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Leider immer noch kein SNI mit Windows XP und dem Internet Explorer

Und wie­der mal bremst Micro­soft das Web aus. Dank der Markt­macht von Micro­soft und der immer noch gigan­ti­schen Ver­brei­tung von Win­dows XP kann ein hoch­gra­dig wich­ti­ges Fea­ture moder­ner Web­ser­ver nicht unein­ge­schränkt ver­wen­det wer­den: SNI.

SNI steht für Ser­ver Name Indi­ca­ti­on und macht mög­lich, was vor­her nicht mög­lich war. Näm­lich auf einer IP meh­re­re SSL-Zer­ti­fi­ka­te zu ver­wen­den. Gera­de heut­zu­ta­ge, in denen IP-Adres­se ein knap­pes Gut sind ein nahe­zu unver­zicht­ba­res Fea­ture. Aber dank Micro­softs Nach­läs­sig­keit für all die­je­ni­gen, die aus wel­chem Grun­de auch immer an einer Win­dows-XP-Maschi­ne mit einem Inter­net Explo­rer, unab­hän­gig von der Ver­si­on, sit­zen unzu­gäng­lich. Der Grund hier­für erschliesst sich mir nicht, da alle ande­ren Brow­ser (getes­tet mit Fire­fox 3.6.13, Ope­ra 11.01, Safa­ri 5.0.3, Chro­me 9.0.597.98) unter Win­dows XP ein­wand­frei mit­spie­len. Außer­dem liegt der ent­spre­chen­de Ent­wurf seit 2006, also mitt­ler­wei­le rund fünf Jah­ren, vor.

Die wei­ter­hin star­ke Ver­brei­tung von Win­dows XP und des Inter­net Explo­rers macht es zu einer Grat­wan­de­rung, SNI tat­säch­lich im Pro­duk­tiv­ein­satz zu betrei­ben. Nutz­bar ist die Tech­no­lo­gie dann, wenn man maß­geb­li­chen Ein­fluss auf die Arbeits­um­ge­bung derer hat, die die SSL-gesi­cher­te Ver­bin­dung tat­säch­lich nut­zen sol­len. Möch­te man aber einen klei­nen Online­shop betrei­ben, für den sich SSL nahe­zu auf­drängt, kann man die IP-Adres­sen-spa­ren­de Vari­an­te SNI von vorn­her­ein aus­schlies­sen, da man sich durch die Ver­wen­dung die­ser Tech­no­lo­gie gegen alle Inter­net-Explo­rer-nut­zen­de Win­dows-XP-Benut­zer aus­spricht. Eine ent­spre­chen­de Abfra­ge des Cli­ents vor Auf­nah­me der Ver­bin­dung ist zwar mög­lich, aber was möch­te man mit den Inter­net Explor­ern machen? Sie auf eine unge­si­cher­te Ver­bin­dung wei­ter­lei­ten? Eine Warn­mel­dung aus­ge­ben las­sen? Bei­des ist eigent­lich nicht erstre­bens­wert. Es bleibt also wie­der nur die alte Metho­de, ein Zer­ti­fi­kat pro IP-Adres­se zu ver­wen­den.

Wie schon ein­gangs erwähnt, mal wie­der ist Micro­soft eine brem­sen­de Kraft beim Fort­schritt im Web. Wie sie es schon seit Jah­ren sind, spä­tes­tens näm­lich seit­dem der Inter­net Explo­rer 6 als ver­al­tet gilt, was seit nun­mehr bestimmt sie­ben Jah­ren der Fall ist…

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Technologie

Fehlende Autovervollständigung in OpenVZ-Containern

Aus einem mir nicht so wirk­lich ersicht­li­chen Grun­de ist in den OpenVZ-Tem­pla­tes von Debi­an und Ubun­tu (die ande­ren habe ich noch nicht getes­tet) die bash-auto­com­ple­ti­on deak­ti­viert. Gera­de wer viel mit apti­tu­de oder des­sen Bru­der apt-get arbei­tet, wird die­se Auto­ver­voll­stän­di­gung aber schmerz­lich ver­mis­sen.
Akti­viert wird sie wie folgt:
In der Datei /etc/bash.bashrc müs­sen die fol­gen­den Zei­len ohne die Kom­men­tar­zei­chen (aus­ge­nom­men von der ers­ten Zei­le, die ist näm­lich tat­säch­lich ein Kom­men­tar) ste­hen:

# enable bash completion in interactive shellsif [ -f /etc/bash_completion ]; then    . /etc/bash_completionfi

Das Paket bash-autocompletion muss instal­liert sein:

sudo aptitude install bash-autocompletion

Beim nächs­ten Anmel­den soll­ten die Auto­ver­voll­stän­di­gun­gen nun funk­tio­nie­ren. In mei­nen Tests hat das sowohl bei Debi­an 5.0 als auch Ubun­tu 10.04 funk­tio­niert.

