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Wii- und PC-Spiele für Erwachsene zu veräußern

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Ich mis­te gera­de aus und möch­te mir das Weih­nachts­ge­schäft nicht durch die Lap­pen gehen las­sen ;-). Unter den zu ver­kau­fen­den Gegen­stän­den befin­den sich aber auch ein paar Din­ge, die erst ab 18 in deut­schen Lan­den frei­ge­ge­ben sind und des­we­gen nicht via eBay ver­äu­ßert wer­den kön­nen. Des­we­gen ver­such ich es auf die­sem Wege.

Die acht Titel, um die es sich dreht sind auf dem Foto zu sehen. Und ja, Unre­al Tour­na­ment III ist tat­säch­lich noch ver­schweisst ;-). Falls jemand Pro­ble­me beim Lesen der Titel haben soll­te, hier noch mal im Klar­text:

  • Rid­dick — Escape from But­cher Bay
  • Lynch & Kane — Dead Men
  • Max Pay­ne
  • Max Pay­ne 2
  • FarCry
  • Unre­al Tour­na­ment III (2x)
  • Mad­World (Wii)

Alle Titel haben eine Alters­frei­ga­be von 18 Jah­ren. Ich wer­de sie also nur ver­schi­cken, wenn ich euch ent­we­der gut genug ken­ne um sicher zu sein, dass ihr voll­jäh­rig seid oder gegen „Vor­la­ge“ eines Scans eures Per­so­nal­aus­wei­ses oder Füh­rer­scheins. Das muss ich machen, da ich sonst in Teu­fels Küche kom­men kann.

An Ver­sand­kos­ten fal­len genau die Kos­ten an, die die jeweils von euch gewähl­te Ver­sand­me­tho­de kos­tet. Preis­vor­schlä­ge per E‑Mail ([email protected]) oder über die Kom­men­ta­re an mich. Dan­ke schon mal.

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Alles neu in Windows 7 und keiner nutzt es

Win­dows 7 ist nun nicht erst seit ges­tern auf dem Markt und trotz­dem, wenn ich mir die Benut­zer des Sys­tems anschaue, behan­deln sie es zumeist wie ein Win­dows XP oder 2000. Vie­le stel­len gleich als ers­tes die Aero-Ober­flä­che ab (häu­fig mit der ziem­lich frag­wür­di­gen Begrün­dung, sie sei zu bunt), wol­len die­se „furcht­ba­re neue Tas­kleis­te“ aus­schal­ten und ver­su­chen, ihr Start­me­nü wie­der ein­spal­tig zu bekom­men. Es grenzt schon fast an Iro­nie, wie die Kun­den Micro­softs sämt­li­che Bemü­hun­gen das Sys­tem benut­zer­freund­li­cher zu machen tor­pe­die­ren, indem sie alles deak­ti­vie­ren, was man nur deak­ti­vie­ren kann. Linux-Benut­zern wird ja häu­fig vor­ge­wor­fen, sie sei­en Frick­ler. Aus mei­ner Sicht trifft das eher auf den „fort­ge­schrit­te­nen“ Win­dows-Nut­zer zu. Die­se bie­gen sich näm­lich alles so zurecht, wie sie es vor 15 Jah­ren vor­ge­fun­den haben.

Was mir nach der ers­ten Instal­la­ti­on eines Win­dows 7 posi­tiv auf­fiel war, neben der im Ver­gleich zu Vis­ta deut­lich erhöh­ten Arbeits­ge­schwin­dig­keit, die neue Tas­kleis­te. Das zugrun­de­lie­gen­de Kon­zept, jede Anwen­dung bekommt genau ein Icon, kennt man schon län­ger, näm­lich aus der Apple-Welt, aber Micro­soft hat hier noch einen Schritt wei­ter gedacht: hovert man das Icon, sieht man eine Minia­turan­sicht sämt­li­cher Fens­ter, die zu dem Icon gehö­ren. Vor­bei sind die Zei­ten, in denen man dank der Tas­kleis­te nicht sinn­voll mit mehr als 10 Fens­tern hat arbei­ten kön­nen. Aber was pas­siert? Die alt­ein­ge­ses­se­nen Win­dows-Nut­zer beschwe­ren sich, weil sich etas geän­dert hat. Ich, als Unbe­tei­lig­ter, freue mich, dass sich end­lich mal was tut. Aber selbst die Nut­zer, die sich nicht beschwe­ren, zie­hen kei­nen Nut­zen aus die­ser tol­len Neue­rung, sie arbei­ten wei­ter wie gehabt. Aber wor­an liegt’s? Ver­mut­lich dar­an, dass Micro­soft nie­man­den auf die Mög­lich­kei­ten auf­merk­sam macht, die sich durch die­se neue Tas­kleis­te bie­ten. Wel­che das sein sol­len?

