Und weg war’s

Am Don­ners­tag geschah es, mein Mac­Book Air wurde aus mei­nem Büro an mei­nem Arbeits­platz in der Ost­fa­lia Hoch­schule ent­wen­det. Gegen 16 Uhr am 06.12.12 stahl jemand bis­her uner­kann­tes mein Pri­vat­ge­rät, wel­ches ich auch für die Arbeit an mei­nem Arbeits­platz in der Hoch­schule ver­wende. Ich habe natür­lich sofort eine Anzeige bei der Poli­zei erstat­tet, wo eine Anzeige gegen Unbe­kannt auf­ge­nom­men wurde. Eine Sach­fahn­dung für das Gerät ist eben­falls auf­ge­nom­men worden.

Ich publi­ziere die­sen Vor­fall des­we­gen, weil ich hoffe, dass dem Dieb durch die Ver­öf­fent­li­chung der Seri­en­num­mer der Ver­kauf des Geräts so schwer wie mög­lich gemacht wird.

Seri­en­num­mer gestoh­le­nes Mac­Book Air 11″ Mitte 2012: C02HX1Q5DRV9 Dieb­stahl­da­tum: 06.12.2012

Sollte jemand per Zufall über ein sol­ches Gerät stol­pern, möge er bitte umge­hend die Poli­zei und mich infor­mie­ren. Es han­delt sich, wie erwähnt, um ein Mac­Book Air 11″ Modell Mitte 2012 mit 128 GB SSD und 8 GB RAM. An dem Gerät sind keine Krat­zer oder sons­ti­gen Beschä­di­gun­gen zu sehen.

Die ver­baute SSD ist kom­plett ver­schlüs­selt, mit dem instal­lier­ten Sys­tem kann der Dieb also nichts anfan­gen. Das Netz­teil hat der Dieb zurück­ge­las­sen. Ins­be­son­dere also dann, wenn jemand ein Mac­Book Air 11″ ohne sämt­li­ches Zube­hör ange­bo­ten bekommt, ist Vor­sicht geboten.

Die Poli­zei und ich inter­es­sie­ren uns für jeg­li­che Hin­weise. Wenn also jemand was gese­hen oder gehört hat, melde er sich bitte umge­hend bei mir oder, sofern hand­feste Hin­weise vor­lie­gen, auch direkt bei der Poli­zei. Die Fall­num­mer der bei der Poli­zei ange­leg­ten Akte gebe ich gerne auf Nach­frage raus.

 

Vistaprint — ein Experiment

Immer wie­der flat­tern in Zeit­schrif­ten oder in mei­nem Brief­kas­ten Ange­bote von Vis­ta­print umher. So auch aktu­ell: 250 Visi­ten­kar­ten, 1 Stem­pel und 140 Adress­auf­kle­ber für schlappe 2,50 €. Das wollte ich doch glatt mal ausprobieren.

Also los, URL vom Flyer in den Brow­ser ein­ge­ge­ben und ange­fan­gen mit der Gestal­tung. Schon am Anfang wurde mir klar, dass bei die­sem Ange­bot auf der Rück­seite der Visi­ten­kar­ten zwangs­weise ein Vistaprint-Logo unter­ge­bracht wer­den würde. Aber davon liess ich mich erst mal nicht abschre­cken. Also wei­ter im Text.

Da ich die Vor­la­gen alle­samt unheim­lich gru­se­lig fand, habe ich schnell ein eige­nes Design gestrickt und das Ergeb­nis als PDF-Datei hoch­ge­la­den. Noch war keine Rede von zusätz­li­chen Kos­ten. Mag aber auch sein, dass ich den Hin­weis ein­fach über­se­hen habe. Klein­ge­druck­tes und so.

Mein hand­ge­fer­tig­tes Design im PDF-Format wurde vom Sys­tem akzep­tiert und ich konnte fort­fah­ren. Nach­dem ich die Visi­ten­kar­ten (250 Stück für 2,50 €, wie zuge­sagt) zu mei­nem Waren­korb hin­zu­ge­fügt hatte, ver­nahm ich am obe­ren Bild­schirm­rand die Nach­richt, dass ich den (klei­nen) Stem­pel am Ende des Bestell­pro­zes­ses hin­zu­fü­gen solle. Direkt danach war aber bereits der Haken beim klei­nen Stem­pel für 11,49 € gesetzt. Gut, ich dachte mir nichts dabei, der Preis würde sicher­lich kurz vor Ende der Bestel­lung wie­der abge­zo­gen wer­den. Aber nein, auf der Fol­ge­seite wurde ein wei­te­rer, die­ses Mal aber kos­ten­lo­ser, klei­ner Stem­pel zu mei­nem Waren­korb hin­zu­ge­fügt. Bis ich das kos­ten­pflich­tige Teil wie­der los war, ver­gin­gen einige Klicks.

Nun folgt die Angabe der Bestell­de­tails wie Rech­nungs­an­schrift und Zahl­weise. Pay­Pal aus­ge­wählt und wei­ter. Der ver­sand­kos­ten­seite ent­nahm ich, dass ich 3,56 € Ver­sand­kos­ten zu zah­len habe, wenn ich mich mit dem lang­sa­men Ver­sand begnüge. Möchte man aber ein eige­nes Design hoch­la­den, erhö­hen sich eben­diese Ver­sand­kos­ten gleich auf 6,25 €. Wieso wird der Ver­sand teu­rer, wenn ich ein eige­nes Design ver­wende? Wird das Papier dadurch schwerer?

Egal, nicht ärgern las­sen. Wei­ter machen. Der end­gül­tige Waren­korb mit einer Desi­gnvor­schau mei­ner Adress­auf­kle­ber prä­sen­tierte sich mir. Diese sind natür­lich gra­tis, wie mir hier noch mal bestä­tigt wurde. Die Visi­ten­kar­ten soll­ten aber nun auf ein­mal anstatt 2,50 € 5,49 € kos­ten. Eige­nes Design kos­tet 2,99 € Auf­preis. Gut, ein­ver­stan­den. Die Ver­sand­kos­ten wur­den aber auch gleich noch mal erhöht, da ich ja den Stem­pel im Waren­korb hatte. Ich lag nun bei 5,49 € Pro­dukt­kos­ten und 8,43 € Ver­sand­kos­ten, ins­ge­samt also 13,92 €.

Die Adress­auf­kle­ber hatte ich zu dem Zeit­punkt aber noch nicht bestä­tigt. Möchte man die haben, soll der Ver­sand 12,15 € kos­ten. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich also nun auf 17,64 €.

Aus dem Gesamt­pa­ket zum Preis von 2,50 € wur­den auf diese Art und Weise also 17,64 €. Gut, ich will fair blei­ben, Ver­sand­kos­ten muss­ten bei dem Preis ein­fach anfal­len. Mit den Visi­ten­kar­ten allein hätte sich der zu zah­lende Betrag aber auf 6,06 € belau­fen. Da ich aller­dings kei­nes der furcht­bar häss­li­chen Stan­dard­de­signs neh­men wollte und meine wei­te­ren „Gra­tis­pro­dukte“ eben­falls haben wollte, wur­den aus die­sen 6,06 € schlanke 17,64 €. Zie­hen wir den Auf­preis für das eigene Design wie­der ab, wären es aber den­noch 11,96 € gewe­sen. 2,50 € für das Ange­bot und 9,46 € Ver­sand­kos­ten. Wie das im Ver­hält­nis zuein­an­der ste­hen soll, weiß ich auch nicht.

Wäh­rend des Erstel­lungs­pro­zes­ses konnte ich auch alle mög­li­chen frag­wür­di­gen Auf­prei­s­op­tio­nen buchen. So zum Bei­spiel eine Weg­be­schrei­bung auf mei­ner Karte für 2,23 €. Oder eine elek­tro­ni­sche Ver­sion mei­ner Visi­ten­kar­ten für E-Mail-Signaturen, für 3,74 €. Oder eine PDF-Drucksimulation für 1,99 €. Da hatte ich wirk­lich nur noch Fra­ge­zei­chen im Gesicht.

Ich kann zur Dienst­leis­tungs­qua­li­tät von Vis­ta­print nichts sagen, da ich noch nie etwas von denen in den Hän­den hielt, aber die Art die­ses Lock­an­ge­bots macht auf mich einen äußerst unse­riö­sen Ein­druck. Nach die­ser Erfah­rung werde ich sicher­lich nie­mals bei dem Ver­ein auch nur irgend­et­was bestel­len. Hätte ich da jetzt was für 5 oder 6 € mit Ver­sand bekom­men, hätte ich es mir zur Ansicht auf jeden Fall zuschi­cken las­sen. Aber über 17 € ist mir der Spaß dann auch wie­der nicht wert. Das ist zwar für den Lie­fer­um­fang nach wie vor nicht teuer, aber den­noch. Seriös sieht anders aus.

