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Ein paar Worte zur Downtime von gestern, 24.10.10

Aus den geplan­ten zwei Stun­den sind bei­na­he vier Stun­den gewor­den, in denen kei­ner der Diens­te auf unse­rem Ser­ver erreich­bar gewe­sen ist.

Der Grund hier­für war eine voll­stän­di­ge Umstel­lung der Vir­tua­li­sie­rungs­platt­form. Bis­her kam auf der Maschi­ne der VMware Ser­ver zum Ein­satz, der sich auf Dau­er lei­der als Res­sour­cen­ver­schwen­der her­aus­ge­stellt hat. Obwohl ich zwi­schen­zeit­lich schon auf zwei vir­tu­el­le Maschi­nen redu­ziert hat­te und in die­sen vir­tu­el­len Maschi­nen ver­hält­nis­mä­ßig weni­ge Diens­te lau­fen, war der Ser­ver häu­fig unter Voll­last, Log­ins auf den Maschi­nen haben viel zu lan­ge gedau­ert, manch­mal reagier­ten die vir­tu­el­len Maschi­nen kaum noch. Es wur­de also drin­gend Zeit nach einer Alter­na­ti­ve Aus­schau zu hal­ten.

Durch mei­ne Arbeit an der Ost­fa­lia Hoch­schu­le bin ich auf die Vir­tua­li­sie­rungs­lö­sung OpenVZ gestos­sen. OpenVZ ist kein Voll­vir­tua­li­sie­rer wie es VMware Ser­ver, Par­al­lels oder Vir­tu­al­Box sind, son­dern eine con­tai­ner­ba­sier­te Vir­tua­li­sie­rungs­lö­sung. Dank die­ser ande­ren Her­an­ge­hens­wei­se, die einem chroot-Ver­fah­ren ziem­lich ähnelt, ist der Res­sour­cen­be­darf bei ähn­li­chen Betriebs­sys­te­men ziem­lich gering. Als Nach­teil erkauft man sich die feh­len­de Mög­lich­keit, Fremd­sys­te­me, wie bspw. Win­dows, auf einem Linux-Ser­ver zu instal­lie­ren. OpenVZ eig­net sich also nur dann, wenn ohne­hin nur Linux-Vari­an­ten zum Ein­satz kom­men sol­len. Da dies in mei­nem Fal­le zutrifft, habe ich aber die per­fek­te Lösung für mei­ne Zwe­cke gefun­den. Wer neben Linu­xen noch Win­dows-Instal­la­tio­nen benö­tigt, soll­te einen Blick auf Pro­xmox Vir­tu­al Envi­ron­ment wer­fen, ein Pro­dukt aus deut­schen Lan­den, wel­ches OpenVZ und eine KVM-Vir­tua­li­sie­rung mit libvirt unter einen Hut bringt und das gan­ze Sys­tem sogar recht kom­for­ta­bel über eine web­ba­sier­te Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ober­flä­che admi­nis­trie­ren lässt. Die­se Lösung exis­tiert sowohl als freie als auch als kom­mer­zi­el­le Vari­an­te.

Zurück zu OpenVZ. Um OpenVZ zu instal­lie­ren braucht es nicht son­der­lich viel Fach­wis­sen. Auf einem Debi­an-Etch-basie­ren­den Host genügt es, den pas­sen­den OpenVZ-Ker­nel ein­zu­spie­len. Die Kon­troll­werk­zeu­ge wer­den durch ent­spre­chen­de Abhän­gig­kei­ten auto­ma­tisch instal­liert. Der Instal­la­ti­ons­pro­zess soll­te auch dafür sor­gen, dass der Ker­nel beim nächs­ten Start des Host-Sys­tems auto­ma­tisch gela­den wird.