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Technologie

Rails 3 liefert 0 Byte große Dateien aus

Rails-3-Anwen­dun­gen in Ver­bin­dung mit Nginx lie­fern 0 Byte gro­ße Datei­en aus. Um das zu ver­hin­dern, muss in der config/environments/production.rb die ent­spre­chend gekenn­zeich­ne­te Zei­le akti­viert wer­den:

# For nginx:config.action_dispatch.x_sendfile_header = 'X-Accel-Redirect'

Nach einem Neu­start der Anwen­dung soll­ten die Datei­en kor­rekt an euren Brow­ser gelie­fert wer­den.

Quel­le: http://stackoverflow.com/questions/3724853/rails-sends-0-byte-files-using-sen…

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Datenbanken

Duplikate aus einer PostgreSQL-Datenbank sicher entfernen

Klei­ne Notiz, auch für mich selbst. Wer aus einer Post­greS­QL-Daten­bank mal flott alle Dupli­ka­te löschen möch­te, kann wie folgt vor­ge­hen:

DELETEFROM    tabellennameWHERE   feldmituniquekey NOT IN  (SELECT   MAX(dup.feldmituniquekey)  FROM      tabellenname As dup  GROUP BY  dup.doppeltezeile1, dup.doppeltezeile2, dup.doppeltezeile3, dup.doppeltezeile4);

Die Anzahl der GROUP-BY-Fel­der kann belie­big erwei­tert wer­den, um das ver­se­hent­li­che Löschen von teil­wei­se iden­ti­schen Daten­sät­zen zu ver­hin­dern.

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Linux Uncategorized

Drei PPAs für den modernen Mann

Um die Vor­tei­le eines LTS-Release von Ubun­tu (aktu­ell 10.04.2) wei­ter­hin genie­ßen zu kön­nen, ohne auf aktu­el­le Soft­ware ver­zich­ten zu müs­sen, gibt es unter Ubun­tu die so genann­ten PPAs, Per­so­nal Packa­ge Archi­ves. Das sind sepa­ra­te Repo­sito­rys, mit denen man sein Ubun­tu füt­tern kann um Pake­te über die Paket­ver­wal­tung zu instal­lie­ren, die aus irgend­ei­nem Grun­de noch kei­nen Weg in die offi­zi­el­len Repo­sito­rys der Dis­tri­bu­ti­on gefun­den haben. Cano­ni­cal ver­folgt die Phi­lo­so­phie, inner­halb eines Release kei­ne Ver­si­ons­sprün­ge der ursprüng­lich aus­ge­lie­fer­ten Soft­ware mit­zu­ma­chen. Was sehr scha­de ist, hängt man doch so auf Post­greS­QL 8.4, Git 1.7 und Nginx 0.7 fest. Dank eini­ger fleis­si­ger Paket­schnü­rer gibt es aber PPAs, die genau die­se Pro­ble­me behe­ben. Da ich alle drei zuvor genann­ten Anwendungen/Dienste regel­mä­ßig und auf ver­schie­de­nen Ser­vern nut­ze, habe ich mir dafür ent­spre­chen­de PPAs raus­ge­sucht.

Um PPAs zum Sys­tem hin­zu­zu­fü­gen, bie­tet sich das Kom­man­do add-apt-repository an. Soll­te das Kom­man­do nicht gefun­den wer­den kön­nen, leis­tet fol­gen­der Befehl Abhil­fe:

sudo aptitude install python-software-properties

Die­ses Kom­man­do fügt das Repo­sito­ry zur Apt-Sources-Lis­te hin­zu und impor­tiert gleich den pas­sen­den GPG-Schlüs­sel.

Fügen wir nun nach­ein­an­der die drei zuvor erwähn­ten PPAs hin­zu:

sudo add-apt-repository ppa:nginx/stablesudo add-apt-repository ppa:git-core/ppasudo add-apt-repository ppa:pitti/postgresql

Ein abschlie­ßen­des sudo aptitude update nicht ver­ges­sen und schon sind die aktu­el­len Ver­sio­nen von Nginx, Git und Post­greS­QL via apt/aptitude ver­füg­bar.