Kleinigkeiten, die die Apple-Plattform so liebenswert machen

Es sind die Klei­nig­kei­ten, die mich keine Abkehr von der Apple-Plattform fin­den las­sen. Seit Februar 2005 arbeite ich mehr oder min­der aus­schließ­lich auf Sys­te­men aus Cuper­tino. Und ich kann mich noch leb­haft an die spöt­ti­schen Kom­men­tare erin­nern, als ich mir mei­nen ers­ten Mac, ein Power­Book G4, kaufte. Das war kurz vor dem Beginn mei­nes Infor­ma­tik­stu­di­ums. Der Grund war sim­pel: ich wollte mich nicht mehr mit den Unzu­läng­lich­kei­ten von Win­dows rum­schla­gen, son­dern ein­fach ein zuver­läs­si­ges Sys­tem haben. Erfah­rungs­be­richte im Netz bestä­tig­ten mich in mei­nem Vor­ha­ben, einen Mac zu kaufen.

Jetzt, fast sie­ben Jahre (die Zeit ver­geht …) spä­ter, ver­wende ich nach wie vor einen Mac. Auf das Power­Book, dem ich nach ca. einem Jahr ein 23”-Display von Apple spen­dierte, folgte eine Kom­bi­na­tion aus einem 24”-iMac und einem Mac­Book. Diese Geräte ver­kaufte ich dann nahezu zeit­gleich, um sie durch einen 27”-iMac zu erset­zen. Auf des­sen Nach­fol­ger schreibe ich nun diese Zeilen.

Aber genug des Vor­ge­ple­nkels. Wieso ich rund 1.500 € für mein Arbeits­ge­rät aus­ge­ge­ben habe, werde ich immer wie­der gefragt. Wo man doch einen halb­wegs leis­tungs­star­ken PC mit einem 27”-Display mit etwas Glück schon für die Hälfte bekommt.

Zum einen ist da auf jeden Fall die Optik zu nen­nen. Ich suche mir mitt­ler­weile nahezu alles auch über das Design aus. Gefällt mir die Optik eines Gegen­stands nicht, kann es tech­nisch noch so toll sein, es wird nicht gekauft. Das schlichte Design des iMacs und die Tat­sa­che, dass ich nur eine Ein­heit auf mei­nem Schreib­tisch ste­hen habe, erfreut mich nahezu jeden Tag. Zwi­schen den Ein­ga­be­ge­rä­ten und dem Com­pu­ter lie­gen keine Kabel, nicht mal einen Adap­ter muss ich in den Rech­ner ste­cken, da beide über das inte­grierte Bluetooth-Modul des Macs ange­bun­den sind. Die aus einem Aluminium-Stück gefräste Tas­ta­tur und das mini­ma­lis­ti­sche Touch­pad (ja, Windows-Benutzer kau­fen sich Mäuse für ihre Note­books, Mac-Nutzer kau­fen sich Touch­pads für ihre Arbeits­platz­rech­ner) machen auf dem Schreib­tisch einen äußerst guten und dezen­ten Ein­druck. Von der Ver­ar­bei­tung will ich nicht mal reden, auf kei­ner Tas­ta­tur habe ich jemals so flüs­sig und ermü­dungs­frei schrei­ben kön­nen wie auf der mei­nes iMacs. Aber auch die Geräusch­ent­wick­lung ist ein wich­ti­ger Fak­tor. Der iMac ope­riert sehr nah an der Wahr­neh­mungs­grenze. Es muss wirk­lich äußerst still in mei­ner Woh­nung sein, damit ich das Gerät über­haupt höre.

Die­ser Trend setzt sich bei der Soft­ware fort: irgend­wie schafft Apple es, dass ich nicht unge­dul­dig oder gar wütend werde, wenn das Sys­tem mich mal eine Weile war­ten lässt, was natür­lich auch auf dem Mac von Zeit zu Zeit mal vor­kommt. Pas­siert mir das unter Win­dows oder auch Linux, werde ich leicht unge­hal­ten. Die meis­ten für OS X geschrie­be­nen Anwen­dun­gen wir­ken wie aus einem Guss, als ob sie direkt von Apple kämen. Der Grund ist die strikte Ein­hal­tung der GUI-Guidelines, die Apple her­aus­gibt. Gibt’s auch für Win­dows, nur scheint sie dort nie­mand zu lesen. Und durch diese kon­sis­ten­ten Benut­zer­schnitt­stel­len ent­steht extrem wenig „Noise“, alle Anwen­dun­gen ner­ven den Benut­zer nur dann, wenn es unab­ding­bar ist.

Die gesamte Ober­flä­che des Sys­tems ist mini­ma­lis­tisch und nur von weni­gen Far­ben geprägt. Keine bun­ten, blin­ken­den Flä­chen, die den Benut­zer vom eigent­li­chen Zweck des Com­pu­ters ablen­ken: der Erfül­lung sei­ner Arbeit. Keine auto­ma­ti­schen Neu­starts, die sich nicht unter­bin­den las­sen. Keine spre­chen­den Viren­scan­ner oder Dru­cker­trei­ber. Keine Update-Orgien, die sich über zwei oder mehr Neu­starts hin­zie­hen. Nahezu pro­blem­lose Upgrades von einer Betriebs­sys­tem­ver­sion auf die nächste.

Eine äußerst kon­se­quente Tas­ta­tur­be­le­gung, die sich zwar nicht an die „Stan­dards“ hält, aber so logisch ist, dass man sie sich bin­nen weni­ger Tage pro­blem­los ein­prä­gen kann. Dazu zählt auch die pro­blem­lose Ein­ga­be­mög­lich­keit kor­rek­ter Anfüh­rungs­zei­chen („ und “ anstelle von ” und “) oder von Aus­las­sungs­zei­chen (…). Oder auch die intel­li­gente Lösch­funk­tion, die beim Mar­kie­ren eines Ein­zel­worts per Dop­pel­klick das nach dem Löschen über­flüs­sige Leer­zei­chen ent­fernt. Die seit Lion vor­han­dene Auto­kor­rek­tur mag ich nach wie vor ziem­lich gern. Sie macht zwar nicht immer alles rich­tig, ver­bes­sert aber mehr als sie „verschlimmbessert“.

Oder die inte­grierte Daten­si­che­rungs­funk­tion, Time Machine, deren Ein­rich­tungs­pro­zess mit­un­ter nur einige Sekun­den benö­tigt und danach ein­fach vom Benut­zer ver­ges­sen wer­den kann (natür­lich nur, sofern der Back­up­daten­trä­ger per­ma­nent am Com­pu­ter hängt). Die dazu auch noch die Wie­der­her­stel­lung von Daten aus dem Backup zum Kin­der­spiel macht.

Auch erwäh­nens­wert ist das mitt­ler­weile fast per­fekt funk­tio­nie­rende iCloud, das unter ande­rem zen­trale Daten­be­stände auf allen Macs und iOS-Geräten ver­teilt sowie eine Tracking­funk­tion zur Ver­fü­gung stellt, mit deren Hilfe man gestoh­lene Geräte unter Umstän­den wie­der fin­den kann. Oder Pho­to­stream, in dem auto­ma­tisch alle auf­ge­nom­me­nen oder impor­tier­ten Fotos lan­den, damit man sie auf allen ange­mel­de­ten Gerä­ten immer und über­all betrach­ten kann. Lei­der unter­stüt­zen noch nicht alle meine Anwen­dun­gen iCloud, aber zumin­dest die Apple-eigenen Anwen­dun­gen machen das pro­blem­los mit. Die inte­grierte Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lungs­soft­ware FileV­ault, deren Anwen­dung mitt­ler­weile eben­falls super sim­pel ist, ist eben­falls erwäh­nens­wert und ins­be­son­dere für Benut­zer mobi­ler Macs hoch­gra­dig interessant.

Und dann gibt es da noch hau­fen­weise wirk­lich inno­va­tive Tools, die einem die Arbeit deut­lich erleich­tern und zu denen man ähn­lich gut funk­tio­nie­rende Pen­dants unter ande­ren Betriebs­sys­te­men ver­zwei­felt und häu­fig auch ver­geb­lich sucht. Exem­pla­risch seien Anwen­dun­gen wie Alfred (ein Anwen­dungs­schnell­star­ter), Pixel­ma­tor (eine äußerst potente Bild­be­ar­bei­tung, die gerade mal 23,99 € kos­tet), Clou­dApp (oder für die Dropbox-Fans Grab­Box), Text­Mate (ein Text­edi­tor für Pro­gram­mie­rer), ByWord (ein mini­ma­ler Mark­dow­ne­di­tor, womit diese Zei­len ent­ste­hen), Ree­der (ein auf Google Rea­der opti­mier­ter RSS-Reader) und Dai­sy­Disk (ein Pro­gramm zur Ana­lyse der Fest­plat­ten­be­le­gung) genannt.