Das grund­le­gen­de Set­up ist damit auch schon abge­schlos­sen. Eine vir­tu­el­le Maschi­ne anzu­le­gen ist ziem­lich sim­pel:

vzctl create VM_ID --ostemplate TEMPLATE_NAME --ipadd IPADRESSE --hostname HOSTNAME (-- config CONFIG_NAME)

erzeugt eine neue VM mit der ID VM_ID (ein rei­ner Zah­len­wert), mit dem Betriebs­sys­tem aus TEMPLATE_NAME (dazu gleich mehr), mit der IP-adres­se IPADRESSE, dem Host­na­men HOSTNAME und optio­nal den Vor­ein­stel­lun­gen aus der Datei CONFIG_NAME.

Erklä­rungs­be­dürf­tig sind an die­ser Stel­le die Wer­te für die Para­me­ter —ostem­pla­te und —con­fig.

Um ein Betriebs­sys­tem in einen OpenVZ-Con­tai­ner zu instal­lie­ren wird nicht wie man es von einer KVM-Lösung gewöhnt ist mit­tels eines ISOs das Sys­tem ein­ge­spielt, es wird eine Art Tem­pla­te, also Vor­la­ge ver­wen­det. Die­se Tem­pla­tes gibt es zuhauf auf den Unter­sei­ten von OpenVZ, auch die Jungs von Pro­xmox VE hal­ten eini­ge Tem­pla­tes bereit. Die TAR-GZ-Archi­ve müs­sen nicht ent­packt wer­den, sie wer­den ein­fach in das Tem­pla­te-Ver­zeich­nis von OpenVZ gespei­chert und ste­hen dann dort über den oben genann­ten Para­me­ter zur Ver­fü­gung. Zu beach­ten ist eigent­lich nur, dass der Tem­pla­tena­me ohne .tar.gz zu schrei­ben ist. Auf mei­nem Debi­an-Host ist es der Pfad

/var/lib/vz/template/cache

Der Para­me­ter —con­fig dient der Ver­wen­dung einer Stan­dard­vor­la­ge für einen neu­en Con­tai­ner. Da die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en von OpenVZ recht schwer ver­ständ­lich sind, bie­tet sich das Tool

vzsplit

an. Nach dem Auf­ruf des Tools wird man nach der Anzahl der auf dem Ser­ver gewünsch­ten VMs gefragt. Die­se Aus­ga­be kopiert man dann ein­fach in eine Datei, wel­che wie­der­um im Ver­zeich­nis

/etc/vz/conf

gespei­chert wird. Der Datei­na­me muss mit ve begin­nen und mit .conf-sam­ple enden, damit er als Vor­la­ge die­nen darf. Die Zei­chen zwi­schen die­sen Zei­chen wie­der­um wer­den dem Para­me­ter —con­fig über­ge­ben. Heißt die Datei also ve-16ve.conf-sample muss der Schal­ter —con­fig 16ve hei­ßen. Am Ende eines sol­chen Tem­pla­tes ist das Ein­fü­gen einer Zei­le mit dem Inhalt ONBOOT=“yes” emp­feh­lens­wert, damit die VM beim Neu­start des Hosts gleich mit gestar­tet wird.

Nach der in weni­gen Sekun­den erle­dig­ten Erstel­lung eines neu­en Con­tai­ners müs­sen noch eini­ge Grund­ein­stel­lun­gen gesetzt wer­den:

vzctl set VM_ID --nameserver NAMESERVER_IP --userpasswd root:ROOTPW --diskspace nG:mG --save

Der Para­me­ter —diskspace wird mit einem Soft- und einem Hard-Limit ange­ge­ben. n und m sind jeweils durch Zah­len­wer­te zu erset­zen, die auch phy­si­ka­lisch auf der Fest­plat­te des Hosts statt­fin­den.

