Wieso ich TYPO3 eigentlich nicht nutzen möchte

Ich hoffe, dass die­ser Blog­bei­trag kei­nen Flame­war aus­löst. Auch TYPO3-Anhänger schei­nen ein wenig reli­giös zu sein, wenn man ihr CMS angreift.

Ein klas­si­scher Angriff soll das aber eigent­lich gar nicht wer­den. Ich muss nur ein­fach mei­nem Unmut mal Luft machen über ein CMS, das gerade in der deutsch­spra­chi­gen Hemi­sphäre hoch­ge­lobt wird. Aber wieso ist das so? Wieso aus­ge­rech­net TYPO3?

Nun, TYPO3 wird nach­ge­sagt, ein Sys­tem zu sein, das sich ein­fach für jeden Anwen­dungs­fall ein­set­zen lässt. Begrün­det liegt dies in sei­ner modu­la­ren Archi­tek­tur und in Typo­Script, einer Kon­fi­gu­ra­ti­ons­spra­che für TYPO3. Und da geht meine Kri­tik eigent­lich schon los. Wieso bitte muss ich für die Kon­fi­gu­ra­tion eines CMS eine zusätz­li­che Spra­che erler­nen? Wieso wird hier nicht ein­fach PHP ver­wen­det, in der das CMS auch pro­gram­miert wurde/wird?

Nach­dem der Schock über­wun­den ist, die Anwen­dung sol­cher Sprach­ele­mente ist in jedem Falle fle­xi­bler als irgend­wel­che gra­fi­schen Ein­stel­lungs­dia­loge, kommt auch schon der nächste: Das Sys­tem ist schnarch­lang­sam. Das Backend bedient sich, als würde man einen fünf Jahre alten Rech­ner bedie­nen. Es ist träge, zäh und häss­lich. Gegen die Häss­lich­keit scheint mitt­ler­weile was unter­nom­men zu wer­den, viel gehol­fen hat es aber noch nicht. Das Front­end ist auf­grund des guten, vor­kon­fi­gu­rier­ten Cachings hin­ge­gen recht zügig unter­wegs, zügi­ger als die meis­ten ande­ren CMS, die ich bis­her ken­nen gelernt hab.

In dem lang­sa­men Backend sucht man dann die Option für „Nice URLs”, also schöne URLs, die nicht auf index.php?id=42 enden. Nein, spre­chende URLs sind ange­sagt. Tja, nicht in der Welt von TYPO3. TYPO3 bringt zwar ein Sys­tem namens Simu­late Sta­tic Docu­ments mit, man sieht den dadurch gene­rier­ten URLs blö­der­weise auf den ers­ten Blick an, dass das ver­wen­dete CMS TYPO3 ist. Sicher­heits­tech­nisch nicht klug und hübsch sind die URLs auch nicht unbe­dingt, da sie idio­ti­scher­weise auf .html enden und davor noch eine Zahl im Namen tra­gen. Jetzt könnte man den­ken, dass man das, bspw. über das ach-so-mächtige Typo­Script umbie­gen kann. Viel­leicht geht das auch, aber Google weiß nichts davon. Man benö­tigt also seine erste Erwei­te­rung. Die Wahl hat der geneigte Webent­wick­ler hier zwi­schen Real­URL und CoolURI. Beide Erwei­te­run­gen haben ihre Tücken und Macken. Real­URL soll angeb­lich sta­bi­ler und kom­pa­ti­bler sein, mit CoolURI hatte ich per­sön­lich aber weni­ger Schwie­rig­kei­ten. Außer­dem hat Real­URL in der Vor­ein­stel­lung wie­der ein voll­stän­dig über­flüs­si­ges .html an die gene­rier­ten URLs gehängt. Uncool. Nein, überflüssig.

Dann geht das Gemappe los. Die­ser Pro­zess ist noch durch­aus im Rah­men. Man lädt sein erstel­les Lay­out in seine TYPO3-Installation und weist den ver­schie­de­nen Berei­chen (divs) ver­schie­dene Funk­tio­nen zu, also bspw. Navi­ga­tion, Sub­na­vi­ga­tion, Inhalt, Fuß­leiste, etc. Gewöh­nungs­be­dürf­tig, aber eigent­lich gar nicht mal so blöd von der Grund­idee her.

