GitLab-Logo

Eigenes GitHub für 4,49 € monatlich

OK, es ist natür­lich kein rich­tig Git­Hub, son­dern der Open-Source-Klon Git­Lab, den man kos­ten­frei auf eige­ner Hard­ware betrei­ben kann. Sofern man einen Ent­wick­lungs­ser­ver für ein klei­nes Team von Ent­wick­lern sucht, kann man sich mit wenig Auf­wand eine eigene Maschine dafür her­rich­ten. Die Restrik­tio­nen, die Git­Hub bei den kos­ten­pflich­ti­gen Accounts auf­er­legt, gel­ten hier natür­lich nicht. Ein­zig und allein die ver­füg­bare Hard­ware, bzw. hier die vir­tua­li­sierte Hard­ware, bil­det die Grenze nach oben. Wer aber mit einem klei­nen Team von sagen wir 10 Mann an Pro­jek­ten arbei­tet, dürfte mit der von mir vor­ge­schla­ge­nen Lösung gut zurecht kommen.

Wenn als das ange­spro­chene Team mit fünf pri­va­ten Repo­sito­rys aus­kommt, zahlt nur 7 US-$ monat­lich, also etwas über 5 € beim der­zei­ti­gen Wech­sel­kurs, für 10 Repo­sito­rys blät­ter man dann etwa 8,50 € hin, und so wei­ter. Arbei­tet man mit unter­schied­li­chen Teams an unter­schied­li­chen Pro­jek­ten, auf die unter­schied­li­che Zugriffs­rechte ver­ge­ben wer­den sol­len, wird es aber schnell teuer. Dafür bie­tet Git­Hub die Orga­niza­tion Plans an. Die star­ten bei 25 $ im Monat, also etwa 18 €. Brau­chen diese Teams mehr als 10 Repo­sito­rys, lan­det man schon bei 50 $. Außer­dem lie­gen die Daten in den USA, was viel­leicht auch nicht immer erwünscht ist.  Ich möchte Git­Hub jetzt aber auch nicht schlecht machen, die Platt­form selbst ist genial. Aber eben nicht für jeden geeignet.

Zurück zu mei­nem Pro­jekt: ich habe ein Pro­dukt der Firma net­cup GmbH ver­wen­det, um mei­nen eige­nen Ser­ver auf­zu­set­zen. Die bie­ten eine kleine Instanz für gerade mal 4,49 € monat­lich an. Dabei han­delt es sich um einen auf KVM basie­ren­den vSer­ver, der zwar nur einen Atom-Kern und 1 GB RAM hat, dafür aber immer­hin 60 GB Fest­plat­ten­platz anbie­tet. Für eine nicht sehr inten­siv genutzte Instanz von Git­Lab aus­rei­chend. Git­Lab selbst emp­fiehlt min­des­tens 768 MB RAM, wir lie­gen mit die­ser Maschine also ober­halb der emp­foh­le­nen Mindestmenge.

Bei mir hat es nur wenige Stun­den gedau­ert, bis ich Zugriff auf mei­nen vir­tu­el­len Ser­ver hatte. Ach­tung: die Instanz wird jähr­lich im Vor­aus berech­net, es fal­len also rund 60 € auf einen Schlag an. Man kann trotz­dem monat­lich kün­di­gen und bekommt dann sein über­be­zahl­tes Geld zurück. Wer nach spä­tes­tens einem Monat sagt, dass er unzu­frie­den ist, bekommt sein Geld voll­stän­dig erstat­tet. Eine faire Sache, wie ich finde.

Mit den erhal­te­nen Zugangs­da­ten mel­det man sich nun im VCP-Webinterface an und instal­liert seine nagel­neue VM am Bes­ten gleich frisch neu. Die vor­in­stal­lierte Ver­sion beinhal­tet vie­les, das wir gar nicht benö­ti­gen, also weg damit. Ich emp­fehle, ein Debian 7.0 Wheezy zu instal­lie­ren. Das Sys­tem ist sta­bil und rela­tiv schlank. Danach geht es an die Installation.

Die Anlei­tung, die das GitLab-Projekt geschrie­ben hat, ist sehr ein­fach und ver­ständ­lich, wenn man schon das eine oder andere Mal mit der Kon­sole zu tun gehabt hat. Die Anlei­tung befin­det sich hier:

https://gitlab.com/gitlab-org/gitlab-ce/blob/master/doc/install/installation.md

Nach der Instal­la­tion kann man sich bereits mit dem ange­leg­ten Standard-Admin anmel­den, des­sen Daten man natür­lich umge­hend ändern sollte. Stan­dard­be­nut­zer­na­men und natür­lich erst recht –kenn­wör­ter sollte nie­mals unver­än­dert bleiben.

Dann ist die GitLab-Instanz bereits ein­satz­be­reit. Die Bedie­nung der Web-GUI ist intui­tiv, jeder Schritt wird recht gut erklärt. Updates erle­digt man am Bes­ten unter Zuhil­fe­nahme des Upgrade-Scripts. Sofern man die Stan­dard­in­stal­la­tion durch­führt und keine Varia­blen anpasst, dürfte das stress­frei durchlaufen.

Für Fra­gen dürft ihr natür­lich gerne die Kom­men­tar­funk­tion verwenden.

Ihr wollt nichts verkaufen, oder?

Diese Frage stelle ich mir mitt­ler­weile bei vie­len Auto­her­stel­lern und –händ­lern. Nach­dem die Frage, wel­ches Fahr­zeug ich mir als nächs­tes kau­fen werde ziem­lich defi­ni­tiv beant­wor­tet ist, geht die Suche jetzt für meine Freun­din weiter.