Mit einem beherz­ten

vzctl start VM_ID

soll­te die neu ange­leg­te VM star­ten und ein paar Mel­dun­gen auf dem Bild­schirm aus­ge­ben. Mit

vzctl enter VM_ID

mel­det man sich direkt in der VM an und kann auch ohne funk­tio­nie­ren­des Netz­werk oder SSH in der Maschi­ne arbei­ten. Als aller­ers­tes soll­te man, unab­hän­gig vom ver­wen­de­ten Tem­pla­te alle Paket­lis­ten und Pake­te aktua­li­sie­ren. Danach kann man wie gewohnt arbei­ten, Pake­te instal­lie­ren, etc. Soll die VM ange­hal­ten wer­den, wird auf dem Host der Befehl

vzctl stop VM_ID

auf­ge­ru­fen. Die VM wird nun sau­ber her­un­ter­ge­fah­ren.

Wie mein Freund und Kol­le­ge Arne her­aus­ge­fun­den hat, muss man Ubun­tu 10.04.1 nach einem Sys­tem­up­date noch Manie­ren bei­brin­gen, da sonst das Netz­werk nicht funk­tio­niert. Damit Ubun­tu im Con­tai­ner wie­der kom­mu­ni­zie­ren kann, muss fol­gen­de Datei samt Inhalt ange­legt wer­den:

/etc/init/openvz.conf# OpenVZ - Fix init sequence to have OpenVZ working with upstartdescription "OpenVZ"start on startuptaskpre-start script  # mount -t devpts devpts /dev/pts  # mount -t tmpfs varrun /var/run  # mount -t tmpfs varlock /var/lock  mkdir -p /var/run/network  # if [ ! -e /etc/mtab ]; then    # cat /proc/mounts > /etc/mtab  # fi  # touch /var/run/utmp  # chmod 664 /var/run/utmp  # chown root.utmp /var/run/utmp  # if [ "$(find /etc/network/ -name upstart -type f)" ]; then  #   chmod -x /etc/network/*/upstart || true  # fiend scriptscript  start networking  # initctl emit filesystem --no-wait  # initctl emit local-filesystems --no-wait  # initctl emit virtual-filesystems --no-wait  # init 2end script

Nach einem Neu­start der VM soll­te das Netz­werk wie­der funk­tio­nie­ren.

Auf­ge­fal­len ist mir auch, dass in vie­len Tem­pla­tes als Zeit­zo­ne Mos­kau gesetzt ist, was natür­lich auch ent­spre­chend des Stand­orts eures Ser­vers geän­dert wer­den soll­te.

OpenVZ ist eine unheim­lich fle­xi­ble Lösung, wenn nur Linux-OSe ein­ge­setzt wer­den sol­len. Das Anle­gen einer neu­en VM ist in weni­gen Sekun­den gesche­hen, der Start einer sol­chen dau­ert nicht län­ger. Ein Freund ver­riet mir, dass auf gro­ßen Ser­vern, die im pro­fes­sio­nel­len Web­hos­ting ein­ge­setzt wer­den, durch­aus bis zu 200 sol­cher vir­tu­el­len Con­tai­ner unter­ge­bracht wer­den kön­ne, ohne Per­for­mance­ein­bu­ßen fest­zu­stel­len. Aber auch für klei­ne Unter­neh­men bie­tet sich eine sol­che Lösung
a
n. Mein Ser­ver steht im Übri­gen bei Hetz­ner und stemmt jetzt immer­hin vier vir­tu­el­le Maschi­nen, in denen schon ein wenig Leben herrscht.

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MacBook 13,3″ (Februar 2008) zu verkaufen

Bevor ich das Ding bei eBay rein stel­le ver­su­che ich es erst mal so.

Ich ver­kau­fe ein wei­ßes Mac­Book 13,3″ Febru­ar 2008. In dem Gerät tak­tet ein Intel Core2Duo 2,1 GHz, die Daten lan­den auf einer 120 GB gro­ßen Fest­plat­te und die Grö­ße des Arbeits­spei­chers beträgt 4 GB.

Die kom­plet­te Innen­plat­te mit Tas­ta­tur und Touch­pad wur­de erst vor ca. sechs Wochen aus­ge­tauscht, da der von die­ser Modell­rei­he bekann­te Seri­en­feh­ler zuge­schla­gen hat, was Apple aber auf Kulanz repa­riert hat. Wie gesagt, Tas­ta­tur und Touch­pad sind des­we­gen nagel­neu. Auch sonst weist das Gerät recht wenig Gebrauchs­spu­ren auf, bis auf klei­ne­re, unver­meid­li­che Krat­zer im Außen­ge­häu­se sieht es qua­si aus wie neu.

