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Versuch macht kluch, oder: Geht’s auch ohne Apple?

Ich habe vor eini­ger Zeit eine Art Selbst­ver­such gestar­tet: mein iMac und mein Mac­Book waren jeweils drei Jahre alt, das Bedürf­nis nach neuer Hard­ware war geweckt. Also wan­der­ten beide Geräte zur eBucht und fan­den dort auch für recht ordent­li­ches Geld einen neuen Besitzer.

Einen Nach­fol­ger für den iMac hatte ich zu dem Zeit­punkt schon: ein iMac 27″. Ein tol­les Gerät, jeder Cent war wohlinvestiert.

Beim Mac­Book wollte ich mir aber nicht so recht ent­schei­den. Ich habe das Mac­Book nicht son­der­lich inten­siv genutzt, stre­cken­weise lag es wochen­lang unge­nutzt in sei­ner Hülle auf mei­nem Schreib­tisch rum. Per­len vor die Säue also, immer­hin kos­tete das Gerät etwas über 800 €. Zum Rum­lie­gen­las­sen eigent­lich zu viel Geld. Das Mac­Book Air 11″ lacht mich seit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung an, weil es eigent­lich genau auf mein Nut­zungs­pro­fil zuge­schnit­ten ist. Wäre da nicht der recht hap­pige Preis von fast 1.000 €. Auch hier wie­der, zum Rum­lie­gen­las­sen viel zu viel Geld. Der Form­fak­tor reizt mich aber mas­siv, die Bild­schirm­auf­lö­sung genau so.

Ich schaute mich also ein wenig bei der Kon­kur­renz um und wurde auf das Lenovo Think­Pad Edge auf­merk­sam, das es auch als Ver­sion mit 11″-Display gibt. Und das schon für recht schlanke 330 € ohne Betriebs­sys­tem. In der jetzt bei mir ste­hen­den Ver­sion mit Dual-Core-AMD-CPU und 4 GB RAM hat mich das gute Stück gerade mal 380 Flo­cken gekos­tet, rund 500 € weni­ger, als ich im Apple-on-Campus-Store für das Mac­Book Air hätte zah­len müs­sen. Natür­lich, es fehlt die SSD, die Laut­lo­sig­keit, Mac OS X und ver­mut­lich auch ein wenig Rechen­power, bis auf die Laut­lo­sig­keit und Mac OS X aber durch­aus Dinge, die mich nicht son­der­lich stö­ren, so sel­ten, wie ich das Gerät ein­setze. Wit­zige Anek­dote am Rande: die Dual-Core-Version ist deut­lich lei­ser als die Ver­sion mit der Single-Core-CPU. Wer also mit dem Gedan­ken spielt, sich die kleine Vari­ante zu kau­fen, sollte zum Dual-Core-AMD grei­fen. Das Feh­len von Mac OS X zu Ver­schmer­zen wiegt schon deut­lich schwe­rer, aber Mark Shut­tle­worth sei Dank gibt es eigent­lich ein Sys­tem, das ähn­lich toll funk­tio­niert und auch fast so toll aus­sieht wie das OS aus Cuper­tino: Ubuntu.

Aber eben auch nur fast. Auf der ver­bau­ten 320 GB gro­ßen Fest­platte befin­den sich nun Win­dows 7 Pro­fes­sio­nal und Ubuntu 10.10. Auf­grund der recht hohen DPI-Zahl und der damit ver­bun­de­nen Auf­lö­sung von 1.366x768 Pixel lässt sich mit bei­den Sys­te­men sogar arbei­ten, im Gegen­satz zu Net­books, die auf­grund ihrer 1024x600 voll­stän­dig aus­fal­len. Beide Sys­teme lau­fen halb­wegs annehm­bar flott auf der Maschine, wobei Win­dows 7 deut­lich trä­ger zugange ist als dies bei Ubuntu der Fall ist. Aber arbei­ten lässt sich damit trotz­dem halb­wegs. Die Akku­lauf­zeit nimmt sich unter bei­den Sys­te­men nichts, je nach Anwen­dungs­art hält der Akku zwi­schen drei und vier Stun­den. Für den Preis des Note­books ein durch­aus akzep­ta­bler Wert.

Nun aber zu den Punk­ten, die mich das Gerät schon fast wie­der zurück­schi­cken und ein Mac­Book Air bestel­len lassen:

1. Win­dows. Es ist und bleibt unbe­nutz­bar. Die zuge­kaufte Bluetooth-Maus funk­tio­niert nicht zuver­läs­sig. Nach dem Anmel­den bekomme ich eine Feh­ler­mel­dung, die mit einer feh­len­den DLL zu tun hat, die zum Bluetooth-Stack zu gehö­ren scheint. Ich muss also nach jeder Anmel­dung die Maus erneut ver­bin­den. Feh­ler­be­he­bung schei­terte bis­her. Der Feh­ler tritt aber auch erst ein, seit Win­dows ein Update für den ThinkPad-Bluetooth-Stack ein­ge­spielt hat. Wohl­ge­merkt über das auto­ma­ti­sche Update, ich hab das Trei­be­rup­date nicht selbst von Lenovo geholt, lief ja alles vor­her. Es scheint nach wie vor zu viel ver­langt zu sein, dass Stan­dard­hard­ware ein­fach funk­tio­niert. Von Nicht-Vorhandensein mei­ner gan­zen gelieb­ten und erfor­der­li­chen CLI-Tools mal abge­se­hen, bleibt Win­dows für mich ein rotes Tuch.