1. Ent­las­tung des Desk­tops

1.1 Und da soll man noch was fin­den?

Vie­le Win­dows-Nut­zer legen (aus Bequem­lich­keit?) ein­fach alles auf dem Desk­top ab, was ihnen gera­de so über den Weg läuft: Down­loads, neu erstell­te Doku­men­te, von Pro­gramm­in­stal­la­tio­nen ange­leg­te Ver­knüp­fun­gen, tem­po­rä­re Datei­en und so wei­ter. Bei sehr vie­len Anwen­dern ist wirk­lich kaum oder gar kein frei­er Platz mehr auf dem Desk­top aus­zu­ma­chen. Ähn­lich wie bei einem rea­len Schreib­tisch, des­sen Meta­pher der vir­tu­el­le Desk­top ja nun mal sein soll, fin­det man aber ob der vie­len Sym­bo­le rein gar nichts mehr wie­der. For­dert man sol­che Benut­zer aber zum Auf­räu­men auf, sind sie steif und fest der Mei­nung, das alles noch zu brau­chen. Und natür­lich genau dort, auf dem Desk­top, weil man es da ja am schnells­ten wie­der fin­det. Was natür­lich nicht der Fall ist, aber wenn man sich das erst mal in den Kopf gesetzt hat… Der Desk­top wird bei den meis­ten Win­dows-Nut­zern nach dem Start der ers­ten Anwen­dung voll­stän­dig über­deckt. Um jetzt an des­sen Inhalt zu kom­men, muss man also erst mal auf irgend­ei­ne Art und Wei­se für eine Mini­mie­rung der Fens­ter sor­gen. Das kos­tet Zeit und Mühe. Sind alle Fens­ter mini­miert, geht das gro­ße Gesu­che los. Ist es eines der weni­gen Sym­bo­le, das man wirk­lich stän­dig benö­tigt, geht das natür­lich schnell, ansons­ten braucht es eben eine Wei­le.

1.2 Der Schnell­start­be­reich ist obso­let

Auf­grund der Tat­sa­che, dass jedes Pro­gramm ohne­hin genau einen Platz­hal­ter in der Tas­kleis­te nach dem Start belegt, braucht die Schnell­start­leis­te mitt­ler­wei­le wirk­lich kein Mensch mehr. Denn auch hier habe ich Aus­wüch­se gese­hen, die mir mei­ne Nacken­haa­re haben zu Ber­ge ste­hen las­sen. 20 und mehr Icons in der Schnell­start­leis­te bei einer Sym­bolgrö­ße von 16x16(?) sind wohl reich­lich nutz­los. Auch hier wird man eini­ge weni­ge Icons sofort zuord­nen kön­nen, bei allen wei­te­ren muss wie­der gesucht wer­den. Der Zeit­vor­teil ist dahin. Aber man braucht all die­se Sym­bo­le ja stän­dig…

1.3 Mit der Maus star­ten ist out

Und mitt­ler­wei­le auch voll­stän­dig über­flüs­sig. Unter Win­dows 7 ist der Desk­top opti­ma­ler­wei­se voll­stän­dig leer, bis eben auf den Papier­korb und die Objek­te, mit denen man gera­de brand­ak­tu­ell arbei­tet. Pro­gram­me wer­den nicht über Ver­knüp­fun­gen auf dem Desk­top gestar­tet, son­dern über den Such­be­reich im Start­me­nü oder aber eben über Sym­bo­le in der Tas­kleis­te, die ohne­hin nach dem Pro­gramm­start auf­tau­chen wür­den. Das hal­be Dut­zend bis Dut­zend Pro­gram­me, wel­ches man am häu­figs­ten ver­wen­det, kann man mit einem Rechtsklick gefolgt von „An Tas­kleis­te anhef­ten“ dau­er­haft in die Tas­kleis­te ver­frach­ten, wo man es dann sofort star­ten kann, auch wenn schon 20 wei­te­re Fens­ter offen sind und den Blick auf den Desk­top ver­sper­ren. Soll­te man nun spon­tan ein Pro­gramm star­ten müs­sen, das sich nicht in der Tas­kleis­te befin­det, genügt ein Druck auf die Win­dows-Tas­te und der fol­gen­den Ein­ga­be der Anfangs­buch­sta­ben des gesuch­ten Objekts. Gera­de beim durch­schnitt­li­chen Benut­zer befin­den sich nicht so vie­le Objek­te auf der Fest­plat­te, dass ver­mut­lich schon der ers­te Tref­fer, kor­rek­te Ein­ga­be des Such­be­griffs vor­aus­ge­setzt, zum Erfolg führt. Ein Druck auf die Enter­tas­te, schon wird das Pro­gramm gestar­tet bzw. die Datei gela­den.