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Wie sicher sind unsere Daten eigentlich in der Cloud?

Wer mich kennt weiß, dass ich ein Befür­wor­ter von Cloud-Diens­ten bin. Ich fin­de die Cloud toll und nut­ze selbst recht vie­le die­ser Diens­te: Goog­le Apps, Flickr, Ama­zon S3, Tumb­lr, Pos­te­rous, Hero­ku, Mobi­le­Me, Drop­box und so wei­ter. Und ich füh­le mich gut dabei. Gut des­we­gen, weil ich mir kei­ne Gedan­ken über Back­ups machen muss. Gut, weil ich mir sicher sein kann, dass all mei­ne Daten fast immer ver­füg­bar sind, wenn ich sie brau­che. Auch in der Cloud wird kei­ne 100%ige Erreich­bar­keit erreicht, aber 99,9 % genü­gen mir auch voll­kom­men. Rein rech­ne­risch sind damit 8,76 Stun­den pro Jahr erlaub­te Aus­fall­zeit drin. Das ist ok. Selbst-gehos­te­te Diens­te ste­hen eher schlech­ter denn bes­ser dar.

Vie­le argu­men­tie­ren gegen die Cloud mit einem voll­stän­di­gen Kon­troll­ver­lust, der Cloud-Anbie­ter kann ja theo­re­tisch mit mei­nen Daten tun und las­sen, was er will. Zuletzt gesche­hen bei Wiki­leaks. Und das könn­te natür­lich auch mir pas­sie­ren. Viel­leicht gefällt Pos­te­rous ja nicht, was ich hier so von mir gebe. Oder der Staats­an­walt ruft bei Pos­te­rous an. Und dann macht einer der Mit­ar­bei­ter von Pos­te­rous (oder Tumb­lr, Goog­le, sonst­wem) Klick und schal­tet mei­nen Account ab. Aber ande­rer­seits, kürz­lich gese­hen an dem Vor­fall mit nerdcore.de, kann das auch außer­halb der Cloud pas­sie­ren. Den Gedan­ken­gang kön­nen wir also getrost abha­ken. Wenn ich nicht selbst dafür sor­ge, dass mei­ne Inhal­te auf ver­schie­de­nen Ser­vern in ver­schie­de­nen Län­dern abge­legt sind, hab ich wohl nie eine Sicher­heit, dass nicht jemand drit­tes ein­fach mei­nen Ser­vice abschal­tet.

Vor eini­gen Tagen ist bei Flickr der Super­gau pas­siert. Ein Schwei­zer Nut­zer hat sich bei Flickr beschwert, dass jemand sei­ne Inhal­te klau­en wür­de. Ein Mit­ar­bei­ter von Flickr hat das Pro­blem behe­ben wol­len, dabei aber ver­se­hent­lich den Account des Schwei­zers, Mir­co Wil­helm, gelöscht. Kann ja mal vor­kom­men und kann natür­lich auch außer­halb der Cloud pas­sie­ren. Aber ich wür­de jetzt ein­fach davon aus­ge­hen, dass man sich ein Back­up schnappt und den Account lücken­los wie­der­her­stel­len kann. Schein­bar ist das aber, wenigs­tens in der Flickr-Cloud, nicht so ohne wei­te­res mög­lich. Mitt­ler­wei­le, rund 24 Stun­den spä­ter, haben die Tech­ni­ker bei Flickr wohl den gesam­ten Account erfolg­reich wie­der­her­stel­len kön­nen. Ohne den Auf­schrei, den die­ser Vor­fall her­vor­ge­ru­fen hat, wäre es aber nicht unbe­dingt so weit gekom­men. Schein­bar hat­ten die Mit­ar­bei­ter bei Flickr wirk­lich gut zu tun, um die­se Wie­der­her­stel­lung zu errei­chen. Ein wenig frech war auch die anfäng­li­che Reak­ti­on von Flickr, dem armen Mann gan­ze vier Jah­re einer Pro-Mit­glied­schaft zu schen­ken. Zur Erin­ne­rung: Flickr Pro kos­tet schlap­pe 25 US-$ im Jahr. Ein Gegen­wert von nicht mal 100 Dol­lar ersetzt wohl kaum den Ver­lust von 3.400 Fotos, die in Mir­cos Account gespei­chert waren.