2. Ubuntu. Eigent­lich toll. Wirk­lich. Mit ein wenig Hand­ar­beit kann ich den von mir so gelieb­ten Work­flow, den ich unter OS X hab fast nach­bauen. Exposé, Quick­look, Ter­mi­nal (samt scp, curl, wget, tail, grep, cat und ssh), alle meine Freunde sind da, die ich tag­täg­lich für die Arbeit nutze. Von dem gan­zen Schatz an freier Soft­ware mal abge­se­hen, die teil­weise wirk­lich phä­no­me­nal ist. Und alles bleibt so schön ein­fach Up-To-Date, der inte­grier­ten Paket­ver­wal­tung sei Dank. Aber lei­der hat diese heile Welt in mei­nem Falle auch Schat­ten­sei­ten: Sus­pend to RAM und Mul­ti­touch funk­tio­nie­ren nicht. Das Gerät geht zwar schla­fen, wacht dann aber nicht wie­der auf. Und Mul­ti­touch funk­tio­niert ein­fach gar nicht. Für mich, als dies­bzgl. wirk­lich ver­wöhn­ten Mac-User ein abso­lu­tes No-Go.

Und nun stehe ich da. Ich habe 500 € gespart, muss mich aber mit zwei Betriebs­sys­te­men rum­är­gern, die zwar beide nicht wirk­lich schlecht sind, das eine aber für meine nor­ma­len Ein­satz­zwe­cke nicht zu gebrau­chen ist und das zweite die Kom­fort­fea­tures, an die ich mich so gewöhnt hab, nament­lich Mul­ti­touch und Suspend-to-RAM, auf mei­ner Hard­ware nicht bie­tet. Win­dows so umzu­bauen, dass es mei­nen Ansprü­chen genügt würde den Rah­men ein­deu­tig spren­gen, bei Ubuntu bleibt mir noch zu hof­fen, dass die Ent­wick­ler ent­spre­chende Patches zeit­nah ver­öf­fent­li­chen wer­den. Aber ob all der Ärger 500 € wert ist, frage ich mitt­ler­weile wirklich…

Kurztest des Samsung N130

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Ich wollte auch end­lich mal mit­re­den und nicht nur aus der Ferne ein Net­book betrach­tet haben. Ich habe mir also ein Samsung N130 orga­ni­siert um beur­tei­len zu kön­nen, ob die vie­len (Vor-)Urteile in Sachen Net­book wirk­lich zutref­fend sind. Ich wollte prü­fen, ob man mit einem Net­book tat­säch­lich arbei­ten kann, oder ob es, wie meine bis­he­rige Mei­nung lau­tet, wirk­lich nur dafür gut ist, mal eine Web­site auf­zu­ru­fen oder eine E-Mail zu schreiben.

Das Samsung N130 kos­tet der­zeit rund 240,- €, gehört also zu den güns­ti­ge­ren Gerä­ten die­ser Klasse. Die Hard­ware­aus­stat­tung liegt im nor­ma­len Bereich mit 1 GB RAM, einer 160 GB gro­ßen Fest­platte und einem Intel Atom N270 mit 1,6 GHz, Blue­tooth ist lei­der nicht an Bord, dafür befin­det sich aber eine Web­cam im Dis­play­rah­men. All dies ver­spricht natür­lich keine Höchst­leis­tung, aber dafür bekommt man ein äußerst trans­por­ta­bles Gerät mit lan­ger Akku­lauf­zeit und wenig Platzbedarf.

Ich habe das Gerät also aus­ge­packt und den Akku erst mal durch­ge­la­den. Dann ging es schon gut los: ich habe den Schal­ter zum Ein­schal­ten des Geräts nicht gefun­den. Die­ser befin­det sich an der Vor­der­seite des Geräts und wird nicht aus­ge­zeich­net durch farb­li­che Her­vor­he­bung oder einen Sti­cker, der dar­auf hin­wei­sen könnte. Es ist kein klas­si­scher Tas­ter, wie man ihn erwar­ten würde, son­dern ein Schie­ber, wie man ihn von Note­bookak­ku­fä­chern oder WLAN-/Bluetooth-Schaltern an Note­books kennt.