Die neue Tas­kleis­te ist ja nicht das ein­zig neue Fea­ture von Win­dows 7, des­we­gen soll­te auch über die fol­gen­den The­men mal nach­ge­dacht wer­den:

2. „Natür­li­chi­fi­zie­rung“ des Sys­tems

Durch die sanft ein- und aus­blen­den­den Fens­ter gewinnt das gesam­te Sys­tem einen deut­lich „natür­li­che­ren“ Ein­druck. Wir ken­nen sol­che Ansät­ze auch aus ande­ren Indus­trie­zwei­gen. Die Auto­in­dus­trie bei­spiels­wei­se ver­baut sol­che Tech­ni­ken in Innen­raum­be­leuch­tun­gen. In aktu­el­len Fahr­zeu­gen ist die­se nicht plötz­lich an und wie­der aus, son­dern wird lang­sam hel­ler bzw. dunk­ler. Auch der Ener­gie­spar­mo­dus mei­nes iMacs schal­tet das Dis­play nicht schlag­ar­tig dun­kel, son­dern ver­dun­kelt es vor­her lang­sam. Die Son­ne ist ja auch nicht plötz­lich da und weg. Genug der Bei­spie­le, die Poin­te soll­te klar gewor­den sein.

Auch die teil­trans­pa­ren­ten Titel­leis­ten der Fens­ter tra­gen ihren Teil dazu bei, da durch die­se der Unter­schied zwi­schen akti­ven und inak­ti­ven Fens­tern deut­lich ver­stärkt wird. Dies wie­der­um führt zu einer grö­ße­ren Über­sicht­lich­keit. Von den Fens­ter­schat­ten ganz zu schwei­gen, die­se kann ich gar nicht mehr weg­den­ken, sie erhö­hen mas­siv die Plas­ti­zi­tät der Sys­tem­op­tik. In ande­ren Berei­chen will auch nie­mand mehr fla­che, 2D-arti­ge Objek­te haben.

Die Welt ist nun mal drei­di­men­sio­nal, wie­so soll­ten Betriebs­sys­tem­ober­flä­chen nicht auch etwas mehr in Rich­tung Drei­di­men­sio­na­li­tät wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den?

3. Bes­se­re Nut­zung von Res­sour­cen

Ja, so para­dox es klingt, ohne Bench­marks ange­stellt zu haben, habe ich das Gefühl, dass die Akti­vie­rung der Aero-Ober­flä­che einen Geschwin­dig­keits­zu­wachs bringt. Das wäre auch nahe­lie­gend, immer­hin soll­te nach der Akti­vie­rung der 3D-Chip die Zeich­nung der Fens­ter über­neh­men und nicht mehr die CPU. Der Pro­zes­sor und auch der Arbeits­spei­cher soll­ten durch die Akti­vie­rung von Aero also ent­las­tet wer­den. Tat­säch­lich kommt mir Win­dows 7 ab einem bestimm­ten Leis­tungs­ni­veau auf glei­cher Hard­ware schnel­ler vor als Win­dows XP.

