Kostenlose SSL-Zertifikate für alle

Kos­ten­lose SSL-Zer­ti­fi­kate für jeden, das klingt ein­fach viel zu schön, um wahr zu sein. Obwohl, Moment, das gab es schon mal. Und gibt es immer noch. StartSSL stellt näm­lich für jeder­mann gül­tige Zer­ti­fi­kate aus. Kos­ten­los. Domain-vali­diert und für jeder­mann erhält­lich. So neu ist die Idee also nicht. Nur scheint es StartSSL nie auf den Mas­sen­markt abge­se­hen gehabt zu haben, kaum jemand wusste davon, war so mein Gefühl.

SSL? Was hat Snowden da losgetreten?

Nach den Snow­den-Ent­hül­lun­gen gin­gen die Gesprä­che um das Thema Ver­schlüs­se­lung auch in der brei­ten, weni­ger tech­ni­kaf­fi­nen Bevöl­ke­rungs­schicht los. Wie sicher sind meine Daten eigent­lich, wer kann sie wäh­rend des Trans­fers lesen, wer hat Zugriff auf meine Daten, wenn sie erst mal ange­kom­men sind?

Lei­der waren SSL-Zer­ti­fi­kate in der Regel ein Pri­vi­leg für wenige. Ein­zel­do­main­zer­ti­fi­kate, die in der Regel die Domain selbst (also bspw. ulfklose.de) und eine Sub­do­main (also bspw. blog.ulfklose.de oder www.ulfklose.de) absi­chern, gibt es schon eine ganze Weile kos­ten­los von StartSSL oder für wenig Geld von bspw. RapidSSL (ca. 30 € im Jahr). Aber die Bestel­lung und Bereit­stel­lung sol­cher Zer­ti­fi­kate erfor­dert eini­ges an Spe­zi­al­wis­sen, das das des Otto-Nor­mal-Nut­zers deut­lich über­steigt. Und wirk­lich klar war es den meis­ten die­ser Nut­zer wohl auch kaum, wofür er solch ein SSL-Zer­ti­fi­kat über­haupt brau­chen könnte. Und sobald es Geld kos­tet, neigt gerade der Deut­sche dazu, es nicht haben zu wol­len.

Goo­gle fing vor geraumer Zeit damit an, SSL-gesi­cherte Web­sites bes­ser zu bewer­ten, ihr Ran­king also höher ein­zu­stu­fen als das von unge­si­cher­ten Web­sites. Aber auch das hat nur wenig an der Ver­brei­tung der SSL-Instal­la­tio­nen ver­än­dert.

Let’s Encrypt — eine gute Idee

Genau, lasst uns ver­schlüs­seln. Gerade nach den Snow­den-Ent­hül­lun­gen eine mehr als gute Idee, wis­sen wir doch jetzt mit Gewiss­heit, dass uns die Geheim­dienste die­ser Welt gna­den­los aus­spio­nie­ren. Ver­hin­dern lässt sich das nur mit einer adäqua­ten Ver­schlüs­se­lung. Hier trat das Pro­jekt Let’s Encrypt auf den Plan.

Zum ers­ten Mal las ich Anfang 2015 dar­über, wenn ich mich nicht irre. Ende 2015 ging das Pro­jekt dann zuerst in eine geschlos­sene, spä­ter dann in eine offene Beta-Phase. Die lief erstaun­lich gut, wes­we­gen man sich nun Mitte April dazu ent­schloss, in die Pro­duk­tiv­phase über­zu­ge­hen.

Let’s Encrypt geht einen ande­ren, ein­fa­che­ren Ansatz, SSL-Zer­ti­fi­kate aus­zu­stel­len. Für den End­be­nut­zer beschränkt sich das im Ide­al­fall dar­auf, das Zer­ti­fi­kat ein­ma­lig für seine Domain(s) zu bean­tra­gen und diese danach regel­mä­ßig, alle drei Monate, auto­ma­ti­siert erneu­ern zu las­sen. Im Gegen­satz zu den gro­ßen Aus­stel­lern lau­fen Let’s-Encrypt-Zertifikate näm­lich nach drei Mona­ten ab, bei den ande­ren sind es in der Regel wahl­weise 1, 2 oder 3 Jahre. Der Vor­teil liegt hier auf der Hand: stellt sich her­aus, dass jemand sol­che Zer­ti­fi­kate miss­bräuch­lich ver­wen­det, kann man das Zer­ti­fi­kat nach drei Mona­ten ein­fach nicht ver­län­gern las­sen. Ist ein Zer­ti­fi­kat näm­lich erst mal aus­ge­stellt, kann der Aus­stel­ler es zwar zurück­zie­hen, es ein­fach ungül­tig wer­den zu las­sen, ist aber sicher. Nicht jeder Cli­ent prüft beim Auf­ruf, ob das Zer­ti­fi­kat nicht viel­leicht schon zurück­ge­zo­gen ist, was allein schon aus Grün­den der Per­for­mance logi­sch scheint.

Jetzt ist der Massenmarkt gefragt

Die gro­ßen Web­hos­ter sind nun gefragt. Wenn diese Let’s Encrypt imple­men­tie­ren kann in Zukunft jeder kos­ten­los für all seine Domains SSL-Zer­ti­fi­kate bean­tra­gen, bis irgend­wann, in einer hof­fent­lich nicht allzu fer­nen Zukunft sämt­li­cher Web­traf­fic ver­schlüs­selt erfolgt.

Wer das Glück hat, einen eige­nen Ser­ver zu besit­zen und die­sen auch selbst admi­nis­trie­ren kann, kann aber schon jetzt davon pro­fi­tie­ren. Das Web-Con­trol-Panel Frox­lor unter­stützt Let’s Encrypt bereits, ISP­Con­fig–Benut­zer kön­nen sich mit einer Erwei­te­rung behel­fen. Syn­o­logy hat mit der Vor­stel­lung von DSM 6.0 eben­falls eine Unter­stüt­zung für Let’s Encrypt nach­ge­rüs­tet. Viele wei­tere Pro­jekte kün­dig­ten bereits ihre Unter­stüt­zung an. Sicher­lich wird es noch eine geraume Zeit dau­ern, bis über­all SSL als Stan­dard gilt, aber der erste Schritt ist getan.

Zer­ti­fi­kats­aus­stel­ler wer­den es sicher­lich bald schwe­rer haben, ihre Basis­zer­ti­fi­kate an den Mann zu brin­gen. Solange Let’s Encrypt aber keine Wild­card-Zer­ti­fi­kate anbie­tet, bleibt wenigs­tens die­ser Markt noch für DV-Zer­ti­fi­kate erhal­ten. OV und EV bie­tet Let’s Encrypt (noch?) nicht an, wir müs­sen uns also um Comodo und Co. nicht sor­gen.

Die Actioncam braucht Zubehör

Wenn man sich erst mal dazu durch­ge­run­gen hat, sich eine Action­cam zu kau­fen, sind die Aus­ga­ben noch nicht zu Ende. Diese Erfah­rung sollte ich auch machen. Denn die tollste Action­cam bringt einem nichts, wenn man sie nir­gends befes­ti­gen kann. Wer will das Teil schon stän­dig in der Hand hal­ten?

Oh oh oh, das wird teuer …

Meine ers­ten Käufe waren Sau­g­näpfe. Einer, um genau zu sein. Ich wollte meine erste Action­cam im Auto an der Wind­schutz­scheibe befes­ti­gen. Eine sol­che Halt­bar­keit hätte ich Sau­g­näp­fen anfangs gar nicht zuge­traut, aber die Teile hal­ten, wenn man sie denn sach­ge­mäß befes­tigt, eini­ges an Wind und Vibra­tio­nen aus.

Umso mehr Videos ich aber sah, desto mehr Action­cams brauchte ich, glei­cher­ma­ßen stieg der Bedarf an Befes­ti­gungs­mög­lich­kei­ten an. Ich warf einen Blick in den Hal­te­run­gen-Bereich des GoPro-Shops. Wow, dachte ich mir, wovon soll ich das bitte alles bezah­len? Ein Saug­napf für 45 €? Wieso bitte kos­tet der das 15-fache des­sen, was ich bei Gear­Best bezahlt habe? Eine Klemme für 55 €? Eine Schaum­stoff­hülle (!!!) für 25 €? Was ist da los? Im Zube­hör­shop von Rollei, der alt­ehr­wür­dige deut­sche Kame­ra­her­stel­ler, der mitt­ler­weile auch in den Action­cam-Markt ein­ge­stie­gen ist, sehen die Preise sehr ähn­lich aus.

Keine Sorge, man muss diese teil­weise wirk­lich unver­schäm­ten Preise nicht zah­len.

