Reisebericht — Belgien, Frankreich und Niederlande

Die wun­der­schö­ne Renn­stre­cke Spa-Fran­corchamps in Bel­gi­en woll­te ich mir schon immer mal anschau­en. Für sol­che Zwe­cke bie­tet der Betrei­ber die so genann­ten Jung­fern­fahr­ten für recht fai­re 119 € an. Man wird erst mal zwei Run­den mit einem Renault Méga­ne R.S. 265 von einem erfah­re­nen Renn­fah­rer über die Stre­cke chauf­fiert, dann darf man zwei Run­den in Kolon­ne selbst fah­ren. Das lief lei­der etwas anders, als ich mir das vor­stell­te, aber dazu spä­ter mehr.

Da ich nicht nur für zwei Stun­den Renn­stre­cken­auf­ent­halt die Anfahrt von rund 500 Kilo­me­ter auf mich neh­men woll­te, habe ich mich gleich mal in der Umge­bung umge­schaut und eine klei­ne Rund­rei­se draus gemacht.

Die Anreise

Am 17.07.17, dem ers­ten Tag, ging es nach Sto­u­mont in Bel­gi­en. Sto­u­mont ist rund 15 Auto­mi­nu­ten von Spa ent­fernt und etwa 40 Minu­ten von Lüt­tich (auch bekannt unter dem fran­zö­si­schen Namen Liège), der nächst­ge­le­ge­nen Groß­stadt. In Sto­u­mont bin ich gelan­det, weil ich dort ein äußerst char­man­tes klei­nes B&B, das Les Tché­ous, gefun­den habe, wo ich mich für zwei Näch­te ein­quar­tier­te. Die Gegend eig­net sich nicht nur als Sprung­brett nach Spa, son­dern auch für aus­ge­dehn­te Wan­der- und Fahr­rad­tou­ren. Und auch für sport­lich ambi­tio­nier­te Auto­fah­rer hat die Gegend eini­ges zu bie­ten. Das Les Tché­ous ist inha­ber­ge­führt von einem sehr char­man­ten Ehe­paar, die einen sehr herz­lich will­kom­men heis­sen. Der Mann der Inha­be­rin beglei­tet sei­ne Gäs­te sei­ner eige­nen Aus­sa­ge nach auch ger­ne auf Fahr­rad­tou­ren, da er selbst lei­den­schaft­li­cher Rad­fah­rer ist. Also, ganz kla­re Emp­feh­lung von mir an  die­ser Stel­le.

Lüttich

Den zwei­ten Tag ver­brach­te ich in Lüt­tich. Eine wirk­lich schö­ne Stadt, das Wet­ter liess mich auch nicht im Stich. Unter­wegs war ich mit mei­nem iPho­ne 7 Plus und mei­ner nagel­neu­en Pana­so­nic DMC-FZ2000. Eine Brid­ge­ka­me­ra mit 1″-Sensor und Ultra­zoom-Objek­tiv, die 4K-fähig und bild­sta­bi­li­siert ist. Ich habe sie mitt­ler­wei­le schon wei­ter ver­äu­ßert, aber für das Geld (unter 1.000 €) pro­du­ziert sie schon ordent­li­che Ergeb­nis­se.

Lüt­tich hat eine schö­ne Alt­stadt und bie­tet gute Küche. Wer in der Gegend ist, soll­te also unbe­dingt mal vor­bei schau­en.

Cir­cuit de Spa-Fran­corchamps

Wie schon wei­ter oben geschil­dert, buch­te ich das Schnup­per­pa­ket. Im Nach­hin­ein kann ich das nur bedingt emp­feh­len. Ich hoff­te dar­auf, wenigs­tens ein biss­chen Gum­mi auf der Stre­cke las­sen zu kön­nen, wur­de aber ent­täuscht. Die Run­den im Renn­ta­xi waren super. Mein Fah­rer hät­te locker mein Groß­va­ter sein kön­nen, wuss­te aber, was er tat und hat mich in hohem Tem­po und äußerst sou­ve­rän zwei Run­den über die Stre­cke geschickt.

Kurz danach konn­ten wir mit unse­ren eige­nen Fahr­zeu­gen auf die Stre­cke. Wir fuh­ren Kolon­ne, ähn­lich ken­ne ich es auch vom Bils­ter Berg. Dort wur­de das, muss man fai­rer­wei­se sagen, aber auch als Trai­ning ver­kauft. Ich hät­te mir gewünscht, dass klei­ne Grup­pen je nach Fahr­zeug­typ gebil­det wer­den und man wenigs­tens etwas zügi­ger fah­ren könn­te. Vor mir fuhr ein Seat Mii. Mit vier Per­so­nen. Wie schnell so ein Auto unter­wegs ist, kann man sich viel­leicht vor­stel­len. Falls nicht, soll­te das fol­gen­de Video Auf­schluss geben.

Also ihr seht, lang­sam ist kaum der rich­ti­ge Aus­druck dafür. Neben mir waren noch eini­ge ande­re Leu­te mit PS-star­ken Fahr­zeu­gen vor Ort, wir hät­ten sicher­lich ein wenig mehr Spaß haben kön­nen, ohne gleich vol­les Brett fah­ren zu müs­sen.

Auf Anfra­ge sag­te man mir, dass man natür­lich Ver­ständ­nis habe, für schnel­le­re Fahr­ten ich doch aber zu den Track-Days wie­der­kom­men sol­le. Mal schau­en, viel­leicht mache ich das ja in 2018.

Dünkirchen

Als klei­nen Zwi­schen­stopp nahm ich mir die Stadt Dün­kir­chen (franz. Dun­ker­que) in Frank­reich vor. Auf der Fahrt dahin muss­te ich mal wie­der fest­stel­len, wie sehr ich die EU lie­be. Von Land zu Land rei­sen zu kön­nen, ohne Grenz­über­gän­ge, ein­fach herr­lich.

Auf Dün­kir­chen fiel mei­ne Wahl, zuge­ge­be­ner­ma­ßen, weil kurz zuvor der gleich­na­mi­ge Film von Chris­to­pher Nolan in die Kinos kam. Die­sen habe ich zwar immer noch nicht gese­hen, aber irgend­was ist ja immer … Ich hat­te lei­der kei­ne Zeit, mir Muse­en oder ähn­li­ches anzu­schau­en, bin aber mit der Kame­ra bewaff­net wenigs­tens ein biss­chen durch die Stadt und am (an dem Tag sehr stür­mi­schen) Strand ent­lang geschlen­dert.

Brügge

Sehen und ster­ben? So der Film­ti­tel. Ich lebe noch und fand Brüg­ge wirk­lich schön. Dort fand mei­ne drit­te und letz­te Über­nach­tung statt. Ich erkun­de­te die Stadt zu Fuß. Viel span­nen­des weiß ich nicht zu berich­ten, die Stadt ist wirk­lich einen Besuch wert, die Archi­tek­tur gefiel mir gut und kuli­na­risch wur­de ich auch nicht ent­täuscht.

Maastricht

Um den Hat­trick voll­zu­ma­len, drei Län­der an vier Tagen, mach­te ich noch einen Abste­cher nach Maas­tricht. Ich such­te mir schein­bar den per­fek­ten Tag dafür aus, weil André Rieu an dem Tag dort gas­tier­te und die Innen­stadt ver­stopft war und alle Restau­rants dort nur das Rieu-Menü anbo­ten. Da ich mich aber vor mei­ner Rück­rei­se nach Deutsch­land nicht voll­fres­sen woll­te, wur­den es dann Fri­ka­del­len. Frit­tier­te Fri­ka­del­len. Ist Geschmack­sa­che, sage ich mal.

Maas­tricht selbst gefiel mir gut, gera­de der Stadt­kern ist echt hübsch. Für viel mehr als die­sen hat­te ich lei­der auch kei­ne Zeit, da noch über vier Stun­den Rück­fahrt auf mich war­te­ten.

Fazit

Eine klei­ne Rund­rei­se durch den Wes­ten Euro­pas zu machen war mal etwas ande­res und hat mir gut gefal­len. Mein Auto ist für so lan­ge Stre­cken auf­grund des Fahr­werks und der Sit­ze nur begrenzt geeig­net, aber ich habe es über­lebt. Wer ein­fach mal ein paar Tage raus­kom­men möch­te und etwas län­ge­re Auto­fahr­ten nicht scheut, dem sei so ein Road­trip wärms­tens ans Herz gelegt.

Der Nachfolger meiner Git2 wurde die Firefly 8S

Ich mag sie nach wie vor, mei­ne Git2 von Git­Up. Aber das Rad der Tech­nik dreht sich unauf­halt­sam wei­ter und da ich immer mehr in Rich­tung 4K gehe, soll­ten so lang­sam auch mei­ne Action­cams mit­zie­hen kön­nen.  Mei­ne Wahl fiel auf die Fire­Fly 8S.

Von der Git2 besit­ze ich fünf Stück. Bei einer hat­te ich das Pro­blem, dass nach einem Akku­wech­sel die Ein­stel­lun­gen ver­lo­ren gin­gen. Der Sup­port riet mir, das Gehäu­se zu öff­nen und an einer Schrau­be zu dre­hen. Habe ich gemacht, half lei­der gar nichts. Dafür ging mir eine der Gehäu­se­schrau­ben ver­lo­ren. Sie fiel auf den Boden, ich habe sie lei­der nicht wie­der­fin­den kön­nen. Die zwei­te Gehäu­se­schrau­be ging ver­lo­ren, weil ich sie ins Porte­mon­naie pack­te um even­tu­ell im Bau­markt Ersatz zu fin­den. Was soll’s, das Gehäu­se bleibt auch ohne die bei­den Schrau­ben ver­schlos­sen, es gibt ja noch zwei wei­te­re.

Bei einer ande­ren Git2 ist mir der Mini-USB-Anschluss von der Pla­ti­ne abge­fal­len. Hier wird mir wohl nichts ande­res übrig blei­ben, als die Aus­spa­rung im Gehäu­se mit Heiß­kle­ber oder ähn­li­chem zu ver­plom­ben. Ärger­lich ist dabei natür­lich, dass ich den Akku jetzt nicht mehr in der Kame­ra laden kann, ich muss ihn jedes Mal ent­fer­nen.