Vor­in­stal­liert ist Win­dows 7 Star­ter Edi­tion, wel­ches nach dem Erst­start glatt, noch bevor irgend­wel­che Benut­zer­ein­ga­ben statt­fan­den einen Neu­start benö­tigte. Nach dem ers­ten Neu­start, vier Minu­ten sind bis hier­hin bereits ver­gan­gen, fragte das Windows-7-Setup einige Benut­zer­da­ten wie Name und Kenn­wort ab und bat um einen WLAN-Schlüssel. Nach­dem wei­tere drei Minu­ten ver­gan­gen waren (also mit­ter­weile rund sie­ben davon) star­tete der sog. Chain­in­stal­ler, der eine Reihe von Set­ups durch­führte. Die­ser Vor­gang dau­erte weit über eine Stunde, wäh­rend der das Sys­tem kei­ner­lei Rück­mel­dung über die ver­blei­bende Rest­zeit aus­gab. Aus mei­ner Sicht, und abge­se­hen von der Zeit, ein abso­lu­tes No-Go. Gerade des­we­gen, weil viel­leicht nicht jeder Benut­zer diese Anwen­dun­gen auch haben möchte. Nega­tiv auf­ge­fal­len ist auch die Mischung der Spra­chen beim Setup, hier sind eng­li­sche und deut­sche Texte auf mei­nem Bild­schirm auf­ge­taucht. Nach über einer Stunde musste man dann noch einen Par­ti­tio­nie­rungs­vor­schlag abge­ben (ich habe hier den Stan­dard­wert ver­wen­det) und das Gerät erneut neu star­ten. Bis nach die­sem Neu­start sind satte 1:32 Stun­den ver­gan­gen. Vor­ge­fun­den habe ich nach erfolg­rei­cher Instal­la­tion den bereits ver­al­te­ten Adobe Rea­der 9.1 (aktu­ell ist 9.3), eine Ver­suchs­ver­sion des Micro­soft Office 2007 Home and Stu­dent, die Samsung-eigene Soft­ware AnyPC, Cyber­link You­Cam, McAfee-Virenscanner und noch einige Sys­tem­pfle­ge­tools von Samsung. Feh­len durfte natür­lich auch nicht ein Spie­le­pa­ket namens “Samsung Game­Pack” mit eini­gen mehr oder min­der wit­zi­gen Spiel­chen für zwi­schen­durch. Nach nun also mitt­ler­weile über 1,5 Stun­den durfte erst mal das Samsung-Tool “Samsung Update Plus” gestar­tet wer­den, damit die wich­tigs­ten Updates für das Sys­tem her­un­ter­ge­la­den wer­den konn­ten. Nach dem Selbstup­date der Soft­ware (die auch wie­der ohne Rück­mel­dung vom Sys­tem ablief) dau­erte es wei­tere 45 Minu­ten, bis auch die übri­gen von Samsung ange­bo­te­nen Updates instal­liert waren. Toll war auch, dass man immer nur ein Update zeit­gleich instal­lie­ren konnte. Es wäre ja auch zu schön gewe­sen, wenn der Samsung-Updater die Instal­la­tion in der rich­ti­gen Rei­hen­folge für einen vor­ge­nom­men hätte. Wäh­rend ich diese fünf Updates also instal­lierte, musste ich das Sys­tem ins­ge­samt zwei Mal neu star­ten. Dauer der gan­zen Aktion, wie gesagt, rund eine Drei­vier­tel­stunde. Hab ich schon erwähnt, dass das Win­dows Update noch nicht gelau­fen ist? Nicht? Na ja, das war­tete auch noch auf mich. Bis ich dann über die Brow­ser­wahl einen rich­ti­gen Brow­ser (in die­sem Falle Google Chrome) und alle erfor­der­li­chen Updates instal­liert hatte, sind dann wei­tere 60 Minu­ten ins Land gezo­gen. Der Down­load der Updates nahm davon keine fünf in Anspruch. Mitt­ler­weile sind wir also bei über drei Stun­den Vor­be­rei­tungs­zeit ange­langt. Natür­lich, die Updates hätte man auch weg­las­sen kön­nen, aber wer geht frei­wil­lig mit einem nicht aktua­li­sier­ten Win­dows ins Inter­net? Also ich nicht.

Zusam­men­fas­send: der erste Ein­druck ist ver­nich­tend. Bis zur ers­ten Inbe­trieb­nahme des Geräts ver­gin­gen weit über drei Stun­den. Ich habe mich nach die­ser Orgie ernst­haft gefragt, ob jemand aus dem Mar­ke­ting oder von den Inge­nieu­ren die­sen Pro­zess mehr als ein Mal hat über sich erge­hen las­sen. Der angeb­lich so unhör­bar leise Lüf­ter war wäh­rend des gan­zen Pro­zes­ses durch­aus hör­bar und am Schau­feln. Laut war das Gerät trotz allem nicht, mein Mac­Book mit einem Core2Duo ist unter Last aber kaum lau­ter und selbst mein bil­li­ges Zweit­note­book von Acer (330 € vor ca. zwei Jah­ren) ist nicht deut­lich lau­ter als die­ses Gerät.

Von den mit­ge­lie­fer­ten Anwen­dun­gen ist kaum etwas wirk­lich nutz­bar. Der Groß­teil der Samsung-Tools benö­tigt admi­nis­tra­tive Rechte, was in ner­vi­gen UAC-Orgien aus­ar­tet. Vor­in­stal­liert ist auch eine Soft­ware namens Fail­Safe, die einem das Remote-Löschen sei­ner Daten im Falle eines Dieb­stahls ermög­li­chen soll. Sehr gute Idee von Samsung, eine sol­che Soft­ware vor­zu­in­stal­lie­ren, lei­der han­delt es sich aber nur um eine 60-Tage-Version, was auf­grund des Gerä­te­prei­ses aber durch­aus nach­voll­zieh­bar ist. Doof an die­ser Soft­ware ist nur, dass sie sich stän­dig in den Vor­der­grund drängt und gekauft wer­den möchte. Äußerst ner­vig, wenn man die Soft­ware nun wirk­lich nicht haben will. Das zeit­auf­wän­dig vor­in­stal­lierte Micro­soft Office 2007 kommt ohne Seri­en­num­mer daher, obwohl die auf dem Desk­top ange­legte Ver­knüp­fung erst gutes hof­fen lässt: Micro­soft Office 1-Jahr-Prepaidversion-Online. Wenn man die­sen aber anklickt, kommt man auf die US-Downloadseite für die 30-Tage-Trial. Beim Start von Word wird man um einen Pro­duct Key gebe­ten. Auch ver­patzt. Bevor ich nun mit der “Arbeit” beginne, wollte ich noch die Sys­tem­soft­ware sichern. Umfang der Siche­rung etwa 969 MB, Dauer des Kopier­vor­gangs auf mei­nen SafeStick Pro (Schrei­brate an mei­nem iMac ca. 20 — 25 MB pro Sekunde) etwa eine Stunde bei einer Kopier­ge­schwin­dig­keit von 0,2 — 0,3 MB pro Sekunde. Ich ver­kneife mir wei­tere Kommentare.