4. Ver­bes­ser­tes Fens­ter-Hand­ling

Micro­soft hat Win­dows 7 außer­dem eine sehr prak­ti­sche Fea­ture-Grup­pe zum ver­bes­ser­ten Hand­ling von Fens­tern spen­diert. Zieht man näm­lich ein belie­bi­ges Fens­ter gegen den obe­ren Bild­schirm­rand, mini­miert sich die­ses. Löst man es wie­der vom Bild­schirm­rand, nimmt es sei­ne ursprüng­li­che Grö­ße an. Glei­ches gilt, wenn man ein Fens­ter gegen den lin­ken
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spek­ti­ve rech­ten Bild­schirm­rand zieht. Nur wird das Fens­ter so nicht maxi­miert, son­dern in der hori­zon­ta­len geteilt, nimmt also genau die hal­be Bild­schirm­brei­te ein. Zu guter letzt gibt es noch das Schüt­teln, mit dem der Benut­zer dafür sorgt, dass alle Fens­ter außer dem geschüt­tel­ten mini­miert wer­den. Ein erneu­tes Schüt­teln stellt alle Fens­ter wie­der her.

Viel­leicht liest die­sen Arti­kel ja der eine oder ande­re Win­dows-7-Benut­zer und über­denkt sei­ne Arbeits­wei­se anhand der Denk­an­stös­se noch mal. Win­dows 7 macht das Arbei­ten deut­lich effi­zi­en­ter, wenn man es denn nur zulässt.

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KSM (Kernel SamePage Merging) in der Praxis

Das Gan­ze klingt zwar nach bösem Voo­doo, funk­tio­niert aber tat­säch­lich: Ker­nel Same­Page Mer­ging. Mög­lich ist das seit Ker­nel 2.6.32 und funk­tio­niert, ver­ein­facht dar­ge­stellt, so, dass der Ker­nel ver­sucht, iden­ti­sche Spei­cher­in­hal­te zu iden­ti­fi­zie­ren und die­se qua­si intern zu ver­lin­ken.

In der Pra­xis set­ze ich das auf einem von mir ver­wal­te­ten Clus­ter mit 14 Kno­ten ein, der mit der auf Vir­tua­li­sie­rung und Clus­te­ring spe­zia­li­sier­ten Linux-Dis­tri­bu­ti­on Pro­xmox läuft. Pro­xmox ver­eint KVM und con­tai­ner­ba­sier­te Vir­tua­li­sie­rung unter einem Dach, indem auf der einen Sei­te ein ange­pass­ter Linux-Ker­nel für die para­virt-ops-Schnitt­stel­le ein­ge­setzt und auf der ande­ren Sei­te OpenVZ für die con­tai­ner­ba­sier­te Vir­tua­li­sie­rung ver­wen­det wird. Der letz­te Arti­kel hier han­delt von die­sem The­ma. Pro­xmox wird direkt auf jedem der Kno­ten instal­liert und danach über eine recht kom­for­ta­ble und moder­ne Web­ober­flä­che admi­nis­triert.

Zurück zum The­ma, KSM. Ich habe einen ent­spre­chen­den Ker­nel auf einem der Kno­ten instal­liert und betrei­be auf die­sem drei KVM-Maschi­nen mit Win­dows Ser­ver 2008 R2. Alle drei Maschi­nen haben 4 GB RAM zuge­wie­sen bekom­men, soll­ten also 12 GB RAM benö­ti­gen. Jetzt kommt der Knack­punkt: jeder die­ser Kno­ten ver­fügt nur über 8 GB phy­si­ka­li­schen Spei­cher. Rein rech­ne­risch klappt das also nicht, der Kno­ten müss­te anfan­gen zu swap­pen. In der gra­fi­schen Über­sicht des Kno­tens zeigt Pro­xmox eine RAM-Aus­las­tung von theo­re­ti­schen 10 GB an, tat­säch­lich wer­den aber nur unge­fähr 3,75 GB ver­wen­det, über die Hälf­te des ver­bau­ten RAMs ist also noch frei. Da die Basis aller drei Instal­la­ti­on iden­tisch ist, kann der nun theo­re­tisch drei Mal beleg­te Spei­cher zu einem Bereich zusam­men­ge­fasst und somit zu 2/3 ein­ge­spart wer­den.

Das Ver­fah­ren hat natür­lich nicht nur Vor­tei­le: die auf­wän­di­ge­re Spei­cher­ver­wal­tung kos­tet CPU-Zeit. Wenn aber zu erwar­ten ist, dass die instal­lier­ten VMs haupt­säch­lich viel RAM aber wenig Rechen­leis­tung benö­ti­gen, spielt das eine eher unter­ge­ord­ne­te Rol­le. In mei­nem Fal­le kommt pro Kno­ten ein Intel Core2Quad Q9550 zum Ein­satz. CPU-Leis­tung ist also aus­rei­chend da.