Die ande­ren drei Exem­pla­re lau­fen wei­ter­hin ohne Pro­ble­me, trotz der recht hohen Bean­spru­chun­gen, denen ich sie teil­wei­se aus­set­ze. Die Kame­ras befin­den sich näm­lich häu­fig an mei­nem Fahr­zeug, wenn ich damit auf der Renn­stre­cke mei­ne Run­den fah­re, was Fahrt­wind von bis zu 200 km/h bedeu­tet. Da ein was­ser­dich­tes Gehäu­se die Bild­qua­li­tät nega­tiv beein­flusst, set­ze ich die Kame­ras ohne die­ses auf ent­spre­chen­de Saug­näp­fe am Fahr­zeug. Belas­tung muss auch die Kame­ra am Heck aus­hal­ten, da sie sich recht nah am Aus­puff befin­det. Die­ses Exem­plar wird auch merk­lich warm und ich bin der Mei­nung, dass das auch das Modell ist, das sei­nen USB-Anschluss ver­lo­ren hat. Wäre nicht wei­ter ver­wun­der­lich. Das ist aber auch einer der Grün­de, wie­so ich unger­ne mehr als 100 € für die­se klei­nen Din­ger aus­ge­be. Wenn die mal Scha­den lei­det, ist das halb so schlimm. Und für 100 € waren die Git2 bis­her wirk­lich unschlag­bar. Bis­her.

Mein neuer Favorit heißt: FireFly 8S

Die Fire­Fly 8S von Haw­kEye, die in direk­ter Kon­kur­renz zur Ando­er C5, zur EKEN H8 Plus und zur ThiEye T5 steht, hat den Wett­be­werb gewon­nen. Aus­schlag­ge­bend war natür­lich wie­der der Preis, aber auch die Qua­li­tät der Bild­sta­bi­li­sie­rung hat mir bes­ser gefal­len als bei der direk­ten Kon­kur­renz. Ins­ge­samt neh­men sich aber alle genann­ten Kame­ras laut den Tests mei­nes Lieb­lings-Action­cam-Blogs elProducente.com nichts.

HawkEye FireFly 8S

Wich­tig für mich war auch, dass die Abmes­sun­gen und das Gewicht der Kame­ra in etwa der der Git2 und somit der Hero 4 von GoPro ent­spricht. Das bedeu­tet näm­lich für mich, dass mein gesam­tes Zube­hör, von Lade­ge­rä­ten mal abge­se­hen, wei­ter funk­tio­niert und auch mein Roll­ei-Gim­bal wei­ter­hin im Ein­satz blei­ben kann.

Die Bild­sta­bi­li­sie­rung funk­tio­niert bis zu 1080p bei 50 Bil­dern (PAL) pro Sekun­de ein­wand­frei und nimmt wirk­lich eini­ges an Wack­lern aus dem Video. Angeb­lich sogar, ohne die ver­wen­de­te Sen­sor­flä­che zu redu­zie­ren. Wirk­lich flüs­sig wird es natür­lich erst mit einem Gim­bal. Lei­der steht die EIS (Elec­tro­nic Image Sta­bi­li­za­ti­on) nicht bei den höhe­ren Auf­lö­sun­gen zur Ver­fü­gung. Dafür nimmt sie aber auch nati­ves 4K (also kein inter­po­lier­ter Mist) mit 25 Bil­dern (PAL) pro Sekun­de auf. Bei 1080p kann man bis zu 100 Bil­der (PAL) pro Sekun­de auf­neh­men, was gera­de für sehr schnel­len Action­s­port toll ist. Viel mehr geht der­zeit tech­nisch auch nicht, nur die Yi 4K+ kann 4K mit 60 fps auf­neh­men, kos­tet aber auch rund das Drei­fa­che.

Es gibt zwei Versionen: 90 und 170 Grad

Wer nicht auf den für Action­cams typi­schen Fishe­ye-Look steht, hat auch bei der Fire­Fly 8S die Mög­lich­keit, zwi­schen einer 170-Grad- und einer 90-Grad-Ver­si­on zu wäh­len. Preis­lich macht sich das kaum bemerk­bar. Die Wahl soll­te aus mei­ner Sicht haupt­säch­lich auf der Basis erfol­gen, wel­che Art von Auf­nah­men man machen möch­te. Wer die Action­cam für den Urlaubs­film ver­wen­den möch­te, soll­te aus mei­ner Sicht zur 90-Grad-Ver­si­on grei­fen. Action­s­port­ar­ten wie Moun­tain­bi­king, Ski oder Skate­boar­ding las­sen sich bes­ser mit der 170-Grad-Vari­an­te auf­neh­men, wür­de ich sagen.

Die­ses, äh, inter­es­san­te Video, in dem die bei­den Brenn­wei­ten ver­gli­chen wer­den habe ich gefun­den.

Zubehör en masse liegt schon bei

Es fehlt eigent­lich kaum was in dem groß­zü­gig bemes­se­nen Zube­hör­pa­ket der Kame­ra. Ein was­ser­dich­tes Gehäu­se (lei­der nur bis 20 Meter), Kabel, Kle­be­pads, Fahr­rad­mon­ta­ge­kit und diver­se Clips sowie Adap­ter wer­den bei­gelegt. Bei einer Akku­lauf­zeit von etwas über einer Stun­de soll­te man über wei­te­re Akkus und viel­leicht auch ein Lade­ge­rät nach­den­ken. Aus mei­ner Sicht sinn­vol­les und nicht bei­geleg­tes Zube­hör sowie Links und Gut­schein­codes direkt zur Kame­ra fin­det ihr wei­ter unten.

Am Mar­ke­ting müs­sen die Chi­ne­sen noch arbei­ten

Puh, an den Web­auf­trit­ten müs­sen sie noch fei­len, die meis­ten chi­ne­si­schen Unter­neh­men. Yi macht das mitt­ler­wei­le ziem­lich gut, aber wenn man sich den You­Tube-Kanal des Her­stel­lers anschaut, wird einem schon ein wenig anders. Offi­zi­el­le Tuto­ri­al-Vide­os sind der­ma­ßen dilet­tan­tisch auf­ge­macht, da möch­te man am liebs­ten eine Schu­lung anbie­ten.

Die Web­site ist lei­der auch nicht wirk­lich viel bes­ser.

Die Bedien­bar­keit der Kame­ras ist in Ord­nung, was ja auch erst ein­mal das wich­tigs­te ist.

Ein würdiger Nachfolger

Die ers­te Fire­fly 8S mit 170-Grad-Lin­se habe ich bereits, eine zwei­te mit 90-Grad-Objek­tiv folgt in den nächs­ten Tagen. Die bei­den beschä­dig­ten Git2 wer­de ich wohl behal­ten, dafür aber zuguns­ten der bei­den Fire­fly 8S zwei der Kame­ras abge­ben. Die hohe Auf­lö­sung brau­che ich nicht immer und ich bin auch nicht moti­viert, alle fünf Stück durch Fire­fly 8S aus­zu­tau­schen.

Ich bin wei­ter­hin gespannt, was der Action­cam-Markt bie­ten wird.

Linkliste

Haw­kEye Fire­Fly 8S 90 Grad bei Gear­Best (Cou­pon-Code: F8S9IT redu­ziert Preis auf USD 127,99)

Haw­kEye Fire­Fly 8S 170 Grad bei Gear­Best (Cou­pon-Code: GBF8SZC redu­ziert Preis auf USD 119,99)

Exter­nes Mikro­fon mit Mini-USB-Anschluss bei Gear­Best

Ersatz­ak­ku bei Gear­Best

Zwei Ersatz­ak­kus nebst Lade­ge­rät bei Gear­Best

Blue­tooth-Fern­aus­lö­ser bei Gear­Best

Aus­zieh­ba­rer Selfiestick/Monopod bei Gear­Best

Reisebericht: Zypern

Unser ers­ter Urlaub in die­sem Jahr hat­te Zypern als Ziel. Zypern liegt im öst­li­chen Mit­tel­meer, unweit der Küs­te Syri­ens und Liba­nons. Geo­gra­fisch gehört Zypern damit zu Asi­en, poli­tisch aller­dings gehört der Süden, wo wir waren, zur EU, der Nor­den zur Tür­kei. Schwie­rig ist dabei, dass die „Tür­ki­sche Repu­blik Nord-Zypern“ nur von der Tür­kei völ­ker­recht­lich aner­kannt wird.

Anreise und Unterkunft

Wir buch­ten unse­re Rei­se mal wie­der über Bucher Rei­sen, mit denen wir in der Ver­gan­gen­heit auch gute Erfah­run­gen mach­ten. Geflo­gen wur­den wir von Con­dor, Han­no­ver — Larna­ka in rund vier Stun­den. Der Flug­ha­fen von Larna­ka ist groß und modern.

Da wir die Insel auf eige­ne Faust erkun­den woll­ten, ent­schie­den wir uns für einen Miet­wa­gen. Lei­der war ich bei der Buchung etwas unauf­merk­sam, wir buch­ten den Wagen über Car­Del­Mar bei Gold­car, einem spa­ni­schen Anbie­ter.  Dazu aber spä­ter mehr.

Unser Hotel war ein Vier-Ster­ne-Hotel, das Napa Pla­za, in der Par­ty­me­tro­po­le Agia Napa im Süd­os­ten der Insel. Zwei­ter Punkt in Sachen Unauf­merk­sam­keit. Ich hät­te damit rech­nen kön­nen, dass es in einer Par­ty­stadt laut wird. Außer­dem befin­den sich in die­ser Ecke der Insel nur weni­ge Sehens­wür­dig­kei­ten. Da wir nicht zum Fei­ern nach Zypern flo­gen, eine denk­bar blö­de Orts­wahl.

Das Hotel an und für sich war aber sehr gepflegt, modern und schön. Die vier Ster­ne hat­te es in jedem Fal­le ver­dient. Wir buch­ten Halb­pen­si­on, es gab also Früh­stück und Abend­essen. Das Früh­stück nah­men wir eigent­lich immer wahr, das Abend­essen lies­sen wir zuguns­ten ande­rer Restau­rants auch mal aus­fal­len. Das Abend­essen war the­men­be­zo­gen, also nicht-zyprisch, von einer Aus­nah­me mal abge­se­hen. Lecker war es den­noch, die Küche war wirk­lich gut.

Nachts war es lei­der so laut, dass wir in den ers­ten bei­den Näch­ten kaum ein Augen zuge­tan haben. Da nach der zwei­ten Nacht unse­re Geduld ein Ende fand, beschwer­ten wir uns und erhiel­ten dann auch recht unkom­pli­ziert ein ande­res Zim­mer. Der Schall­pe­gel, den die benach­bar­te 360-Bar emit­tier­te, gelan­ge dort nicht in dem Maße hin, sodass ein halb­wegs erhol­sa­mer Schlaf wie­der mög­lich war. Lei­der lie­ßen sich aber bei­de Zim­mer nur schlecht abdun­keln, trotz Schlaf­mas­ke und Ohren­stöp­sel war eine durch­ge­schla­fe­ne Nacht also lei­der die Aus­nah­me.