Es soll ein Klein­wa­gen wer­den und er soll Auto­ma­tik haben. Der Rest ist erst Mal rela­tiv egal. Also habe ich eine Reihe von Pro­spek­ten ange­for­dert und sie aus­wäh­len las­sen. Die End­aus­wahl bestand aus die­sen Modellen:

  • Kia Rio
  • Renault Clio
  • Seat Ibiza
  • Ford Fiesta

Der Rück­ruf bei allen Her­stel­lern bzgl. der Pro­be­fahrt erfolgte bin­nen weni­ger Tage. Soweit also alles prima. Als ich dann aber die Son­der­an­for­de­rung bzgl. des Getrie­bes nannte, stie­gen Kia, Seat und Ford gleich wie­der aus. Man könne mir da nicht wei­ter­hel­fen. Seat erklärte sich aber immer­hin bereit, sei­nen Händ­ler zu fra­gen, ob er ein ent­spre­chend aus­ge­stat­te­tes Modell zum Pro­be­fah­ren ein­satz­be­reit habe. Hatte er sogar. Nun sollte ein Rück­ruf vom Auto­haus erfol­gen. Der kam aber nicht. Seit drei Wochen nicht. In die­ser Zeit rief Seat Deutsch­land mich zwei Mal an und erkun­digte sich danach, wie meine Pro­be­fahrt denn gelau­fen sei. Auch der Mit­ar­bei­ter war über­rascht, dass ich noch immer kei­nen Anruf erhal­ten habe. Man sei nicht wei­sungs­be­fugt, hieß es. Beim zwei­ten Anruf sagte ich dem freund­li­chen Mit­ar­bei­ter dann aber auch, dass ich jetzt selbst anru­fen wol­len. Gesagt, getan und … es steht sogar ein Auto mit DSG-Getriebe zur Pro­be­fahrt bereit. Prima. Ein Mit­ar­bei­ter wolle sich am kom­men­den Vor­mit­tag mit mir in Ver­bin­dung set­zen. Das war am Mitt­woch. Der Frei­tag ist nun rum und noch immer kein Anruf.

An Renault bin ich, nach mei­nen posi­ti­ven Erfah­run­gen, direkt her­an­ge­tre­ten. Die Pro­be­fahrt hat zwar noch nicht statt­ge­fun­den, das ist aber meine Schuld, weil ich sie noch nicht orga­ni­siert habe.

Ford sagte mir das Glei­che wie Seat: „keine Ahnung, ob Ihr Händ­ler so was hat“. Also werde ich auch dort selbst anru­fen müs­sen. Nach mei­nen erfolg­lo­sen Anfra­gen bzgl. des Focus ST aber habe ich dar­auf wenig bis gar keine Lust. Egal, ich werde es wohl trotz­dem machen. Ich bin gespannt, ob es die­ses Mal bes­ser läuft.

Nach­dem ich Dürkop in Braun­schweig sagte, wie ent­täuscht ich von Opel bin, dass die nicht dafür sor­gen, dass aus­rei­chend Exem­plare des Astra GTC OPC zur Ver­fü­gung ste­hen, habe ich nie wie­der etwas von denen gehört. Auch nicht, nach­dem ich mei­nem Ansprech­part­ner schon zwei E-Mails geschickt habe mit der Frage nach einem DSG-getriebenen Kia Rio. Ob ich bei einem sol­chen Ver­hal­ten mei­ner Freun­din emp­feh­len sollte, dort ein Fahr­zeug zu kaufen?

Fazit: Ich erwarte nicht, dass die Auto­her­stel­ler immer voll­stän­dig über den Bestand an Probefahrt-Fahrzeugen bei all ihren Händ­lern Bescheid wis­sen. Was ich aber erwar­ten würde wäre, wenn eine Anfrage über den Stan­dard hin­aus­geht, dass die Hot­lines der Her­stel­ler sich wenigs­tens mit den Händ­lern in Ver­bin­dung set­zen und dort für den Kun­den nach­fra­gen und dann mit die­ser Infor­ma­tion wie­derum zum Anfra­gen­den zurück­keh­ren. Das scheint aber zu viel ver­langt zu sein. Sobald eine Anfrage nicht irgend­eine Aus­stat­tung eines Modells angeht, stei­gen die meis­ten Hot­lines, bis auf die von Renault, aus. Der Ser­vice endet da. Schade, sehr schade …

Motorsport Arena Oschersleben

Ich war da. Und es war toll. Von eini­gen Pla­nungs­män­geln mal abge­se­hen war ich mit dem Geleis­te­ten sehr zufrie­den. Etwas mehr Erklä­rungs­ar­beit hätte ich mir aller­dings gewünscht. Um 9 Uhr mor­gens ist die so genannte Fah­rer­vor­be­spre­chung, zu der jeder Teil­neh­mer muss. Wäh­rend die­ser Bespre­chung wird kurz erklärt, an wel­che Regeln man sich zu hal­ten hat, was das rote Licht bedeu­tet, etc. Danach wird man auch schon wie­der allein gelas­sen und kann sich vor­be­rei­ten. Wo man den Leih­helm her­be­kommt, wo man sich ein­rei­hen muss, um auf die Renn­stre­cke zu kom­men, wo es die Auf­kle­ber für das Fahr­zeug gibt, etc. war lei­der kein Thema. So musste ich mir mit­hilfe ande­rer Teil­neh­mer all diese Infor­ma­tio­nen selbst zusam­men­su­chen. Die­ser Punkt ist defi­ni­tiv ver­bes­se­rungs­wür­dig. Ansons­ten hat alles geklappt und ich werde nächs­tes Jahr sicher­lich wie­der hin. Dann viel­leicht auch schon mit dem Mégane R.S..