Red­Hat hat es geschafft, auf einer Test­ma­schi­ne mit 16 GB RAM 52 (!) VMs mit Win­dows XP par­al­lel zu betrei­ben, jeder Maschi­ne war 1 GB vir­tu­el­les RAM zuge­ord­net wor­den. Noch mal in Zah­len: theo­re­tisch belegt wor­den wären 52 GB, prak­tisch genutzt aber nur 16 GB.

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Austeilen? Ja, bitte. Einstecken? Nein, danke.

Die­ses Ver­hal­ten fällt mir im Web, aber auch außer­halb, immer häu­fi­ger auf. Aus­tei­len kön­nen die meis­ten sehr gut, wenn dann aber mal jemand zurück­feu­ert, geht gleich das gro­ße Geheu­le los.

Man schaue sich nur mal in diver­sen Foren, den App-Store-Bewer­tun­gen oder auch bei Twit­ter um. Vie­le sind äußerst schell mit Belei­di­gun­gen, ver­nich­ten­den Kri­ti­ken und unfreund­li­chen Wor­ten aller Art dabei. Klar, Kri­tik wird viel lie­ber geäu­ßert als Lob, da man sei­nem Ärger irgend­wie Luft machen muss. Kann ich ja auch ver­ste­hen und ken­ne das auch von mir selbst. Aber wenn ich mir mal anschaue, was die­se Analpha­be­ten (sor­ry) im App Store von sich geben und einer Soft­ware 1 von 5 Ster­nen geben, weil ihnen ein Detail nicht passt, da hört die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ein­fach auf. Oder Anbie­ter von Soft- oder Hard­ware als unfä­hig hin­zu­stel­len, nur, weil deren neu­es­tes Pro­dukt einen ner­vi­gen Bug auf­weist. Bei einem Groß­teil der Kri­ti­ker bin ich mir sicher, dass die nicht mal eine for-Schlei­fe kor­rekt auf­bau­en oder ihre Schnür­sen­kel rich­tig zuma­chen kön­nen, ohne, dass Mami hilft. Ent­schul­digt die Pole­mik, aber das geht stre­cken­wei­se gar nicht.

Der Grund für die­sen Arti­kel ist unter ande­rem, dass ich mich, vie­le wis­sen das von mir, häu­fig nicht zurück­hal­ten kann, wenn jemand am lau­fen­den Ban­de Recht­schreib­feh­ler pro­du­ziert oder gro­ben Unfug von sich gibt. Recht­schreib­feh­ler kor­ri­gie­re ich gern mit einem klei­nen Kom­men­tar. Als Reak­ti­on gibt es eigent­lich nur zwei Gat­tun­gen: Ableh­nung (Klug­scheis­ser, was willst du von mir?, ist doch egal, wir sind hier im Inter­net) oder Dank. Ich per­sön­lich freue mich über jede Kor­rek­tur und neh­me es als das, was es ist: eine neu­tra­le Kor­rek­tur eines Feh­lers, den ich gemacht habe. Die­se Kor­rek­tur mer­ke ich mir dann hof­fent­lich und mache den Feh­ler nie wie­der. Aber vie­le Leu­te füh­len sich gleich per­sön­lich ange­grif­fen und sind ein­ge­schnappt oder bele­di­gen mich. Ande­re wie­der­um sehen den Feh­ler zwar ein, erklä­ren ihn aber als unwich­tig und ver­ste­hen nicht, wie­so sie etwas dage­gen tun soll­ten. Und dafür fehlt mir wirk­lich jeg­li­ches Ver­ständ­nis. Wenn jemand ein so gro­ßes Ego hat, dass er kei­ne Kri­tik an sich zulässt, haben die Eltern bei der Erzie­hung halt was falsch gemacht aber wie­so um alles in der Welt behaup­tet jemand von einem Feh­ler, den er leicht abstel­len könn­te, dass er egal sei. Oder, noch schö­ner, dass es im Inter­net ja egal sei, wie man schreibt.