Saugnäpfe, jede Menge Saugnäpfe

Gerade, wenn man Motor­sport fil­men möchte, braucht man Sau­g­näpfe. Sau­g­näpfe hal­ten an Schei­ben, aber auch an (sau­be­rem) Lack. Und das wirk­lich bom­ben­fest. Gute Erfah­run­gen habe ich mit die­sem Saug­napf für gerade mal etwa 2 € gemacht. Die Lie­fe­rung dau­ert, China-typi­sch, eine ganze Weile, aber dafür kann man hier locker 10 € spa­ren. So viel in etwa kos­tet das gute Stück näm­lich, wenn man es bei einem deut­schen Händ­ler kauft. Direkt mon­tie­ren kann man alles, was ein 1/4″-Gewinde hat, per Adap­ter gehen auch die GoPro-Ver­bin­der.

Wer hier noch etwas Extra­si­cher­heit haben möchte, kauft sicher­heits­hal­ber einen Drei-Fach-Saug­napf. Der kos­tet zwar deut­lich mehr, sitzt aber auch bom­ben­fest und erlaubt einen tie­fe­ren Blick­win­kel der Action­cam.

Außer­halb des Autos gibt es noch so viel mehr, woran man so eine Action­cam befes­ti­gen kann.

Noch mehr Zubehör für die Actioncam

Die Klemme, die ich ein­gangs erwähnte, bekommt man vom Zube­hör­her­stel­ler TELESIN für etwa 11 €. Das total coole, weil sehr fle­xi­ble, Hand­sta­tiv, das im Ori­gi­nal von GoPro kna­ckige 75 € kos­ten soll, bekommt man von TELESIN schon für etwa 16 €. Ob die Qua­li­tät hier ähn­lich ist, ver­mag ich aber nicht zu sagen. Und den wind­ab­sor­bie­ren­den Schaum­stoff­über­zug, den ich schon erwähnte, kann man für unter 4 € kau­fen.

Alles in Allem läp­pert sich das trotz­dem. Ich habe es mir erspart zusam­men­zu­rech­nen, was ich für das ganze Zube­hör aus­ge­ge­ben habe.

Ohne Saft nix los

Akkus sind ein wei­te­rer Punkt, den man im Auge behal­ten sollte. Mit einem Akku kommt man näm­lich nicht weit. Wenn es gut läuft, sind zwei Stun­den Auf­nah­me­zeit pro Akku drin. Ich ver­linke hier bewusst keine Arti­kel, son­dern über­lasse es dem Leser selbst, nach pas­sen­den Akkus für seine Action­cam zu suchen. Neben Gear­Best und Ali­Ex­press sei noch Bang­Good genannt, auch dort gibt es hau­fen­weise güns­ti­ges Zube­hör für die Action­cam der Wahl. Und bei kei­nem der drei genann­ten Shops kos­tet ein Akku 25 € das Stück …

Damit einem trotz meh­re­rer Akkus im Gepäck nicht trotz­dem irgend­wann der Saft aus­geht, sollte man sicher­heits­hal­ber noch ein Akku­pack im Gepäck haben.

Und noch mehr Zubehör

Wie man allein schon bei Gear­Best bestau­nen kann, gibt es noch viel mehr Zube­hör. Eini­ges davon habe ich mir auch schon gekauft. Beson­ders cool ist die Unter­was­ser­kup­pel, die den Auf­nah­me­fo­kus so weit von der Linse ent­fernt, dass beim Medi­en­wech­sel, also dem Wech­sel zwi­schen Luft und Was­ser, keine Wel­len­län­gen-bedingte Ver­zer­rung auf­tritt. Der Preis bei Gear­Best wird bei eini­gen Ali­Ex­press-Anbie­tern sogar noch unter­bo­ten. Oder ein Kopf­band, mit dem man die Kamera am Kopf tra­gen kann. Für die Brust gibt es so was auch.

Lange gezö­gert habe ich bei einem Drei-Wege-Gim­bal. Denn nur mit so einem Gerät bekommt man total ruhige Auf­nah­men aus der Hand hin. Da ich lange Zeit nichts deut­lich unter 300 € gefun­den habe, habe ich mir als Über­gangs­lö­sung einen Zwei-Wege-Sta­bi­li­sa­tor, auch Schwe­be­sta­tiv oder Steady­cam, geholt. Bes­ser als frei Hand alle­mal, aber wirk­lich sta­bil sieht anders aus. Eines Tages meinte es das Schick­sal aber gut mit mir ;-). Media­Markt ver­kaufte ein Aus­lauf­mo­dell von Rollei, den eGim­bal G4, für 150 €. Da konnte ich ein­fach nur zuschla­gen. Damit macht das Fil­men auch gleich noch viel mehr Spaß, die Ergeb­nisse wir­ken deut­lich pro­fes­sio­nel­ler. Im Titel­bild ist der Gim­bal rechts sicht­bar.

Ein Sel­fie-Stick darf natür­lich nicht in der Samm­lung feh­len, die Luxus-Ver­sion von Xiaomi kommt sogar mit einer Blue­tooth-Fern­be­die­nung für die haus­ei­ge­nen Kame­ras daher und ist echt spit­zen­mä­ßig ver­ar­bei­tet. Das schlägt sich natür­lich auch im Preis nie­der, die Teile bekommt man von ande­ren Her­stel­lern schon für deut­lich unter 10 €.

Wer mit der Klang­qua­li­tät des inte­grier­ten Mikro­fons nicht zufrie­den ist, was gerade bei güns­ti­ge­ren Kame­ras sehr oft der Fall sein dürfte, kann hier nach­rüs­ten, sofern die Kamera über eine Mini-USB-Schnitt­stelle ver­fügt. Je nach Anwen­dungs­ge­biet bekommt man hier aus Fern­ost schon Mikro­fone für unter 5 €. Das Mikro­fon im Titel­bild hat ca. 10 € gekos­tet.

Ein eben­falls sehr cle­veres Zube­hör ist ein, nen­nen wir ihn auf Deut­sch ein­fach mal, 360-Grad-Sta­tiv. Das Teil funk­tio­niert im End­ef­fekt wie eine Eier­uhr, nur dass eine 1/4″-Schraube auf der Ober­seits und ein 1/4″-Gewinde auf der Unter­seite vor­ge­se­hen ist. Man kann das Teil also auf ein Sta­tiv set­zen, oben drauf kommt die Kamera. Und dann Zeit­raf­fer. Den Effekt kann man die­sem mei­nem Video sehr schön sehen (ab 7:01).

Ich könnte die Liste noch belie­big fort­set­zen, mache aber trotz­dem an die­ser Stelle Schluss.

Auf­grund des gerin­gen Gewichts, des ver­hält­nis­mä­ßig gerin­gen Prei­ses und der viel­fäl­ti­gen Befes­ti­gungs­mög­lich­kei­ten sind Action­cams ein­fach das Mit­tel der Wahl gewor­den, qua­li­ta­tiv recht hoch­wer­tige Auf­nah­men im beweg­ten Umfeld zu machen. Aber auch im sta­ti­schen Betrieb, wie z.B. auf dem erwähn­ten 360-Grad-Sta­tiv machen sie eine gute Figur. Ich für mei­nen Teil bin hell­auf begeis­tert von den Tei­len und werde meine Samm­lung sicher­lich noch um die eine oder andere Kamera und das eine oder andere Zube­hör erwei­tern. Gerade der Motor­sport­be­reich, der es mir wirk­lich ange­tan hat, lebt von vie­len ver­schie­de­nen Blick­win­keln, die man nun mal lei­der nicht wie­der­ho­len kann. Bei dem fol­gen­den Video habe ich mal durch­ge­zählt, es waren 10 Kame­ras an ver­schie­de­nen Befes­ti­gun­gen im Ein­satz.

Die Suche nach dem Foto-CMS

Seit mei­ner ers­ten Digi­tal­ka­mera suche ich nach dem geeig­ne­ten Weg, die Fotos im Inter­net zu ver­öf­fent­li­chen. Das war 2001, wenn ich mich recht ent­sinne. Eine Canon Power­S­hot A40. 2 Mega­pi­xel machte die, wenn ich mich recht ent­sinne. Die guten alten Zei­ten. Ich habe nicht mal mehr Fotos, die ich damit auf­ge­nom­men habe, glaube ich. An Foto-CMS war damals aber noch nicht zu den­ken.

Bei der Kamera blieb es dann eine Weile. Irgend­wann ent­wi­ckelte ich ein Fai­ble für Flickr. Die Platt­form, die zwi­schen­durch schon tot­ge­glaubt war, dann aber mit einem Knall zurück­kehrte. Die Platt­form, die irgend­wann, welch Sakri­leg, ver­kün­dete, dass das iPhone die belieb­teste Kamera im Netz sei. Mein Pro­fil dort dürfte seit 2006 exis­tie­ren.