Der Akku befin­det sich in einem sehr guten Zustand und hält aktu­ell zwi­schen fünf und sechs Stun­den bei nor­ma­lem Betrieb mit akti­vier­tem WLAN. Das Netz­teil funk­tio­niert tadel­los und hat die übli­chen Gebrauchs­spu­ren.

Das Gerät habe ich im Febru­ar 2008 qua­si am Tag der Ver­öf­fent­li­chung gekauft und seit­dem nicht son­der­lich oft benutzt, da es nur als Zweit­ge­rät dient. Trotz­dem war es mir ein treu­er Beglei­ter und ist in der gan­zen Zeit nie abge­schmiert oder hat ande­re Macken gezeigt.

Alle Ori­gi­nal­un­ter­la­gen und ‑kar­tons sind noch vor­han­den und wer­den mit dem Gerät aus­ge­lie­fert, für einen siche­ren Trans­port ist also auch gesorgt. Dar­über hin­aus lege ich dem Gerät Mac OS X 10.6 Snow Leo­pard bei, die Ori­gi­nal­da­ten­trä­ger mit Mac OS X 10.5 Leo­pard und iLi­fe ’08 befin­den sich aber auch im Lie­fer­um­fang.

Laut der Gebraucht­preis­lis­te von macnews.de hat das Gerät einen aktu­el­len Rest­wert von 565,- €. Da sich Mac OS X 10.6 Snow Leo­pard im Lie­fer­um­fang befin­det und anstel­le von 2 GB 4 GB RAM ver­baut sind, liegt mei­ne Ver­hand­lungs­ba­sis bei 615,- €. In gewis­sen Gren­zen las­se ich natür­lich mit mir reden. Die Ver­sand­kos­ten belau­fen sich per DHL Paket auf 5,90 €.

Hat jemand von euch Inter­es­se an die­sem Gerät oder kennt jeman­den, der Inter­es­se an einem gebrauch­ten Mac­Book haben könn­te? Bei Bedarf stel­le ich hier gern auch noch ein paar Fotos von dem Gerät online. Kon­takt­auf­nah­me gern per Twit­ter oder über das Kon­takt­for­mu­lar hier. Zah­lung erfolgt wahl­wei­se gegen Vor­kas­se per Über­wei­sung oder Pay­Pal (gegen Über­nah­me der Pay­Pal-Gebüh­ren).

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Meine Gedanken zum Apple-Event vom 20.10.2010

Back-to-the-mac

Mit viel Span­nung habe ich es erwar­tet, das gest­ri­ge Apple Event. Ent­täuscht wur­de ich nicht wirk­lich, über­rascht aber auch nicht.

Das neue iLi­fe, wel­ches sich mitt­ler­wei­le auf dem pos­ta­li­schen Wege zu mir befin­det, macht einen guten, aber auch nicht son­der­lich auf­re­gen­den Ein­druck. Die Neue­run­gen gefal­len mir gut, ob ich 50 € dafür aus­ge­ben wür­de, weiß ich aber nicht. Dazu muss ich sagen, dass ich Aper­tu­re für die Ver­wal­tung mei­ner Fotos nut­ze, kei­ne Vide­os schnei­de und Gara­ge Band bis­her auch nicht nut­ze. Da ich mir erst vor drei Wochen einen neu­en iMac gekauft habe, hat­te ich glück­li­cher­wei­se Anspruch auf das Upgrade für 7,95 €, was ich natür­lich ange­nom­men habe. Die 25 € im Edu­ca­ti­on Store hät­te ich viel­leicht auch noch gezahlt.

