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Dies ist mein Blog || This is my blog

  • Versuch macht kluch, oder: Geht’s auch ohne Apple?

    • 26 Dec 2010
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    • MacBook Air ThinkPad Edge apple lenovo mac os ubuntu windows 7
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    Ich habe vor einiger Zeit eine Art Selbstversuch gestartet: mein iMac und mein MacBook waren jeweils drei Jahre alt, das Bedürfnis nach neuer Hardware war geweckt. Also wanderten beide Geräte zur eBucht und fanden dort auch für recht ordentliches Geld einen neuen Besitzer.

    Einen Nachfolger für den iMac hatte ich zu dem Zeitpunkt schon: ein iMac 27". Ein tolles Gerät, jeder Cent war wohlinvestiert.

    Beim MacBook wollte ich mir aber nicht so recht entscheiden. Ich habe das MacBook nicht sonderlich intensiv genutzt, streckenweise lag es wochenlang ungenutzt in seiner Hülle auf meinem Schreibtisch rum. Perlen vor die Säue also, immerhin kostete das Gerät etwas über 800 €. Zum Rumliegenlassen eigentlich zu viel Geld. Das MacBook Air 11" lacht mich seit seiner Veröffentlichung an, weil es eigentlich genau auf mein Nutzungsprofil zugeschnitten ist. Wäre da nicht der recht happige Preis von fast 1.000 €. Auch hier wieder, zum Rumliegenlassen viel zu viel Geld. Der Formfaktor reizt mich aber massiv, die Bildschirmauflösung genau so.

    Ich schaute mich also ein wenig bei der Konkurrenz um und wurde auf das Lenovo ThinkPad Edge aufmerksam, das es auch als Version mit 11"-Display gibt. Und das schon für recht schlanke 330 € ohne Betriebssystem. In der jetzt bei mir stehenden Version mit Dual-Core-AMD-CPU und 4 GB RAM hat mich das gute Stück gerade mal 380 Flocken gekostet, rund 500 € weniger, als ich im Apple-on-Campus-Store für das MacBook Air hätte zahlen müssen. Natürlich, es fehlt die SSD, die Lautlosigkeit, Mac OS X und vermutlich auch ein wenig Rechenpower, bis auf die Lautlosigkeit und Mac OS X aber durchaus Dinge, die mich nicht sonderlich stören, so selten, wie ich das Gerät einsetze. Witzige Anekdote am Rande: die Dual-Core-Version ist deutlich leiser als die Version mit der Single-Core-CPU. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich die kleine Variante zu kaufen, sollte zum Dual-Core-AMD greifen. Das Fehlen von Mac OS X zu Verschmerzen wiegt schon deutlich schwerer, aber Mark Shuttleworth sei Dank gibt es eigentlich ein System, das ähnlich toll funktioniert und auch fast so toll aussieht wie das OS aus Cupertino: Ubuntu.

    Aber eben auch nur fast. Auf der verbauten 320 GB großen Festplatte befinden sich nun Windows 7 Professional und Ubuntu 10.10. Aufgrund der recht hohen DPI-Zahl und der damit verbundenen Auflösung von 1.366x768 Pixel lässt sich mit beiden Systemen sogar arbeiten, im Gegensatz zu Netbooks, die aufgrund ihrer 1024x600 vollständig ausfallen. Beide Systeme laufen halbwegs annehmbar flott auf der Maschine, wobei Windows 7 deutlich träger zugange ist als dies bei Ubuntu der Fall ist. Aber arbeiten lässt sich damit trotzdem halbwegs. Die Akkulaufzeit nimmt sich unter beiden Systemen nichts, je nach Anwendungsart hält der Akku zwischen drei und vier Stunden. Für den Preis des Notebooks ein durchaus akzeptabler Wert.

    Nun aber zu den Punkten, die mich das Gerät schon fast wieder zurückschicken und ein MacBook Air bestellen lassen:

    1. Windows. Es ist und bleibt unbenutzbar. Die zugekaufte Bluetooth-Maus funktioniert nicht zuverlässig. Nach dem Anmelden bekomme ich eine Fehlermeldung, die mit einer fehlenden DLL zu tun hat, die zum Bluetooth-Stack zu gehören scheint. Ich muss also nach jeder Anmeldung die Maus erneut verbinden. Fehlerbehebung scheiterte bisher. Der Fehler tritt aber auch erst ein, seit Windows ein Update für den ThinkPad-Bluetooth-Stack eingespielt hat. Wohlgemerkt über das automatische Update, ich hab das Treiberupdate nicht selbst von Lenovo geholt, lief ja alles vorher. Es scheint nach wie vor zu viel verlangt zu sein, dass Standardhardware einfach funktioniert. Von Nicht-Vorhandensein meiner ganzen geliebten und erforderlichen CLI-Tools mal abgesehen, bleibt Windows für mich ein rotes Tuch.

    2. Ubuntu. Eigentlich toll. Wirklich. Mit ein wenig Handarbeit kann ich den von mir so geliebten Workflow, den ich unter OS X hab fast nachbauen. Exposé, Quicklook, Terminal (samt scp, curl, wget, tail, grep, cat und ssh), alle meine Freunde sind da, die ich tagtäglich für die Arbeit nutze. Von dem ganzen Schatz an freier Software mal abgesehen, die teilweise wirklich phänomenal ist. Und alles bleibt so schön einfach Up-To-Date, der integrierten Paketverwaltung sei Dank. Aber leider hat diese heile Welt in meinem Falle auch Schattenseiten: Suspend to RAM und Multitouch funktionieren nicht. Das Gerät geht zwar schlafen, wacht dann aber nicht wieder auf. Und Multitouch funktioniert einfach gar nicht. Für mich, als diesbzgl. wirklich verwöhnten Mac-User ein absolutes No-Go.

    Und nun stehe ich da. Ich habe 500 € gespart, muss mich aber mit zwei Betriebssystemen rumärgern, die zwar beide nicht wirklich schlecht sind, das eine aber für meine normalen Einsatzzwecke nicht zu gebrauchen ist und das zweite die Komfortfeatures, an die ich mich so gewöhnt hab, namentlich Multitouch und Suspend-to-RAM, auf meiner Hardware nicht bietet. Windows so umzubauen, dass es meinen Ansprüchen genügt würde den Rahmen eindeutig sprengen, bei Ubuntu bleibt mir noch zu hoffen, dass die Entwickler entsprechende Patches zeitnah veröffentlichen werden. Aber ob all der Ärger 500 € wert ist, frage ich mittlerweile wirklich…

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  • Jetzt weiß ich wieder, wieso ich keine PCs mehr kaufe

    • 3 Oct 2010
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    • apple gemecker lenovo notebook toshiba
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    Ich habe in der letzten Woche zwei Notebooks im Familienkreis bespaßen dürfen. Das eine Gerät ist ein Toshiba Qosmio X500-121 Gamer, ein Monster von einem Notebook mit 18,9"-Display und zwei Festplatten für rund 1.600 €. Das zweite Gerät ist ein Lenovo G560 für schlappe 500 €. Ein Büro-Notebook mit 15"-Display, 4 GB RAM und einem Core i5, also auch verhältnismäßig viel Power.

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    Im direkten Vergleich mit meinem bevorzugten Hersteller Apple bekommt man hier sowohl von Lenovo als auch Toshiba ziemlich viel Power, Displaydiagonale und Plattenplatz geboten, gar keine Frage. Im direkten Bare-Metal-Vergleich würde Apple mit der Produktpalette ganz klar verlieren. Aber jetzt kommen wir dazu, wie ich auf die Überschrift dieses Artikels gekommen bin.

    Das Toshiba war aufgrund der miserablen Vorinstallation von Toshiba quasi nicht nutzbar. Windows 7 brauchte etwas über zwei Minuten zum Hochfahren. Zwei Minuten. In diesem Monstrum von einem Notebook stecken 8 GB DDR3-Speicher und ein Core i7 720QM von Intel. Das Ding hat vier Kerne und Hyperthreading, macht also theoretisch acht Prozesse parallel. Das Öffnen der Systemsteuerung dauerte etwas über 30 Sekunden, bis das System nach der Anmeldung endlich aufgehört hat, auf der Festplatte rumzurödeln vergingen nach der Anmeldung rund fünf Minuten. Muss ich noch mehr erzählen? Das Betriebssystem musste also dringend neu installiert werden. Und wie das nun mal so ist, liefert Toshiba bei einem Gerät für 1.600 € keine physikalischen Datenträger mit, nein, man muss sich seine Recovery-Datenträger selbst erstellen. Und das sind dann natürlich keine regulären Installations-Datenträger, mit denen man ein nacktes Windows installieren kann. Nein, das sind reine Recovery-Geschichten, ich hätte damit also nur die verhunzte Vorinstallation wiederholen können. Also musste ich mir noch eine DVD mit Windows 7 Home Premium 64 Bit organisieren. Nach der recht aufwändigen (viele Treiber, einzeln unter teilweise merkwürdigen Namen auf der Homepage von Toshiba herunterladbar) Installation schnurrt das Baby wie ein Kätzchen. Bis auf eine Sache, die Bluetooth-Maus will noch nicht. Morgen werd ich versuchen herauszufinden, woran das liegen mag.

    Das Lenovo kam wohlweislich gleich ohne Betriebssystem, es sollte ohnehin ein Ubuntu auf die Maschine. Der neue Besitzer ist Computerneuling, hat vorher noch nie was mit der Materie am Hut gehabt und ist entsprechend unvorbelastet, wird also mit Ubuntu hervorragend zurecht kommen. Ubuntu läuft auch einwandfrei auf der Maschine, wenn man vom ziemlich wackelig erscheinenden Support des Energiemanagements mal absieht, das Suspend to RAM dauert mir etwas zu lange mit ca. 30 Sekunden. Aber gut, es funktioniert prinzipiell. Eigentlich bin ich von dem Gerät wirklich angetan, den schlechten Einblickwinkel des Displays blende ich jetzt mal aus. Aber wieso klappern die Tasten des Touchpads? Das Gerät ist nagelneu und die Tasten scheppern regelrecht. Ich habe den Händler nun kontaktiert und ihn gefragt, ob das so gedacht ist oder nicht. Ich hoffe ja nicht, sonst geht das ansonsten recht schöne Gerät zurück. Denn selbst von einem Gerät in der 500-€-Klasse kann man hoffentlich eine einwandfreie Verarbeitung erwarten.

    Das waren die beiden Fälle, die mich schon wieder deutlich daran erinnert haben, wieso ich sonst bei Apple kaufe. Ich habe einfach keine Lust, ein nagelneues System erst mal von Grund auf neu aufsetzen zu müssen, Recovery-Datenträger zu brennen und mir Fremd-DVDs leihen zu müssen, um überhaupt ein Betriebssystem auf meine Kiste zu bekommen. Mit klappernden Tasten ärgere ich mich noch weniger gern rum. Und dafür zahle ich auch gern ein paar Euro mehr, wenn es denn nötig ist.

    Meinen neuen iMac, den ich letzte Woche käuflich erwarb, konnte ich sofort nutzen, ohne ihn neu installieren zu müssen. Ich habe das Gerät angeschlossen, eingeschaltet, mein Benutzerkonto angelegt und angefangen, meine Daten zu migrieren. Keine Neuinstallation, kein Brennen komischer Datenträger. Deswegen Apple, deswegen nichts anderes mehr.

     

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