Der CMS-Markt — unendliche Weiten

Selbst hos­ten ging natür­lich auch. Ich pro­bierte die übli­chen Ver­däch­ti­gen, Mitte des letz­ten Jahr­zehnts. Also haupt­säch­lich eigent­lich Gal­le­ry2 und Zen­photo (das damals einen ande­ren Namen hatte, glaube ich). Und natür­lich das all­ge­gen­wär­tige Word­Press, das sich damals aber noch recht schwer mit Bild­in­hal­ten tat. Also war es dann doch wie­der irgend­wie Flickr. Oder auch nicht. So recht ent­schei­den konnte ich mich nicht, hatte aber eh nicht wirk­lich reprä­sen­ta­ble Fotos parat.

Präsentation wird wichtiger

2009 kaufte ich mir dann meine erste DSLR, eine Nikon D40, und das Hobby Foto­gra­fie nahm erneut sei­nen Lauf. Im glei­chen Jahr pro­bierte es ein New­co­mer auf dem Markt, die heute sehr ange­se­hene Platt­form 500px, auf der ich nach wie vor ver­tre­ten, aber rela­tiv inak­tiv bin. Flickr sam­melte zum dama­li­gen Zeit­punkt schon eini­ges an Kri­tik in der Szene, weil man den Foto­gra­fen aus den Augen ver­lor, es waren mitt­ler­weile mehr Knip­ser aktiv als wirk­li­che Foto­gra­fen, und die Prä­sen­ta­tion ein­fach ange­staubt war. 500px setzte genau dort an.

Mit der Zeit kamen immer mehr Fea­tures hinzu, mit einem „Awe­some-Account“, also einem Pre­mium-Account, konnte man sogar sein eige­nes Port­fo­lio bauen und dafür aus ver­schie­de­nen The­mes aus­wäh­len. Kos­tete 70 US-$ oder so im Jahr, also ver­hält­nis­mä­ßig wenig.

WordPress kann auch Foto-CMS sein, oder?

Irgend­wann brauchte ich meh­rere Port­fo­lios. Ein pri­va­tes und eines, für ein Pro­jekt, das ich 2010 oder so gemein­sam mit einer Freun­din star­tete. Noch einen 500px-Account wollte ich dafür aber nicht anle­gen, ich pro­bierte es mit Word­Press. Nach­dem ich diverse kos­ten­lose und kos­ten­pflich­tige The­mes ange­schaut hatte, kaufte ich eins für 30 US-$ oder so. Aber wirk­lich glück­lich wurde ich damit auch nicht. Word­Press ist und bleibt nun mal eine Blog­ging-Platt­form und eben kein „rich­ti­ges“ CMS. Sorry, Word­Press, ist nicht böse gemeint …

Spezialist gesucht

2011 kam dann das Spe­zia­lis­ten-CMS Koken auf den Markt. Anfangs noch ziem­lich fea­ture­arm, aber den­noch ganz klar auf den Foto­gra­fen als Ziel­gruppe aus­ge­rich­tet. Von vorn­her­ein bot es so z.B. eine Anbin­dung an Adobe Pho­to­shop Light­room an. Es lässt sich also direkt in den Work­flow von Foto­gra­fen inte­grie­ren, die ihr Port­fo­lio online ver­öf­fent­li­chen wol­len.

Anfangs war die Soft­ware noch kom­plett kos­ten­frei mit einer über­ra­schend gro­ßen Aus­wahl an her­stel­ler­sei­ti­gen The­mes ver­füg­bar. Irgend­wann aber ver­lang­samte sich die Ent­wick­lung. Die Geschichte roch schon komi­sch, da kamen Ver­kaufs­ge­rüchte auf. Die schluss­end­lich auch bestä­tigt wur­den. Net­Ob­jects, alten Web­de­sign-Hasen sicher­lich noch ein Begriff mit ihrer Soft­ware Fusion, kauf­ten die Soft­ware und ent­wi­ckeln sie seit jeher wei­ter. Und das machen sie recht gut.

Geld ver­dient wird mei­nem Kennt­nis­stand nach haupt­säch­lich mit den The­mes und Plug­ins, die man im Store kau­fen kann. Der Soli­da­ri­tät hal­ber habe ich da auch schon ein­ge­kauft, auch, wenn ich die Plug­ins nicht wirk­lich brau­che.

Auf jeden Fall ver­wende ich die Soft­ware seit 2012 und lasse sie, nach anfäng­li­chen tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten, sehr gerne für mein foto­gra­fi­sches Port­fo­lio unter Ulf Klose | Foto­gra­fie lau­fen.

Die Spe­zia­li­sie­rung im Foto­be­reich geht lei­der zulas­ten der Blog-Funk­tio­na­li­tät, aber das ist zu ver­schmer­zen. Ein Blog kann man zwar betrei­ben, an die Mög­lich­kei­ten von Word­Press kommt es nicht heran. Es genügt für die gele­gent­li­chen Arti­kel zu dem Thema trotz­dem, denke ich.

Wer nach einem Spe­zia­lis­ten-CMS sucht, das er auf eige­ner (vir­tu­el­ler) Hard­ware betrei­ben kann, ist mit Koken aus mei­ner Sicht genau rich­tig bera­ten. Das CMS ist schick, ein­fach zu bedie­nen und wird allem Anschein nach sehr aktiv wei­ter ent­wi­ckelt. Dank kom­mer­zi­el­lem Her­stel­ler­sup­port eig­net sich die Soft­ware auch für den (Semi-)Profi, der einen Weg sucht, seine Werke online anspre­chend und sicher zu prä­sen­tie­ren.

Die Suche nach der perfekten Actioncam

Mit einer GoPro lieb­äu­gelte ich schon eine ganze Weile. Schon eine ganz lange Weile, nur waren mir die Din­ger immer zu teuer. 300+ € für eine so kleine Kamera, zu der man dann auch noch ordent­lich Zube­hör kau­fen muss … nein. Als ich dann wegen des Cop­ter­kaufs über diverse China-Shops stol­perte, rückte der Erwerb einer Action­cam, auch wenn es keine von GoPro ist, in greif­ba­rere Nähe. Bei Gear­Best gibt es eine erstaun­li­che Aus­wahl an Action­cams, zu teil­weise unglaub­li­chen Prei­sen. Es sollte natür­lich jedem klar sein, dass man für 35 € mit Ver­sand aus China keine Kamera der Güte­klasse einer GoPro bekommt. Den­noch gibt es sicher­lich Per­so­nen, die mit einer sol­chen Kamera zufrie­den sind.

Hochauflösend und schnell, so sollte die Actioncam sein

Ich wollte eine GoPro eigent­lich haupt­säch­lich für die Mon­tage am oder im Fahr­zeug haben. Moto­ri­sierte Fahr­zeuge bewe­gen sich in der Regel recht schnell, die Bild­rate sollte also ent­spre­chend hoch sein. Eine zu geringe Auf­lö­sung macht sich schnell bemerk­bar, wenn man das Video auf einem Gerät grö­ßer als einem Smart­phone abspie­len möchte. Full-HD sollte es also schon sein, voll­wer­tig nutz­ba­res 4K bekommt man heut­zu­tage erst für deut­lich mehr Geld als das, was ich bereit aus­zu­ge­ben war. Aber wer braucht schon 4K? 😉

Nach eini­gen Recher­chen und dem Ken­nen­ler­nen vie­ler tol­ler Blogs, wie el Pro­du­cente und Metro­po­li­tan Mon­key, ent­schied ich mich dann für die Yi des chi­ne­si­schen Her­stel­lers Xiaomi. Xiaomi scheint so eine Art Apple Chi­nas zu sein und erfreut sich dort ähn­lich gro­ßer Beliebt­heit. Bei Gear­Best bekam ich die Kamera für ca. 65 € mit Ver­sand nach Deutsch­land. Eine MicroSD-Karte hatte ich noch, für den Anfang braucht es auch nicht viel mehr. Einen Saug­napf brauchte ich noch, um die Kamera im Auto anzu­brin­gen. Den fand ich auch bei Gear­Best für weni­ger als 3 €. Das Thema Zube­hör ver­dient einen geson­der­ten Arti­kel, den ich spä­ter hier ver­öf­fent­li­chen werde.

Unge­fähr zwei Wochen spä­ter lag mir dann auch alles vor und die Fil­me­rei konnte begin­nen. Recht schnell stellte sich her­aus, dass das ver­baute Mikro­fon für Fahr­zeug­auf­nah­men unge­eig­net ist, da es die hohen Pegel, die in einem Fahr­zeug ent­ste­hen, nicht ver­kraf­tet.

Die Kamera erfreut sich nicht nur wegen ihres gerin­gen Prei­ses hoher Beliebt­heit, sie ist auch hack­bar. So kann man gewisse Bild­pa­ra­me­ter über ent­spre­chende Scripte modi­fi­zie­ren. Das Mikro­fon scheint unver­än­der­bar, mein Pro­blem konnte ich also mit die­ser Mög­lich­keit nicht behe­ben.