Auch wenn Flickr letz­ten Endes erfolg­reich den gesam­ten Account hat wie­der­her­stel­len kön­nen (und Herrn Wil­helm 25 Jah­re Pro-Mit­glied­schaft geschenkt hat), soll­te man sich viel­leicht nicht zu sehr zurück­leh­nen, nur weil die Daten in der Cloud lie­gen und die­se ja nahe­zu unzer­stör­bar ist. Sicher­lich, eine Cloud schützt recht effi­zi­ent vor dem Daten­ver­lust durch Hard­ware­schä­den, nicht aber vor Benut­zer­feh­lern. Auch bei der Ver­wen­dung von Cloud-Diens­ten scheint also eine sinn­vol­le Back­upstra­te­gie unum­gäng­lich zu sein.

Rand­no­tiz: ich bin mit Drop­box mal ein wenig auf die Nase gefal­len. Dort abge­leg­te LaTeX-Quel­len wur­den vom Ser­vice irgend­wie zer­stört. Die Inhal­te ent­spra­chen in keins­ter Wei­se denen, die ich ursprüng­lich abge­legt habe. Das sonst recht effi­zi­en­te und gut arbei­ten­de Hash­ing von Drop­box wird hier wohl eine laten­te Fehl­funk­ti­on gehabt haben. Und natür­lich hab ich den Drop­box-Ord­ner aus mei­nem Time-Machi­ne-Back­up aus­ge­schlos­sen…

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Eigene Domain mit Blog und E‑Mail für 6,60 € im Jahr

Klingt unmög­lich? Ist es aber nicht. In die­sem Arti­kel möch­te ich euch einen Weg zei­gen, mit dem ihr ein Blog samt eige­ner Domain und jede Men­ge E‑Mail-Adres­sen und zuge­hö­ri­gem Spei­cher bekommt.

Die Ser­vices, die ich hier vor­stel­len möch­te, hei­ßen im Ein­zel­nen:

  • Tumb­lr
  • Pos­te­rous
  • Word­Press
  • Goog­le Apps Stan­dard

Jeder ein­zel­ne die­ser Diens­te kos­tet kei­nen Cent. Nur für eure Domain müsst ihr Geld zah­len. Des­we­gen, damit der unan­ge­neh­me Teil erle­digt ist, küm­mern wir uns dar­um zuerst.

Eine Domain ohne alles bekommt ihr bspw. bei domain­FAC­TO­RY. Ver­schie­de­ne Domai­nen­dun­gen, sog. Top Level Domains, kos­ten unter­schied­lich viel Geld. Bei mei­ner Kal­ku­la­ti­on gehe ich von einer .de-Domain aus, die laut Preis­lis­te 0,55 € monat­lich kos­tet. Der Betrag ist im Vor­aus zu ent­rich­ten und beläuft sich somit auf 6,60 € pro Jahr. Mit der Domain selbst könnt ihr natür­lich erst mal nicht so immens viel anstel­len. Aber trotz­dem ist das der ers­te Schritt. Die­se Domain wer­den wir spä­ter so kon­fi­gu­rie­ren, dass euer Blog dar­über erreich­bar sein wird.

Wei­ter geht’s zum ange­neh­men, dem kos­ten­lo­sen Teil.

Zu aller­erst soll­tet ihr euch für einen Blo­g­an­bie­ter ent­schei­den. Auf wel­chen eure Ent­schei­dung fällt, ist sicher­lich teil­wei­se per­sön­li­che Prä­fe­renz. Wer hier ohne Vor­be­hal­te ent­schei­den möch­te, soll­te sich alle drei genau­er anschau­en. Ich habe mit allen drei schon Erfah­run­gen machen kön­nen. Für mei­ne Anfor­de­run­gen eig­net sich der Dienst Tumb­lr am Bes­ten. Aber das soll kei­ne Emp­feh­lung für die­sen oder gar gegen die ande­ren Diens­te sein. Im Fol­gen­den gehe ich kurz auf die Eigen­ar­ten der jewei­li­gen Diens­te ein:

Tumblr

Woher der Name kommt, ist halb­wegs ein­deu­tig. Tumb­le­log, das war wohl der ursprüng­li­che Ein­satz­zweck, den der Dienst für sich selbst gese­hen hat. Dafür nut­ze ich ihn auch haupt­säch­lich. Tumb­le­logs die­nen pri­mär dazu, klei­ne Schnip­sel, über die man im Web gestol­pert ist zu ver­öf­fent­li­chen. Bei Tumb­lr wählt man vor dem Erstel­len eines Arti­kels aus, um wel­chen Inhalts­typ es sich han­deln soll. Zur Wahl ste­hen Text, Foto, Zitat, Link, Chat, Audio und Video. Je nach gewähl­tem Inhalts­typ kann man nun einen stink­nor­ma­len Fliess­text ein­bin­den, einen Direkt- oder Embed-Link zu einem Video (You­Tube, Vimeo, etc.), ein Foto hoch­la­den oder von einer exter­nen URL holen las­sen und so wei­ter und so fort. Jedem media­len Inhalts­typ kann man noch eine Text­be­schrei­bung bei­fü­gen. Wer also ein Video wählt, kann nach­her nicht nur ein Video in sei­nem Bei­trag dar­stel­len.

Jeder Bei­trag kann Tags bekom­men, man kann eine Quell-URL ange­ben, sofern vor­han­den, einen Link samt Titel auto­ma­tisch zu Twit­ter pos­ten las­sen, eine Ver­knüp­fung zu Face­book ist auch mög­lich. So publi­ziert Tumb­lr neue Bei­trä­ge in mei­nem Fal­le direkt in mei­nen Twit­ter­ac­count und stellt die­se auch in mei­ner Face­book-Time­li­ne dar. Eure Bei­trä­ge könnt ihr über die Mark­up-Spra­che Mark­down for­ma­tie­ren. Eine kom­plet­te Refe­renz zu Mark­down gibt es auf den Sei­ten sei­nes Erfin­ders, John Gru­ber.

Anpass­bar ist der Ser­vice natür­lich auch. So ste­hen der­zeit über 100 The­mes, kos­ten­lo­se und kos­ten­pflich­ti­ge zur Ver­fü­gung. Die Prei­se der kos­ten­pflich­ti­gen The­mes vari­ie­ren zwi­schen 9 und 49 US-$, blei­ben also in jedem Fal­le bezahl­bar. Die Aus­wahl an kos­ten­frei­en The­mes ist aber so groß, dass man hier nicht unbe­dingt Geld aus­ge­ben muss. Die meis­ten The­mes las­sen sich kom­for­ta­bel ohne Kennt­nis­se in HTML und/oder CSS anpas­sen. Die jewei­li­gen Mög­lich­kei­ten hän­gen hier­bei aber stark vom jewei­li­gen The­me ab, sodass ich hier kei­ne all­ge­mein gül­ti­gen Bei­spie­le geben kann. Wer mag, kann dar­über hin­aus aber auch direkt das HTML und CSS des The­mes bear­bei­ten.

Neben den eigent­li­chen dyna­mi­schen Blog­bei­trä­gen kön­nen sog. Sei­ten ange­legt wer­den, gut geeig­net bspw. für ein Impres­sum oder eine Kon­takt­sei­te. Außer­dem kann man sei­ne Leser aktiv ein­be­zie­hen, wenn man die Com­mu­ni­ty-Funk­tio­nen nutzt. So kön­nen Besu­cher Bei­trä­ge bei­steu­ern, Fra­gen stel­len, etc. Zu guter letzt ist es mög­lich, zusätz­li­che Autoren zum Blog hin­zu­zu­fü­gen.

Nun zu unse­rem Anlie­gen, das Tumb­lr-Blog unter unse­rer eige­nen Domain ver­füg­bar zu machen. Tumb­lr bie­tet dafür eine eige­ne Hil­fe­sei­te an, auf der steht, was zu tun ist. Zusam­men­ge­fasst müsst ihr einen so genann­ten A‑Record bei eurem Domain­hos­ter anle­gen und die­sen auf die IP-Adres­se 72.32.231.8 zei­gen las­sen. Infos zu die­sem The­ma gibt es domain­FAC­TO­RY auf der ent­spre­chen­den FAQ-Sei­te. Nach­dem ihr bei domain­FAC­TO­RY (oder eurem jewei­li­gen Hos­ter) den Ein­trag ange­legt habt, müsst ihr den Namen noch in den Ein­stel­lun­gen eures Blogs hin­ter­le­gen. Dafür klickt ihr in eurem Dash­board auf Anpas­sen und dann oben auf Info. Unten setzt ihr den Haken bei Eige­ne Domain ver­wen­den und tippt dar­un­ter euren eige­nen Domain­na­men ein. Ein Klick auf Speichern+Schliessen über­nimmt die Ände­run­gen. Bis euer Blog tat­säch­lich unter der Domain auf­taucht, kann unter Umstän­den ein hal­ber Tag ver­ge­hen. Ein wenig Geduld braucht ihr also.