Mac OS X Lion. Natür­lich freue ich mich auf die neue Ver­si­on, wie ich mich über jede neue Ver­si­on eines Betriebs­sys­tems freue. Die Idee mit dem Mac App Store fin­de ich gut, wenn auch ich die Kon­di­tio­nen, die für den Mobi­le App Store gel­ten, nicht pas­send sind für den Desk­top-Markt, emp­fin­de ich wenigs­tens so. Aber sonst eine gute Idee, wel­che sich mitt­ler­wei­le auch in Ubun­tu (seit Ver­si­on 10.10) fin­det, hier war also die Kon­kur­renz tat­säch­lich etwas schnel­ler ;-). Die Zen­trie­rung auf den neu­en Full­screen-Mode fin­de ich zwar ver­ständ­lich, aber auch nicht son­der­lich span­nend. Einen rand­lo­sen Full­screen-Mode kön­nen schon jetzt vie­le Anwen­dun­gen, bei ande­ren wie­der­um ist der Modus auch kom­plet­ter Quatsch. Ich wüss­te bspw. nicht, wie­so ich Safa­ri auf mei­nem 27″-Bildschirm im Voll­bild-Modus betrei­ben soll­te. Aber dar­um geht es Apple ja auch gar nicht, wenn ich mir die Prä­sen­ta­ti­on mal so anschaue. Wie sich die neue Schalt­zen­tra­le nach­her in der Pra­xis bewäh­ren wird, muss sich erst noch zei­gen. Die Idee ist nicht blöd, glei­ches gilt für die Ges­ten für den Wech­sel zwi­schen den Full­screen-Anwen­dun­gen. Wie ich Apple ken­ne, wird es tadel­los funk­tio­nie­ren, vor­her bil­de ich mir kei­ne Mei­nung dazu.

Das neue Mac­Book Air. Kein Kra­cher, aber eine kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung. Die Anti-Apple-Men­schen unken natür­lich gleich, dass es sich ein­fach nur um ein teu­res Net­book han­delt. Wenn die­se Men­schen sich aber mal die Mühe machen und sich die Aus­stat­tungs­merk­ma­le anschau­en wür­den, wür­den sie wohl fest­stel­len müs­sen, dass sie hier kom­plett falsch lie­gen. Net­books haben (man schaue sich nur den aktu­el­len Markt an) per Defi­ni­ti­on ein Dis­play mit 7 bis 10″ Dia­go­na­le, eine Auf­lö­sung von max. 1.024x600 (?) Pixeln, 1 GB RAM und eine stink­nor­ma­le Fest­plat­te. Das Mac­Book Air hat wahl­wei­se ein Dis­play mit 11,6″ oder 13,3″ Dia­go­na­le, 2 bis 4 GB RAM und eine SSD. Es gehört also ganz klar in die Klas­se der Sub­note­books, wel­che nach wie vor mit den Net­books rein gar nichts zu tun hat. Davon abge­se­hen fin­de ich das Gerät ziem­lich attrak­tiv. Das Gewicht von min­des­tens 1 kg ist sehr attrak­tiv, die Dis­play­grö­ße ist mit 11,6″ genau das, was ich haben woll­te und dank SSD ist das Gerät wirk­lich laut­los und sto­ßun­emp­find­lich. Ins­ge­samt ein gelun­ge­ner Wurf für Apple aus mei­ner Sicht. Der Ein­stiegs­preis von rund 1.000 € ist ange­mes­sen (Sub­note­books waren noch nie wirk­lich bil­lig). Ja, ich weiß, es gab eini­ge weni­ge Net­book­her­stel­ler, die der Mei­nung waren, mit eini­gen Aus­stat­tungs­merk­ma­len in den Bereich der Sub­note­books vor­drin­gen zu müs­sen, was aus ihnen aber kei­ne Sub­note­books macht. Genau so wenig aber macht dies aus dem Mac­Book Air auf ein­mal ein Net­book. Oder hät­te jemand das Power­Book G4 12″ als Net­book bezeich­net? Es gibt von kei­nem ande­ren Her­stel­ler exakt ver­gleich­ba­re Gerä­te (wenigs­tens habe ich kei­ne fin­den kön­nen), aber auch Acer wil­dert im Sub­note­book-Bereich, ver­baut aber in die­sen Gerä­ten dann kei­ne Schnarch-CPUs wie den Atom mehr son­dern nimmt gleich Core-i-CPUs, ver­langt dafür dann aber auch 800 € auf­wärts. Die SSD fehlt wei­ter­hin. Mal wie­der also Äpfel und Bir­nen.