Die Anwen­dungs­per­for­mance: YouTube-Videos in Chrome lau­fen nach eini­gen Sekun­den des Ein­pen­delns mit Aus­nahme von weni­gen kur­zen Aus­set­zern flüs­sig. Das habe ich gleich als ers­tes aus­pro­biert, weil dies in den Rezen­sio­nen bei amazon.de immer wie­der bemän­gelt wurde. Mit Chrome konnte ich die Kri­tik aller­dings nur teil­weise nach­voll­zie­hen. Auf­grund der gerin­gen Leis­tung eines Atom-Prozessors ist die Geschwin­dig­keit also durch­aus nach­voll­zieh­bar und zeigt erneut, was für ein Res­sour­cen­kil­ler Flash wirk­lich ist. Die instal­lierte Ver­sion des MS Office 2007 ist halb­wegs flüs­sig bedien­bar, das Abspei­chern und Öff­nen von Dateien dau­ert aber auch eine gefühlte Ewig­keit. Viele Rezen­sen­ten bei amazon.de berich­te­ten, dass ein Spei­che­rup­grade auf 2 GB den Groß­teil die­ser Sym­ptome behe­ben konnte, viele Netbook-Kunden, so könnte ich mir vor­stel­len, wis­sen aber gar nicht um die Mög­lich­keit, den Arbeits­spei­cher auf­zu­rüs­ten. Die Kos­ten hier­für sind mini­mal, sofern man das selbst machen kann. Alle ande­ren müs­sen auf den Preis des RAM-Moduls (2 GB DDR2 PC667) noch ca. 30 Minu­ten an Arbeits­wer­ten in der Com­pu­ter­werk­statt ihres Ver­trau­ens oben drauf schlagen.

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Win­dows 7 Star­ter Edi­tion: Ein voll­stän­dig zuge­müll­ter Desktop

Um es auf den Punkt zu brin­gen: wer mit der Maschine wirk­lich arbei­ten möchte, sollte das Win­dows 7 Star­ter Edi­tion, wel­ches ohne­hin in vie­len Punk­ten gegen­über einer “Voll­ver­sion” kas­triert ist, schnellst­mög­lich von der Fest­platte wer­fen. Ob man dann hier zum hoff­nungs­los ver­al­te­ten Win­dows XP greift oder lie­ber über den Tel­ler­rand schaut und ein Betriebs­sys­tem nimmt, das bes­ser auf den Ein­satz auf die­ser Gerä­te­klasse ange­passt ist, muss man natür­lich selbst wissen. 

Ich habe hier zum brand­neuen Ubuntu 10.04 Net­book Edi­tion gegrif­fen, wel­ches vor weni­gen Tagen ver­öf­fent­licht wurde. Da das Samsung über kein opti­sches Lauf­werk ver­fügt, musste ich zuerst ein start­fä­hi­ges USB-Medium mit dem Sys­tem erstel­len, was aber von einem bereits instal­lier­ten Ubuntu 10.04 aus ein Kin­der­spiel war. Im Menü Sys­tem -> Sys­tem­ver­wal­tung gibt es den Start­me­di­en­er­stel­ler. Den füt­tert man mit dem ISO, wel­ches man unter ande­rem von mei­nem Ser­ver unter http://downloads.ulfklose.de/ubuntu-10.04-netbook-i386.iso her­un­ter­la­den kann, und stöp­selt einen aus­rei­chend gro­ßen (mind. 2 GB) USB-Stick ein, auf den nun das Live-System, wel­ches man auch auf den CDs fin­det, instal­liert wird. Die­ser Vor­gang dau­ert bei einem halb­wegs flot­ten USB-Stick nur wenige Minu­ten. Danach kann man das Net­book von die­sem USB-Stick star­ten, wenn man vor­her im BIOS die Boot-Reihenfolge ent­spre­chend geän­dert hat. Den Rezen­sio­nen auf amazon.de nach hat die Instal­la­tion von Ubuntu auf die­ser Maschine aber einen klei­nen Haken: man ver­liert damit nicht nur die Sys­tem­par­ti­tion mit Win­dows 7, son­dern über­flüs­si­ger­weise auch gleich seine Recovery-Partition. Die­ser Schritt ist also ziem­lich end­gül­tig. Da ich mich zu die­sem Zeit­punkt schon dazu ent­schie­den hatte, das Gerät zurück­zu­sen­den, habe ich dar­auf ver­zich­tet, das Sys­tem tat­säch­lich auf die Fest­platte auf­zu­spie­len. Das war aber glück­li­cher­weise auch gar nicht nötig, denn das Live-System lief von mei­nem USB-Stick aus so der­ma­ßen schnell, dass man die Fest­platte auch hätte aus­bauen kön­nen. Der Sys­tem­start dau­erte etwas län­ger als der von Win­dows 7 (zur Erin­ne­rung: Win­dows 7 von Fest­platte, Ubuntu vom USB-Stick), danach war das Sys­tem aber so was von flott, dass die­ser Ärger schnell ver­ges­sen war. Die Ubuntu Net­book Edi­tion ist her­vor­ra­gend auf die klei­nen Dis­plays der Net­books ange­passt, da hier kein regu­lä­res Sys­tem für die Ver­wal­tung der Anwen­dun­gen und Daten ver­wen­det wird, son­dern eine Art Kar­tei­kar­ten­rei­ter­sys­tem, die aber die glei­chen Namen tra­gen wie die Menüs in einem frisch instal­lier­ten regu­lä­ren Ubuntu. YouTube-Videos lie­fen in 480p flüs­sig, die vor­in­stal­lier­ten Anwen­dun­gen star­te­ten vom USB-Stick nor­ma­ler­weise bin­nen weni­ger Sekun­den, die ver­baute Hard­ware wurde voll­stän­dig erkannt. So kam ich sofort in den Genuss von WLAN und der Gra­fik­chip wurde schein­bar auch voll­stän­dig kor­rekt erkannt. Und, ich wie­der­hole mich, die Per­for­mance war echt beein­dru­ckend. Für mich steht fest: sollte ich jemals ein Net­book kau­fen, wird die Ubuntu Net­book Edi­tion instal­liert. Sie sieht nicht nur bes­ser aus als Win­dows 7 son­dern kommt auch mit dem Limi­tie­run­gen die­ser Gerä­te­klasse deut­lich bes­ser zurecht als Win­dows. Geschwin­dig­keit und Über­sicht­lich­keit sind bei Ubuntu Net­book Edi­tion gege­ben, von Win­dows 7 kann ich das nicht behaup­ten. Der Voll­stän­dig­keit hal­ber habe ich dann noch mal ein regu­lä­res Ubuntu 10.04 LTS vom Stick gestar­tet. Selbst vom Live-Stick war das Sys­tem schnel­ler als Win­dows 7 von der Fest­platte. Ich wie­der­hole meine Emp­feh­lung an die Besit­zer die­ses Geräts also noch mal: Win­dows 7 end­gül­tig ent­fer­nen, Ubuntu (Net­book Edi­tion oder nicht) drauf und schon kann man mit dem Sys­tem im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand ein­wand­frei arbei­ten. Die pro­gnos­ti­zierte Akku­lauf­zeit beträgt im Übri­gen weit über sie­ben Stun­den unter der Ubuntu Net­book Edition.