Tumb­lr ist auch eine Com­mu­ni­ty, so könnt ihr ande­ren Tumb­lr-Blogs fol­gen und bekommt deren Inhal­te in eurem Dash­board ein­ge­blen­det. Außer­dem könnt ihr Bei­trä­ge favo­ri­sie­ren, also ähn­lich wie bei Face­book liken. Kom­men­ta­re wer­den über Dis­qus inte­griert, wel­ches wie­der­um eine eige­ne Com­mu­ni­ty mit­bringt.

Posterous

Pos­te­rous hat sich auf die Flag­gen geschrie­ben, der per­fek­te Dienst für mobi­le Blog­ger zu sein, weil man sei­ne Bei­trä­ge ein­fach per E‑Mail an den Dienst schi­cken kann. Anfangs fand ich das geni­al, wer aber sei­ne Bei­trä­ge fle­xi­bel gestal­ten möch­te, soll­te lie­ber doch den Edi­tor benut­zen. Um einen Bei­trag per E‑Mail ein­zu­rei­chen genügt es, die E‑Mail-Adres­se, von der aus man sen­den möch­te bei Pos­te­rous bekannt zu machen. Initi­al geschieht das, indem man ein­fach eine E‑Mail an [email protected] schickt. Alles wei­te­re wird dann in einer Ant­wort­mail erklärt. Die Anmel­dung könn­te also nicht ein­fa­cher sein.

Pos­te­rous hat kei­ne Bei­trags­ty­pen, wie das bei Tumb­lr der Fall ist. Was Pos­te­rous allen ande­ren Diens­ten vor­aus hat, sind zwei Din­ge:

  1. Ein­bin­dung exter­ner Inhal­te in den Post. Wenn ich also mit­ten in mei­nen Bei­trag einen Link zu einem Vimeo-Video, einem Git­Hub-Gist oder einem Flickr-Foto ein­fü­ge, wird anstel­le des Links der Inhalt dar­ge­stellt. Wie das urhe­ber­recht­lich aus­sieht, fra­ge ich mich aber immer noch. An E‑Mails ange­hängt Vide­os und MP3-Datei­en wer­den im Übri­gen mit­tels Flash-Play­er (ohne Flash in der Mobil­ver­si­on für iOS-Gerä­te) in den Bei­trag ein­ge­bun­den, das Hos­ting und bei Vide­os auch die Kon­ver­tie­rung über­nimmt Pose­rous.
  2. Auto­pos­ting. Pos­te­rous unter­stützt die auto­ma­ti­sche Publi­ka­ti­on eurer Inhal­te auf sehr vie­len Platt­for­men. So kann man ein­stel­len, dass nach dem Publi­zie­ren eines neu­en Bei­trags auto­ma­tisch Ein­trä­ge bei Soci­al-Media-Diens­ten wie Face­book, Twit­ter, Flickr, Tumb­lr, Word­Press und ande­ren Diens­ten erstellt wer­den. Aus Grün­den der Such­ma­schi­nen­freund­lich­keit rate ich aber drin­gend davon ab, Blog­bei­trä­ge von Pos­te­rous bei wei­te­ren Blog­platt­for­men publi­zie­ren zu las­sen. Dupli­ca­te Con­tent ist bei Goog­le und Co. nicht son­der­lich beliebt.

Die For­ma­tie­rung der Bei­trä­ge erfolgt wahl­wei­se über den WYSI­WYG-Edi­tor oder, wie bei Tumb­lr, über Mark­down. Bei­de Metho­den kön­nen mich nicht so recht zufrie­den stel­len. Ich hof­fe, dass Pos­te­rous den ver­wen­de­ten Edi­tor frü­her oder spä­ter aus­tau­schen wird da bspw. Copy & Pas­te nicht ver­nünf­tig funk­tio­niert. Pos­te­rous bie­tet 1 GB Spei­cher­platz an, nach dem Errei­chen die­ses Limits wird Pos­te­rous Kon­takt mit euch auf­neh­men und fra­gen, ob ihr mehr braucht.