Ins­ge­samt hat Apple eine schö­ne Vor­stel­lung abge­lie­fert, Revo­lu­tio­nen blie­ben aber aus. Evo­lu­ti­on ist aber auch was tol­les.

 

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Ubuntu 10.10 wurde veröffentlicht

Ubun­tu 10.10, Code­na­me Mave­rick Meer­kat, ist heu­te ver­öf­fent­licht wor­den.

Am 10.10.10 kam Ver­si­on 10.10 her­aus. Na wenn das mal kein gutes Omen ist.

Nach­fol­gend mei­ne Mir­ror-Links, um etwas Last von den ande­ren Ser­vern zu neh­men, bedient euch:

ubuntu-10.10-alternate-amd64.iso

ubuntu-10.10-alternate-i386.iso

ubuntu-10.10-desktop-amd64.iso

ubuntu-10.10-desktop-i386.iso

ubuntu-10.10-netbook-i386.iso

ubuntu-10.10-server-amd64.iso

ubuntu-10.10-server-i386.iso

Wie ich schon an die­ser Stel­le vor eini­gen Wochen berich­te­te, bin ich vom neu­en Ubun­tu wirk­lich begeis­tert. Ins­be­son­de­re die cle­ve­re Instal­la­ti­ons­rou­ti­ne hat es mir ange­tan, die schon wäh­rend des Ein­rich­tungs­pro­zes­ses beginnt, die Daten zu kopie­ren. Optisch macht die neue Ver­si­on auch mehr her als ihr Vor­gän­ger. Also, schmeisst euren Vir­tua­li­sie­rer oder am Bes­ten gleich euren PC an und ersetzt Win­dows mit die­sem schi­cken, schnel­len Sys­tem.

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Begeisterung pur: mein neuer iMac

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Letz­te Woche Don­ners­tag war es so weit, ein neu­er iMac kam ins Haus. Sein Vor­gän­ger war nun fast drei Jah­re im Ein­satz und genüg­te trotz erst kürz­lich erfolg­tem Aus­tausch der Fest­plat­te mei­nen Ansprü­chen ein­fach nicht mehr. Ins­be­son­de­re die Ver­ar­bei­tung mei­ner zahl­rei­chen Fotos im RAW-For­mat über­for­der­ten die Maschi­ne lei­der doch, obwohl immer­hin ein Core2Duo 2,4 GHz, 4 GB RAM und eine aktu­el­le Plat­te mit 1 TB im Gerät steck­ten.

Da ich gene­rell kein Freund davon bin, immer das größ­te und neu­es­te haben zu müs­sen, habe ich mich für die Stan­dard­aus­stat­tung des klei­nen 27″-Modells ent­schie­den: Intel Core i3 3,2 GHz, ATI Rade­on HD 5670. Die Auf­rüs­tung auf 8 GB RAM habe ich dann noch hän­disch vor­ge­nom­men.

Und gleich vor­weg: das Dis­play ist der Wahn­sinn. Die Auf­lö­sung von 2.560x1.440 Pixel ist echt der Kra­cher. Wenn ich zwi­schen­durch mal ein Fens­ter von die­sem Bild­schirm auf mein 23″ Cine­ma HD zie­he, wirkt es auf ein­mal gigan­tisch und niedrig­auf­ge­löst. Das 23″-Panel hat aber eine Auf­lö­sung von 1.920x1.080, also immer­hin Full HD.