Die Probefahrt-Odyssee

Nächs­tes Jahr möchte ich mir even­tu­ell ein neues Auto kau­fen. Dann wird mein jet­zi­ges Fahr­zeug fünf Jahre alt. Kein Alter für ein Auto, aber trotz­dem würde ich ganz gerne so lang­sam ein neues Auto haben.

Der­zeit fahre ich einen Opel Astra GTC Sport I, also die Gene­ra­tion, die seit 2005 gebaut wird. Die Maschine leis­tet mit 1,8 Liter Hub­raum rund 140 PS. Ganz nett, aber auch kein Renn­wa­gen. Der nächste soll min­des­tens 200 PS haben. Attrak­tiv finde ich ja die Sport­mo­delle der Nicht-Premium-Hersteller. Also habe ich Pro­be­fahr­ten für ins­ge­samt vier Fahr­zeuge bean­tra­gen wollen:

  • Opel Astra GTC OPC
  • Ford Focus ST
  • Renault Mégane Coupé R.S.
  • VW Golf bzw. Sci­rocco R

Opel und Ford teil­ten mir mit, dass sie mir bei dem jewei­li­gen Modell nicht hel­fen kön­nen, da sie kei­nen Über­blick dar­über haben, wel­ches Modell wo steht. Ich solle doch selbst im Inter­net schauen, ob ich einen Händ­ler finde, der so ein Fahr­zeug als Neu­wa­gen rum­ste­hen hat. Prima Service.

Volks­wa­gen hielt es nicht mal für nötig mich zurück­zu­ru­fen. Hierzu sollte man sich ins Gedächt­nis rufen, dass VW für die R-Modelle rund 37.000 € abruft. Ist viel­leicht zu bil­lig, sonst fällt mir kein Grund ein, wieso VW einen hier mit Igno­ranz straft. Ich muss zuge­ben, dass ich VW noch nie mochte. Weder deren Autos noch die Firma selbst. Die­ses über­heb­li­che Ver­hal­ten passt lei­der ganz her­vor­ra­gend in mein Bild die­ses Unternehmens.

Renault machte alles rich­tig: gleich am Fol­ge­tag nach mei­ner Anfrage erhielt ich einen Anruf von Renault Deutsch­land. Der Herr am ande­ren Ende der Lei­tung fragte mich ein paar Sachen und ver­ein­barte mit mir dann sofort einen Ter­min für eine Pro­be­fahrt mit mei­nem Wunsch­fahr­zeug. Eine Stunde nach unse­rem Tele­fo­nat hatte ich dann schon eine schrift­li­che Bestä­ti­gung in mei­nem Post­fach mit allen Details zu mei­nem Ter­min. Ges­tern war es dann so weit und ich konnte das Fahr­zeug fah­ren. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen: die Pro­be­fahrt war beglei­tet. Laut Renault liegt das daran, dass in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der Fahr­zeuge von Pro­be­fahr­ten mit zer­kratz­ten Fel­gen und glü­hen­den Brems­schei­ben zurück kamen. Aber der Ver­käu­fer war ein ange­neh­mer Bei­fah­rer, ich konnte dem Auto auch mal die Spo­ren geben, ohne dass er gleich geschimpft hat.

Alle meine bis­he­ri­gen Fahr­zeuge, immer­hin schon vier Stück, waren von Opel. Nach den posi­ti­ven Erfah­run­gen könnte es viel­leicht beim nächs­ten Mal ein Renault wer­den. Zumal hier auch der Preis stimmt, die Kon­kur­renz ist um eini­ges teu­rer … Also, Hut ab für Renault und deren tadel­lo­sen Ser­vice. Davon kann sich die Kon­kur­renz ein gro­ßes Scheib­chen abschneiden.

Ach ja, hier ist noch ein Foto mei­nes pro­be­ge­fah­re­nen Autos. Lei­der nur ein iPhone-Foto gegen die Sonne, aber es sollte erkenn­bar sein ;-).

Und weg war’s

Am Don­ners­tag geschah es, mein Mac­Book Air wurde aus mei­nem Büro an mei­nem Arbeits­platz in der Ost­fa­lia Hoch­schule ent­wen­det. Gegen 16 Uhr am 06.12.12 stahl jemand bis­her uner­kann­tes mein Pri­vat­ge­rät, wel­ches ich auch für die Arbeit an mei­nem Arbeits­platz in der Hoch­schule ver­wende. Ich habe natür­lich sofort eine Anzeige bei der Poli­zei erstat­tet, wo eine Anzeige gegen Unbe­kannt auf­ge­nom­men wurde. Eine Sach­fahn­dung für das Gerät ist eben­falls auf­ge­nom­men worden.

Ich publi­ziere die­sen Vor­fall des­we­gen, weil ich hoffe, dass dem Dieb durch die Ver­öf­fent­li­chung der Seri­en­num­mer der Ver­kauf des Geräts so schwer wie mög­lich gemacht wird.

Seri­en­num­mer gestoh­le­nes Mac­Book Air 11″ Mitte 2012: C02HX1Q5DRV9 Dieb­stahl­da­tum: 06.12.2012

Sollte jemand per Zufall über ein sol­ches Gerät stol­pern, möge er bitte umge­hend die Poli­zei und mich infor­mie­ren. Es han­delt sich, wie erwähnt, um ein Mac­Book Air 11″ Modell Mitte 2012 mit 128 GB SSD und 8 GB RAM. An dem Gerät sind keine Krat­zer oder sons­ti­gen Beschä­di­gun­gen zu sehen.