Der­zeit ste­hen euch bei Pos­te­rous ins­ge­samt 36 ver­schie­de­ne The­mes zur Ver­fü­gung. Kos­ten­pflich­ti­ge The­mes direkt bei Pos­te­rous gibt es bis­her nicht, sind aber ange­kün­digt. Und genau wie Tumb­lr habt ihr bei Pos­te­rous die Mög­lich­keit, sta­ti­sche Sei­ten anzu­le­gen.

Auch hier gibt es die Mög­lich­keit, eine eige­ne Domain mit eurem Blog zu ver­knüp­fen. Hier­zu ist wie­der ein A‑Record erfor­der­lich, der auf die IP 66.216.125.32 zei­gen muss. In den Ein­stel­lun­gen eures Blogs klickt ihr dann beim Namen auf die Schalt­flä­che Edit und geb unter Custom Domains euren Domain­na­men ein. Auch hier ist wie­der ein wenig Geduld gefragt, bis der Ein­trag sich im welt­wei­ten DNS-Baum über­all ein­ge­nis­tet hat.

Was mir nach wie vor ein wenig sau­er auf­stösst ist die Geschwin­dig­keit des Diens­tes. Gefühlt reagiert die Platt­form deut­lich trä­ger als Tumb­lr dies tut. Die­ses Blog hier ist im Übri­gen bei Pos­te­rous. Von der Kom­men­tar­funk­ti­on bin ich eben­falls nicht begeis­tert, so las­sen sich bspw. kei­ne direkt zuge­ord­ne­ten Ant­wor­ten auf Kom­men­ta­re erstel­len. Bes­se­rung wur­de mir auf Anfra­ge aber zuge­si­chert.

Wer noch ein altes Blog hat, kann im Übri­gen mit­tels des Importers all sei­ne alten Ein­trä­ge zu Pos­te­rous holen. Ziem­lich cool und ein­ma­lig, soweit ich das beur­tei­len kann.

In Sachen Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen bringt Pos­te­rous eine Fol­lo­wer­lis­te mit, außer­dem kann man sich täg­lich die aktu­el­len Bei­trä­ge die­ser Blogs per E‑Mail zuschi­cken las­sen.

WordPress

Word­Press dürf­te die mit Abstand bekann­tes­te und popu­lärs­te Blog-Soft­ware welt­weit sein. Was nicht unbe­dingt ein Qua­li­täts­merk­mal ist. Aber einen gro­ßen Vor­teil hat man dadurch: die Aus­wahl an The­mes und Plugins ist gigan­tisch. Aber wie das bei so gro­ßen Men­gen immer so ist, ent­spricht die Qua­li­tät natür­lich nicht immer den höchs­ten Stan­dards.

Wie Pos­te­rous trennt auch Word­Press nicht nach Bei­trags­ty­pen und lässt einen bunt mischen. Dateiuploads erfol­gen über die Media­thek und kön­nen auch direkt aus der Arti­kel­an­sicht erfol­gen. Das Spei­cher­platz­li­mit beträgt 3 GB.

Wie schon gesagt, ist das gro­ße Argu­ment für die Nut­zung von Word­Press die schier unend­li­che Viel­falt an The­mes und Plugins. Der Hosted-Ser­vice von Word­Press ist recht zügig und das Backend ist kom­for­ta­bel. Ein­schrän­kun­gen gegen­über einer selbst-gehos­te­ten Instal­la­ti­on muss man kaum in Kauf neh­men. Mitt­ler­wei­le exis­tiert auch die Mög­lich­keit, Pre­mi­um-The­mes für die gehos­te­te Instal­la­ti­on zu kau­fen, was bis­her eine Ein­schrän­kung war. Plugins und The­mes las­sen sich über das Backend kom­for­ta­bel instal­lie­ren und suchen.

Um eure Domain jetzt mit eurem kos­ten­lo­sen Word­Press-Blog zu ver­knüp­fen, ist ein etwas radi­ka­le­res Vor­ge­hen nötig als bei Pos­te­rous oder Tumb­lr. Ihr müsst die kom­plet­ten Name­ser­ver-Ein­trä­ge umbie­gen. Wie das geht, steht in einem Sup­port-Arti­kel, in eng­li­scher Spra­che. Das führt für unser nächs­tes Vor­ha­ben aber zu Pro­ble­men, auf die wir noch ein­ge­hen müs­sen.