Typisch für Net­books ist die Tas­ta­tur, auch für einen Men­schen wie mich, der Zehn-Finger blind schreibt, etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig, aber noch akzep­ta­bel. Ein­zig ner­vig ist die Anord­nung der Taste mit den <- und >-Sym­bo­len, diese liegt auf der rech­ten Seite der Tas­ta­tur links neben der Umschalt­taste. Wieso? Keine Ahnung. die Umschalt­taste liegt dazu noch so weit rechts außen, dass ich als 10-Finger-Tipper damit meine liebe Mühe habe, diese auch zu tref­fen. Das Touch­pad ist so der­ma­ßen win­zig, dass sich damit eigent­lich nicht arbei­ten lässt. Ohne es gemes­sen zu haben, würde ich sagen, dass die Maße ca. 5 cm x 2 cm betra­gen. Eine Maus ist also als stän­di­ger Beglei­ter unver­zicht­bar, wodurch man schon wie­der einen Teil der Mobi­li­tät ein­büsst. Im Park oder auf dem Bei­fah­rer­sitz eines Autos kann man nun mal keine Maus unter­brin­gen. Immer­hin aber hat das Touch­pad Mul­ti­touch, scrol­len, ver­grö­ßern und kip­pen ist mit zwei Fin­gern mög­lich. Dar­über hin­aus hat Samsung das Net­book mit so schar­fen Kan­ten ver­se­hen, dass man die Hand­bal­len nicht son­der­lich lange dar­auf lie­gen las­sen kann. Viel­schrei­ber wer­den also lie­ber zu einem ande­ren Gerät greifen.

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Aus­schnitts­bild der Tas­ta­tur mit der scharf­kan­ti­gen Ecke

Das Gerät ist für einen Preis von 240,- € ein abso­lu­tes Schnäpp­chen, gar keine Frage. Mit die­sem recht güns­ti­gen Preis erkauft man sich aber ein an allen Ecken und Enden lah­men­des Gerät, mit dem sich eigent­lich nicht ver­nünf­tig arbei­ten lässt. Sowohl Details der Hard­ware­ver­ar­bei­tung als auch der gesamte Soft­ware­instal­la­ti­ons­pro­zess sind eine Zumu­tung und soll­ten heut­zu­tage in die­ser Form ein­fach nicht mehr auf­tau­chen. Wenn man aller­dings Ubuntu oder Ubuntu Net­book Edi­tion instal­liert, ist das Gerät ein durch­aus attrak­ti­ver Beglei­ter für unter­wegs. Mit einem pas­sen­den UMTS-Stick kommt man damit auch mobil ins Inter­net, was Ubuntu sei Dank auch ziem­lich flott geht. An den schar­fen Kan­ten und dem viel zu klei­nen Touch­pad sowie der etwas miss­ge­stal­te­ten Tas­ta­tur kann das Betriebs­sys­tem aber lei­der auch nichts ändern.