Die ver­baute SSD ist kom­plett ver­schlüs­selt, mit dem instal­lier­ten Sys­tem kann der Dieb also nichts anfan­gen. Das Netz­teil hat der Dieb zurück­ge­las­sen. Ins­be­son­dere also dann, wenn jemand ein Mac­Book Air 11″ ohne sämt­li­ches Zube­hör ange­bo­ten bekommt, ist Vor­sicht geboten.

Die Poli­zei und ich inter­es­sie­ren uns für jeg­li­che Hin­weise. Wenn also jemand was gese­hen oder gehört hat, melde er sich bitte umge­hend bei mir oder, sofern hand­feste Hin­weise vor­lie­gen, auch direkt bei der Poli­zei. Die Fall­num­mer der bei der Poli­zei ange­leg­ten Akte gebe ich gerne auf Nach­frage raus.

 

Vistaprint — ein Experiment

Immer wie­der flat­tern in Zeit­schrif­ten oder in mei­nem Brief­kas­ten Ange­bote von Vis­ta­print umher. So auch aktu­ell: 250 Visi­ten­kar­ten, 1 Stem­pel und 140 Adress­auf­kle­ber für schlappe 2,50 €. Das wollte ich doch glatt mal ausprobieren.

Also los, URL vom Flyer in den Brow­ser ein­ge­ge­ben und ange­fan­gen mit der Gestal­tung. Schon am Anfang wurde mir klar, dass bei die­sem Ange­bot auf der Rück­seite der Visi­ten­kar­ten zwangs­weise ein Vistaprint-Logo unter­ge­bracht wer­den würde. Aber davon liess ich mich erst mal nicht abschre­cken. Also wei­ter im Text.

Da ich die Vor­la­gen alle­samt unheim­lich gru­se­lig fand, habe ich schnell ein eige­nes Design gestrickt und das Ergeb­nis als PDF-Datei hoch­ge­la­den. Noch war keine Rede von zusätz­li­chen Kos­ten. Mag aber auch sein, dass ich den Hin­weis ein­fach über­se­hen habe. Klein­ge­druck­tes und so.

Mein hand­ge­fer­tig­tes Design im PDF-Format wurde vom Sys­tem akzep­tiert und ich konnte fort­fah­ren. Nach­dem ich die Visi­ten­kar­ten (250 Stück für 2,50 €, wie zuge­sagt) zu mei­nem Waren­korb hin­zu­ge­fügt hatte, ver­nahm ich am obe­ren Bild­schirm­rand die Nach­richt, dass ich den (klei­nen) Stem­pel am Ende des Bestell­pro­zes­ses hin­zu­fü­gen solle. Direkt danach war aber bereits der Haken beim klei­nen Stem­pel für 11,49 € gesetzt. Gut, ich dachte mir nichts dabei, der Preis würde sicher­lich kurz vor Ende der Bestel­lung wie­der abge­zo­gen wer­den. Aber nein, auf der Fol­ge­seite wurde ein wei­te­rer, die­ses Mal aber kos­ten­lo­ser, klei­ner Stem­pel zu mei­nem Waren­korb hin­zu­ge­fügt. Bis ich das kos­ten­pflich­tige Teil wie­der los war, ver­gin­gen einige Klicks.

Nun folgt die Angabe der Bestell­de­tails wie Rech­nungs­an­schrift und Zahl­weise. Pay­Pal aus­ge­wählt und wei­ter. Der ver­sand­kos­ten­seite ent­nahm ich, dass ich 3,56 € Ver­sand­kos­ten zu zah­len habe, wenn ich mich mit dem lang­sa­men Ver­sand begnüge. Möchte man aber ein eige­nes Design hoch­la­den, erhö­hen sich eben­diese Ver­sand­kos­ten gleich auf 6,25 €. Wieso wird der Ver­sand teu­rer, wenn ich ein eige­nes Design ver­wende? Wird das Papier dadurch schwerer?

Egal, nicht ärgern las­sen. Wei­ter machen. Der end­gül­tige Waren­korb mit einer Desi­gnvor­schau mei­ner Adress­auf­kle­ber prä­sen­tierte sich mir. Diese sind natür­lich gra­tis, wie mir hier noch mal bestä­tigt wurde. Die Visi­ten­kar­ten soll­ten aber nun auf ein­mal anstatt 2,50 € 5,49 € kos­ten. Eige­nes Design kos­tet 2,99 € Auf­preis. Gut, ein­ver­stan­den. Die Ver­sand­kos­ten wur­den aber auch gleich noch mal erhöht, da ich ja den Stem­pel im Waren­korb hatte. Ich lag nun bei 5,49 € Pro­dukt­kos­ten und 8,43 € Ver­sand­kos­ten, ins­ge­samt also 13,92 €.

Die Adress­auf­kle­ber hatte ich zu dem Zeit­punkt aber noch nicht bestä­tigt. Möchte man die haben, soll der Ver­sand 12,15 € kos­ten. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich also nun auf 17,64 €.

Aus dem Gesamt­pa­ket zum Preis von 2,50 € wur­den auf diese Art und Weise also 17,64 €. Gut, ich will fair blei­ben, Ver­sand­kos­ten muss­ten bei dem Preis ein­fach anfal­len. Mit den Visi­ten­kar­ten allein hätte sich der zu zah­lende Betrag aber auf 6,06 € belau­fen. Da ich aller­dings kei­nes der furcht­bar häss­li­chen Stan­dard­de­signs neh­men wollte und meine wei­te­ren „Gra­tis­pro­dukte“ eben­falls haben wollte, wur­den aus die­sen 6,06 € schlanke 17,64 €. Zie­hen wir den Auf­preis für das eigene Design wie­der ab, wären es aber den­noch 11,96 € gewe­sen. 2,50 € für das Ange­bot und 9,46 € Ver­sand­kos­ten. Wie das im Ver­hält­nis zuein­an­der ste­hen soll, weiß ich auch nicht.