Bei Word­Press habe ich bis­her kei­ne Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen ent­de­cken kön­nen, was scha­de ist.

Google Apps Standard Edition

Wenn ihr euch für einen der drei oben erwähn­ten Ser­vices ent­schie­den habt, habt ihr schon mal eine cloud-basier­te Web­site. Aber euch kann nie­mand E‑Mails an eure Domain schi­cken. Und das gehört doch zum guten Ton.

Um dies zu errei­chen, ver­wen­den wir Goog­le Apps Stan­dard Edi­ti­on. Die Stan­dard Edi­ti­on kos­tet kei­nen Cent und bie­tet für maxi­mal 50 Benut­zer auf einer Domain 7,5 GB Spei­cher­platz pro Nut­zer an. Damit soll­te euer E‑Mail-Volu­men für eini­ge Zeit gede­ckelt sein. Neben­bei bekommt ihr noch den welt­bes­ten Spam-Fil­ter, durch­ge­hen­de SSL-Ver­schlüs­se­lung und Goog­le Docs in sei­ner vol­len Pracht. Ihr müsst euch nur mit eurer Domain regis­trie­ren und fol­gen­de DNS-Ein­trä­ge für eure Domain vor­neh­men:

1 ASPMX.L.GOOGLE.COM5 ALT1.ASPMX.L.GOOGLE.COM5 ALT2.ASPMX.L.GOOGLE.COM10 ASPMX2.GOOGLEMAIL.COM10 ASPMX3.GOOGLEMAIL.COM

Die Zahl kenn­zeich­net die Prio­ri­tät des Ein­trags. Der Ein­trags­typ lau­tet MX.

Außer­dem müsst ihr eine geeig­ne­te Metho­de der Domain­ve­ri­fi­zie­rung wäh­len. Da ihr kei­nen Webspace habt, auf den ihr irgend­wel­che Datei­en hoch­la­den könnt, müsst ihr den CNA­ME-Weg wäh­len. Dazu wer­det ihr wäh­rend des Ein­rich­tungs­pro­zes­ses auf­ge­for­dert, der Name ändert sich stän­dig, wes­we­gen ich ihn hier nicht ange­be.

Wenn eure Domain regis­triert ist, könnt ihr außer­dem Sub­do­mains für den Zugriff auf das Web­in­ter­face des jewei­li­gen Diens­tes ver­wen­den. Dazu ist ein wei­te­rer CNA­ME-Ein­trag erfor­der­lich, der dann auf ghs.google.com. (der Punkt am Ende ist wich­tig) zei­gen muss. Ihr könn­tet also bspw. mail auf die­sen Ein­trag zei­gen las­sen, um bei der Ein­ga­be von mail.domain.tld euer Web­mail-Inter­face auf­zu­ru­fen.

Ein Hin­weis noch zu Word­Press: da wir not­ge­drun­gen die Name­ser­ver-Ein­trä­ge umbie­gen muss­ten, müs­sen die oben genann­ten Ein­stel­lun­gen bei Word­Press und nicht bei bspw. domain­FAC­TO­RY vor­ge­nom­men wer­den. Einen ent­spre­chen­den Sup­port-Arti­kel stellt Word­Press zu die­sem The­ma bereit.

Fin

Das war es auch schon. Nach viel­leicht einer Stun­de Arbeit habt ihr eine kom­plet­te, leicht anpass­ba­re Web­site (Blog­sys­te­me las­sen sich natür­lich nicht nur zum Blog­gen ver­wen­den) und einen cloud-basier­ten kol­la­bo­ra­ti­ons­fä­hi­gen E‑Mail-Dienst für 6,60 € im Jahr. Ihr müsst euch nicht mit Updates rumär­gern oder dar­aus resul­tie­ren­de tech­ni­sche Pro­ble­me lösen. Da alle erwähn­ten Diens­te Cloud-Diens­te sind, ist auch die Aus­fall­wahr­schein­lich­keit recht gering, wenn auch gera­de die Blog-Diens­te Pos­te­rous und Tumb­lr in der letz­ten Zeit immer wie­der mal nicht erreich­bar waren. Im Regel­fall waren die­se Pro­ble­me aber auch schon nach weni­gen Minu­ten wie­der beho­ben. Und Aus­fäl­le kön­nen natür­lich auch bei bezahl­ten Dienst­leis­tun­gen vor­kom­men.