Die Taug­lich­keit für rich­ti­ges Arbei­ten möchte ich zum Abschluss auch noch bewer­tet haben. Auf­grund des klei­nen Dis­plays, der merk­wür­dig gestal­te­ten Tas­ta­tur und der schar­fen Kan­ten des Geräts eig­net sich spe­zi­ell die­ses Net­book nicht für lange Arbeits­sit­zun­gen. Bei ande­ren Net­books ent­fal­len die letz­ten bei­den Man­kos im All­ge­mei­nen, das kleine Dis­play bleibt aber. Ich habe test­hal­ber mit dem Gerät gesurft, einen kur­zen Text ver­fasst, Musik gehört, YouTube-Videos geschaut, mit dem Ter­mi­nal gear­bei­tet, Twit­ter genutzt und ein wenig Quell­code bear­bei­tet. Unter Win­dows 7 war das, weil ich natür­lich vie­les davon par­al­lel lau­fen lies, uner­träg­lich lang­sam. Die ers­ten zwei gestar­te­ten Pro­gramme kamen noch halb­wegs ver­nünf­tig mit­ein­an­der aus, danach wurde es echt hake­lig. Unter Ubuntu Net­book Edi­tion hatte ich diese Pro­bleme glück­li­cher­weise nicht. Zum Sur­fen, E-Mailen, etc. würde mir das Gerät von der Dis­play­größe her sogar genü­gen, zum Bear­bei­ten von Quell­code eig­net sich das kleine Dis­play mit sei­nen 1024 x 600 Pixel lei­der nicht. Bear­bei­tet man den Quell­code in einem Text­edi­tor wie Gedit, mag das noch halb­wegs gut gehen, benö­tigt man eine IDE wie Eclipse wird es wirk­lich eng. In der Stan­dard­auf­tei­lung habe ich viel­leicht noch acht Zei­len Code sehen kön­nen, der Rest war von ande­ren Ele­men­ten der Anwen­dung belegt. Text­ver­ar­bei­tung geht bei kur­zen Doku­men­ten noch gut, ein test­hal­ber gela­de­nes Doku­ment mit etwas über 30 Sei­ten Umfang lies sich natür­lich bear­bei­ten, die Über­sicht ging hier­bei aber voll­stän­dig flö­ten, da man nur am Scrol­len war. Als gro­ßes Smart­phone eig­net sich ein Net­book aus mei­ner Sicht durch­aus, als Ersatz für ein Note­book hin­ge­gen scheint mir diese Gerä­te­klasse voll­stän­dig ungeeignet.

Ubuntu 10.04 ist da [UPDATE]

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Und ich spiele natür­lich mal wie­der Mir­ror. Alle Ver­sio­nen, die offi­zi­ell ange­bo­ten wer­den, habe ich auch auf mei­nem Ser­ver lie­gen. Und hier die Links, viel Spaß beim Saugen:

[UPDATE]

Die fol­gen­den Links sind aktua­li­siert und zei­gen nun auf ISOs der Ver­sion 10.04.1 LTS, also auf die Ver­sion inklu­sive des „Ser­vice Packs“.

 

Da die Datei­na­men selbst­spre­chend sind, ver­zichte ich auf wei­tere Erläu­te­run­gen. Falls diese doch gewünscht sein soll­ten, hin­ter­lasst ein­fach einen Kommentar.

Ach ja, die Images von Ubuntu 9.10 habe ich kon­se­quen­ter­weise mit Erschei­nen die­ses Posts von mei­nem Ser­ver gelöscht.

Rails-Applikationen mit nginx und Thin

Wer Rails-Applikationen deployen möchte, wird ver­mut­lich als ers­tes auf die Kom­bi­na­tion Apa­che + Phusion Pas­sen­ger stos­sen. So ging es auch mir. Prak­tisch inso­fern, da auf fast jedem Web­ser­ver ohne­hin ein Apa­che läuft und der Pas­sen­ger in Win­des­eile instal­liert ist. Beim Pas­sen­ger han­delt es sich um ein Apache-Modul (mod_rails), die Kon­fi­gu­ra­tion in einem vHost ist ein Drei­zei­ler. Also eigent­lich alles toll… wenn da nicht die Geschwin­dig­keit wäre. Wenn der Pas­sen­ger erst mal läuft, ist die Geschwin­dig­keit durch­aus als gut zu bewer­ten, aber wehe, wenn die frag­li­che Rails-Applikation eine Weile nicht mehr benutzt wurde. Dann wer­den die Passenger-Instanzen mei­ner Beob­ach­tung nach näm­lich voll­stän­dig abge­schos­sen und müs­sen neu gestar­tet wer­den, wenn doch wie­der auf die Appli­ka­tion zuge­grif­fen wird. Auf mei­nem Ser­ver (AMD Athlon64 X2 5.600+, 4 GB RAM, 2 x 400 GB HDD im RAID-1; drei vir­tu­elle Maschi­nen) dau­ert das mit­un­ter ca. 20 — 30 Sekun­den und macht in die­ser Zeit die kom­plette VM unbe­nutz­bar, andere Web­sei­ten wer­den also nicht mehr aus­ge­lie­fert, der SSH-Daemon rea­giert nicht.

Seit ich ange­fan­gen habe, mich mit Rails zu beschäf­ti­gen, lese ich einige Blogs von Fir­men, die sich “haupt­be­ruf­lich” mit Rails auf die eine oder andere Art und Weise beschäf­ti­gen. Dazu gehö­ren unter ande­rem ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men wie Engine Yard [1], Rackspace[2] und GitHub[3]. In Deutsch­land ist Rails lei­der noch immer nicht so recht ange­kom­men, die Anzahl wirk­lich inter­es­san­ter, inno­va­ti­ver Unter­neh­men in die­sem Bereich hält sich also stark in Gren­zen. Die soeben genann­ten Unter­neh­men betrei­ben ent­we­der für sich selbst oder im Kun­den­auf­trag große Rails-Installationen und kön­nen sich sol­che Pro­bleme, wie die im vor­he­ri­gen Absatz geschil­der­ten, abso­lut nicht erlau­ben. Ins­be­son­dere Engine Yard und Git­Hub betrei­ben viel Social Net­wor­king und haben sehr aktive gepflegte Blogs. Und in die­sen bin ich auf so einige inter­es­sante Infor­ma­tio­nen gestos­sen, unter ande­rem auch mein Pro­blem betreffend.