Das, was mir am meis­ten am Her­zen lag, die Arbeit mit Aper­tu­re und mei­nen RAW-Daten, läuft nun ein­wand­frei, super­flüs­sig und schnell. Mein alter iMac ist gera­de beim Import und dem abschlies­sen­den Bear­bei­ten der Daten ganz schön in die Knie gegan­gen, ein ver­nünf­ti­ges Arbei­ten war kaum noch mög­lich. Jetzt nicht mehr, ich habe immer min­des­tens noch 1 GB RAM frei, die CPU-Aus­las­tung hält sich stark in Gren­zen. Und end­lich habe ich genug Platz, um mei­ne Ein­stel­lungs­pa­let­ten unter­zu­brin­gen. Aper­tu­re scheint gera­de­zu nach die­ser Auf­lö­sung zu schrei­en, Full HD reicht in mei­nen Augen ein­fach nicht.

Kurz­um: das Gerät ist der Ham­mer. Ich bin mitt­ler­wei­le recht froh, dass ich die Upgrades auf i7 und schnel­le­re Gra­fik nicht mit­ge­nom­men hab, ich brau­che die Leis­tung (noch) nicht. Und die nächs­te Ite­ra­ti­on des iMac wird sicher­lich wie­der die eine oder ande­re tol­le Über­ra­schung mit­brin­gen. Auch an die ver­kürz­te Blue­tooth-Tas­ta­tur habe ich mich so lang­sam gewöhnt, obwohl ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich mir nicht doch lie­ber wie­der eine mit Zah­len­block holen soll­te.

Abso­lu­te Kauf­emp­feh­lung für die­se Maschi­ne, es macht ein­fach nur Spaß, mit der Kis­te zu arbei­ten.

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Jetzt weiß ich wieder, wieso ich keine PCs mehr kaufe

Ich habe in der letz­ten Woche zwei Note­books im Fami­li­en­kreis bespa­ßen dür­fen. Das eine Gerät ist ein Toshi­ba Qos­mio X500-121 Gamer, ein Mons­ter von einem Note­book mit 18,9″-Display und zwei Fest­plat­ten für rund 1.600 €. Das zwei­te Gerät ist ein Leno­vo G560 für schlap­pe 500 €. Ein Büro-Note­book mit 15″-Display, 4 GB RAM und einem Core i5, also auch ver­hält­nis­mä­ßig viel Power.

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Im direk­ten Ver­gleich mit mei­nem bevor­zug­ten Her­stel­ler Apple bekommt man hier sowohl von Leno­vo als auch Toshi­ba ziem­lich viel Power, Dis­play­dia­go­na­le und Plat­ten­platz gebo­ten, gar kei­ne Fra­ge. Im direk­ten Bare-Metal-Ver­gleich wür­de Apple mit der Pro­dukt­pa­let­te ganz klar ver­lie­ren. Aber jetzt kom­men wir dazu, wie ich auf die Über­schrift die­ses Arti­kels gekom­men bin.