Einige Exem­plare nei­gen außer­dem zu einem unschar­fen Bild, was wohl mit einer leicht dejus­tier­ten Linse zusam­men­hängt. Außer­dem hat man bei ein­ge­schal­te­tem WLAN mit­un­ter kna­ckende Geräu­sche in der Ton­spur. Bei­des lässt sich aber mit wenig Auf­wand behe­ben.

Zuletzt sollte nicht uner­wähnt blei­ben, dass die Yi in ihrer Aus­stat­tung recht spar­ta­ni­sch ist und man sämt­li­ches Zube­hör zusätz­lich erwer­ben muss. Bei den Prei­sen nicht wei­ter wild, aber den­noch. Außer­dem ver­fügt sie über kein ein­ge­bau­tes Dis­play, man braucht ein Smart­phone und die pas­sende App, um zu sehen, was die Kamera sieht.

Besser geht immer

Nach­dem ich mit der Yi zwar nicht total unzu­frie­den, aber auch nicht so rich­tig befrie­digt war, ging die Suche wei­ter. Der Metro­po­li­tan Mon­key hat hau­fen­weise Ver­gleichs­tests erstellt, dar­über ver­schaffte ich mir ein ers­tes Bild. In die engere Aus­wahl kamen die GitUp Git2, die Haw­keye Fire­fly 6S (eine Her­stel­ler­web­site konnte ich lei­der nicht fin­den) und die SJCAM SJ5000X. Nach dem Betrach­ten dut­zen­der Ver­gleichs­vi­deos, dem Lesen vie­ler Foren­bei­träge und dem Stu­die­ren eini­ger Tests ent­schied ich mich dann für die Git2. Bei Gear­Best schoss ich sie für etwas weni­ger als 100 € im Pro­Package, also mit hau­fen­weise Zube­hör. Der Auf­preis zur Yi schmolz dras­ti­sch dahin. Die SJ5000X und die Fire­fly 6S kos­ten aber in etwa das glei­che mit der glei­chen Aus­stat­tung. Gemein ist allen Kame­ras, dass sie kom­pa­ti­bel mit dem meis­ten GoPro-Zube­hör sind. Bei den Akkus gehen einige Her­stel­ler eigene Wege, aber bei Gear­Best und Ali­Ex­press kos­ten die Akkus nur wenige Euros. Es scha­det nie, meh­rere Akkus zu besit­zen. Ich besitze für jede Kamera, die ich mein eigen nenne, jeweils drei Akkus. Aus­schlag­ge­bend für die Git2 war aber schluss­end­lich das run­d­ere Gesamt­pa­ket, Bild und Ton emp­fand ich als am aus­ge­wo­gens­ten. Außer­dem kann die Git2 als eine der weni­gen Action­cams am Markt mit MicroSD-Kar­ten mit einer Kapa­zi­tät von 128 GB umge­hen. Gerade für den Betrieb im Urlaub ein ech­tes Argu­ment.

Die Git2 ver­fügt auch über einen Mini-USB-Anschluss, an dem man nicht nur den Akku laden und die Inhalte der Spei­cher­karte auf den Rech­ner über­tra­gen kann, man kann an ihr auch ein Mikro­fon anschlie­ßen, was die Audi­o­qua­li­tät dras­ti­sch ver­bes­sert. Da bin ich bei Ali­Ex­press fün­dig gewor­den und habe für unter 10 € ein Ste­reo­mi­kro­fon mit den per­fek­ten Dimen­sio­nen für den Betrieb an einer Action­cam gefun­den. Die Ton­qua­li­tät ist für den Preis sagen­haft, die Außen­auf­nah­men in mei­nem Oschers­le­ben-Video sind alle­samt mit einer Git2 und die­sem Mikro­fon ent­stan­den (sofern der Außen­ton ver­wen­det wurde).

Die Innen­auf­nah­men habe ich alle­samt mit der recht neuen DVR von Xiaomi gemacht. Bei die­ser Kamera, die es für ca. 75 € bei Gear­Best gibt, han­delt es sich aber nicht um eine klas­si­sche Action­cam, son­dern um eine dedi­zierte Auto­ka­mera, die mit dem pas­sen­den Zube­hör gelie­fert wird, um sie im Auto zu befes­ti­gen. Der Akku ist deut­lich klei­ner und die Außen­maße sind grö­ßer als bei einer Action­cam üblich. Lei­der kommt die Bild­qua­li­tät nicht ganz an die einer Git2 ran, der Ton wird außer­dem nur mono auf­ge­nom­men.

Natür­lich stinkt auch eine Git2 nicht gegen eine GoPro HERO4 Black an, sie kos­tet aber samt gro­ßem Zube­hör­pa­ket (auf das Thema gehe ich in einem spä­te­ren Arti­kel noch mal dedi­ziert ein) auch nur ein Vier­tel des Vor­bil­des. Videos leben von ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven und ins­be­son­dere im Motor­sport ist es nun mal nicht mög­lich, Sze­nen wie­der­holt aus meh­re­ren Per­spek­ti­ven zu fil­men. Da muss alles in einem Durch­lauf pas­sen. Wer meh­rere Action­cams braucht, muss sich ent­schei­den, ob ihm das Plus an Bild­qua­li­tät den Auf­preis wert ist oder nicht. Bei mei­nem Kame­rabe­darf müsste ich unge­fähr 3.000 € nur für die GoPros aus­ge­ben, was ein­deu­tig ober­halb mei­nes Bud­gets liegt. Wer das Geld übrig hat, kann dann aber auch Videos mit der abso­lut fas­zi­nie­ren­den Qua­li­tät die­ses Videos pro­du­zie­ren, was ich der­zeit als Refe­renz ansehe.

Auf der Suche nach einem Quadcopter

Ende 2015 packte mich das Quadc­op­ter-Fie­ber. Ich wollte unbe­dingt eine Drohne, oder bes­ser gesagt, einen Quadc­op­ter haben. Anfangs wusste ich auch nicht so recht um die Unter­schiede, aber wenn man sich in ent­spre­chen­den Face­book-Grup­pen umher treibt, wird man schnell mehr oder weni­ger sanft mit der Nase drauf gestos­sen ;-). Eine Drohne scheint dem­nach mehr das Kriegs­ge­rät zu sein, wohin­ge­gen ein Quadc­op­ter eben das ist, wonach der Name auch schon klingt — ein Cop­ter mit vier Rotor­blät­tern.

Jeder fängt mal klein an

Der dama­lige Platz­hir­sch, die Phan­tom 3, kos­tete aber zu dem Zeit­punkt noch weit über 1.000 €. Eine Summe, die ich ein­fach nicht aus­zu­ge­ben bereit war. Mein ers­ter Kauf war ein abso­lu­ter Ein­stei­ger­c­op­ter, die X5C-1 von Syma. Der win­zige Cop­ter misst gerade mal 18x18 cm und wiegt um die 100 g. Ent­spre­chend wen­dig und agil ist er auch, nach­tei­lig ist aber die damit ein­her gehende Wind­emp­find­lich­keit. Ein klei­ner Wind­stoß genügt schon, um den Cop­ter abdrif­ten zu las­sen. GPS hat er natür­lich nicht an Bord und kann seine Posi­tion somit nur schlecht, wenn über­haupt, hal­ten. Die ver­baute Kamera nimmt Videos in 720p auf, die Qua­li­tät ist aber wenn über­haupt als unte­rer Durch­schnitt zu bezeich­nen. Für Ein­stei­ger eig­net sich der Cop­ter den­noch sehr gut, da er ein­fach zu bedie­nen ist und es ein­fach Spaß macht, mit dem Gerät zu flie­gen. Nur eben vom auf­ge­nom­me­nen Mate­rial, sei es Video oder Foto, sollte man nicht all zu viel erwar­ten. Die Flug­zeit liegt bei etwa 10 Minu­ten.

Gekauft habe ich den Cop­ter im Übri­gen bei Gear­Best, wo ich den Cop­ter für ca. 55 € erwarb. Gear­Be­ste ist ein Händ­ler à la Ama­zon, aber mit Sitz in Fern­ost. Die Preise dort sind größ­ten­teils der Ham­mer, ich habe seit die­ser Bestel­lung einige wei­tere Dinge dort bestellt und bin im Gro­ßen und Gan­zen sehr zufrie­den. Manch­mal dau­ert die Lie­fe­rung eine Weile, also meh­rere Wochen, aber dafür spart man eben doch eini­ges an Geld. Bezah­len kann man mit Pay­Pal und diver­sen Kre­dit­kar­ten.