Wenn man eine Appli­ka­tion in Rails ent­wi­ckelt, ver­wen­det man wäh­rend der Ent­wick­lungs­phase der Ein­fach­heit hal­ber einen sehr rudi­men­tä­ren klei­nen Web­ser­ver namens WEBrick. Er tut das, was er tun soll, star­tet schnell, eig­net sich für den Pro­dukt­be­trieb auf­grund feh­len­der Sicher­heits­fea­tures und ziem­lich mauer Per­for­mance nur bedingt. Alter­na­tiv kann man Mon­grel nut­zen. Auch die­ser ist fest mit Rails ver­bun­den, bie­tet aber deut­lich mehr Per­for­mance als WEBrick. Mon­grel exis­tiert auch in einer spe­zi­el­len Cluster-Version. Mit Clus­te­ring ist hier­mit gar nicht mal das ver­teilte Rech­nen auf ver­schie­de­nen Sys­te­men gemeint, son­dern nur die Tat­sa­che, dass meh­rere Instan­zen gestar­tet wer­den kön­nen. Dies ist ein im Rails-Bereich mei­nen Infor­ma­tio­nen nach ein übli­ches Setup. Es ist ein­fach auf­zu­set­zen und Mon­grel genügt für die meis­ten Zwe­cke. Aber Mon­grel ist nun mal kein Apa­che und steht die­sem in sei­nen Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten mas­siv nach. Einen rei­nen Mongrel-Cluster zu betrei­ben scheint also auch kein pro­ba­tes Mit­tel zu sein.

Nach dem Stu­dium eini­ger Blog-Artikel ent­schied ich mich dann für den Tool­stack, um den es hier gehen soll: nginx und Thin. nginx[4] als voll-funktionalen Web­ser­ver mit wenig Res­sour­cen­hun­ger und Thin[5] als App­li­ca­tion Ser­ver. Thin beschreibt sich selbst als die opti­male Kom­bi­na­tion aus dem Mon­grel par­ser, Event Machine (einer Netzwerk-I/O-Bibliothek) und Rack (Minimal-Interface zwi­schen Web­ser­ver und Ruby-Applikation). Die­ser Tool­stack begeis­tert mich noch immer, ob er das auch unter wirk­li­cher Last tun würde, kann ich (noch) nicht sagen, ich werde dann berichten.

Nun zur Installation.

Der erste Schritt sollte die Instal­la­tion des ent­spre­chen­den Gems (und eines zuge­hö­ri­gen) sein. Mittels

sudo gem install thin; sudo gem install eventmachine --source http://code.macournoyer.com

instal­lie­ren wir Thin. Um zu tes­ten, ob alles in Ord­nung ist, neh­men wir einen Ver­zeich­nis­wech­sel in zu unse­rer Rails-Applikation vor und tippen

thin start

ein. Es soll­ten ein paar Sta­tus­mel­dun­gen aus­ge­ge­ben wer­den, danach könnt ihr über http://domain.tld:3000 eure Rails-Applikation auf­ru­fen. Sollte Thin nicht star­ten, was bei mir der Fall war, müsst ihr Thin noch zu eurer PATH-Variable hin­zu­fü­gen. Thin liegt auf mei­nem Ser­ver (Ubuntu 9.04 Ser­ver) im Verzeichnis

/var/lib/gems/1.8/bin

Stellt sicher, dass die­ser Ein­trag als aller­ers­ter in der PATH-Variable steht. Ich habe zu die­sem Zweck mei­ner ~/.bashrc ein­fach am Ende fol­gende Zeile hinzugefügt:

export PATH=/var/lib/gems/1.8/bin:$PATH

Da das aber nicht das ist, was wir wol­len, instal­lie­ren wir nun nginx. Ich habe mich dafür ent­schie­den, die aktu­elle Sta­ble aus dem Source Code zu kom­pi­lie­ren. Ein Blick auf http://nginx.org/en/download.html zeigt uns alle ver­füg­ba­ren Ver­sio­nen. Ich arbeite aktu­ell mit Ver­sion 0.7.65. Nach dem Down­load mittels

wget http://nginx.org/download/nginx-0.7.65.tar.gz

ent­pa­cken wir das Archiv mit

tar xvfz nginx-0.7.65.tar.gz

in das aktu­elle Ver­zeich­nis. In die­ses Ver­zeich­nis wird nun gewech­selt. Ich habe mei­nen nginx mit den fol­gen­den Optio­nen kompiliert:

https://gist.github.com/297685

Den abschlie­ßen­den Build und die Instal­la­tion erle­di­gen wir so:

make && make install

Damit wir den nginx nun auch auto­ma­tisch star­ten las­sen kön­nen, brau­chen wir ein init script, den fol­gen­den Code legen wir in /etc/init.d/nginx ab:

https://gist.github.com/305079

Nun geben wir noch

sudo thin install && sudo /usr/sbin/update-rc.d -f thin defaults && sudo /usr/sbin/update-rc.d -f nginx defaults

ein, um Thin und nginx auto­ma­tisch star­ten zu lassen.