Der Mietwagen

Mit dem Fahr­zeug an sich war alles in Ord­nung. Wir hat­ten einen Maz­da Denio oder, wie er hier­zu­lan­de heißt, 2. Dan­kens­wer­ter­wei­se beka­men wir ein Auto­ma­tik­fahr­zeug, denn auf Zypern gilt als ehe­ma­li­ge bri­ti­sche Kolo­nie Links­ver­kehr. Anfangs doch sehr gewöh­nungs­be­dürf­tig, gewöhnt man sich nach eini­gen Tagen dar­an, auf der rech­ten Sei­te ein­zu­stei­gen und auf der lin­ken Sei­te zu fah­ren.

Über­rum­pelt wur­den wir aber bei der Unter­zeich­nung des Ver­trags. Wir wur­den vor die Wahl gestellt, für rund 150 € (und damit dem 2,5-fachen des Miet­prei­ses) eine Zusatz­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen, oder aber eine Sicher­heits­zah­lung (Depo­sit) in Höhe von 1.100 € zu hin­ter­le­gen. Ich hat­te über mei­nen Anbie­ter bereits eine Zusatz­ver­si­che­rung abge­schlos­sen, benö­tig­te also kei­ne. Zäh­ne­knir­schend akzep­tier­te ich den Depo­sit, der auf mei­ner Kre­dit­kar­te nur blo­ckiert wer­den soll­te. Zwei Tage spä­ter aber fand ich eine Abbu­chung über 1.100 € auf mei­nem Kon­to vor.

Die nächs­te unschö­ne Über­ra­schung kam dann beim Aus­fül­len des Scha­dens­be­richts. Der war leer, obwohl das Fahr­zeug vie­le Schram­men und eini­ge Beu­len hat­te. Hier wur­den also bereits vor­han­de­ne Schä­den ein­fach unter­schla­gen. Ich bin dann mit der freund­li­chen Mit­ar­bei­te­rin und Taschen­lam­pe um das Fahr­zeug und habe jede Macke minu­ti­ös auf­schrei­ben las­sen.

Nie wieder Goldcar

Als ich dann weni­ge Tage spä­ter die Miet­wa­gen­sta­ti­on goo­gel­te, kamen lei­der vie­le sol­cher Berich­te zuta­ge. Die Masche mit dem Depo­sit wird wohl immer durch­ge­zo­gen. In mei­nem Ver­trag las ich dann, dass das Geld bis zu 45 Tage ein­be­hal­ten wer­den kön­ne. Gold­car holt sich also auf die­sem Wege einen kos­ten­frei­en Kre­dit in Höhe von 1.100 € von jedem Kun­den. Bei bri­ti­schen Kun­den sind es wohl sogar 1.100 £, wie ich den Bewer­tun­gen ent­nahm. Eine Rezen­si­on ver­laut­bar­te, dass das Geld nach über 45 Tagen noch immer nicht zurück­ge­bucht wor­den sei.

Ent­spre­chend habe ich direkt nach mei­ner Rück­kehr sowohl beim Ver­mitt­ler als auch bei der Online­platt­form, die ich für die Buchung ver­wen­de­te Beschwer­de ein­ge­reicht. Die Rück­ga­be gestal­te­te sich glück­li­cher­wei­se kom­pli­ka­ti­ons­frei, ver­mut­lich aber nur, weil ich mich beim Ver­leih bereits erfah­ren zeig­te und alle noch so klei­nen Schä­den notie­ren liess.

Also, bloß nicht bei Gold­car am Flug­ha­fen Larna­ka einen Wagen buchen.

Mein Geld bekam ich übri­gens zwei Tage vor Ablauf der Frist wie­der. Also frist­ge­recht, rein recht­lich also voll­kom­men in Ord­nung. Kun­den­freund­lich? Eher nicht.

Zypern

Zypern selbst ist wirk­lich schön. Sie ver­sprüht den tro­cke­nen Charme der meis­ten Mit­tel­meer­in­seln. Schon im Mai ist sie ziem­lich tro­cken, wenn auch man noch die Res­te der Früh­lings­blü­te erken­nen kann. Wir sind ins Lan­des­in­ne­re, ins Gebir­ge gefah­ren, wo sich dann, auch wie­der recht typisch für Mit­tel­meer­in­seln, ein ganz ande­res Bild bot, als es an der Küs­te bzw. im Flach­land der Fall war.

In den Küs­ten­ge­bie­ten ist es warm, meist weht eine Bri­se und es ist rela­tiv tro­cken. Hier und da wach­sen noch far­ben­fro­he Blu­men. Fährt man ins Lan­des­in­ne­re, bie­tet sich ein ähn­li­ches Bild, aber bei höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren. Wir fuh­ren in die letz­te geteil­te Haupt­stadt der Welt, Nico­sia, die zu einem Teil im Süden liegt und zum ande­ren im Nor­den. Als EU-Bür­ger kann man die Grenz­pos­ten und die zwi­schen den Stadt­tei­len lie­gen­de UNO-Schutz­zo­ne pro­blem­frei mit Per­so­nal­aus­weis pas­sie­ren.

Die geteilte Hauptstadt

Der Kon­trast zwi­schen die­sen bei­den Stadt­tei­len ist fas­zi­nie­rend. Im Nor­den fühlt man sich auch gleich wie in der Tür­kei. Mit­tags fing der Muez­zin an, die Gläu­bi­gen zum Gebet auf­zu­ru­fen, die Stra­ßen sind ver­win­kelt und eng. Und es ist heiß. Über­all Basa­re und Markt­hal­len.

Der Süden ist deut­lich geräu­mi­ger und küh­ler, der Wind kann hier unge­hin­der­ter wehen. Das war wenigs­tens der Ein­druck, der sich uns offen­bar­te, als wir die Gren­ze jeweils über­quer­ten.

Der Zufall woll­te es, dass sich ein Bekann­ter von mir in Nord­zy­pern auf­hielt. Er woll­te dort stu­die­ren, muss­te dann aber lei­der fest­stel­len, dass der dort erwor­be­ne Abschluss aus­schließ­lich in Nord­zy­pern und der Tür­kei aner­kannt wird. Aber da ich ohne­hin schon mal da war, stat­te­te ich ihm einen Besuch ab. Wir tra­fen uns also im Nor­den, den er nicht ver­las­sen konn­te, und ver­brach­ten eini­ge Stun­den zusam­men. Er ist ambi­tio­nier­ter Hob­by­fo­to­graf, da kam auch der Kon­takt her. Wir foto­gra­fier­ten also eine Wei­le gemein­sam in der Haupt­stadt, bevor wir uns wie­der in Rich­tung Süden auf den Heim­weg mach­ten.

Das Gebirge

Ich den­ke, dass ich nicht lüge, wenn ich sage, dass mein liebs­te Aus­flug der ins Gebir­ge gewe­sen ist. Dort gibt es eini­ge sehens­wer­te Was­ser­fäl­le, von denen wir auch drei ansteu­er­ten. Das Kli­ma ist dort deut­lich gemä­ßig­ter, alles ist grün und feucht. Wer auch nur ein wenig für mehr oder weni­ger unbe­rühr­te Natur und uri­ge Berg­dör­fer übrig hat, soll­te unbe­dingt dort hin fah­ren. Von Ayia Napa aus lei­der zwei Auto­stun­den ent­fernt, war es den Auf­wand aber den­noch mehr als wert.

Wir wan­der­ten vom obe­ren Aus­sichts­punkt zum Myl­lo­me­ri-Was­ser­fall, was rund 30 Minu­ten dau­er­te und stre­cken­wei­se auch mit ordent­li­chen Gefäl­le ein­her­ging. Aber den Auf­wand war es wert. Lei­der konn­te ich mei­ne Droh­ne nicht stei­gen las­sen, ohne Angst haben zu müs­sen, in einem Baum hän­gen zu blei­ben, Luft­auf­nah­men gibt es hier also kei­ne. Der Rück­weg war dann noch etwas anstren­gen­der, weil wir die Stei­gung ja schließ­lich wie­der hoch muss­ten. Aber alles in allem, eine sehr loh­nens­wer­te Wan­de­rung.

Weni­ger emp­feh­lens­wert sind hin­ge­gen die Green Val­ley Water Falls, die recht offen­siv am Stra­ßen­rand aus­ge­schil­dert wer­den, wes­we­gen wir uns auch zu einem Besuch hin­reis­sen lies­sen. 5 € Ein­tritt kos­tet der Spaß. Der Weg zu den Was­ser­fäl­len ist nett gemacht, man gibt sich hier schon Mühe. Aber er ist kurz und 5 € pro Per­son aus mei­ner Sicht nicht wert.

Fazit

Zypern ist auf jeden Fall eine Rei­se wert. Alles in allem emp­fan­den wir die Insel als recht sau­ber und gepflegt, die Infra­struk­tur ist in einem guten Zustand. Das Preis­ni­veau ist der Regi­on ange­mes­sen, in den Tou­ris­ten­re­gio­nen zahlt man natür­lich deut­lich mehr als außer­halb die­ser.

Reisebericht: Boa Vista

Ange­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren und Son­nen­ga­ran­tie Ende November/Anfang Dezem­ber? Gibt es, auf Boa Vis­ta, einer Insel in Kap Ver­de im Atlan­tik vor der Küs­te Sene­gals. Da ging es die­ses Jahr hin.

Auf nach Boa Vista

Nach eini­gen Recher­chen hat­ten wir uns auf Kap Ver­de ein­ge­schos­sen, da sich die­ses Archi­pel vul­ka­ni­schen Ursprungs durch ganz­jäh­rig hohe Tem­pe­ra­tu­ren aus­zeich­net, was noch mal um eini­ges höher ist, als es auf den kana­ri­schen Inseln der Fall ist, wo es im Früh­jahr die­sen Jah­res hin ging. Käl­ter als 24 Grad wird es dort eigent­lich nie, auch nachts sin­ken die Tem­pe­ra­tu­ren nicht unter 20 Grad und selbst die Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren lie­gen immer bei min­des­tens 22 Grad, und das mit­ten im Atlan­tik.

Gut, man ist rund zwei Flug­stun­den von den Kana­ren ent­fernt und zwar direkt in Rich­tung Süden. Noch mal zwei Stun­den wei­ter und man steht auf dem Äqua­tor. Das merkt man auch der Län­ge der Tage. Um die­se Jah­res­zeit sind die Tage rund 13 Stun­den lang.