Wäh­rend des Erstel­lungs­pro­zes­ses konnte ich auch alle mög­li­chen frag­wür­di­gen Auf­prei­s­op­tio­nen buchen. So zum Bei­spiel eine Weg­be­schrei­bung auf mei­ner Karte für 2,23 €. Oder eine elek­tro­ni­sche Ver­sion mei­ner Visi­ten­kar­ten für E-Mail-Signaturen, für 3,74 €. Oder eine PDF-Drucksimulation für 1,99 €. Da hatte ich wirk­lich nur noch Fra­ge­zei­chen im Gesicht.

Ich kann zur Dienst­leis­tungs­qua­li­tät von Vis­ta­print nichts sagen, da ich noch nie etwas von denen in den Hän­den hielt, aber die Art die­ses Lock­an­ge­bots macht auf mich einen äußerst unse­riö­sen Ein­druck. Nach die­ser Erfah­rung werde ich sicher­lich nie­mals bei dem Ver­ein auch nur irgend­et­was bestel­len. Hätte ich da jetzt was für 5 oder 6 € mit Ver­sand bekom­men, hätte ich es mir zur Ansicht auf jeden Fall zuschi­cken las­sen. Aber über 17 € ist mir der Spaß dann auch wie­der nicht wert. Das ist zwar für den Lie­fer­um­fang nach wie vor nicht teuer, aber den­noch. Seriös sieht anders aus.

Kleinigkeiten, die die Apple-Plattform so liebenswert machen

Es sind die Klei­nig­kei­ten, die mich keine Abkehr von der Apple-Plattform fin­den las­sen. Seit Februar 2005 arbeite ich mehr oder min­der aus­schließ­lich auf Sys­te­men aus Cuper­tino. Und ich kann mich noch leb­haft an die spöt­ti­schen Kom­men­tare erin­nern, als ich mir mei­nen ers­ten Mac, ein Power­Book G4, kaufte. Das war kurz vor dem Beginn mei­nes Infor­ma­tik­stu­di­ums. Der Grund war sim­pel: ich wollte mich nicht mehr mit den Unzu­läng­lich­kei­ten von Win­dows rum­schla­gen, son­dern ein­fach ein zuver­läs­si­ges Sys­tem haben. Erfah­rungs­be­richte im Netz bestä­tig­ten mich in mei­nem Vor­ha­ben, einen Mac zu kaufen.

Jetzt, fast sie­ben Jahre (die Zeit ver­geht …) spä­ter, ver­wende ich nach wie vor einen Mac. Auf das Power­Book, dem ich nach ca. einem Jahr ein 23”-Display von Apple spen­dierte, folgte eine Kom­bi­na­tion aus einem 24”-iMac und einem Mac­Book. Diese Geräte ver­kaufte ich dann nahezu zeit­gleich, um sie durch einen 27”-iMac zu erset­zen. Auf des­sen Nach­fol­ger schreibe ich nun diese Zeilen.

Aber genug des Vor­ge­ple­nkels. Wieso ich rund 1.500 € für mein Arbeits­ge­rät aus­ge­ge­ben habe, werde ich immer wie­der gefragt. Wo man doch einen halb­wegs leis­tungs­star­ken PC mit einem 27”-Display mit etwas Glück schon für die Hälfte bekommt.

Zum einen ist da auf jeden Fall die Optik zu nen­nen. Ich suche mir mitt­ler­weile nahezu alles auch über das Design aus. Gefällt mir die Optik eines Gegen­stands nicht, kann es tech­nisch noch so toll sein, es wird nicht gekauft. Das schlichte Design des iMacs und die Tat­sa­che, dass ich nur eine Ein­heit auf mei­nem Schreib­tisch ste­hen habe, erfreut mich nahezu jeden Tag. Zwi­schen den Ein­ga­be­ge­rä­ten und dem Com­pu­ter lie­gen keine Kabel, nicht mal einen Adap­ter muss ich in den Rech­ner ste­cken, da beide über das inte­grierte Bluetooth-Modul des Macs ange­bun­den sind. Die aus einem Aluminium-Stück gefräste Tas­ta­tur und das mini­ma­lis­ti­sche Touch­pad (ja, Windows-Benutzer kau­fen sich Mäuse für ihre Note­books, Mac-Nutzer kau­fen sich Touch­pads für ihre Arbeits­platz­rech­ner) machen auf dem Schreib­tisch einen äußerst guten und dezen­ten Ein­druck. Von der Ver­ar­bei­tung will ich nicht mal reden, auf kei­ner Tas­ta­tur habe ich jemals so flüs­sig und ermü­dungs­frei schrei­ben kön­nen wie auf der mei­nes iMacs. Aber auch die Geräusch­ent­wick­lung ist ein wich­ti­ger Fak­tor. Der iMac ope­riert sehr nah an der Wahr­neh­mungs­grenze. Es muss wirk­lich äußerst still in mei­ner Woh­nung sein, damit ich das Gerät über­haupt höre.

Die­ser Trend setzt sich bei der Soft­ware fort: irgend­wie schafft Apple es, dass ich nicht unge­dul­dig oder gar wütend werde, wenn das Sys­tem mich mal eine Weile war­ten lässt, was natür­lich auch auf dem Mac von Zeit zu Zeit mal vor­kommt. Pas­siert mir das unter Win­dows oder auch Linux, werde ich leicht unge­hal­ten. Die meis­ten für OS X geschrie­be­nen Anwen­dun­gen wir­ken wie aus einem Guss, als ob sie direkt von Apple kämen. Der Grund ist die strikte Ein­hal­tung der GUI-Guidelines, die Apple her­aus­gibt. Gibt’s auch für Win­dows, nur scheint sie dort nie­mand zu lesen. Und durch diese kon­sis­ten­ten Benut­zer­schnitt­stel­len ent­steht extrem wenig „Noise“, alle Anwen­dun­gen ner­ven den Benut­zer nur dann, wenn es unab­ding­bar ist.