Für Webent­wick­ler und Admi­nis­tra­to­ren von Linux– und UNIX-Servern hoch­gra­dig inter­es­sant ist der UNIX-Unterbau von OS X, der dafür sorgt, dass man eine voll­stän­dige Bash jeder­zeit zur Ver­fü­gung hat und alle bekann­ten UNIX-CLI-Tools ver­wen­den kann, ohne sich mit Bas­tel­lö­sun­gen wie unter Win­dows behel­fen zu müs­sen. Im Gegen­satz zu Linux ist außer­dem die Unter­stüt­zung kom­mer­zi­el­ler Soft­ware gewähr­leis­tet, die dafür sorgt, dass es Pro­dukte wie das Micro­soft Office oder das Adobe-Produkt-Lineup eben­falls für die Apple-Plattform ver­füg­bar ist. Man bekommt also das beste aus bei­den Wel­ten, gepaart mit dem ele­gan­tes­ten und rausch­frei­es­ten User-Interface, das der Markt der­zeit zu bie­ten hat.

Auch wenn Apple mehr und mehr vom pro­fes­sio­nel­len Markt abzu­rü­cken scheint, werde ich der Platt­form die Treue hal­ten, bis es nicht mehr anders geht. Jeder Ver­such, auf einem PC ein Win­dows oder Linux so her­zu­rich­ten, dass es mir ansatz­weise einen Work­flow, wie ich ihn von OS X gewohnt bin, ist bis­her kläg­lich geschei­tert. Es feh­len Tools, das Inter­face ist inkon­sis­tent und nervt mich mit über­flüs­si­gen Mel­dun­gen. Kom­for­ta­ble Funk­tio­nen wie iCloud, Time Machine, Pho­to­stream oder FileV­ault suche ich ver­geb­lich. Wenn eine ähn­li­che Funk­tio­na­li­tät über­haupt irgend­wie her­zu­stel­len ist, dann nur mit viel Handarbeit.

Xbox 360 Elite mit Spielen und Zubehör zu verkaufen

Bevor ich die Kiste in die eBucht stelle, ver­su­che ich es erst mal so.

Fol­gen­des habe ich zu veräußern:

  • Xbox 360 Elite schwarz, 120 GB HDD (inkl. Originalkarton)
  • zwei kabel­lose Con­trol­ler, schwarz
  • ein Controller-Chargerkit
  • ein kabel­ge­bun­de­nes Headset
  • Titel < FSK 18: Pure, Lego Bat­man, Tom Clancy’s End­war, Pro­ject Gotham Rac­ing 4, Mirror’s Edge, King Kong, Batt­le­field Bad Com­pany, Bur­nout Revenge, Racedri­ver Grid, Prince of Per­sia: For­got­ten Sands, Prince of Per­sia, Forza 2
  • Titel FSK 18: Per­fect Dark Zero, Bio­nic Com­mando, Bio­s­hock 2 Rap­ture Edi­tion, Pro­to­type, The Dar­k­ness, Time­S­hift, Splin­ter Cell Con­vic­tion, Brü­tal Legend, Call of Duty Modern War­fare 2

Fotos kann ich gern erstel­len und hier hoch­la­den, sofern gewünscht.

Ist viel­leicht für den einen oder ande­ren ein tol­les Weih­nachts­ge­schenk, weil alles an Zube­hör und ein Hau­fen Spiele schon dabei ist.

Mit allen Spie­len stelle ich mir eine VB von 250 € vor. Am Liebs­ten wäre mir auch ein Ver­kauf von allem in einem Paket. Gegen­vor­schläge wer­den akzep­tiert. Per E-Mail oder Kom­men­tar hier in die­sem Beitrag.

Microsoft

Ich habe mich in den letz­ten Mona­ten echt zurück gehal­ten und wollte damit auf­hö­ren, über Win­dows oder Micro­soft her­zu­zie­hen. Aber heute ist das Fass ein­fach über­ge­lau­fen, ich kann nicht mehr anders.

Vor eini­gen Tagen habe ich das Note­book mei­ner Mut­ter zur Behand­lung in meine vier Wände geholt. Sym­ptome: Updatein­stal­la­tion bei jedem Neu­start, die aber unend­lich lau­fen und auch nach meh­re­ren Stun­den War­te­zeit nicht fer­tig wer­den. Ein­zig und allein ein kom­plet­tes Aus­schal­ten des Note­books half noch. Das Ding kam also in meine Pra­xis und auf der Liege hat sich dann nach meh­re­ren Ope­ra­ti­ons­ver­su­chen (ein Hot­fix von MS, der spe­zi­ell die­ses Pro­blem behe­ben soll) Micro­softs Hil­fe­seite mit der viel­sa­gen­den Aus­sage dazwi­schen gedrückt, dass die Instal­la­tion des SP1 nicht erfolg­reich war und man doch bitte… Win­dows 7 neu instal­lie­ren möge. Ja, rich­tig, NEU INSTALLIEREN. So kom­plett und so. Die Jungs ver­ste­hen es echt, einem die Freude an der Com­pu­ter­be­nut­zung zu ver­mas­seln. Ich habe noch nie, noch nie ein Linux oder Mac OS wegen eines fehl­ge­schla­ge­nen Updates neu instal­lie­ren müssen.

Nächste Lach­num­mer: Vor eini­gen Tagen erschien das Spiel “Age of Empi­res Online”. Ich habe sei­ner­zeit des­sen Vor­gän­ger geliebt und wollte mir nun anschauen, was Micro­soft mit die­ser Online-Version genau ver­zapft hat. Gesagt, getan. Down­load ange­wor­fen, keine 60 MB spä­ter war der Grund­stein des Spiels auf mei­ner Fest­platte. Super, Cli­ent star­ten und spie­len… Jaha, da hab ich die Rech­nung aber ohne Micro­soft gemacht. Nach dem Start des Star­ters (welch Wort­kom­bi­na­tion), bekam ich nur ein mehr oder min­der hüb­sches Fens­ter­chen mit einem Start-Button und… der viel­sa­gen­den Aus­sage, dass das Spiel bereits gestar­tet wurde. Was macht der erfah­rene Win­dows–Benut­zerGeplagte? Rich­tig, er durch­sucht den Task-Manager nach dem Pro­ban­den und schiesst ihn ab. Es gab aber kei­nen Task. Das Spiel war also nicht gestar­tet. Als zwei­tes ver­sucht man dann ja unter Win­dows ein­fach einen Neu­start, soll ja auch gele­gent­lich mal gehol­fen haben. Fehl­an­zeige. Nach wie vor kein Erfolg. Erfolg hat man erst, wenn… ja, wenn man den Spiel-Starter ALS ADMINISTRATOR STARTET. Ich dachte, ich les nicht recht. Kann die­ses däm­li­che Pro­gramm nicht selbst fest­stel­len, dass es Updates braucht und die Admi­nis­tra­tor­rechte tem­po­rär für genau die­sen Pro­zess anfor­dern? Rein rhe­to­ri­sche Frage, kann es näm­lich nicht. Aber glaubt man das? Das Spiel ist nie­gel­na­gel­neu und nicht in der Lage, die UAC zu trig­gern? Es stammt immer­hin direkt von Micro­soft. Ein Armuts­zeug­nis son­der­glei­chen. So was pas­siert einem wirk­lich nur im Hause Microsoft.

Ich habe mich ja in den letz­ten Tagen immer wie­der ein wenig über Lion, App­les neu­es­tem Wurf geär­gert, aber ver­gli­chen mit dem, was ich in der Microsoft-Welt vor die Nase gesetzt bekomme, sind das alles abso­lute Lapa­lien und ich erin­nere mich wie­der daran, wieso ich seit 2005 nichts ande­res mehr auf mei­nen Schreib­tisch lasse als Com­pu­ter aus dem Hause Apple… die kochen zwar auch nur mit Was­ser, aber immer­hin ist deren Was­ser (meis­tens) sauber.

iOS 4 sammelt Daten und was man dagegen tun kann

Für alle, die das ges­tern nicht mit­be­kom­men haben: App­les iOS-Geräte (iPhone, iPad 3G, also nur die mit Mobilfunk-Chip) sam­meln seit iOS 4 (also seit unge­fähr 10 Mona­ten) die Posi­ti­ons­da­ten des Geräts. Diese befin­den sich in einer lei­der viel zu leicht zugäng­li­chen Datei und wer­den bei jedem Backup gesi­chert. Bekommt man ein neues iPhone und spielt das Backup auf die­sem wie­der ein, wer­den die Daten eben­falls über­nom­men. Ent­deckt haben das zwei Sicher­heits­ex­per­ten, die frü­her mal für Apple gear­bei­tet haben. Mac-Benutzer kön­nen sich unter http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/ ein klei­nes Pro­gramm her­un­ter laden, das diese Daten visua­li­siert (was ich selbst ja eigent­lich ziem­lich cool finde :-D ). Vor­aus­set­zung dafür ist, dass das Backup nicht ver­schlüs­selt ist.