Ich stel­le mal die The­se auf, dass man, wenn man sich erst dar­an gewöhnt hat, dass man im Inter­net kreuz und quer, ohne Punkt und Kom­ma und ohne jeg­li­che Feh­ler­kor­rek­tur schrei­ben kann, dies irgend­wann unbe­wusst auch in Schrift­stü­cken macht, in denen es viel­leicht nicht ganz so unwich­tig ist. So erstaunt es mich immer wie­der, wie vie­le Hoch­schul­ab­sol­ven­ten kein kor­rek­tes Deutsch schrei­ben kön­nen. Ich mei­ne, die haben eine Bache­lor- oder Diplom­ar­beit abge­ben, ein schrift­li­ches Exam able­gen oder gar eine Dis­ser­ta­ti­on anfer­ti­gen müs­sen. Haben die bei deren Kor­rek­tur die Arbeit an jemand Drit­ten abge­ge­ben? Wenn ich mich mal an mei­ne Vor­le­sungs­zeit zurück erin­ne­re, gab es die­ses Phä­no­men auch bei Pro­fes­so­ren und Ange­stell­ten. Die Pro­fes­so­ren hat­ten, bis auf eine oder zwei Aus­nah­men, eine tadel­lo­se Recht­schrei­bung. Die Ange­stell­ten, die „nur“ ein Diplom an ihrer Wand hän­gen haben aber hat­ten häu­fig eine voll­stän­dig kata­stro­pha­le Recht­schrei­bung. Nicht alle, aber doch recht vie­le.

Ich schwei­fe ab. Ich habe das Gefühl, dass in unse­ren Schu­len viel zu wenig auf Recht­schrei­bung geach­tet wird. Wenn ich mir anschaue, wie vie­le Recht­schreib­feh­ler die Genera­ti­on so macht, die aktu­ell um die 15 Jah­re alt ist, stel­len sich mir alle Nacken­haa­re auf. Von Punk­tua­ti­on scheint die­se Genera­ti­on auch noch nie etwas gehört zu haben. Da wer­den 20 Sät­ze ohne Punkt und Kom­ma anein­an­der gereiht und erwar­tet, dass das jeder ver­steht. Sagen die Leh­rer denn nichts, wenn die­ses kata­stro­pha­le Schrift­bild in Klau­su­ren auf­taucht? Wäre ich Leh­rer, wür­den die­se Schü­ler die­se Schrift­stü­cke mit einer dicken roten 6 dar­un­ter zurück erhal­ten. 

All mei­ner Lie­be zum Inter­net zum Trotz gebe ich dem Inter­net wenigs­tens eine Teil­schuld an die­sem Phä­no­men. Der Chat (via ICQ oder sons­ti­gem) sorgt bei vie­len dafür, dass sie sämt­li­che Schrift­re­geln ver­ges­sen, ihr Gehirn abschal­ten und ein­fach drauf los­schrei­ben.

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Liebe DVD-Publisher, Geiz ist verflucht noch mal nicht geil

Ich geste­he, ich bin lei­den­schaft­li­cher DVD-Samm­ler. Der­zeit befin­den sich weit über 700 Exem­pla­re in mei­ner Pri­vat­samm­lung. Auch wenn ich mei­ne aktivs­ten Zei­ten, es sind wei­te­re Hob­bys hin­zu­ge­kom­men ;-), schon lan­ge hin­ter mir hab, so gibt es immer noch Fil­me und Seri­en, die ich unbe­dingt auf DVD oder Blu-ray haben muss. Ins­be­son­de­re die Kult-Seri­en Simp­sons und Fami­ly Guy haben es mir ange­tan. Simp­sons schon seit dem Erschei­nen der 1. Staf­fel auf DVD (das dürf­te unge­fähr im Jahr 2000 gewe­sen sein), Fami­ly Guy kam spä­ter hin­zu.