Prima, denkt man sich, die Anfangs­pro­bleme sind über­stan­den, jetzt geht der Spaß los. Lei­der ist dem nicht so. Macht man sich näm­lich jetzt auf die Suche nach brauch­ba­ren Erwei­te­run­gen, wie man sie für andere beliebte CMS zuhauf fin­det, wird man lei­der all zu oft bit­ter ent­täuscht. Eine Art Blog für die Start­seite kann man bspw. mit tt_news (andere Erwei­te­run­gen für die­sen Zweck schei­nen auch gar nicht zu exis­tie­ren, wenn man Google fragt) rea­li­sie­ren. Über den Erwei­te­rungs­ma­na­ger ist das Ding auch bin­nen kür­zes­ter Zeit instal­liert. Wenn man Glück hat, läuft dann auch gleich alles. Im Regel­fall, CoolURI und Real­URL sei Dank aber wird das nix. Um tt_news mit einer die­ser Erwei­te­run­gen zur Zusam­men­ar­beit zu bewe­gen, ist häu­fig Hand­ar­beit gefragt. Und selbst wenn nicht, geht das spä­tes­tens dann los, wenn man den Auf­bau der URIs ver­än­dern möchte. Dafür gibt es keine Hilfs­mit­tel, oder ich hab sie über­se­hen, man muss alles per Typo­Script ein­stel­len. Und schein­bar gibt es keine Lösung, um das Post­da­tum in die URL zu inte­grie­ren, außer, man setzt irgend­wel­che wil­den SQL-Hacks über das Typo­Script ab. brrrr Ohne mich.

Möchte man jetzt auch noch so was irres wie auto­ma­ti­sche Tweets beim Erstel­len eines tt_news-Beitrags errei­chen, ist es end­gül­tig aus. Es gibt zwar eine Erwei­te­rung dafür, diese scheint aber mit aktu­el­len TYPO3-Versionen nicht zu wol­len. Davon abge­se­hen, dass die Kon­fi­gu­ra­tion ein Graus ist, funk­tio­niert die Erwei­te­rung ein­fach nicht. Feh­ler­mel­dun­gen scheint sie aber auch keine aus­ge­ben zu wol­len. Der Autor schien lei­der auch keine wirk­li­che Lust zu ver­spü­ren einem zu sagen, woran es denn lie­gen könnte und ob man viel­leicht bei der Feh­ler­su­che aus­hel­fen könne.

Wenn die auto­ma­ti­schen Tweets fehl­schla­gen, möchte man wenigs­tens die Inhalte eini­ger Flickr-Alben in seine Seite inte­grie­ren. Möchte… kön­nen ist näm­lich nicht, da quasi alle Erwei­te­run­gen in die­ser Rich­tung ent­we­der Feh­ler­mel­dun­gen wer­fen (depre­ca­ted Funk­tio­nen, da auf mei­ner Maschine PHP 5.3 ver­wen­det wird) oder schlicht und ergrei­fend nicht funk­tio­nie­ren (kein Out­put oder gleich Error 500). Aber gut, dann ist das schein­bar auch zu modern…

Zu guter letzt noch das Thema Updates: nicht machen! Also doch, natür­lich, Updates sollte man immer ein­spie­len, da diese im All­ge­mei­nen Sicher­heits­lü­cken stop­fen. Aber wenn man mal eine TYPO3-Website mit eini­gen Erwei­te­run­gen zum Lau­fen bewegt hat, sollte man tun­lichst die Fin­ger davon las­sen. Die drei TYPO3-Sites, die ich der­zeit betreue und pflege lie­fen nach einem Update von TYPO3 4.4.4 auf 4.5.0 ent­we­der gar nicht mehr, oder einige Teil­funk­tio­nen (Nice URLs zum Bei­spiel) woll­ten nicht mehr so recht. Bei einer Instal­la­tion lief auch der Upgrade-Prozess nicht sau­ber durch, rund zwei Dut­zend Datenbank-Abfragen lau­fen nicht durch und las­sen sich auch nach einem REPAIR auf der Daten­bank nicht durch­füh­ren. Die Tabel­len exis­tie­ren alle­samt schon, aber wieso ver­sucht der Upgrade-Assistent dann, diese zu erstel­len und beharrt so sehr darauf?

Einen moder­nen Web-Cache wie Var­nish ein­set­zen zu wol­len hat im TYPO3-Umfeld schein­bar auch wenig Sinn, da die vor­ein­ge­stell­ten Header-Werte den Ein­satz des­sel­bi­gen voll­stän­dig ver­hin­dern. Der Cache wird ein­fach umgan­gen und ein­ge­hende Anfra­gen lan­den wie­der beim Apa­che. Begrün­dun­gen hier­für (Cookie-Einstellungen von TYPO3) fin­det man zuhauf, trotz­dem ver­stehe ich nicht, wieso die Vor­ein­stel­lung so aus­se­hen muss, zumal sol­che Sys­teme wie Var­nish auch bei den TYPO3-Kosmopoliten bekannt sein sollten.