Unse­re Ent­schei­dung für Boa Vis­ta und damit gegen Sal ist nach dem Lesen eini­ger Arti­kel über die Inseln gefal­len, da uns die Hotels dort ein­fach bes­ser gefal­len haben. Denn außer den Hotels gibt es gera­de auf Boa Vis­ta nicht viel.

Das Hotel: Riu Touareg

Das Riu Toua­reg ist ein moder­nes und erst kürz­lich deut­lich erwei­ter­tes Hotel. Es liegt total abge­schie­den an der Süd­küs­te der Insel und ver­fügt über einen wirk­lich gro­ßen und schö­nen Pri­vat­strand. Es han­delt sich bei die­sem Hotel um ein Fünf-Ster­ne-All-Inclu­si­ve-Hotel. Die fünf Ster­ne dürf­ten aller­dings Lan­des­ka­te­go­rie sein.

Die Anla­ge ist ziem­lich groß und sehr gepflegt. Es gibt wirk­lich viel Per­so­nal, das sich um alle Aspek­te des Betriebs küm­mert. Die einen geben Hand­tü­cher aus, ande­re schen­ken Geträn­ke aus, ande­re kochen, rei­ni­gen die Anla­ge und so wei­ter.

WLAN war zwar im Rei­se­preis inklu­si­ve, in 2016 auch mehr als ange­mes­sen, aber nur auf den öffent­li­chen Plät­zen ver­füg­bar. Die Geschwin­dig­keit war erwar­tungs­ge­mäß eher nied­rig. Lei­der han­del­te es sich um ein offe­nes WLAN, Daten­ver­kehr mit unver­schlüs­sel­ten Web­sites und Diens­ten wur­de also im Klar­text über­tra­gen. Ich habe mir das Spio­nie­ren aber ver­knif­fen ;-).

Essen

Die Qua­li­tät des Essens war durch die Bank weg hoch bis sehr hoch. Es gab eine rie­si­ge Viel­falt an Spei­sen, die mir per­sön­lich aber nach rund einer Woche trotz­dem irgend­wie lang­wei­lig wur­de.

Aus­ge­ge­ben wur­de das Essen haupt­säch­lich in einem gro­ßen Restau­rant, in dem alle Gäs­te essen konn­ten. Dane­ben gab es noch so genann­te The­men­re­stau­rants, in denen u.a. auch afri­ka­ni­sche bzw. kap­ver­di­sche Küche ange­bo­ten wur­de. Die­se Restau­rants waren reser­vie­rungs­pflich­tig, was aber nie ein Pro­blem dar­ge­stellt hat. So wur­de noch ein wenig Varia­ti­on in den Spei­se­plan gebracht. Wer woll­te, konn­te auch ita­lie­nisch oder japa­nisch essen.

Schlafen

Die Zim­mer waren groß und geräu­mig. Ein wenig hel­ler hät­ten sie sein kön­nen, aber auf der ande­ren Sei­te war man wäh­rend der hel­len Stun­den eh meist am Pool oder im Restau­rant. Das Rei­ni­gungs­per­so­nal arbei­te­te sehr gewis­sen­haft. Der Safe war im Rei­se­preis inbe­grif­fen. Lei­der gab es kein WLAN auf den Zim­mern.

Die Zim­mer lies­sen sich recht gut ver­dun­keln. Die Gän­ge vor den Zim­mern hall­ten stark, was die Laut­stär­ke von selbst lei­sen Din­gen wie der Betä­ti­gung eines Wisch­mops so ver­stärk­te, dass ich davon wach wur­de.

Unterhaltung und Entspannung

Den gan­zen Tag über gab es ver­schie­de­ne Sport­an­ge­bo­te, wie bspw. Was­ser­gym­nas­tik, an denen man anmel­de­frei teil­neh­men konn­te. Einen Spa gab es auch, den wir aber nicht genutzt haben. In regel­mä­ßi­gen Abstän­den gab es außer­dem ein Ani­ma­ti­ons­pro­gramm, eini­ge der Lie­der haben sich als regel­rech­te Ohr­wür­mer mani­fes­tiert, ich bin sie zwei Wochen spä­ter immer noch nicht los ;-). Das Abend­pro­gramm war ähn­lich, Gesang und Tanz stan­den auf dem Pro­gramm. Nicht mein Ding, aber sonst gut gemacht.

Die Pool­an­la­ge ist wun­der­schön und besteht aus meh­re­ren unter­schied­lich gro­ßen Pools, die Größ­ten­teils mit Salz­was­ser gefüllt sind. Im größ­ten Pool gibt es außer­dem eine Pool­bar, an der man sich, All-Inclu­si­ve halt, nach Her­zens­lust bedie­nen las­sen kann.

Die Lage

Das Hotel liegt mit­ten im Nir­gend­wo. Da das erwähn­te Abend­pro­gramm nicht unse­rem Geschmack ent­sprach, blieb uns aber nicht viel ande­res übrig, als die­sem bei­zu­woh­nen, wenn wir nicht auf das Zim­mer gehen woll­ten. Einen Hafen oder einen klei­nen Ort in der Nähe gab es ein­fach nicht. Ohne Auto kam man von dort auch nicht weg.

Die Insel

Boa Vis­ta ist ein tro­cke­ner Fels im Atlan­tik. Die Luft­feuch­tig­keit ist das gan­ze Jahr über mit über 70 % recht hoch, die Tem­pe­ra­tu­ren mit 24 — 30 Grad Cel­si­us sind es auch. Es fegt ganz­jäh­rig ein Wind über die Insel, der mal stär­ker, mal weni­ger stark aus­fällt. Wir hat­ten Pech, es war durch­ge­hend so win­dig, dass mein DJI Phan­tom 3 Stan­dard nur mit Mühe und Not in der Luft blieb. Wackel­freie Vide­os bei die­sem Wind zu machen war lei­der nur begrenzt mög­lich. In der Anla­ge selbst merk­te man davon aber am Boden nicht so viel.

Der Pri­vat­strand des Hotels ist zwar schön, war aber wegen des per­ma­nent star­ken See­gangs kaum nutz­bar. Der Wind blies einem den Sand nur so um die Bei­ne, was aber typisch für die Jah­res­zeit ist. Der Atlan­tik ist nun mal kei­ne Bade­wan­ne, wie eine TUI-Mit­ar­bei­te­rin ganz treff­lich for­mu­lier­te, außer­dem liegt Boa Vis­ta rund 500 km vor der Küs­te Afri­kas, also weit drau­ßen im Meer. Die rote Flag­ge war jeden Tag drau­ßen, die Wel­len waren teil­wei­se mehr als manns­hoch und der eine oder ande­re Baden­de krümm­te sich auch vor Schmer­zen, nach­dem er von solch einem Bre­cher getrof­fen wur­de. Also nichts für Schwimm­an­fän­ger.

Es gibt nur weni­ge Orte auf der Boa Vis­ta. Wer sich die­se aus der Luft anschaut wird sehen, was ich mei­ne. Der Tou­ris­mus dürf­te die größ­te Ein­nah­me­quel­le der gesam­ten Insel sein.

Grö­ße­re Tie­re gibt es auf der Insel kaum, von Nutz­tie­ren wie Zie­gen und Kühen ein­mal abge­se­hen. Aber dafür gibt es vie­le gro­ße Spin­nen­ar­ten, sehr zur Freu­de mei­ner Freun­din ;-).

Argiope lobata
Argio­pe loba­ta

Ausflüge

Aus­flü­ge wur­den reich­lich von der TUI ange­bo­ten. Ich stell­te aber fest, dass es über Dritt­an­bie­ter deut­lich güns­ti­ger geht. So buch­ten wir für gera­de mal 80 € eine Quad­tour für zwei Per­so­nen auf einem Quad, die vier Stun­den lang war. Wir buch­ten die Nord­tour, alle ande­ren die Süd­tour. Das führ­te dazu, dass wir die ein­zi­gen auf der Tour waren, wir beka­men also eine Pri­vat­tour.

Wir wur­den vom Anbie­ter vor der Hotel­tür abge­holt und dann zum Start­ort, rund 30 Minu­ten ent­fernt in der Nähe des Flug­ha­fens von Boa Vis­ta, gefah­ren. Dort ging es nach einer kur­zen Ein­füh­rung auf den Quads auch schon los. Ich fuhr unse­rem Gui­de hin­ter­her, der teil­wei­se ein ordent­li­ches Tem­po an den Tag leg­te. Alle 30 — 45 Minu­ten gab es eine Pau­se, die wir zum Bei­ne­ver­tre­ten, Foto­gra­fie­ren und Fil­men nutz­ten.

Wäh­rend der Stopps kamen natür­lich sofort Händ­ler her­bei­ge­strömt, die einem ihre Sou­ve­nirs andre­hen woll­ten. Ich hat­te lei­der nicht an so etwas gedacht und zu wenig Geld ein­ge­steckt. Fas­zi­nie­rend fand ich, dass selbst bei unse­rem Stop mit­ten in der Wüs­te kei­ne fünf Minu­ten spä­ter ein Händ­ler auf­tauch­te.

Wir fuh­ren auf unse­rem Weg auch an den Armen­vier­teln der Insel vor­bei, was einem einen ganz schö­nen Dämp­fer ver­passt hat. Längst nicht alle pro­fi­tie­ren von den rei­chen Euro­pä­ern, die dort ihren Urlaub ver­brin­gen. Es wird emp­foh­len, Schul­sa­chen zu spen­den, wenn man die­se Inseln besucht, was wir natür­lich auch getan haben.

Nach etwa 4,5 Stun­den waren wir wie­der am Aus­gangs­ort. Laut mei­ner Apple Watch habe ich in die­ser Zeit fast 1.000 kcal ver­brannt …

Fazit

Es war eine schö­ne Woche auf Boa Vis­ta, ich war aber auch froh, als sie vor­bei war. Den gan­zen Tag nur zwi­schen Bett, Pool und Restau­rant zu pen­deln ist nicht mei­ne Form des Urlaubs.

Die Orga­ni­sa­ti­on und das gan­ze Drum­her­um waren toll, nur vom Flug waren wir ent­täuscht. Wir haben fast 2.600 € für die­se Rei­se bezahlt und hät­ten bei die­sem Preis ein­fach erwar­tet, dass wenigs­tens Was­ser auf dem Flug inbe­grif­fen ist. War es aber nicht. Und das bei einer Flug­dau­er von rund sie­ben bzw. acht Stun­den (auf dem Rück­weg mach­ten wir Stopp auf Sal). Außer­dem sind die Sit­ze in den TUI-Flie­gern lei­der ziem­lich eng und bie­ten kaum Bein­frei­heit. Der Flug stand also im kras­sen Gegen­satz zum Hotel, was mei­ner Ansicht nach ein­fach nicht zusam­men­passt.