Das Toshi­ba war auf­grund der mise­ra­blen Vor­in­stal­la­ti­on von Toshi­ba qua­si nicht nutz­bar. Win­dows 7 brauch­te etwas über zwei Minu­ten zum Hoch­fah­ren. Zwei Minu­ten. In die­sem Mons­trum von einem Note­book ste­cken 8 GB DDR3-Spei­cher und ein Core i7 720QM von Intel. Das Ding hat vier Ker­ne und Hyper­threa­ding, macht also theo­re­tisch acht Pro­zes­se par­al­lel. Das Öff­nen der Sys­tem­steue­rung dau­er­te etwas über 30 Sekun­den, bis das Sys­tem nach der Anmel­dung end­lich auf­ge­hört hat, auf der Fest­plat­te rum­zu­rö­deln ver­gin­gen nach der Anmel­dung rund fünf Minu­ten. Muss ich noch mehr erzäh­len? Das Betriebs­sys­tem muss­te also drin­gend neu instal­liert wer­den. Und wie das nun mal so ist, lie­fert Toshi­ba bei einem Gerät für 1.600 € kei­ne phy­si­ka­li­schen Daten­trä­ger mit, nein, man muss sich sei­ne Reco­very-Daten­trä­ger selbst erstel­len. Und das sind dann natür­lich kei­ne regu­lä­ren Instal­la­ti­ons-Daten­trä­ger, mit denen man ein nack­tes Win­dows instal­lie­ren kann. Nein, das sind rei­ne Reco­very-Geschich­ten, ich hät­te damit also nur die ver­hunz­te Vor­in­stal­la­ti­on wie­der­ho­len kön­nen. Also muss­te ich mir noch eine DVD mit Win­dows 7 Home Pre­mi­um 64 Bit orga­ni­sie­ren. Nach der recht auf­wän­di­gen (vie­le Trei­ber, ein­zeln unter teil­wei­se merk­wür­di­gen Namen auf der Home­page von Toshi­ba her­un­ter­lad­bar) Instal­la­ti­on schnurrt das Baby wie ein Kätz­chen. Bis auf eine Sache, die Blue­tooth-Maus will noch nicht. Mor­gen werd ich ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, wor­an das lie­gen mag.

Das Leno­vo kam wohl­weis­lich gleich ohne Betriebs­sys­tem, es soll­te ohne­hin ein Ubun­tu auf die Maschi­ne. Der neue Besit­zer ist Com­pu­ter­neu­ling, hat vor­her noch nie was mit der Mate­rie am Hut gehabt und ist ent­spre­chend unvor­be­las­tet, wird also mit Ubun­tu her­vor­ra­gend zurecht kom­men. Ubun­tu läuft auch ein­wand­frei auf der Maschi­ne, wenn man vom ziem­lich wacke­lig erschei­nen­den Sup­port des Ener­gie­ma­nage­ments mal absieht, das Sus­pend to RAM dau­ert mir etwas zu lan­ge mit ca. 30 Sekun­den. Aber gut, es funk­tio­niert prin­zi­pi­ell. Eigent­lich bin ich von dem Gerät wirk­lich ange­tan, den schlech­ten Ein­blick­win­kel des Dis­plays blen­de ich jetzt mal aus. Aber wie­so klap­pern die Tas­ten des Touch­pads? Das Gerät ist nagel­neu und die Tas­ten schep­pern regel­recht. Ich habe den Händ­ler nun kon­tak­tiert und ihn gefragt, ob das so gedacht ist oder nicht. Ich hof­fe ja nicht, sonst geht das ansons­ten recht schö­ne Gerät zurück. Denn selbst von einem Gerät in der 500-€-Klasse kann man hof­fent­lich eine ein­wand­freie Ver­ar­bei­tung erwar­ten.

Das waren die bei­den Fäl­le, die mich schon wie­der deut­lich dar­an erin­nert haben, wie­so ich sonst bei Apple kau­fe. Ich habe ein­fach kei­ne Lust, ein nagel­neu­es Sys­tem erst mal von Grund auf neu auf­set­zen zu müs­sen, Reco­very-Daten­trä­ger zu bren­nen und mir Fremd-DVDs lei­hen zu müs­sen, um über­haupt ein Betriebs­sys­tem auf mei­ne Kis­te zu bekom­men. Mit klap­pern­den Tas­ten ärge­re ich mich noch weni­ger gern rum. Und dafür zah­le ich auch gern ein paar Euro mehr, wenn es denn nötig ist.

Mei­nen neu­en iMac, den ich letz­te Woche käuf­lich erwarb, konn­te ich sofort nut­zen, ohne ihn neu instal­lie­ren zu müs­sen. Ich habe das Gerät ange­schlos­sen, ein­ge­schal­tet, mein Benut­zer­kon­to ange­legt und ange­fan­gen, mei­ne Daten zu migrie­ren. Kei­ne Neu­in­stal­la­ti­on, kein Bren­nen komi­scher Daten­trä­ger. Des­we­gen Apple, des­we­gen nichts ande­res mehr.