Wer sein Backup also ver­schlüs­selt, ist auf der siche­ren Seite. Die Exper­ten konn­ten kei­ner­lei Hin­weise dar­auf fin­den, dass Apple diese Posi­ti­ons­da­ten aus­ge­le­sen oder ver­schickt hat. Sie lie­gen ein­fach nur auf dem Gerät und auf eurem Computer.

Mitt­ler­weile scheint sich her­aus­kris­tal­li­siert zu haben, wofür Apple diese Daten sam­melt: iAds. Das mit iOS4 ein­ge­führte Wer­be­netz­werk von Apple. Wer das Sam­meln die­ser Daten für die Zukunft ver­hin­dern möchte, ruft in sei­nem iOS-Gerät ein­fach die Adresse http://oo.apple.com auf. Das ist für jedes iOS-4-Gerät zu wie­der­ho­len. Damit hat die Sam­me­lei ein Ende.

Um dem Gan­zen ein wenig die Dra­ma­tik zu neh­men: die Datei liegt stüm­per­haft unsi­cher auf eurem Gerät und der Fest­platte eures Com­pu­ters. Aber nie­mand, außer euch, hat Zugriff auf diese Datei. Außer, es hat jemand Zugriff auf euer Tele­fon oder euren Com­pu­ter. Nur dann kön­nen Dritte an diese Daten. Der Daten­be­stand wurde bis­her in kei­ner Form an Apple oder Dritte ver­schickt oder für diese geöff­net. Es ist also alles halb so schlimm, als uns die Regen­bo­gen­presse es gerade weis machen möchte. Das Tele­fon oder Tablet spio­niert euch nicht aus und schickt auch keine Bewe­gungs­re­ports an das CIA.

Die Tat­sa­che, dass Apple diese Daten ohne Ein­wil­li­gung und Infor­ma­tion des Gerä­te­be­sit­zers ein­holt, ist eine Frech­heit, keine Frage, aber eure Daten sind (bis­her) sicher und nie­mand kann diese ein­se­hen. Trotz­dem hat Apple die­ses Jahr wohl gute Chan­cen auf den Big-Brother-Award ;–).

Sofort­maß­nah­men: oo.apple.com im Brow­ser eures Geräts auf­ru­fen und das Backup ver­schlüs­seln. Die Ver­schlüs­se­lung eines Back­ups könnt ihr direkt in iTu­nes kon­fi­gu­rie­ren, indem ihr den ent­spre­chen­den Haken bei eurem iOS-Gerät setzt und ein Kenn­wort ver­gebt. Damit ist zwar die Datei auf dem Gerät wei­ter­hin unver­schlüs­selt, aber wenigs­tens die Kopie auf dem Rech­ner ist gegen Fremd­zu­griffe wir­kungs­voll geschützt.

Ohne die Time­stamps finde ich das eigent­lich ziem­lich wit­zig und ver­öf­fent­li­che des­we­gen auch einen Screen­shot mit den Orten, an denen ich mich seit Juni 2010 auf­ge­hal­ten habe ;–).

Mein Bewegungsprofil

Apple-Starterkit-Gewinnspiel bei testbericht.de

Ein wenig Wer­bung wird schon nicht scha­den, denke ich mir mal.

Der­zeit gibt es bei testbericht.de ein Gewinn­spiel, bei dem man ein kom­plet­tes Mobil­pa­ket gewin­nen kann. Die­ses besteht stan­dard­mä­ßig aus einem iPad 2, einem iPhone 4 und einem Mac­Book. Wer Apple nicht mag, kann die Ein­zel­kom­po­nen­ten aber auch aus­tau­schen und Geräte ande­rer Her­stel­ler neh­men. Der Gesamt­wert des Pakets beträgt ca. 2.500 EUR.

Wer mich kennt wird wis­sen, dass ich den Teu­fel tun werde und irgend­eine Kom­po­nente durch die eines ande­ren Her­stel­lers aus­tau­schen werde. Ein mal Apple, immer Apple. Ergo wird genau die oben erwähnte Kom­bi­na­tion gewählt, sollte ich der Gewin­ner sein.

Wer auch gewin­nen möchte, muss bis zum 25.04.2011 auf sei­nem Blog/seiner Web­site einen klei­nen Arti­kel über die­ses Gewinn­spiel ver­fasst haben und eine E-Mail an gewinnspiel@testbericht.de geschickt haben. Wei­tere Infos gibt’s auf der Web­site unter <a href=“http://www.testbericht.de/magazin/ipad-2-iphone-4-und-macbook-gewinnspiel-1103140.

http://www.testbericht.de/magazin/ipad-2-iphone-4-und-macbook-gewinnspiel-110…>

Wieso ich TYPO3 eigentlich nicht nutzen möchte

Ich hoffe, dass die­ser Blog­bei­trag kei­nen Flame­war aus­löst. Auch TYPO3-Anhänger schei­nen ein wenig reli­giös zu sein, wenn man ihr CMS angreift.

Ein klas­si­scher Angriff soll das aber eigent­lich gar nicht wer­den. Ich muss nur ein­fach mei­nem Unmut mal Luft machen über ein CMS, das gerade in der deutsch­spra­chi­gen Hemi­sphäre hoch­ge­lobt wird. Aber wieso ist das so? Wieso aus­ge­rech­net TYPO3?

Nun, TYPO3 wird nach­ge­sagt, ein Sys­tem zu sein, das sich ein­fach für jeden Anwen­dungs­fall ein­set­zen lässt. Begrün­det liegt dies in sei­ner modu­la­ren Archi­tek­tur und in Typo­Script, einer Kon­fi­gu­ra­ti­ons­spra­che für TYPO3. Und da geht meine Kri­tik eigent­lich schon los. Wieso bitte muss ich für die Kon­fi­gu­ra­tion eines CMS eine zusätz­li­che Spra­che erler­nen? Wieso wird hier nicht ein­fach PHP ver­wen­det, in der das CMS auch pro­gram­miert wurde/wird?

Nach­dem der Schock über­wun­den ist, die Anwen­dung sol­cher Sprach­ele­mente ist in jedem Falle fle­xi­bler als irgend­wel­che gra­fi­schen Ein­stel­lungs­dia­loge, kommt auch schon der nächste: Das Sys­tem ist schnarch­lang­sam. Das Backend bedient sich, als würde man einen fünf Jahre alten Rech­ner bedie­nen. Es ist träge, zäh und häss­lich. Gegen die Häss­lich­keit scheint mitt­ler­weile was unter­nom­men zu wer­den, viel gehol­fen hat es aber noch nicht. Das Front­end ist auf­grund des guten, vor­kon­fi­gu­rier­ten Cachings hin­ge­gen recht zügig unter­wegs, zügi­ger als die meis­ten ande­ren CMS, die ich bis­her ken­nen gelernt hab.

In dem lang­sa­men Backend sucht man dann die Option für „Nice URLs”, also schöne URLs, die nicht auf index.php?id=42 enden. Nein, spre­chende URLs sind ange­sagt. Tja, nicht in der Welt von TYPO3. TYPO3 bringt zwar ein Sys­tem namens Simu­late Sta­tic Docu­ments mit, man sieht den dadurch gene­rier­ten URLs blö­der­weise auf den ers­ten Blick an, dass das ver­wen­dete CMS TYPO3 ist. Sicher­heits­tech­nisch nicht klug und hübsch sind die URLs auch nicht unbe­dingt, da sie idio­ti­scher­weise auf .html enden und davor noch eine Zahl im Namen tra­gen. Jetzt könnte man den­ken, dass man das, bspw. über das ach-so-mächtige Typo­Script umbie­gen kann. Viel­leicht geht das auch, aber Google weiß nichts davon. Man benö­tigt also seine erste Erwei­te­rung. Die Wahl hat der geneigte Webent­wick­ler hier zwi­schen Real­URL und CoolURI. Beide Erwei­te­run­gen haben ihre Tücken und Macken. Real­URL soll angeb­lich sta­bi­ler und kom­pa­ti­bler sein, mit CoolURI hatte ich per­sön­lich aber weni­ger Schwie­rig­kei­ten. Außer­dem hat Real­URL in der Vor­ein­stel­lung wie­der ein voll­stän­dig über­flüs­si­ges .html an die gene­rier­ten URLs gehängt. Uncool. Nein, überflüssig.

Dann geht das Gemappe los. Die­ser Pro­zess ist noch durch­aus im Rah­men. Man lädt sein erstel­les Lay­out in seine TYPO3-Installation und weist den ver­schie­de­nen Berei­chen (divs) ver­schie­dene Funk­tio­nen zu, also bspw. Navi­ga­tion, Sub­na­vi­ga­tion, Inhalt, Fuß­leiste, etc. Gewöh­nungs­be­dürf­tig, aber eigent­lich gar nicht mal so blöd von der Grund­idee her.