Dies war mei­ne ers­te Rei­se, auf der ich aus­schließ­lich mit dem iPho­ne foto­gra­fiert habe. Außer­dem habe ich den Groß­teil des Film­ma­te­ri­als eben­falls mit mei­nem iPho­ne erstellt. Und ich muss sagen, dass das sehr gut funk­tio­niert hat. Die Kame­ra des iPho­ne 7 Plus ist her­vor­ra­gend und dank des kurz zuvor erwor­be­nen DJI Osmo Mobi­le konn­te ich auch äußerst sta­bi­le und but­ter­wei­che Vide­os mit dem Smart­pho­ne dre­hen. Ich sich­te und schnei­de das Mate­ri­al aktu­ell noch und wer­de dann zu gege­be­ner Zeit einen Zusam­men­schnitt des Urlaubs bei You­Tube und natür­lich auch hier ver­öf­fent­li­chen.

Fisheye entfernen leicht gemacht

Action­cams sind toll. Sie sind güns­tig, klein, leicht und dar­über hin­aus auch noch furcht­bar ein­fach zu bedie­nen. Das macht sie, neben dem Smart­pho­ne, zur per­fek­ten Immer-Drauf-Kame­ra.

Dass man eigent­lich immer den rich­ti­gen Bild­aus­schnitt ein­fängt liegt unter ande­rem dar­an, dass der Win­kel der Lin­se so groß ist, im Fal­le mei­ner Git2 liegt er bei 170 Grad. Was einer­seits wün­schens­wert ist, bringt auch unschö­ne Effek­te mit sich. An den Rän­dern, beson­ders links und rechts, wird das Bild recht stark ver­zerrt. Die­ser Effekt nennt sich Fishe­ye. Das stört nicht immer, manch­mal aber eben doch.

Entzerren leicht gemacht

Das schö­ne an digi­ta­lem Mate­ri­al ist ja, dass man es mit rela­tiv wenig Auf­wand modi­fi­zie­ren kann. Zu Zei­ten der ana­lo­gen Bild- und Video­be­ar­bei­tung war das doch dezent schwie­ri­ger. So gibt es im Bereich der Foto­gra­fie schon seit län­ge­rem Tools, die eine so genann­te Objek­tiv­kor­rek­tur anbie­ten. Die Objek­ti­ve wur­den zu die­sem Zweck ver­mes­sen und cha­rak­te­ris­ti­sche Ver­zer­run­gen auf­ge­zeich­net. Die Soft­ware kann dann anhand die­ser Infor­ma­tio­nen die­se aus dem Foto raus­rech­nen, was Ton­nen­bil­dung und die eben genann­ten Ver­zer­run­gen mit einem Klick ent­fernt.

Was mit Fotos geht, geht natür­lich auch bei Vide­os. Da dau­ert es natur­ge­mäß etwas län­ger, weil mit­un­ter 60 oder noch mehr Bil­der pro Sekun­de kor­ri­giert wer­den müs­sen. Ein Tool, über das ich bei mei­nen Recher­chen gestol­pert bin, heißt ProDRE­NA­LIN.

Dabei han­delt es sich um einen gan­zen Werk­zeug­satz, mit dem man sei­ne Vide­os opti­mie­ren kann. Die Kom­po­nen­te, auf die ich es abge­se­hen hat­te, ent­fernt den Fishe­ye genann­ten Effekt der Action­ka­me­ra-Lin­sen. Lei­der sind vie­le Tools nur unter Win­dows lauf­fä­hig, was den Ein­satz auf einem Mac ein wenig erschwert, aber von eini­gen Tei­len gibt es tat­säch­lich auch Mac-Vari­an­ten, die dann über Wine gestar­tet wer­den. Das geht natür­lich zu Las­ten der Per­form­anz, funk­tio­niert aber sonst recht gut.

Profile erstellen

Für GoPros Kame­ras gibt es bereits vor­ge­fer­tig­te Pro­fi­le, die im Gro­ben und Gan­zen auch mit mei­ner Git2 funk­tio­nie­ren. Wenn man es genau­er möch­te, kann man aber auch eige­ne Pro­fi­le erstel­len. Das geht lei­der nur unter Win­dows. Und ist auch nicht ganz ohne. Ich habe eini­ge vie­le Anläu­fe geschafft, bis ich mit dem Pro­fil zufrie­den war. Man sieht dem Mus­ter nach der Fer­tig­stel­lung an, ob das Fishe­ye kom­plett ver­schwun­den ist. Falls nicht, noch mal von vor­ne.

Für die Pro­fi­ler­stel­lung wird ein Ras­ter auf dem Bild­schirm ange­zeigt, das man so groß wie mög­lich auf dem Bild­schirm anzei­gen las­sen soll­te. Danach fährt man in der vor­ge­ge­be­nen Art und Wei­se den Bild­schirmin­halt mit der Kame­ra ab, impor­tiert das Video in das Werk­zeug und star­tet den Ana­ly­se­pro­zess. Danach steht das Pro­fil zum Spei­chern zur Ver­fü­gung. Nach­dem man einen sinn­vol­len Namen ver­ge­ben hat, soll­te das Pro­fil auch, spä­tes­tens nach einem Pro­gramm­neu­start, allen ande­ren Tools zur Ver­fü­gung ste­hen.

Fisheye adé

Der eigent­li­che Pro­zess dau­ert abhän­gig von der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Leis­tung und der Video­län­ge sowie -auf­lö­sung natür­lich unter­schied­lich lan­ge. Ver­wen­det man die Wine-Vari­an­te unter macOS dau­ert es ver­mut­lich auch län­ger als unter Win­dows direkt. Die Ergeb­nis­se sind aber recht ordent­lich. Es muss einem aber natür­lich klar sein, dass ein Teil des Bil­des durch die Kor­rek­tur fehlt.

Ich benut­ze die Soft­ware beson­ders dann, wenn ich noch Mate­ri­al aus ande­ren Kame­ras, wie mei­nem iPho­ne oder mei­nem Phan­tom 3 im glei­chen Film ver­wen­den möch­te, weil der stän­di­ge Wech­sel dann doch etwas stö­rend ist.

Fazit

Für wenig Geld bekommt man hier eine kom­for­ta­ble und ein­fach benutz­ba­re Soft­ware. Mit Erschei­nen die­ses Arti­kels gibt es auch schon eine neue Ver­si­on der Soft­ware, die aber nicht Grund­la­ge mei­nes Tests war.

Apple Watch — eine Rezension

Ich hader­te lan­ge mit mir, ob ich wirk­lich über 300 € für eine Smart Watch aus­ge­ben woll­te, die ohne iPho­ne qua­si zu nichts nut­ze ist und mir eigent­lich auch nichts bie­tet, was mein iPho­ne nicht schon lan­ge kann. Ich schau­te mir sogar eine Andro­id-basier­te Smart­watch, die Moto 360, an, gab sie aber letzt­end­lich zurück.

Als Apple nun im Sep­tem­ber die neue Genera­ti­on vor­stell­te, schlug ich doch zu. Und ich muss sagen, dass es eine gute Ent­schei­dung gewe­sen ist.

Weniger Aufmerksamkeitsbindung

Gefühlt schen­ke ich den Push-Noti­fi­ca­ti­ons auf mei­nem Gerät weni­ger Auf­merk­sam­keit. Ein kur­zer Blick aufs Hand­ge­lenk genügt und ich weiß, was los ist und ob es Zeit hat, bis ich reagie­re. Falls nicht, ant­wor­te ich ent­we­der kurz über die vor­ge­fer­tig­ten Ant­wor­ten der Uhr, dik­tie­re Siri eine Ant­wort oder hole eben doch das iPho­ne aus der Tasche. Letz­te­res ist aber wirk­lich deut­lich sel­te­ner der Fall gewor­den, als es bis dato gewe­sen ist.

Ich füh­le mich irgend­wie ent­schleu­nigt, seit ich die Uhr habe.

Atemübungen, Schrittzähler — Fitness ist wichtiger geworden

So blöd es klingt, aber die Benach­rich­ti­gun­gen der Uhr, dass man mal wie­der auf­ste­hen oder eine Atem­übung machen sol­le, sind tat­säch­lich hilf­reich. Wenn man zu tief in die Arbeit ver­sun­ken ist, merkt man häu­fig gar nicht, wie die Zeit ver­geht. Die Watch sagt mir, wenn es so weit ist. Und ich hal­te mich meis­tens auch dran, wenn ich nicht gera­de in einer Bespre­chung sit­ze.

Außer­dem bin ich tat­säch­lich moti­vier­ter, die täg­li­chen Fit­ness­zie­le, Bewe­gen, Trai­nie­ren und Ste­hen, zu errei­chen. Weil mich die Uhr über den Tag ver­teilt immer wie­der dar­an erin­nert, mache ich das auch tat­säch­lich. Und ärge­re mich, wenn ich eines der Zie­le dann trotz des Vor­ha­bens dann doch nicht errei­che. Meist läuft es am Fol­ge­tag dann bes­ser. Ich den­ke schon, dass ich mei­ne Gesamt­fit­ness über die Zeit dank der Uhr tat­säch­lich ver­bes­sern wer­de. Aber das wird die Zeit zei­gen.

Inter­es­sant ist viel­leicht dies­be­züg­lich noch, dass die Apple Watch unter allen Arm­band­ge­rä­ten in einer Stu­die am Bes­ten abschnitt, was die Genau­ig­keit der ermit­tel­ten Daten angeht.

Individualisierung der Watch

Im ers­ten Schritt kann man die Uhr natür­lich über das Zif­fer­blatt anpas­sen. Aktu­ell ver­wen­de ich eines, das ein ana­lo­ges Zif­fer­blatt mit Datums­an­zei­ge in der Mit­te anzeigt, oben links die Län­ge mei­ner Ein­kaufs­lis­te von Bring zeigt und oben rechts die aktu­el­le Tem­pe­ra­tur. Unten sehe ich einen Über­blick, wie weit ich mit mei­nen Fit­ness­zie­len bin. So habe ich die für mich aktu­ell wich­tigs­ten Infos im Über­blick. Soll­ten sich mei­ne Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben, kann ich das natür­lich jeder­zeit anpas­sen.