Wenn ich mir nun mei­ne Kol­lek­ti­on mal anschaue, zeich­net sich ein Trend deut­lich ab: die Publisher wer­den immer gei­zi­ger bei der Ver­pa­ckung. Ich leh­ne mich mal aus dem Fens­ter und stel­le die The­se auf, dass der Groß­teil der Simp­sons-DVD-Käu­fer Fans und Samm­ler sind. Wie abwe­gig. Nein, im Ernst, gera­de die­se Ziel­grup­pe möch­te ihre Samm­lung pfleg­lich behan­deln. Bei den Ver­pa­ckun­gen, die uns die Publisher vor den Latz knal­len, wird das aber immer schwie­ri­ger. Die 11. und 12. Staf­fel der Simp­sons kommt in einer Frech­heit von einer Ver­pa­ckung daher. Hier sind die DVDs ein­fach in Papp­schu­ber gesteckt, Krat­zer beim Raus­neh­men und Zurück­ste­cken sind vor­pro­gram­miert. Vom Häss­lich­keits­fak­tor mal ganz abge­se­hen. Und Fami­ly Guy? Die ers­ten bei­den Staf­feln waren noch zwei DVDs lang, ent­spre­chend steck­te jede DVD auf einer eige­nen Hal­te­rung in einer Dop­pel­hül­le. Die drit­te und vier­te Staf­fel, die sich seit eini­gen weni­gen Tagen in mei­nem Besitz befin­det, schlägt aber echt den Boden aus dem Fass. Alle drei DVDs ste­cken auf einer Hal­te­rung. Und zwar so fest, dass ich wirk­lich Angst hat­te, die ers­te DVD vom Sta­pel zu holen. All­zu oft soll­te man das auch nicht machen, wenigs­tens klang es so, als wür­de die DVD spä­tes­tens beim drit­ten Mal ein­fach bers­ten.

Bei amazon.de häu­fen sich die Beschwer­den in den Kom­men­ta­ren und mei­ner Mei­nung nach auch durch­aus zurecht. Was bit­te soll das? Wenn eine neue Staf­fel Simp­sons ver­öf­fent­licht wird, kos­tet sie bei amazon.de rund 45 €. Ist es nicht mög­lich in die­sen Preis, den ech­te Fans auf jeden Fall sofort inves­tie­ren wer­den, eine ver­nünf­ti­ge Ver­pa­ckung mit ein­zu­rech­nen? Eine, die dem Anspruch von Samm­lern gerecht wird?

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Hässlich wie die Nacht

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Ist die Win­dows-Welt. Sind wir mal ehr­lich.

Wenn ich mir die (infor­ma­ti­ve und ansons­ten wirk­lich nicht schlech­te) Web­site pctipps.info mal anschaue, dann ist sie typisch Win­dows. Unüber­sicht­lich, mit Inhal­ten und Funk­tio­nen über­la­den, häss­lich.

Um es noch mal klar­zu­stel­len, ich möch­te nicht so klin­gen, als wür­de ich die Arbeit des Man­nes nicht wert­schät­zen, das stimmt nicht. Ich bemän­ge­le ein­fach nur die Prä­sen­ta­ti­on. Glei­ches gilt für das auf sei­ner Sei­te vor­ge­stell­te Pro­gramm. Es ist funk­tio­nell gese­hen sicher­lich super, aber es sieht abso­lut scheis­se aus.

Wie­so geben sich Win­dows-Ent­wick­ler kei­ner­lei Mühe mit der Optik? Wie­so sehen Win­dows-bezo­ge­ne Web­sites (immer) aus wie hin­ge­rotzt und ohne Lie­be gestal­tet? Und wie­so ste­hen gera­de ein­ge­fleisch­te, ver­sier­te Win­dows-Benut­zer auf die Stein­al­t­op­tik (auch genannt Klas­si­sches Lay­out) und ver­dam­men alle Ansät­ze von Micro­soft, wenigs­tens ein biss­chen Schön­heit in die­ses Betriebs­sys­tem zu bekom­men?

Wer­fen wir doch mal einen Blick in die Lager der Kon­kur­renz: Mac OS X und sei­ne Anwen­dun­gen sehen seit jeher zum Nie­der­kni­en aus. Und auch in der Open-Source-Linux-Welt tut sich eini­ges, die Anwen­dun­gen und gra­fi­schen Ober­flä­chen wer­den immer hüb­scher und auf­wän­di­ger. Schaut man sich mal das aktu­el­le Ubun­tu 10.10 an merkt man, wohin die Ent­wick­lung geht. Das Sys­tem ist schick, mini­ma­lis­tisch, über­sicht­lich. Eben das genaue Gegen­teil von Win­dows, wel­ches zwar mitt­ler­wei­le auch halb­wegs schick ist, von Über­sicht­lich­keit oder gar Mini­ma­lis­mus fehlt hin­ge­gen jede Spur. Wobei, doch, Win­dows Pho­ne 7 wür­de ich sogar letz­te­res unter­stel­len. Das Dash­board-Update der Xbox 360 von vor weni­gen Tagen zeigt, dass auch Micro­soft schein­bar halb­wegs neue Pfa­de bege­hen möch­te. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf Win­dows 8…