Prima, denkt man sich, die Anfangs­pro­bleme sind über­stan­den, jetzt geht der Spaß los. Lei­der ist dem nicht so. Macht man sich näm­lich jetzt auf die Suche nach brauch­ba­ren Erwei­te­run­gen, wie man sie für andere beliebte CMS zuhauf fin­det, wird man lei­der all zu oft bit­ter ent­täuscht. Eine Art Blog für die Start­seite kann man bspw. mit tt_news (andere Erwei­te­run­gen für die­sen Zweck schei­nen auch gar nicht zu exis­tie­ren, wenn man Google fragt) rea­li­sie­ren. Über den Erwei­te­rungs­ma­na­ger ist das Ding auch bin­nen kür­zes­ter Zeit instal­liert. Wenn man Glück hat, läuft dann auch gleich alles. Im Regel­fall, CoolURI und Real­URL sei Dank aber wird das nix. Um tt_news mit einer die­ser Erwei­te­run­gen zur Zusam­men­ar­beit zu bewe­gen, ist häu­fig Hand­ar­beit gefragt. Und selbst wenn nicht, geht das spä­tes­tens dann los, wenn man den Auf­bau der URIs ver­än­dern möchte. Dafür gibt es keine Hilfs­mit­tel, oder ich hab sie über­se­hen, man muss alles per Typo­Script ein­stel­len. Und schein­bar gibt es keine Lösung, um das Post­da­tum in die URL zu inte­grie­ren, außer, man setzt irgend­wel­che wil­den SQL-Hacks über das Typo­Script ab. brrrr Ohne mich.

Möchte man jetzt auch noch so was irres wie auto­ma­ti­sche Tweets beim Erstel­len eines tt_news-Beitrags errei­chen, ist es end­gül­tig aus. Es gibt zwar eine Erwei­te­rung dafür, diese scheint aber mit aktu­el­len TYPO3-Versionen nicht zu wol­len. Davon abge­se­hen, dass die Kon­fi­gu­ra­tion ein Graus ist, funk­tio­niert die Erwei­te­rung ein­fach nicht. Feh­ler­mel­dun­gen scheint sie aber auch keine aus­ge­ben zu wol­len. Der Autor schien lei­der auch keine wirk­li­che Lust zu ver­spü­ren einem zu sagen, woran es denn lie­gen könnte und ob man viel­leicht bei der Feh­ler­su­che aus­hel­fen könne.

Wenn die auto­ma­ti­schen Tweets fehl­schla­gen, möchte man wenigs­tens die Inhalte eini­ger Flickr-Alben in seine Seite inte­grie­ren. Möchte… kön­nen ist näm­lich nicht, da quasi alle Erwei­te­run­gen in die­ser Rich­tung ent­we­der Feh­ler­mel­dun­gen wer­fen (depre­ca­ted Funk­tio­nen, da auf mei­ner Maschine PHP 5.3 ver­wen­det wird) oder schlicht und ergrei­fend nicht funk­tio­nie­ren (kein Out­put oder gleich Error 500). Aber gut, dann ist das schein­bar auch zu modern…

Zu guter letzt noch das Thema Updates: nicht machen! Also doch, natür­lich, Updates sollte man immer ein­spie­len, da diese im All­ge­mei­nen Sicher­heits­lü­cken stop­fen. Aber wenn man mal eine TYPO3-Website mit eini­gen Erwei­te­run­gen zum Lau­fen bewegt hat, sollte man tun­lichst die Fin­ger davon las­sen. Die drei TYPO3-Sites, die ich der­zeit betreue und pflege lie­fen nach einem Update von TYPO3 4.4.4 auf 4.5.0 ent­we­der gar nicht mehr, oder einige Teil­funk­tio­nen (Nice URLs zum Bei­spiel) woll­ten nicht mehr so recht. Bei einer Instal­la­tion lief auch der Upgrade-Prozess nicht sau­ber durch, rund zwei Dut­zend Datenbank-Abfragen lau­fen nicht durch und las­sen sich auch nach einem REPAIR auf der Daten­bank nicht durch­füh­ren. Die Tabel­len exis­tie­ren alle­samt schon, aber wieso ver­sucht der Upgrade-Assistent dann, diese zu erstel­len und beharrt so sehr darauf?

Einen moder­nen Web-Cache wie Var­nish ein­set­zen zu wol­len hat im TYPO3-Umfeld schein­bar auch wenig Sinn, da die vor­ein­ge­stell­ten Header-Werte den Ein­satz des­sel­bi­gen voll­stän­dig ver­hin­dern. Der Cache wird ein­fach umgan­gen und ein­ge­hende Anfra­gen lan­den wie­der beim Apa­che. Begrün­dun­gen hier­für (Cookie-Einstellungen von TYPO3) fin­det man zuhauf, trotz­dem ver­stehe ich nicht, wieso die Vor­ein­stel­lung so aus­se­hen muss, zumal sol­che Sys­teme wie Var­nish auch bei den TYPO3-Kosmopoliten bekannt sein sollten.

Natür­lich, all diese Feh­ler mögen durch meine unsäg­li­che Inkom­pe­tenz her­vor­ge­ru­fen wor­den sein. Auf man­che davon trifft das auch sicher­lich zu, immer­hin habe ich vor­her keine zwei Hand­bü­cher über das Sys­tem gele­sen. Aber genau dar­auf will ich hin­aus. TYPO3 mag unheim­lich leis­tungs­fä­hig und fle­xi­bel sein. Wenn man das Sys­tem in jeder Bezie­hung beherrscht und keine Anwen­dungs­fälle ver­sucht zu rea­li­sie­ren, die ganz klas­sisch sind. Das Sys­tem wird dann unfreund­lich dem Anwen­der gegen­über, wenn man Dinge ver­sucht, die im Zeit­al­ter des Social Web eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein soll­ten. Im Zeit­al­ter von REST-konformen URIs, Twit­ter, Flickr und Face­book. Eine der genann­ten TYPO3-Websites wurde durch einen guten Freund mas­siv ange­passt. Ich war über die Fle­xi­bi­li­tät, die durch Typo­Script erreicht wird wirk­lich über­rascht. Als dann aber die ers­ten Updates des Kerns und der Erwei­te­run­gen kamen, gin­gen die Pro­bleme los. Sicher­lich, auch das wie­derum mag an den selbst­ge­bau­ten Lösun­gen lie­gen. Aber ich selbst möchte eigent­lich keine Web­sites bauen, die auf einem Fun­da­ment ste­hen, das bei jeder noch so leich­ten Erschüt­te­rung zusam­men­bricht. Alle wei­te­ren CMS, die ich ein­setze sind im Regel­fall unemp­find­lich gegen­über Updates. Tritt doch mal ein Pro­blem auf, lässt sich die­ses zumeist mit ein wenig Google-Geschick flott beheben.

Und dies soll der letzte Punkt mei­ner Pre­digt sein. Die TYPO3-Community ist ent­we­der ahnungs­los oder ein­fach wenig bis gar nicht hilfs­be­reit. Stellt man irgendwo Fra­gen zu Din­gen wie der Twitter-Erweiterung oder dem URL-Format von tt_news-Beiträgen erhält man ein­fach keine Ant­wort. Die Fra­gen habe ich an meh­re­ren Stel­len gestellt, immer mit dem glei­chen Ergeb­nis. Es kam keine Ant­wort. Ent­we­der, meine Anwen­dungs­fälle sind so exo­tisch, dass nur ich dar­auf komme, oder aber es gibt keine Lösun­gen für diese Pro­bleme. Was auch immer das Ergeb­nis sein mag, bei­des ist unzufriedenstellend.

Wenn ich heut­zu­tage ein Open-Source-CMS ein­setze erwarte ich ein­fach eine funk­tio­nie­rende Com­mu­nity, einen gro­ßen Fun­dus an funk­tio­nie­ren­den Erwei­te­run­gen und ein moder­nes User-Interface. Letz­te­res ist erfah­rungs­ge­mäß für den Otto-Normal-Anwender, für den es ja eigent­lich gemacht sein soll, auch viel zu kom­plex. Bei kei­nem ande­ren CMS erhalte ich so viele Rück­fra­gen mei­ner Kun­den wie bei TYPO3, weil vie­les ein­fach nicht logisch oder ein­deu­tig genug ist.

