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GitLab: Das eigene GitHub (bzw. Bitbucket)

Vor gerau­mer Zeit blogg­te ich hier schon mal über Git­Hub, einem sozia­len Netz­werk für Code. Viel Zeit ist seit­dem ver­stri­chen, ande­re Anbie­ter haben sich ange­schickt, auf der glei­chen Wel­le mit­zu­schwim­men. Ein sozia­les Netz­werk aus einer Code-Platt­form zu machen hat aber bis­her wirk­lich nur Git­Hub geschafft. Als Alter­na­ti­ve mit Sitz außer­halb der USA wäre viel­leicht noch die aus­tra­li­sche Fir­ma Atlas­si­an mit ihrem Ser­vice Bit­bu­cket zu erwäh­nen.
Zurück zu Git­Lab: Git­Lab ist eine Open-Source-Alter­na­ti­ve zu u.a. den bei­den erwähn­ten Ser­vices. Die Anwen­dung ist in Ruby on Rails geschrie­ben wor­den und ist mitt­ler­wei­le ähn­lich kom­for­ta­bel wie Git­Hub. Auf­grund der Spio­na­ge- und Daten­schutz­dis­kus­sio­nen möch­te man sei­ne Daten viel­leicht nicht mehr unbe­dingt in den USA lie­gen las­sen. Hier bie­tet sich Git­Lab als kom­for­ta­ble und aus­ge­reif­te Alter­na­ti­ve zum Selbst-Hos­ting an. Git­Lab besteht aus einem GUI (für den Brow­ser) und natür­lich einem Git-Ser­ver im Hin­ter­grund. Über das Web-Inter­face wer­den Pro­jek­te und Benut­zer ange­legt sowie indi­vi­du­el­le Rech­te ver­ge­ben. Wer möch­te, kann auch noch einen CI (Con­ti­nuous Integration)-Server anbin­den. Der­zeit ver­öf­fent­licht das Pro­jekt im Monats­rhyth­mus Updates, der der­zei­ti­ge Ver­si­ons­stand ist 6.0. Mit jeder Major-Ver­si­on hat das Pro­jekt bis­her gro­ße Schrit­te gemacht.
Suchen Sie nach einem kom­for­ta­blen Git-basier­ten Ent­wick­lungs­ser­ver für Ihr Unter­neh­men oder Ihre Abtei­lung? Spre­chen Sie mich an!

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ownCloud: Die In-House-Dropbox

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Ser­vice Drop­box ist sehr popu­lär. Nicht ohne Grund, den Kom­fort­grad der Drop­box hat bis­her kei­ner der Kon­kur­ren­ten erreicht. Man wirft ein­fach Ord­ner und/oder Datei­en in ein Ver­zeich­nis auf der eige­nen Fest­plat­te und schon wird der Inhalt mit dem Ser­vice abge­gli­chen. Kur­ze Zeit spä­ter lie­gen die Daten auf allen ande­ren Rech­nern, die mit dem Account gekop­pelt sind. Wenn man gera­de kei­nen Rech­ner zur Ver­fü­gung hat, steht ein kom­for­ta­bles Web-Inter­face oder eine nati­ve App für mobi­le Betriebs­sys­te­me zur Ver­fü­gung. Der Sync-Cli­ent für den Rech­ner exis­tiert für alle wich­ti­gen Desk­top-Betriebs­sys­te­me, also OS X, Linux und Win­dows. 2 GB Spei­cher­platz bekommt man kos­ten­los, mit eini­gen „Tricks“ kommt man noch an deut­lich mehr kos­ten­lo­sen Spei­cher­platz. Gegen Bezah­lung kann man sei­nen Account auf statt­li­che 100 GB auf­sto­cken. Also eigent­li­che eine hei­le Welt. Eigent­lich. Denn der Ser­vice hat sei­ne Wur­zeln in den USA. Wie kürz­lich über die Pres­se bekannt gewor­den ist, spio­nie­ren sowohl die USA als auch Groß Bri­tan­ni­en mas­siv Benut­zer­da­ten aus. Auf Ser­ver, die in den eige­nen Lan­des­gren­zen ste­hen, haben die hie­si­gen Behör­den nahe­zu unein­ge­schränk­ten Zugriff. Das allein dürf­te gera­de für deut­sche Unter­neh­men (und auch Pri­vat­per­so­nen) Grund genug sein, über einen Umzug der Daten auf deut­schen Boden nach­zu­den­ken. Aber wel­chen Ser­vice nutzt man als Alter­na­ti­ve für die Drop­box? Die von deut­schen Anbie­tern ange­bo­te­nen Alter­na­ti­ven funk­tio­nie­ren zwar recht gut, kom­men aber bei wei­tem nicht an den Kom­fort ran, den Drop­box bie­tet.
Hier springt die Open-Source-Soft­ware own­Cloud in die Bre­sche. Die­se lässt sich auf einem geeig­ne­ten Linux-Ser­ver, vor­zugs­wei­se aus­ge­stat­tet mit Debi­an oder Ubun­tu, instal­lie­ren. Die Vor­tei­le lie­gen klar auf der Hand: die Daten lie­gen auf einem Ser­ver, der in Deutsch­land steht, viel­leicht sogar in den eige­nen vier Wän­den. Die Ver­bin­dung dahin lässt sich auch über ein VPN absi­chern. Der Kom­fort­grad ist hier ähn­lich hoch wie bei der Drop­box: ver­zeich­nis­ba­sier­ter Abgleich der Daten, Sync-Cli­ents für OS X, Linux, Win­dows, iOS und Andro­id. Und die Soft­ware ist kos­ten­los. Der Ser­ver muss natür­lich trotz­dem bezahlt wer­den, aber gera­de bei vie­len Benut­zern und/oder viel benö­tig­tem Spei­cher lässt sich hier Monat für Monat bares Geld spa­ren.
Das Tei­len von Ver­zeich­nis­sen mit wei­te­ren Benut­zern der eige­nen own­Cloud-Instanz ist genau so pro­blem­los mög­lich wie die Link-basier­te Frei­ga­be (es wird ein Link gene­riert, der es Benut­zern ohne own­Cloud-Account ermög­licht, sowohl lesend als auch (auf Wunsch) schrei­bend auf das frei­ge­ge­be­ne Ver­zeich­nis zuzu­grei­fen). Net­ter­wei­se bringt own­Cloud sogar noch einen Kalen­der (der sich über einen Cal­DAV-Account auch in Desk­top-Cli­ents ein­hän­gen lässt) und ein Adress­buch (wel­ches sich über einen Card­DAV-Account mit Desk­top-Cli­ents abglei­chen lässt) mit. Vom ein­ma­li­gen Set­up mal abge­se­hen, erreicht own­Cloud sogar ein Kom­fort-Plus gegen­über der Drop­box. Und man kann wie­der ruhig schla­fen, weil die Daten auf recht siche­rem deut­schen Boden lie­gen.
Soll­ten Sie oder Ihr Unter­neh­men Inter­es­se an einem sol­chen own­Cloud-Ser­ver haben, wür­de ich mich über einen Anruf oder eine E‑Mail von Ihnen freu­en, ich wäre sehr ger­ne behilf­lich.