Natür­lich, all diese Feh­ler mögen durch meine unsäg­li­che Inkom­pe­tenz her­vor­ge­ru­fen wor­den sein. Auf man­che davon trifft das auch sicher­lich zu, immer­hin habe ich vor­her keine zwei Hand­bü­cher über das Sys­tem gele­sen. Aber genau dar­auf will ich hin­aus. TYPO3 mag unheim­lich leis­tungs­fä­hig und fle­xi­bel sein. Wenn man das Sys­tem in jeder Bezie­hung beherrscht und keine Anwen­dungs­fälle ver­sucht zu rea­li­sie­ren, die ganz klas­sisch sind. Das Sys­tem wird dann unfreund­lich dem Anwen­der gegen­über, wenn man Dinge ver­sucht, die im Zeit­al­ter des Social Web eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein soll­ten. Im Zeit­al­ter von REST-konformen URIs, Twit­ter, Flickr und Face­book. Eine der genann­ten TYPO3-Websites wurde durch einen guten Freund mas­siv ange­passt. Ich war über die Fle­xi­bi­li­tät, die durch Typo­Script erreicht wird wirk­lich über­rascht. Als dann aber die ers­ten Updates des Kerns und der Erwei­te­run­gen kamen, gin­gen die Pro­bleme los. Sicher­lich, auch das wie­derum mag an den selbst­ge­bau­ten Lösun­gen lie­gen. Aber ich selbst möchte eigent­lich keine Web­sites bauen, die auf einem Fun­da­ment ste­hen, das bei jeder noch so leich­ten Erschüt­te­rung zusam­men­bricht. Alle wei­te­ren CMS, die ich ein­setze sind im Regel­fall unemp­find­lich gegen­über Updates. Tritt doch mal ein Pro­blem auf, lässt sich die­ses zumeist mit ein wenig Google-Geschick flott beheben.

Und dies soll der letzte Punkt mei­ner Pre­digt sein. Die TYPO3-Community ist ent­we­der ahnungs­los oder ein­fach wenig bis gar nicht hilfs­be­reit. Stellt man irgendwo Fra­gen zu Din­gen wie der Twitter-Erweiterung oder dem URL-Format von tt_news-Beiträgen erhält man ein­fach keine Ant­wort. Die Fra­gen habe ich an meh­re­ren Stel­len gestellt, immer mit dem glei­chen Ergeb­nis. Es kam keine Ant­wort. Ent­we­der, meine Anwen­dungs­fälle sind so exo­tisch, dass nur ich dar­auf komme, oder aber es gibt keine Lösun­gen für diese Pro­bleme. Was auch immer das Ergeb­nis sein mag, bei­des ist unzufriedenstellend.

Wenn ich heut­zu­tage ein Open-Source-CMS ein­setze erwarte ich ein­fach eine funk­tio­nie­rende Com­mu­nity, einen gro­ßen Fun­dus an funk­tio­nie­ren­den Erwei­te­run­gen und ein moder­nes User-Interface. Letz­te­res ist erfah­rungs­ge­mäß für den Otto-Normal-Anwender, für den es ja eigent­lich gemacht sein soll, auch viel zu kom­plex. Bei kei­nem ande­ren CMS erhalte ich so viele Rück­fra­gen mei­ner Kun­den wie bei TYPO3, weil vie­les ein­fach nicht logisch oder ein­deu­tig genug ist.

TYPO3-Anhänger wer­den ver­mut­lich mit der Argu­men­ta­tion kom­men, dass TYPO3 nun mal kein Sys­tem für Ein­stei­ger sei. Das ist ja sicher­lich auch rich­tig, aber wieso muss man einige Dinge so unheim­lich umständ­lich machen? Selbst Fort­ge­schrit­tene oder Pro­fis mögen Abkür­zun­gen und Arbeits­er­leich­te­run­gen. Und ein Backend, das sich nicht durch Ein­stei­ger bedie­nen lässt ist quasi nutz­los, da ich mir kaum vor­stel­len kann, dass in Redak­tio­nen aus­schließ­lich Voll­pro­fis sit­zen, die Bei­träge verfassen.