TYPO3-Anhänger wer­den ver­mut­lich mit der Argu­men­ta­tion kom­men, dass TYPO3 nun mal kein Sys­tem für Ein­stei­ger sei. Das ist ja sicher­lich auch rich­tig, aber wieso muss man einige Dinge so unheim­lich umständ­lich machen? Selbst Fort­ge­schrit­tene oder Pro­fis mögen Abkür­zun­gen und Arbeits­er­leich­te­run­gen. Und ein Backend, das sich nicht durch Ein­stei­ger bedie­nen lässt ist quasi nutz­los, da ich mir kaum vor­stel­len kann, dass in Redak­tio­nen aus­schließ­lich Voll­pro­fis sit­zen, die Bei­träge verfassen.

Aus mei­ner Sicht ist TYPO3 das Win­dows unter den CMS: es wird des­we­gen so häu­fig ein­ge­setzt, weil es sich mal im Business-Bereich eta­bliert hat. Das Sys­tem ist nicht mehr zeit­ge­mäß, träge, auf­ge­bläht und schwer zu debug­gen. Ich bin dolle gespannt auf die Ver­sion 5.0, die sich der­zeit in der Ent­wick­lung befin­det. Genau so gespannt, wie ich auf Win­dows 8 bin. Es bleibt abzu­war­ten, ob mit dem nächs­ten Ver­si­ons­sprung mal wie­der ein Inno­va­ti­ons­vor­sprung auf­ge­baut wer­den kann, der den der­zei­ti­gen Sta­tus bei­der Sys­teme in der Geschäfts­feld recht­fer­ti­gen kann. Denn beson­ders in Deutsch­land scheint man Pro­bleme damit zu haben auf Alter­na­ti­ven zu wech­seln, wenn man sich erst mal mit einem Sys­tem inten­si­ver befasst hat. MODx bspw. soll eine her­vor­ra­gende Alter­na­tive zu TYPO3 sein, hier­zu­lande ein­ge­setzt wird sie aber lei­der kaum. Ent­schei­der in Betrie­ben wer­den häu­fig ein­fach TYPO3 for­dern, weil sie mal gehört haben, dass es DAS Business-CMS schlecht­hin ist. Nicht aber, weil sie mit des­sen Benut­zung unheim­lich zufrie­den sind oder andere Aspekte des Sys­tems so unheim­lich schätzen.

Wie sicher sind unsere Daten eigentlich in der Cloud?

Wer mich kennt weiß, dass ich ein Befür­wor­ter von Cloud-Diensten bin. Ich finde die Cloud toll und nutze selbst recht viele die­ser Dienste: Google Apps, Flickr, Ama­zon S3, Tum­blr, Pos­te­rous, Heroku, Mobi­leMe, Drop­box und so wei­ter. Und ich fühle mich gut dabei. Gut des­we­gen, weil ich mir keine Gedan­ken über Back­ups machen muss. Gut, weil ich mir sicher sein kann, dass all meine Daten fast immer ver­füg­bar sind, wenn ich sie brau­che. Auch in der Cloud wird keine 100%ige Erreich­bar­keit erreicht, aber 99,9 % genü­gen mir auch voll­kom­men. Rein rech­ne­risch sind damit 8,76 Stun­den pro Jahr erlaubte Aus­fall­zeit drin. Das ist ok. Selbst-gehostete Dienste ste­hen eher schlech­ter denn bes­ser dar.

Viele argu­men­tie­ren gegen die Cloud mit einem voll­stän­di­gen Kon­troll­ver­lust, der Cloud-Anbieter kann ja theo­re­tisch mit mei­nen Daten tun und las­sen, was er will. Zuletzt gesche­hen bei Wiki­leaks. Und das könnte natür­lich auch mir pas­sie­ren. Viel­leicht gefällt Pos­te­rous ja nicht, was ich hier so von mir gebe. Oder der Staats­an­walt ruft bei Pos­te­rous an. Und dann macht einer der Mit­ar­bei­ter von Pos­te­rous (oder Tum­blr, Google, sonst­wem) Klick und schal­tet mei­nen Account ab. Aber ande­rer­seits, kürz­lich gese­hen an dem Vor­fall mit nerdcore.de, kann das auch außer­halb der Cloud pas­sie­ren. Den Gedan­ken­gang kön­nen wir also getrost abha­ken. Wenn ich nicht selbst dafür sorge, dass meine Inhalte auf ver­schie­de­nen Ser­vern in ver­schie­de­nen Län­dern abge­legt sind, hab ich wohl nie eine Sicher­heit, dass nicht jemand drit­tes ein­fach mei­nen Ser­vice abschaltet.

Vor eini­gen Tagen ist bei Flickr der Super­gau pas­siert. Ein Schwei­zer Nut­zer hat sich bei Flickr beschwert, dass jemand seine Inhalte klauen würde. Ein Mit­ar­bei­ter von Flickr hat das Pro­blem behe­ben wol­len, dabei aber ver­se­hent­lich den Account des Schwei­zers, Mirco Wil­helm, gelöscht. Kann ja mal vor­kom­men und kann natür­lich auch außer­halb der Cloud pas­sie­ren. Aber ich würde jetzt ein­fach davon aus­ge­hen, dass man sich ein Backup schnappt und den Account lücken­los wie­der­her­stel­len kann. Schein­bar ist das aber, wenigs­tens in der Flickr-Cloud, nicht so ohne wei­te­res mög­lich. Mitt­ler­weile, rund 24 Stun­den spä­ter, haben die Tech­ni­ker bei Flickr wohl den gesam­ten Account erfolg­reich wie­der­her­stel­len kön­nen. Ohne den Auf­schrei, den die­ser Vor­fall her­vor­ge­ru­fen hat, wäre es aber nicht unbe­dingt so weit gekom­men. Schein­bar hat­ten die Mit­ar­bei­ter bei Flickr wirk­lich gut zu tun, um diese Wie­der­her­stel­lung zu errei­chen. Ein wenig frech war auch die anfäng­li­che Reak­tion von Flickr, dem armen Mann ganze vier Jahre einer Pro-Mitgliedschaft zu schen­ken. Zur Erin­ne­rung: Flickr Pro kos­tet schlappe 25 US-$ im Jahr. Ein Gegen­wert von nicht mal 100 Dol­lar ersetzt wohl kaum den Ver­lust von 3.400 Fotos, die in Mir­cos Account gespei­chert waren.

Auch wenn Flickr letz­ten Endes erfolg­reich den gesam­ten Account hat wie­der­her­stel­len kön­nen (und Herrn Wil­helm 25 Jahre Pro-Mitgliedschaft geschenkt hat), sollte man sich viel­leicht nicht zu sehr zurück­leh­nen, nur weil die Daten in der Cloud lie­gen und diese ja nahezu unzer­stör­bar ist. Sicher­lich, eine Cloud schützt recht effi­zi­ent vor dem Daten­ver­lust durch Hard­ware­schä­den, nicht aber vor Benut­zer­feh­lern. Auch bei der Ver­wen­dung von Cloud-Diensten scheint also eine sinn­volle Back­upst­ra­te­gie unum­gäng­lich zu sein.

Rand­no­tiz: ich bin mit Drop­box mal ein wenig auf die Nase gefal­len. Dort abge­legte LaTeX-Quellen wur­den vom Ser­vice irgend­wie zer­stört. Die Inhalte ent­spra­chen in keins­ter Weise denen, die ich ursprüng­lich abge­legt habe. Das sonst recht effi­zi­ente und gut arbei­tende Hashing von Drop­box wird hier wohl eine latente Fehl­funk­tion gehabt haben. Und natür­lich hab ich den Dropbox-Ordner aus mei­nem Time-Machine-Backup ausgeschlossen…

Eigene Domain mit Blog und E-Mail für 6,60 € im Jahr

Klingt unmög­lich? Ist es aber nicht. In die­sem Arti­kel möchte ich euch einen Weg zei­gen, mit dem ihr ein Blog samt eige­ner Domain und jede Menge E-Mail-Adressen und zuge­hö­ri­gem Spei­cher bekommt.

Die Ser­vices, die ich hier vor­stel­len möchte, hei­ßen im Einzelnen:

  • Tum­blr
  • Pos­te­rous
  • Word­Press
  • Google Apps Standard

Jeder ein­zelne die­ser Dienste kos­tet kei­nen Cent. Nur für eure Domain müsst ihr Geld zah­len. Des­we­gen, damit der unan­ge­nehme Teil erle­digt ist, küm­mern wir uns darum zuerst.

Eine Domain ohne alles bekommt ihr bspw. bei domain­FAC­TORY. Ver­schie­dene Domai­nen­dun­gen, sog. Top Level Domains, kos­ten unter­schied­lich viel Geld. Bei mei­ner Kal­ku­la­tion gehe ich von einer .de-Domain aus, die laut Preis­liste 0,55 € monat­lich kos­tet. Der Betrag ist im Vor­aus zu ent­rich­ten und beläuft sich somit auf 6,60 € pro Jahr. Mit der Domain selbst könnt ihr natür­lich erst mal nicht so immens viel anstel­len. Aber trotz­dem ist das der erste Schritt. Diese Domain wer­den wir spä­ter so kon­fi­gu­rie­ren, dass euer Blog dar­über erreich­bar sein wird.