Dank­ba­rer­wei­se lässt sich auch die Aus­rich­tung der Uhr ver­än­dern. Mich nerv­te die Digi­tal Crown auf der rech­ten Sei­te, da ich die Uhr am lin­ken Arm tra­ge und ich durch eine nach oben geknick­te Hand immer wie­der die Crown betä­tig­te. Ich habe die Uhr jetzt umge­dreht und damit auch die­ses Pro­blem nicht mehr. Die Ein­stel­lung fin­det man in der Ein­stel­lun­gen-App.

Die zwei­te Art und Wei­se, die Uhr zu indi­vi­dua­li­sie­ren liegt natür­lich in den Arm­bän­dern. Ich habe die Apple Watch Sport und damit natür­lich das aus Sili­kon gefer­tig­te Sport­arm­band von Apple. Das ist auch nicht häss­lich oder so, aber trotz­dem habe ich mich nach wei­te­ren Bän­dern umge­schaut. Die von Apple ange­bo­te­nen Arm­bän­der sind mir ein­fach zu teu­er, muss ich geste­hen. Die fin­di­gen Chi­ne­sen haben ziem­lich ähn­lich, wenn nicht gleich aus­se­hen­de Klo­ne im Ange­bot, von denen ich mir eini­ge gekauft habe.

Nylonarmband

Für das Nylon­arm­band, für das Apple 59 € haben möch­te, habe ich bei mei­nem Lieb­lingschi­ne­sen Ali­Ex­press sagen­haf­te 12,40 € inklu­si­ve Ver­sand bezahlt. Ich bin mit der Ver­ar­bei­tung recht zufrie­den, wenn auch das Adap­ter­stück nicht 100%ig passt. Aber es steht nur so wenig über, dass ich dar­über hin­weg­se­hen kann. Allein schon ob des güns­ti­gen Prei­ses.

Klassisches Armband

Für das aus Leder gefer­tig­te Arm­band möch­te Apple 159 € haben. Bei Ali­Ex­press habe ich 8,13 € berap­pen müs­sen.

Modernes Armband

Das moder­ne Arm­band kos­tet bei Apple 259 €. Ich habe meins für 16,02 € gekauft.

Milanaise Armband

159 € bei Apple, 7,92 € in Chi­na. Das Arm­band habe ich aber tat­säch­lich nach einem Tag in die Schub­la­de gepackt. Der Magnet­ver­schluss beweg­te sich unter mei­nem Sak­ko zu sehr, sodass es zu locker wur­de und die Uhr selbst stän­dig nach unten rutsch­te und sich damit auf der Unter­sei­te mei­nes Hand­ge­lenks befand. Ob das beim Ori­gi­nal von Apple auch so ist, ver­mag ich nicht zu sagen.

Fazit

Nach rund sechs Wochen der Nut­zung möch­te ich nicht mehr auf das klei­ne Gerät ver­zich­ten. Ein Weg­fall des iPho­ne wür­de mir mehr weh tun, aber lieb­ge­won­nen habe ich die Uhr. Wer sowie­so iOS im Ein­satz hat und einen Fit­ness­tra­cker und All­tags­or­ga­ni­zer sucht, ist aus mei­ner Sicht mit der Apple Watch gut bera­ten. Ob es die Series 2 mit GPS und was­ser­dich­tem Gehäu­se sein muss, muss man noch ent­schei­den. Ich habe mich mit der Series 1 begnügt. Die 349 € für die Uhr samt Sport­arm­band waren aus mei­ner Sicht gut ange­legt.

netcup vServer — gut und günstig

Bis ich mei­ne Selbst­stän­dig­keit an den Nagel gehängt habe, hat­te ich die für mei­ne Arbeit not­wen­di­gen Root-Ser­ver immer bei Hetz­ner. Die Ser­ver dort sind für den Preis wirk­lich gut, der Ser­vice stimmt auch. Als ich dann aber in eine Fest­an­stel­lung über­ging, benö­tig­te ich natür­lich kei­nen gan­zen Root-Ser­ver mehr. Ich ent­schied mich für einen vSer­ver, der güns­tig sein soll­te, aber auch genü­gend Fest­plat­ten­platz bie­ten soll­te, damit ich mei­ne pri­va­te own­Cloud-Instanz dar­auf betrei­ben kann. 50 — 100 GB muss­ten es min­des­tens sein. Außer­dem brauch­te er genü­gend RAM, damit ich auch mei­ne pri­va­ten und gewerb­li­chen Web­sites dort able­gen konn­te.

Probieren geht über studieren

Bei mei­nen Recher­chen stieß ich auf rie­si­ge Preis­dif­fe­ren­zen, sogar Hetz­ner war mir eigent­lich zu teu­er. Schluss­end­lich wur­de ich dann bei net­cup fün­dig. Dort bekam ich Anfang 2014 für unter 15 € zwei CPU-Ker­ne, 6 GB RAM und 150 GB Fest­plat­ten­platz, wenn mich mein Gedächt­nis nicht trügt. Ein tol­ler Preis und für mei­nen Anwen­dungs­fall anfangs auch voll­kom­men aus­rei­chend. Im Nach­hin­ein hat sich die Anzahl der CPU-Ker­ne als pro­ble­ma­tisch erwie­sen, da die own­Cloud beim Resi­zen von Fotos doch ganz schön Last pro­du­ziert. Das habe ich eine Zeit lang recht häu­fig gemacht. Auch mein Foto-CMS Koken benö­tigt ein wenig CPU-Zeit, wenn neue Fotos hin­zu­kom­men.

Vor rund einem Jahr habe ich die­sen vSer­ver dann durch ein aktu­el­le­res Ange­bot des glei­chen Anbie­ters abge­löst. Die­ses Ange­bot beinhal­tet vier CPU-Ker­ne, 12 GB RAM und 240 GB SSD-Spei­cher. Und die­se Maschi­ne genügt mir nach wie vor. Seit etwa über einem Jahr lie­fert sie zuver­läs­sig alle Web­sites aus und hos­tet auch die eine oder ande­re own­Cloud-Instanz ohne zu kla­gen. Auch die­ser vSer­ver kos­tet gera­de mal etwa 15 €.

Auf einmal war er weg …

Zeit­gleich mit dem ers­ten vSer­ver bei net­cup mie­te­te ich einen wei­te­ren, klei­ne­ren vSer­ver für Spie­le­rei­en. Der hat­te nur einen CPU-Kern, 60 GB HDD und 1 GB RAM. Kos­te­te aber auch nur 6 € monat­lich.

Mein Anfang mit net­cup war etwas hake­lig. Lei­der bra­chen bei­de vSer­ver mir immer wie­der mal weg und das teil­wei­se für meh­re­re Minu­ten. Ich wur­de zwar brav über Pro­ble­me per E-Mail infor­miert, toll war das aber trotz­dem nicht.

Seit nun über einem Jahr mit dem neu­en vSer­ver habe ich die­se Pro­ble­me aber nicht wie­der erlebt. Ich moni­to­re mei­ne Sys­te­me mit dem Upti­me­Ro­bot und bekom­me es recht schnell mit, wenn Ser­vices weg bre­chen. Aber wie gesagt, seit über einem Jahr kei­ne Kla­gen.

Zuverlässige und günstige vServer

Die gibt es tat­säch­lich bei net­cup. Ich kann den Anbie­ter vor­be­halt­los emp­feh­len. Die übli­chen Mecha­nis­men zum neu­auf­set­zen und repa­rie­ren gibt es hier natür­lich. Zugriff über eine VNC-Kon­so­le ist mög­lich. Als Basis­tech­no­lo­gie wird KVM ein­ge­setzt. Die Per­for­mance ist durch die Bank weg gut und für klei­ne­re Web­ser­ver mehr als aus­rei­chend.

Quik — Videos zum Takt erstellen

Bei Quik han­delt es sich um eine cle­ve­re klei­ne App von GoPro, mit deren Hil­fe der Anwen­der im Hand­um­dre­hen tol­le Vide­os mit Musik­un­ter­ma­lung schaf­fen kann. Das Quell­ma­te­ri­al für die­se Vide­os kann (im Fal­le von iOS) aus der iCloud-Foto­me­dia­thek oder auch aus ande­ren Quel­len wie bspw. der Drop­box kom­men. Und als Quell­ma­te­ri­al kön­nen sowohl Fotos als auch Vide­os die­nen.

Der Trick dabei ist, dass die App die hin­ter­leg­te Musik genau kennt und den Schnitt des Vide­os auf den Takt legt. Dadurch gewin­nen die Vide­os an Dyna­mik, weil zum Takt ein Sze­nen­wech­sel ein­ge­lei­tet wird. Außer­dem beherrscht sie noch diver­se schi­cke Fil­ter und Over­lays, die das Video nahe­zu pro­fes­sio­nell wir­ken las­sen. Klar muss einem aber sein, dass auf die­se Art und Wei­se kei­ne Spiel­fil­me, son­dern eher Musik­vi­deo-arti­ge Vide­os erstellt und geschnit­ten wer­den.

Wer die Wahl hat …

Im ers­ten Schritt wählt man das zu ver­wen­den­de Mate­ri­al aus. Wie zuvor erwähnt kann die­ses aus ver­schie­de­nen Quel­len kom­men. Als iOS-Benut­zer ver­wen­de ich die iCloud-Foto­me­dia­thek, wo ich vor­her die Daten ent­we­der manu­ell abge­legt habe oder wo sie ohne­hin schon lagen, da ich die Auf­nah­men mit mei­nem iPho­ne gemacht habe. Die App ver­ar­bei­tet sowohl Vide­os als auch Fotos. Eine Men­gen­be­schrän­kung konn­te ich bis­her nicht fest­stel­len.

Nach Abschluss der Aus­wahl, die­se kann im Nach­hin­ein noch ver­än­dert wer­den, prä­sen­tiert einem die App den Edi­tier-Bild­schirm, der auch gleich eine Vor­schau des zu erstel­len­den Vide­os samt Musik­un­ter­ma­lung bie­tet. Über einen Druck auf einen der vie­len Fil­ter­na­men kann die­ser geän­dert und in der Vor­schau begut­ach­tet wer­den. Je nach Leis­tung des Geräts und der Men­ge der Daten dau­ert das Umschal­ten mehr oder weni­ger lan­ge.

Quik - Startbildschirm

 

Quik bringt eine große Musikauswahl mit

Auch hier ist die Aus­wahl ziem­lich groß. Nach einem Druck auf den Noten­schlüs­sel kann die Musik ver­än­dert wer­den. Quik emp­fiehlt pas­send zu Stil eini­ge Musik­stü­cke. Sagt einem kei­nes die­ser zu, kann man aber auch aus der Media­thek frei wäh­len. Sogar eige­ne Musik kann hin­ter­legt wer­den.

Wie ein­gangs schon erwähnt, tak­tet Quik den Schnitt des Vide­os anhand der Musik. Dazu ana­ly­siert Quik das Lied kur­zer­hand, wenn es aus der eige­nen Media­thek stammt und legt von vor­ne los. Das dau­ert auf mei­nem iPho­ne 6 Plus nur weni­ge Sekun­den.

 

Sortierung

Passt einem die Sor­tie­rung der Medi­en nicht, kann die­se noch nach­träg­lich geän­dert wer­den. Lei­der hat das letz­te Update die­se Mög­lich­keit schlech­ter gemacht, das Sor­tie­ren fiel mir jetzt deut­lich schwe­rer. Die Beschwer­den in den Rezen­sio­nen häu­fen sich, was mich hof­fen lässt, dass die Ent­wick­ler hier noch mal nach­le­gen wer­den.

Quik - Sortieransicht

Einstellungen

In den Ein­stel­lun­gen kann man nun noch wäh­len, ob das Video qua­dra­tisch oder klas­sisch, also im Quer­for­mat, erstellt wer­den soll. Außer­dem lässt sich die Län­ge ver­än­dern. Die­se rich­tet sich nach dem Ein­satz­zweck, Vide­os für Insta­gram sind in der Regel recht kurz, und dem ver­wen­de­ten Lied. Quik schlägt hier emp­foh­le­ne Län­gen vor, damit die Musik nicht abrupt unter­bro­chen wird. Eben­falls sehr cle­ver und toll gelöst.

Videoschnitt leicht gemacht

Ist man mit sei­nem Ergeb­nis zufrie­den, kann das Video nun geteilt wer­den. Zur Aus­wahl ste­hen neben Insta­gram, Twit­ter und Face­book auch ver­schie­de­ne Mes­sen­ger. Ein Ver­sand per E-Mail ist eben­falls mög­lich. Wie­so You­Tube nicht ange­bo­ten wird, ver­ste­he ich zwar nicht, aber über das Spei­chern in der Fotos-App unter iOS kann der Upload zu Goo­g­les Video­platt­form noch nach­träg­lich erfol­gen. Alter­na­tiv kann das Video auch zu GoPros Quik-Ser­vice hoch­ge­la­den und über einen Link geteilt wer­den. Viel­leicht fin­det GoPro das bes­ser, als die Vide­os bei You­Tube abzu­le­gen.

Beeindruckend und begeisternd

Ich fin­de die Ergeb­nis­se, die die­se App pro­du­ziert abso­lut beein­dru­ckend. Jeder, dem ich die Vide­os bis­her gezeigt habe, war vom Schlag weg begeis­tert. Das Erstel­len geht ein­fach und intui­tiv von der Hand und die App ist sogar kos­ten­los. Das Video, das ich mit dem Mate­ri­al erstellt habe, habe ich hier in den Arti­kel ein­ge­bet­tet. Die Erstel­lung hat mich kei­ne fünf Minu­ten gekos­tet und das Ergeb­nis kann sich sehr wohl sehen las­sen, wie ich fin­de.

Abso­lu­te Emp­feh­lung von mir für die­se App. Etwas bes­se­res in dem Bereich gibt es der­zeit aus mei­ner Sicht nicht.

Reisebericht Gran Canaria

Unser ers­ter Urlaub die­ses Jahr fand zu viert statt und hat­te als Ziel die kana­ri­sche Insel Gran Cana­ria. Unse­re Freun­de waren schon ein­mal dort, mei­ne Freun­din auch, bei ihr ist es aber schon eini­ge Jah­re her gewe­sen. Bei mei­ner Kana­ren­kreuz­fahrt im ver­gan­ge­nen Jahr habe ich Gran Cana­ria auch schon mal kurz betre­ten, aus dem Bus­fens­ter aber nur die öst­li­che Küs­te gese­hen, die sich vor allem durch viel Müll und trost­lo­se Fel­sen aus­zeich­net. Egal, der Preis stimm­te und das Kli­ma wohl auch, also wur­de im Janu­ar für den April gebucht.

Geht ja gut los …

Die ers­te Hiobs­bot­schaft, allen Ver­ständ­nis­ses zum Trot­ze, erreich­te uns, als wir erfuh­ren, dass genau am Tag unse­rer Abrei­se das Boden­per­so­nal am Flug­ha­fen in Han­no­ver zu strei­ken begin­nen woll­te. Wir wur­den von der Rei­se­ge­sell­schaft dar­um gebe­ten, vier Stun­den vor Abflug am Flug­ha­fen ein­zu­tref­fen. Also mit­ten in der Nacht. Und vier Stun­den am Flug­ha­fen tot­zu­schla­gen macht echt kei­nen Spaß. Aber trotz allem star­te­te unser Flie­ger pünkt­lich und setz­te uns eben­so pünkt­lich auf Gran Cana­ria wie­der ab. Von dort aus ging es mit dem bereits reser­vier­ten Miet­wa­gen direkt zum Hotel.

Günstig ist nicht unbedingt schlecht

Unser Hotel war ein­fach, das WLAN furcht­bar lang­sam und die Park­platz­si­tua­ti­on vor Ort liess auch zu wün­schen übrig. Dafür ent­schä­dig­te das äußerst freund­li­che Per­so­nal, die Strand­nä­he und zu guter letzt auch die erstaun­lich gute Küche, mit der ich bei dem Preis nicht gerech­net hat­te. Das Essen war echt lecker.

Die Bet­ten waren ok, die Vor­hän­ge genüg­ten, um das Zim­mer wenigs­tens halb­wegs abzu­dun­keln und wir hat­ten einen schön gro­ßen Bal­kon. Lei­der waren die Bewoh­ner des benach­bar­ten Zim­mers ziem­lich laut, aber auch damit arran­giert man sich ja irgend­wann.

Gran Canaria — ein trockener Fels im Atlantik

Gran Cana­ria ist vor allem eins: tro­cken. Im Nor­den, wie auf den kana­ri­schen Inseln üblich, fällt rela­tiv viel Regen. Im Lan­des­in­ne­ren, in den Ber­gen, noch deut­lich mehr. Dafür gibt es im Süden gar kei­nen Regen. Wo der Mensch nicht bewäs­sert, wächst bis auf eini­ge genüg­sa­me Boden­de­cker rein gar nichts.

Was dort aber wächst sind Bet­ten­bur­gen. Mas­sen­wei­se. Der Groß­teil scheint in den ‘70ern und ‘80ern gebaut wor­den zu sein. Und wur­de schein­bar seit­dem auch nicht mehr ange­fasst. Es gibt eini­ge schö­ne­re Hotels und damit auch Gegen­den, aber der Groß­teil ist ein­fach unsäg­lich häss­lich.

Unsäg­lich häss­lich ist auch die Ost­küs­te, wie schon erwähnt, wo hau­fen­wei­se Müll am Stra­ßen­rand liegt. Der Nor­den besteht eigent­lich nur aus Indus­trie und die West­küs­te besteht aus schrof­fen Fels­wän­den.

Die Schönheit liegt in der Mitte

Im Lan­des­in­ne­ren hin­ge­gen bie­tet sich, auch dank der höhe­ren Nie­der­schlä­ge, ein ganz ande­res Bild. Ken­nen­ge­lernt haben wir die­sen Teil der Insel wäh­rend eines orga­ni­sier­ten Aus­flugs, der „Gran Cana­ria High­lights“ genann­ten Tour. Und die kann ich jedem Gran-Cana­ria-Urlau­ber wärms­tens emp­feh­len.

Wir wur­den mor­gens von einem Klein­bus vor der Hotel­tü­re abge­holt. Nach­dem sich alle Bus­se an einem Sam­mel­punkt getrof­fen hat­ten, ging es in die Ber­ge. Unser Fahr­zeug war das ers­te in der Kolon­ne und unser Fah­rer war neben­bei auch noch der Kame­ra­mann. Das wie­der­um sorg­te dafür, dass er immer wie­der sei­ne Posi­ti­on in der Kolon­ne gewech­selt hat und das mit teil­wei­se ziem­lich wag­hal­si­gen Fahr­ma­nö­vern. Ich hat­te mei­nen Spaß, der eine oder ande­re wur­de aber leicht grün um die Nase.

Unser Rei­se­lei­ter war gebür­ti­ger Düs­sel­dor­fer, der seit eini­gen Jah­ren auf Gran Cana­ria leb­te und sei­nen Lebens­un­ter­halt schein­bar im Tou­ris­mus ver­dient. Sei­ne Art und Wei­se das Gese­he­ne und Gesche­he­ne zu kom­men­tie­ren war wirk­lich ziem­lich unter­halt­sam.

Im Lan­des­in­ne­ren bie­tet sich ein ziem­lich abwechs­lungs­rei­ches Bild. Vor eini­gen Jah­ren gab es einen ver­hee­ren­den Wald­brand, der das Bild ziem­lich umge­stal­tet hat. Es gibt Stau­se­en, Farn­wäl­der, klei­ne Berg­städ­te und noch eini­ges mehr, was man ent­de­cken kann. Wäh­rend der Tour wur­den aus­rei­chend vie­le Pau­sen gemacht, zur Stär­kung, zum Foto­gra­fie­ren oder ein­fach nur zum Sight­see­ing.

Die­se Tour kriegt eine kla­re Emp­feh­lung von mir und ist jeden Cent wert.

Stargazing mit Gautier

Mein abso­lu­tes High­light ist aber die Star­ga­zing-Tour mit Gau­tier gewe­sen. Auch er bot uns den vol­len Ser­vice und hol­te uns mit sei­nem Trans­por­ter direkt vor der Tür unse­res Hotels ab. Nach­dem wir noch ein wei­te­res Pär­chen ein­ge­sam­melt hat­ten, ging es wie­der in die Ber­ge.

Dort pack­ten wir auf einer Lich­tung sein Refrak­tor­te­le­skop aus und began­nen, uns Ster­ne, Stern­hau­fen aber auch nahe Pla­ne­ten genau­er anzu­schau­en. Ich nutz­te die Gele­gen­heit außer­dem, eini­ge Nacht­fo­tos zu machen. Irgend­wann zog der Him­mel dann zu. Gau­tier pack­te uns und sein Tele­skop kur­zer­hand noch mal in sein Auto und fuhr noch mal eini­ge Höhen­me­ter wei­ter, wo wir erneut mit dem Tele­skop den Ster­nen­him­mel inspi­zier­ten.

Noch kla­re­re Emp­feh­lung: machen!

Delfine!!!