Aus mei­ner Sicht ist TYPO3 das Win­dows unter den CMS: es wird des­we­gen so häu­fig ein­ge­setzt, weil es sich mal im Business-Bereich eta­bliert hat. Das Sys­tem ist nicht mehr zeit­ge­mäß, träge, auf­ge­bläht und schwer zu debug­gen. Ich bin dolle gespannt auf die Ver­sion 5.0, die sich der­zeit in der Ent­wick­lung befin­det. Genau so gespannt, wie ich auf Win­dows 8 bin. Es bleibt abzu­war­ten, ob mit dem nächs­ten Ver­si­ons­sprung mal wie­der ein Inno­va­ti­ons­vor­sprung auf­ge­baut wer­den kann, der den der­zei­ti­gen Sta­tus bei­der Sys­teme in der Geschäfts­feld recht­fer­ti­gen kann. Denn beson­ders in Deutsch­land scheint man Pro­bleme damit zu haben auf Alter­na­ti­ven zu wech­seln, wenn man sich erst mal mit einem Sys­tem inten­si­ver befasst hat. MODx bspw. soll eine her­vor­ra­gende Alter­na­tive zu TYPO3 sein, hier­zu­lande ein­ge­setzt wird sie aber lei­der kaum. Ent­schei­der in Betrie­ben wer­den häu­fig ein­fach TYPO3 for­dern, weil sie mal gehört haben, dass es DAS Business-CMS schlecht­hin ist. Nicht aber, weil sie mit des­sen Benut­zung unheim­lich zufrie­den sind oder andere Aspekte des Sys­tems so unheim­lich schätzen.

25 Gedanken zu „Wieso ich TYPO3 eigentlich nicht nutzen möchte

  1. Florian

    Ich glaub nicht das Du mit die­sem Arti­kel einen Auf­ruhr in der T3 Welt ver­ur­sa­chen wirst. Ein­zel­per­so­nen die T3 nicht mögen hat es immer gege­ben und wird es auch immer geben. Ich glaube den meis­ten von uns die täg­lich mit T3 arbei­ten ist es let­zend­lich wich­ti­ger was unsere Kun­den sagen und die loben T3, bei allen Män­geln, immer über den Klee.Nur noch ein klei­ner Gedan­ken­an­stoß: Mit hoher Funk­tio­na­li­tät folgt in der Regel eben auch Kom­ple­xi­tät. Schau Dir doch Magento an, wenn du T3 schon zu kom­pli­ziert fin­dest wirst Du an dem schlicht­weg verzweifeln.

    Antworten
  2. Ulf Klose

    Mit einem Auf­ruhr rechne ich tat­säch­lich nicht, nein ;-) . Magento kenne ich tat­säch­lich, meine Kri­tik fällt dort recht ähn­lich aus. Ein Mons­ter halt… Dass hohe Funk­tio­na­li­tät aller­dings auch hohe Kom­ple­xi­tät mit­bringt, ist sicher­lich rich­tig. Kom­ple­xi­tät ist aber nicht mit man­geln­der Bedien­bar­keit gleich­zu­set­zen. Mit die­sem Argu­ment habe ich aber schon gerech­net. Es ist durch­aus mög­lich, ein kom­ple­xes Sys­tem so zu ver­pa­cken, dass auch Laien damit zurecht kommen.Meine Kun­den has­sen TYPO3 alle­samt. Habe wohl was das angeht ein­fach nur Pech gehabt, also die fal­schen Kun­den erwischt, wenn deine das Sys­tem so über den Klee loben…

    Antworten
  3. Ulf

    Ich kann die Kri­tik­punkte gut nach­voll­zie­hen, habe recht früh mit Typo3 begon­nen und die Ent­wick­lung immer wie­der mit neuen Pro­jek­ten beglei­tet. Alleine schon der Schritt zum Tem­plate map­pen war enorm.Meiner Mei­nung nach ist es so jedoch bei fast allen Open-Source CMS — egal ob Typo3, Dru­pal, Typo­light (jetzt Con­tao) oder ModX. ModX hatte ich auch recht früh im Ein­satz und die Updatesprünge waren grau­en­voll — der Code auch nicht unbe­dingt das Gelbe vom Ei. Aber mitt­ler­weile macht es sich. genauso wie Typo3.Fair wäre, wenn man sel­ber an dem Open­Source CMS Typo3 oder einem Ande­ren mit­ent­wi­ckelt und ver­sucht genau sol­che Kri­tik­punkte Stück für Stück aus­zu­mer­zen. Ansons­ten müsste man wohl den Kun­den ein kom­mer­zi­el­les Pro­dukt anbie­ten, wel­ches bereits erwach­sen ist, oder nicht?