Wei­ter geht’s zum ange­neh­men, dem kos­ten­lo­sen Teil.

Zu aller­erst soll­tet ihr euch für einen Blog­an­bie­ter ent­schei­den. Auf wel­chen eure Ent­schei­dung fällt, ist sicher­lich teil­weise per­sön­li­che Prä­fe­renz. Wer hier ohne Vor­be­halte ent­schei­den möchte, sollte sich alle drei genauer anschauen. Ich habe mit allen drei schon Erfah­run­gen machen kön­nen. Für meine Anfor­de­run­gen eig­net sich der Dienst Tum­blr am Bes­ten. Aber das soll keine Emp­feh­lung für die­sen oder gar gegen die ande­ren Dienste sein. Im Fol­gen­den gehe ich kurz auf die Eigen­ar­ten der jewei­li­gen Dienste ein:

Tum­blr

Woher der Name kommt, ist halb­wegs ein­deu­tig. Tum­ble­log, das war wohl der ursprüng­li­che Ein­satz­zweck, den der Dienst für sich selbst gese­hen hat. Dafür nutze ich ihn auch haupt­säch­lich. Tum­ble­logs die­nen pri­mär dazu, kleine Schnip­sel, über die man im Web gestol­pert ist zu ver­öf­fent­li­chen. Bei Tum­blr wählt man vor dem Erstel­len eines Arti­kels aus, um wel­chen Inhalt­s­typ es sich han­deln soll. Zur Wahl ste­hen Text, Foto, Zitat, Link, Chat, Audio und Video. Je nach gewähl­tem Inhalt­s­typ kann man nun einen stink­nor­ma­len Fliess­text ein­bin­den, einen Direkt– oder Embed-Link zu einem Video (YouTube, Vimeo, etc.), ein Foto hoch­la­den oder von einer exter­nen URL holen las­sen und so wei­ter und so fort. Jedem media­len Inhalt­s­typ kann man noch eine Text­be­schrei­bung bei­fü­gen. Wer also ein Video wählt, kann nach­her nicht nur ein Video in sei­nem Bei­trag darstellen.

Jeder Bei­trag kann Tags bekom­men, man kann eine Quell-URL ange­ben, sofern vor­han­den, einen Link samt Titel auto­ma­tisch zu Twit­ter pos­ten las­sen, eine Ver­knüp­fung zu Face­book ist auch mög­lich. So publi­ziert Tum­blr neue Bei­träge in mei­nem Falle direkt in mei­nen Twit­ter­ac­count und stellt diese auch in mei­ner Facebook-Timeline dar. Eure Bei­träge könnt ihr über die Markup-Sprache Mark­down for­ma­tie­ren. Eine kom­plette Refe­renz zu Mark­down gibt es auf den Sei­ten sei­nes Erfin­ders, John Gruber.

Anpass­bar ist der Ser­vice natür­lich auch. So ste­hen der­zeit über 100 The­mes, kos­ten­lose und kos­ten­pflich­tige zur Ver­fü­gung. Die Preise der kos­ten­pflich­ti­gen The­mes vari­ie­ren zwi­schen 9 und 49 US-$, blei­ben also in jedem Falle bezahl­bar. Die Aus­wahl an kos­ten­freien The­mes ist aber so groß, dass man hier nicht unbe­dingt Geld aus­ge­ben muss. Die meis­ten The­mes las­sen sich kom­for­ta­bel ohne Kennt­nisse in HTML und/oder CSS anpas­sen. Die jewei­li­gen Mög­lich­kei­ten hän­gen hier­bei aber stark vom jewei­li­gen Theme ab, sodass ich hier keine all­ge­mein gül­ti­gen Bei­spiele geben kann. Wer mag, kann dar­über hin­aus aber auch direkt das HTML und CSS des The­mes bearbeiten.

Neben den eigent­li­chen dyna­mi­schen Blog­bei­trä­gen kön­nen sog. Sei­ten ange­legt wer­den, gut geeig­net bspw. für ein Impres­sum oder eine Kon­takt­seite. Außer­dem kann man seine Leser aktiv ein­be­zie­hen, wenn man die Community-Funktionen nutzt. So kön­nen Besu­cher Bei­träge bei­steu­ern, Fra­gen stel­len, etc. Zu guter letzt ist es mög­lich, zusätz­li­che Auto­ren zum Blog hinzuzufügen.

Nun zu unse­rem Anlie­gen, das Tumblr-Blog unter unse­rer eige­nen Domain ver­füg­bar zu machen. Tum­blr bie­tet dafür eine eigene Hil­fe­seite an, auf der steht, was zu tun ist. Zusam­men­ge­fasst müsst ihr einen so genann­ten A-Record bei eurem Domain­hos­ter anle­gen und die­sen auf die IP-Adresse 72.32.231.8 zei­gen las­sen. Infos zu die­sem Thema gibt es domain­FAC­TORY auf der ent­spre­chen­den FAQ-Seite. Nach­dem ihr bei domain­FAC­TORY (oder eurem jewei­li­gen Hos­ter) den Ein­trag ange­legt habt, müsst ihr den Namen noch in den Ein­stel­lun­gen eures Blogs hin­ter­le­gen. Dafür klickt ihr in eurem Dash­board auf Anpas­sen und dann oben auf Info. Unten setzt ihr den Haken bei Eigene Domain ver­wen­den und tippt dar­un­ter euren eige­nen Domain­na­men ein. Ein Klick auf Speichern+Schliessen über­nimmt die Ände­run­gen. Bis euer Blog tat­säch­lich unter der Domain auf­taucht, kann unter Umstän­den ein hal­ber Tag ver­ge­hen. Ein wenig Geduld braucht ihr also.

Tum­blr ist auch eine Com­mu­nity, so könnt ihr ande­ren Tumblr-Blogs fol­gen und bekommt deren Inhalte in eurem Dash­board ein­ge­blen­det. Außer­dem könnt ihr Bei­träge favo­ri­sie­ren, also ähn­lich wie bei Face­book liken. Kom­men­tare wer­den über Dis­qus inte­griert, wel­ches wie­derum eine eigene Com­mu­nity mitbringt.

Pos­te­rous

Pos­te­rous hat sich auf die Flag­gen geschrie­ben, der per­fekte Dienst für mobile Blog­ger zu sein, weil man seine Bei­träge ein­fach per E-Mail an den Dienst schi­cken kann. Anfangs fand ich das genial, wer aber seine Bei­träge fle­xi­bel gestal­ten möchte, sollte lie­ber doch den Edi­tor benut­zen. Um einen Bei­trag per E-Mail ein­zu­rei­chen genügt es, die E-Mail-Adresse, von der aus man sen­den möchte bei Pos­te­rous bekannt zu machen. Initial geschieht das, indem man ein­fach eine E-Mail an post@posterous.com schickt. Alles wei­tere wird dann in einer Ant­wort­mail erklärt. Die Anmel­dung könnte also nicht ein­fa­cher sein.

Pos­te­rous hat keine Bei­trags­ty­pen, wie das bei Tum­blr der Fall ist. Was Pos­te­rous allen ande­ren Diens­ten vor­aus hat, sind zwei Dinge:

  1. Ein­bin­dung exter­ner Inhalte in den Post. Wenn ich also mit­ten in mei­nen Bei­trag einen Link zu einem Vimeo-Video, einem GitHub-Gist oder einem Flickr-Foto ein­füge, wird anstelle des Links der Inhalt dar­ge­stellt. Wie das urhe­ber­recht­lich aus­sieht, frage ich mich aber immer noch. An E-Mails ange­hängt Videos und MP3-Dateien wer­den im Übri­gen mit­tels Flash-Player (ohne Flash in der Mobil­ver­sion für iOS-Geräte) in den Bei­trag ein­ge­bun­den, das Hos­ting und bei Videos auch die Kon­ver­tie­rung über­nimmt Poserous.
  2. Auto­pos­ting. Pos­te­rous unter­stützt die auto­ma­ti­sche Publi­ka­tion eurer Inhalte auf sehr vie­len Platt­for­men. So kann man ein­stel­len, dass nach dem Publi­zie­ren eines neuen Bei­trags auto­ma­tisch Ein­träge bei Social-Media-Diensten wie Face­book, Twit­ter, Flickr, Tum­blr, Word­Press und ande­ren Diens­ten erstellt wer­den. Aus Grün­den der Such­ma­schi­nen­freund­lich­keit rate ich aber drin­gend davon ab, Blog­bei­träge von Pos­te­rous bei wei­te­ren Blog­platt­for­men publi­zie­ren zu las­sen. Dup­li­cate Con­tent ist bei Google und Co. nicht son­der­lich beliebt.

Die For­ma­tie­rung der Bei­träge erfolgt wahl­weise über den WYSIWYG-Editor oder, wie bei Tum­blr, über Mark­down. Beide Metho­den kön­nen mich nicht so recht zufrie­den stel­len. Ich hoffe, dass Pos­te­rous den ver­wen­de­ten Edi­tor frü­her oder spä­ter aus­tau­schen wird da bspw. Copy & Paste nicht ver­nünf­tig funk­tio­niert. Pos­te­rous bie­tet 1 GB Spei­cher­platz an, nach dem Errei­chen die­ses Limits wird Pos­te­rous Kon­takt mit euch auf­neh­men und fra­gen, ob ihr mehr braucht.

Der­zeit ste­hen euch bei Pos­te­rous ins­ge­samt 36 ver­schie­dene The­mes zur Ver­fü­gung. Kos­ten­pflich­tige The­mes direkt bei Pos­te­rous gibt es bis­her nicht, sind aber ange­kün­digt. Und genau wie Tum­blr habt ihr bei Pos­te­rous die Mög­lich­keit, sta­ti­sche Sei­ten anzulegen.

Auch hier gibt es die Mög­lich­keit, eine eigene Domain mit eurem Blog zu ver­knüp­fen. Hierzu ist wie­der ein A-Record erfor­der­lich, der auf die IP 66.216.125.32 zei­gen muss. In den Ein­stel­lun­gen eures Blogs klickt ihr dann beim Namen auf die Schalt­flä­che Edit und geb unter Custom Domains euren Domain­na­men ein. Auch hier ist wie­der ein wenig Geduld gefragt, bis der Ein­trag sich im welt­wei­ten DNS-Baum über­all ein­ge­nis­tet hat.

Was mir nach wie vor ein wenig sauer auf­stösst ist die Geschwin­dig­keit des Diens­tes. Gefühlt rea­giert die Platt­form deut­lich trä­ger als Tum­blr dies tut. Die­ses Blog hier ist im Übri­gen bei Pos­te­rous. Von der Kom­men­tar­funk­tion bin ich eben­falls nicht begeis­tert, so las­sen sich bspw. keine direkt zuge­ord­ne­ten Ant­wor­ten auf Kom­men­tare erstel­len. Bes­se­rung wurde mir auf Anfrage aber zugesichert.

Wer noch ein altes Blog hat, kann im Übri­gen mit­tels des Impor­ters all seine alten Ein­träge zu Pos­te­rous holen. Ziem­lich cool und ein­ma­lig, soweit ich das beur­tei­len kann.

In Sachen Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen bringt Pos­te­rous eine Fol­lo­wer­liste mit, außer­dem kann man sich täg­lich die aktu­el­len Bei­träge die­ser Blogs per E-Mail zuschi­cken lassen.

Word­Press

Word­Press dürfte die mit Abstand bekann­teste und popu­lärste Blog-Software welt­weit sein. Was nicht unbe­dingt ein Qua­li­täts­merk­mal ist. Aber einen gro­ßen Vor­teil hat man dadurch: die Aus­wahl an The­mes und Plugins ist gigan­tisch. Aber wie das bei so gro­ßen Men­gen immer so ist, ent­spricht die Qua­li­tät natür­lich nicht immer den höchs­ten Standards.

Wie Pos­te­rous trennt auch Word­Press nicht nach Bei­trags­ty­pen und lässt einen bunt mischen. Datei­uploads erfol­gen über die Media­thek und kön­nen auch direkt aus der Arti­kel­an­sicht erfol­gen. Das Spei­cher­platzli­mit beträgt 3 GB.

Wie schon gesagt, ist das große Argu­ment für die Nut­zung von Word­Press die schier unend­li­che Viel­falt an The­mes und Plugins. Der Hosted-Service von Word­Press ist recht zügig und das Backend ist kom­for­ta­bel. Ein­schrän­kun­gen gegen­über einer selbst-gehosteten Instal­la­tion muss man kaum in Kauf neh­men. Mitt­ler­weile exis­tiert auch die Mög­lich­keit, Premium-Themes für die gehos­tete Instal­la­tion zu kau­fen, was bis­her eine Ein­schrän­kung war. Plugins und The­mes las­sen sich über das Backend kom­for­ta­bel instal­lie­ren und suchen.

Um eure Domain jetzt mit eurem kos­ten­lo­sen WordPress-Blog zu ver­knüp­fen, ist ein etwas radi­ka­le­res Vor­ge­hen nötig als bei Pos­te­rous oder Tum­blr. Ihr müsst die kom­plet­ten Nameserver-Einträge umbie­gen. Wie das geht, steht in einem Support-Artikel, in eng­li­scher Spra­che. Das führt für unser nächs­tes Vor­ha­ben aber zu Pro­ble­men, auf die wir noch ein­ge­hen müssen.

Bei Word­Press habe ich bis­her keine Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen ent­de­cken kön­nen, was schade ist.

Google Apps Stan­dard Edition

Wenn ihr euch für einen der drei oben erwähn­ten Ser­vices ent­schie­den habt, habt ihr schon mal eine cloud-basierte Web­site. Aber euch kann nie­mand E-Mails an eure Domain schi­cken. Und das gehört doch zum guten Ton.

Um dies zu errei­chen, ver­wen­den wir Google Apps Stan­dard Edi­tion. Die Stan­dard Edi­tion kos­tet kei­nen Cent und bie­tet für maxi­mal 50 Benut­zer auf einer Domain 7,5 GB Spei­cher­platz pro Nut­zer an. Damit sollte euer E-Mail-Volumen für einige Zeit gede­ckelt sein. Neben­bei bekommt ihr noch den welt­bes­ten Spam-Filter, durch­ge­hende SSL-Verschlüsselung und Google Docs in sei­ner vol­len Pracht. Ihr müsst euch nur mit eurer Domain regis­trie­ren und fol­gende DNS-Einträge für eure Domain vornehmen:

1 ASPMX.L.GOOGLE.COM5 ALT1.ASPMX.L.GOOGLE.COM5 ALT2.ASPMX.L.GOOGLE.COM10 ASPMX2.GOOGLEMAIL.COM10 ASPMX3.GOOGLEMAIL.COM

Die Zahl kenn­zeich­net die Prio­ri­tät des Ein­trags. Der Ein­trags­typ lau­tet MX.

Außer­dem müsst ihr eine geeig­nete Methode der Domain­ve­ri­fi­zie­rung wäh­len. Da ihr kei­nen Webs­pace habt, auf den ihr irgend­wel­che Dateien hoch­la­den könnt, müsst ihr den CNAME-Weg wäh­len. Dazu wer­det ihr wäh­rend des Ein­rich­tungs­pro­zes­ses auf­ge­for­dert, der Name ändert sich stän­dig, wes­we­gen ich ihn hier nicht angebe.

Wenn eure Domain regis­triert ist, könnt ihr außer­dem Sub­do­mains für den Zugriff auf das Web­in­ter­face des jewei­li­gen Diens­tes ver­wen­den. Dazu ist ein wei­te­rer CNAME-Eintrag erfor­der­lich, der dann auf ghs.google.com. (der Punkt am Ende ist wich­tig) zei­gen muss. Ihr könn­tet also bspw. mail auf die­sen Ein­trag zei­gen las­sen, um bei der Ein­gabe von mail.domain.tld euer Webmail-Interface aufzurufen.

Ein Hin­weis noch zu Word­Press: da wir not­ge­drun­gen die Nameserver-Einträge umbie­gen muss­ten, müs­sen die oben genann­ten Ein­stel­lun­gen bei Word­Press und nicht bei bspw. domain­FAC­TORY vor­ge­nom­men wer­den. Einen ent­spre­chen­den Support-Artikel stellt Word­Press zu die­sem Thema bereit.

Fin

Das war es auch schon. Nach viel­leicht einer Stunde Arbeit habt ihr eine kom­plette, leicht anpass­bare Web­site (Blog­sys­teme las­sen sich natür­lich nicht nur zum Blog­gen ver­wen­den) und einen cloud-basierten kol­la­bo­ra­ti­ons­fä­hi­gen E-Mail-Dienst für 6,60 € im Jahr. Ihr müsst euch nicht mit Updates rum­är­gern oder dar­aus resul­tie­rende tech­ni­sche Pro­bleme lösen. Da alle erwähn­ten Dienste Cloud-Dienste sind, ist auch die Aus­fall­wahr­schein­lich­keit recht gering, wenn auch gerade die Blog-Dienste Pos­te­rous und Tum­blr in der letz­ten Zeit immer wie­der mal nicht erreich­bar waren. Im Regel­fall waren diese Pro­bleme aber auch schon nach weni­gen Minu­ten wie­der beho­ben. Und Aus­fälle kön­nen natür­lich auch bei bezahl­ten Dienst­leis­tun­gen vorkommen.