Wer schon immer mal die Mög­lich­keit wahr­neh­men woll­te, Del­fi­ne in ihrer natür­li­chen Umge­bung zu beob­ach­ten, kann das auf Gran Cana­ria machen. Wir sind zu dritt los­ge­zo­gen und wur­den wie­der mit dem Bus abge­holt. Der fuhr uns direkt zum Hafen, wo wir auf ein Boot wech­sel­ten, das uns aufs Meer raus­brin­gen soll­te.

Auf dem offe­nen Meer gin­gen dann die „Del­fin­jä­ger“ an die Arbeit und such­ten nach Spu­ren der Tie­re. Wir steu­er­ten auf ein Del­fin­ru­del zu und beka­men vie­le Tie­re zu Gesicht. Das ging so eine gan­ze Wei­le, bis wir die Tie­re wie­der in Ruhe lies­sen. Auf dem Rück­weg beka­men wir dann noch einen Buckel­wal zu Gesicht, der Ver­wen­dung sei­nes Blas­lochs mach­te. Ein tol­les Schau­spiel.

Auf dem Rück­weg zur Insel mach­ten wir dann noch einen klei­nen Bade­s­top, wo alle ins Was­ser hüp­fen durf­ten, deren Magen noch nicht rebel­lier­te und die die Käl­te igno­rier­ten. Im April darf man noch kei­ne 22 Grad im Atlan­tik erwar­ten …

Parque de los Cocodrilos

Mei­ne Freun­din liebt Kro­ko­di­le, also muss­ten wir natür­lich dem Par­que de los Cocodri­los einen Besuch abstat­ten. Dort gibt es nicht nur Kro­ko­di­le, son­dern auch vie­le ande­re Tie­re. Der Rund­gang dau­er­te rund vier Stun­den, wenn mich mein Erin­ne­rungs­ver­mö­gen nicht trügt. Es gab neben den übli­chen Tier­ge­he­gen auch noch die eine oder ande­re Show und auch die Mög­lich­keit, einen Wüs­ten­fuchs und ein Baby­kro­ko­dil aus nächs­ter Nähe zu begut­ach­ten und auch zu strei­cheln.

Der Park hat sich den Tier­schutz auf die Fah­nen geschrie­ben und wohl für die eine oder ande­re Repo­pu­la­ti­on gesorgt. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber trotz­dem hat­ten wir eine Men­ge Spaß.

Las Dunas de Maspalomas

Eines der Wahr­zei­chen der Insel sind sicher­lich die Dünen von Maspa­lo­mas. Schaut man nur in Rich­tung Meer, bekommt man den Ein­druck, mit­ten in einer Wüs­te zu sein. Direkt am Meer befin­det sich auch ein unheim­lich lan­ger und recht wenig besuch­ter Strand. In Rich­tung des Lan­des­in­ne­ren sieht man eini­ge schi­cke Hotels, die sich erfreu­li­cher­wei­se von den rest­li­chen Bet­ten­bur­gen ein wenig abhe­ben.

Kulinarisches

An der Tou­ris­ten­pro­me­na­de fin­det man in der Regel lecke­res Essen zu einem guten Kurs. Man wird also nicht mit dem Müll für Tou­ris­ten abge­speist. Bes­ser, aber auch teu­rer, wird das Essen aber natür­lich abseits die­ser Berei­che. Wir sind zu zweit ein paar Kilo­me­ter gefah­ren und haben uns dort in ein lau­schi­ges Restau­rant direkt an einer Bucht gesetzt und eine Pael­la bestellt. Man, war die lecker. Aber wie gesagt, auch das Essen in den Tou­ris­ten­be­rei­chen ist mehr als nur ess­bar und preis­lich auch wirk­lich attrak­tiv.

Schön war’s, aber ein zweites Mal wird es trotzdem nicht geben

So viel sehens­wer­tes gibt es auf der Insel ein­fach nicht, als dass ich ein zwei­tes Mal dort hin flie­gen wür­de. Es war ein schö­ner Urlaub, aber Tene­rif­fa oder La Pal­ma sind die schö­ne­ren kana­ri­schen Inseln. Baden kann man auf Tene­rif­fa auch her­vor­ra­gend, auf La Pal­ma ist das nicht ganz so ein­fach, aber natür­lich auch mög­lich. Gran Cana­ria ist aktu­ell das schein­bar güns­tigs­te Ziel, wenn man zur kal­ten Jah­res­zeit in Deutsch­land in wär­me­re Gefil­de möch­te und auch das güns­tigs­te Ziel unter den Kana­ren. Wer also auf’s Geld ach­ten muss, kann Gran Cana­ria getrost in die enge­re Aus­wahl zie­hen. Wenn ein paar Euro mehr in der Urlaubs­kas­se lie­gen, emp­feh­le ich aber Tene­rif­fa oder La Pal­ma.

DJI Phantom 3 Standard — ein Nachtrag

Vor einer Wei­le schrieb ich über mei­ne Suche nach einem Quad­cop­ter und deren Aus­gang.

Phantom = tolle Technik, aber unpraktisch

Nach wie vor bin ich hoch­zu­frie­den mit der Bild- und Video­qua­li­tät des Phan­tom 3 Stan­dard von DJI. Aber der Her­stel­ler hat seit­dem nach­ge­legt. Vor eini­gen Mona­ten mit dem Phan­tom 4 und, vor weni­gen Wochen, mit dem Mavic Pro. Die ers­te Maschi­ne war „nur“ ein Upgrade des­sen, was DJI vor­her mit dem Phan­tom 3 am Markt hat­te. Ein wei­te­res Novum war, dass das Gerät in den ers­ten Wochen exklu­siv über den Apple Store ver­trie­ben wur­de. Und er war teu­er: 1.599 € rief DJI anfangs noch ab, mitt­ler­wei­le ist der Preis auf 1.399 € gesun­ken.

Natür­lich war das nicht alles, der Phan­tom 4 ist in allen Belan­gen bes­ser gewe­sen als sein Vor­gän­ger, der Phan­tom 3. So hat man umfang­rei­che Sen­so­rik ver­baut, die dafür sorg­te, dass Crashs nahe­zu unmög­lich gewor­den sind. Eine Ände­rung, die ich sehr begrü­ße. Denn genau das ist mir beim Aus­pro­bie­ren der Intel­li­gent Flight Modes pas­siert. Kein schlim­mer Crash, der Cop­ter ist nur in Berüh­rung mit ein paar Bäu­men gekom­men, aber den­noch, es hät­te in die Hose gehen kön­nen. Wie (eini­ge) der Intel­li­gent Flight Modes in der Pra­xis aus­se­hen, hab ich in die­sem Video fest­ge­hal­ten (inkl. des mir immer noch uner­klär­li­chen Ver­hal­tens gegen Ende des Vide­os).

Praktisch ist irgendwie anders

Ein gro­ßer Nach­teil der Phan­tom-Bau­rei­he ist deren Por­ta­bi­li­tät. Die Gerä­te sind rela­tiv groß, was die Mit­nah­me gera­de bei Flug­rei­sen deut­lich erschwert. Mit einem Gewicht von rund 1,25 kg sind sie auch nicht gera­de leicht, zumal mein Ruck­sack, der spe­zi­ell für den Phan­tom gebaut wur­de, das Gewicht noch mal deut­lich nach oben treibt (auf etwa 3,7 kg, inkl. Fern­be­die­nung). Die Fern­be­die­nun­gen der Phan­tom-Rei­he sind auch rela­tiv groß. Alles in allem muss ich sagen, dass ich mir mehr­fach über­le­ge, ob ich die Droh­ne jetzt wirk­lich mit­neh­men möch­te oder nicht. Nicht nur wegen des Gewichts, son­dern auch wegen der Inbe­trieb­nah­me. In mei­nem Ruck­sack ist nicht genug Platz, um den Phan­tom mit mon­tier­ten Pro­pel­lern zu trans­por­tie­ren, das muss also immer vor Ort gesche­hen. Und den Gim­bal-Schutz zu ent­fer­nen artet auch immer in einer Fum­mel­or­gie aus. Von der Befes­ti­gung des­sel­ben nach dem Flug­ein­satz möch­te ich gar nicht reden. Alles eine Sache der Gewöh­nung, aber bequem ist anders.

Es geht ja doch, Drohnen werden portabel

Am 19.09. ver­öf­fent­lich­te GoPro die Kar­ma. Eine ver­hält­nis­mä­ßig klei­ne Droh­ne, die über einen aus­bau­ba­ren Gim­bal ver­fügt. Man kann sei­ne GoPro also ohne die Droh­ne mit einem Gim­bal ver­wen­den und danach den Gim­bal ein­fach wie­der in die Droh­ne ein­bau­en. Klas­se Kon­zept, aber auch mit rund 1.200 € nicht gera­de güns­tig, wenn man bedenkt, dass es eben doch „nur“ eine Action­cam ist, die man da bekommt. Und selbst im ein­ge­klapp­ten Zustand braucht man doch noch einen spe­zi­el­len Ruck­sack von GoPro, der nicht gera­de wenig auf­trägt. Trotz­dem, das Gerät ist deut­lich schlan­ker und por­ta­bler als mein Phan­tom 3.

Voll­kom­men aus­ge­flippt bin (nicht nur) ich dann, als DJI am 27.09. den Mavic Pro vor­stell­te. Die­ses Baby ist zusam­men­faltbar, passt in eine Hand, wiegt unter 800 g und hat trotz­dem all die Tech­no­lo­gie, die kurz zuvor mit dem Phan­tom 4 ein­ge­führt wur­de. Und damit auch eine Kame­ra, die eben nicht den Fishe­ye-Effekt, den Action­cams nun mal mit sich brin­gen, auf­weist, was sie für „ernst­haf­te­re“ Anwen­dungs­fäl­le ein­setz­bar macht. Nicht falsch ver­ste­hen, Action­cams und ihre Attri­bu­te haben ihre Daseins­be­rech­ti­gung, kei­ne Fra­ge, aber bei Luft­auf­nah­men bevor­zu­ge ich dann doch noch ein weni­ger ver­zerr­tes Bild.

Meine neue Traumdrone: der Mavic Pro

Fest steht, sobald ich das Geld erüb­ri­gen kann, wird der Mavic Pro bestellt und wird mich ab dann auf all mei­nen Rei­sen beglei­ten. Im Fly-More-Paket kos­tet die Maschi­ne schlap­pe 1.499 €, ein Hau­fen Koh­le, kei­ne Fra­ge, aber dafür bekommt man auch eine gan­ze Men­ge. Vor allem aber eine Droh­ne, die man wirk­lich immer und über­all hin mit­neh­men kann …