, kein ges­ten­fä­hi­ges, mul­ti­touch­fä­hi­ges Touch­pad

Ergeb­nis: dezent mehr Pro­zes­sor­leis­tung, mehr RAM, grö­ße­re Plat­te, weni­ger Gra­fik­power, unge­fähr glei­che Akku­lauf­zeit, 190,- € (~ 10 %) teu­rer. Eben­falls unent­schie­den.

Dell wird natür­lich auch gern ange­führt, also hab ich mich da eben­falls umge­schaut. Der Dell XPS M1330 scheint das Kon­kur­renz­pro­dukt zu App­les Mac­Book zu sein.

Dell XPS M1330
Preis (in der von mir gewähl­ten Kon­fi­gu­ra­ti­on): 1.034,- € (zzgl. 29,- € Ver­sand)

Aus­stat­tung: gerin­ger auf­lö­sen­de Web­cam, weni­ger Gra­fik­leis­tung (8400M GS mit 128 MB), DDR2-Spei­cher, kein Blue­tooth, nur Wire­less G, nur Fast Ether­net, ca. 100 g leich­ter, 136,- € (~ 15 %) bil­li­ger, kein ges­ten­fä­hi­ges, mul­ti­touch­fä­hi­ges Touch­pad

Ergeb­nis: Die gebo­te­ne Leis­tung ist in fast allen Berei­chen schlech­ter, dafür ist das Gerät aber auch eini­ge Euro güns­ti­ger. Eben­falls (halb­wegs) unent­schie­den.

Bei den wei­te­ren Her­stel­lern von Note­books habe ich lei­der kei­ne ver­gleich­ba­ren Model­le gefun­den, also wel­che, die mit 13,3″-Display daher kom­men, denn weder die 12″- noch die 14″-Klasse kann mit den 13“ern ver­gli­chen wer­den. Aber die drei zum Ver­gleich her­an­ge­zo­ge­nen Model­le von Sony und Dell zei­gen schon, das das Mac­Book preis­lich schon mal nicht so schlecht posi­tio­niert ist. Es zieht bei eini­gen Leis­tungs­merk­ma­len den kür­ze­ren, zieht bei ande­ren aber schnur­stracks davon.

Wie­so ich so auf der Dis­play­dia­go­na­le rum­rei­te? Sony zum Bei­spiel bezeich­net die­se Gerä­te­klas­se als Sub­note­book. Sub­note­books sind im All­ge­mei­nen teu­rer als Gerä­te mit einer Dis­play­dia­go­na­le von 15,4″. Sie sind mobi­ler, brin­gen eine höhe­re Akku­lauf­zeit mit und spre­chen eigent­lich auch ein ganz ande­res Cli­en­tel an als die übli­chen 15″-Consumer-Geräte. Wer auf die Idee kommt, ein Gerät die­ser Klas­se mit einem Mac­Book zu ver­glei­chen, weiß sowie­so nicht wovon er redet. Die 15″-Panels sind in der Pro­duk­ti­on deut­lich bil­li­ger, die Akku­lauf­zeit die­ser Gerä­te­klas­se ist deut­lich gerin­ger (ich habe als Zweit­ge­rät ein Acer Exten­sa 5220 mit 15,4″ und einer Akku­lauf­zeit von zwei Stun­den) und gene­rell genü­gen sie ein­fach ande­ren Ansprü­chen. Ein Ver­gleich die­ser Gerä­te­klas­sen käme einem Ver­gleich zwi­schen Äpfel und Bir­nen gleich. “Was hat es denn mit die­sem merk­wür­di­gen Mul­ti­touch-Touch­pad auf sich, von dem der Kerl hier über­all redet?” mag sich der eine oder ande­re schon gefragt haben. Die­ses Touch­pad dient nicht nur dazu, den Maus­zei­ger über den Bild­schirm zu schub­sen, es kann noch viel mehr. So kann man bei­spiels­wei­se mit der Bewe­gung von zwei Fin­gern nach oben oder unten auf Web­sei­ten oder in Doku­men­ten hoch- und run­ter­s­crol­len. Wenn man gar vier Fin­ger gleich­zei­tig ver­wen­det, las­sen sich bei­spiels­wei­se alle Fens­ter gleich­zei­tig anzei­gen (Expo­sé). Außer­dem lässt sich, ähn­lich wie beim iPho­ne, mit einer ent­spre­chen­den Zwei-Fin­ger-Bewe­gung in Bil­der rein- und raus­zoo­men. Das gibt’s im PC-Bereich über­haupt nicht. Aber natür­lich bezahlt man beim Kauf eines Com­pu­ters nicht nur die Hard­ware, son­dern auch die Soft­ware. Sämt­li­chen oben auf­ge­zähl­ten Note­books von Dell und Sony liegt eine Win­dows-Vis­ta-Lizenz, ent­we­der Home Pre­mi­um oder Busi­ness, bei. Die­se hat einen Gegen­wert in Höhe von 80,- bis 100,- €, der vom Kauf­preis abzu­zie­hen wäre. Da man mei­nes Wis­sens nach in Deutsch­land das Recht hat, den Kauf eines Betriebs­sys­tems beim Com­pu­ter­kauf ganz klar abzu­leh­nen und sich die Dif­fe­renz aus­zah­len zu las­sen, ist das durch­aus legi­tim. Beim Kauf eines Mac­Book bekommt man der­zeit Mac OS X Leo­pard dazu sowie das iLi­fe-Paket in der Ver­si­on ’09. Das Betriebs­sys­tem hat einen Gegen­wert von 129,- €, iLi­fe ’09 kos­tet 79,- €, ins­ge­samt also 208,- €, der Gerä­te­preis redu­ziert sich somit auf 991,- €. Im Fol­gen­den möch­te ich einen klei­nen Blick dar­auf wer­fen, was durch Mac OS X und iLi­fe dem Mac tat­säch­lich an Soft­ware bei­liegt: Mac OS X basiert auf UNIX und kommt seit Leo­pard (10.5) in einer Ver­si­on daher, die im Gegen­satz zur 32-Bit-Ver­si­on von Win­dows Vis­ta, die den meis­ten Gerä­ten bei­liegt, mehr als 4 GB RAM adres­sie­ren kann (in der Pra­xis liegt die Gren­ze der Win­dows-Nut­zer zum Opfer fal­len eher bei ~ 3,25 GB). Direkt nach dem Ein­schal­ten eines nagel­neu­en Macs wird man dazu auf­ge­for­dert, ein Benut­zer­kon­to anzu­le­gen und kann mit­hil­fe der inte­grier­ten Web­cam gleich ein Benut­zer­pro­fil­fo­to auf­neh­men. Das Sys­tem ist danach sofort ein­satz­be­reit und kann neben dem, was man von Win­dows kennt, auch noch fol­gen­des:

  • PDF-Datei­en anzei­gen und aus jeder belie­bi­gen Anwen­dung her­aus erzeu­gen
  • voll­au­to­ma­ti­sche Back­ups erzeu­gen mit der Anwen­dung Time Machi­ne (exter­ne Fest­plat­te anschlies­sen, Fest­plat­te als Back­up-Medi­um bestä­ti­gen, fer­tig!)*
  • moder­ner, webstan­dard­kon­for­mer Brow­ser vor­in­stal­liert (Safa­ri 3)**
  • moder­ner Mail­cli­ent vor­in­stal­liert (Apple Mail)***
  • schnel­le Vor­schau von gän­gi­gen Medi­en­in­hal­ten (Bil­der, Vide­os, Audio)
  • Web­ser­ver mit PHP-Unter­stüt­zung vor­in­stal­liert (Apa­che 2)
  • Ruby on Rails vor­in­stal­liert
  • audio- und video­chat­fä­hi­ger Mul­ti­pro­to­koll-Mes­sen­ger vor­in­stal­liert
  • Java und Flash vor­in­stal­liert
  • gän­gi­ge Archiv-For­ma­te (ZIP, TAR, GZip, etc.) kön­nen ent­packt wer­den
  • CDs, DVDs und ISO-Datei­en bren­nen

* zu Win­dows Vis­ta gehört eben­falls eine Back­up-Soft­ware, die Ein­rich­tung ist aber deut­lich kom­pli­zier­ter als die von Time Machi­ne
** der Inter­net Explo­rer 7 ist kein moder­ner Brow­ser, er beherrscht die aktu­el­len Webstan­dards nur in gerin­gem Maße
*** Win­dows Mail ist bei­na­he genau so fea­ture­los wie sein Vor­gän­ger Out­look Express

iLi­fe besteht aus den Anwen­dun­gen iPho­to, iMo­vie, iDVD, Gara­ge­Band und iWeb. Bei iPho­to han­delt es sich um eine Foto­ver­wal­tungs­soft­ware, iMo­vie ist eine Video­schnitt­soft­ware, iDVD eine DVD-Mas­te­ring-Anwen­dung, Gara­ge­Band eine Anwen­dung zur Kom­po­si­ti­on und Auf­nah­me von Musik­stü­cken und iWeb dient der Erstel­lung ein­fa­cher Web­sei­ten. In der aktu­el­len Ver­si­on unter­stützt iPho­to die Aus­wer­tung von GPS-Daten in den EXIF-Infor­ma­tio­nen von Fotos und die Erken­nung von Gesich­tern auf Fotos. Außer­dem kann man direkt aus der Anwen­dung her­aus Bil­der zu Flickr und Face­book expor­tie­ren. Gara­ge­Band bringt als gro­ße Neue­rung unter ande­rem Lehr­vi­de­os für Kla­vier und Gitar­re mit. Alle Anwen­dun­gen grei­fen naht­los inein­an­der über, sodass man bei­spiels­wei­se direkt aus sei­nen Fotos einen Film erstel­len und die­sen auf DVD bren­nen kann.

Win­dows Vis­ta bringt eine ziem­lich gute Bild­ver­wal­tung mit, die aber vom Leis­tungs­um­fang her nicht an iPho­to her­an­reicht. Der Win­dows Movie Maker, der eben­falls im Lie­fer­um­fang von Win­dows Vis­ta ent­hal­ten ist, hilft einem bei der rudi­men­tä­ren Bear­bei­tung von Vide­os, kann aber leis­tungs­tech­nisch eben­falls nicht mit iMo­vie mit­hal­ten. Was die rest­li­chen drei Anwen­dun­gen angeht, gehen Käu­fer eines Win­dows-Com­pu­ters leer aus. Die Anwen­dun­gen, so man sie denn benö­tigt, wür­den noch mal eini­ge Euro extra kos­ten, sofern man nichts im Open-Source-Lager fin­det. Ich ver­an­schla­ge ein­fach mal auf Erfah­rungs­wer­ten basie­ren­de 150,- € für die genann­ten Anwen­dun­gen unter Win­dows. Die wür­den also beim Kauf eines Win­dows-Rech­ners noch mal oben drauf kom­men.

Für Soft­ware­ent­wick­ler sicher­lich sehr inter­es­sant ist auch die Tat­sa­che, dass man direkt nach der Instal­la­ti­on von Mac OS X einen lauf­fä­hi­gen Web­ser­ver, den Markt­füh­rer Apa­che 2, inklu­si­ve PHP-Unter­stüt­zung hat, den man per Maus­klick akti­vie­ren kann. Oder dass eine voll­stän­di­ge Ruby-on-Rails-Umge­bung bereits vor­in­stal­liert ist, die man nur noch mit einem “sudo gem update –sys­tem && sudo gem update” auf den aktu­el­len Stand brin­gen muss. MyS­QL ist bin­nen drei Minu­ten instal­liert. Fer­tig ist der Web­ent­wick­ler-Arbeits­platz. Auf der Betriebs­sys­tem-DVD befin­det sich außer­dem die Soft­ware­ent­wick­lungs­um­ge­bung Xcode, mit deren Hil­fe der Benut­zer nati­ve Anwen­dun­gen für Mac OS X pro­gram­mie­ren kann. Aber auch Java und Ruby on Rails beherrscht die Ent­wick­lungs­um­ge­bung, von der auch eine Ver­si­on exis­tiert (kos­ten­los via Apple Deve­lo­per Con­nec­tion bezieh­bar), mit der man Anwen­dun­gen für das iPho­ne pro­gram­mie­ren kann.

Sum­ma sum­ma­rum ist ein Mac also kei­nen Deut teu­rer als ein ver­gleich­ba­res Win­dows-Sys­tem, ver­wen­det man die bei­geleg­te Soft­ware in mehr oder weni­ger vol­lem Umfang ist er mit­un­ter sogar deut­lich bil­li­ger. Erst recht dann, wenn man die Arbeits­zeit ein­rech­net, die es in Anspruch nimmt, ein frisch gekauf­tes Win­dows-Note­book für den Pra­xis­ein­satz vor­zu­be­rei­ten. Das Lesen und Schrei­ben von PDF-Datei­en ist nichts exo­ti­sches, einen moder­nen Web­brow­ser und Mail­cli­ent benö­tigt fast jeder, Java und Flash soll­te auch auf jedem PC instal­liert sein. Setzt man einen nicht ganz unüb­li­chen Stun­den­satz von 70,- € an, sind wei­te­re 35,- bis 70,- € für die Instal­la­ti­on die­ser Soft­ware fäl­lig. Außer­dem erspart man sich die bei­na­he obli­ga­to­ri­sche Neu­in­stal­la­ti­on eines Win­dows-Note­books, wenn man nicht gera­de ein Gerät der Busi­ness-Klas­se kauft, um den gan­zen Müll los­zu­wer­den, den Her­stel­ler wie Medi­on, Acer und Kon­sor­ten vor instal­lie­ren. Natür­lich kann man all das auch selbst machen, wenn man sich damit aus­kennt, aber das kos­tet Frei­zeit. Und wenn man es eben nicht selbst machen kann, kos­tet es Geld…

Den Link zu die­sem Arti­kel pos­te ich ab sofort über­all dort, wo ich mal wie­der über Pole­mi­ker stol­pe­re, die der Mei­nung sind, dass Apple über­teu­ert und sowie­so total scheis­se sei 😉

Anmer­kun­gen oder Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge? Kri­tik? Ab in die Kom­men­ta­re damit. Dan­ke!

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Und noch mal Werbung

Soeben auf den Sei­ten von Paul Gra­ham gefun­den:

The­se hor­ri­ble sti­ckers are much like the intrusi­ve ads popu­lar on pre-Goog­le search engi­nes. They say to the custo­mer: you are unim­portant. We care about Intel and Micro­soft, not you.

Wie recht er damit hat. Einer der Grün­de, wie­so ich mir kein PC-Note­book kau­fen wür­de. Wozu muss denn auf einem Note­book­ge­häu­se ste­hen, wel­cher Pro­zes­sor drin steckt, wie groß die Fest­plat­te ist oder dass es in der Lage ist, Win­dows Vis­ta “abzu­spie­len”? Gut auch, dass Micro­soft für die­sen Win­dows-Vis­ta-capa­ble-Quatsch wel­che aufs Dach bekom­men hat.