Größe ist doch nicht ganz unwichtig

Nach­dem ich nun ange­fixt war, las ich mich durch viele Cop­ter-bezo­gene Blogs und schaute mir viele, viele YouTube-Videos an. Beson­ders viel Zeit ver­brachte ich bei Quadc­op­ter 101. Ich weiß nicht, ob der Mann sein Geld damit ver­dient, aber er tes­tet echt viele Quadc­op­ter. Er modi­fi­ziert sie, lässt sie gegen andere Modelle antre­ten und scheint wirk­lich jedes neue Modell zu bekom­men. Da kann man echt viel Zeit ver­brin­gen.

Resul­tat mei­ner Recher­che war der Kauf des MJX X101. Die­ser Cop­ter ist schon fast so groß wie die ein­gangs erwähnte Phan­tom 3 von DJI. Das Gerät wiegt ca. 420 Gramm und liegt damit schon deut­lich sta­bi­ler in der Luft. Im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand fehlt die Kamera, ich ent­schied mich für die C4008 des Her­stel­lers, die auch FPV, also First Per­son View, unter­stützt. Dafür imple­men­tiert sie einen WLAN-Access-Point, mit dem man sich über sein Smart­phone ver­bin­det. Über die App des Her­stel­lers kann man dann sehen, was die Kamera gerade sieht. Die Qua­li­tät ist aber eher mit­tel­mä­ßig. Trotz­dem, nett. Die Kom­bi­na­tion hat mich unter 100 € gekos­tet. Gekauft habe ich die­sen Cop­ter aber nicht bei Gear­Best, son­dern bei mei­ner zwei­ten Ent­de­ckung zu der Zeit, Ali­Ex­press. Ali­Ex­press ist eher ein eBay-Klon, hier ver­kau­fen viele Händ­ler ihre Waren über ein gro­ßes Por­tal, das sich um die Zah­lung und die Kun­den­kom­mu­ni­ka­tion küm­mert. Auch hier habe ich seit­dem viele Klei­nig­kei­ten bestellt. Abhän­gig vom Händ­ler dau­ern hier die Lie­fe­run­gen zwi­schen unge­fähr einer Woche und zwei Mona­ten.

Der Cop­ter liegt, wie schon erwähnt, deut­lich schwe­rer in der Luft. Die C4008 lässt sich varia­bel aus­rich­ten, aber lei­der nicht wäh­rend des Flu­ges. Die Bild- und Video­qua­li­tät ist lei­der nicht deut­lich bes­ser als es bei der Syma der Fall war. Den­noch bekommt man hier für unter 100 € ein beacht­li­ches Paket, das auch für Ein­stei­ger geeig­net ist. Ein Pro­blem bei die­sem Modell sind wohl so genannte Fly-Aways. Ver­liert der Cop­ter die Ver­bin­dung zur Fern­be­die­nung, fliegt er ein­fach in die vor­ge­ge­bene Rich­tung wei­ter. Die Syma geht dann zu Boden, was im Zwei­fels­falle das siche­rere Ver­hal­ten ist. Die Flug­zeit beträgt hier etwa 7 Minu­ten.

Der X101 ver­fügt über einen klei­nen Gim­bal, der das Video­bild wenigs­tens rudi­men­tär sta­bi­li­sie­ren kann. Bast­ler haben es außer­dem geschafft, GoPro-ähn­li­che Action­cams unter dem Cop­ter zu mon­tie­ren und damit die Video­qua­li­tät deut­lich zu stei­gern.

Wer billige Quadcopter kauft, kauft drei Mal

Ganz so schlimm war es dann auch nicht. Mir war ja von vorn­her­ein bewusst, dass ich mit den klei­nen Cop­tern erst mal nur aus­pro­bie­ren wollte, ob mir das über­haupt Spaß macht. Schlu­ßend­lich habe ich es außer­dem geschafft, beide Cop­ter und das zwi­schen­zeit­lich erwor­bene Zube­hör wie zum Bei­spiel zusätz­li­che Akkus, um die Flug­zeit zu stei­gern, fast ohne Wert­ver­lust zu ver­kau­fen. Da die Sachen in Fern­ost deut­lich güns­ti­ger sind, kann man sie in Deutsch­land fast zum Ein­kaufs­preis wei­ter­ver­kau­fen. Alles in allem haben mich diese Expe­ri­mente viel­leicht 30 € gekos­tet, also wirk­lich zu ver­nach­läs­si­gen.

DJI fei­ert 10jäh­ri­ges Jubi­läum. Und bringt die Phan­tom 3 Stan­dard auf den Markt. Das in Kom­bi­na­tion ermög­licht den Ein­stieg in die Welt der semi­pro­fes­sio­nel­len Kame­ra­c­op­ter für 599 €. Immer noch eine Menge Holz, aber abso­lut ange­mes­sen für das, was man da bekommt. Die Ver­ar­bei­tung ist deut­lich bes­ser als die der Syma oder auch der XJM, was aber zu erwar­ten war. Die Kinn­lade fällt aber spä­tes­tens dann zu Boden, wenn man die Video- und Foto­qua­li­tät sieht. Dazwi­schen lie­gen Wel­ten. Dank ver­bau­tem GPS hält der Cop­ter außer­dem seine Posi­tion äußerst sta­bil und fliegt nicht davon, wenn der Wind kommt. Der ver­baute Gim­bal ist außer­dem so effi­zi­ent, dass selbst bei schnel­le­rem Flug oder stär­ke­rem Wind kein Ver­wa­ckeln des Videos sicht­bar ist. Die Flug­zeit des Modells liegt bei unge­fähr 25 Minu­ten, also deut­lich über dem, was die bil­li­gen Modelle zu leis­ten ver­mö­gen.

Fast zum Abschluss möchte ich auch hier noch ein unbe­ar­bei­te­tes Video zei­gen, das so direkt aus dem Cop­ter gepur­zelt ist.

Und nun wirk­lich zum Abschluss eine Zeit­raf­fer­auf­nahme (30x) des Son­nen­un­ter­gangs von ges­tern. Der Zeit­raf­fer­ef­fekt wurde nach­träg­lich mit iMo­vie erstellt. Man kann hier wirk­lich gut erken­nen, wie sta­bil der Cop­ter und der Luft liegt. Einen kur­zen Absa­cker gab es, als auf­grund von Inter­fe­ren­zen die Ver­bin­dung zwi­schen Fern­be­die­nung und Cop­ter getrennt wurde.

Und wieder mal war ich in Oschersleben

Die­ses Mal aber ohne Fotos, son­dern mit Video (fin­det ihr ganz unten im Arti­kel). Aus­ge­rüs­tet mit meh­re­ren Kame­ras (Xiaomi Dash­cam, 2 x Xiaomi Yi, 2 x GitUp Git2 und einer Nikon D7000) und einem Freund im Gepäck, ging es zum Sai­son­auf­takt des Arena Trai­nings am 28.03.2016 wie­der zur Motor­sport Arena nach Oschers­le­ben. Mein Vor­ha­ben: einen span­nen­den Film zum Besuch dre­hen. Turn-Videos gibt es bei YouTube zuhauf, ich wollte was ande­res machen.

Planung ist alles

Ich plante zuerst mein Dreh­buch. Das beinhal­tete auch Luft­auf­nah­men, die ich mit mei­ner fri­sch erwor­be­nen DJI Phan­tom 3 Stan­dard machen wollte. Lei­der mach­ten mir da sowohl der Betrei­ber, der keine Luft­auf­nah­men über sei­nem Gelände wünschte, als auch das Wet­ter, zu star­ker Wind, einen Strich durch die Rech­nung.

Der Saug­napf, den ich für das Dach vor­sah, machte lei­der bei der Ankunft einen so wenig ver­trau­ens­wür­di­gen Ein­druck, was die Halt­bar­keit anging, dass ich ihn dann doch ab gelas­sen habe. Die Helm­per­spek­tive, die ich eigent­lich plante, ging lei­der voll­stän­dig in die Hose. Zu sehen war eigent­lich nur das Lenk­rad. Die Kamera hing am Kinn und konnte nur wenig von der Außen­welt auf­neh­men.

Ansons­ten hatte ich eine Ein­stel­lung auf der Start-/Zielgeraden, eine in der Kurve an der Has­seröder Tri­büne, eine aus der Wind­schutz­scheibe, eine am Heck. Wenn es nach mir gegan­gen wäre, hätte ich auch noch eine Kamera an der Fah­rer­tür, eine an der Stoß­stange vorne und eine auf dem Dach gehabt. Aber da ging mir so lang­sam das Geld für Kame­ras aus ;-). Was nicht ist, kann ja noch wer­den. Zwei wei­tere wer­den es wohl noch wer­den …

Der Ton macht die Musik

Bei mei­nen Vor­be­rei­tun­gen stellte sich der Ton als echte Her­aus­for­de­rung her­aus. Von der Yi erwarb ich anfangs eine. Die fiel bei mei­nen Tests in Sachen Klang lei­der sang- und klang­los durch, so ein Auto ver­ur­sacht bei der Fahrt zu viel Pegel für die Kamera. Der Preis von unter 70 € lässt aber auch ver­mu­ten, dass es Nach­teile geben muss. Das Bild hin­ge­gen ist sehr gut. Zu einem spä­te­ren Zeit­punkt werde ich zu den ver­wen­de­ten Kame­ras einen sepa­ra­ten Arti­kel ver­fas­sen.

Lei­der lässt sich an der Yi kein exter­nes Mikro­fon betrei­ben. Also kaufte ich eine Git2, die in den Tests ganz her­vor­ra­gend abschnitt. Das ent­spricht auch mei­nem Ein­druck. Die Kamera ist ein­fach nur geil. Das ein­ge­baute Mikro­fon ist auch keine Offen­ba­rung, aber da man für wenig Geld externe Mikro­fone mit Mini-USB-Anschluss bekommt, ist das das klei­nere Übel. Im Gegen­satz zur Yi schluckt die Git2 auch Micro-SD-Kar­ten mit 128 GB, wo bei der Yi schon bei 64 GB Schluß ist. Der Ton in mei­nem Video stammt im ers­ten Teil vom ein­ge­bau­ten Mikro­fon der Dash­cam, man hört also das, was auch der Fah­rer hört. Im zwei­ten Teil hing die Git2 mit exter­nem Mikro­fon am Heck, dort ist also der Aus­puffs­ound zu hören. Dort sogar in Ste­reo.

Die Außen­auf­nah­men auf der Start-/Zielgerade sind mit dem glei­chen Mikro­fon an der glei­chen Kamera auf­ge­nom­men wor­den. Die Kurve hin­ge­gen habe ich mit der Nikon auf­ge­nom­men. Die macht lei­der nur 24 Bil­der pro Sekunde, was man auch sieht. Der Ton stammt von einem Richt­mi­kro­fon, das ich auf den Kur­ven­ein­gang rich­tete. Bei­des Ent­schei­dun­gen, die ich bereue. Der Klang ist recht laut, es exis­tie­ren aber zu viele Neben­ge­räu­sche. Und die Bild­rate ist für die schnel­len Bewe­gun­gen viel zu gering. Hier werde ich beim nächs­ten Anlauf sicher­lich eine wei­tere Action­cam ver­wen­den. Die sind auch leich­ter zu trans­por­tie­ren und auf­zu­hän­gen.

Auf nach Oschersleben …

Geschnit­ten habe ich das Video im Übri­gen mit App­les iMo­vie. Nach anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten ging das Ganze recht gut von der Hand. Die Anwen­dung ist sicher­lich nicht das Opti­mum an Pro­fes­sio­na­li­tät, konnte aber bis­her alles, was ich brauchte.

Die musi­ka­li­sche Unter­ma­lung ent­stammt übri­gens aus­schließ­lich der YouTube Audio-Biblio­thek.

Genug geschwa­felt, hier ist mein ers­tes län­ge­res Video.

Der Mythos um das bessere Preis-/Leistungsverhältnis

Man hört und liest es in den jewei­li­gen Dis­kus­sio­nen immer wie­der. Apple sei über­teu­ert, schon bei Erschei­nen ver­al­tet, restrik­tiv und sowieso nur was für Life­style-Hip­pies.

Rich­tig ist, dass Apple-Geräte teuer sind (ja, liebe Apple-Jün­ger, auch ich emp­finde, obwohl ich so ein Gerät mein Eigen nenne, 699 € für ein Smart­phone mit 16 GB Mas­sen­spei­cher als teuer). Rich­tig ist auch, dass sie bei Erschei­nen nicht in jeder Hin­sicht dem letz­ten Schrei der Tech­nik ent­spre­chen. Rich­tig ist, dass Apple die Ent­wick­ler nicht sehr tief in das Betriebs­sys­tem vor­drin­gen lässt. Und ja, auch rich­tig ist, dass viele so ein iPhone als Sta­tus­sym­bol durch die Gegend tra­gen.

Gerne lau­tet der Tenor, dass man für die Hälfte, also sagen wir 350 €, ein gleich­wer­ti­ges Android-Smart­phone bekom­men kann. Denn die 350 € sind ja nur Apfel-Bonus, bezahlt man nur für die Marke. Mit Stand heute (14.06.2015) könnte man für rund 350 € bspw. ein Sony Xpe­ria Z3 Com­pact, ein Samsung Galaxy S5 oder ein LG G3 bekom­men. Alle­samt sicher­lich tech­ni­sch keine schlech­ten Geräte. Die Daten­blät­ter lesen sich auf jeden Fall gut bis sehr gut.

Beim iPhone 6 weiß ich, dass ich min­des­tens drei Jahre lang (bald ver­mut­lich sogar noch län­ger) Updates bekom­men wer­den. Die drei genann­ten Her­stel­ler von Android-Gerä­ten haben sich in der Ver­gan­gen­heit nicht gerade als Garant für das Erschei­nen von Updates einen Namen gemacht. Da weiß ich es also nicht.

In den meis­ten Bench­marks schnei­det das Apple-Tele­fon deut­lich bes­ser ab. Die Kamera macht, trotz deut­lich gerin­ge­rer Auf­lö­sung, bes­sere, aus­ge­gli­che­nere Bil­der. Ja, die Android-Boli­den haben teil­weise eine höhere Bild­schirm­auf­lö­sung, die Kamera löst mit­un­ter auch höher auf und in man­chen Aspek­ten ledern sie das iPhone auch in Sachen CPU- und/oder GPU-Per­for­mance ab. Aber eben nicht durch die Bank weg. Wel­ches Gesamt­bild der per­sön­li­chen Prä­fe­renz eher ent­spricht, nun, das muss jeder für sich selbst ent­schei­den.

Die Restrik­ti­vi­tät App­les hat in der Ver­gan­gen­heit schon häu­fig dazu geführt, dass Mal­ware, die sich auf Android-Gerä­ten mun­ter ver­brei­tet hat, auf iOS-Gerä­ten keine Chance hatte. Und selbst bekannte Jail­brea­ker sagen, dass sie heut­zu­tage kaum noch einen Grund für einen Jail­break sehen. Das Argu­ment stammt also aus der Ver­gan­gen­heit, da Apple viele, wenn nicht alle, der Schwach­punkte mitt­ler­weile beho­ben hat.

Apple setzt nicht immer auf den letz­ten Schrei in Sachen Kamera, Dis­pla­y­auf­lö­sung, Anzahl der CPU-Kerne, usw. Das müs­sen sie aber auch gar nicht. Eine Smart­phone-Kamera mit 20 Mega­pi­xel ist nach heu­ti­gem Stand der Tech­nik nicht nur unnütz, son­dern sogar kon­tra­pro­duk­tiv. Das kann sich in den kom­men­den Jah­ren noch ändern, aktu­ell sorgt eine zu hohe Pixel­dichte auf den Sen­so­ren aber für sehr hohes Bild­rau­schen, dem die meis­ten Her­stel­ler mit einem über­trie­be­nen Weich­zeich­ner ent­ge­gen­wir­ken. Dann lie­ber 8 Mega­pi­xel mit gerin­gem Rau­schen. Also ja, „ver­al­tet“ mögen sie sein, dafür aber aus­ge­reift und nicht nur des Begriffs hal­ber (ver­kauft sich ja bes­ser) mit neuen Super­la­ti­ven aus­ge­stat­tet. Das liegt sicher­lich auch daran, dass Apple i.d.R. das tech­ni­sch ver­sier­tere Publi­kum gar nicht direkt adres­siert. Diese stän­dige Jagd nach neuen Super­la­ti­ven sorgt aber mit­un­ter auch dafür, dass das Goo­gle-Betriebs­sys­tem selbst auf Gerä­ten mit vier oder gar acht Ker­nen nicht voll­stän­dig flüs­sig läuft. Viel­falt ist nicht immer ein Segen.

Als letz­ten Punkt möchte ich noch mal auf die Ver­wend­bar­keit der Soft­ware zurück kom­men. Apple-Geräte las­sen sich sowohl im geschäft­li­chen als auch pri­va­ten Umfeld sofort ein­set­zen, ohne viel Zusatz­soft­ware instal­lie­ren zu müs­sen. Ob ich nun iCloud, Gmail, Office 365 oder einen IBM-Domino-Ser­ver für meine Mails, Kalen­der und Kon­takte ver­wende, spielt keine Rolle. Selbst für den Goo­gle-eige­nen Dienst Gmail benö­tigt man eine (vor­in­stal­lierte) App, wenn man Android-Benut­zer ist. Und für jeden ande­ren der erwähn­ten Dienste eigent­lich auch. Ver­wen­det man nun also einen Gmail-Account, ist Office-365-Kunde und hat noch von der Firma einen Domino-Ser­ver vor­ge­setzt bekom­men, ver­wen­det man also drei ver­schie­dene Apps für Mails & Co. Ich selbst emp­finde das als anstren­gend. Aber auch hier gibt es sicher­lich Men­schen, die das als posi­tiv anse­hen.

Auch, wenn Goo­gle seine Update-Stra­te­gie gerade ver­än­dert, so ist es doch immer ein Glücks­spiel, ob das eigene Geräte, selbst wenige Monate nach Erschei­nen, ein Update auf die nächste Android-Ver­sion bekommt. Und selbst, wenn es ange­kün­digt ist, kann es mit­un­ter meh­rere Monate dau­ern, bis das Update dann gelie­fert wird. Glaubt man den Gerüch­ten, soll selbst ein iPhone 4s aus dem Jahre 2011 noch auf das in die­sem Jahr erschei­nende iOS 9 aktua­li­sier­bar sein. Ich wage zu bezwei­feln, dass es ein ein­zi­ges Android-Gerät aus 2011 gibt, das auch nur mit einer ansatz­weise aktu­el­len Android-Ver­sion aus­ge­stat­tet wer­den kann. Kor­rek­tu­ren bitte in den Kom­men­ta­ren.

Kom­plette Gerä­te­back­ups auf einem Com­pu­ter oder in der Cloud abzu­le­gen, ist mit Stock-Android nicht mög­lich. Man­che Her­stel­ler haben die­ses Fea­ture nach­ge­rüs­tet, aber eben längst nicht alle. Außer­dem ist nicht sicher­ge­stellt, dass ich ein sol­ches Android-Backup von bspw. einem Samsung-Tele­fon auf ein LG-Tele­fon wie­der­her­ge­stellt bekomme. Ein Gerä­te­ver­lust bedeu­tet somit auch immer einen kom­plet­ten oder fast kom­plet­ten Daten­ver­lust. Selbst Micro­soft macht das mitt­ler­weile bes­ser.

Ja, Apple ist teuer und nicht immer voll­stän­dig auf dem aktu­el­len Stand der Tech­nik, aber den­noch bleibe ich beim Her­stel­ler aus Cuper­tino, aus den oben genann­ten Grün­den. Sollte ich jemals wech­seln müs­sen, würde es nach dem der­zei­ti­gen Ent­wick­lungs­stand aber eher ein Micro­soft-Tele­fon wer­den, bevor ich mich mit den gan­zen Macken der Goo­gle-Soft­ware rum­är­gern müs­sen. Die Hard­ware, so hip und modern sie sein mag, ist nun mal nicht alles …

Renntaxi in Oschersleben

Nach lan­gem Zögern habe ich es mir dann doch gegönnt und eine Renn­taxi — Motor­sport Arena Oschers­le­ben gebucht. Ich hatte mir den Z4 aus­ge­sucht, da mir der Mini mit sei­nen 200 PS dann doch etwas zu schwach moto­ri­siert war, der Por­sche aber war mir ein­fach zu teuer. Also eben die Mit­tel­klasse: ein Z4 GT3 mit rund 500 PS für 199 €. Kein Schnap­per, wenn man bedenkt, dass der Spaß nach nicht mal sechs Minu­ten vor­bei ist.

BMW Z4 GT3
BMW Z4 GT3

Aber so was macht man ja nicht alle Tage. Also will ich lie­ber über die posi­ti­ven Dinge schrei­ben ;-). Denn das war es: abso­lu­ter Ober­ham­mer. In dem Auto ist es eng, warm und riecht nach Ben­zin. Ach ja, laut ist es auch noch. Und für die Scha­len­sitze bin ich ne Ecke zu breit. Aber egal. Es war ein­fach der Ham­mer. Wie mich mein Fah­rer (Nicky, wenn ich nicht irre) durch die Kur­ven gescheucht hat, das erlebt man nicht alle Tage. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit lag bei gerade mal ca. 230 km/h, die Beschleu­ni­gung hat mich auch gar nicht so sehr beein­druckt. Aber mit wel­cher Prä­zi­sion der Fah­rer die Kur­ven genom­men hat und die Ver­zö­ge­rung sowie die Flieh­kräfte, denen man aus­ge­setzt war, das war ein­fach atem­be­rau­bend. Und das sage ich, obwohl ich beim Arena Trai­ning in Oschers­le­ben immer wie­der selbst die Stre­cke befahre und mein fahr­ba­rer Unter­satz eigent­lich auch recht gut geeig­net ist, um sich ein wenig den Flieh­kräf­ten aus­zu­set­zen.

Den Por­sche habe ich aus irgend­wel­chen Grün­den nur in der Box und dafür nicht auf der Stre­cke gefilmt, umge­kehr­tes gilt für Mini und Z4. Den 924, den es seit dem letz­ten Mal gibt, habe ich nur kurz von hin­ten foto­gra­fiert, da er laut Kenn­zei­chen aus mei­ner Stadt kommt.

Den­noch, hier ein paar Videos (in Full-HD, als klei­ner Hin­weis für die­je­ni­gen mit Dorf-DSL ;-)) und Fotos. Das große Video ist eigent­lich nur kurz sehens­wert, da es quasi ein Stand­bild mit Ton ist, ich war aber zu faul, es wei­ter zu schnei­den. Ich hatte ja die ganze Zeit gehofft, dass der Por­sche in der Garage anfährt. Tat er aber lei­der nicht. Also klar, aber erst deut­lich spä­ter.

Viel Spaß!

Porsche 924
Por­sche 924

Das Update ist da

Ich kann es noch gar nicht glau­ben. Gerade mal 3,5 Monate hat es gedau­ert, bis mein Moto­rola Moto G end­lich das Update auf Lol­li­pop bekom­men hat. Monate spä­ter als US-Geräte. Ich habe von Android echt die Nase gestri­chen voll. Natür­lich nicht nur wegen der Update­po­li­tik, aber das hat dem Gan­zen noch die Krone auf­ge­setzt. Mei­nen Rant kann man hier nach­le­sen.

Ich wollte Android mal wirklich ausprobieren

Und das tat ich dann auch. Mir stand als Fir­men­te­le­fon ein Black­berry Z10 zur Ver­fü­gung. Das Gerät ging mir eigent­lich den gan­zen Tag nur auf die Ner­ven. Die, aus mei­ner Sicht, umständ­li­che Bedie­nung war die Haupt­schul­dige Ursa­che. Tech­ni­sch war an dem Gerät sonst nichts aus­zu­set­zen, aber ich wollte mit der Bedie­nung ein­fach nicht zurecht kom­men. Ich habe es rund neun Monate lang wirk­lich pro­biert, man kann mir also nicht vor­wer­fen, sofort die Flinte ins Korn gewor­fen zu haben.

Da ich mich pri­vat mit der Android-Ent­wick­lung befas­sen und sowieso mal inten­siv ein Android-Gerät aus­pro­bie­ren wollte, kaufte ich mir auf eigene Kappe einen Andro­iden. Meine Anfor­de­run­gen an das Gerät waren ein gerin­ger Preis, immer­hin ist das ja immer eines der Haupt­ar­gu­mente pro Android, und ein mög­lichst unver­än­der­tes Android-Betriebs­sys­tem. Moto­rola bot mir bei­des in Kom­bi­na­tion in Form des Moto­rola Moto E an. Für gerade mal 99 € sollte ich ein aktu­el­les Smart­phone mit 4,3″-Display und Android 4.4.4 bekom­men. Gese­hen, bestellt. Auf den ers­ten Blick war ich mehr als posi­tiv über­rascht dar­über, was mir hier für 99 € gebo­ten wird. Im Ver­laufe der kom­men­den Wochen stellte sich dann aber lei­der her­aus, dass 4 GB Mas­sen­spei­cher und 1 GB RAM für die täg­li­che Arbeit doch etwas knapp bemes­sen sind. Nach nicht mal einem Dut­zend instal­lier­ter Apps war der interne Spei­cher voll, und dank der Anwen­dun­gen, die ich für den Fir­men­be­trieb brau­che, genügte auch der Arbeits­spei­cher (schein­bar) nicht. Das Sys­tem ruckelte und zuckelte an allen Ecken und Enden. Das frü­her viel gerühmte Fea­ture von Android, dass man Apps und Daten ein­fach auf eine güns­tig dazu gekaufte Micro-SD kopie­ren konnte, wurde mei­nen Recher­chen nach mit Android 4.0 ent­fernt. Nur mit geroo­te­ten, also „geknack­ten“ Tele­fo­nen ist dies nach wie vor mög­lich. Schade, so blieb meine 16 GB große Micro-SD fast voll­stän­dig leer. Den­noch, für Ein­stei­ger halte ich das Tele­fon für sehr geeig­net, zumal Moto­rola auch ein Update auf Android 5 Lol­li­pop ver­spro­chen hat. Das Release scheint aller­dings auf sich war­ten zu las­sen, vor über zwei Mona­ten hat Goo­gle Ver­sion 5.0 nun ver­öf­fent­licht. Auf dem Moto E ist lei­der nach wie vor kein Update in Sicht. Gebt mal bitte Gas, Moto­rola ;-).

Da das Moto E also für meine Ansprü­che etwas unter­di­men­sio­niert war, mus­ste etwas grö­ße­res her. Hier bot sich das Moto­rola Moto G zweite Gene­ra­tion an. Aus­ge­stat­tet mit einem 5″-Display, 8 GB inter­nem Spei­cher, aber lei­der eben­falls nur 1 GB RAM, erschien mir das schon eher nach dem Gerät, das ich suchte. Und für einen Kampf­preis von gerade ein­mal 171 € über­legte ich nicht lange. Der Ein­druck, den ich auf dem Moto E hatte, dass 1 GB RAM nicht genügt, erwies sich als unwahr. Ich ver­mute mitt­ler­weile, dass die CPU in dem Moto E ein­fach zu schwach­brüs­tig war. Das Moto G kommt zwar gele­gent­lich auch mal ins Schwit­zen, ist aber ins­ge­samt deut­lich per­for­man­ter. Nur sel­ten bin ich von dem Gerät genervt, weil es mich meh­rere Sekun­den war­ten lässt. Der interne Spei­cher von 8 GB genügt eben­falls. Ein net­tes Zusatz­fea­ture: das Tele­fon ist Dual-SIM-fähig. Ich habe also neben mei­ner Fir­men­karte noch die Mög­lich­keit, eine wei­tere SIM-Karte in das Gerät zu ste­cken. Ich per­sön­lich brau­che das bis­her nicht, aber viel­leicht kommt das ja noch … Auch für die­ses Gerät hat Moto­rola ein „zeit­na­hes“ Update auf Lol­li­pop ver­spro­chen. Angeb­lich wird der­zeit in Polen getes­tet, in Deutsch­land gibt es das Update lei­der immer noch nicht.

Die Akku­lauf­zeit bei­der Geräte war übri­gens über­ra­schend gut, in der Regel hatte ich am Ende eines nor­ma­len Tages noch 40 % oder mehr Akku­la­dung übrig.

Nun zur Soft­ware: die viel­ge­rühm­ten Anpas­sungs­fä­hig­kei­ten von Android schaute ich mir zuerst an. Ich tes­tete also diverse Laun­cher, instal­lierte Icon-Packs, Noti­fier, Lock­screens und wie sie nicht alle hei­ßen. Eine nette Mög­lich­keit, seine Frei­zeit zu ver­brin­gen. Nach geschätz­ten vier Stun­den hatte ich mich dann auf eine Kom­bi­na­tion ein­ge­schos­sen: Yahoo Aviate, die Moons­hine-Icons, AcDis­play als Lock­screen (ein Deri­vate von Moto­ro­las Moto-X-exklu­si­vem Active­Dis­play) sowie Heads-up noti­fi­ca­ti­ons. Als alter­na­tive Tas­ta­tur holte ich mir die ziem­lich bekannte Swift­Key–Tas­ta­tur. So macht die Bedie­nung von Android tat­säch­lich Spaß, was ich vom Werks-Android nur begrenzt behaup­ten konnte. Der Goo­gle-eigene Laun­cher war zwar auch nicht schlecht, der von Yahoo gefällt mir aber deut­lich bes­ser. Das voll­stän­dige Feh­len eines ver­nünf­ti­gen Lock-Screens und das Noti­fi­ca­tion-Ver­hal­ten von Android 4.4 mach­ten auf mich als iOS-8-User einen ziem­lich merk­wür­di­gen Ein­druck. Auch die Goo­gle-eigene Tas­ta­tur ist nicht son­der­lich kom­for­ta­bel. Aber so geht es. Ich bin trotz­dem schon unheim­lich auf Android 5.0 gespannt, da ich eigent­lich lie­ber mit Bord­mit­teln von Betriebs­sys­te­men arbeite, da „Mods“ erfah­rungs­ge­mäß auch Pro­bleme mit sich brin­gen. Viel­leicht schafft Goo­gle es ja, dass man auch im Aus­lie­fe­rungs­zu­stand ver­nünf­tig damit arbei­ten kann.

Es gibt trotz­dem noch einige Dinge, die mich echt stö­ren. Die für den Fir­men­be­trieb ein­ge­setzte PIM-Lösung kann zwar Noti­fi­ca­ti­ons ver­sen­den, scheint aber keine Bad­ges zu unter­stüt­zen. Ich sehe also an der E-Mail-Kom­po­nente nie, wie viele unge­le­sene E-Mails ich habe. Sel­bi­ges gilt für die Kalen­der­kom­po­nente. Viel­leicht nicht direkt die Schuld von Android, ner­vig ist es trotz­dem. Auf iOS-Gerä­ten lässt sich die von uns ver­wen­dete Lösung direkt in die nati­ven Apps (Mail, Kon­takte, etc.) inte­grie­ren. Das scheint mit dem ach-so-offe­nen Android aus irgend­ei­nem Grunde nicht zu gehen, ver­mute ich mal.

Dann ist es so, dass ich einige Apps tat­säch­lich auf die SD-Karte ver­schie­ben konnte. Ich glaube, dass es aus­schließ­lich Apps aus dem Ama­zon-App-Store waren, kann es aber auch nicht beschwö­ren. Es geht aber defi­ni­tiv nicht mit allen Apps von Ama­zon. Die Logik dahin­ter erschließt sich mir nicht. Und das mir als IT-Profi, der seit rund 16 Jah­ren in dem Bereich tätig ist. Ich frage mich, was ein Laie davon hal­ten würde …

Als ich über die Unter­schiede zwi­schen ART und Dal­vik las und erfuhr, wie man umschal­tet, wollte ich das doch gleich mal aus­pro­bie­ren. Das funk­tio­nierte auch pro­blem­frei. Läs­tig ist aber, dass das Opti­mie­ren der Apps jetzt bei jedem Neu­start erfolgt. Den Sinn dahin­ter ver­stehe ich nicht.

Meine Ver­su­che, Cal­DAV-Kalen­der und Card­DAV-Adress­bü­cher anzu­bin­den, schei­ter­ten. Dafür ist eine Zusatz­soft­ware erfor­der­lich. Das ach-so-offene Android erschwert einem hier den Weg, offene Pro­to­kolle für diese Dinge zu ver­wen­den. Mut­maß­lich, um die Goo­gle-eige­nen Dienste zu pus­hen. So muss­ten meine own­Cloud-Anbin­dun­gen über Zusatz­soft­ware erle­digt wer­den.

Immer wie­der nach dem Ent­sper­ren oder auch einem Neu­start habe ich Absturz­mel­dun­gen auf dem Bild­schirm, bei denen ich mich frage, wieso mir die über­haupt ein­ge­blen­det wer­den. Wenn im Hin­ter­grund Dienste lau­fen, die abstür­zen, wäh­rend ich das Tele­fon nicht ver­wende, dann sol­len die doch ein­fach neu­ge­star­tet wer­den. Das inter­es­siert mich nach dem Ent­sper­ren doch kein Stück.

Fazit: Android ist nicht schlecht, aber das War­ten auf ein Update, das mitt­ler­weile zwei Monate am Markt ist, nervt mich jetzt schon. Ob ich 5.1 bekom­men werde, weiß ich jetzt noch nicht. Die Absturz­mel­dun­gen erge­ben kei­nen Sinn und das Ver­hal­ten bzgl. der SD-Karte ist ein­fach nur inkon­sis­tent. Ich werde die­ses Tele­fon nun noch einige Monate im Ein­satz las­sen. Im Gro­ben und Gan­zen kann ich recht gut damit arbei­ten. Den­noch ver­stehe ich nicht, wie sich eine so große Fan­ge­meinde um das Betriebs­sys­tem herum hat auf­bauen kön­nen.

iOS mag zwar recht geschlos­sen sein, dafür aber funk­tio­niert es (in der Regel) ein­fach. Die Inkon­sis­ten­zen, die ich auf mei­nem Android-Gerät erle­ben muss, habe ich auf mei­nem iPhone nicht. Wer gerne bas­telt, ist mit Android recht gut bera­ten. Bei mir ebbte der Bas­tel­trieb aber nach weni­gen Tagen ab. Ich habe jetzt eine Kom­bi­na­tion, mit der ich pro­duk­tiv arbei­ten kann. Bevor ich an die­ser wie­der etwas ändern werde, wer­den sicher­lich einige Monate ins Land gehen. Ob das nötig ist, mag man sich jetzt fra­gen. Meine Ant­wort dar­auf ist ein bestimm­tes Jein. Man kann es, also wird man es ver­mut­lich auch tun, aber ich wäre auch nicht böse, wenn es nicht ginge …