Wei­ter geht es mit der Konfiguration.

Kon­fi­gu­rie­ren wir als ers­tes Thin für den Live-Betrieb:

sudo thin config -C /etc/thin/railsapp.yml -c /var/www/railsapp --servers 2 --socket /var/run/thin/railsapp.sock -e production

Die­ser Ein­zei­ler legt im Ver­zeich­nis /etc/thin/ eine Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei im YAML-Format mit dem Namen railsapp.yml an. In die­ser Datei wird fest­ge­hal­ten, wie Thin arbei­ten soll. In die­sem kon­kre­ten Falle wird, was sehr emp­feh­lens­wert ist, eine Socket– anstelle einer TCP/IP-Verbindung ver­wen­det. Es wer­den zwei Ser­ve­r­in­stan­zen gestar­tet, die par­al­lel lau­fen. ACHTUNG! Wer hier die Zahl zu hoch wählt, macht es sei­nem Ser­ver ganz schnell ganz schön schwer. Also vor­sich­tig erhö­hen und nur, wenn es unbe­dingt nötig ist. Bemerkt man einen Fla­schen­hals, kann man hier natür­lich rum­schrau­ben. Das Haupt­ver­zeich­nis der Rails-Anwendung ist in die­sem Falle /var/www/railsapp und die Sockets wer­den in /var/run/thin/ ange­legt. Der letzte Schal­ter legt noch die Rails-Environment fest, hier wird also das Pro­duc­tion Environ­ment genutzt.

Die Kon­fi­gu­ra­tion von nginx ist recht sim­pel. Meine /etc/nginx/nginx.conf sieht wie folgt aus:

https://gist.github.com/297677

Als Sys­tem­benut­zer setzt die­ses Setup einen Benut­zer mit dem Namen www-data vor­aus. Außer­dem wer­den zwei Worker-Prozesse gestar­tet. Wer in sei­ner Rails-Anwendung eine Benut­zer­ver­wal­tung ein­setzt, sollte natür­lich auf https anstelle von http set­zen. Wie man einen https-Container mit nginx ein­rich­tet werde ich geson­dert an die­ser Stelle beschreiben.

Im Ver­zeich­nis /etc/nginx/sites-available legen wir nun einen vHost-Container für unsere Rails-Anwendung an. Die­ser sollte einen spre­chen­den Namen als Datei­na­men erhal­ten, also bspw. railsapp.domain.tld. Bei mir sieht der Inhalt wie folgt aus:

https://gist.github.com/297681

Mittels

ln -s /etc/nginx/sites-available/railsapp.domain.tld /etc/nginx/sites-enabled/railsapp.domain.tld

legen wir einen Sym­link in das Ver­zeich­nis sites-enabled an. In die­sem befin­den sich alle vHost-Container, die nginx bedie­nen soll.

Nun star­ten wir noch nginx und Thin neu

sudo /etc/init.d/nginx restart; sudo /etc/init.d/thin restart

Gebt Thin ein paar Sekun­den, um wirk­lich ant­wor­ten zu kön­nen. Danach sollte eure Rails-Anwendung über Port 80 aus­ge­lie­fert werden.

Sollte ich beim Erstel­len die­ser Anlei­tung einen Feh­ler gemacht haben, lasst es mich bitte wis­sen, möchte ja keine fal­schen Infor­ma­tio­nen im Netz publizieren.

[1] http://www.engineyard.com/
[2] http://www.rackspace.com/
[3] https://github.com/
[4] http://wiki.nginx.org/Main
[5] http://code.macournoyer.com/thin/

Git: Installation eines eigenen Servers auf Basis von Ubuntu 9.10 (samt Trac)

Lei­der haben sowohl Pos­te­rous als auch Blog­ger mich dazu gezwun­gen, das Doku­ment nur im PDF-Format anbie­ten zu kön­nen, da sich beide Sys­tem ent­we­der an der Länge und/oder den Son­der­zei­chen im Text ver­schluckt haben.

Fra­gen und Kom­men­tare bitte trotz­dem in die Kommentare.

Running trac-git on Ubuntu 9.04 Server

It took me around two hours to figure out, why Trac was always thro­wing the fol­lo­wing error, when laun­ched using tracd:

Warning: Can't synchronize with the repository (Unsupported version control system "git": Can't find an appropriate component, maybe the corresponding plugin was not enabled? ). Look in the Trac log for more information.

The Ubuntu package trac-git was per­fectly instal­led and see­med to work fine. The real rea­son was that the Ubuntu package trac-git depends on python2.6, which obviously doesn’t work with trac-git.

So I did an

aptitude install python2.5 && rm /usr/bin/python && ln -s /usr/bin/python2.5 /usr/bin/python

which did the trick. After that, tracd was able to use the trac plu­gin for Git.

If it still doesn’t work make sure that you have at least the fol­lo­wing lines in your project’s trac.ini:

[components] # for plugin version 0.10 gitplugin.* = enabled  # for plugin version 0.11.0.1+ tracext.git.* = enabled  [git] cached_repository = true git_bin = /usr/bin/git persistent_cache = true shortrev_len = 7  [trac] repository_dir = /path/to/git/repository.git repository_type = git

If ever­y­thing above is set a

tracd --port 8000 /var/trac/yourpath

should start tracd and make it avail­able via port 8000 on your machine.