Die gesamte Ober­flä­che des Sys­tems ist mini­ma­lis­tisch und nur von weni­gen Far­ben geprägt. Keine bun­ten, blin­ken­den Flä­chen, die den Benut­zer vom eigent­li­chen Zweck des Com­pu­ters ablen­ken: der Erfül­lung sei­ner Arbeit. Keine auto­ma­ti­schen Neu­starts, die sich nicht unter­bin­den las­sen. Keine spre­chen­den Viren­scan­ner oder Dru­cker­trei­ber. Keine Update-Orgien, die sich über zwei oder mehr Neu­starts hin­zie­hen. Nahezu pro­blem­lose Upgrades von einer Betriebs­sys­tem­ver­sion auf die nächste.

Eine äußerst kon­se­quente Tas­ta­tur­be­le­gung, die sich zwar nicht an die „Stan­dards“ hält, aber so logisch ist, dass man sie sich bin­nen weni­ger Tage pro­blem­los ein­prä­gen kann. Dazu zählt auch die pro­blem­lose Ein­ga­be­mög­lich­keit kor­rek­ter Anfüh­rungs­zei­chen („ und “ anstelle von ” und “) oder von Aus­las­sungs­zei­chen (…). Oder auch die intel­li­gente Lösch­funk­tion, die beim Mar­kie­ren eines Ein­zel­worts per Dop­pel­klick das nach dem Löschen über­flüs­sige Leer­zei­chen ent­fernt. Die seit Lion vor­han­dene Auto­kor­rek­tur mag ich nach wie vor ziem­lich gern. Sie macht zwar nicht immer alles rich­tig, ver­bes­sert aber mehr als sie „verschlimmbessert“.

Oder die inte­grierte Daten­si­che­rungs­funk­tion, Time Machine, deren Ein­rich­tungs­pro­zess mit­un­ter nur einige Sekun­den benö­tigt und danach ein­fach vom Benut­zer ver­ges­sen wer­den kann (natür­lich nur, sofern der Back­up­daten­trä­ger per­ma­nent am Com­pu­ter hängt). Die dazu auch noch die Wie­der­her­stel­lung von Daten aus dem Backup zum Kin­der­spiel macht.

Auch erwäh­nens­wert ist das mitt­ler­weile fast per­fekt funk­tio­nie­rende iCloud, das unter ande­rem zen­trale Daten­be­stände auf allen Macs und iOS-Geräten ver­teilt sowie eine Tracking­funk­tion zur Ver­fü­gung stellt, mit deren Hilfe man gestoh­lene Geräte unter Umstän­den wie­der fin­den kann. Oder Pho­to­stream, in dem auto­ma­tisch alle auf­ge­nom­me­nen oder impor­tier­ten Fotos lan­den, damit man sie auf allen ange­mel­de­ten Gerä­ten immer und über­all betrach­ten kann. Lei­der unter­stüt­zen noch nicht alle meine Anwen­dun­gen iCloud, aber zumin­dest die Apple-eigenen Anwen­dun­gen machen das pro­blem­los mit. Die inte­grierte Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lungs­soft­ware FileV­ault, deren Anwen­dung mitt­ler­weile eben­falls super sim­pel ist, ist eben­falls erwäh­nens­wert und ins­be­son­dere für Benut­zer mobi­ler Macs hoch­gra­dig interessant.

Und dann gibt es da noch hau­fen­weise wirk­lich inno­va­tive Tools, die einem die Arbeit deut­lich erleich­tern und zu denen man ähn­lich gut funk­tio­nie­rende Pen­dants unter ande­ren Betriebs­sys­te­men ver­zwei­felt und häu­fig auch ver­geb­lich sucht. Exem­pla­risch seien Anwen­dun­gen wie Alfred (ein Anwen­dungs­schnell­star­ter), Pixel­ma­tor (eine äußerst potente Bild­be­ar­bei­tung, die gerade mal 23,99 € kos­tet), Clou­dApp (oder für die Dropbox-Fans Grab­Box), Text­Mate (ein Text­edi­tor für Pro­gram­mie­rer), ByWord (ein mini­ma­ler Mark­dow­ne­di­tor, womit diese Zei­len ent­ste­hen), Ree­der (ein auf Google Rea­der opti­mier­ter RSS-Reader) und Dai­sy­Disk (ein Pro­gramm zur Ana­lyse der Fest­plat­ten­be­le­gung) genannt.

Für Webent­wick­ler und Admi­nis­tra­to­ren von Linux– und UNIX-Servern hoch­gra­dig inter­es­sant ist der UNIX-Unterbau von OS X, der dafür sorgt, dass man eine voll­stän­dige Bash jeder­zeit zur Ver­fü­gung hat und alle bekann­ten UNIX-CLI-Tools ver­wen­den kann, ohne sich mit Bas­tel­lö­sun­gen wie unter Win­dows behel­fen zu müs­sen. Im Gegen­satz zu Linux ist außer­dem die Unter­stüt­zung kom­mer­zi­el­ler Soft­ware gewähr­leis­tet, die dafür sorgt, dass es Pro­dukte wie das Micro­soft Office oder das Adobe-Produkt-Lineup eben­falls für die Apple-Plattform ver­füg­bar ist. Man bekommt also das beste aus bei­den Wel­ten, gepaart mit dem ele­gan­tes­ten und rausch­frei­es­ten User-Interface, das der Markt der­zeit zu bie­ten hat.