    Antworten
  4. Ulf Klose

    <div> <div> <span>Da gebe ich dir voll­kom­men recht. Um selbst mit­zu­ent­wi­ckeln fehlt mir sowohl die Zeit als auch die Lust. Was mich an TYPO3 so mas­siv ärgert ist, dass es immer als voll­wer­ti­ger Ersatz für kom­mer­zi­elle Sys­teme pro­pa­giert wird, die vie­len Feh­ler und Macken aber eher an eine Beta­ver­sion erin­nern. Solange man nichts an der Basis ändert, ist ja auch alles prima. Aber dann… ich kann bei TYPO3 gegen­über vie­len ande­ren Sys­te­men ein­fach keine Vor­teile erken­nen, die das Sys­tem, glaubt man den TYPO3-Anhängern, so kon­kur­renz­los gut machen sollen.<br> </span> <span></span> <!– <p style=“color: #a0a0a0;”></div></div>

    Antworten
  5. seppelkarli

    Frau Klose, neh­men Sie joomla oder bes­ser noch Word­Press. Da brauchts nur nen gesun­den Fin­ger zum kli­cken. Und den­ken muss man auch nicht.…..

    Antworten
  6. Ulf Klose

    Genau sol­che Kom­men­tare erwarte ich von einem TYPO3-Benutzer. Danke für die Bestä­ti­gung :-) . Idiot…

    Antworten
  7. Thorsten

    Eine eier­le­gende Woll­milch­sau gibt es auch im CMS-Bereich nicht. Es wird immer Funk­tio­na­li­tä­ten geben, für die es noch keine (pas­sende) Erwei­te­rung gibt. Ggf. kommt man dann nicht darum herum, diese sel­ber zu schreiben.Fakt ist aber auch, dass es TYPO3-Extensions gibt, die bezüg­lich ihrer Qua­li­tät und Benutz­bar­keit ein­fach nicht über­zeu­gen kön­nen. Hier liegt das Pro­blem jedoch weni­ger bei TYPO3 als bei den Auto­ren der jewei­li­gen Exten­sion. Stich­wort Code­qua­li­tät / Erfah­rung. Man darf gespannt sein, wel­chen Ein­fluss FLOW3 sowie des­sen Back­port in Form von Extbase / Fluid (u.U. bereits in naher Zukunft) haben werden.Nichtsdestotrotz beru­hen mei­ner Mei­nung nach viele der hier geschil­der­ten Pro­bleme auf einem Man­gel an Erfah­rung mit dem Sys­tem. Und das lässt sich auch nicht auf des­sen aus­führ­li­che Doku­men­ta­tion schieben.Übrigens: Typo­script ist (nach dem grund­sätz­li­chen Par­sing­vor­gang) ein sim­ples Array und keine Spra­che ;-) Des­sen Ver­wen­dung macht schon des­halb Sinn, weil die Ver­wen­dung von PHP­code an die­ser Stelle nicht nur eine zusätz­lich Hürde, son­dern zudem voll­kom­men über­trie­ben werde. Anders als die Appli­ka­tion als sol­che sind Initia­li­sie­rungs­da­teien ja auch nicht in C++ geschrieben.

    Antworten
  8. Ulf Klose

    Danke für dei­nen Kom­men­tar und auch danke für die Kor­rek­tur bzgl. der Ein­ord­nung von TYPO3, man lernt ja nie aus.Ich habe recht wenig Erfah­rung mit TYPO3, das streite ich nicht ab. Aber mit ande­ren Sys­te­men kam ich nach der glei­chen Ein­ar­bei­tungs­zeit deut­lich bes­ser zurecht und habe Anwen­dungs­fälle umset­zen kön­nen, die ich nach wie vor mit TYPO3 nicht bewäl­ti­gen kann.TYPO3 selbst kann natür­lich nichts für qua­li­ta­tiv min­der­wer­tige Exten­si­ons. Mein Bei­trag war auch nicht dar­auf aus­ge­rich­tet, TYPO3 selbst zu dis­kri­mi­nie­ren. Viel­mehr funk­tio­niert der gesamte Makro­kos­mos aus mei­ner Sicht nicht zufrie­den­stel­lend. Der Wert eines Sys­tems wird aus mei­ner Sicht auch immer daran bemes­sen, wie gut des­sen Erwei­te­run­gen funk­tio­nie­ren. Ein noch so gutes Betriebs­sys­tem ist nicht viel wert, wenn es keine Soft­ware dafür gibt. Und was das angeht, habe ich mit vie­len ande­ren CMS ein­fach deut­lich bes­sere Erfah­run­gen gemacht.Und damit kom­men wir auch zur Pointe mei­nes Arti­kels: ich sehe ein­fach kei­ner­lei Vor­teile in der Ver­wen­dung von TYPO3 gegen­über ande­ren CMS, wenn ich die für mich (respek­tive meine Kun­den) erfor­der­li­chen Anwen­dungs­fälle mit ande­ren CMS mit viel weni­ger Auf­wand umset­zen kann. Da ich keine gigan­tisch gro­ßen Web­sites wie bspw. News­por­tale auf­set­zen muss, mag es natür­lich auch an den Anfor­de­run­gen lie­gen, die mei­nen Auf­ga­ben zugrunde lie­gen. Ich habe ein­fach nur das Gefühl, dass häu­fig für win­zig kleine Web­sites TYPO3 ein­ge­setzt wird, obwohl es voll­stän­dig über­flüs­sig ist. Keine Bäckerei-Website braucht TYPO3, da kommt man mit Word­Press oder Radi­ant deut­lich schnel­ler zum Ziel.

    Antworten
  9. Thorsten

    Klar, kleine Web­sites rei­zen das Poten­tial natür­lich nicht aus. Aber wenn man sich ein­ma­lig die Mühe macht, sich ein Basis­pa­ket zu schnü­ren, kann man durch­aus inner­halb von zwei Stun­den eine TYPO3 Seite inklu­sive Suche, News­be­reich, Tem­pla­te­map­ping, Kon­takt­for­mu­la­ren und eini­gem mehr rea­li­sie­ren. Das würde mir in die­sem Zeit­raum mit Word­Press schwer fal­len. Aber das liegt viel­leicht auch daran, dass ich mit TYPO3 mein Geld ver­diene und täg­lich damit arbeite.[Offtopic] Ich mich gerade, wofür es hier ein Ein­ga­be­feld für die URL mei­ner Web­site gibt, wenn nicht mal ein nofol­low Link dabei her­aus kommt ;-)

    Antworten
  10. Ulf Klose

    Ein Freund von mir setzt auch stän­dig TYPO3-Websites auf und ist recht schnell gewor­den, weil er sich eben sol­che Pakete gebaut hat, wie sie erwähn­test. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie sich TYPO3 ent­wi­ckeln wird. Aktu­ell mache ich die Erfah­rung, dass das Sys­tem für mich (und auch für meine Kun­den) nix ist. Für mich zu kom­plex im Setup und unzu­rei­chend was die Erwei­te­run­gen angeht und für meine Kun­den zu kom­plex in der Bedienung.Frag das mal Pos­te­rous ;-) . Hab da kei­ner­lei Ein­fluss drauf, fürchte ich. Bin aber mit Pos­te­rous eh nur mäßig zufrie­den. Die Por­tie­rung auf ein ande­res Blog­sys­tem ist aber ziem­lich schwie­rig und fällt des­we­gen aus.

    Antworten
  11. Belearas

    Sorry weis gar nicht genau wie ich hier her gekom­men bin, aber habe trotz­dem ein wenig gele­sen. Jedoch ab dem Punkt wo du über Typo­Script Kri­tik lässt habe ich aufgehört.TYPO3 ist und bleibt das beste CMS (für MICH!)

    Antworten
  12. ric

    du sprichst mir aus der seele! wenn ich das schön höre “ein­ma­lig die mühe mache…” wtf ? wenn ich mir mühe mache schreib ich mein eige­nes “cms”… da krieg ich die wurst, heut­zu­tage muss ein­fach alles schnell funk­tio­nie­ren, egal wel­ches sys­tem dahin­ter ist, wenn man sich in typo ein­ar­bei­ten muss geht lei­der nicht schnell, auch bei 10 jahre web erfahrung…

    Antworten
  13. Belearas

    Dann mach doch dein eige­nes CMS!!! lol wtf! Nur weil es zig fach Men­schen gibt die HTML buch­sta­bie­ren kön­nen heißt das nicht das sie web­si­ten Pro­gram­mie­ren kön­nen! Diese nut­zen dann meis­tens JOOMLA! oder Word­Press und kom­men sich wie krö­sus vor. Lach­haft. Wers kann, der kanns, wers nicht kann, kanns nicht. So ein­fach ist das. Ich mache eine TYPO3 Site mit jQuery gal­le­rien, Responsive web­de­sign, Images­li­dern, News­box, Kon­takt­for­mu­lar, beli­bi­gen Menü in einer Stunde. Viel Spaß bei Word­Press. Ich bleib bei TYPO3 — denn wers kann bleibt auch dabei. Dafür hab ich keine Hacker, oder Plugins die gefähr­dun­gen darstellen.

    Antworten
  14. Ulf Klose

    Ganz ruhig, nicht ärgern las­sen ;-) . Nie­mand hat gesagt, dass es kei­nen Anwen­dungs­fall für TYPO3 gibt, denn das wäre defi­ni­tiv falsch. Nur ist TYPO3 im Umkehr­schluss eben auch nicht für jedes Pro­jekt das rich­tige CMS. Wer stän­dig nur kleine Web­sites auf­setzt, kann sich IMHO den Ein­ar­bei­tungs­auf­wand für TYPO3 spa­ren. Und der braucht, Vor­lage vor­aus­ge­setzt, für den von dir erwähn­ten Arbeits­um­fang auch nicht län­ger als eine Stunde. Das dürfte aber für so ziem­lich jedes CMS gel­ten. <br/> <br/>Zu behaup­ten, TYPO3 sei von Sicher­heits­pro­ble­men aus­ge­nom­men, ist aber defi­ni­tiv falsch. Wenn dem so wäre, würde es ja keine Sicher­heits­up­dates geben, oder? ;-) Soft­ware ohne Lücken exis­tiert de facto nicht, auch dein heiß­ge­lieb­tes TYPO3 ist davon nicht ausgenommen.

    Antworten
  15. Belearas

    Das stimmt. Aber TYPO3 ist wesent­lich bes­ser was lücken anbe­langt. Umsonst wür­den die Black­hats SEO´s nicht stän­dig irgend­wel­che Word­Press Sei­ten ver­ge­wal­ti­gen um Links zu klauen ;-) Gang und gebe…Es kommt aufs kön­nen drauf an. Ich trau mich wet­ten das ich mit einer Tempalte vor­lage (Pho­to­shop z.B.) eine Seite schnel­ler umge­setzt habe als mit Word­Press ;-) Geschmack­sa­che das stimmt schon. Aber es nervt sicht­lich das Leute die ein­fach das wis­sen nicht besit­zen und sich auch kein wis­sen aneig­nen wol­len über etwas schimp­fen. Nur weil Sie´s nicht kön­nen — ist es nicht schlecht.

    Antworten
  16. Ulf Klose

    Was sind “Blackhat-SEOs”? Ja, Word­Press mag anfäl­li­ger für Angriffe sein als TYPO3, damit hast du ver­mut­lich Recht. <br/> <br/>Ich würde mich durch­aus als lern­fä­hig bezeich­nen. Aber die Lern­kurve ist bei TYPO3 sub­jek­tiv betrach­tet ein­fach zu hoch. Würde ich stän­dig kom­plexe Web­sites auf­set­zen, würde ich den Auf­wand ver­mut­lich auch betrei­ben wol­len. Aber nun, die Dis­kus­sion ist müßig, da es glück­li­cher­weise nicht _die_ Lösung für ein Pro­blem gibt.

    Antworten
  17. ric

    die lern­kurve ist eher als frus­tra­ti­ons kurve zu bezei­chen, schlau tun wenn man mit dem sys­tem seit 2 jah­ren arbei­tet kann jede­res ist lach­haft zu schrei­ben das hier einige leute html buch­sta­bie­ren kön­nen, scheiss fan­boy gehate…der wahr­heit ins auge zu bli­cken ist nicht jeder­mans sache, ich sage ganz klar, ich will kei­nes falls erst 2 wochen lang tuts lesen um etwas ver­nün­f­it­ges zu schrei­ben… such mal bitte nach typo3 exten­tion tuto­rial und sieh wie viele es gibt… für mei­nen teil spricht das BÄNDE!

    Antworten
  18. Ulf Klose

    <div> Wir dre­hen uns im Kreis. Wie schon erwähnt: das per­fekte CMS gibt es nicht. Für einige mag es sich loh­nen, sich wochen­lang in ein CMS ein­zu­ar­bei­ten. Andere wie­derum wolle nach zwei Tagen brauch­bare Ergeb­nisse pro­du­zie­ren. Ich gehöre zur Kate­go­rie 2. Ich mag ein­fach sim­pel und intui­tiv zu bedie­nende Sys­teme. Wenn die dann nicht alles kön­nen: ja mei, küm­mert mich nicht. Sollte ich die eier­le­gende Woll­milch­sau suchen, so weiß ich ja jetzt, wo ich zu schauen habe. </div><div><br></div><div>Ich finde es ja äußerst fas­zi­nie­rend, dass es TYPO3-Fanboys gibt. Dachte, die gäbe es nur bei Apple und der katho­li­schen Kir­che …</div>

    Antworten
  19. EL Ghraboui

    Ich bin glück­lich, dass es meh­rere Open-Source CMS im Markt gibt, so kann jeder für sich das pas­sende aus­su­chen, ich bin ein TYPO3 lieb­ha­ber und ich finde es super, dass ist sowas über­haupt gibt, wenn ich an Shar­point denke würde, es ist auch nicht ein­fach zu bedie­nen und kos­tet auch noch.

    Antworten
  20. Matthias

    Hallo Ulf,auch ich finde T3 maß­los über­schätzt. An jeder Ecke wird immer wei­ter ent­wi­ckelt, nichts ist kom­pa­ti­bel, alles bremst sich selbst aus.Kleinste Kun­den­wün­sche arten in Umsetzung-Marathons aus, die nie­mand bezah­len will.Das ein­zig Tolle ist das Backend für den Redak­teur. Des­halb warte ich unge­dul­dig auf Redaxo 5, das soll näm­lich ähn­lich sein.Gruß Matthias

    Antworten
  21. seppelkarli

    Erst sagt Ulf: Ich hoffe, dass die­ser Blog­bei­trag kei­nen Flame­war aus­löst und dann sagt Ulf “idiot” nur weil ich gesagt habe: Frau Klose, neh­men Sie joomla oder bes­ser noch Word­Press. Da brauchts nur nen gesun­den Fin­ger zum kli­cken. Und den­ken muss man auch nicht.….. ver­stehe ich nun wirk­lich nicht…

    Antworten
  22. platzh1rsch

    Bin gerade per Zufall auf die­sen Arti­kel gestos­sen, da ich für ein Web­sei­ten­pro­jekt ein Plu­gin für spre­chende URLS (aka. Nice URLs) suche.Ich arbeite noch nicht lange mit Typo3, kann dir des­halb in vie­len Punk­ten beipflichten.Eine eigene Tem­plate Spra­che (Typo­script) zu ler­nen, extra für ein CMS scheint mir irgend­wie suspekt. Von daher ist mir Word­Press um eini­ges lieber.

    Antworten
  23. Gerd

    Also ich bin auf die­sen Arti­kel gestos­sen weil ich ver­ze­wei­felt spre­chende urls ein­rich­ten mächte bei der seite eines Kun­den. Es scheint mir doch zuzu­tref­fen was da geschrie­ben wird. Ich bin nicht nei­disch weil ich typ3 nicht bedie­nen kann — aber ver­zwei­felt! Als Desi­gner arbeite ich täg­lich an Web­sei­ten. Die Kri­tik ist berech­tigt aber man muss schon sgaen, dass es ein­fach für Desi­gner nichts ist, wenn man nicht erst 2 Jahre Schu­lung hin­ter sich brin­gen will. Wir Desi­gner wer­den uns natür­lich sofort auf ein bedien­ba­res Sys­tem stür­zen. Aber finally ist es ja egal wer die Scripte zum lau­fen bringt …

    Antworten
  24. Manfred

    Jedes Sys­tem hat seine Daseins­be­rech­ti­gung. Der Kampf zwi­schen Word­Press und TYPO3 geht ja schon eine Ewig­keit. Zäu­nen wir das Pferd anders herum herauf:Warum müs­sen in den Word­Press die Tem­pla­te­files mit php Code ver­un­stal­tet werden?Warum gibt es bei Word­Press keine ein­leuch­tende Baum­struk­tur mit den Inhalten?Warum kann ich Word­Press nicht als Frame­work für Spe­zi­al­an­wen­dun­gen nut­zen? (man­che tun das kurio­ser­weise übrigens)Es ist rich­tig das man TYPO3 für alles erdenk­li­che Ein­set­zen kann. Wenn man sich mit TYPO3 aus­kennt. Mann kann aber auch viel mit Word­Press machen. Wenn man sich damit auskennt.Letzten Endes läuft es immer wie­der das glei­che raus: Ent­we­der ich habe den Wil­len ein Sys­tem zu nut­zen, dann muss ich mich mit dem Thema aus­ein­an­der­set­zen. Oder ich habe keine Lust das betref­fende Sys­tem zu nut­zen und schreibe Lie­ber im Netz daa­über wie schlecht doch alles ist.Und wer nicht eine Affi­ni­tät zur Tech­nik hat wird sich so oder so schwer tun. Oft­mals wer­den die Äus­se­run­gen an einem Sys­tem im Hobby Bereich oder im pri­va­ten Bereich geäussert.

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>