Auch wenn Apple mehr und mehr vom pro­fes­sio­nel­len Markt abzu­rü­cken scheint, werde ich der Platt­form die Treue hal­ten, bis es nicht mehr anders geht. Jeder Ver­such, auf einem PC ein Win­dows oder Linux so her­zu­rich­ten, dass es mir ansatz­weise einen Work­flow, wie ich ihn von OS X gewohnt bin, ist bis­her kläg­lich geschei­tert. Es feh­len Tools, das Inter­face ist inkon­sis­tent und nervt mich mit über­flüs­si­gen Mel­dun­gen. Kom­for­ta­ble Funk­tio­nen wie iCloud, Time Machine, Pho­to­stream oder FileV­ault suche ich ver­geb­lich. Wenn eine ähn­li­che Funk­tio­na­li­tät über­haupt irgend­wie her­zu­stel­len ist, dann nur mit viel Handarbeit.

Xbox 360 Elite mit Spielen und Zubehör zu verkaufen

Bevor ich die Kiste in die eBucht stelle, ver­su­che ich es erst mal so.

Fol­gen­des habe ich zu veräußern:

  • Xbox 360 Elite schwarz, 120 GB HDD (inkl. Originalkarton)
  • zwei kabel­lose Con­trol­ler, schwarz
  • ein Controller-Chargerkit
  • ein kabel­ge­bun­de­nes Headset
  • Titel < FSK 18: Pure, Lego Bat­man, Tom Clancy’s End­war, Pro­ject Gotham Rac­ing 4, Mirror’s Edge, King Kong, Batt­le­field Bad Com­pany, Bur­nout Revenge, Racedri­ver Grid, Prince of Per­sia: For­got­ten Sands, Prince of Per­sia, Forza 2
  • Titel FSK 18: Per­fect Dark Zero, Bio­nic Com­mando, Bio­s­hock 2 Rap­ture Edi­tion, Pro­to­type, The Dar­k­ness, Time­S­hift, Splin­ter Cell Con­vic­tion, Brü­tal Legend, Call of Duty Modern War­fare 2

Fotos kann ich gern erstel­len und hier hoch­la­den, sofern gewünscht.

Ist viel­leicht für den einen oder ande­ren ein tol­les Weih­nachts­ge­schenk, weil alles an Zube­hör und ein Hau­fen Spiele schon dabei ist.

Mit allen Spie­len stelle ich mir eine VB von 250 € vor. Am Liebs­ten wäre mir auch ein Ver­kauf von allem in einem Paket. Gegen­vor­schläge wer­den akzep­tiert. Per E-Mail oder Kom­men­tar hier in die­sem Beitrag.

Microsoft

Ich habe mich in den letz­ten Mona­ten echt zurück gehal­ten und wollte damit auf­hö­ren, über Win­dows oder Micro­soft her­zu­zie­hen. Aber heute ist das Fass ein­fach über­ge­lau­fen, ich kann nicht mehr anders.

Vor eini­gen Tagen habe ich das Note­book mei­ner Mut­ter zur Behand­lung in meine vier Wände geholt. Sym­ptome: Updatein­stal­la­tion bei jedem Neu­start, die aber unend­lich lau­fen und auch nach meh­re­ren Stun­den War­te­zeit nicht fer­tig wer­den. Ein­zig und allein ein kom­plet­tes Aus­schal­ten des Note­books half noch. Das Ding kam also in meine Pra­xis und auf der Liege hat sich dann nach meh­re­ren Ope­ra­ti­ons­ver­su­chen (ein Hot­fix von MS, der spe­zi­ell die­ses Pro­blem behe­ben soll) Micro­softs Hil­fe­seite mit der viel­sa­gen­den Aus­sage dazwi­schen gedrückt, dass die Instal­la­tion des SP1 nicht erfolg­reich war und man doch bitte… Win­dows 7 neu instal­lie­ren möge. Ja, rich­tig, NEU INSTALLIEREN. So kom­plett und so. Die Jungs ver­ste­hen es echt, einem die Freude an der Com­pu­ter­be­nut­zung zu ver­mas­seln. Ich habe noch nie, noch nie ein Linux oder Mac OS wegen eines fehl­ge­schla­ge­nen Updates neu instal­lie­ren müssen.

Nächste Lach­num­mer: Vor eini­gen Tagen erschien das Spiel “Age of Empi­res Online”. Ich habe sei­ner­zeit des­sen Vor­gän­ger geliebt und wollte mir nun anschauen, was Micro­soft mit die­ser Online-Version genau ver­zapft hat. Gesagt, getan. Down­load ange­wor­fen, keine 60 MB spä­ter war der Grund­stein des Spiels auf mei­ner Fest­platte. Super, Cli­ent star­ten und spie­len… Jaha, da hab ich die Rech­nung aber ohne Micro­soft gemacht. Nach dem Start des Star­ters (welch Wort­kom­bi­na­tion), bekam ich nur ein mehr oder min­der hüb­sches Fens­ter­chen mit einem Start-Button und… der viel­sa­gen­den Aus­sage, dass das Spiel bereits gestar­tet wurde. Was macht der erfah­rene Win­dows–Benut­zerGeplagte? Rich­tig, er durch­sucht den Task-Manager nach dem Pro­ban­den und schiesst ihn ab. Es gab aber kei­nen Task. Das Spiel war also nicht gestar­tet. Als zwei­tes ver­sucht man dann ja unter Win­dows ein­fach einen Neu­start, soll ja auch gele­gent­lich mal gehol­fen haben. Fehl­an­zeige. Nach wie vor kein Erfolg. Erfolg hat man erst, wenn… ja, wenn man den Spiel-Starter ALS ADMINISTRATOR STARTET. Ich dachte, ich les nicht recht. Kann die­ses däm­li­che Pro­gramm nicht selbst fest­stel­len, dass es Updates braucht und die Admi­nis­tra­tor­rechte tem­po­rär für genau die­sen Pro­zess anfor­dern? Rein rhe­to­ri­sche Frage, kann es näm­lich nicht. Aber glaubt man das? Das Spiel ist nie­gel­na­gel­neu und nicht in der Lage, die UAC zu trig­gern? Es stammt immer­hin direkt von Micro­soft. Ein Armuts­zeug­nis son­der­glei­chen. So was pas­siert einem wirk­lich nur im Hause Microsoft.

Ich habe mich ja in den letz­ten Tagen immer wie­der ein wenig über Lion, App­les neu­es­tem Wurf geär­gert, aber ver­gli­chen mit dem, was ich in der Microsoft-Welt vor die Nase gesetzt bekomme, sind das alles abso­lute Lapa­lien und ich erin­nere mich wie­der daran, wieso ich seit 2005 nichts ande­res mehr auf mei­nen Schreib­tisch lasse als Com­pu­ter aus dem Hause Apple… die kochen zwar auch nur mit Was­ser, aber immer­hin ist deren Was­ser (meis­tens) sauber.

iOS 4 sammelt Daten und was man dagegen tun kann

Für alle, die das ges­tern nicht mit­be­kom­men haben: App­les iOS-Geräte (iPhone, iPad 3G, also nur die mit Mobilfunk-Chip) sam­meln seit iOS 4 (also seit unge­fähr 10 Mona­ten) die Posi­ti­ons­da­ten des Geräts. Diese befin­den sich in einer lei­der viel zu leicht zugäng­li­chen Datei und wer­den bei jedem Backup gesi­chert. Bekommt man ein neues iPhone und spielt das Backup auf die­sem wie­der ein, wer­den die Daten eben­falls über­nom­men. Ent­deckt haben das zwei Sicher­heits­ex­per­ten, die frü­her mal für Apple gear­bei­tet haben. Mac-Benutzer kön­nen sich unter http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/ ein klei­nes Pro­gramm her­un­ter laden, das diese Daten visua­li­siert (was ich selbst ja eigent­lich ziem­lich cool finde :-D). Vor­aus­set­zung dafür ist, dass das Backup nicht ver­schlüs­selt ist.

Wer sein Backup also ver­schlüs­selt, ist auf der siche­ren Seite. Die Exper­ten konn­ten kei­ner­lei Hin­weise dar­auf fin­den, dass Apple diese Posi­ti­ons­da­ten aus­ge­le­sen oder ver­schickt hat. Sie lie­gen ein­fach nur auf dem Gerät und auf eurem Computer.

Mitt­ler­weile scheint sich her­aus­kris­tal­li­siert zu haben, wofür Apple diese Daten sam­melt: iAds. Das mit iOS4 ein­ge­führte Wer­be­netz­werk von Apple. Wer das Sam­meln die­ser Daten für die Zukunft ver­hin­dern möchte, ruft in sei­nem iOS-Gerät ein­fach die Adresse http://oo.apple.com auf. Das ist für jedes iOS-4-Gerät zu wie­der­ho­len. Damit hat die Sam­me­lei ein Ende.

Um dem Gan­zen ein wenig die Dra­ma­tik zu neh­men: die Datei liegt stüm­per­haft unsi­cher auf eurem Gerät und der Fest­platte eures Com­pu­ters. Aber nie­mand, außer euch, hat Zugriff auf diese Datei. Außer, es hat jemand Zugriff auf euer Tele­fon oder euren Com­pu­ter. Nur dann kön­nen Dritte an diese Daten. Der Daten­be­stand wurde bis­her in kei­ner Form an Apple oder Dritte ver­schickt oder für diese geöff­net. Es ist also alles halb so schlimm, als uns die Regen­bo­gen­presse es gerade weis machen möchte. Das Tele­fon oder Tablet spio­niert euch nicht aus und schickt auch keine Bewe­gungs­re­ports an das CIA.

Die Tat­sa­che, dass Apple diese Daten ohne Ein­wil­li­gung und Infor­ma­tion des Gerä­te­be­sit­zers ein­holt, ist eine Frech­heit, keine Frage, aber eure Daten sind (bis­her) sicher und nie­mand kann diese ein­se­hen. Trotz­dem hat Apple die­ses Jahr wohl gute Chan­cen auf den Big-Brother-Award ;–).

Sofort­maß­nah­men: oo.apple.com im Brow­ser eures Geräts auf­ru­fen und das Backup ver­schlüs­seln. Die Ver­schlüs­se­lung eines Back­ups könnt ihr direkt in iTu­nes kon­fi­gu­rie­ren, indem ihr den ent­spre­chen­den Haken bei eurem iOS-Gerät setzt und ein Kenn­wort ver­gebt. Damit ist zwar die Datei auf dem Gerät wei­ter­hin unver­schlüs­selt, aber wenigs­tens die Kopie auf dem Rech­ner ist gegen Fremd­zu­griffe wir­kungs­voll geschützt.

Ohne die Time­stamps finde ich das eigent­lich ziem­lich wit­zig und ver­öf­fent­li­che des­we­gen auch einen Screen­shot mit den Orten, an denen ich mich seit Juni 2010 auf­ge­hal­ten habe ;–).

Screen­shot ent­fernt, sorry” alt=“Mein Bewe­gungs­pro­fil” />

Das Blog von Dipl.-Inf. (FH) Ulf Klose

Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE